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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Konfuzius sagt: 'Die Seele aller Dinge liegt in der Wurst.
'Sülze hilft gegen alles, Bürscherl. Außer gegen Heimweh. Dagegen hilft nur, eine neue Heimat zu finden.'

ZUM INHALT:
Nachdem Moritz auf dem Kölner Karneval ein fesches Mädchen aus München kennengelernt hat, zieht er spontan in die bayerische Landeshauptstadt. Dummerweise hat Moritz schon seit geraumer Zeit sein Studium...
Veröffentlicht am 23. Juli 2012 von Amazon Customer

versus
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Sülze hilft gegen alles außer Heimweh
Auf dieses Buch wurde ich durch eine Leseprobe aufmerksam. Das Cover ist im bayrischen Stil gehalten und es ist ein Metzger darauf zu sehen, der eine Wurst und ein Hackebeil in der Hand hält. Auf dem Tisch vor ihm sind diverse Gegenstände zu sehen, die in der Geschichte auftauchen.

Die Geschichte handelt von Moritz, der der Liebe wegen von Köln...
Veröffentlicht am 5. August 2012 von M.T


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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Moritz ist eine Wurst, 28. Juni 2012
Rezension bezieht sich auf: Sülze hilft gegen alles außer Heimweh: Wie mir mein Metzger die Welt erklärte (Taschenbuch)
Bei Vorablesen.de kann man die Leseprobe lesen:
[...]

Die Leseprobe: Sülze hilft gegen alles außer heimweh ist sehr unterhaltssam und lustig geschrieben. Mit einen ziemlich einfachen amüsanten Charakter des Mezgers und den tolpatschigen Moritz, verspricht das Buch sehr gut zu sein. Ich würd es sofort durchlesen wollen. (war ganz erstaunt, als ich nicht mehr scrollen konnten.)
Mal sehen was Moritz weitermacht, denn wie es den Anschein macht, würd er Metzgerlehrling....

Dann habe ich das Buch gelesen und war begeistert:

Moritz, die Wurst

Schade, dass das Buch schon zu Ende ist, ich hätte es noch ewig weiterlesen können. Ich freute mich in jede freie Minute, von Moritz, der eigendlich kein Metzgerlehrling wurde und den Metzger, der eigendlich kein Metzger war, zu lesen.

Das Buch ist sehr einfach und amüsant geschrieben und in kleine Kapiteln eingeteilt, was ich beim lesen als sehr angenehm empfinde. Die Einleitungen jedes Kapitels verwirren erst und machen es kurz spannend, bis dann die Aufklärung kommt und die lustige Art des Moritz, wie er die Welt sieht, einen immer weiter mitreist zum nächsten Kapitel.

Moritz ist ein Tagträumer, der sich die wurstigen Ratschläge des Karl's etwas zu wörtlich nimmt und damit erstaunlich weit in München rum kommt.

Der Meztger Karl ist dabei immer die Poente, durch seine Sicht der Welt, die noch viel chaotischer ist als die von Moritz, würd die Geschichte nochmals aufgepeppt.

Das Ende ist daher etwas traurig, aber auch offen für eine Fortsetzung. Ich würde mich freuen.

Wer Spannung erwarten, ist hier fehl am Platz, das ist ein wirklich schöner und ruhiger Schmöcker, für alle, die es lieben in andere Welten, als die ihre, ein zu tauchen. Die Figuren wirken real und ich denke die Umgebung würd auch sehr real sein. (Ich war noch nie in München).Ich kann es nur empfehlen.

Das Buch hat 316 Seiten und kostet 8,99 euro
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Aneinanderreihung von Anekdoten, 4. November 2012
Von 
Ivonne Wiese (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Sülze hilft gegen alles außer Heimweh: Wie mir mein Metzger die Welt erklärte (Taschenbuch)
Moritz verliebt scih auf dem Kölner Karneval in eine Münchnerin, zieht ihr Hals über Kopf hinterher, da sie nicht so für Fernbeziehungen ist. Dass sie aber auch nicht für eine Nahbeziehung ist, merkt er erst als sie ihn nach wenigen Wochen vor die Tür setzt. Ein Grund ist seine völlige Motivationslosigkeit gegenüber seiner Zukunft. Studium abgebrochen, den anderen erzählt er aber dass er weiter oder wieder studiert. Er lebt lieber in den Tag hinein als sich um irgendwas zu sorgen. Doch nun ändert sich einiges. Er komtm bei seinem Metzger um die Ecke unter und der verschafft ihm einen Job nach dem anderen, damit er seinen Lebensunterhalt bestreiten kann und seine Schulden bei seinen Freunden und der nun Ex-Freundin abzahlen kann.

Das Buch besteht im Grunde nur aus aneinander geschusterten Kurzepisoden auf welche Art und Weise man in Müchen so sein geld verdienen kann. Ohne Sozialversicherungsausweis. Ausdauer beweist Moritz in keinem Job und landet recht schnell dann wieder beim nächsten Versuch. Unter de Hintergrund, dass er ja bisher eher ein Faulenzer war, recht unglaubwürdig. Auch kommt die Entwicklung und Selbsterkenntnis am Ende nicht glaubwürdig rüber. Die Anekdoten sind zwar teilweise recht nett und haben auch hin und wieder einen gewissen Humor, der aber eher von Moritz Tollpatschigkeit lebt. Einen richtigen roten Faden konnte ich nicht erkennen. Persönlich angenehm war nur, dass ich mich an gewisse Orte aus einem Kurztrip erinnert und zurückversetzt fühlte. In der Beziehung ist das Buch authentisch. Insgesamt aber ein Buch, das man schnell wieder vergisst.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Kölner in München, 3. November 2012
Von 
matheelfe - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Sülze hilft gegen alles außer Heimweh: Wie mir mein Metzger die Welt erklärte (Taschenbuch)
Moritz folgt seiner Freundin Julia nach München. Doch mit seiner Arbeit als Hausmann ist sie nicht lange zufrieden. Sie borgt ihm Geld, damit er sein in Köln begonnenes Studium in München fortsetzen kann. Als sie erfährt, dass das Geld in andere Kanäle gewandert ist, setzt sie Moritz vor die Tür.
Beim Metzger Karl findet Moritz Kost und Wohnung. Doch als Metzgerlehrling ist er unbegabt.
Auf humorvolle Weise ließ mich der Autor die Weltstadt München kennenlernen. Die wechselnden Beschäftigungen von Moritz, die ihm Karls Beziehungen ermöglichten, führten mich zum Oktoberfest, auf den Viktualienmarkt, in diverse Kneipen und Parks in München.
Neben den Örtlichkeiten wird ironisch überspitzt das Verhalten von Touristen beschrieben.
Fast keine Nation bleibt verschont. Nicht nur Fahrradtouren durch München mit Leuten, die nie auf einem Fahrrad gesessen haben, geben immer wieder Anlass zum Lachen.
Die Protagonisten sind sehr gut herausgearbeitet. Karl, der Metzger, hilft Moritz nicht nur bei der Orientierung in München. Er überrascht auch durch sein Wissen. Welcher Metzger kann schon griechisch oder kennt sich in der Einsteinschen Relativitätstheorie aus? Nicht nur Lebensweisheiten, auch manch andere Sprüche hat er parat.
Auch die Vergleiche zwischen Köln und München, sei es historisch oder bezüglich des Karnevals, sprühen vor Wortwitz.
Das Buch ließ sich flüssig lesen. Es ist ein gelungener Erstling.
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5.0 von 5 Sternen Sülze hilft gegen alles außer Heimweh, 4. November 2012
Rezension bezieht sich auf: Sülze hilft gegen alles außer Heimweh: Wie mir mein Metzger die Welt erklärte (Taschenbuch)
Auf dem Karneval in Köln lernt Moritz Julia kennen und zieht kurzerhand der Liebe wegen zu ihr nach München. Dort lässt er sich von ihr aushalten, lebt in den Tag hinein und belügt sie auch noch, als sie dies herausfindet. Julia macht kurzen Prozess und setzt Moritz vor die Tür. Auf der Suche nach einer neuen Bleibe trifft er auf den schrulligen Metzger Karl, der ihm eine Unterkunft bei sich anbietet. Als Gegenzug dafür verlangt Karl von Moritz Hilfe bei den Arbeiten in seiner Wurstküche, und schon bald ist Moritz mit dem Wurstherstellen gut vertraut. Da Karl selbst nie Metzger werden wollte, versteht er Moritz nur zu gut, dass dies nicht die Erfüllung seiner Träume ist und besorgt ihn von nun an eine Arbeit nach der anderen, bei denen er München und seine Einwohner immer besser kennenlernt. Und Karl hat Recht, auf diesem Weg verblassen die ständigen Gedanken an Julia am ehesten.
Wir lernen hier den schrulligen, aber liebenswerten und hilfsbereiten Metzger Karl und den sympathischen Moritz kennen, der sich im Laufe des Buches ziemlich zum Positiven wandelt. Es hat Spaß gemacht, sie durch die Story zu begleiten und ganz nebenbei auch noch München kennenzulernen. Der Schreibstil ist einfach und verständlich, bis auf bayrischen Einlagen, womit ich etwas Schwierigkeiten hatte. Das unterhaltsame und witzige Buch, bei dem man oft aus dem Grienen nicht mehr herauskam, ist eine nette Lektüre für zwischendurch.
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4.0 von 5 Sternen Ein Kölner in München ..., 16. September 2012
Rezension bezieht sich auf: Sülze hilft gegen alles außer Heimweh: Wie mir mein Metzger die Welt erklärte (Taschenbuch)
Der Kölner Student Moritz verliebt sich zu Karneval in die Münchnerin Julia und zieht kurze Zeit später zu ihr nach München. Dort stellt Julia fest das der gute Moritz ein Tagträumer und Faulenzer ist und schmeisst ihn raus. Moritz weiss sogar nicht wohin und landet bei dem Metzger Karl ums Eck. Dieser sieht in Moritz seinen neuen Lehrling und bringt ihm die Philosophie der Wurst bei. Da Wurst machen nicht umbedingt Moritz Traum von Arbeitsleben ist, einigen sie sich darauf das er bei Karl wohnen darf, aber sich einen anderen Job sucht und so passiert es das Moritz diverse Abenteuer in München erlebt. Er ist Kellner auf den Wies'n, Pilzverkäufer auf den Viktualienmarkt, Ritschkafahrer, Tourguide oder Türsteher und findet auf diesen Umwegen zu sich selbst und hilft Karl auch mit seiner Vergangenheit fertig zu werden und nach vorne zu schauen.
Wie soll ich dieses Buch bewerten? Ich fand es locker leicht zu lesen und es unterhält mit witzigen Charme und Lebensweisheiten aus der Wurst. Außerdem erlebt man München auf einer ganz anderen Weise als normale Reiseführer. Moritz ist ein Lebenskünstler und Tagträumer der das Leben geniesst und ein wenig zu sehr auf die leichte Schulter nimmt, aber wenn man ihn braucht ist er da. Reicht das aus für dieses Buch, findet es doch selber raus, ich habe mich gut amüsiert und nach München möchte ich alle mal.
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5.0 von 5 Sternen Karl & Moritz, 24. Juni 2012
Rezension bezieht sich auf: Sülze hilft gegen alles außer Heimweh: Wie mir mein Metzger die Welt erklärte (Taschenbuch)
Moritz fliegt bei Julia raus. Passiert bei jungen Leuten. Dumm nur, dass der Kölner - wegen der Liebe übergesiedelt - in München außer "seiner" Julia niemanden kennt als den "Gemüse-Türken" und Karl, den kleinen Fleischer.

Karl Wedl ist ein (für München typisches) Unikum - "chordeuein ta pragmata" (frei übersetzt soviel wie "Die Staatsangelegenheiten wie eine Wurst durchhacken") ist sein Lebensmotto - und Wurst machen kann er prima, erfindet sogar neue Kreationen ...

"Sülze hiflt gegen alles, Bürscherl. ... Außer gegen Heimweh. Dagegen hilft nur, eine neue Heimat zu finden." ist die praktische Schlußfolgerung aus diesem Motto - und Karl kümmert sich - wie schon zu Zeiten der intakten Beziehung zwischen Julia und Romeoritz - um Moritz, dass er in München eine neue Heimat findet, auch unabhängig von Julia.

Moritz Baumstiegers Roman "Sülze hilft gegen alles außer Heimweh" ist ein witziger und kurzweiliger Roman mit vielen neuen Wendungen - sicher auch dem einen und anderen "Geheimtipp" für Unternehmungen und dem einen oder anderen Blick hinter die Kulissen der Metropole. Trotzdem - und das finde ich besonders gut - steckt er voller tiefergehender und weiterzudenkender Gedanken. Ich habe das Buch verschlungen wie eine Wurst ;-)
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2.0 von 5 Sternen Sülze mag gegen vieles helfen, aber nicht gegen dieses Buch, 4. Juni 2015
Ich habe dieses Buch vom Wühltisch gekauft (zum Glück!) Das Titelbild hat mich überzeugt, weil es so typisch bayrisch wirkt. Leider geht das im Buch einigermaßen verloren. Ich habe vor vielen Jahren selbst mal in München gelebt, da war ich etwa so jung wie der Moritz im Buch und Miete habe ich auch keine bezahlt, das hieß damals Bundeswehr. Trotz der Einbindung in den Wehrdienst war das eine der schönsten Zeiten an die ich mich erinnern kann. Ich benötigte aber einen Update zu meinen Kenntnissen über München, weil sich da auch so einiges verändert hat. Was mir im Buch fehlt sind Bilder, gern auch Fotos wenn keiner was zeichnen wollte, aber so ist es doch arg trist. Ich kenne fast alle beschriebenen Schauplätze von früher, aber viele andere Leser dürften das nicht kennen.

Zur Handlung: sie fängt eher turbulent an, was ja an sich nicht falsch ist. Moritz ist ein Typ, der sich im Leben noch finden muß und der bis dahin eher ein grenzwertiges Schmarotzerleben führt. Aus einer eher oberflächlichen Karnevalsnacht wird ein überstürzter Umzug nach München, wohl weil Moritz vor der Kölner Realität davonlaufen will. In München geht dann auch recht schnell alles schief. Ohne Metzger Karl - der eigentlich nicht mal Metzger ist - wäre das wohl recht haarig für ihn geworden. Karl schickt ihn zu diversen Bekannten um dort als Aushilfe zu arbeiten, was mehr oder weniger gut funktioniert. Spätestens nach der Episode Oktoberfest geht aber das Buch in den Qualitätskeller, also Niveau unter Null. Man wartet auf eine Besserung die aber aus meiner Sicht nicht kommt. Das mehr als an den Haaren herbeigequälte Happy End will so gar nicht zum Kapitel davor passen.

Ich werde das Buch in das Regal meines Hausarztes stellen, wo man die Bücher hinbringt, die man nicht ein zweites mal lesen will. Ich kann keine Bücher wegwerfen, da hab ich eine emotionale Blockade. Ich hoffe der Autor wird eine andere Karriere einschlagen, weit weg vom Bücher schreiben.
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4.0 von 5 Sternen Wunderbar lustiger Roman in der bayerischen Hauptstadt, 12. Mai 2013
Rezension bezieht sich auf: Sülze hilft gegen alles außer Heimweh: Wie mir mein Metzger die Welt erklärte (Taschenbuch)
Zum Inhalt:
Moritz ist gerade für seine große Liebe Julia von Köln nach München und mit ihr zusammengezogen. Allerdings hält diese Liebe nicht wirklich lange und er landet kurz darauf auf der Straße. Da er in seiner neuen Heimatstadt fast Niemanden kennt, landet er in der Metzgerei von Karl Wedl, der ihn kurzerhand bei sich einquartiert und ihm bei allen Lebenslagen hilft.

Meine Meinung:
Ich habe nach der Leseprobe einen witzigen und kurzweiligen Roman erwartet und wurde nicht enttäuscht. Das Buch lässt sich sehr flüssig lesen und hat mich auch oft zum Schmunzeln gebracht.

Moritz war mir sehr sympathisch, aber ich fand ihn auch manchmal etwas anstrengend. Er ist irgendwie mit nichts wirklich zufrieden, obwohl Metzger Karl ihm wirklich immer wieder aus der Patsche hilft. Sei es, dass Moritz Geld braucht oder einen Job, Karl weiß immer einen Rat und kennt in München die richtigen Leute. Trotzdem mochte ich Moritz, er lässt sich nicht unterkriegen und macht das Beste aus seiner Situation.

Moritz Baumstieger schreibt so, dass ich mir alles sehr gut vorstellen konnte und seine Hauptperson Moritz und auch Metzger Karl sind sehr tolle Charaktere. Die anderen Personen im Buch sind mir aber fast etwas zu farblos gewesen.

Zum Glück war der Roman auch weniger kitschig und schnulzig, wie ich aufgrund des Themas Liebeskummer zuerst eigentlich erwartet habe. Ich hatte anfangs die Befürchtung, dass das Buch sich viel mehr um die unglückliche Liebe zu Julia dreht, aber das hat sich zum Glück nicht bestätigt. Das könnte natürlich auch an der Tatsache liegen, dass ein Mann den Roman geschrieben hat. Es gibt sehr viele lustige Situationen und Begebenheiten, die Moritz erlebt, während er versucht in der neuen Stadt Fuß zu fassen. Da er natürlich Geld zum Leben braucht, braucht er auch einen Job. Ich fand es sehr witzig, Moritz dabei zu beobachten, wie er sich als Wiesn-Kellner versucht oder als Türsteher der bekannten Disco P1.

Insgesamt ist das Buch wirklich unterhaltsam, lustig und sehr kurzweilig. Ich bin sehr gerne in München und hätte jetzt auch richtig Lust, einen schönen Sommertag dort zu verbringen, mich in den Englischen Garten zu legen oder eine Runde mit einer Rikscha zu drehen.
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5.0 von 5 Sternen Lebensweisheiten eines Metzgers..., 27. November 2012
Rezension bezieht sich auf: Sülze hilft gegen alles außer Heimweh: Wie mir mein Metzger die Welt erklärte (Taschenbuch)
Ein außergewöhnlicher Buchtitel und ein ebenso auffälliges Cover – dieses Zusammenspiel hat mich neugierig auf dieses Buch gemacht. Und dass die Bayern ein uriger Volksstamm sind, die zuweilen eine etwas eigene Auffassung mancher Dinge haben, brauche ich ja gar nicht erst zu erwähnen.

Cover:

Das gemalte Cover wirkt sehr urig und bayrisch – und es setzt sich fort über den Buchrücken bis zur Buchrückseite. Selbst die inneren Buchdeckel passen zur Optik des Covers. Gezeigt wird eine Metzgerei mit dem ziemlich propperen Metzger Karl hinter der Theke, in der einen Hand eine Wurst, in der anderen das Hackebeilchen. Neben ihm steht, quiekvergnügt ein rundes Schweinchen. Vor dem Metzger auf der blau-weiß-karierten Theke. Aufgereiht auf der Theke liegen und stehen verschiedene Dinge, angefangen von diversen Würsten, über Bier und Brezel bis hin zur Sonnenbrille, Dekogegenständen und einer Kerze

Handlung:

Julia setzt ihren Freund Moritz vor die Tür. Dieser ist an der Situation, in die er geraten ist, nicht ganz unschuldig, hatte er Julia doch wochenlang belogen. Nun steht Moritz mit seinem ganzen Besitz vor der Tür – ohne Arbeit, ohne Geld und ohne feste Bleibe.

Der junge Mann weiß nicht wohin in München, das doch so weit von seiner Heimatstadt Köln ist. Doch Metzger Karl erbarmt sich seiner und nimmt ihn bei sich auf. Zurück nach Köln kann Moritz nicht, da sein WG-Zimmer längst neu vermietet ist. Da bleibt nur noch die Möglichkeit, sich die fremde Stadt zu einer neuen Heimat zu machen. Und zu hoffen, dass alles wieder gut wird.

Fazit:
Das Buch ist witzig geschrieben, die Gedankengänge der beiden (Haupt-)Protagonisten mitunter etwas wirr, dadurch aber mit eigenem Charme. Das Buch hat jede Menge Sarkasmus in sich und Ironie, aber auch Stellen, die dem Leser zum Nachdenken bringen, wie z.B. die Beziehung von Karl und seiner jüdischen Frau Sarah.

Witzig fand ich die Stelle, als Karl die Schöpfungsgeschichte anhand seiner Weißwurschtherstellung darstellt. Da werden die Zwiebeln zu Meteoriten und die Petersilie zu Pflanzen. Und schnell merkt der Leser, dass Karls Horizont weit über seine Metzgerei hinausreicht.

Jedenfalls steckt in Karl ein kleiner Philosoph und viel Lebenserfahrung und Moritz kann noch einiges von Karl lernen, was das Leben angeht. Das Buch ist sehr unterhaltsam, der Schreibstil angenehm – das Buch kommt ganz ohne platte Witze aus. Und irgendwie schließt man Metzger Karl auch in sein Herz. Ich vergebe für dieses kurzweilige Buch gerne 5 Sterne.
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4.0 von 5 Sternen Metzgerphilosophie vom Feinsten!, 11. Oktober 2012
Von 
Catmaniac (Kreis Heidelberg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Sülze hilft gegen alles außer Heimweh: Wie mir mein Metzger die Welt erklärte (Taschenbuch)
Schöner hätte man es nicht beschreiben können, wie ein Kölner in München lebt und erlebt wird. Mir gefällt der Wortwitz dieses Buches sehr gut. Keine abgedroschenen Phrasen (wie beispielsweise bei einem Oliver Pocher), sondern passende Situationskomik - und das in allen Lebenslagen. Sogar, als es Moritz mies geht, weil seine Beziehung zu Julia schiefgelaufen ist. Auch Karl, der Metzger, ist herzerfrischend mit seinen Lebensweisheiten und seiner Freundlichkeit, der aussieht, wie Albert Einstein und auch hin und wieder so spricht. Unbeschreiblich witzig, wie er Moritz die Kaninchen-Lügen-Formel erklärt! Die einzelnen Kapitel sind durchnumeriert und starten auf einer "Metzgereiwand" - einer "gekachelten" Seite. Netter Gag!

Wer aufgeschlossen ist, erfährt so einiges über München und lernt, wie diverse Wurstsorten hergestellt werden. Auch wenn Moritz viele Fehler macht, muss man ihn mögen. Schließlich ist er nicht Herr seiner Sinne, weil er Julia so sehr nachtrauert. Und Karl geht es nicht viel besser, er vermisst Sarah. Vielleicht verstehen die beiden sich gerade deshalb so gut: es trennen sie einige Jahre, aber der Liebeskummer vereint sie.

Moritz Baumstieger schreibt lockerflockig, ohne Gefühle mit den Füßen zu treten. Die Kapitel sind relativ kurz, sodass man das Buch notfalls auch in kleinen Etappen lesen kann - wenn man es denn schafft, es auch mal aus den Händen zu legen. Mir fiel das nicht leicht! Wieviel davon autobiografisch ist, lässt sich nur erahnen, aber es ändert ja auch nichts daran, wie amüsant und liebevoll das Buch ist.

Nein, anspruchsvolle Lektüre ist dieses Buch nicht, aber das möchte es ja auch gar nicht sein. Es möchte witzig und lustig sein und den Leser zum Lachen bringen. Wer nicht gerade ein Sauertopf ist, der wird auch köstlich amüsiert sein. Tiefgründig ist es vielleicht auf den ersten Blick nicht, aber wer mit dem Herzen sieht und schon einmal tiefen Liebeskummer gehabt hat, der wird verstehen, was der Autor sagen wollte und stellt dann fest: da stecken sehr viele wirklich hilfreiche Lebensweisheiten drin.

Einzig die letzten zwei, drei Kapitel sind etwas schlecht geraten. Man hat den Eindruck, der Autor hatte die Lust verloren und wollte nur schnell zum Ende kommen. Sicher ist vieles autogiografisch, da hätte das Ende sicher etwas phantasievoller werden können.

Fazit: Wer nicht alles bierernst sieht, aber auch mal einen weisen Rat annehmen kann, der wird mit diesem Buch einige wunderschöne Lesestunden haben!
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