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Die Erde wurde in 7 Tagen geschaffen. Dann kamen die Geologen und sagten "ne". Naja, immerhin steht sie im Zentrum des Universums. Bis dieser Kopernikus kommt und sagt "ne". Naja, immerhin sind wir Menschen das Ziel der Schöpfung. So ein Engländer namens Darwin sagt "ne", wir stammen vom Affen ab und alles ist nur Auslese. Uff. Na, wenigstens sind wir einzigartig im gesamten Universum. Und dann bauen die dieses vermaledeite Radioteleskop, haben die den Knall nicht gehört?

Abgesehen davon, dass ich befürchte, dass wir als erstes Signal von den Außerirdischen das arkturianische Pendant zu "Frauentausch" oder "Ab ins Beet" empfangen werden, so ist das ganze Thema doch sehr interessant - und zwar nicht nur von der rein naturwissenschaftlichen Seite aus betrachtet, sondern auch von der philosophischen. Dieses Buch beschränkt sich bei der Betrachtungsweise hauptsächlich auf die Argumente, die es für und wider die Existenz, und falls es es geben sollte, für und wider die Möglichkeit einer Kontaktaufnahme mit extraterrestrischem Leben. Dass hier kein von Däniken (den ich als Autor sehr schätze) am Werk ist, spürt man schon am distanzierten Schreibstil, und daran, dass der Autor seine Meinung zwar klar kundtut, dies aber immer als seine Meinung und nicht als Fakt deklariert. Kritiker kommen ebenso zu Wort wie Befürworter, und von der Wunderhypothese über anthropische Zustände über Panspermie bis hin zur Stringtheorie werden diverse Argumentationsketten vor dem Leser spannend und lehrreich ausgebreitet. Einen Aspekt, den andere bei ihrer Diskussion über außerirdische Intelligenz gern übersehen, wird hier besonders aufgearbeitet - was ist eigentlich Intelligenz, und wozu braucht es Intelligenz eigentlich? Ist Intelligenz und Bewusstsein vielleicht eine Zielfunktion des Universums?

Einzige Voraussetzung, diesen sehr lesbaren Text genießen zu können, ist ein allergröbstes Verständnis von Physik und Statistik. Gerade die Statistik wird in diesem Werk sehr häufig zu Rate gezogen, schließlich muss man bisher, mangels physischer Beweise, mutmaßen. Das Gesetz der großen Zahlen in Verbindung mit der Unendlichkeit des Universums scheint über die Diskussion über nichtirdisch entstandenes Leben (was nicht dasselbe ist wie außerirdisches Leben, wie wir erfahren werden) viel Spielraum für zusätzliche Spielereien, wie der des kosmischen Duplikats, zu bieten.

Die Titelgebung der englischen Werke ist hier etwas verwirrend - man sollte als Leser das vorliegende "Are we alone?" aus 1995 nicht verwechseln mit dem 2010 erschienenen "The Eerie Silence - Are We Alone in the Universe?". Auch biegt die deutsche Untertitelung die vom Autor beabsichtigten "philosophical implications" frecherweise um in schnöde "Wahrscheinlichkeit". Einige recht simple Illustrationen sowie eine Bibliografie komplettieren das Werk.

Komplexe Vorgänge, auch für Laien verständlich erläutert, und mit viel Stoff zum Nachdenken angefüllt, dabei ohne Fantasiererei, Fanatismus oder Pseudowissenschaft. Ein wirklich tolles Buch für alle, die nicht wissen, wie sie ihr kosmisches Duplikat finden können.
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