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48
3,9 von 5 Sternen
Der Turm der Könige: Historischer Roman
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am 10. November 2012
Der Roman ist gut geschrieben, es liest sich flüssig und die Figuren sind sympatisch und gut ausgearbeitet. Dennoch hat es die Autorin nicht geschafft mich in das Sevilla der damaligen Zeit zu ziehen. Vielleicht lag es an dem großen Zeitraum, den das Buch im Gesamten abdeckt?
Es beginnt mit einem Epilog über das geheimnissvolle Schachspiel, welches in 1248 von König Ferdinand III. ins Leben gerufen wurde: der Gewinner sollte dann somit Besitzer des "schönsten Turms von Sevilla", also der Kathedrale sein. Das Schachturnier wird über mehrere Jahre und mehrere Generationen ausgetragen - die einzelnen Schachzüge sind Schlachten bzw. Ereignissen zugeordnet mit einem jeweiligen Schachzug. In jedem Lager (also bei den Christen und auch bei den Muslimen) gibt es einen Auserwählten, der dazu bestimmt ist, das Turnier zuende zu spielen.
Léon de Montenegro ist genau diese Person, auf der Seite der Christen. Er kommt nach Sevilla, weil man hier versucht die verschollenen Spielregeln des Turniers zu finden. Diese sind nötig, um das Turnier zuende zu spielen. Die Suche nach den Regeln erstreckt sich über mehrere Generationen, die man als Leser mit verfolgt. Wobei ich sagen muss, dass sich das Buch für mich als Familensaga liest - immer im Hintergrund die Suche nach den Regeln des Spiels. Und ich fand es schwierig, dass das Rätsel erst in der dritten Generation gelöst wird. Man erlebt sozusagen im Zeitraffer die Familengeschichte der Montenegros. Neben dem großen Geheimnis Léons, von dem seine Frau Julia nichts ahnt bis zu ihrem Tod, dreht sich in der Familie alles um die eigene Druckerei, die Julia von ihrem Mann geerbt hat. Es geht um verschmähte Liebe, um Neid, Hass und Intrigen.
Wie schon gesagt, der Roman war nicht schlecht, aber ich hab mich schwer getan in die Geschichte richtig rein zu kommen. Erst zum Ende hin, wo sich die Auflösung um die Spielregeln des Spiels und auch der letzte Spielzug nähert, war ich einigermaßen gefesselt beim Lesen.
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6 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 25. Oktober 2011
Dass der Verlag diesen Roman zum Bestseller auserkoren hat ist unübersehbar: Berühmte Autoren überschlagen sich (angeblich) mit Lobpreisungen, bei Cover, Titel und Aufmachung wurde sicher nicht zufällig großen Wert auf das Thema "Kathedrale" gelegt, wobei gekommt ignoriert wird, dass diese überhaupt keine nennenswerte Rolle spielt. Der Schutzumschlag ist edel aufgemacht, und ich bin mir mittlerweile nicht einmal mehr sicher, ob nur zufällig die Erwartung geweckt wurde, der Roman spiele (teilweise) im Mittelalter.

Das Buch ist für mich den Ansprüchen leider nicht gerecht geworden. Oben genannte Themen habe ich nicht allzu sehr vermisst, andere aber schon. Das Buch hat für mich schlicht und ergreifend zu wenig mit Schach zu tun. Es wird zwar öfters berichtet jemand spiele gerade Schach, und die Handlung steuert auch auf eine finale Schachpartie zu, von Details kann aber keine Rede sein. Offenbar ist es dem gewöhnlichen Leser nicht zuzumuten sich auch nur mit den elementarsten Regeln auseinanderzusetzen. Aber auch ohne Berichte von genauen Spielverläufen hätte man mehr aus dem Thema machen können. Ironischerweise gibt die Autorin im Anhang mehrere Partien an, aber wie der ungebildete Leser irgendetwas davon verstehen soll ist fraglich. Der Schach-kundige Leser wiederum wird sich durch diesen Einschub auch nicht trösten lassen.

Der Inhalt wurde schon hinlänglich beschrieben: Familiengeschichte über mehrere Generationen, im Hintergrund ein monumentales Schachturnier. Letzteres ist natürlich fiktiv. Wo andere Autoren es aber schaffen Fiktives gekonnt mit Historischem zu mischen und dabei ein stimmiges Ganzes zu schaffen, scheitert Nerea Riesco. Die Wette wirkt sehr konstruiert wie überhaupt die ganze Handlung, wobei auch die gelegentlichen historischen Einsprengsel nicht helfen.

Auch in einem anderen Sinne kann von "historisch" nicht die Rede sein: Fast alle wesentlichen Figuren handeln und denken auffallend modern, Frauenrechte, Menschenrechte, Liebesehen etc. sind ihnen völlig selbstverständlich. Was bei einer einzelnen Figur hinzunehmen sein mag, kann bei einer so großen Figurenzahl nur befremden. Leider sind die Figuren noch dazu weder symphatisch noch vielschichtig. Da sich die Handlung über viele Jahre erstreckt sterben immer einmal wieder vertraute Protagonisten, diese sind aber so wenig individuell, dass es wenig zu trauern gibt. Immer wieder habe ich mich gefragt "Was, ist der plötzlich schon so alt?", weil man als Leser kaum erfährt wie die Zeit vergeht. Im Leben der meisten Figuren passiert im Rückblick fast nichts, was sich zu einer langwährenden Langeweile und Sinnlosigkeit dehnt.

Typisches Versatzstück besonders für die weiblichen Figuren ist das Finden des "Traummannes", wie ich es nennen muss. Deren übertrieben idealistische Beziehungen wirken kitschig und oberflächlich, weil sie so schnell eingeführt und abgehandelt werden, dass man sie unmöglich nachfühlen kann.

Dass einen alles so kalt lässt, hängt auch stark mit der Schreibweise der Autorin zusammen: Sie berichtet gerne im Überblick, oft handelt sie Monate und Jahre in wenigen Seiten ab. Auch Ereignisse von größerem Interesse überfliegt sie, kaum eine Szene wird detailliert im "Jetzt" geschildert. Besonders deutlich fällt das in der Höhepunktszene auf: Die finale Schachpartie umfasst zwei (!) Seiten und wirkt wie ein rückblickender Bericht - unspannender geht es kaum.

Fazit: Ganz nett zum einmal lesen, erfüllt sein Potential jedoch nicht im geringsten. Die Familiengeschichte größtenteils langweilig und zäh, die "Haupthandlung" die meiste Zeit über nicht vorhanden (laange Suche nach Indizien, bei der auch mal 100 Seiten gar nichts vorankommt).
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 14. Februar 2012
Ich habe wirklich mit mir gekämpft. Mehrfach hatte ich das Buch weggelegt und auch nicht ernsthaft vor, es mir wieder vorzunehmen. Für diese Renzension hatte ich dann zumindest mal vorgeblättert und das Ende gelesen.

Das Buch entsprach gar nicht meinen Erwartungen. Unter Spannung verstehe ich auch etwas anderes. Ich mochte zwar Riescos Art zu schreiben. Sie kann sehr plastisch erzählen und lässt durchaus Bilder gekonnt auferstehen. Aber das ist nicht alles. Man braucht auch eine Handlung und einen roten Faden. Den hatte ich teilweise komplett verloren. Immer wieder driftet sie in ganz andere Sphären ab, die für mich nicht nachvollziehbar waren. Gab ihre Handlung nicht genug her? Ich denke schon. Trotzdem hat sie es nicht ausgenutzt. Dann besinnt sie sich wieder auf die Handlung und es passieren Dinge, die hier und da lieblos platziert wurden. Und ich weiß nicht warum. Was soll das? frage ich mich. Warum hat sie sich nicht auf diese Dinge ausführlich konzentriert, anstatt ganz andere Dinge zu erzählen. Sie ist doch kein Anfänger!

Das ganze Buch war weniger ein Kampf der Völker, als eine Familiensaga. Und die können sich ja gerne ziehen. Das Ende wurde dann auch sehr platt abgehandelt. Zack und fertig.

Die Idee war sehr gut, aber die Umsetzung hätte meines Erachtens jemand anderes machen sollen. Aber Geschmäcker...
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1 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 3. November 2011
ECKDATEN:
Autor: Nerea Riesco
Historischer Roman
erschienen 2011 bei Scherz / S.Fischer Velag GmbH
Übersetzt aus dem Spanischen von Lisa Grüneisen
23 Kapitel, 536 Seiten

INHALT:
Dieser dicke historische Wälzer beinhaltet zwei Handlungsstränge. Der eine befasst sich eher mit der Strategie des Schachspielens und geht fließend in den zweiten Strang und somit die spanische Historiengeschichte über. Die Parallelelen der Schachstrategie und der geschichtlichen Ereignisse sind natürlich nicht von der Hand zu weisen, was natürlich bei einem Buch, das den Titel Der Turm der Könige" trägt, durchaus gewollt ist. Die Charaktere und Ereignisse des Buches zu schildern, würde absolut den Rahmen sprengen, zumal die Ereignisse durchaus ineinander verflochten sind. So viel sein gesagt, es wird die Suche des verschollenen Kode Siede Partitas beschrieben, die über Hunderte von Jahren und eine essentielle historische Rolle spielt.

COVER:
Passendes Cover, das wirklich ansprechend ist und wahrscheinlich das Interesse eines Historienromanfans direkt wecken würde. Das Cover wurde wirklich mit dem Sinn für Detail gestaltet, das entnimmt man auch dem beidseitig bedruckten Umschlag wie auch der aufklappbaren Karte von Sevilla.
FAZIT
Ideal für Liebhaber von historischen Romanen und Schachspielen, aber für mich zu ausführlich, stellenweise nicht nachvollziehbar und wahnsinnig langatmig. Auch die Charaktere sind zum Teil sehr spröde und werden Ihren Rollen nicht gerecht.
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