Fashion Sale Hier klicken Strandspielzeug calendarGirl Cloud Drive Photos Erste Wahl Learn More designshop Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Autorip Summer Sale 16

Kundenrezensionen

3,9 von 5 Sternen62
3,9 von 5 Sternen
Format: Taschenbuch|Ändern
Preis:8,99 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 16. September 2012
Der Kölner Student Moritz verliebt sich zu Karneval in die Münchnerin Julia und zieht kurze Zeit später zu ihr nach München. Dort stellt Julia fest das der gute Moritz ein Tagträumer und Faulenzer ist und schmeisst ihn raus. Moritz weiss sogar nicht wohin und landet bei dem Metzger Karl ums Eck. Dieser sieht in Moritz seinen neuen Lehrling und bringt ihm die Philosophie der Wurst bei. Da Wurst machen nicht umbedingt Moritz Traum von Arbeitsleben ist, einigen sie sich darauf das er bei Karl wohnen darf, aber sich einen anderen Job sucht und so passiert es das Moritz diverse Abenteuer in München erlebt. Er ist Kellner auf den Wies'n, Pilzverkäufer auf den Viktualienmarkt, Ritschkafahrer, Tourguide oder Türsteher und findet auf diesen Umwegen zu sich selbst und hilft Karl auch mit seiner Vergangenheit fertig zu werden und nach vorne zu schauen.
Wie soll ich dieses Buch bewerten? Ich fand es locker leicht zu lesen und es unterhält mit witzigen Charme und Lebensweisheiten aus der Wurst. Außerdem erlebt man München auf einer ganz anderen Weise als normale Reiseführer. Moritz ist ein Lebenskünstler und Tagträumer der das Leben geniesst und ein wenig zu sehr auf die leichte Schulter nimmt, aber wenn man ihn braucht ist er da. Reicht das aus für dieses Buch, findet es doch selber raus, ich habe mich gut amüsiert und nach München möchte ich alle mal.
0Kommentar|Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 24. Juni 2012
Moritz fliegt bei Julia raus. Passiert bei jungen Leuten. Dumm nur, dass der Kölner - wegen der Liebe übergesiedelt - in München außer "seiner" Julia niemanden kennt als den "Gemüse-Türken" und Karl, den kleinen Fleischer.

Karl Wedl ist ein (für München typisches) Unikum - "chordeuein ta pragmata" (frei übersetzt soviel wie "Die Staatsangelegenheiten wie eine Wurst durchhacken") ist sein Lebensmotto - und Wurst machen kann er prima, erfindet sogar neue Kreationen ...

"Sülze hiflt gegen alles, Bürscherl. ... Außer gegen Heimweh. Dagegen hilft nur, eine neue Heimat zu finden." ist die praktische Schlußfolgerung aus diesem Motto - und Karl kümmert sich - wie schon zu Zeiten der intakten Beziehung zwischen Julia und Romeoritz - um Moritz, dass er in München eine neue Heimat findet, auch unabhängig von Julia.

Moritz Baumstiegers Roman "Sülze hilft gegen alles außer Heimweh" ist ein witziger und kurzweiliger Roman mit vielen neuen Wendungen - sicher auch dem einen und anderen "Geheimtipp" für Unternehmungen und dem einen oder anderen Blick hinter die Kulissen der Metropole. Trotzdem - und das finde ich besonders gut - steckt er voller tiefergehender und weiterzudenkender Gedanken. Ich habe das Buch verschlungen wie eine Wurst ;-)
0Kommentar|Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 6. Dezember 2013
Die Idee der Story ist gut, aber das war's dann auch. Irgendwie fehlt da der Schwung und die Entwicklung in der Geschichte.

Der eine Protagonist soll wohl eindeutig der Symphatieträger sein - der verkappte Metzgermeister, der in seinem eigenen Wurstuniversum lebt.
Beim zweiten Protagonisten bin ich mir nicht so sicher, ob der Autor will dass man ihn symphatisch findet, und ob ich ihn symphatisch finden will. Der Kerl ist einfach ein völliger Loser! Abiturient, Uni-Abbrecher, zu blöd und zu unwillig für die niedersten Jobs unserer Gesellschaft.

Ich wurde mit dem Buch einfach nicht warm.
0Kommentar|Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 4. November 2012
Moritz verliebt scih auf dem Kölner Karneval in eine Münchnerin, zieht ihr Hals über Kopf hinterher, da sie nicht so für Fernbeziehungen ist. Dass sie aber auch nicht für eine Nahbeziehung ist, merkt er erst als sie ihn nach wenigen Wochen vor die Tür setzt. Ein Grund ist seine völlige Motivationslosigkeit gegenüber seiner Zukunft. Studium abgebrochen, den anderen erzählt er aber dass er weiter oder wieder studiert. Er lebt lieber in den Tag hinein als sich um irgendwas zu sorgen. Doch nun ändert sich einiges. Er komtm bei seinem Metzger um die Ecke unter und der verschafft ihm einen Job nach dem anderen, damit er seinen Lebensunterhalt bestreiten kann und seine Schulden bei seinen Freunden und der nun Ex-Freundin abzahlen kann.

Das Buch besteht im Grunde nur aus aneinander geschusterten Kurzepisoden auf welche Art und Weise man in Müchen so sein geld verdienen kann. Ohne Sozialversicherungsausweis. Ausdauer beweist Moritz in keinem Job und landet recht schnell dann wieder beim nächsten Versuch. Unter de Hintergrund, dass er ja bisher eher ein Faulenzer war, recht unglaubwürdig. Auch kommt die Entwicklung und Selbsterkenntnis am Ende nicht glaubwürdig rüber. Die Anekdoten sind zwar teilweise recht nett und haben auch hin und wieder einen gewissen Humor, der aber eher von Moritz Tollpatschigkeit lebt. Einen richtigen roten Faden konnte ich nicht erkennen. Persönlich angenehm war nur, dass ich mich an gewisse Orte aus einem Kurztrip erinnert und zurückversetzt fühlte. In der Beziehung ist das Buch authentisch. Insgesamt aber ein Buch, das man schnell wieder vergisst.
0Kommentar|2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 4. Juni 2015
Ich habe dieses Buch vom Wühltisch gekauft (zum Glück!) Das Titelbild hat mich überzeugt, weil es so typisch bayrisch wirkt. Leider geht das im Buch einigermaßen verloren. Ich habe vor vielen Jahren selbst mal in München gelebt, da war ich etwa so jung wie der Moritz im Buch und Miete habe ich auch keine bezahlt, das hieß damals Bundeswehr. Trotz der Einbindung in den Wehrdienst war das eine der schönsten Zeiten an die ich mich erinnern kann. Ich benötigte aber einen Update zu meinen Kenntnissen über München, weil sich da auch so einiges verändert hat. Was mir im Buch fehlt sind Bilder, gern auch Fotos wenn keiner was zeichnen wollte, aber so ist es doch arg trist. Ich kenne fast alle beschriebenen Schauplätze von früher, aber viele andere Leser dürften das nicht kennen.

Zur Handlung: sie fängt eher turbulent an, was ja an sich nicht falsch ist. Moritz ist ein Typ, der sich im Leben noch finden muß und der bis dahin eher ein grenzwertiges Schmarotzerleben führt. Aus einer eher oberflächlichen Karnevalsnacht wird ein überstürzter Umzug nach München, wohl weil Moritz vor der Kölner Realität davonlaufen will. In München geht dann auch recht schnell alles schief. Ohne Metzger Karl - der eigentlich nicht mal Metzger ist - wäre das wohl recht haarig für ihn geworden. Karl schickt ihn zu diversen Bekannten um dort als Aushilfe zu arbeiten, was mehr oder weniger gut funktioniert. Spätestens nach der Episode Oktoberfest geht aber das Buch in den Qualitätskeller, also Niveau unter Null. Man wartet auf eine Besserung die aber aus meiner Sicht nicht kommt. Das mehr als an den Haaren herbeigequälte Happy End will so gar nicht zum Kapitel davor passen.

Ich werde das Buch in das Regal meines Hausarztes stellen, wo man die Bücher hinbringt, die man nicht ein zweites mal lesen will. Ich kann keine Bücher wegwerfen, da hab ich eine emotionale Blockade. Ich hoffe der Autor wird eine andere Karriere einschlagen, weit weg vom Bücher schreiben.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 12. Mai 2013
Zum Inhalt:
Moritz ist gerade für seine große Liebe Julia von Köln nach München und mit ihr zusammengezogen. Allerdings hält diese Liebe nicht wirklich lange und er landet kurz darauf auf der Straße. Da er in seiner neuen Heimatstadt fast Niemanden kennt, landet er in der Metzgerei von Karl Wedl, der ihn kurzerhand bei sich einquartiert und ihm bei allen Lebenslagen hilft.

Meine Meinung:
Ich habe nach der Leseprobe einen witzigen und kurzweiligen Roman erwartet und wurde nicht enttäuscht. Das Buch lässt sich sehr flüssig lesen und hat mich auch oft zum Schmunzeln gebracht.

Moritz war mir sehr sympathisch, aber ich fand ihn auch manchmal etwas anstrengend. Er ist irgendwie mit nichts wirklich zufrieden, obwohl Metzger Karl ihm wirklich immer wieder aus der Patsche hilft. Sei es, dass Moritz Geld braucht oder einen Job, Karl weiß immer einen Rat und kennt in München die richtigen Leute. Trotzdem mochte ich Moritz, er lässt sich nicht unterkriegen und macht das Beste aus seiner Situation.

Moritz Baumstieger schreibt so, dass ich mir alles sehr gut vorstellen konnte und seine Hauptperson Moritz und auch Metzger Karl sind sehr tolle Charaktere. Die anderen Personen im Buch sind mir aber fast etwas zu farblos gewesen.

Zum Glück war der Roman auch weniger kitschig und schnulzig, wie ich aufgrund des Themas Liebeskummer zuerst eigentlich erwartet habe. Ich hatte anfangs die Befürchtung, dass das Buch sich viel mehr um die unglückliche Liebe zu Julia dreht, aber das hat sich zum Glück nicht bestätigt. Das könnte natürlich auch an der Tatsache liegen, dass ein Mann den Roman geschrieben hat. Es gibt sehr viele lustige Situationen und Begebenheiten, die Moritz erlebt, während er versucht in der neuen Stadt Fuß zu fassen. Da er natürlich Geld zum Leben braucht, braucht er auch einen Job. Ich fand es sehr witzig, Moritz dabei zu beobachten, wie er sich als Wiesn-Kellner versucht oder als Türsteher der bekannten Disco P1.

Insgesamt ist das Buch wirklich unterhaltsam, lustig und sehr kurzweilig. Ich bin sehr gerne in München und hätte jetzt auch richtig Lust, einen schönen Sommertag dort zu verbringen, mich in den Englischen Garten zu legen oder eine Runde mit einer Rikscha zu drehen.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 27. November 2012
Ein außergewöhnlicher Buchtitel und ein ebenso auffälliges Cover – dieses Zusammenspiel hat mich neugierig auf dieses Buch gemacht. Und dass die Bayern ein uriger Volksstamm sind, die zuweilen eine etwas eigene Auffassung mancher Dinge haben, brauche ich ja gar nicht erst zu erwähnen.

Cover:

Das gemalte Cover wirkt sehr urig und bayrisch – und es setzt sich fort über den Buchrücken bis zur Buchrückseite. Selbst die inneren Buchdeckel passen zur Optik des Covers. Gezeigt wird eine Metzgerei mit dem ziemlich propperen Metzger Karl hinter der Theke, in der einen Hand eine Wurst, in der anderen das Hackebeilchen. Neben ihm steht, quiekvergnügt ein rundes Schweinchen. Vor dem Metzger auf der blau-weiß-karierten Theke. Aufgereiht auf der Theke liegen und stehen verschiedene Dinge, angefangen von diversen Würsten, über Bier und Brezel bis hin zur Sonnenbrille, Dekogegenständen und einer Kerze

Handlung:

Julia setzt ihren Freund Moritz vor die Tür. Dieser ist an der Situation, in die er geraten ist, nicht ganz unschuldig, hatte er Julia doch wochenlang belogen. Nun steht Moritz mit seinem ganzen Besitz vor der Tür – ohne Arbeit, ohne Geld und ohne feste Bleibe.

Der junge Mann weiß nicht wohin in München, das doch so weit von seiner Heimatstadt Köln ist. Doch Metzger Karl erbarmt sich seiner und nimmt ihn bei sich auf. Zurück nach Köln kann Moritz nicht, da sein WG-Zimmer längst neu vermietet ist. Da bleibt nur noch die Möglichkeit, sich die fremde Stadt zu einer neuen Heimat zu machen. Und zu hoffen, dass alles wieder gut wird.

Fazit:
Das Buch ist witzig geschrieben, die Gedankengänge der beiden (Haupt-)Protagonisten mitunter etwas wirr, dadurch aber mit eigenem Charme. Das Buch hat jede Menge Sarkasmus in sich und Ironie, aber auch Stellen, die dem Leser zum Nachdenken bringen, wie z.B. die Beziehung von Karl und seiner jüdischen Frau Sarah.

Witzig fand ich die Stelle, als Karl die Schöpfungsgeschichte anhand seiner Weißwurschtherstellung darstellt. Da werden die Zwiebeln zu Meteoriten und die Petersilie zu Pflanzen. Und schnell merkt der Leser, dass Karls Horizont weit über seine Metzgerei hinausreicht.

Jedenfalls steckt in Karl ein kleiner Philosoph und viel Lebenserfahrung und Moritz kann noch einiges von Karl lernen, was das Leben angeht. Das Buch ist sehr unterhaltsam, der Schreibstil angenehm – das Buch kommt ganz ohne platte Witze aus. Und irgendwie schließt man Metzger Karl auch in sein Herz. Ich vergebe für dieses kurzweilige Buch gerne 5 Sterne.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 500 REZENSENTam 11. Oktober 2012
Schöner hätte man es nicht beschreiben können, wie ein Kölner in München lebt und erlebt wird. Mir gefällt der Wortwitz dieses Buches sehr gut. Keine abgedroschenen Phrasen (wie beispielsweise bei einem Oliver Pocher), sondern passende Situationskomik - und das in allen Lebenslagen. Sogar, als es Moritz mies geht, weil seine Beziehung zu Julia schiefgelaufen ist. Auch Karl, der Metzger, ist herzerfrischend mit seinen Lebensweisheiten und seiner Freundlichkeit, der aussieht, wie Albert Einstein und auch hin und wieder so spricht. Unbeschreiblich witzig, wie er Moritz die Kaninchen-Lügen-Formel erklärt! Die einzelnen Kapitel sind durchnumeriert und starten auf einer "Metzgereiwand" - einer "gekachelten" Seite. Netter Gag!

Wer aufgeschlossen ist, erfährt so einiges über München und lernt, wie diverse Wurstsorten hergestellt werden. Auch wenn Moritz viele Fehler macht, muss man ihn mögen. Schließlich ist er nicht Herr seiner Sinne, weil er Julia so sehr nachtrauert. Und Karl geht es nicht viel besser, er vermisst Sarah. Vielleicht verstehen die beiden sich gerade deshalb so gut: es trennen sie einige Jahre, aber der Liebeskummer vereint sie.

Moritz Baumstieger schreibt lockerflockig, ohne Gefühle mit den Füßen zu treten. Die Kapitel sind relativ kurz, sodass man das Buch notfalls auch in kleinen Etappen lesen kann - wenn man es denn schafft, es auch mal aus den Händen zu legen. Mir fiel das nicht leicht! Wieviel davon autobiografisch ist, lässt sich nur erahnen, aber es ändert ja auch nichts daran, wie amüsant und liebevoll das Buch ist.

Nein, anspruchsvolle Lektüre ist dieses Buch nicht, aber das möchte es ja auch gar nicht sein. Es möchte witzig und lustig sein und den Leser zum Lachen bringen. Wer nicht gerade ein Sauertopf ist, der wird auch köstlich amüsiert sein. Tiefgründig ist es vielleicht auf den ersten Blick nicht, aber wer mit dem Herzen sieht und schon einmal tiefen Liebeskummer gehabt hat, der wird verstehen, was der Autor sagen wollte und stellt dann fest: da stecken sehr viele wirklich hilfreiche Lebensweisheiten drin.

Einzig die letzten zwei, drei Kapitel sind etwas schlecht geraten. Man hat den Eindruck, der Autor hatte die Lust verloren und wollte nur schnell zum Ende kommen. Sicher ist vieles autogiografisch, da hätte das Ende sicher etwas phantasievoller werden können.

Fazit: Wer nicht alles bierernst sieht, aber auch mal einen weisen Rat annehmen kann, der wird mit diesem Buch einige wunderschöne Lesestunden haben!
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 6. Juli 2012
Zum Inhalt:
Moritz, ein junger Mann aus Köln, wird von der Liebe nach München geführt. Er schmeisst das Studium in Köln und geniesst erst mal das Leben bei der angebeteten Julia. Doch diese will keinen Nichtstuer zu Hause und schmeisst ihn, nachdem er sie angelogen hat, kurzerhand raus. Moritz, kein Geld und keine Bleibe mehr, wird vom etwas wunderlichen Metzgermeister Karl aufgenommen. Jetzt beginnt die amüsante und lebendige Geschichte mit den beiden Menschen die unterschiedlicher kaum sein könnten.

Meine Meinung:
Nachdem ich mir beim vorherigen Buch beinahe die Zähne ausgebissen hatte um es fertig zu lesen, habe ich im krassen Gegensatz dazu dieses Buch innerhalb, für mich rekordverdächtigen 3 Tagen, verschlungen.
Das heisst also: Es hat mir gut gefallen und konnte mich auch fesseln.
Die 24 Episoden aus der gemeinsamen Zeit von Moritz, dem etwas ziellosen jungen Ex-Studenten und Karl, dem schrullig wirkenden aber lebenserfahrenen Metzgermeister sind amüsant und kurzweilig geschrieben. Man findet sich sofort Zurecht in der augenblicklichen Handlung. Auch die beiden Protagonisten werden, soweit dies die Handlung jeweils erfordert, gut dargestellt. Ihre Denk- und Handlungsweisen sind meistens gut nachvollziehbar.
Einiges an skurrilem Humor ist schön verpackt in all den Aussagen des Metzgermeisters, dass nach seiner Meinung alles und alle Grossen dieser Welt durch Fleisch und Wurst geprägt wurden. Die völlig lockere Sicht- und Handlungsweise des ziellosen, jungen Moritz setzt ebenfalls manche gute Pointen.
Das Buch wird klar unter der Rubrik 'Humor' geführt und hierhin gehört es auch. Es wäre jetzt ganz falsch, hier den lebenslustigen Moritz für seine schon fast liederliche Art des Lebens zu kritisieren. Schön und unterhaltsam war für mich der grosse Gegensatz in der Denkweise zwischen Karl und Moritz.
Auch wenn Inhalt und Hintergrund als leicht einzustufen sind, gibt es trotzdem hin und wieder ein paar gute Gedankenanstösse und ausserdem erfährt man auch noch das eine und andere aus und über die Stadt München. Ein nicht München-Kenner wie mich hat es sogar etwas Neugierig gemacht.

Fazit:
Dieses Buch ist aus meiner Sicht absolut zu Empfehlen. Ein leichter Stoff für relaxte Stunden. Es gehört vor allem in's Reisegepäck. Nicht weil es mit seinen 320 Seiten kein Riesenwälzer ist, sondern weil dieser Stoff sehr gut als Ferienlektüre geeignet ist. Hier kann entspannt ein paar Stunden Lesevergnügen genossen werden. Satte 4 Sterne erhält dieser Relax-Stoff von mir, des passt scho!
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 24. Juli 2012
Auf den Spuren Julias wandelt Moritz als er die Stadt Köln verläßt und seine Zelte in der bayrischen Metropole aufschlägt - es ist übrigens eine gemeinsame Bleibe, die er schneller wieder verläßt als gedacht. Ziemlich wurzellos und ohne Perspektive sieht seine Zukunft nicht so rosig aus, aber das Schicksal schickt ihm einen Engel - zwar in ungewöhnlicher Form, jedoch mit allen Vorzügen ausgestattet, die einen rechten Engel ausmachen. Der Metzgermeister Karl Wedl fängt das "Bürscherl" mit all' seinen liebevollen Wurstfingern auf und gibt ihm körperliche und geistige Nahrung im Übermaß. Er ist nämlich nicht nur ein phantasievoller Wurstdesigner sondern auch ein wahrer Philosoph, der vom Ladentisch aus die Welt beobachtet und seine klugen, einleuchtenden und hilfreichen Schlüsse daraus zieht. Und als eingesessener Münchner hat er auch so seine Beziehungen, die dem Moritz bei der Jobsuche kräftig unter die Arme langen. Da Moritz sich nicht berufen fühlt, sein Leben für immer den Temperaturschwankungen zwischen Kühlhaus und Wurstküche zu unterwerfen, durchwandert er als ein stets Suchender eine Fülle von Jobs, die mehr oder weniger amusant, einträglich oder anstrengend sind. Unverzagt ergreift er alle Möglichkeiten, von der Kellnerei auf der Wies'n beim Münchner Oktoberfest oder dem Verkauf duftender Mautner - Pilze aus dem bayrischen Wald über die Rickscha-Driver Karriere mit Thermofood bis zum allgewaltigen Wächter über den Zutritt zum Edelschuppen für allerhand Society.
Moritz Baumstieger hat hier ein bezauberndes Buch geschrieben. Wie weit authentisch, wie weit Phantasie ist eigentlich nicht so maßgeblich, entscheidend ist die Umsetzung in eine kurzweilige, lustige, rasant aufgesetzte Lektüre. Liebenswerte Charaktere voller ach so menschlicher Tugenden und Schwächen drehen ihre blau-weißen Kreise rund um den Stachus, und der Aktenkoffer des Herrn Baumstieger ist nicht leer, wie der vom Wedl Karl, als er beim Sadeq sitzt, vermittelt auch nicht nur geballte Seriosität sondern ein Sortiment excellenter, bayrischer Spezialitäten, die von allem etwas haben - ein bißchen Humor, ein bißchen Lokalkolorit, aber auch Menschlichkeit, Ironie und Lebensweisheit.
Eine wunderbare Mischung für unser Lesebuffet !
Mein Tip für alle Leser: Diese Mahlzeit nicht auslassen !
0Kommentar|3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden