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Kundenrezensionen

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am 3. Oktober 2015
Ich kenne den Autor schon aus dem Fernsehen und auf dieses Buch bin ich gestoßen nach der Lektüre des Romans "Control" von Daniel Suarez. Im Anhang zu "Control" wird es in seiner Leseliste genannt, er hatte es zu Recherchezwecken gelesen. "Die Physik der Zukunft" hat mir größtenteils gut gefallen: der Autor berichtet von seinen Gesprächen mit Nobelpreisträgern und von seinen Besuchen aktueller Forschungseinrichtungen. Man erfährt, an welchen Projekten derzeit geforscht wird und in welchen Zeiträumen uns diese Innovationen zur Verfügung stehen werden und wie sie möglicherweise unser Leben beeinflussen werden. Das liest sich alles sehr interessant. Sehr aufschlußreich fand ich die Erklärungen, inwiefern unsere Vergangenheit als Höhlenmenschen immer noch unser Verhalten steuert (erklärt die Unmöglichkeit auf Papier zu verzichten oder typisch menschliches Verhalten an der Börse). Ich habe viel Neues erfahren.
Teilweise hätte der Stoff etwas spannender oder fesselnder geschrieben sein können - manche ökonomischen Zusammenhänge wurden für meinen Geschmack etwas zu ausführlich behandelt, das hätte auch kürzer abehandelt werden können. Alles in allem aber eine gute und interessante Lektüre; sehr empfehlenswert.
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am 6. Oktober 2014
Kaku schafft es, Unverständliches aus der Physik verständlich zu machen und die Zukunft zu skizzieren. Ob sie so oder anders kommt, interessiert vielleicht meine Kinder. Offen ist auch, ob die Menschen das angesichts der Veränderung erleben können.
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am 28. Januar 2014
Es gibt wenig, was ich nicht interessant finde. Warum also nicht mal ein futorologisches Buch lesen "Die Physik der Zukunft - Unser Leben in 100 Jahren". Der Quantenphysiker Michio Kaku hat 300 Wissenschaftler gefragt:
Wie werden wir leben - in 20, 60, 100 Jahren?

Schneller als die meisten heute denken, wird es u.a. in den Bereichen Computer-Technologie, Medizin, Energie und Raumfahrt zu enormen Veränderungen kommen. Wow! (nicht sarkastisch gemeint)

"Roboter werden uns die Alltagsarbeit abnehmen. Küchengeräte und andere Maschinen steuern wir mit der Kraft unserer Gedanken. Medizinische Nanobots werden aufmerksam durch unsere Blut- und Nervenbahnen eilen und sogar Krebs heilen. Zu lästigen Meetings schicken wir unser Hologramm (...). Trotzdem werden wir weiter reisen, uns treffen, Sport treiben und in die Kneipe gehen, weil Menschen nun mal so sind.", steht im Einführungstext des Verlags.

Mmh - ich habe das 580-Seiten-Taschenbuch noch nicht komplett durchgelesen, möchte mich aber hier damit beschäftigen, warum ich diesen Blick in die Zukunft doch nicht so interessant finde. Mir fehlt nämlich etwas Entscheidendes.

Und das sind nicht Beweise. Das wird schon seriöse Zukunftsforschung sein, die der Physiker da betreibt. Einige der Neuerungen werden ganz sicher schon heute in Wissenschaft und Industrie vorbereitet.

Was mir fehlt sind Annäherungen an die Frage: Wie werden die Menschen der Zukunft denken, wie werden wir uns fühlen und verhalten? Ein paar Antworten gibt der Autor dazu - die fand ich aber nicht überzeugend oder gar inspirierend.

Einige Vorhersagen in dieser Richtung könnten zutreffen - oder auch nicht.

Zum Beispiel: Obwohl es technisch möglich ist, hat sich das papierlose Büro nicht durchgesetzt. Das wird mit dem "Höhlenmenschenprinzip" erklärt:

"Wann immer es zu einem Konflikt zwischen der modernen Technik und den Begierden unserer primitiven Vorfahren kommt, dann gewinnen diese primitiven Begierden - und zwar jedes Mal. Das ist das Höhlenmenschenprinzip. So verlangte der Höhenmensch beispielsweise stets einen 'Beweis für den Jagderfolg'. Es reichte nicht aus, mit der fetten Beute zu prahlen, die man beinahe erwischt hätte. Die frisch getötete Beute in der Hand war stets mehr wert als Geschichten über Beute, die entkommen war. Darum möchten wir einen Ausdruck, wann imer wir es mit elektronischen Daten zu tun haben. Instinktiv misstrauen wir den Elektronen, die in unserem Computerbildschirm hin- und herflitzen, und drucken unsere E-Mails und Berichte auch dan aus, wenn dies nicht nötig ist. Darum konnte sich das papierlose Büro nie durchsetzen." (S. 28 f.)

"Wann immer es zu einem Konflikt zwischen der modernen Technik und den Begierden unserer primitiven Vorfahren kommt, dann gewinnen diese primitiven Begierden - und zwar jedes Mal."

Das heißt ja dann wohl, dass es das papierlose Büro auch in 100 Jahren nicht geben wird.

Dieses Höhlenmenschenprinzip oder einfach Annahmen über die individuelle und kollektive Psyche der Menschen wird dann immer herangezogen, wenn es um die Frage geht, wie sich technische Entwicklungen auf die Gesellschaft auswirken.

Zum Beispiel: Wie leben wir, wenn Replikator-Technik jeglichen Mangel (an Gütern und Nahrungsmitteln) ausgeschaltet hat? Einige Menschen werden sich dann auf die faule Haut legen, andere Menschen werden sich dann Gedichte schreiben oder malen - so die - verkürzt dargestellte - Zukunftsschau.

Diese Fragen zur gesellschaftlichen und individuellen Entwicklungen sind mir im Buch zu kurz abgehandelt. Kann man von einem Physiker vielleicht nicht erwarten, aber etwas mehr Bewusstsein für die eigenen blinden Flecken wünsch' ich mir von einem Wissenschaftler doch.

Im letzten Kapitel wird ein "Tag im Jahr 2100" beschrieben. Da wacht ein Mann verkatert nach einer durchzechten Silvesternacht auf, weil er vom Wandbildschirm ins Büro zitiert wird. Im sich selbst steuernden Magnetauto gleitet er dahin und schaut auf der Armbanduhr (die gibt's dann wieder :-)) eine Videobotschaft an. Die Schwester lädt zur Party ein und will den Bruder dort mit einer netten Frau verkuppeln. Oje, denkt er sich. Im Büro angekommen sieht er auf seinen Kontaktlinsen Informationen über die Leute im Konferenzraum. Hohe Tiere sitzen da, der Chef begrüßt alle mit "Gentleman" und später nimmt der engagierte Mitarbeiter all seinen Mut zusammen und sagt etwas Kritisches zum Chef. Und so geht's weiter ...

Das ist unsere Zukunft?

Althergebrachte Hierarchien, Gentleman, durchzechte Nächte, Schwestern, die sich in unser Leben einmischen wollen - basiert das alles auf dem Höhenmenschenprinzip?

Unser Bewusstsein hat sich gar nicht verändert? Es sind einfach nur neue technische Errungenschaften dazu gekommen?

Finde ich langweilig.
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am 3. Oktober 2014
Wie schwer es mitunter sein muss, dem Wissenschaftsgenre Leben einzuhauchen, lässt sich an der Erinnerung an die Resonanz auf Schulbücher ermessen, welche mit Glück als durchwachsen bezeichnet werden kann. In manchen Bereichen würde sich mehr Konkurrenz und freier Wettbewerb eben doch auszahlen und als Beispiel für die Perlen, die Sachbuchautoren gelingen können, kann diese auf Lesbarkeit für Laien und Unterhaltungswert getrimmte Sammlung zukünftiger Technologien gelten.

Wie der Autor schon in vorangegangenen Werken eine Unterteilung in mögliche, unwahrscheinliche und unmögliche Technologien vorgenommen hat, wobei die Thematik im rein theoretisch möglichen, aber noch unerprobten und unbestätigten Terrain angesiedelt war, so unterteilt er in diesem seinem aktuellen Buch das 21 Jahrhundert in 3 Zeiträume und zeigt anhand ausgewählter Themenblöcke die zukünftige Entwicklung im Zeitraffer. Der, besonders in Kategorie 3 gegen Ende des Jahrhundert mitunter schwer zu glaubende, Kniff an der Sache ist, dass sämtliche Technologien, Maschinen, Materialien und Verfahren bereits erprobt wurden und ihre Realisierung möglich ist. Natürlich sind die Zeiträume bis zur Verwirklichung Schätzungen, nur entspricht kein Gedanke des Buches bloßer Vermutung oder Science-Fiction, sondern fußt auf überprüfbaren Fakten, für deren Zusammentragung Kaku etliche Wissenschaftler interviewt, deren Laboratorien besichtigt und zu einem komprimierten Kompendium zusammengepresst hat. Besonders die übersichtliche Struktur und angenehm verständliche Sprache lassen einen die beträchtliche Seitenanzahl im Nu visuell durchwandern.

Gerade für Freunde von Futurismus und allen damit zusammenhängenden Genres finden sich Berge an Ideen und Fantasiegebilden, deren Realisierbarkeit der Imagination in keiner Weise schadet, sondern sie im Gegenteil durch die Vorstellung zusätzlich beflügelt, dass wenn in so verhältnismäßig naher Zukunft unmöglich gedachte Errungenschaften möglich sein werden, der Entwicklungsschub in Jahrhunderten noch umso erstaunlicher wird anmuten müssen. Erstaunlich ist auch, wie viele Gründerväter der Science Fiction die Entwicklung bis ins Detail richtig prognostiziert haben und wie viele aktuelle Genrevertreter aufgrund der galoppierenden Forschung Gefahr laufen, unbeabsichtigt ins normale Romangenre zu rutschen, da ihre gerade noch visionären Ideen über Nacht plötzlich Alltag werden. Die grandiose Fähigkeit Kakus, all die als langweilig und staubtrocken gebrandmarkten Naturwissenschaften so lebendig und spannend zu gestalten, sollte Autoren sämtlicher Sachliteratur ein Leitbild und, besonders wenn sie für den Bildungssektor schreiben, Mahnmal sein, da Verständlichkeit und Unterhaltungswert gerade in diesem Bereich leider häufig auf der Strecke bleiben. Womit die einzige undurchführbare Utopie wohl ist, dass international erfolgreiche und wohlhabende Autoren beginnen den antiquierten Schulstoff umzugestalten oder unterbezahlte Schulbuchautoren über Nacht von der Muse geküsst werden und zu blendenden Erzählern mutieren. Beides wird leider nie geschehen, obwohl es angesichts von Bildungsmiseren und einem auf 250 jährigen, kaum erneuerten Fundamenten ruhenden Lernstoff so wichtig wäre, die Begeisterung für Wissenserwerb dort zu säen, wo man ihn eigentlich vermuten würde. In der Schule.
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am 13. Januar 2016
Zukunftsvorhersagen sind leider immer so eine Sache. Viele Menschen drehen sie sich hin, wie sie es sich wünschen. Aber von diesem Buch bin ich echt beeindruckt. Es ist sehr fachgebunden geschrieben und alles im Bereich des möglichen. Es wird nichts verdreht und es ist verständlich geschrieben. Besonders gefallen hat mir am Ende die kurze Geschichte, über einen Tag in der Zukunft. Ich kann dieses Buch ganz klar empfehlen, auch Leuten, die da eher skeptisch sind. Das einzige negative ist die Übersetzung, die teilweise schwer verständlich oder grammtikalisch falsch ist. Schlussfolgernd kann ich nur sagen, dieses Buch ist es Wert gelesen zu werden.
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TOP 1000 REZENSENTam 21. Februar 2014
Michio Kaku weiß, wie man komplexen Stoff an Laien vermittelt, ohne dass diesen sofort alle Synapsen durchschmoren. Wären Schulbücher in diesem flockigen Stil geschrieben, käme vielleicht auch mal ein Schüler darauf, ohne Zwang hineinzuschauen.

Für alle die sich für die Zukunft interessieren und die abenteuerlichen Technologien die uns erwarten könnten, einmal genauer betrachten möchten, ist diese Buch ideal. Es behandelt alle relevanten Themen, von virtueller Realität über Nanotechnologie, künstliche Intelligenz, Robotik in allen Variationen bis zur Gentechnik wird so ziemlich alles detailliert erklärt. Kaku spekuliert nicht wie einige Science Fiction Autoren, sondern stützt sich auf Erfindungen und Forschungen, die bereits jetzt existieren und die er zum Teil schon selbst testen durfte.

Fast jedes Thema ist recht clever in nähere Zukunft, Mitte des Jahrhunderts und Ende des Jahrhunderts gegliedert, so dass man einen guten Einblick bekommt, wo die Forschungen grade stehen und was die größten Herausforderungen und Probleme sind. Das Buch liest sich locker runter und auch ohne Vorwissen ist man selten von den wissenschaftlichen Erklärungen überfordert. Mir hat es noch besser gefallen als das ebenfalls großartige Die Physik des Unmöglichen.

Man kann nur hoffen, dass die optimistische Sicht auf die Zukunft welche der Autor vermittelt, zutreffend ist und die raffgierigen und egoistischen Menschen nicht vorher den Planeten und sich selbst vernichten.
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am 3. Februar 2016
allenfalls mit der Anwendung schon längst bekannter physikalischer Gesetze. In den Kapiteln werden verschiedene Themen in einer Art und Weise vereinfacht oder einfach falsch dargestellt. Ich will das an zwei Beispielen belegen:
Kapitel 2: Künstliche Intelligenz. Hier wird suggeriert, dass es nur noch eine Frage der Zeit wäre, bis Computer die Leistung des menschlichen Gehirns erreichen könnte. Tatsächlich ist man in der Computertechnik seit den Anfängen noch nicht darüber hinausgekommen mit Null oder Eins zu operieren. Zwar wesentlich schneller aber im Grunde immer noch das gleiche Prinzip. Egal ob mit Röhren wie zu Zuses Zeiten oder mit den noch weit entfernten Quantencomputern. Wie das menschliche Gehirn, und damit Intelligenz, funktioniert hat man noch nicht den Schimmer einer Ahnung. Und das wird sich auch in 100 Jahren nicht entscheidend ändern.
Kapitel 6: Die Zukunft der Raumfahrt.
Hier verhält es sich ähnlich. Seit hundert Jahren hat sich im Prinzip der Raketenantriebe nichts geändert. Wir haben immer noch Schwierigkeiten eine Nutzlast in eine Höhe von 200 km in eine Umlaufbahn zu bringen. Bis heute bekannte Alternativantriebe bringen nicht im Ansatz die notwendige Leistung, welche erforderlich wäre, um ein "Raumschiff" durch das Sonnensystem zu bewegen geschweige denn durch das Universum. Das Kapitel "Sterneschiffe" bezeichne ich mal als guten Gag. Hat aber mit Physik gar nichts zu tun. Und warum sollte sich in 100 Jahren entscheidendes tun, wenn sich in den vergangenen 100 Jahren fast nichts getan hat? Und wie sollen Lichtjahre überbrückt werden, wenn man heute noch nicht in der Lage ist, ein paar hundert Kilometer zuverlässig zu überbrücken.
Zusammenfassung:
Das Buch liest sich ganz gut als leichte Literatur, in welcher der Autor mit der Phantasie der Leser spielt. Aber mit einer "Physik der Zukunft" hat das ganze nichts zu tun.
Noch ein paar Anmerkungen zum Prinzip der Physik: Physik erklärt nicht, sondern beschreibt nur. Niemand kann die Quantenmechanik oder die Relativitätstheorie erklären. Anschauliche "Erklärungen" sind eigentlich falsch. Physik ist mathematischer Formalismus. Und wer den nicht kennt, hat keine Ahnung von Physik.
Und das Buch wird auch nicht besser durch eine Auflistung der ganzen Nobelpreisträger im Anhang.
Ich kann mich nicht des Eindrucks erwehren, dass der Autor wegen der Auflage und Folge dessen seines Verdiensts, es mit der Physik nicht so genau nimmt.
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am 19. Juni 2015
Ich war neugierig, wie ein Wissenschaftler die Zukunft sieht. Michio Kaku hat mich nicht enttäuscht. Sein Buch ist leicht verständlich und regt die Fantasie an. Wer ebenfalls neugierig darauf ist, wie es einmal sein könnte, dem kann ich dieses Buch nur empfehlen.
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am 6. April 2015
3 Sterne, doch der Buchkauf wird dennoch nicht bereut, selbst wenn es insgesamt dann doch nicht ganz so rund war, wie ich es mir erhofft hatte, war es aber in keinem Falle ein schlechtes Buch !

Die Struktur des Buches ist logisch und geschickt aufgebaut, es sind Kapitel, die aufeinander aufbauen und man das Buch somit vom Anfang bis zum Ende durchgängig lesen kann oder eben nicht, denn trotz dieses klaren Aufbaues hatte der Autor wohl darüber hinaus noch versucht, dass der Leser auch Zwischendurch einsteigen kann. Dieser Versuch führte zu nervigen Wiederholungen, teilweise erzählt er ca. 8 bis 10 mal die selbe Information, manchmal nur wenige Seiten voneinander entfernt und mit identischen Satzbau. Die Krönung dieser Problematik ist das Schlusskapitel, in dem er versucht, das Leben im Jahr 2100 anhand einer kleinen Geschichte darzustellen. Hier versammeln sich tatsächlich noch einmal fast alle Informationen in einer Art Kurzgeschichte, diese zeigt aber nochmal ganz klar die Schwächen des Buches bzw. des Autors. So ist die Recherche der vielen Informationen über die aktuellen wissenschaftlichen Entwicklungen und möglichen Perspektiven, die er bis zum Jahr 2100 immer in drei Abschnitte stufenweise gliedert und beschreibt, sicherlich zutreffend, auf Fakten beruhend und verständlich beschrieben, aber alle Darstellungen über dieses Faktenwissen hinaus wirkt eher ungelenk. Dem Autor mangelte es an einer gewissen Kreativität mögliche Beeinflussungen und Entwicklungspotentiale, die durch die neuen Technologien entstehen könnten auch glaubhaft darzustellen. Aus diesem Grund bedient er sich vermutlich auch immer und immer wieder an Verweisen zu bekannten SciFi Serien und einer Zahl an Filmen, was entweder darauf hinweist, wer das Buch finanziert haben könnte oder das der Autor keinerlei Vertrauen in die Phantasie des Lesers hat, es wird mit der Zeit schlicht langweilig, immer wieder die letzten Hollywoodtitel genannt zu bekommen. Insbesondere am Kapitel zur sozialen Zukunft der Menschheit gegen Ende des Buches erscheinen die Umschreibungen unglaubwürdig und schwach. Der Autor nimmt zu oft den Blick des typischen Amerikaners ein und ist beseelt von einer geradezu romantischen Sichtweise auf den Kapitalismus, die bürgerliche Demokratie und die Wissenschaft selbst, sodass spannende Entwicklungsmöglichkeiten schlicht ignoriert werden.

So sind die Problematiken unserer Umweltprobleme immerhin genannt, aber an entscheidenden Stellen nicht wirklich thematisiert, so nennt er das Kyoto-Protokoll, nennt auch weiterhin die Dringlichkeit der Lösung dieser Probleme in der Gegenwart, erwähnt aber mit keinem Wort das fehlende Engagement der USA oder beschreibt den womöglich ansteigenden Meeresspiegel nicht einmal mehr als abwendbar.
Die Gegenwart und Zukunft des "Kapitalismus" sieht der Autor geradezu romantisch. Aus den positiven Seiten des 19ten Jahrhunderts und den positiven Seiten (aus deutscher Sicht) der Sozialen Marktwirtschaft des 20ten Jahrhunderts wird im Buch ohne deren negativen Bestandteile eine Art Fragestellung "irgendwie" weitergesponnen, die letztlich das kapitalistische System zwar völlig in Frage stellt, aber dennoch nicht überwindet. Statt der Überwindung führt er den Begriff eines Intellektuellen-Kapitalismus ein, der dem gegenwärtigen, dem Konsum-Kapitalismus entgegen stünde. Anhand allein dieser Begrifflichkeit merkt man schon, wie wenig Ahnung er auf diesem Gebiet besitzt, so wundert es auch nicht mehr, dass in diesem Buch im Grunde auch keine möglichen ökonomischen Zukunftsperspektiven auftauchen.
Das gleiche Spiel zum Thema Politik. Auch wieder ähnlich romantische Vorstellungen der parlamentarischen Demokratie und zu der großen Frage von Krieg und Frieden. Man meint, es gäbe gar kein Entwicklungspotential mehr (Dabei gibt es genug Literatur zur Postdemokratie, Direkter Demokratie und digitaler Partizipation), aber alles nicht in den USA. Die Höhe ist die Aussage, dass gar nur böse Diktaturen Kriege beginnen würden - einen ungetrübten Blick in die jüngste Geschichte hat er wohl gescheut.
Was auch immer wieder negativ aufstößt sind die (fehlenden) Aussagen zur aktuellen Verbreitung von Technologie und Lebensqualität. Man meint, dass die gesamte Welt mit Computern ausgestattet sei, fließend Wasser und Wohnraum habe. Er streift zwar hin und wieder durchaus die Probleme, aber ein richtiges Bewusstsein dafür, das 2/3 der Menschheit keinen Computer besitzt, 1 Milliarde in Slums leben und etwa genauso viele keinen Zugang zu trinkbaren Wasser besitzen wird nicht geschaffen, dabei sind dies eben die brennenden Fragen der nahen Zukunft.

Das gleiche Urteil muss damit auch über die abschließende Geschichte zum Tag im Jahr 2100 fallen. Man mag es kaum lesen, es wiederholen sich die längst aufgezählten Fakten in einer langweiligen Geschichte, in der Menschen wieder Armbanduhren tragen, die gleichen Rollenhierarchien wie heute nachspielen, identische Arbeitsweisen ausführen und ein Recyclingsystem besitzen, dass selbst gegenwärtig völlig überholt ist, denn Computerschrott wird in Zukunft einfach unter der Erde zum verrotten eingelagert, denn es kostet ja alles nichts mehr und da darf man mit den Schwermetallen die Erde natürlich bedenkenlos durchseuchen.

Das im Buch immer und immer wieder bemühte "Steinzeitmensch-Prinzip" schützt den Autor (und die zukünftige Menschheit) durchgängig vor allen wirklich spannenden Fragen zur individuellen wie kollektiven Entwicklung der Menschheit in den nächsten 100 Jahren. Die Erklärung dieses Prinzips ist weder sinnvoll noch stichhaltig und beschreibt den Menschen als rein biologisch-evolutionäres Wesen, dass seine Verhaltensweise wohl kaum bewusst zu regeln vermag. (Dabei betont er im Buch durchgängig selbst immer wieder, wie sehr sich doch die Lebensweisen gewandelt haben, oder wieso fahren wie Auto, fliegen oder schreiben mit Tatstaturen ?)

Letztlich findet man also in diesem Buch primär nur technische Entwicklungen. Nur mit diesen Erwartungen hat das Buch 4 oder wohl auch 5 Sterne verdient, da aber alle sozio-kulturellen Dinge praktisch untauglich sind oder gleich ganz entfallen, gibt es von mir nur 3 Sterne.
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am 18. September 2015
Ein tolles Buch mit starken Zukunftsvisionen, die mir aber auch teils Angst bereiten. Die Frage ist: wollen wir in Zukunft so leben? Dieses Buch ist wirklich sehr fundiert. Keine Art von "PM-Magazin"-Report.
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