Kundenrezensionen


42 Rezensionen
5 Sterne:
 (13)
4 Sterne:
 (3)
3 Sterne:
 (4)
2 Sterne:
 (3)
1 Sterne:
 (19)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


6 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gibts nicht mehr zu sagen!
Als ehemaliger Landeskriminalamts-Angestellter kann ich der Autorin nur voll und ganz zustimmen. Nur eine winzige Andekdote: In der ersten Woche nahm mich mein Vorgesetzter beiseite und sagte zu mir, ich solle nicht so durch die Gegend rennen, ich würde die Leute nervös machen. Was habe ich getan? Als Neuling konnte ich noch gar nicht so effektiv arbeiten, aber...
Vor 15 Monaten von Michael Sax veröffentlicht

versus
4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen stilistisch und inhaltlich eine Enttäuschung
Um es vorwegzunehmen: dieses Buch ist in der Gesamtschau ebenso dröge wie die Amtswelt, über die sich die Autorin lustig macht. Das eigentlich Schlimme an diesem Werk ist aber nicht die Perpetuation der Langeweile und der vermeintlich unsinnigen Handlungen in einer deutschen Amtsstube - das hätte man pointiert in 30 Seiten abhandeln können und...
Vor 10 Monaten von Krenberger veröffentlicht


‹ Zurück | 1 25 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen stilistisch und inhaltlich eine Enttäuschung, 4. September 2013
Rezension bezieht sich auf: Es gibt viel zu tun, heften wir's ab: Grüße vom Amt (Taschenbuch)
Um es vorwegzunehmen: dieses Buch ist in der Gesamtschau ebenso dröge wie die Amtswelt, über die sich die Autorin lustig macht. Das eigentlich Schlimme an diesem Werk ist aber nicht die Perpetuation der Langeweile und der vermeintlich unsinnigen Handlungen in einer deutschen Amtsstube - das hätte man pointiert in 30 Seiten abhandeln können und hätte nicht mehr als 200 Seiten verbrauchen müssen. Die Crux des Werks ist die Selbstentlarvung der Autorin als inkompetentes Lästermaul: spätestens in der Mitte des Werks offenbart sie nämlich - sie, die sich zuvor als den anderen durch moderne Kleidung, Lebensweise und Einstellung überlegen beschrieb und sah - dass sie selbst nach mehreren Wochen als Sekretärin eines Abteilungsleiters keine Ahnung vom dort gängigen Fachvokabular hat und nicht die gewünschten Dokumente oder Vorlagen heraussuchen kann, geschweige denn dass sie es schafft, übliche Gesetzesbezeichnungen fehlerfrei über die Lippen zu bekommen. Dies führt beim herkömmlichen Leser, beim nennen wir ihn mal halbwegs amtskundigen Leser noch viel mehr, zu erheblichen Irritationen, denn mit dieser überheblichen Polemik gegen den Lebens- und Arbeitsstil der anderen Amtsmitarbeiter startet die Autorin, die weiterhin im Amt tätig natürlich unter Pseudonym schreiben muss, einen respektlosen Frontalangriff gegen ebendiese Mitarbeiter selbst, nicht nur gegen die Art und Ausübung ihrer Tätigkeit.
Man mag sich über muffige Teppiche, ineffektive Besprechungen, trübe Kantinengespräche, noch trüberes Einheitsessen bei festlichen Anlässen, altbackene Kleidung oder den umständlichen Amtssprech gerne auslassen, wenn man denn die Ernsthaftigkeit des Tuns der Personen nicht diskreditiert. Das geschieht hier aber und es ist nicht einmal als ironische Volte oder anderweitig kunstfertig gemacht. Wenn noch dazu die vorherige Beschäftigung der Autorin in einer Agentur der freien Wirtschaft als heilsbringender Gegenentwurf präsentiert wird, obwohl dort der hemdsärmelige und protzende Chef die Firma in die Insolvenz getrieben und damit auch die Existenz von Mitarbeitern und Zulieferern gefährdet hat, ist einem eine trutschige Amtsstube allemal lieber - das immerhin ist ein Verdienst der Autorin, unverhofft Sympathie für das von ihr so übel beleumundete Amt zu wecken.
Es ist dazu bezeichnend, dass die lustigste Szene des Buches auch als Aufreißer auf der Rückseite des Buches abgedruckt ist: eine Amtsdame kopiert ein Blatt und schreddert danach Original und Kopie. Brüller. Es wird leider nicht besser. Klischees jagen einander, werden aber sprachlich nicht lustig vertieft und auch die ständigen sprachlichen Wiederholungen machen das Buch nicht sympathischer. Auch insoweit kann man das Buch also nicht weiterempfehlen. Insgesamt war es stilistisch und inhaltlich eine Enttäuschung.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Schenkelklopfergeschichten ohne Schenkelklopfer, 5. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Es gibt viel zu tun, heften wir's ab: Grüße vom Amt (Taschenbuch)
Jule Mann hat sich mal ihren Frust vom Leib geschrieben. Na ja, vielleicht ist es auch kein Frust. Sie arbeitet in einem Büro auf einem Amt, und da gibt es ja so viele schöne, lustige, Schenkelklopfergeschichten.
Die hat Jule Mann allerdings weggelassen. In ihrem Buch beschreibt sie tagebuchmäßig, ähnlich eines Blogs, den Wahnsinn in ihem Büro. Der nervige, verwirrte Chef. Die Anrufer, die nerven. Die Kollegen, die nerven. Die Regeln, die nerven. Die umständliche Bürokratie, die nervt. Die Gespräche, die nerven. Kurzum: Alles, was sie nervt. Außer ihr Urlaub, der nervt sie zwar nicht, aber ihr Chef, der nervt sie da auch.

Ihr Buch aber, das nervt auch. Die Geschichten, die Jule Mann da aufgeschrieben hat, sind nett. Aber leider nur selten interessant. Siehe oben. Das hat keinen Pfiff, das ist nicht sonderlich originell oder satirisch irgendwie wertvoll. Außer eine Sache: Sie hat, das erzählt sie am Anfang, einen Job angenommen, den sie eigentlich nicht sonderlich spannend fand und von dem sie nicht wusste, wie mies bezahlt er ist. Soso, und dafür habe sie einen anderen Job aufgegeben. Das ist... sehr besonders.
Aber sonderlich sympathisch kommt die Autorin in ihrem eigenen Text leider sowieso nicht rüber.
Dann doch lieber Stromberg.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2.0 von 5 Sternen Übertrieben und nicht fair, alle über einen Kamm zu scheren, 16. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Es gibt viel zu tun, heften wir's ab: Grüße vom Amt (Taschenbuch)
Ich kann mich dem Kommentar von Frau Gabriele Huber anschließen.

Scheinbar war da der Mut der Autorin nicht da, sich eine neue Stelle zu suchen, daher schreibt sie sich den Frust von der Seele, so mein Glaube.

Ich habe auch einiges in einer Behörde erlebt, muss dazu aber auch sagen dass in meinem Fall Mobbing (wird auch im Buch beschrieben) immer nur von zwei Personen ausging. Jetzt mache ich doch meinem Unmut nicht Luft, indem ich alle über einen Kamm schere. Dafür können andere Angestellte und Beamte doch nichts die sich sozial verhalten und fleißig arbeiten.

Insgesamt sehr übertrieben geschildert und übertrieben abgewertet.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1.0 von 5 Sternen Ich konnte nicht einmal schmunzeln., 21. Juli 2013
Rezension bezieht sich auf: Es gibt viel zu tun, heften wir's ab: Grüße vom Amt (Taschenbuch)
Auf der Rückseite des Buches stand u.a. "Herrlich komisch". Ich konnte während des gesamten Buches weder schmunzeln, geschweige denn lachen!
Ein Drittel habe ich nur überflogen, weil es sich irgendwie um Wiederholungen von bereits beschriebenen Situationen handelt. Manche Szenen sind einfach nur peinlich.
Keine Ahnung, woher die Autorin ihre Eindrücke hat. Sollte sie tatsächlich das alles so selbst erlebt haben, ist sie selten dämlich. Wie kann man einen angeblich gut bezahlten Job kündigen, ohne sich vorher genau zu erkundigen, was im neuen Job alles auf einen wartet - einschließlich Gehalt. Gerade eine Behörde kann man sich vorher anschauen und es müssen einem die dunklen muffigen Gänge und die trostlose Umgebung auffallen. Es gibt eine Probezeit! Man kann jederzeit kündigen. Die Dame hat ja anscheinend mehrere Jahre dort ausgehalten und sich auch angepasst, auch wenn sie immer wieder beteuert, mit dem Behördendasein nicht umgehen zu können. Alle anderen sind "echte" Behördenmenschen, wie es dem Klischee entspricht, nur sie selbst ist die Lichtgestalt. Warum bleibt sie dann dort, wo weder der Aufgabenbereich noch die Kolleginnen und Kollegen bis rauf zum Chef passen und auch das Gehalt eine Unverschämtheit ist. Am Rande bemerkt, dem muss ich aus eigener Erfahrung zustimmen: Die Bezahlung bei vielen Behörden ist tatsächlich grauenhaft schlecht. Ich weiß, warum sich der Staat so sehr gegen den Mindestlohn sträubt. Dann müsste er nämlich vielen seiner eigenen Angestellten und Beamten mehr bezahlen.
Es gibt sicherlich Behörden, die der im Buch beschriebenen ähneln. Ich habe an Behörden gearbeitet, wo es zutrifft, dass die Zeit mehr oder weniger abgesessen wird, wo sich Aktenberge türmen, wo furchtbar umständlich und bürokratisch gearbeitet wird. Aber ich kenne auch Behörden, wo man von den Beamten und Angestellten freundlich, hilfsbereit und zuvorkommend behandelt wird.
Vorausgesetzt man fragt höflich und anständig. Die Beamten und Angestellten können auch nichts dafür, dass es teilweise unsinnige Gesetze und Vorschriften gibt. Die meisten machen nur ihre Arbeit.
Bücher dieser klischeehaften Art tragen dazu bei, dass viele Bürgerinnen und Bürger meinen, ihre guten Manieren bei Behörden vergessen zu können, denn es ist ja bekannt, dass A L L E! Angestellten und Beamten faule und unfähige Menschen sind.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Es gibt viel zu tun, 17. März 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Es gibt viel zu tun, heften wir's ab: Grüße vom Amt (Taschenbuch)
Sehr simpel und oberflächlich; dient mehr als Herablassung auf die Bürokraten im Amt als humorvolle r Seitenhieb..Das Bucxh kann man wirklich vergessen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


6 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gibts nicht mehr zu sagen!, 24. April 2013
Rezension bezieht sich auf: Es gibt viel zu tun, heften wir's ab: Grüße vom Amt (Taschenbuch)
Als ehemaliger Landeskriminalamts-Angestellter kann ich der Autorin nur voll und ganz zustimmen. Nur eine winzige Andekdote: In der ersten Woche nahm mich mein Vorgesetzter beiseite und sagte zu mir, ich solle nicht so durch die Gegend rennen, ich würde die Leute nervös machen. Was habe ich getan? Als Neuling konnte ich noch gar nicht so effektiv arbeiten, aber selbst das war noch zu schnell. Kommt man aus der privaten Wirtschaft und vesucht so zu arbeiten, wie man es zuvor gewohnt war, wird man sofort von älteren Kollegen auf Schneckentempo diszipliniert. Bloß keine Hektik aufkommen lassen. Das einzige Highiligt war jeweils, wenn Beamte aus zivilen Behörden anriefen. Ich hätte vorher nie für möglich gehalten, dass ein Mensch sich selbst so klein machen kann, sich so kriecherisch verhalten kann, wenn er denkt, er hätte einen Kollegen der Kripo am anderen Ende des Drahts. Das muss man selbst erlebt haben, um es zu glauben. Und was das Thema Beamtenklischees betrifft. Oft genug sind die nicht über- sondern sogar noch untertrieben. Dafür rangieren die krankheitsbedingten Ausfälle Jahr für Jahr an der Spitze aller Berufsgruppen. Weil der Job so stressig ist? Die Wahrheit ist viel trivialer. Weil es keinen interessiert, wie lange oder wie oft jemand im Jahr krank ist. Und der außertarifliche Urlaub auf gelbem Schein, gehört bei sehr vielen zur festen und selbstverständlichen Freizeitplanung. Aber, und das muss man fairerwiese auch dazu sagen, es kann nicht verwundern. Da kommt man mit Realschulabschluss oder noch höher zu einer Behörde und muss dann einen Job machen, für den man auch fast jeden 1-Euro-Jobber in vier bis acht Wochen anlernen könnte. Mitdenken oder gar Kreativität? Fehlanzeige, weil unerwünscht. Man hat nur Dienstanweisungen umzusetzen. Das denken übernehmen andere. Dass so ein Stumpfsinn Tag für Tag frustet, kann sich jeder vorstellen. Darum auch nur der selten aufblitzende Humor während der Arbeit, wie ihn die Autorin treffend beschreibt. Dafür rächt man sich dann am gemeinen Volk, indem man sie auf das erledigen von Anträgen warten lässt oder sie anderweitig schikaniert. Vor den Dienstoberen devot bis zur absoluten Lächerlichkeit und nach unten hin auskeilen. Nirgends kommt dies so zur Geltung wie auf einer Behörde.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


6 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen ein Stern ist schon zuviel, 14. Februar 2013
Rezension bezieht sich auf: Es gibt viel zu tun, heften wir's ab: Grüße vom Amt (Taschenbuch)
Vorurteile, Klischees und Halbwissen, welches fast boshaftig anmutend umgesetzt wurde. Das Nachfolgemärchen wird dann vielleicht Ärzte? Automechaniker? oder eine andere Berufsgruppe auf die Schippe nehmen. Es ist sehr bedauerlich wie hier versucht wird Geld zu verdienen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


10 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Enthüllungsjournalismus, 13. Februar 2013
Rezension bezieht sich auf: Es gibt viel zu tun, heften wir's ab: Grüße vom Amt (Taschenbuch)
Zunächst: Das Buch empfehle ich jedem als abendliche Bettlektüre, denn so einschläfernd wie der Behörden-Alltag sein soll ist auch die Story des Buches. Enthüllungsjournalismus ist zur Zeit groß in Mode - naheliegend, dass früher oder später auch ein Werk über den öffentlichen Dienst entstehen muss. Frau "Mann", die unter einem Künstlernamen schreibt, bedient sich bei ihrer Geschichte eines jeden Klischees der 80er und 90er Jahre. So stellt man sich eine Behörde vor, die aus dunklen Räumen besteht, welche verraucht und fast mysteriös anmutet. Man könnte fast einen Hauch des großartigen Romanes "Der Proceß" von Franz Kafka erkennen.

Ob die Geschichten genau so erfunden sind, wie der Name der Autorin, ist völlig offen. Eines steht fest: Wer verallgemeinernde Klischees sucht, die schon weit verbreitet und bekannt sind und seinen Durst durch haarsträubende Geschichten aus einer fast unbekannten Welt stillen möchte, der ist an diesem Werk gut bedient.

Ob dies jedoch dem Alltag einer jeden Behörde entspricht ist höchst fraglich. Verwaltungen von kleineren Städten und Gemeinden zum Beispiel versuchen sich in Kreativität, um junge Familien zu halten und um sie zu werben. Betriebsausflüge und betriebliche Aktionen werden immer ernster genommen.
Es gibt genug Angestellte und Beamte im öffentlichen Dienst, die den genannten Klischees entsprechen, das möchte ich nicht leugnen. Doch wichtig ist es auch, zu sehen, dass es auch Nachwuchs gibt, der versucht ein neues Klima und neunen Wind in das veraltete Beamtentum zu bringen.

Ansetzen sollte man eher beim Staat, sich fragen warum es denn so viele unzufriedene Beamte und Angestellte gibt. Wir Deutschen verlangen förmlich nach einem soliden Rechtssystem, das die Angelegenheit nicht leichter macht. Und: Warum muss man (wie in Ba-Wü gerade geschehen) jungen Nachwuchskräften das Einstiegsgehalt noch weiter kürzen. Das schreckt viele gute Kräfte doch ab!

Zu guter letzt möchte ich noch anmerken, dass auch die Privatwirtschaft nicht das "gelbe vom Ei" ist. Burn-Out, Mobbing, Konkurrenzkämpfe, all das findet man in fast jedem privaten Betrieb vor. Am liebsten möchte man junge Leute einstellen, die 10 Jahre Berufserfahrung haben, jedoch nicht älter als 25 sind...

Fazit: Hohler "Enthüllungsjournalismus", bei dem maßlos übertrieben wird. Wer etwas Unterhaltung sucht, dem sei das Buch empfohlen. Wer sich allerdings für den echten Behördenalltag interessiert, der sollte anderweitig recherchieren.

Frohes Lesen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


8 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Ich habe gelitten, 17. Februar 2013
Von 
Frank Stone "Frank2000" (Bonn) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Es gibt viel zu tun, heften wir's ab: Grüße vom Amt (Taschenbuch)
Ich bin mir darüber im klaren, dass jeder, der dieses Buch schlecht schreibt, unter dem Generalverdacht steht, sich selbst angegriffen zu fühlen.
Wie könnte ich also klar machen, dass ich dieses Buch nur deswegen schlecht beurteile, weil es schlecht ist?
Fangen wir zunächst damit an, dass ich weiß, wovon ich rede. Ich habe selbst zwei Jahre in einer öffentlich finanzierten Gesellschaft gearbeitet (CMA, die es glücklicherweise nicht mehr gibt). Meine Frau arbeitet jetzt seit 10 Jahren in einem Amt im Geschäftsbereich des Verteidigungsministeriums.
WIR müssten mal ein Buch schreiben- himmel, was da für Geschichten zusammenkämen. Leider haben nicht wir ein Buch geschrieben, sondern diese Jule Mann- Und das Machwerk von Frau Mann ist leider einfach nur schlecht.

Das fängt mit den unwahren Übertreibungen an. Natürlich ist es wahr, dass zB Personalgespräche in größerem Kreis geführt werden als bei einem persönlich geführtem mittelständischen Betrieb. Aber 8 Leute - das habe ich bei keinem Amt und keiner Behörde erlebt. Es mag sein, dass auch das mal vorgekommen ist - es gibt ja nichts unter der Sonne, was nicht tatsächlich mal passiert ist- aber das ist dann gerade NICHT typisch für eine öffentliche Institution. Normal sind eher vier bis fünf Leute - das mag immer noch viel sein, ist aber eben nicht acht.
Und im übrigen sind "behördenähnliche Abläufe" schon längst kein Privileg von Behörden mehr. Ich bin jetzt bei Siemens. Meine Frau und ich übertrumpfen uns inzwischen gegenseitig mit Geschichten, bei wem es abstruser zugeht. ;-)

Dann ist das Buch völlig überzogen geschrieben. Das langweilt bereits nach zwei Seiten. Ich müsste jetzt eigentlich mal eine halbe Seite Text abtippen um zu demonstrieren, weil LANGWEILIG solche eine Schreibweise auf Dauer ist. Diese Comic-artige Schreibweise, dieses gekünstelt Lustige - mit Verlaub, das war zu Zeiten von Dick&Doof vielleicht nach spaßig.
Und so geht es die ganze Zeit weiter. Entweder, die Geschichten sind schlicht nicht wahr, weil "künstlerisch ausgeschmückt" oder es sind schlicht Allerwelts-Phänomene, die es in jeder großen Organisation gibt.

Umständliche und doppelte Ablage? Ich glaube Frau Mann sollte sich mal ansehen, wieviel Datenmüll von Softwareentwicklern in elektronischer Form angehäuft wird. Da sind die Sachen vielleicht nicht ausgedruckt - aber wenn man veraltete Daten im Terrabyte-Bereich im Firmennetzwerk anhäuft, dann ist das daraus entstehende Chaos das gleiche.
Dreck und Unordnung? Während die Teeküchen im Amt meiner Frau immer sauber sind, sehen die kleinen Essecken bei mir bei Siemens aus, als ob eine Horde Tippelbrüder über's Wochenende gecampt hätte. Offensichtlich fühlen sich einige Kollegen für zu wichtig oder zu fein, um selbst mal die alten Tassen in die Spülmaschine zu räumen.
Aber über all das würde ich wirklich hinwegsehen, wenn das Buch nur amüsant wäre. Aber das ist es leider nicht. Vielleicht zitiere ich doch mal.

"... und auf die Kollegin treffe, die ich immer dort treffe. Natürlich kann ich ihren richtigen Namen nicht verraten, denn sonst wüssten ja alle, dass sie sich ständig in der Teeküche vor dem Kaffeeautomaten rumdrückt. Ich nenne sie die "perfekte Hausfrau". Hausfrau deswegen, weil sie immer einen praktischen Haushaltstipp für mich parat hat. Das ist auch an diesem Tag nicht anders. Um meine VoZiDa-Routine aufzulockern und um nett zu sein, beginne ich ein Gespräch: "Sie haben doch immer so gute Tipps. Wissen sie vielleicht auch, wie man die Knötchenbildung an Kaschmirpullis verhindern kann?" Wuschsch... in Sekunden kühlt sich die Zimmertemperatur runter aufs tiefste Sibirien. Mit bösem Blick kanzelt mich die perfekte Hausfrau ab..."

Aha. Was habe ich gelacht. Innerlich bin ich auf und nieder gehüpft. Was war das lustig. Ein Brüller. Der reinste Schenkelbrecher. OK, gut, vielleicht ist es ja noch lustiger, wenn man''s selber liest. Aber wir fanden es komisch. Zum niederknien.

Mal im Ernst, werte Leidensgenossen: länger als 10 Seiten ertrage ich so etwas nicht, da schaue ich noch lieber Dschungelcamp (mein bisheriger Benchmark für den Tiefpunkt westlicher Kultur). Wenn ihr jetzt noch schwanken solltet, ob ihr doch das Buch kaufen wollt, um euch selbst ein Bild zu machen: tut es nicht. Nehmt das Geld und spendet es an bedürftige Millionäre in China, da habt ihr die Euros besser angelegt.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


6 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen lausig, 9. März 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Es gibt viel zu tun, heften wir's ab: Grüße vom Amt (Taschenbuch)
Selten habe ich ein dümmeres Buch gelesen. Die Autorin verwechselt beim Einstellungsgespräch das Bruttogehalt mit dem dann ausbezahlten Nettoentgelt. Dann ist sie auch noch über ihr lausiges Gehalt enttäuscht. Auf ähnlichem Niveau geht das Buch dann sehr zäh weiter.

Lausig...
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


‹ Zurück | 1 25 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

Es gibt viel zu tun, heften wir's ab: Grüße vom Amt
Es gibt viel zu tun, heften wir's ab: Grüße vom Amt von Jule Mann (Taschenbuch - 2. Januar 2013)
EUR 8,99
Auf Lager.
In den Einkaufswagen Auf meinen Wunschzettel
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen