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5.0 von 5 Sternen Konfuzius sagt: 'Die Seele aller Dinge liegt in der Wurst.
'Sülze hilft gegen alles, Bürscherl. Außer gegen Heimweh. Dagegen hilft nur, eine neue Heimat zu finden.'

ZUM INHALT:
Nachdem Moritz auf dem Kölner Karneval ein fesches Mädchen aus München kennengelernt hat, zieht er spontan in die bayerische Landeshauptstadt. Dummerweise hat Moritz schon seit geraumer Zeit sein Studium...
Veröffentlicht am 23. Juli 2012 von Amazon Customer

versus
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Sülze hilft gegen alles außer Heimweh
Auf dieses Buch wurde ich durch eine Leseprobe aufmerksam. Das Cover ist im bayrischen Stil gehalten und es ist ein Metzger darauf zu sehen, der eine Wurst und ein Hackebeil in der Hand hält. Auf dem Tisch vor ihm sind diverse Gegenstände zu sehen, die in der Geschichte auftauchen.

Die Geschichte handelt von Moritz, der der Liebe wegen von Köln...
Veröffentlicht am 5. August 2012 von M.T


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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Konfuzius sagt: 'Die Seele aller Dinge liegt in der Wurst., 23. Juli 2012
Rezension bezieht sich auf: Sülze hilft gegen alles außer Heimweh: Wie mir mein Metzger die Welt erklärte (Taschenbuch)
'Sülze hilft gegen alles, Bürscherl. Außer gegen Heimweh. Dagegen hilft nur, eine neue Heimat zu finden.'

ZUM INHALT:
Nachdem Moritz auf dem Kölner Karneval ein fesches Mädchen aus München kennengelernt hat, zieht er spontan in die bayerische Landeshauptstadt. Dummerweise hat Moritz schon seit geraumer Zeit sein Studium geschmissen und lebt so in den Tag hinein, ohne Job, ohne Geld. Und so wirft ihn Julia nach 7 Wochen wieder aus der Wohnung, weil sie sein Nichtstun und seine (Not-)Lügen nicht mehr erträgt.

Das Buch beginnt mit einem verheulten Moritz, der nun wortwörtlich auf der Straße sitzt. Zu seinem Glück landet er ausgerechnet vor Karls Metzgerei. Von diesem erhält er nicht nur eine warme Mahlzeit, sondern auch ein Dach über den Kopf und einen Job. Moritz soll nämlich, so beschließt der verschrobene Karl, Metzger werden!
Unglücklicherweise stellt sich schnell heraus, dass Moritz dazu nicht taugt. Und so jobbt sich Moritz dank Karls Kontakten munter durch München ' als Bedienung auf der Wiesn, Schwammerl-Verkäufer auf dem Viktualienmarkt, Museumswächter im Haus der Kunst, Türsteher im P1 und Rikschafahrer. Und so ganz nebenbei lernt Moritz nicht nur seine neue Heimat kennen und schätzen, sondern entwickelt sich selbst auch weiter.

Bei Karl hingegen läuft es nicht ganz so gut. Zwar hat er für Moritz immer einen guten Tipp aus seiner Wurstphilosophie parat, doch selbst kann der einsame Witwer nicht über seinen Schatten springen. Mit den Frauen will's nicht so recht klappen, und auch die Metzgerei läuft alles Andere als gut. Da bringt die Erfindung des 'China-Krachers' auch nur wenig merklich Schwung in den Laden. Außerdem hat Karl ein Geheimnis, das die Metzgerinnung besser nicht spitz kriegen sollte...

Wird es für Moritz und Karl ein Happy End geben? Wir werden sehen bzw. lesen...

MEIN SENF ZUR WURSTPHILOSOPHIE:
'Sülze hilft gegen alles außer Heimweh. Wie mir mein Metzger die Welt erklärte' ist Moritz Baumsteigers Debüt als Romanautor. Und als waschechte Fränkin (Prima gemacht mit dem sehr kurzen 'Vorwort' von Erwin Pelzig, dem Mittler zwischen Franken und Bayern!), die bekannterweise nicht mit Komplimenten zu inflationär um sich wirft, kann ich dazu nur sagen: 'Ja, passt scho!' oder noch besser 'Kamma lesn!' Das Buch liest sich sehr flüssig, und man kann es ' wenn man die Zeit hat ' in einem Rutsch durchlesen. Leuten, die das Buch mangels Zeit in Portionen lesen müssen, wird mit den teilweise sehr kurzen Kapiteln entgegen gekommen.

Die Sprache ist locker-flockig, Umgangssprache der jungen Leute eben. Nur der Karl schwafelt ein bisschen neunmalklug daher, der hat ja auch schon ein paar Jährchen mehr auf der Metzgersschütze und zudem mal Philosophie studiert. Sowohl Moritz als auch Karl spielen viel mit Metaphern, die teilweise wirklich zum Schießen sind! (Natürlich drehen sich Karls Metaphern und Vergleiche ausschließlich um die Wurst!) Auch immer wieder schön, wenn ein paar Bayern in ihrem Dialekt parlieren dürfen, der darf natürlich nicht in einem München-Buch fehlen! Und Karls Dialekt ist nicht so stark ausgeprägt, dass man sich daran so sehr erfreuen könnte wie z. B. am Dialekt von Viktualienmarkt-Lydia oder des irakischen Museumswärters Gabi, übrigens ein Verwandter von Saddam Hussein persönlich!

Anfänglich mochte ich Moritz nicht. Ich fand ihn sowohl naiv (Der überstürzte Umzug von Köln nach München aus einer Karnevalslaune heraus, nur weil das Mädel so schöne blonde Haare hat...) als auch charakterschwach (Er leiht sich Geld, das er nicht zurückzahlen kann und lügt seine Freundin an.). So nach und nach verdient sich Moritz jedoch meine Sympathien, und am Ende musste ich anerkennen: 'Ja, das Bürscherl taugt ja doch was!'
Der verschrobene Karl ist ein Unikum. Mehr kann ich dazu nicht sagen, seine Wurstweisheiten muss man selbst gelesen haben.

Die Nebencharaktere passen allesamt irgendwie einfach rein in Moritz' lustige kleine Weißwurstwelt. Die zickige Alex, die sich dann doch als ganz nett entpuppt und wo man sich ständig fragt: 'Ja geht da noch was?!'. Der gechillte beste Freund Konstantin, die resolute Frau Mautner und deren noch resolutere Tochter usw.usf.
Und noch ein letztes Wort zur Aufmachung des Buches: Das Cover ist schön bunt, auch wenn natürlich die Farben weiß und blau ganz leicht dominieren. Die Schriftgröße ist angenehm, die Schriftart ' Times New Roman halt. Die Einteilung der Kapitel ist schlicht, aber hübsch.

Fazit: Ich fühlte mich gut unterhalten, und darauf kommt's bei einem Buch ja auch an! Außer man erwartet schwere, hochanspruchsvolle Kost ' dann holt euch halt Dostojewski, Grass oder so einen Schmarrn! Wer aber nach leichter Unterhaltung dürstet, der darf hier gerne ungeniert zugreifen! So, und jetzt geht's halt einfach amal lesn, würd ich sagn!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen In diesem Buch geht's um die Wurst, 11. Juli 2012
Von 
Jarmila Kesseler "esposa1969" (Mannheim) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Sülze hilft gegen alles außer Heimweh: Wie mir mein Metzger die Welt erklärte (Taschenbuch)
Erfahrungen:

Schon beim Lesen der Leseprobe wusste ich: Bei diesem Buch werde ich mich kringeln vor Lachen. So war es dann auch: In diesem Buch geht's um die Wurst. Als sich Moritz beim Kölner Karneval in die Piratenbraut Julia verliebt, verlässt er seine Heimat Hals-über-Kopf, um zu ihr nach München zu ziehen. Eine kleine Lüge seinerseits hat seinen Rauswurf zur Folge. Wo soll er nun hin? So ganz ohne Job und Freunde in der fremden Stadt? Dankbar nimmt er das Angebot des Metzgers Karl an, erst einmal bei ihm Quartier zu beziehen und für gegen Kost und Logis in der Metzgerei auszuhelfen. Die beiden werden Freunde und irgendwie dreht sich da alles in diesem Buch um die Wurst.

Ob es statt der "Eselsbrücken" die sich Moritz beim Stadtplan merken soll dnan eben um "Eselswurstbrücken" handelt, und statt des Weihnachtsbaum mit Äpfeln gibt es an Weihanchten eben den Wurstnachtsbaum mit Würsten dran. Sämtliche Handlungen werden immer wieder auf die Wurst genommen. Keine Seite, auf der nicht irgendie irgendwas immer mit Wurst zu tun hat. Denn die gibt es zu jedem Anlaß und zu jeder Tageszeit und für Jedermann ... denn Wurst ist für alles gut und hilft auch gegen alls ... eben nur nicht gegen Heimweh .... welches Moritz dann und wann überkommt.
Das Buch selbst ist in der Ich-Form oder Wir-Form geschrieben und da der Autor selbst ja Moritz heisst, so wie der Hauptsdarsteller des Buches, und man sein Bild auch auf der Buchinnenseite zu Gesicht bekommt, kann man sich vom Schreiber ein rechtes Bild machen (vom Metzger ebenso, denn der ist mehr oder weniger auch auf dem Buch abgebildet) und so bekommen die Darsteller auch Gesichter und man kann sich die Handlung bildlich vorstellen.

Man lernt jede Ecke von München kennen, die dort beschrieben wird. So wusste ich auch vorher nicht, dass der Viktualienmarkt einen unterirdischen Lagerkeller für die Markthändler hat, man lernt die Abläufe auf dem Münchner Oktoberfest kennen, weil Moritz dort einen Job bekommt und da er im Laufe des Buches noch mehrere Tätigkeiten annimmt, vom Metzgersgehilfen, über Mass-Bier-Ober, über Schwammerl-Kisten-Schlepper, bis hin zum Fahrrad-Taxifahrer oder eben P1-Discotürsteher: Man bekommt in diese Berufsanläufe ebenso Einblick wie auch über die Wurstherstellung. Inzwischen könnt eich bald selbst schon Weißwürste herstellen und brühen.
Alles ist sehr witzig und spritzig geschrieben, Moritz nimmt sich selbst und den Metzger gerne auf die Schippe. Viele Metaphern und Redewendungen, die mich immer wieder zum Schmunzeln brachten. Ob es die Küchenmaschine, die mehr Krach macht, als ein Heavy-Metal-Kindergarten auf Wandertag, oder dass bei Moritz Wurst und Weissbier Schuhplattler in seinem Magen tanzen.

Immer wieder beim Lesen musste ich einfach so drauf los lachen, weil es eben so witzig geschrieben ist. Wenn draußen das Wetter fies am Regen war, dann griff ich zum Buch - und der Regen war vergessen. Wenn ich mich über irgendetwas geärgert hatte und misstimmig drauf war, dann griff ich zum Buch - und meine Laune hob sich sofort.
Auch Werte werden vermittel, über wahre Freundschaft, die gegenseitig durch dick und
dünn geht, füreinander da ist und das Freundschaft keine Frage des Alters sein muss.
:
Ein total super witziges Buch über eine Männerfreundschaft, einer verflossenen Liebe und viel Heimweh nach der Heimat - ach ja: Und viel viel Wurst, Schweineschulter, Schnitzel, Schweinedarm und chinesischer Weisswurst.

Vielen Dank für's Lesen, Bewerten und Kommentieren!

by esposa1969
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen De Amicitia, 30. Juni 2012
Rezension bezieht sich auf: Sülze hilft gegen alles außer Heimweh: Wie mir mein Metzger die Welt erklärte (Taschenbuch)
Zum Autor: Nach seinem Studium in Köln besuchte der Autor (geb. 1982 ) die Dt. Journalistenschule (in München, n.b. !).

ACHTUNG SPOILER!

Zum Inhalt:

Moritz zieht nach München, nachdem er sich im Kölner Karneval in Julia verliebte. Da er aber einfach in den Tag hineinlebt und seine Verprechen nicht einhaelt, setzt sie ihn vor die Tür.

Moritz kennt nur den Gemüsehändler und den Metzger Karl Wedl. Dieser verschrobene Fleischer nimmt den Neu - Single bei sich auf. Karl, der seiner verstorbenen Frau Sarah hinterhertrauert, und die Welt via Wurst erklärt, ist Moritz' Rettung. Denn Moritz beginnt zu arbeiten - als Rikschafahrer, Wies'n - Kellner, P1-Türsteher, im Museum, auf dem Viktualienmarkt ... Karl kommt zwar auf allerlei irre Ideen, findet aber durch Moritz wieder ins Leben ( Stichwort: "Chinaknacker " bzw. "Vietwurst"). Und Moritz hat Hoffnung auf ein Revival mit Julia, die aber leider nach Köln ziehen muss.

Zum Gehalt: Der Roman ist eine heimliche Liebeserklärung an München, sehr plastisch geschrieben und mit liebenswerten Figuren versehen. Der Urmünchner entpuppt sich manchmal doch als Zugereister :)

Das Ganze ist ein wenig skurril, aber immer lesenswert. Nie langweilig. Karl z.B. ist kein "richtiger" Metzger:

"Nie in meinem Leben wollte ich Metzger werden. Aber mein Vater wollte das."

Es gibt im Roman auch eine feine Ironie, die mir sehr gefallen hat. Es ist kein tumbes "Haha-Lustig- Buch", sondern recht intelligent geschrieben. Einen Stern Abzug gebe ich für die sehr ins Detail gehenden Erklärungen zum Metzgerhandwerk, die mir too much waren. Der Autor wollte aber diesen Effekt erzielen, da er manchmal fast genüsslich Ekliges beschreibt.

Sehr gut gefallen hat mir aber die optische Aufmachung des Romans, Schriftgrösse, Druck,Kapitelüberschriften ( erinnerte mich an ein altes Kochbuch). Darüber hinaus ist der Roman in sich einfach unheimlich stimmig. Dies findet man selten. Der Humor ist ebenfalls unschlagbar gut:

"....Ihrer Sprache nach zu urteilen, gehörte sie dem alten ostpreussischen Adel an, der ab 1933 seine Liebe zu alpenländischer Kleidung entdeckt hatte."

Fazit:

Der Roman ist ein Roman über die Freundschaft, über's Lernen im Leben, über München und die Liebe.

Ich habe mich gut unterhalten gefühlt und sehr zügig gelesen. Nach der Lektüre hatte ich direkt Lust, in den Freistaat zu fahren. Und ich bin neugierig, wieviele autobiographische Elemente im Roman enthalten sind. Ich würde mich über weitere Romane aus Baumstiegers Feder freuen!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Sülze hilft gegen alles außer Heimweh, 5. August 2012
Rezension bezieht sich auf: Sülze hilft gegen alles außer Heimweh: Wie mir mein Metzger die Welt erklärte (Taschenbuch)
Auf dieses Buch wurde ich durch eine Leseprobe aufmerksam. Das Cover ist im bayrischen Stil gehalten und es ist ein Metzger darauf zu sehen, der eine Wurst und ein Hackebeil in der Hand hält. Auf dem Tisch vor ihm sind diverse Gegenstände zu sehen, die in der Geschichte auftauchen.

Die Geschichte handelt von Moritz, der der Liebe wegen von Köln nach München zieht und dort aber sitzen gelassen wird. Er sucht sich nun eine Job nach dem anderen um sich über Wasser zu halten und findet bei einem Metzger eine Unterkunft.

Der Schreibstil ist eher einfach und witzig. Dies macht die Geschichte auch zu sehr leichter kost. Die kurzen Kapitel machen das ganze angenehm zu lesen. Die Charaktere sind einfach aber gut beschrieben, so dass man sich gut in sie hineinversetzten kann.

Fazit:

Ein witziges und unterhaltsames Buch für Zwischendurch.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Karl & Moritz, 24. Juni 2012
Rezension bezieht sich auf: Sülze hilft gegen alles außer Heimweh: Wie mir mein Metzger die Welt erklärte (Taschenbuch)
Moritz fliegt bei Julia raus. Passiert bei jungen Leuten. Dumm nur, dass der Kölner - wegen der Liebe übergesiedelt - in München außer "seiner" Julia niemanden kennt als den "Gemüse-Türken" und Karl, den kleinen Fleischer.

Karl Wedl ist ein (für München typisches) Unikum - "chordeuein ta pragmata" (frei übersetzt soviel wie "Die Staatsangelegenheiten wie eine Wurst durchhacken") ist sein Lebensmotto - und Wurst machen kann er prima, erfindet sogar neue Kreationen ...

"Sülze hiflt gegen alles, Bürscherl. ... Außer gegen Heimweh. Dagegen hilft nur, eine neue Heimat zu finden." ist die praktische Schlußfolgerung aus diesem Motto - und Karl kümmert sich - wie schon zu Zeiten der intakten Beziehung zwischen Julia und Romeoritz - um Moritz, dass er in München eine neue Heimat findet, auch unabhängig von Julia.

Moritz Baumstiegers Roman "Sülze hilft gegen alles außer Heimweh" ist ein witziger und kurzweiliger Roman mit vielen neuen Wendungen - sicher auch dem einen und anderen "Geheimtipp" für Unternehmungen und dem einen oder anderen Blick hinter die Kulissen der Metropole. Trotzdem - und das finde ich besonders gut - steckt er voller tiefergehender und weiterzudenkender Gedanken. Ich habe das Buch verschlungen wie eine Wurst ;-)
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4.0 von 5 Sternen Metzgerphilosophie vom Feinsten!, 11. Oktober 2012
Von 
Catmaniac (Kreis Heidelberg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Sülze hilft gegen alles außer Heimweh: Wie mir mein Metzger die Welt erklärte (Taschenbuch)
Schöner hätte man es nicht beschreiben können, wie ein Kölner in München lebt und erlebt wird. Mir gefällt der Wortwitz dieses Buches sehr gut. Keine abgedroschenen Phrasen (wie beispielsweise bei einem Oliver Pocher), sondern passende Situationskomik - und das in allen Lebenslagen. Sogar, als es Moritz mies geht, weil seine Beziehung zu Julia schiefgelaufen ist. Auch Karl, der Metzger, ist herzerfrischend mit seinen Lebensweisheiten und seiner Freundlichkeit, der aussieht, wie Albert Einstein und auch hin und wieder so spricht. Unbeschreiblich witzig, wie er Moritz die Kaninchen-Lügen-Formel erklärt! Die einzelnen Kapitel sind durchnumeriert und starten auf einer "Metzgereiwand" - einer "gekachelten" Seite. Netter Gag!

Wer aufgeschlossen ist, erfährt so einiges über München und lernt, wie diverse Wurstsorten hergestellt werden. Auch wenn Moritz viele Fehler macht, muss man ihn mögen. Schließlich ist er nicht Herr seiner Sinne, weil er Julia so sehr nachtrauert. Und Karl geht es nicht viel besser, er vermisst Sarah. Vielleicht verstehen die beiden sich gerade deshalb so gut: es trennen sie einige Jahre, aber der Liebeskummer vereint sie.

Moritz Baumstieger schreibt lockerflockig, ohne Gefühle mit den Füßen zu treten. Die Kapitel sind relativ kurz, sodass man das Buch notfalls auch in kleinen Etappen lesen kann - wenn man es denn schafft, es auch mal aus den Händen zu legen. Mir fiel das nicht leicht! Wieviel davon autobiografisch ist, lässt sich nur erahnen, aber es ändert ja auch nichts daran, wie amüsant und liebevoll das Buch ist.

Nein, anspruchsvolle Lektüre ist dieses Buch nicht, aber das möchte es ja auch gar nicht sein. Es möchte witzig und lustig sein und den Leser zum Lachen bringen. Wer nicht gerade ein Sauertopf ist, der wird auch köstlich amüsiert sein. Tiefgründig ist es vielleicht auf den ersten Blick nicht, aber wer mit dem Herzen sieht und schon einmal tiefen Liebeskummer gehabt hat, der wird verstehen, was der Autor sagen wollte und stellt dann fest: da stecken sehr viele wirklich hilfreiche Lebensweisheiten drin.

Einzig die letzten zwei, drei Kapitel sind etwas schlecht geraten. Man hat den Eindruck, der Autor hatte die Lust verloren und wollte nur schnell zum Ende kommen. Sicher ist vieles autogiografisch, da hätte das Ende sicher etwas phantasievoller werden können.

Fazit: Wer nicht alles bierernst sieht, aber auch mal einen weisen Rat annehmen kann, der wird mit diesem Buch einige wunderschöne Lesestunden haben!
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Karl-Wedl-Philosophie, 24. Juli 2012
Von 
Rezension bezieht sich auf: Sülze hilft gegen alles außer Heimweh: Wie mir mein Metzger die Welt erklärte (Taschenbuch)
Auf den Spuren Julias wandelt Moritz als er die Stadt Köln verläßt und seine Zelte in der bayrischen Metropole aufschlägt - es ist übrigens eine gemeinsame Bleibe, die er schneller wieder verläßt als gedacht. Ziemlich wurzellos und ohne Perspektive sieht seine Zukunft nicht so rosig aus, aber das Schicksal schickt ihm einen Engel - zwar in ungewöhnlicher Form, jedoch mit allen Vorzügen ausgestattet, die einen rechten Engel ausmachen. Der Metzgermeister Karl Wedl fängt das "Bürscherl" mit all' seinen liebevollen Wurstfingern auf und gibt ihm körperliche und geistige Nahrung im Übermaß. Er ist nämlich nicht nur ein phantasievoller Wurstdesigner sondern auch ein wahrer Philosoph, der vom Ladentisch aus die Welt beobachtet und seine klugen, einleuchtenden und hilfreichen Schlüsse daraus zieht. Und als eingesessener Münchner hat er auch so seine Beziehungen, die dem Moritz bei der Jobsuche kräftig unter die Arme langen. Da Moritz sich nicht berufen fühlt, sein Leben für immer den Temperaturschwankungen zwischen Kühlhaus und Wurstküche zu unterwerfen, durchwandert er als ein stets Suchender eine Fülle von Jobs, die mehr oder weniger amusant, einträglich oder anstrengend sind. Unverzagt ergreift er alle Möglichkeiten, von der Kellnerei auf der Wies'n beim Münchner Oktoberfest oder dem Verkauf duftender Mautner - Pilze aus dem bayrischen Wald über die Rickscha-Driver Karriere mit Thermofood bis zum allgewaltigen Wächter über den Zutritt zum Edelschuppen für allerhand Society.
Moritz Baumstieger hat hier ein bezauberndes Buch geschrieben. Wie weit authentisch, wie weit Phantasie ist eigentlich nicht so maßgeblich, entscheidend ist die Umsetzung in eine kurzweilige, lustige, rasant aufgesetzte Lektüre. Liebenswerte Charaktere voller ach so menschlicher Tugenden und Schwächen drehen ihre blau-weißen Kreise rund um den Stachus, und der Aktenkoffer des Herrn Baumstieger ist nicht leer, wie der vom Wedl Karl, als er beim Sadeq sitzt, vermittelt auch nicht nur geballte Seriosität sondern ein Sortiment excellenter, bayrischer Spezialitäten, die von allem etwas haben - ein bißchen Humor, ein bißchen Lokalkolorit, aber auch Menschlichkeit, Ironie und Lebensweisheit.
Eine wunderbare Mischung für unser Lesebuffet !
Mein Tip für alle Leser: Diese Mahlzeit nicht auslassen !
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein Kölner in München, 17. Februar 2013
Rezension bezieht sich auf: Sülze hilft gegen alles außer Heimweh: Wie mir mein Metzger die Welt erklärte (Taschenbuch)
Der Kölner Moritz folgt seiner Karnevalsliebe Julia in deren Heimatstadt München. Die Beziehung währt nur kurz, da Moritz motivationslos nur in den Tag hinein lebt. Er wird von Metzger Karl aufgenommen. Zwischen den ungleichen Männern entwickelt sich eine Freundschaft. Karl vermittelt Moritz philosophische Lebensweisheiten, z.B. solle Moritz die Seele Münchens erkunden, um seine eigene Seele wiederzufinden oder gegen Heimweh helfe nur, eine neue Heimat zu finden (S. 52, 53). Und tatsächlich wird München für Moritz nach Annahme einer Vielzahl von Gelegenheitsjobs (z.B. als Kellner auf der Wiesn, Verkäufer auf dem Viktualienmarkt, Türsteher in einem Club, Rikscha-Fahrer) und durch neue Freunde zur Heimat.

Durch das Buch lernt der Leser München mit seinen Sehenswürdigkeiten und Bewohnern, bayerisches Vokabular („Mogst a Hoibe?“/S. 80, „Des hab I dir ja scho gsagt! Wiera Handschuh! Hör halt zu, Depp!“ … „Wo seit’sa heit überhaupt?“/S. 90) und allgemein gültige Lebensweisheiten kennen. Viele Textstellen zeugen von Humor. Geschmunzelt habe ich z.B. über das Geschenk langer Unterhosen an Moritz. „Zwischen meinem (Moritz‘) Bauch und dem Bund hätten gut und gerne sieben Lagen Schinken gepasst. … ‚Wunderbar‘, rief Karl. … ‚Ich habe auf Zuwachs gekauft. Des bisserl kriegen wir schon noch voll.‘“/S. 199. Die Protagonisten beginnt man schnell gernzuhaben – gerade Moritz, der sich in dem einen Jahr als Zugereister positiv entwickelt. Das wird ihm am Ende durch die Rückkehr Julias gedankt. Aber auch der skurrile Karl, für den die Wurst sein Lebensinhalt ist, profitiert von dem Zusammenleben mit Moritz. In ihm werden neue Lebensgeister wach, die er in immer neue Geschäftsideen rund um die Wurst umsetzt. Schließlich gelingt es ihm sogar mit Anstoß von Moritz, seine tiefe Trauer um seine verstorbene Ehefrau zu verarbeiten.

Alles in allem eine unterhaltsame Lektüre, die aber durchaus zum Nachdenken anregt.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sülze hilft gegen alles außer Heimweh, 4. November 2012
Rezension bezieht sich auf: Sülze hilft gegen alles außer Heimweh: Wie mir mein Metzger die Welt erklärte (Taschenbuch)
Auf dem Karneval in Köln lernt Moritz Julia kennen und zieht kurzerhand der Liebe wegen zu ihr nach München. Dort lässt er sich von ihr aushalten, lebt in den Tag hinein und belügt sie auch noch, als sie dies herausfindet. Julia macht kurzen Prozess und setzt Moritz vor die Tür. Auf der Suche nach einer neuen Bleibe trifft er auf den schrulligen Metzger Karl, der ihm eine Unterkunft bei sich anbietet. Als Gegenzug dafür verlangt Karl von Moritz Hilfe bei den Arbeiten in seiner Wurstküche, und schon bald ist Moritz mit dem Wurstherstellen gut vertraut. Da Karl selbst nie Metzger werden wollte, versteht er Moritz nur zu gut, dass dies nicht die Erfüllung seiner Träume ist und besorgt ihn von nun an eine Arbeit nach der anderen, bei denen er München und seine Einwohner immer besser kennenlernt. Und Karl hat Recht, auf diesem Weg verblassen die ständigen Gedanken an Julia am ehesten.
Wir lernen hier den schrulligen, aber liebenswerten und hilfsbereiten Metzger Karl und den sympathischen Moritz kennen, der sich im Laufe des Buches ziemlich zum Positiven wandelt. Es hat Spaß gemacht, sie durch die Story zu begleiten und ganz nebenbei auch noch München kennenzulernen. Der Schreibstil ist einfach und verständlich, bis auf bayrischen Einlagen, womit ich etwas Schwierigkeiten hatte. Das unterhaltsame und witzige Buch, bei dem man oft aus dem Grienen nicht mehr herauskam, ist eine nette Lektüre für zwischendurch.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Aneinanderreihung von Anekdoten, 4. November 2012
Von 
Ivonne Wiese (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Sülze hilft gegen alles außer Heimweh: Wie mir mein Metzger die Welt erklärte (Taschenbuch)
Moritz verliebt scih auf dem Kölner Karneval in eine Münchnerin, zieht ihr Hals über Kopf hinterher, da sie nicht so für Fernbeziehungen ist. Dass sie aber auch nicht für eine Nahbeziehung ist, merkt er erst als sie ihn nach wenigen Wochen vor die Tür setzt. Ein Grund ist seine völlige Motivationslosigkeit gegenüber seiner Zukunft. Studium abgebrochen, den anderen erzählt er aber dass er weiter oder wieder studiert. Er lebt lieber in den Tag hinein als sich um irgendwas zu sorgen. Doch nun ändert sich einiges. Er komtm bei seinem Metzger um die Ecke unter und der verschafft ihm einen Job nach dem anderen, damit er seinen Lebensunterhalt bestreiten kann und seine Schulden bei seinen Freunden und der nun Ex-Freundin abzahlen kann.

Das Buch besteht im Grunde nur aus aneinander geschusterten Kurzepisoden auf welche Art und Weise man in Müchen so sein geld verdienen kann. Ohne Sozialversicherungsausweis. Ausdauer beweist Moritz in keinem Job und landet recht schnell dann wieder beim nächsten Versuch. Unter de Hintergrund, dass er ja bisher eher ein Faulenzer war, recht unglaubwürdig. Auch kommt die Entwicklung und Selbsterkenntnis am Ende nicht glaubwürdig rüber. Die Anekdoten sind zwar teilweise recht nett und haben auch hin und wieder einen gewissen Humor, der aber eher von Moritz Tollpatschigkeit lebt. Einen richtigen roten Faden konnte ich nicht erkennen. Persönlich angenehm war nur, dass ich mich an gewisse Orte aus einem Kurztrip erinnert und zurückversetzt fühlte. In der Beziehung ist das Buch authentisch. Insgesamt aber ein Buch, das man schnell wieder vergisst.
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