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5.0 von 5 Sternen Im Schatten der Giralda
Das Buch ist wunderschön und liebevoll gestaltet worden. Die Vorderseite mit dem Bild einer Kirchendecke und auf der Innenseite befinden sich noch weitere Fotos einer Kirche oder Kathedrale. Vielleicht sogar der Kathedrale Sevillas? Leider kann ich hierzu in dem Buch nichts finden, kann es mir jedoch sehr gut vorstellen. Klappt man den gefalteten Umschlag auf, findet...
Veröffentlicht am 7. Januar 2012 von Ro.Ry

versus
2.0 von 5 Sternen nicht fesselnde Familiensaga
Der Roman ist gut geschrieben, es liest sich flüssig und die Figuren sind sympatisch und gut ausgearbeitet. Dennoch hat es die Autorin nicht geschafft mich in das Sevilla der damaligen Zeit zu ziehen. Vielleicht lag es an dem großen Zeitraum, den das Buch im Gesamten abdeckt?
Es beginnt mit einem Epilog über das geheimnissvolle Schachspiel, welches in...
Vor 20 Monaten von Lene1277 veröffentlicht


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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kampf um die Giralda, 24. Januar 2012
Rezension bezieht sich auf: Der Turm der Könige: Historischer Roman (Gebundene Ausgabe)
Inhalt:
1248 übergibt der maurische Herrscher Axataf Sevillia an König Ferdinand III., nachdem dieser die Stadt zwei Jahre lang belagert hat. Sie können sich nicht einigen was mit der Giralda passiert und so schlägt Ferdinands Sohn eine Wette vor: Wer als erster drei Schachpartien gewinnt, bestimmt, was mit dem Turm passiert. Fünfhundert Jahre später steht der Sieger immer noch nicht fest und die Mönche, die die Spielregeln aufbewahrt haben, haben diese verloren. Leon de Montenegro, der auserwählte Schachspieler für die Christen, hilft den Mönchen bei der Suche. Er wird jedoch umgebracht und sein Sohn Abel nimmt seinen Platz als Auserwählter ein. Doch ist er der Richtige, um die letzte Partie zu spielen und wer sind die Leute, die diese Schachpartie unbedingt verhindern wollen?

Meine Meinung:
Das Buch ist gut geschrieben und lässt sich leicht lesen. Mir hat gefallen, dass das Buch in drei Teile aufgeteilt ist und die einzelnen Kapitel durch die Trennzeichen in kleinere Teile unterteilt waren. Ich fand es spannend, das die Christen und Muslime um die Giralda gespielt haben und das so viele Generationen an dieser "Schlacht" beteiligt sind. Die Charaktere sind gut gestaltet und passen in die Zeit hinein. Man merkt, dass viel Zeit für die Recherche der historischen Details verwendet wurde und diese einen wunderbaren Hintergrund für die Geschichte bilden. Im Buch kommt auch nicht zu viel Schach vor, so dass auch Leute ohne große Schachkenntnisse der Geschichte ohne Probleme folgen können. Es ist auch gut, das die Ereignisse rund um die Giralda nur ein Teil des Ganzen ist, denn ohne andere Handlungsstränge, wäre es vielleicht ein wenig langweilig. So ist der Autorin jedoch eine gute Mischung aus großer Mission und persönlichen Geschichten gelungen.

Fazit:
Ein wirklich gelungener historischer Roman, mit einer interessanten Geschichte.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Im Schatten der Giralda, 7. Januar 2012
Rezension bezieht sich auf: Der Turm der Könige: Historischer Roman (Gebundene Ausgabe)
Das Buch ist wunderschön und liebevoll gestaltet worden. Die Vorderseite mit dem Bild einer Kirchendecke und auf der Innenseite befinden sich noch weitere Fotos einer Kirche oder Kathedrale. Vielleicht sogar der Kathedrale Sevillas? Leider kann ich hierzu in dem Buch nichts finden, kann es mir jedoch sehr gut vorstellen. Klappt man den gefalteten Umschlag auf, findet man eine wunderschön gestaltete Karte des historischen Sevilla. Im Buch selbst findet man ganz vorne und hinten einen Grundriss der Kathedrale, sehr hilfreich, um den Hauptfiguren durch diese zu folgen. Auf einigen Seiten im Buch findet man noch weitere hilfreiche, schön gestaltete Zeichnungen, wie etwa einen Brief und eine Erklärung zu einer Schachzug-Bezeichnung. Sehr gut gefallen haben mir auch die Zitate zum Thema Schach, die am Anfang eines jeden Kapitels abgedruckt sind.

Zur Geschichte. Es geht um ein historisches, politisch äußerst wichtiges Schachspiel um den schönsten Turm der Kathedrale von Sevilla, die Giralda. Einst wurde ein Vertrag aufgesetzt, vom christlichen König Spaniens und dem König der Mauren. Derjenige, der als erster drei Schachpartien gewonnen habe, sei der rechtmäßige Besitzer der prächtigen Giralda und darf über deren Schicksal bestimmen. Leider wurden im Laufe der Jahrhunderte der Vertrag und somit die Spielregeln verloren. Und Leon de Montenegro und seine Nachkommen gehen auf eine langwierige Suche nach den Originaldokumenten, um die letzte und entscheidende Partie spielen zu können. Unterstützt werden die "Auserwählten" vom Johanniterorden. Doch es gibt auch Menschen und Gruppierungen, die verhindern wollen, dass diese eine Schlacht auf dem Schachbrett stattfindet. Und diese sind den Hauptprotagonisten näher, als diese ahnen können.

Wer aufgrund der Leseprobe eine reine Liebesgeschichte erwartet hatte, wird wie ich anfangs etwas enttäuscht sein. Mich hat die Geschichte jedoch in ihren Bann gezogen und ich konnte das Buch schon bald kaum mehr aus der Hand legen. Die Liebesgeschichten zwischen Leon und seiner Julia, und die zwischen ihrer beiden Nachkommen und deren Geliebten nehmen im Buch zwar Großen Raum ein, dennoch dreht sich die Handlung hauptsächlich um die historische Schachpartie und der Auffindung der Dokumente. Durch den flüssigen und überwiegend spannenden Schreibstil der Autorin kommen in der Geschichte wenige Längen auf.

Ein wunderbares Buch mit einer großen Portion Romantik und viel Hintergrundinformation über das historische Sevilla, das mich sehr begeistert hat.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen ... fesselnd!, 9. Januar 2012
Rezension bezieht sich auf: Der Turm der Könige: Historischer Roman (Gebundene Ausgabe)
"Es ist im Leben wie im Schachspiel:
Wir entwerfen einen Plan; dieser bleibt jedoch bedingt durch das,
was im Schachspiel dem Gegner,
im Leben dem Schicksal zu tun belieben wird."

(Zitat: Schopenhauer)

Um das Thema Schach aufzugreifen, werden wir nun eine Partie Schach spielen und herausfinden, ob uns die Autorin mit ihrem Roman Schach Matt setzen kann oder nicht. Die Geschichte spielt vorherrschend im Spanien des 17. Jahrhunderts und somit wählen wir eine Spanische Eröffnung*.

Oftmals ist der erste Eindruck entscheidend und wir haben es mit einem sehr vielseitigen Werk zu tun. Herzzerreißende romantische Passagen, gewürzt mit Drama-Stößen, ein Hauch Poesie. Dann wiederum Krimi-ähnliche Szenen, gesellschaftliches Tamtam und sich sanft einwebende historische Fakten. Nicht schlecht, aber das Spiel ist noch nicht entschieden. ;)

Trotz abwechslungsreicher Begebenheiten neigt die Autorin dazu, die Kerngeschichte (siehe Klappentext) allzu oft zu wiederholen. Vielleicht auch nur, um dem Leser immer wieder ins Gedächtnis zu rufen, worum es denn eigentlich geht. Da diese Angelegenheit von Generation zu Generation weitergegeben wird, ist es zwar realistisch, sie immer wieder erneut zu schildern, dennoch hätte es nicht in diesem Ausmaß geschehen müssen.

Und da spielt Riesco schon die Rochade**.
Wer befürchtet, dass sich die manchmal etwas langwierig geratenen Kapitel auch noch schleppend lesen lassen, sei hiermit beruhigt: Alle 544 Seiten sind in einem sehr angenehmen, flüssigen Deutsch übersetzt. Man stolpert höchstens ein einziges Mal über den vollständig ausgeschriebenen Namen einer Figur.

Viele der agierenden Charaktere im Roman sind sehr spannend und interessant gestaltet und werden sehr ausführlich beschrieben. Es gibt aber auch Persönlichkeiten, welche geheimnisvoll und zu einem gewissen Grad undurchsichtig wirken. Man stellt sich beim Lesen gern die Frage, wer Bauer, Läufer oder König auf dem Schachbrett des Lebens spielt.

Nun startet die heiße Phase der Partie. Heiße Phasen selbst sind im Roman hin und wieder gegeben, nehmen aber nur einen minimalen Anteil im Werk ein. Eine Spannung, die bis ins unermessliche steigt, erfahren wir nicht. Einigen wir uns also auf ein Remis in unserer Partie, denn auch wenn Einiges verbessert werden könnte, so gehört das Buch doch zu einen der fesselndsten historischen Romane, die ich persönlich kenne.

*Kampf ums Zentrum, lässt für beide Seiten viele strategische Möglichkeiten zu
**dient der Sicherung des Königs, entfernt diesen von seinem zentralen Platz

(Text: KF)
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein altes Dokument bestimmt die Familiengeschichte, 23. Oktober 2011
Rezension bezieht sich auf: Der Turm der Könige: Historischer Roman (Gebundene Ausgabe)
Am 1. November 1755 erschüttert ein Erdbeben Sevilla, das als 'Erdbeben von Lissabon' in die Geschichte eingeht, da es dort die schlimmsten Schäden verursacht. In Sevilla fällt dabei der Schlussstein aus Kathedrale und gibt einen Hinweis auf ein Rätsel frei, dass den christlichen Orden in San Juan de Acre seit Jahrhunderten beschäftigt. Bereits im Jahre 1248 wurde zwischen dem spanischen König und dem maurischen Herrscher ein Kapitulationsvertrag geschlossen, der den Umgang mit der Giralda in Sevilla regeln sollte. Zwischen den Herrschern sollten fünf Schachpartien gespielt werden, der mit den meisten Siegen sollte entscheiden, ob der Turm stehen bleiben oder zerstört werden sollte. Vier Partien waren bereits gespielt, als der Kapitulationsvertrag verschwand, es stand unentschieden.
Léon de Montenegro ist die ganze Hoffnung des Ordens, er soll die letzte Partie für die Christen spielen, doch zunächst einmal muss der Vertrag gefunden werden, der den aktuellen Spielstand anzeigt. In Julia de Haro findet Léon seine große Liebe, doch seine Verpflichtungen werfen einen Schatten auf ihr gemeinsames Schicksal. Auch die nachfolgenden Generationen bleiben im Bann dieses Spiels gefangen, das ihr Leben unweigerlich beeinflusst, ohne dass sie sich im entziehen können.

Der Roman von Nerea Riesco beschreibt die Lebensgeschichte der Familie Montenegro über mehrere Generationen vor dem Hintergrund Spaniens im 18. und frühen 19. Jahrhundert, zur Zeit der Revolution in Frankreich und unter dem Bruder Napoleon Bonapartes, Joseph I. Die Figuren des Romans sind so unterschiedlich, wie sie nur sein können, einige sind große Idealisten, einige kühl und berechnend, einige stark, andere schwach oder bösartig, und doch alle unweigerlich miteinander verbunden durch den Ausgangspunkt der Geschichte, der Liebe von Julia und Léon und der Suche nach dem 500 Jahre alten Dokument.
Der Autorin ist ein fesselnder historischer Roman gelungen, der den Leser mitnimmt auf eine Reise in die Vergangenheit. Langeweile kommt an keiner Stelle auf, da die Geschichte zügig vorangetrieben wird. Der Verlauf von zehn Jahren wird in zwei Sätzen zusammengefasst, wenn in dieser Zeit nichts für die Haupthandlung relevantes geschieht und Vorausdeutungen an wichtigen Stellen der Geschichte lassen einen gespannt umblättern, gebannt folgt man als Leser den Figuren durch das historische Sevilla, immer gespannt, was das Schicksal noch für sie bereit hält.
Unterstützt wird die ganze Stimmung des Romans durch schöne Illustrationen und einen historischen Stadtplan Sevillas, der im Umschlag des Buches versteckt ist. Dem Fischer Verlag ist eine großartige Ausgabe des Romans gelungen!
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5.0 von 5 Sternen der Turm der Könige, 16. Oktober 2011
Ein Jahrhunderte überdauerndes Schachspiel hält Sevilla in Atem. Die Moslems spielen mit den Christen um die Giralda. Wer als erster drei Spiele gewinnt, darf über deren Schicksal entscheiden. Doch als es zur Entscheidungsschlacht kommen soll, weiß keiner mehr, wo die Spielregeln versteckt sind und eine atemraubende Suche beginnt.

Das Cover ist sehr aufwendig und wunderschön gestaltet. Es zeigt unterschiedliche Perspektiven der Giralda und wenn man es aufklappt einen Stadtkarte von Seville. Es passt wunderbar zu Titel und Inhalt des Buches.

Nerea Riesco hat ein unglaubliches Werk geschaffen. Ab der ersten Zeile spricht das Herzblut aus dem Buch. Es ist eine Homage an das Schachspiel mit vielen interessanten Erklärungen und Geheimnissen um dieses wunderbare Spiele. Zu gleich aber auch ein mitreißender historischer Roman, eine Familiensage und ein Liebesroman. Über drei Generationen hinweg darf der Leser die Familie de Montenegro begleiten. Auf der Suche nach den Spielregeln, in den Wirren des Mittelalters und bei der Entwicklung des technischen Fortschritts der Buchdruckerei hautnah dabei sein. Der Schreibstil der Autorin ist genauso viel schichtig, wie das Werk selber. Flüssig und gefühlvoll schildert sie die Liebesgeschichte, detailiert und bildhaft das Leben in der damaligen Zeit, informativ die Entwicklung der Stadt Sevilla und die geschichtlichen Hintergründe. Zudem spannt Riesco einen leichten Spannungsbogen, der das gesamte Buch über kontinuierlich gehalten wird. Die Atmosphere des Buches ist stets freundlich und hell. Die Autorin lässt ihre Charaktere mit dem Buch wachsen. Es sind sehr viele, aber trotzdem habe ich nie den roten Faden der Geschichte verloren. Das mag auch daran liegen, dass jede Person etwas ganz besonderes ist und man sich in jede hineinversetzen kann.

Mein Fazit: Eins der besten Bücher, die ich je lesen durfte!
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen der Turm der Könige, 16. Oktober 2011
Rezension bezieht sich auf: Der Turm der Könige: Historischer Roman (Gebundene Ausgabe)
Ein Jahrhunderte überdauerndes Schachspiel hält Sevilla in Atem. Die Moslems spielen mit den Christen um die Giralda. Wer als erster drei Spiele gewinnt, darf über deren Schicksal entscheiden. Doch als es zur Entscheidungsschlacht kommen soll, weiß keiner mehr, wo die Spielregeln versteckt sind und eine atemraubende Suche beginnt.

Das Cover ist sehr aufwendig und wunderschön gestaltet. Es zeigt unterschiedliche Perspektiven der Giralda und wenn man es aufklappt einen Stadtkarte von Seville. Es passt wunderbar zu Titel und Inhalt des Buches.

Nerea Riesco hat ein unglaubliches Werk geschaffen. Ab der ersten Zeile spricht das Herzblut aus dem Buch. Es ist eine Homage an das Schachspiel mit vielen interessanten Erklärungen und Geheimnissen um dieses wunderbare Spiele. Zu gleich aber auch ein mitreißender historischer Roman, eine Familiensage und ein Liebesroman. Über drei Generationen hinweg darf der Leser die Familie de Montenegro begleiten. Auf der Suche nach den Spielregeln, in den Wirren des Mittelalters und bei der Entwicklung des technischen Fortschritts der Buchdruckerei hautnah dabei sein. Der Schreibstil der Autorin ist genauso viel schichtig, wie das Werk selber. Flüssig und gefühlvoll schildert sie die Liebesgeschichte, detailiert und bildhaft das Leben in der damaligen Zeit, informativ die Entwicklung der Stadt Sevilla und die geschichtlichen Hintergründe. Zudem spannt Riesco einen leichten Spannungsbogen, der das gesamte Buch über kontinuierlich gehalten wird. Die Atmosphere des Buches ist stets freundlich und hell. Die Autorin lässt ihre Charaktere mit dem Buch wachsen. Es sind sehr viele, aber trotzdem habe ich nie den roten Faden der Geschichte verloren. Das mag auch daran liegen, dass jede Person etwas ganz besonderes ist und man sich in jede hineinversetzen kann.

Mein Fazit: Eins der besten Bücher, die ich je lesen durfte!
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schachspiel der besonderen Art..., 6. Oktober 2011
Rezension bezieht sich auf: Der Turm der Könige: Historischer Roman (Gebundene Ausgabe)
Ein Schachspiel der besonderen Art: als im 13.Jahrhundert die spanische Stadt Sevilla von den Christen übernommen wird, lässt sich der neue König auf einen Kompromiss mit den Mauren ein, welches über das Schicksal des Turmes der ehemaligen Moschee entscheiden soll: Nach Beendigung von fünf Schachspielen steht es dem Gewinner frei, was in Zukunft mit dem Turm geschehen soll: Abriss oder Erhalt. Es gibt keinerlei zeitliche Begrenzung für die einzelnen Partien, die Züge können Wochen oder sogar Jahre dauern. So kommt es, dass selbst nach 500 Jahren offensichtlich noch ein Spiel aussteht, auf das Leon seit seiner Jugend vorbereitet wird. Doch zuvor gilt es, das Original der Kapitulationsbedingungen und Regeln zu finden bzw. den aktuellen Spielestand zu erfahren. Leon und die Mitglieder des Johanniter-Ordens suchen verzweifelt und glauben, endlich einen entscheidenden Hinweis gefunden zu haben: "Der letzte Stein", der am Tag des großen Erdbebens aus der Kathedrale herabstürzt, scheint der Schlüssel zum entscheidenden Schachspiel zu sein... Doch viele Hindernisse stellen sich ihnen in den Weg, Zweifel, Widersacher, und sogar der Krieg in Europa spielen scheinbar ihr eigenes Spiel. Als die Druckereibesitzerin Julia den geheimnisvollen Leon heiratet, der als "Pirat" verrufen ist, ahnt sie nichts von den Geheimnissen und den Gefahren, die ihren Mann umgeben...

***

Bereits der außergewöhnliche Schutzumschlag zieht die Aufmerksamkeit auf sich: was zunächst wie ein braunes, sternenähnliches Gebilde aussieht, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als ein Blick nach oben in die Höhe einer Kirche. Später entdeckte ich, dass der Schutzumschlag noch viel mehr ist: aufgeklappt enthält er einige Fotos sowie einen wunderschönen, alten Stadtplan von Sevilla (außerdem gibt diese faltbare Technik der Schutzhülle mehr Stabilität). Auf der Buchdeckel-Innenseite fand ich einen Grundriss der Kathedrale von Sevilla, sodass ich einige Details und Orte, die im Laufe der Handlung erwähnt wurden, nachvollziehen konnte und es mir ermöglichten, mich noch intensiver mit den Geschehnissen auseinanderzusetzen,Wege nachzugehen usw. Das Buch ist in "Eröffnung", "Mittelspiel" und "Finale" eingeteilt und enthält 23 einzelne Kapitel. Auffallend auch die Zitate zu Beginn jeden Kapitels, die meist auf einen Zusammenhang zwischen dem Schachspiel und dem Leben hinweisen. Notizen und Briefe, die vom allgemeinen Schriftbild deutlich abgehoben werden sowie einige wenige Schachspielskizzen lockern das Gesamtbild auf und sorgen für ein flüssiges Lesegefühl.

Gebannt verfolgte ich die Suche nach dem "Original"und nahm am Schicksal der Kathedrale, aber auch am Schicksal der Druckereifamilie de Haro teil. Die reiche Julia, die den als "Pirat" verrufenen Leon heiratet, der vornehme französische Lehrer Monsieur Verdoux, die liebenswerte Mamita Lula und der eigentümliche Cristobal sowie all die anderen Persönlichkeiten wurden bildhaft und glaubwürdig dargestellt, nahmen in einem bunten Sevilla Gestalt an. Sie zeigten Gefühle, Stärken, aber ebenso auch ihre Schwächen. Das Sevilla des 18. Jahrhunderts wurde lebendig, ich erfuhr einiges über die Geschichte der Stadt und des Landes, wobei ich im Nachwort der Autorin nachlesen konnte, welche Gegebenheiten real und somit gut recherchiert und welche der schöpferischen Freiheit entsprungen sind.

Ich lernte einiges über Schach, nicht sosehr über seine Regeln, sondern vielmehr über seine Entstehungsgeschichte, seine Figuren und den Einfluss, den dieses "königliche" Spiel auf das Leben ausüben kann, lernt man damit doch Vorausschauendes Denken, Strategie und vieles mehr. Aber man muss dieses Spiel nicht selbst spielen können, um "Der Turm der Könige" zu lesen oder zu verstehen, das Schicksal des Turmes und der Druckereifamilie bietet die unterschiedlichsten Facetten, die das Buch und seine Geschichte bis zur letzten Seite mit Spannung versorgen und zu einem besonderen Leseerlebnis machen.

Ich finde die Mischung zwischen Abenteuer, Spannung und historischen Fakten überzeugend, diese Autorin werde ich mir sicherlich merken und kann dieses Buch allen ans Herz legen, die historische Romane lieben!
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen keine leichte Kost, 13. Januar 2012
Rezension bezieht sich auf: Der Turm der Könige: Historischer Roman (Gebundene Ausgabe)
'Der Turm der Könige" ist sicherlich keine leichte Kost und trotzdem ein faszinierender Roman. Nerea Riesco gelingt es politische Zusammenhänge so zu schildern, dass sich auch ein Leser ohne die entsprechende Vorkenntnis mühelos zurecht findet, was auch für das Schachspiel gilt.'
Vor der grandiosen Kolisse des historischen Sevillas zeichnet die Autorin ein unglaublich eindringliches Bild der Epoche. Hier merkt man dem Roman die minutiöse Recherche an. Doch hält sich Riesco bemerkenswert zurück, nichts wirkt besserwisserisch oder belehrend.'
Die Protagonisten sind voller Leben und Leidenschaft, der Leser leidet mit ihnen, verfolgt dieses Familienepos atemlos bis zum Schluss. Gefühlvoll schildert die Autorin die wunderbaren Liebesgeschichten, doch im Mittelpunkt des Romans steht die Suche nach dem verloren gegangenen Spiel. Auch die Geschichte der Stadt wird eindringlich, doch niemals langweilig geschildert.'
Weiterhin besticht der Roman durch sein sehr gelungenes Cover und die liebevolle Ausstattung. Ein besonderer Leckerbissen ist ein aufklappbarer Schutzumschlag mit einer innenliegenden Karte des mittelalterlichen Sevilla.

Fazit: Ein wunderbares Werk um Liebe, Geheimnisse und das Spiel der Könige.
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4.0 von 5 Sternen Historischer Roman aus der Stadt Sevilla zwischen 1755 - 1812, 5. Oktober 2011
Von 
timediver® "Geschichte - Reisen - Rezensionen" (Oberursel/Taunus, Europe) - Alle meine Rezensionen ansehen
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Rezension bezieht sich auf: Der Turm der Könige: Historischer Roman (Gebundene Ausgabe)
"En inter scaccos alphinus inutilis adstat."
(Tassilo v. Heydebrand und der Lasa, Schachmeister)

Klappen- und Werbetexte sowie der Kommentar des Bestsellerautors Ildefonso Falcones ("Die Kathedrale des Meeres") lassen vermuten, dass ein erster Teil oder zumindest der Beginn des Romans im Mittelalter spielt. Darüber hinaus wird der Eindruck erweckt, dass die zwischen 1401 und 1519 errichtete Kathedrale von Sevilla im Mittelpunkt der Handlung steht. Für weitere Irritationen sorgt die Schachfigur eines Turmes im Buchtitel....

....tatsächlich setzt die Romanhandlung erst im Jahre 1755 ein. Es gibt keine zweite mittelalterliche Handlungsebene. Die mehr als 500 Jahre zurückliegenden Ereignissen sind gelegentlicher Gesprächsstoff der Akteure. Gleichwohl der Grundriss der Kathedrale mit nummerierten und benannten baulichen Details zu Beginn und am Ende auf den inneren Buchklappen zu finden ist, spielt die größte gotische Kirche der Welt nur eine periphere Rolle. Zudem wird sie an keiner Stelle des Buches mit ihrem Namen "Santa María de la Sede" bezeichnet. Eine besondere Rolle kommt vielmehr ihrem einstigen Minarett, der Giralda, zu, die von den Christen zu einem Glockenturm umgebaut wurde. Ein weiteres Element des Romans ist das Schachspiel, zu dessen Figuren jedoch nicht "Der Turm der Könige" gehört.

Die Suggestionen und falschen Erwartungen, die durch den abwegigen deutschen Titel und ein irreführendes Merchandising erzeugt werden, können jedoch nicht der Autorin zur Last gelegt werden, denn ihr spanischer Originaltitel "El elefante de marfil" lässt das zentrale Thema des Romans zweifelsfrei erkennen: Der aus Elfenbein gefertigte Elefant (Alfil) war der Vorgänger des weißem Läufers, der diagonal ins übernächste Feld springen durfte. Unabhängig davon, ob auf dem dazwischen liegenden Feld eine Figur stand oder nicht. Die Zugweise wies damit zwar eine Parallele zum Springer auf, war dem gegenüber jedoch beschränkt, da der Elefant nur acht Felder des gesamten Schachbretts erreichen konnte.

Mit ihrem dritten historischen Roman hat die auf das 16./17. Jahrhundert spezialisierte Autorin Nerea Riesco eine epische Familiengeschichte geschaffen, die sich über vier Generation erstreckt. Durch dramatische Ereignisse nimmt die Handlung, zu der auch das Druckerwesen und die Frauenemanzipation gehören, oftmals eine unerwartete Wendung. Der historische Hintergrund des ausschließlich in der andalusischen Stadt Sevilla spielenden Romans bietet eine Reihe historischer Anhaltspunkte und Begebenheiten. Beginnend mit dem Erdbeben von Lissabon am 1. November 1755 über die Aufklärung, amerikanische Unabhängigkeit, französische Revolution und die Herrschaft Napoleon Bonapartes, den Restaurationsversuchen Fernandos VII de Borbón bis hin zur ersten spanischen Verfassung.

Die mittelalterliche Vorgeschichte im Jahre 1248 und das daraus resultierende zentrale Thema des Romans sind jedoch eine schriftstellerisch freie Fortschreibung der historischen Chroniken, wonach die Muslime Sevillas nach ihrer Kapitulation Fernando III. el Santo darum baten, den Turm ihrer Moschee zerstören zu dürfen. Das realitätsfremd und konstruiert wirkende Thema wird oftmals auch über weite Strecken ausgeblendet, was sich jedoch nicht nachteilig auf die Spannung auswirkt. Schlüssig und versöhnlich ist das Romanende. Lobenswert ist, dass die Autorin im Nachwort auf Details der Handlung eingeht, "die vielleicht so klingen, als wären sie der Fantasie entsprungen, die aber vollständig der Wahrheit entsprechen" und außerdem auf die schöpferische Freiheiten hinweist, derer sie sich bedient hat. So hat sie aus dem kastilischen Gesetzbuch "Las Siete Partidas" und dem "Libro de los juegos" (Alfons X. "der Weise": Das Buch der Spiele) einen neuen Gegenstand geschaffen. Eine klare Trennung zwischen historisch realen und fiktiven Personen nimmt sie jedoch nicht vor. Schade ist, dass Nerea Riesco auch keinen Hinweis darauf gibt, dass die im Jahre 1248 in Sevilla kapitulierenden Almohaden ein Schachbrett in ihrem roten Banner führten! Daneben sind zwei kleine sachliche Fehler festzustellen. "Shah-mat" ist kein arabischer (Seite 140), sondern ein persischer Begriff. Einen Großmeister des Templerordens namens Martim Martins (S. 245) hat es nicht gegeben, 1248 bekleidete Guillaume de Sonnac dieses Amt in Outremer und nicht in Kastilien.

Ein guter Einfall sind die Zitate bekannter Schachspieler und historischer Gestalten von denen jeweils eins zur Eröffnung der ansprechend betitelten 23 Kapitel dient. Originell ist der Schutzumschlag, der auf seiner Innenseite stimmungsvolle Nachtaufnahmen der Kathedrale und des "Reales Alcázares de Sevilla" zeigt und aufgeklappt zudem noch einen historischen Stadtplan einer wunderschönen Stadt bietet, die timediver bisher dreimal besuchen konnte.

4 Amazonsterne für einen Roman, der zwar nicht im Mittelalter spielt, aber dennoch sein Attribut historisch verdient hat.
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2.0 von 5 Sternen nicht fesselnde Familiensaga, 10. November 2012
Rezension bezieht sich auf: Der Turm der Könige: Historischer Roman (Gebundene Ausgabe)
Der Roman ist gut geschrieben, es liest sich flüssig und die Figuren sind sympatisch und gut ausgearbeitet. Dennoch hat es die Autorin nicht geschafft mich in das Sevilla der damaligen Zeit zu ziehen. Vielleicht lag es an dem großen Zeitraum, den das Buch im Gesamten abdeckt?
Es beginnt mit einem Epilog über das geheimnissvolle Schachspiel, welches in 1248 von König Ferdinand III. ins Leben gerufen wurde: der Gewinner sollte dann somit Besitzer des "schönsten Turms von Sevilla", also der Kathedrale sein. Das Schachturnier wird über mehrere Jahre und mehrere Generationen ausgetragen - die einzelnen Schachzüge sind Schlachten bzw. Ereignissen zugeordnet mit einem jeweiligen Schachzug. In jedem Lager (also bei den Christen und auch bei den Muslimen) gibt es einen Auserwählten, der dazu bestimmt ist, das Turnier zuende zu spielen.
Léon de Montenegro ist genau diese Person, auf der Seite der Christen. Er kommt nach Sevilla, weil man hier versucht die verschollenen Spielregeln des Turniers zu finden. Diese sind nötig, um das Turnier zuende zu spielen. Die Suche nach den Regeln erstreckt sich über mehrere Generationen, die man als Leser mit verfolgt. Wobei ich sagen muss, dass sich das Buch für mich als Familensaga liest - immer im Hintergrund die Suche nach den Regeln des Spiels. Und ich fand es schwierig, dass das Rätsel erst in der dritten Generation gelöst wird. Man erlebt sozusagen im Zeitraffer die Familengeschichte der Montenegros. Neben dem großen Geheimnis Léons, von dem seine Frau Julia nichts ahnt bis zu ihrem Tod, dreht sich in der Familie alles um die eigene Druckerei, die Julia von ihrem Mann geerbt hat. Es geht um verschmähte Liebe, um Neid, Hass und Intrigen.
Wie schon gesagt, der Roman war nicht schlecht, aber ich hab mich schwer getan in die Geschichte richtig rein zu kommen. Erst zum Ende hin, wo sich die Auflösung um die Spielregeln des Spiels und auch der letzte Spielzug nähert, war ich einigermaßen gefesselt beim Lesen.
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Der Turm der Könige: Historischer Roman
Der Turm der Könige: Historischer Roman von Nerea Riesco (Gebundene Ausgabe - 4. Oktober 2011)
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