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Kundenrezensionen

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Mit Physik hab ich eigentlich nicht viel am Hut, deshalb hab ich bei diesem Buch zu Beginn ein wenig gezögert, aber dann waren die 550 Textseiten in einem Zug durchgelesen. Der japanische Physiker Michio Kaku beschreibt den Alltag in 100 Jahren. Dazu hat er viele Wisenschaftler befragt um nicht in planlosem Gewirr und Wunschdenken zu enden.

Zuvor erklärt er genau in wessen Tradition er sich sieht. Bereits Leonardo da Vinci und Jules Verne haben Wissenschaftler ihrer Zeit befragt und konnten dann ihrer Zeit weit vorraus Entwicklungen beschreiben. Oft genug wurden sie als Spinner abgetan oder belächelt, aber fast all ihre Vorhersagen existieren längst. "Mit frappierender Präzision beschrieb Verne das Leben ... " und so entwirft jetzt der japanische Autor ein Bild von einem Lebensalltag in 100 Jahren.

Eingehend und höchst spannend, auch für jeden verständlich, beschreibt er die Zukunft des Computers - der Künstlichen Intelligenz - der Medizin - Nanotechnologie - der Energie - der Raumfahrt - Zukunft des Wohlstandes - Zukunft der Menschheit.

Es hört sich schon ziemlich faszinierend an, wenn ich da lese, dass Computer lautlos meine Gedanken lesen können, ja sogar meine Wünsche erfüllen. Ich werde Objekte allein durch meine Gedanken bewegen können, völlig neue Lebensformen werden kreiert. Das Wort Krebstumor wird aus dem Wortschatz gestrichen sein, weil lange vor Bildung eines Tumors der Krebs bereits wirksam bekämpft werden kann. Wenn ich Nachwuchs plane überlege ich zuvor welche Gene das Kind bekommen soll . . . All das hört sich faszinierend an und ich habe eigentlich auch keine Zweifel mehr daran, dass dies alles irgendwann einmal möglich sein wird, aber ob ich dann in so einer Zeit leben möchte? Gut, dass sich diese Frage nicht wirklich stellt!

Zwei Sachen sind mir beim Lesen einmal mehr sehr deutlich geworden. Zum einen wie rasant die Wissenschaft unseren Alltag verändert und wie hoch die Verantwortung der Wissenschaftler für das Fortbestehen der Menschheit ist. Vielleicht ist es doch nicht sinnvoll alles zu entwickeln was technisch möglich ist ...

Michio Kaku hat seinen Jules Verne Test sehr gut bestanden!
11 Kommentar|71 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 4. August 2014
Die Übersetzerin Monika Niehaus hat sich bei ihrer Arbeit an dem Buch wenig Mühe gegeben. Sie benutzt in der Fachsprache unübliche Begriffe (Vererden, Vererdung statt Terraforming), verfremdet Eigennamen (Star Trek: TOS wird zur "ursprünglichen Star-Trek-Serie"), baut reihenweise Rechtschreibfehler ein und erkennt nicht, wenn ihr Rechtschreibprogramm ein eigentlich richtiges Wort verschlimmbessert (DANN-Sequenz statt DNA-Sequenz). Einem sorgfältigen Lektorat hätte das alles auffallen müssen.

Des Weiteren führt der Titel "Die Physik der Zukunft" in die Irre. In dem Buch geht es hauptsächlich um ingenieurbezogene oder medizinische Anwendungen, aber kaum um Physik. Wenn ich ein Buch über die Physik der Zukunft aufschlage, möchte ich etwas über GUT-Hypothesen und TOE-Kandidaten lesen, will Stringtheorie mit Schleifenquantengravitation verglichen sehen, will etwas über verborgene Dimensionen lesen. Hin und wieder wird das im Buch angerissen, aber der Großteil des Buches behandelt Anwendungen von bereits vorhandener Physik, von Physik der Gegenwart. Natürlich kann Kaku nicht in die Zukunft blicken und künftige Theorien vorweg nehmen; hinter dem Buchtitel hätte ich aber wenigstens seinen best guess erwartet, womit sich die Physiker (und nicht die Schrauberlinge) der Zukunft beschäftigen werden.
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TOP 500 REZENSENTam 6. November 2012
Michio Kaku ist für mich mit Brian Greene der beste, produktivste, aber auch der am besten lesbare und verständlichste Autor populärwissenschaftlicher Bücher im Bereich theoretische Physik und Astronomie. Aber sein Einflussbereich und Wissen reicht weit über diese Themen hinaus wie man auch an der Themenvielfalt des vorliegenden Buches feststellen kann. Kaum ein anderer versteht es so gut, komplexe Zusammenhänge in einfachen Worten darzustellen ohne auf sachlichen Tiefgang zu verzichten. Zu bemängeln gibt es auch etwas auch wenn dies nicht entscheidend für die gute Bewertung ist. Oft erfährt man insbesondere am Anfang nichts neues und wer die Augen stets offen hält kennt vieles was Kaku dort anspricht schon zu genüge, seien es die Roboterhunde oder diverse andere Erfindungen. Zudem ist der Stil oft leicht chaotisch und ich hätte mir etwas mehr Struktur gewünscht und manchmal erwischt man sich dabei etwas von Absatz zu Absatz zu springen da Kaku leicht abdriftet und in Prosa verfällt.

In DIE PHYSIK DER ZUKUNFT hat er sich aber nicht nur auf seiner Expertise verlassen, sondern auch 300 andere Forscher nach ihren Erkenntnissen über das Leben in den nächsten 100 Jahren befragt und in dem vorliegenden Buch verarbeitet. Darunter finden sich Koryphäen und Preisträger wie Murray Gell-Mann, Freeman Dyson, J.R. Gott III, S.J. Gould, Brian Greene, Alan Guth, Douglas Hofstaedter, Seth Lloyd, Lisa Randall, Sir Martin Rees, Carl Sagan uvm. von denen der Leser dieser Zeilen sicher das ein oder andere Werk zu Hause hat.

Wer Michio Kaku in den Interviews oder seinen Dokumentation sieht weiß, wie positiv und inspirierend er dort wirkt. Demgemäß ist sein Ausblick fast rundum positiv: Roboter werden uns schwere und repetitive Arbeit abnehmen und die diversen Geräte um uns herum werden sich in Bezug auf die Bedienung nach uns richten und nicht umgekehrt. Medizinische Nanobots sorgen sich ständig um unser kurz- und langfristiges Wohlempfinden. Reisen, Kommunikation, die Einwirkung der Umwelt auf uns und andere soziale Errungenschaften werden durch Technik und Fortschritt deutlich einfacher werden.

Dadurch hat der Mensch mehr freie Zeit um weiterhin noch persönlich mit anderen Menschen zu kommunizieren und sich zu treffen. Das unterlässt er nämlich nicht. Nicht alles wirklich neue Erkenntnisse, aber ich habe sie selten so amüsant und fundiert und in kompakter Form vorgefunden. Die Grundtendenz ist bei Kaku fast immer positiv geprägt und ich vermisse das ein oder andere alternative Szenario der fortschreitenden Polarisierung der Menschheit in arm und reich - was sich ja heute schon andeutet – und die daraus entstehenden sozialen Konflikte, Verteilungskämpfe und eben auch der Zugang zu den von ihm beschriebenen guten neuen Technologien.

Schön wäre es auch, wenn sein Ausblick auch die kulturwissenschaftlichen Bereiche beinhaltet hätte. Aber da gibt es andere Spezialisten und ich kann für bestimmte Aspekte z.B. Georg Seeßlen und seine diverse Werke empfehlen. Man bedauert regelrecht den Umstand wenn man das Buch durchgelesen hat da es unglaublich Spaß macht und geistig anregt seinen Worten zu folgen. Die rund 550 reinen Textseiten mit nur vereinzelten Bildern gliedern sich in 10 circa gleichgewichtige Kapitel

Einleitung – die nächsten 100 Jahre
Die Zukunft des Computers
Die Zukunft der künstlichen Intelligenz
Die Zukunft der Medizin
Nanotechnologie
Die Zukunft der Energie
Die Zukunft der Raumfahrt
Die Zukunft des Wohlstands
Die Zukunft der Menschheit
Ein Tag im Jahr 2100

4,5/5 Sternen
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VINE-PRODUKTTESTERam 13. Dezember 2013
Das umfangreiche Buch von Michio Kaku ist wirklich sehr unterhaltsam und aufschlußreich, denn im Gegensatz zu den Ideen vieler Science-Fiction-Autoren basieren seine Annahmen auf schlüssigen und nachvollziehbaren Annahmen. Der Mann ist eben Wissenschaftler und kein Fabulant.
So gliedert sich das Buch in verschiedene Bereiche und es ergibt sich ein wunderschön detailliertes Gesamtbild der Zukunft, wie der Autor sie sich vorstellt.

Einen Punkt muss ich aber auch negativ anbringen, denn Michio Kaku ist in meinen Augen etwas zu sehr fortschrittsgläubig. Die Auswirkungen der Wissenschaft und Technik in der Zukunft werden allesamt positiv geschildert. Man hat zweitweise den Eindruck, man lese eine Propagandaschrift für die Schöne Neue Welt.
Er hätte durchaus auch auf die Risiken der entsprechenden Techniken eingehen müssen. Er hat recht, wenn er sagt, dass die ganzen Weltuntergangs-Szenarien Blödsinn waren. Aber man muss auch anerkennen, dass alles, was bis dato möglich war/ist, auch angewendet wurde (siehe Atombomben-Abwurf, NSA-Abhörskandal, InVitro-Fertilisation, Gen-Sequenzierung ...). Das bedeutet, dass auch die negativen Auswirkungen in der ein oder anderen Ausprägung, sei es durch mutwilligen Missbrauch oder durch (tragische) Unfälle zum Tragen kommen werden!
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am 19. Juni 2015
Der Autor des Buches, Michio Kaku, ist ein amerikanischer Quantenphysiker. Für sein Buch 'Die Physik der Zukunft' hat er Wissenschaftler vieler Fachgebiete befragt, welche Neuerungen und Entwicklungen in den nächsten 20, 50, 100 Jahren zu erwarten sind.

Der Schwerpunkt des Buches liegt nicht auf der 'Physik' als Wissenschaft, sondern auf den technischen Anwendungen, die aus heutiger Sicht im 21.Jahrhundert zu erwarten sind. Vieles davon hat man da und dort schon einmal gehört, aber von einem seriösen Wissenschaftler systematisch zusammengestellt eröffnet sich hier ein Kaleidoskop faszinierender Perspektiven, die den eigenen Blick auf die Zukunft verändern können.

Vieles scheint möglich, was wir bisher nur aus amerikanischen Science-Fiction Filmen kannten. Letztere, vor allem Star Trek, werden vom Autor ständig und teils ausführlich als Vergleich herangezogen, wie überhaupt das gesamte Buch nicht mit einer wissenschaftlichen Herangehensweise, sondern im Stil einer amerikanischen TV-Doku geschrieben ist. Viele Leser dürften sich dadurch eher unterfordert fühlen.

Mit seinen Aussagen zu gesellschaftlichen Fragen verlässt Kaku sein Metier. Der Kapitalismus und gesellschaftliche Strukturen (der westlichen Welt) werden nicht in Frage gestellt. Dass einige Berufe nicht durch Maschinen ersetzt werden können, und dass durch die verlängerte Lebensspanne mehrere berufliche Karrieren möglich werden, sind hier die einzig bedeutenden Aussagen.

Mit '"Wir werden"'', beginnt der Autor viele seiner Sätze. Doch das 'Wir' scheint sich mir, auch angesichts der Überdrehtheit mancher technischer Spielereien, ausschließlich auf leitende Angestellte der Industrieländer zu beziehen. Es ist kaum anzunehmen dass die gesamte Erdbevölkerung von diesen Neuerungen profitieren wird, man muss sich dazu nur die heutige Welt ansehen.

Wichtig dagegen ist sein Plädoyer für Bildung und Forschung, den wahren Quellen unseres Wohlstandes.

Fazit: Ein faszinierender Blick in eine schöne neue Welt, die eigentlich die alte ist. Leicht verständlich, aber wenig visionär.

P.S.: Wer auf der selben Linie weiter denken möchte, sollte Kim Stanley Robinsons Roman '2312' lesen.
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am 27. September 2012
Ein unglaubliches Werk! Wer seinen Jules Verne und Vergleichbares gelesen hat, wer Futurologie liebt und sich dem Fortschritt nicht verschließt, wird trotzdem überrascht. Michio Kaku ist kein Fantast, obwohl er Fantastisches beschreibt. Der große Unterschied zu fantasievollen Visionen, er stützt sich immer auf die staubtrockene Physik, eine Wissenschaft, an der man kaum herumdeuteln kann. Mit seinem eigenen unglaublichen Wissen, ergänzt durch die Forschungsergebnisse weltbekannter Wissenschaftler, beschreibt er unsere Gegenwart und interpoliert sie in die Zukunft. Man mag es kaum glauben, was heute schon Realität ist.

Der Verfasser versucht theoretische Physik zu erklären und wenn man dann aufgrund eigener intellektueller Schwächen entmutigt aufgeben will, bringt er treffende Beispiele aus der "Küchenphysik", die wieder Klarheit schaffen.

Man kann das Buch zwar interssiert lesen, sollte es aber besser stückweise durcharbeiten. Der Gewinn ist überaus hoch. Schon die nahe Zukunft erschreckt, geschweige denn das Bild der Welt in ein paar Jahrzehnten. Doch gibt es auch immer wieder fundierten Trost. Bisher hat sich unsere kleine Welt immer wieder weitergedreht. Das wird sie wohl auch für uns als Menschen mit der körperlichen und geistigen (!) Ausstattung des Höhlenbewohners tun. Die heutigen schlimmen Krankheiten, wie etwa Krebs, werden ja bald besiegt sein - wie gern glaubt man das!

Die Ausstattung des Buches mit einigen schwarz/weiß Fotos ist bescheiden, doch der relativ leicht lesbare Inhalt rechtfertigt alles!
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am 3. Februar 2016
allenfalls mit der Anwendung schon längst bekannter physikalischer Gesetze. In den Kapiteln werden verschiedene Themen in einer Art und Weise vereinfacht oder einfach falsch dargestellt. Ich will das an zwei Beispielen belegen:
Kapitel 2: Künstliche Intelligenz. Hier wird suggeriert, dass es nur noch eine Frage der Zeit wäre, bis Computer die Leistung des menschlichen Gehirns erreichen könnte. Tatsächlich ist man in der Computertechnik seit den Anfängen noch nicht darüber hinausgekommen mit Null oder Eins zu operieren. Zwar wesentlich schneller aber im Grunde immer noch das gleiche Prinzip. Egal ob mit Röhren wie zu Zuses Zeiten oder mit den noch weit entfernten Quantencomputern. Wie das menschliche Gehirn, und damit Intelligenz, funktioniert hat man noch nicht den Schimmer einer Ahnung. Und das wird sich auch in 100 Jahren nicht entscheidend ändern.
Kapitel 6: Die Zukunft der Raumfahrt.
Hier verhält es sich ähnlich. Seit hundert Jahren hat sich im Prinzip der Raketenantriebe nichts geändert. Wir haben immer noch Schwierigkeiten eine Nutzlast in eine Höhe von 200 km in eine Umlaufbahn zu bringen. Bis heute bekannte Alternativantriebe bringen nicht im Ansatz die notwendige Leistung, welche erforderlich wäre, um ein "Raumschiff" durch das Sonnensystem zu bewegen geschweige denn durch das Universum. Das Kapitel "Sterneschiffe" bezeichne ich mal als guten Gag. Hat aber mit Physik gar nichts zu tun. Und warum sollte sich in 100 Jahren entscheidendes tun, wenn sich in den vergangenen 100 Jahren fast nichts getan hat? Und wie sollen Lichtjahre überbrückt werden, wenn man heute noch nicht in der Lage ist, ein paar hundert Kilometer zuverlässig zu überbrücken.
Zusammenfassung:
Das Buch liest sich ganz gut als leichte Literatur, in welcher der Autor mit der Phantasie der Leser spielt. Aber mit einer "Physik der Zukunft" hat das ganze nichts zu tun.
Noch ein paar Anmerkungen zum Prinzip der Physik: Physik erklärt nicht, sondern beschreibt nur. Niemand kann die Quantenmechanik oder die Relativitätstheorie erklären. Anschauliche "Erklärungen" sind eigentlich falsch. Physik ist mathematischer Formalismus. Und wer den nicht kennt, hat keine Ahnung von Physik.
Und das Buch wird auch nicht besser durch eine Auflistung der ganzen Nobelpreisträger im Anhang.
Ich kann mich nicht des Eindrucks erwehren, dass der Autor wegen der Auflage und Folge dessen seines Verdiensts, es mit der Physik nicht so genau nimmt.
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am 30. April 2013
Michio Kaku fasst in diesem Buch wieder ein Thema an, an das sich kaum ein anderer Wissenschaftler von seinem internationalen Format herantrauen würde.
Aber er hat dazu eine sehr große Zahl von Fachleuten aus allen Bereichen befragt, und er hat die zugehörige und weiterführende Fachliteratur herangezogen (im Buch-Anhang aufgelistet).
In acht Kapiteln beleuchtet er jeweils die Zukunft der Computer, der Künstlichen Intelligenz, der Medizin, der Nanotechnologie, der Energie, der Raumfahrt, des Wohlstands und der Menschheit. Ein neuntes Kapitel beschreibt einen fiktiven Tag im Jahr 2100.
In gewohnt leicht verständlicher Weise wie in seinen anderen Fachbüchern beschreibt und erklärt M. Kaku den heutigen Stand dieser Bereiche, und basierend auf den vielen Fachgesprächen prognostiziert er den Fortgang der Entwicklung in jeweils 3 Abschnitten:
Die nahe Zukunft (Gegenwart - 2030).
Mitte des Jahrhunderts (2030 - 2070).
Die ferne Zukunft.(2070 - 2100).
Für den wissenschaftlichen Laien werden viele fundamentale Physik-Gesetze so nebenbei erläutert, was durchaus zu einem Aha-Erlebnis, zum ach so ist das also führen kann.

Ein umfangreiches Register ist auch als Nachschlagewerk zu gebrauchen, da findet man neben den vielen erwarteten Fachbegriffen wie Kernfusion, Mikrochip, Urknall etc. durchaus auch Hinweise auf z.B. islamische Terroristen, Kalorienreduktion, Reptiliengehirn oder Lügendetektor, also Schlagworte, die nach dem Buchtitel nicht unbedingt zu erwarten sind.

Es wäre für alle, die das noch erleben, interessant, zumindest schon mal im Jahr 2030 die Voraussagen für diese nahe Zukunft zu überprüfen. Das ließe ggf. Rückschlüsse zu auf die Treffsicherheit der noch weiter in der Zukunft liegenden Prognosen.
Denn was an zukünftiger Technologie noch gar nicht erfunden ist, kann in diesem Buch auch nicht fortentwickelt werden. Man denke nur mal ca. 40 Jahre zurück: Um 1970 dachte doch kaum ein Mensch an Internet, E-Mails, Mobiltelefone, Facebook, MRT, Flachbildschirme, Digitalfotografie, Nanotechnologie, Gentechnik, nachgewiesenes Wasser auf Mond und Mars usw. Das alles wird im Buch beschrieben, aber es ist ja auch jetzt bekannt und Stand der Technik. Unbekanntes kann eben auch nicht beschrieben werden, es wird aber kommen und damit vielleicht so manche Prognose im vorliegenden Buch klein oder falsch aussehen lassen.
Ob wir in 50 oder 100 Jahren wirklich denkende und sprechende Wände haben, ob unser Handtuch uns warnt, wenn wir uns zu fest abrubbeln, ob die Autos (wenn es sie noch gibt) führerlos so interessant sind... -- da kann man auch seine Zweifel haben.
Vielleicht sind viele der im Buch beschriebenen Zukunftsvisionen tatsächlich realistisch für eine kleine Oberschicht, aber für die bis dahin vielleicht 8 - 10 Milliarden Menschen auf allen Kontinenten ist das schwer vorstellbar.

Zum Schluss noch ein Aspekt der Zukunft, der kaum beleuchtet wurde: Zwar ist sich M. Kaku sehr sicher und schreibt dies auch, daß es wohl andere intelligente Zivilisationen im Weltall gibt (siehe u.a. die Kardaschew-Skala). Dass die aber im kommenden Jahrhundert herkommen könnten und, sofern friedlich gesinnt, uns für reif erachten, durch einen schier unendlichen Wissens- und Technologie-Schub uns auf eine ganz neue Stufe zu heben, wird vom Verfasser nicht betrachtet.
Denn die Lichtgeschwindigkeit als Hindernis, das heute noch Reisen von Sternsystem zu Sternsystem begrenzt, die Relativitätstheorie (Längen- und Zeitdilatation etc.), Schwerelosigkeit im Weltraum etc. müssen für eine Zivilisation, die uns 1000 oder 1 Mio Jahre voraus ist, kein Hindernis mehr sein. Und dann sähe die Physik der Zukunft plötzlich ganz anders aus.
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am 17. September 2014
Ein Ausblick auf unsere Zukunft ist immer schwierig. Die steinzeitliche Natur des Menschen in Verbindung mit den fantastischen Fortschritten durch die arbeitsteilige Forschung erlaubt zumindest ansatzweise über die Zukunft zu spekulieren. Das Buch liefert dazu den technischen Background in leicht verständlicher Form.
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am 9. Dezember 2014
Das Buch haut einen von der ersten bis zur letzten Seite aus den Socken...zumindest ging es mir so. Eine genaue Analyse des heute technisch Erreichten und des zukünftig Möglichen. Da werden viele Dinge die er schreibt in den nächsten Jahren wohl auch eintreten. Manch sind es bereits heute. Sehr zu empfehlen!
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