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9 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schule heute
Die Protagonistin dieses Buches - Frl. Alice Krise - ist seit fast 40 Jahren Lehrerin und berichtet aus ihrem Schulalltag als Klassenlehrerin einer 8./9. Klasse an einer Brennpunktschule. Zu ihr gehören überwiegend unmotivierte Schüler auf Haupt-schulniveau mit Migrationshintergrund.

Die Erzählung beginnt kurz vor den Sommerferien im 8...
Vor 21 Monaten von uli123 veröffentlicht

versus
19 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Das Buch zum Blog. Oder anders: Der/die/das Blog als Buch.
Eigentlich hat Frl. Krise kein Buch geschrieben, sondern ein online-Tagebuch, welches nun (mit leichten Kürzungen und Abänderungen, die einen leichteren Lesefluss erlauben) als Buch gepresst und veröffentlich wurde. In kurzen Einträgen/Episoden erzählt sie uns aus ihrem Alltag als Lehrerin einer 8. bzw. 9. Klasse einer Gesamtschule in einer...
Vor 21 Monaten von L. veröffentlicht


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19 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Das Buch zum Blog. Oder anders: Der/die/das Blog als Buch., 5. November 2012
Rezension bezieht sich auf: Ghetto-Oma: Ein Leben mit dem Rücken zur Tafel (Taschenbuch)
Eigentlich hat Frl. Krise kein Buch geschrieben, sondern ein online-Tagebuch, welches nun (mit leichten Kürzungen und Abänderungen, die einen leichteren Lesefluss erlauben) als Buch gepresst und veröffentlich wurde. In kurzen Einträgen/Episoden erzählt sie uns aus ihrem Alltag als Lehrerin einer 8. bzw. 9. Klasse einer Gesamtschule in einer beliebig angelegten Großstadt. Nach und nach lernt der Leser das Ensemble der Klasse kennen und mögen. Letzteres ist allerdings keine Selbstverständlichkeit, denn so ziemlich jeder der wiederholt auftretenden Charaktere ruft mit seinen Ansichten oder Äußerungen teils kräftiges Haareraufen beim Leser hervor.

Frl. Krise ist die Klassenlehrerin einer kleinen Klasse, für die sie von ihren Kollegen offen bemitleidet wird. Denn diese Schüler haben ganz schön was auf dem Kerbholz und mehr als einmal schwahnt der Krisi, dass ihre Schüler wohlmöglich gar nicht beschulbar sind; ganz zu schweigen von der bald akut werdenden "Ausbildungsreife". Zur den schlechten schulischen Leistungen gesellen sich ein ums andere Mal auch persönliche Ansichten der SuS, die so antiquiert und unhaltbar sind, dass einem nicht einmal mehr zum Lachen zumute ist. Und selbst Krisi, die sonst alles mit einer ordentlichen Portion Humor nimmt, bezieht Stellung, wenn es um Ehre, Ehrenmorde, Kopftücher und Heirat geht.

Es mag den ein oder anderen Leser geben, der sich denkt "Die übertreibt!", doch aus der Perspektive eines Lesers, der den Beruf mit der Autorin teilt sei gesagt: sie tut es nicht. Es gibt diese Klassen, in denen Unterricht nicht möglich ist, in denen nur 2 Biodeutsche SuS sitzen und doch alle in Deutschland geboren und aufgewachsen sind. Vallah!

Ich habe Krisis Blog früher regelmäßig verfolgt, sodass mir die Geschichten um Azzize, Emre und Ömür schon zum Großteil bekannt waren. An einige erinnerte ich mich dunkel, andere hatte ich noch recht präsent. Angetan war ich von den Einschüben und Rückblicken auf Frl. Krises Werdegang als Lehrerin, vor Ömür und Co. Allerdings kamen mir auch dort Passagen bekannt vor und nach kurzer Recherche handelt es sich dabei auch um Blogeinträge. Das bringt mich auch gleich zu meiner Kritik: Braucht die Welt wirklich solche Bücher? Nicht falsch verstehen - ich mag Frau Freitag und Frl. Krise, aber dieser Trend, jeden gut laufenden und beliebten Blog jetzt auch in Buchform rauszubringen, geht mir wirklich gegen den Strich.Es handelt sich bei diesen Blogs um kurzweilige Geschichtchen, die gerne übertrieben oder anderweitig ausgeschmückt werden - nicht um wirkliche Literatur. Alle Geschichten sind für jedermann frei nachlesbar im Internet. Wozu die Buchform? Des Geldes wegen. Sehr schade!

Ich würde mir dieses oder ähnliche Bücher niemals selbst kaufen, sehe aber, dass sie ein unglaublich großes Geschenkpotential innerhalb ihrer Berufsgruppen besitzen ((richtig, auch ich bekam es geschenkt). Unterhaltsam und kurzweilig war es ja auch, das sei an dieser Stelle betont und nicht bestritten.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Von wegen Schullaltag! Hier gibt es Schulabenteuer, 20. November 2012
Von 
Claudia Niedermeier (Uffenheim) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Ghetto-Oma: Ein Leben mit dem Rücken zur Tafel (Taschenbuch)
Äußeres Erscheinungsbild und allgemeine Informationen:
Das Buch "Ghetto - Oma. Ein Leben mit dem Rücken zur Tafel" ist im rororo-Verlag erschienen und fasst etwa 330 Seiten. Die Titelseite ist vor allem in schwarz-weiß gehalten und zeigt eine Lehrerin aus vergangenen Jahrzehnten. Auf der Rückseite findet sich ein kleiner Ausschnitt einer im Buch vorkommenden Geschichte und der Hinweis, dass Frl. Krise seit mehreren Jahre unterrichtet und nun ein Buch herausgegeben hat.

Inhalt:
Frl. Krise erzählt in mehreren Kapiteln, die sich am Schuljahr orientieren (8. Schuljahr, nach den Herbstferien, etc.), kleine Geschichten aus dem Schulalltag, die jeweils mit einer Pointe enden. Die Protagonisten sind neben der Lehrerin die Schüler einer 8. bzw. später 9. Klasse einer Brennpunktschule. Es handelt sich also um nicht ganz einfache Schüler - meist mit Migrationshintergrund, die Frl. Krise bis zu deren Abschluss gemeinsam mit dem Co-Lehrer Karl Wolf unterrichten darf. Hin wieder werden Geschichten aus der Vergangenheit von Frl. Krises Berufsweg eingeschoben, in denen man den krassen Unterschied zu heute erwartet lesen zu können.

Eigener Leseeindruck:
Der Schreibstil der Autorin liest sich sehr einfach und flüssig. Sie verwendet immer wieder Begriffe ihrer Schüler, was das Ganze authentischer macht und die Erzählweise auflockert. Sie wechselt zwischen Präsens und Imperfekt, was beim Lesen aber kaum auffällt.
Ich fand es allerdings schwierig, mehr als 12 - 15 Seiten pro Tag zu lesen, weil jede kleine Erzählung in 1 - 3 Seiten beendet wird und eine Handlung, die sich durch das komplette Buch zieht und damit den Lesedrang fördert, für mich kaum ersichtlich war.
Die Geschichten aus Frl. Krises Vergangenheit zeigen zwar, dass sich einige Dinge bei der Schülerschaft geändert haben, aber oft gab es auch vor 30 Jahren schon Probleme beim Wandertag oder dem Medienkonstun (damals Fernsehen, heute Internet). Diese Vergleiche waren doch oft sehr interessant.
Wirklich erschreckend fand ich, das Verhalten vieler Schüler. Wie kann man nur vergessen, dass man durchgefallen ist? Aber nachdem ich jetzt schon bei mehreren Rezensenten lesen konnte, dass Frl. Krise in den Schilderungen nicht übertreibt, glaube ich ihr.

Fazit und Empfehlung:
Nach einigem Herumstöbern im Internet habe ich herausgefunden, dass "Ghetto-Oma" auf einem Blog einer Lehrerin beruht. Ich frage mich, wieso dann ein Buch mit genau denselben Geschichten (zumindest kaum abgeändert) erscheinen muss? Des Geldes wegen? Der Blog ist frei zugänglich und macht für mich aufgrund der vielen kleinen Geschichten viel mehr Sinn: ab und zu eine aktuelle Erzählung zu lesen und Frl. Krises Leben mitverfolgen scheint mit interessanter zu sein, als das Buch dazu zu lesen.
Für mich führten einigen Geschichten immer wieder zu einer Mischung zwischen Staunen und Unglaube. Ich ging in einer sehr kleinen Stadt aufs Gymnasium und meine Schulzeit war eigentlich das komplette Gegenteil von der im Buch Beschriebenen (bis auf ein paar Ausnahmen, die jeder Schüler einmal erlebt). Daher bin ich froh, dass ich durch dieses Buch einen kleinen Einblick in den Alltag einer Brennpunktschule erhalten habe, der teilweise auch zum Nachdenken angeregt hat.
Als Geschenk eignet sich das Buch mit Sicherheit hervorragend, besonders für Lehrer!
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9 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schule heute, 25. Oktober 2012
Rezension bezieht sich auf: Ghetto-Oma: Ein Leben mit dem Rücken zur Tafel (Taschenbuch)
Die Protagonistin dieses Buches - Frl. Alice Krise - ist seit fast 40 Jahren Lehrerin und berichtet aus ihrem Schulalltag als Klassenlehrerin einer 8./9. Klasse an einer Brennpunktschule. Zu ihr gehören überwiegend unmotivierte Schüler auf Haupt-schulniveau mit Migrationshintergrund.

Die Erzählung beginnt kurz vor den Sommerferien im 8. Schuljahr und endet in chronologischer Reihenfolge in den Sommerferien nach dem 9. Schuljahr. Sie gliedert sich in zahlreiche kurze Kapitel, in denen immer wieder ein neues Ereignis in der Schule thematisiert wird, z.B. Wandertag, Berufsberatung, Betriebspraktikum, Weihnachtsfeier. Jedes Kapitel ist aus sich heraus verständlich, und deshalb eignet sich das Buch m.E. gut zum Vorlesen z.B. in einer letzten Deutschstunde vor den Ferien in der Schule.
Eingestreut sind drucktechnisch abgehobene Kapitel, in denen Frl. Krise über ihre vergangenen Schulerlebnisse, insbesondere am Beginn ihrer Lehrerlaufbahn, er-zählt. Auf diese Weise wird gut deutlich, wie sich das Schulleben sowohl für Schüler als auch Lehrer gewandelt hat.

Der Erzählstil ist sehr humorvoll. Der Leser muss unentwegt still in sich hinein lächeln. Absolutes Highlight insoweit war für mich das Kapitel "Lesen bildet" (S.156 ff.), in dem es im Deutschunterricht um den Schlagzeilenvergleich in der Bild- und einer "guten" Zeitung geht. Aus diesem Kapitel muss ich einfach zitieren, so lustig ist es: "Die Bild-Schlagzeile 'Schade, dass Di das Glück ihres Sohnes nicht mehr erleben kann!' verwirrt den armen Ömür. 'Frl. Krise, ist voll falsch geschrieben', sagt Ömür. 'Die haben die nur mit i geschrieben.' … 'Lady Die, das ist die Mutter von William', sage ich zu Ömür, damit es endlich weitergeht. 'Was Williams?', fragt Ömür. 'Formel 1, wa?' "

Dass der Schreibstil so lustig rüberkommt, liegt im wesentlichen an der deutsch-türkisch-arabischen Jugendsprache. Frl. Krises Schüler reden unentwegt in falschem Deutsch. Fast besteht die Gefahr, dass nach der Lektüre des Buches Sprache und Verhalten der Schüler auf den Leser abfärben. So ist es immerhin auch Frl. Krise ergangen (in dem Kapitel "Da staunt der Männe"/S. 243 ff., in dem sie wider besseres Wissen abstreitet, ein Bobonpapier im Auto ihres Mannes auf den Boden geworfen zu haben).

Das Cover passt sehr gut zum Buch und seinem Untertitel. Es nimmt Bezug auf den Beginn der Lehrtätigkeit von Frl. Krise in den 70er Jahren.

Wer das Buch wie ich als reine Unterhaltungsliteratur ansieht, wird von ihm begeis-tert sein. Insbesondere, wenn er bereits das ähnlich gehaltene Buch "Voll streng, Frau Freitag" gelesen hat. Übrigens sind beide Protagonisten befreundet. Negativ anzumerken ist jedoch, dass es beim deutschen Leser evtl. vorhandene Vorurteile und Vorbehalte gegenüber ausländischen Jugendlichen mit Migrationshintergrund bzgl. ihres Integrationswillens bestärken könnte.
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14 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Enttäuscht, 12. November 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Ghetto-Oma: Ein Leben mit dem Rücken zur Tafel (Taschenbuch)
Ich habe, als großer Fräulein Krise- Fan, mir dieses Buch sofort vorbestellt und somit pünktlich ab Veröffentlichung vorliegen gehabt.
Und was ich dann lesen musste, war absolut enttäuschend (also für mich). Insbesondere für all diejenigen die ihren Blog schon länger verfolgen, fühlt es sich wie böse gesagt- verarsche- an. Denn fast alle Episoden des Buches sind Original so auf dem Blog zu finden. Ganz umsonst, frei zugänglich für jeden. Und vor allem- bereits bekannt. Das hätte ich jetzt so nicht nochmal in Buchform gebraucht....
Das ich dafür tatsächlich Geld ausgegeben habe, ärgert mich im nachhinein wahnsinnig. Das einzig für mich Neue, waren die Rückblicke. Aber allein für diese lohnt es sich trotzdem nicht dieses Buch zu kaufen.

Auch bin ich von der Anordnung der Kurzgeschichten nicht angetan. Es wirkt alles ziemlich durcheinnander, fängt mitten drin irgendwo an, hat keinen wirklichen roten Faden. Man merkt eben, dass es aus bereits vorhandenen, im Blog chronologisch geschilderten, Geschichten zusammengebastelt wurde.

Das ganze Buch liest sich somit ziemlich schlecht und auch abgehackt.

Dieses Buch ist also höchstens zum Verschenken an Lehrer bzw. Referendare gedacht, die kein Internet haben, und Kurzweile während S-Bahnfahrten benötigen.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Vallah - voll die tolle Lehrerin, ich schwör!, 27. Januar 2013
Von 
C.M.S (Kreis Heidelberg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Ghetto-Oma: Ein Leben mit dem Rücken zur Tafel (Taschenbuch)
Frl. Krise kommt allen vage bekannt vor, die Frau Freitag kennen. Diese hat Frl. Krise hin und wieder erwähnt. Jetzt also ergreift auch Frl. Krise das Wort - na, das kann ja interessant werden!

Und tatsächlich - Frl. Krise liest sich so geschmeidig wie Frau Freitag. Auch wenn Frl. Krise älteren Semesters ist, sie hat die selben Sorgen und Nöte mit den Kids ihrer Klassen, wie wir das von Frau Freitag kennen. Trotzdem macht das Lesen Spaß und man kann sich köstlich amüsieren, aber auch nachdenklich werden. Von mir aus kann die komplette Lehrerschaft um Frau Freitag und Frl. Krise über ihre Klassen schreiben, solange es in genau diesem Stil ist: lockerflockig, selbstironisch, mit viel Liebe (auch und gerade bei Aufregerthemen) und am Ende auch noch lehrreich.

Frl. Krise ist ein wenig ernster (auch ihr Buch) als Frau Freitag, aber dennoch köstlich. Solche Lehrer/innen sind es, die auch die schwierigsten Schüler früher oder später erreichen. Frl. Freitag erzählt sogar davon, dass sie eine Schülerin nach sieben Jahren wieder trifft und diese erschrocken ist über die Kids von heute - und hofft, sie waren damals nicht so schlimm!

Ursprünglich hat Frl. Krise ein entzückendes Blog geschrieben. Die Highlites davon sind nun als Buch zusammengestellt - eine clevere Entscheidung! Und noch besser: das Blog läuft noch immer und somit stehen die Chancen gut, dass es einen weiteren Band geben könnte. Vorerst ist aber erst einmal ein Gemeinschaftsprojekt mit Frau Freitag in Arbeit. Ab 24. Mai 2013 ist "Der Altmann ist tot - Frl. Krise und Frau Freitag ermitteln" zu bekommen. Na, das ist doch mal ein Grund, sich zu freuen!
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5.0 von 5 Sternen Der alltägliche Schulwahnsinn..., 3. Mai 2014
Ein tolles Buch, das mir gleichzeitig die Lachtränen in die Augen getrieben hat, die Haare zu Berge stehen ließ und mich auch betroffen und nachdenklich gemacht hat.
All das schafft Frl. Krise, Lehrerin mit fast 40 Dienstjahren, mit Anekdoten aus einer 9. Klasse einer Brennpunktschule. Treffend und pointiert schildert sie den täglichen Wahnsinn mit einer Horde Pubertierender, die den Ernst des Lebens noch nicht so wirklich begriffen haben. Ich habe während des Lesens oft laut gelacht über die kuriosen Begebenheiten oder die naiv-kindliche Sichtweise der Schüler, die Frl. Krise überaus witzig wiedergibt, aber auch oft gedacht "Auweia, die Jugend von heute....".
Interessant fand ich Frl. Krises Vergleiche zum Unterricht in den 70iger und 80iger Jahren und der aktuellen Situation an den Schulen, die manchmal nachdenklich machen (Integration, schwierige Familienverhältnisse etc.), aber auch oft zum schmunzeln sind (Handy versus Tamagochi…).
Fazit: Mir hat das Buch wirklich gut gefallen und ich hoffe mit Frl. Krise, dass Aynur, Ömür, Hanna & Co. der Weg in die Zukunft gelingen wird!
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3.0 von 5 Sternen Lehreralltag, 27. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Ghetto-Oma: Ein Leben mit dem Rücken zur Tafel (Taschenbuch)
Die Autorin arbeitet seit 39 Jahren als Lehrerin und hat unter dem Pseudonym " Frl. Kriese" von ihren Erfahrungen im Lehrberuf berichtet. Diese sind meist lustig, manche regen aber auch zum Nachdenken an.
Meine Meinung:
Ein gutes Mittelmaß. Die Geschichten sind schon lustig, aber absolute Knaller sind nicht dabei.
Neben den Eskapaden ihrer "aktuellen Klasse" erfahren wir viel über den Werdegang der Autorin.
Oft war sie mir sympatisch, aber manchmal hatte ich den Eindruck, sie ist doch ein bisschen oberflächlich.
Aufgefallen ist mir auch, dass sie sich in ihrem Sprachgebrauch an die vielen vielen ausländischen Schüler mit schlechten Sprachkenntnissen ( wie sie immer betont) angleicht - was ich nicht gerade förderlich halte, wenn diese die deutsche Sprache ja lernen sollen.

Aufgefallen sind mir die Betonungen wie " die deutsche Jenny", oder " kleines dickes Ömür (S. 272)" (was für mich wirklich eine Beleidigung ist!).
Dann zieht sie gerne noch über die Erwachsenen her, die ja alle unterbelichtet sein müssen, wenn sie Galileo gucken ..
..ganz ehrlich. Wenn man in einem Buch (und somit über 39 Jahre), die wirklichen Erfolgserlebnisse von guten Schülern fast an einer Hand abzählen kann, sollte man vielleicht froh sein, wenn diese dummen Schüler als Erwachsene Galileo sehen.
Das sind so sachen, da hab ich wirklich einen kleinen Hals bekommen...
Sie als Lehrerin kann ihren Schülern oft nicht ein Minimum an Lehrstoff beibringen, meint aber über " unterblichtete" Erwachsene herziehen zu müssen.

Insgesammt 3 Punkte, für viele Schmunzler und einige Kopfschüttler
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5.0 von 5 Sternen echt super!, 1. November 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Ghetto-Oma: Ein Leben mit dem Rücken zur Tafel (Taschenbuch)
das buch ist echt super! wer den blog liest, kennt die meisten geschichten schon. aber die neuen sind nicht minder toll. in meinen augen wäre das buch richtig rund geworden, wenn sie auch die "vorgeschichten" chronologisch sortiert hätte. kann das buch sonst aber gut empfehlen!
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Frau Freitags Freundin..., 5. November 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Ghetto-Oma: Ein Leben mit dem Rücken zur Tafel (Taschenbuch)
Das Taschenbuch "Ghetto Oma" ist am 01. November 2012 im Rowohlt Verlag erschienen und wurde von "Fräulein Krise" verfasst, hinter diesem Pseudonym verbirgt sich eine erfahrene Lehrerin, die manchem Leser wahrscheinlich schon aus den Büchern von "Frau Freitag" bekannt ist, da sie eine Freundin von "Frau Freitag" ist und jede auch jeweils im Buch oder in den Büchern der anderen Lehrerin auftaucht.In ihrem Nachwort bedankt sich "Fräulein Krise" auch bei "Frau Freitag", dass sie sie dazu motiviert hat, ihre Erlebnisse aufzuschreiben. Allzu viel kann man über "Fräulein Krise" nicht in Erfahrung bringen, nur dass sie selbst ein Lehrerkind ist, Biologie und Kunst auf Lehramt studiert hat und zunächst 20 Jahre an einer Gesamtschule in Hessen gearbeitet hat, bevor sie dann an eine sogenannte Brennpunktschule gewechselt ist. Verheiratet war sie auch lange Zeit mit einem Lehrer, das Thema Schule spielte in ihrem Leben also definitiv schon immer eine wichtige Rolle.

Nun aber zum Buch selbst. Den Titel "Ghetto Oma" finde ich ehrlich gesagt, nicht so passend gewählt, da mir hier der eindeutige Bezug zur Schule fehlt. Ich habe den Buchtitel bereits zuvor einmal irgendwo gelesen und verband ganz andere Assoziationen damit, zumal die Frau im altmodischen Kostüm auf dem Titelbild auch andere Vermutungen zulässt. Erst bei genauerem Hinsehen erkennt man eine Tafel im Hintergrund und den Untertitel "Ein Leben mit dem Rücken zur Tafel", womit dann doch alles klar ist. Der Verfassername trägt sein Übriges dazu bei, zumindest wenn man schon die "Frau Freitag" -Bücher gelesen hat. Gegen Ende des Buches wird aber immerhin erklärt, woher die Idee zum Buchtitel stammt und dadurch erscheint er mir nun doch ganz sinnvoll. Frau Freitag verspricht sich in ihrer Klasse und gibt, verwirrt von den ganzen grammatikalisch falschen Sätzen ihrer Schüler, eine Satz von sich, bei dem sogar die Kinder merken, dass der so nicht korrekt ist. Deshalb sind sie stolz auf ihre Lehrerin und küren sie zur "Ghetto Oma".

Das gesamte Buch handelt vom Schulalltag von "Fräulein Krise", einmal von dem an ihrer heutigen Schule, der Brenntpunktschule an welchem genauen Ort auch immer. Hier erlebt man ein Schuljahr von "Fräulein Krises" Problemklasse mit, einer Neunten, für die sie sich die Klassleitung mit einem Kollegen namens Karl teilt, weil die Schüler einen erhöhten Bedarf an Aufmerksamkeit seitens der Lehrer haben. Diese Teile des Buches erinnern oft an "Frau Freitag", da sich die Schüler in ihren Ausdrucks- und Verhaltensweisen sehr ähneln. Diese werden dann auch immer ungeschönt wiedergegeben, sodass es viele Dialoge im Sprachstil der Schüler gibt, der selten Artikel oder grammatikalisch korrekte Endungen aufweist. Das macht das Buch realitätsnah und manche Begebenheiten sind dann doch auch recht lustig. Allerdings muss ich sagen, dass ich mich "Frau Freitag" und ihren Schülern doch etwas näher gefühlt habe und mich mehr amüsiert habe. "Fräulein Krise" stellt auch verschiedenste Schülercharaktere in ihren Eigenheiten und übertriebenen ("Ich werde Polizei") oder auch nicht vorhanden Zukunftsvorstellungen vor, aber mit "Frau Freitag" konnte ich mich mehr identifizieren, vielleicht auch, weil sie eher meiner Altersklasse entspricht. Was man "Ghetto Oma" stattdessen aber zugute halten muss, ist, dass man einen recht guten Einblick in das private Umfeld der Schüler bekommt und auch davon, wie sie vom muslimischen Glauben und den herrschenden Wertevorstellungen in ihren Familien geprägt werden. Das blieb bei "Frau Freitag" eher oberflächlich. Auch die verschiedensten Angebote zur beruflichen Orientierung an solchen Schulen, mit denen man versucht, die Jugendlichen doch noch für einen geeigneten Beruf zu begeistern, werden hier recht stark thematisiert.
Dazu kommen, immer durch eine dickere Schriftart optisch abgehobene, Rückblicke von "Fräulein Krise", die sich thematisch immer auf das vorher beschriebene Ereignis mit ihrer aktuellen Klasse beziehen. Dabei erinnert sie sich an ihre eigene Referendarszeit und die Fehler, die sie als junge Lehrerin begangen hat, an Unterschiede (wie an die Zeit, als es noch Tamagotchis anstatt von Handys im Klassenzimmer gab), an Referendare, die sie ausgebildet hat und natürlich auch an besondere Schüler, die ihr immer im Gedächtnis geblieben sind. Durch ihr langes Lehrerdasein verfügt sie natürlich über einen immensen Erfahrungsschatz, den sie in dieses Buch einbringt, sodass sich auch hier noch einmal interessante und auch amüsante Anekdoten finden, die gleichzeitig deutlich machen, dass sich an unseren Schulen und in unserer Gesellschaft doch vieles verändert hat, worauf die Schulen auch reagieren müssen.
Insgesamt vergebe ich vier Sterne, da ich Manches in letzter Zeit doch schon öfter gelesen habe, es aber insgesamt dennoch eine interessante und abwechslungsreiche Lektüre war.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Zwischen Elternabend und Schulausflug, 27. Oktober 2012
Rezension bezieht sich auf: Ghetto-Oma: Ein Leben mit dem Rücken zur Tafel (Taschenbuch)
Die Autorin schildert in ihrem Roman das Leben einer Lehrerin an einer Brennpunkt Schule. Dabei reicht das Repertoire der Ereignisse vom Kunstunterricht, über den Schulalltag bis hin zum Elternabend. Aus der Sicht von Frl. Krise wird geschildert welche Beziehungen zwischen Schülern und Lehrern entstehen können, welche Verständigungsprobleme es geben kann, wenn man nicht dieselbe Sprache spricht und vor allem wie wenig sich die Schüler in den Jahren verändern.

Ich fand den Roman sehr unterhaltsam, da er mit Klischees und Sprache spielt. So schildert Fräulein Krise vor allem die Entwicklung der Schüler mit Migrationshintergrund. Wann die ersten Schüler in ihrer Klasse auftauchten, wie sie sich in die Klasse integrierten und wie die Situation heute ist. Dabei zeigt sie mit einem Augenzwinkern und mit Hilfe von Rückblicken, dass sich die Schüler nicht verändert haben, außer vielleicht in der Sprachentwicklung. Allgemein wird viel mit Sprache gespielt, da Fräulein Krise immer wieder die Fehler ihrer Schüler korrigiert, teilweise aber selbst deren Begrifflichkeiten übernimmt.

Alles in allem ein Buch voller Humor, das aber auch anspruchsvollere Themen aufgreift. Der Roman zeigt, welchen Schwierigkeiten sich Lehrer gegenübersehen, aber auch, dass man sich selbst nicht zu ernst nehmen sollte. Ein Plädoyer für Respekt und Einfühlungsvermögen zwischen Lehrern und Schülern und ein amüsantes Werk für zwischendurch.Ghetto-Oma: Ein Leben mit dem Rücken zur Tafel
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Ghetto-Oma: Ein Leben mit dem Rücken zur Tafel
Ghetto-Oma: Ein Leben mit dem Rücken zur Tafel von Frl. Krise (Taschenbuch - 1. November 2012)
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