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62 von 67 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Michio Kaku hat seinen Jules Verne Test sehr gut bestanden!
Mit Physik hab ich eigentlich nicht viel am Hut, deshalb hab ich bei diesem Buch zu Beginn ein wenig gezögert, aber dann waren die 550 Textseiten in einem Zug durchgelesen. Der japanische Physiker Michio Kaku beschreibt den Alltag in 100 Jahren. Dazu hat er viele Wisenschaftler befragt um nicht in planlosem Gewirr und Wunschdenken zu enden.

Zuvor...
Veröffentlicht am 19. September 2012 von Christian Döring

versus
4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Schlechte Übersetzung und irreführender Buchtitel
Die Übersetzerin Monika Niehaus hat sich bei ihrer Arbeit an dem Buch wenig Mühe gegeben. Sie benutzt in der Fachsprache unübliche Begriffe (Vererden, Vererdung statt Terraforming), verfremdet Eigennamen (Star Trek: TOS wird zur "ursprünglichen Star-Trek-Serie"), baut reihenweise Rechtschreibfehler ein und erkennt nicht, wenn ihr...
Vor 4 Monaten von Chr. W. veröffentlicht


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62 von 67 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Michio Kaku hat seinen Jules Verne Test sehr gut bestanden!, 19. September 2012
Von 
Christian Döring "leseratte" - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 50 REZENSENT)   
Mit Physik hab ich eigentlich nicht viel am Hut, deshalb hab ich bei diesem Buch zu Beginn ein wenig gezögert, aber dann waren die 550 Textseiten in einem Zug durchgelesen. Der japanische Physiker Michio Kaku beschreibt den Alltag in 100 Jahren. Dazu hat er viele Wisenschaftler befragt um nicht in planlosem Gewirr und Wunschdenken zu enden.

Zuvor erklärt er genau in wessen Tradition er sich sieht. Bereits Leonardo da Vinci und Jules Verne haben Wissenschaftler ihrer Zeit befragt und konnten dann ihrer Zeit weit vorraus Entwicklungen beschreiben. Oft genug wurden sie als Spinner abgetan oder belächelt, aber fast all ihre Vorhersagen existieren längst. "Mit frappierender Präzision beschrieb Verne das Leben ... " und so entwirft jetzt der japanische Autor ein Bild von einem Lebensalltag in 100 Jahren.

Eingehend und höchst spannend, auch für jeden verständlich, beschreibt er die Zukunft des Computers - der Künstlichen Intelligenz - der Medizin - Nanotechnologie - der Energie - der Raumfahrt - Zukunft des Wohlstandes - Zukunft der Menschheit.

Es hört sich schon ziemlich faszinierend an, wenn ich da lese, dass Computer lautlos meine Gedanken lesen können, ja sogar meine Wünsche erfüllen. Ich werde Objekte allein durch meine Gedanken bewegen können, völlig neue Lebensformen werden kreiert. Das Wort Krebstumor wird aus dem Wortschatz gestrichen sein, weil lange vor Bildung eines Tumors der Krebs bereits wirksam bekämpft werden kann. Wenn ich Nachwuchs plane überlege ich zuvor welche Gene das Kind bekommen soll . . . All das hört sich faszinierend an und ich habe eigentlich auch keine Zweifel mehr daran, dass dies alles irgendwann einmal möglich sein wird, aber ob ich dann in so einer Zeit leben möchte? Gut, dass sich diese Frage nicht wirklich stellt!

Zwei Sachen sind mir beim Lesen einmal mehr sehr deutlich geworden. Zum einen wie rasant die Wissenschaft unseren Alltag verändert und wie hoch die Verantwortung der Wissenschaftler für das Fortbestehen der Menschheit ist. Vielleicht ist es doch nicht sinnvoll alles zu entwickeln was technisch möglich ist ...

Michio Kaku hat seinen Jules Verne Test sehr gut bestanden!
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22 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ich hoffe, dass Michio Kaku mit seiner überwiegend positiven Sicht der Zukunft Recht behält..., 6. November 2012
Von 
Retro Kinski - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Michio Kaku ist für mich mit Brian Greene der beste, produktivste, aber auch der am besten lesbare und verständlichste Autor populärwissenschaftlicher Bücher im Bereich theoretische Physik und Astronomie. Aber sein Einflussbereich und Wissen reicht weit über diese Themen hinaus wie man auch an der Themenvielfalt des vorliegenden Buches feststellen kann. Kaum ein anderer versteht es so gut, komplexe Zusammenhänge in einfachen Worten darzustellen ohne auf sachlichen Tiefgang zu verzichten. Zu bemängeln gibt es auch etwas auch wenn dies nicht entscheidend für die gute Bewertung ist. Oft erfährt man insbesondere am Anfang nichts neues und wer die Augen stets offen hält kennt vieles was Kaku dort anspricht schon zu genüge, seien es die Roboterhunde oder diverse andere Erfindungen. Zudem ist der Stil oft leicht chaotisch und ich hätte mir etwas mehr Struktur gewünscht und manchmal erwischt man sich dabei etwas von Absatz zu Absatz zu springen da Kaku leicht abdriftet und in Prosa verfällt.

In DIE PHYSIK DER ZUKUNFT hat er sich aber nicht nur auf seiner Expertise verlassen, sondern auch 300 andere Forscher nach ihren Erkenntnissen über das Leben in den nächsten 100 Jahren befragt und in dem vorliegenden Buch verarbeitet. Darunter finden sich Koryphäen und Preisträger wie Murray Gell-Mann, Freeman Dyson, J.R. Gott III, S.J. Gould, Brian Greene, Alan Guth, Douglas Hofstaedter, Seth Lloyd, Lisa Randall, Sir Martin Rees, Carl Sagan uvm. von denen der Leser dieser Zeilen sicher das ein oder andere Werk zu Hause hat.

Wer Michio Kaku in den Interviews oder seinen Dokumentation sieht weiß, wie positiv und inspirierend er dort wirkt. Demgemäß ist sein Ausblick fast rundum positiv: Roboter werden uns schwere und repetitive Arbeit abnehmen und die diversen Geräte um uns herum werden sich in Bezug auf die Bedienung nach uns richten und nicht umgekehrt. Medizinische Nanobots sorgen sich ständig um unser kurz- und langfristiges Wohlempfinden. Reisen, Kommunikation, die Einwirkung der Umwelt auf uns und andere soziale Errungenschaften werden durch Technik und Fortschritt deutlich einfacher werden.

Dadurch hat der Mensch mehr freie Zeit um weiterhin noch persönlich mit anderen Menschen zu kommunizieren und sich zu treffen. Das unterlässt er nämlich nicht. Nicht alles wirklich neue Erkenntnisse, aber ich habe sie selten so amüsant und fundiert und in kompakter Form vorgefunden. Die Grundtendenz ist bei Kaku fast immer positiv geprägt und ich vermisse das ein oder andere alternative Szenario der fortschreitenden Polarisierung der Menschheit in arm und reich - was sich ja heute schon andeutet – und die daraus entstehenden sozialen Konflikte, Verteilungskämpfe und eben auch der Zugang zu den von ihm beschriebenen guten neuen Technologien.

Schön wäre es auch, wenn sein Ausblick auch die kulturwissenschaftlichen Bereiche beinhaltet hätte. Aber da gibt es andere Spezialisten und ich kann für bestimmte Aspekte z.B. Georg Seeßlen und seine diverse Werke empfehlen. Man bedauert regelrecht den Umstand wenn man das Buch durchgelesen hat da es unglaublich Spaß macht und geistig anregt seinen Worten zu folgen. Die rund 550 reinen Textseiten mit nur vereinzelten Bildern gliedern sich in 10 circa gleichgewichtige Kapitel

Einleitung – die nächsten 100 Jahre
Die Zukunft des Computers
Die Zukunft der künstlichen Intelligenz
Die Zukunft der Medizin
Nanotechnologie
Die Zukunft der Energie
Die Zukunft der Raumfahrt
Die Zukunft des Wohlstands
Die Zukunft der Menschheit
Ein Tag im Jahr 2100

4,5/5 Sternen
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Rosarote Kontaktlinsen?!, 13. Dezember 2013
Von 
Leonidas - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Das umfangreiche Buch von Michio Kaku ist wirklich sehr unterhaltsam und aufschlußreich, denn im Gegensatz zu den Ideen vieler Science-Fiction-Autoren basieren seine Annahmen auf schlüssigen und nachvollziehbaren Annahmen. Der Mann ist eben Wissenschaftler und kein Fabulant.
So gliedert sich das Buch in verschiedene Bereiche und es ergibt sich ein wunderschön detailliertes Gesamtbild der Zukunft, wie der Autor sie sich vorstellt.

Einen Punkt muss ich aber auch negativ anbringen, denn Michio Kaku ist in meinen Augen etwas zu sehr fortschrittsgläubig. Die Auswirkungen der Wissenschaft und Technik in der Zukunft werden allesamt positiv geschildert. Man hat zweitweise den Eindruck, man lese eine Propagandaschrift für die Schöne Neue Welt.
Er hätte durchaus auch auf die Risiken der entsprechenden Techniken eingehen müssen. Er hat recht, wenn er sagt, dass die ganzen Weltuntergangs-Szenarien Blödsinn waren. Aber man muss auch anerkennen, dass alles, was bis dato möglich war/ist, auch angewendet wurde (siehe Atombomben-Abwurf, NSA-Abhörskandal, InVitro-Fertilisation, Gen-Sequenzierung ...). Das bedeutet, dass auch die negativen Auswirkungen in der ein oder anderen Ausprägung, sei es durch mutwilligen Missbrauch oder durch (tragische) Unfälle zum Tragen kommen werden!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Welch ein famoser und visionärer Meilenstein in der Evolution des unterhaltsamen Sachbuchs., 3. Oktober 2014
Rezension bezieht sich auf: Die Physik der Zukunft: Unser Leben in 100 Jahren (Taschenbuch)
Wie schwer es mitunter sein muss, dem Wissenschaftsgenre Leben einzuhauchen, lässt sich an der Erinnerung an die Resonanz auf Schulbücher ermessen, welche mit Glück als durchwachsen bezeichnet werden kann. In manchen Bereichen würde sich mehr Konkurrenz und freier Wettbewerb eben doch auszahlen und als Beispiel für die Perlen, die Sachbuchautoren gelingen können, kann diese auf Lesbarkeit für Laien und Unterhaltungswert getrimmte Sammlung zukünftiger Technologien gelten.

Wie der Autor schon in vorangegangenen Werken eine Unterteilung in mögliche, unwahrscheinliche und unmögliche Technologien vorgenommen hat, wobei die Thematik im rein theoretisch möglichen, aber noch unerprobten und unbestätigten Terrain angesiedelt war, so unterteilt er in diesem seinem aktuellen Buch das 21 Jahrhundert in 3 Zeiträume und zeigt anhand ausgewählter Themenblöcke die zukünftige Entwicklung im Zeitraffer. Der, besonders in Kategorie 3 gegen Ende des Jahrhundert mitunter schwer zu glaubende, Kniff an der Sache ist, dass sämtliche Technologien, Maschinen, Materialien und Verfahren bereits erprobt wurden und ihre Realisierung möglich ist. Natürlich sind die Zeiträume bis zur Verwirklichung Schätzungen, nur entspricht kein Gedanke des Buches bloßer Vermutung oder Science-Fiction, sondern fußt auf überprüfbaren Fakten, für deren Zusammentragung Kaku etliche Wissenschaftler interviewt, deren Laboratorien besichtigt und zu einem komprimierten Kompendium zusammengepresst hat. Besonders die übersichtliche Struktur und angenehm verständliche Sprache lassen einen die beträchtliche Seitenanzahl im Nu visuell durchwandern.

Gerade für Freunde von Futurismus und allen damit zusammenhängenden Genres finden sich Berge an Ideen und Fantasiegebilden, deren Realisierbarkeit der Imagination in keiner Weise schadet, sondern sie im Gegenteil durch die Vorstellung zusätzlich beflügelt, dass wenn in so verhältnismäßig naher Zukunft unmöglich gedachte Errungenschaften möglich sein werden, der Entwicklungsschub in Jahrhunderten noch umso erstaunlicher wird anmuten müssen. Erstaunlich ist auch, wie viele Gründerväter der Science Fiction die Entwicklung bis ins Detail richtig prognostiziert haben und wie viele aktuelle Genrevertreter aufgrund der galoppierenden Forschung Gefahr laufen, unbeabsichtigt ins normale Romangenre zu rutschen, da ihre gerade noch visionären Ideen über Nacht plötzlich Alltag werden. Die grandiose Fähigkeit Kakus, all die als langweilig und staubtrocken gebrandmarkten Naturwissenschaften so lebendig und spannend zu gestalten, sollte Autoren sämtlicher Sachliteratur ein Leitbild und, besonders wenn sie für den Bildungssektor schreiben, Mahnmal sein, da Verständlichkeit und Unterhaltungswert gerade in diesem Bereich leider häufig auf der Strecke bleiben. Womit die einzige undurchführbare Utopie wohl ist, dass international erfolgreiche und wohlhabende Autoren beginnen den antiquierten Schulstoff umzugestalten oder unterbezahlte Schulbuchautoren über Nacht von der Muse geküsst werden und zu blendenden Erzählern mutieren. Beides wird leider nie geschehen, obwohl es angesichts von Bildungsmiseren und einem auf 250 jährigen, kaum erneuerten Fundamenten ruhenden Lernstoff so wichtig wäre, die Begeisterung für Wissenserwerb dort zu säen, wo man ihn eigentlich vermuten würde. In der Schule.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Auf in die nächsten 100 Jahre, 30. April 2013
Michio Kaku fasst in diesem Buch wieder ein Thema an, an das sich kaum ein anderer Wissenschaftler von seinem internationalen Format herantrauen würde.
Aber er hat dazu eine sehr große Zahl von Fachleuten aus allen Bereichen befragt, und er hat die zugehörige und weiterführende Fachliteratur herangezogen (im Buch-Anhang aufgelistet).
In acht Kapiteln beleuchtet er jeweils die Zukunft der Computer, der Künstlichen Intelligenz, der Medizin, der Nanotechnologie, der Energie, der Raumfahrt, des Wohlstands und der Menschheit. Ein neuntes Kapitel beschreibt einen fiktiven Tag im Jahr 2100.
In gewohnt leicht verständlicher Weise wie in seinen anderen Fachbüchern beschreibt und erklärt M. Kaku den heutigen Stand dieser Bereiche, und basierend auf den vielen Fachgesprächen prognostiziert er den Fortgang der Entwicklung in jeweils 3 Abschnitten:
Die nahe Zukunft (Gegenwart - 2030).
Mitte des Jahrhunderts (2030 - 2070).
Die ferne Zukunft.(2070 - 2100).
Für den wissenschaftlichen Laien werden viele fundamentale Physik-Gesetze so nebenbei erläutert, was durchaus zu einem Aha-Erlebnis, zum ach so ist das also führen kann.

Ein umfangreiches Register ist auch als Nachschlagewerk zu gebrauchen, da findet man neben den vielen erwarteten Fachbegriffen wie Kernfusion, Mikrochip, Urknall etc. durchaus auch Hinweise auf z.B. islamische Terroristen, Kalorienreduktion, Reptiliengehirn oder Lügendetektor, also Schlagworte, die nach dem Buchtitel nicht unbedingt zu erwarten sind.

Es wäre für alle, die das noch erleben, interessant, zumindest schon mal im Jahr 2030 die Voraussagen für diese nahe Zukunft zu überprüfen. Das ließe ggf. Rückschlüsse zu auf die Treffsicherheit der noch weiter in der Zukunft liegenden Prognosen.
Denn was an zukünftiger Technologie noch gar nicht erfunden ist, kann in diesem Buch auch nicht fortentwickelt werden. Man denke nur mal ca. 40 Jahre zurück: Um 1970 dachte doch kaum ein Mensch an Internet, E-Mails, Mobiltelefone, Facebook, MRT, Flachbildschirme, Digitalfotografie, Nanotechnologie, Gentechnik, nachgewiesenes Wasser auf Mond und Mars usw. Das alles wird im Buch beschrieben, aber es ist ja auch jetzt bekannt und Stand der Technik. Unbekanntes kann eben auch nicht beschrieben werden, es wird aber kommen und damit vielleicht so manche Prognose im vorliegenden Buch klein oder falsch aussehen lassen.
Ob wir in 50 oder 100 Jahren wirklich denkende und sprechende Wände haben, ob unser Handtuch uns warnt, wenn wir uns zu fest abrubbeln, ob die Autos (wenn es sie noch gibt) führerlos so interessant sind... -- da kann man auch seine Zweifel haben.
Vielleicht sind viele der im Buch beschriebenen Zukunftsvisionen tatsächlich realistisch für eine kleine Oberschicht, aber für die bis dahin vielleicht 8 - 10 Milliarden Menschen auf allen Kontinenten ist das schwer vorstellbar.

Zum Schluss noch ein Aspekt der Zukunft, der kaum beleuchtet wurde: Zwar ist sich M. Kaku sehr sicher und schreibt dies auch, daß es wohl andere intelligente Zivilisationen im Weltall gibt (siehe u.a. die Kardaschew-Skala). Dass die aber im kommenden Jahrhundert herkommen könnten und, sofern friedlich gesinnt, uns für reif erachten, durch einen schier unendlichen Wissens- und Technologie-Schub uns auf eine ganz neue Stufe zu heben, wird vom Verfasser nicht betrachtet.
Denn die Lichtgeschwindigkeit als Hindernis, das heute noch Reisen von Sternsystem zu Sternsystem begrenzt, die Relativitätstheorie (Längen- und Zeitdilatation etc.), Schwerelosigkeit im Weltraum etc. müssen für eine Zivilisation, die uns 1000 oder 1 Mio Jahre voraus ist, kein Hindernis mehr sein. Und dann sähe die Physik der Zukunft plötzlich ganz anders aus.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine unverzichtbare Pflichtlektüre, 14. September 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Wer sich mit der Zukunft beschäftigt, wird an diesem wichtigen und besonders lesenswerten Buch seine Freude haben. Jenseits von Science Fiction beschreibt der Physiker und Autor Michio Kaku sachlich und nüchtern, dabei sehr verständlich und höchst interessant mögliche "Zukünfte", die sich aus dem Stand der heutigen Forschung ableiten lassen. Er gewährt dem Leser/der Leserin einen breiten und zugleich verständlichen Einblick in die "Werkstätten" der Forschung und Wissenschaft, regt dabei die Auseinandersetzung mit wichtigen Fragen und Aspekten an, die sich auf dem Weg in die Zukunft ergeben. Dabei wird klar, dass wir Zeitzeugen der Entstehung einer neuen Zivilisation sind, die vielfältige neue Anforderungen an uns stellen wird. Er verspricht dem Leser weder das Paradies noch reiht er sich in die lange Schlange der Schwarzmaler und Berufspessimisten ein. Die Lektüre des Buches macht Mut und weckt Hoffnungen.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Technologie der Zukunft, 21. Februar 2014
Von 
Benjamin Klein "bvonklein" (Gevelsberg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Michio Kaku weiß, wie man komplexen Stoff an Laien vermittelt, ohne dass diesen sofort alle Synapsen durchschmoren. Wären Schulbücher in diesem flockigen Stil geschrieben, käme vielleicht auch mal ein Schüler darauf, ohne Zwang hineinzuschauen.

Für alle die sich für die Zukunft interessieren und die abenteuerlichen Technologien die uns erwarten könnten, einmal genauer betrachten möchten, ist diese Buch ideal. Es behandelt alle relevanten Themen, von virtueller Realität über Nanotechnologie, künstliche Intelligenz, Robotik in allen Variationen bis zur Gentechnik wird so ziemlich alles detailliert erklärt. Kaku spekuliert nicht wie einige Science Fiction Autoren, sondern stützt sich auf Erfindungen und Forschungen, die bereits jetzt existieren und die er zum Teil schon selbst testen durfte.

Fast jedes Thema ist recht clever in nähere Zukunft, Mitte des Jahrhunderts und Ende des Jahrhunderts gegliedert, so dass man einen guten Einblick bekommt, wo die Forschungen grade stehen und was die größten Herausforderungen und Probleme sind. Das Buch liest sich locker runter und auch ohne Vorwissen ist man selten von den wissenschaftlichen Erklärungen überfordert. Mir hat es noch besser gefallen als das ebenfalls großartige Die Physik des Unmöglichen.

Man kann nur hoffen, dass die optimistische Sicht auf die Zukunft welche der Autor vermittelt, zutreffend ist und die raffgierigen und egoistischen Menschen nicht vorher den Planeten und sich selbst vernichten.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Schlechte Übersetzung und irreführender Buchtitel, 4. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Die Physik der Zukunft: Unser Leben in 100 Jahren (Taschenbuch)
Die Übersetzerin Monika Niehaus hat sich bei ihrer Arbeit an dem Buch wenig Mühe gegeben. Sie benutzt in der Fachsprache unübliche Begriffe (Vererden, Vererdung statt Terraforming), verfremdet Eigennamen (Star Trek: TOS wird zur "ursprünglichen Star-Trek-Serie"), baut reihenweise Rechtschreibfehler ein und erkennt nicht, wenn ihr Rechtschreibprogramm ein eigentlich richtiges Wort verschlimmbessert (DANN-Sequenz statt DNA-Sequenz). Einem sorgfältigen Lektorat hätte das alles auffallen müssen.

Des Weiteren führt der Titel "Die Physik der Zukunft" in die Irre. In dem Buch geht es hauptsächlich um ingenieurbezogene oder medizinische Anwendungen, aber kaum um Physik. Wenn ich ein Buch über die Physik der Zukunft aufschlage, möchte ich etwas über GUT-Hypothesen und TOE-Kandidaten lesen, will Stringtheorie mit Schleifenquantengravitation verglichen sehen, will etwas über verborgene Dimensionen lesen. Hin und wieder wird das im Buch angerissen, aber der Großteil des Buches behandelt Anwendungen von bereits vorhandener Physik, von Physik der Gegenwart. Natürlich kann Kaku nicht in die Zukunft blicken und künftige Theorien vorweg nehmen; hinter dem Buchtitel hätte ich aber wenigstens seinen best guess erwartet, womit sich die Physiker (und nicht die Schrauberlinge) der Zukunft beschäftigen werden.
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Kein papierloses Büro, aber alte Psycho-Muster, 28. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Physik der Zukunft: Unser Leben in 100 Jahren (Taschenbuch)
Es gibt wenig, was ich nicht interessant finde. Warum also nicht mal ein futorologisches Buch lesen "Die Physik der Zukunft - Unser Leben in 100 Jahren". Der Quantenphysiker Michio Kaku hat 300 Wissenschaftler gefragt:
Wie werden wir leben - in 20, 60, 100 Jahren?

Schneller als die meisten heute denken, wird es u.a. in den Bereichen Computer-Technologie, Medizin, Energie und Raumfahrt zu enormen Veränderungen kommen. Wow! (nicht sarkastisch gemeint)

"Roboter werden uns die Alltagsarbeit abnehmen. Küchengeräte und andere Maschinen steuern wir mit der Kraft unserer Gedanken. Medizinische Nanobots werden aufmerksam durch unsere Blut- und Nervenbahnen eilen und sogar Krebs heilen. Zu lästigen Meetings schicken wir unser Hologramm (...). Trotzdem werden wir weiter reisen, uns treffen, Sport treiben und in die Kneipe gehen, weil Menschen nun mal so sind.", steht im Einführungstext des Verlags.

Mmh - ich habe das 580-Seiten-Taschenbuch noch nicht komplett durchgelesen, möchte mich aber hier damit beschäftigen, warum ich diesen Blick in die Zukunft doch nicht so interessant finde. Mir fehlt nämlich etwas Entscheidendes.

Und das sind nicht Beweise. Das wird schon seriöse Zukunftsforschung sein, die der Physiker da betreibt. Einige der Neuerungen werden ganz sicher schon heute in Wissenschaft und Industrie vorbereitet.

Was mir fehlt sind Annäherungen an die Frage: Wie werden die Menschen der Zukunft denken, wie werden wir uns fühlen und verhalten? Ein paar Antworten gibt der Autor dazu - die fand ich aber nicht überzeugend oder gar inspirierend.

Einige Vorhersagen in dieser Richtung könnten zutreffen - oder auch nicht.

Zum Beispiel: Obwohl es technisch möglich ist, hat sich das papierlose Büro nicht durchgesetzt. Das wird mit dem "Höhlenmenschenprinzip" erklärt:

"Wann immer es zu einem Konflikt zwischen der modernen Technik und den Begierden unserer primitiven Vorfahren kommt, dann gewinnen diese primitiven Begierden - und zwar jedes Mal. Das ist das Höhlenmenschenprinzip. So verlangte der Höhenmensch beispielsweise stets einen 'Beweis für den Jagderfolg'. Es reichte nicht aus, mit der fetten Beute zu prahlen, die man beinahe erwischt hätte. Die frisch getötete Beute in der Hand war stets mehr wert als Geschichten über Beute, die entkommen war. Darum möchten wir einen Ausdruck, wann imer wir es mit elektronischen Daten zu tun haben. Instinktiv misstrauen wir den Elektronen, die in unserem Computerbildschirm hin- und herflitzen, und drucken unsere E-Mails und Berichte auch dan aus, wenn dies nicht nötig ist. Darum konnte sich das papierlose Büro nie durchsetzen." (S. 28 f.)

"Wann immer es zu einem Konflikt zwischen der modernen Technik und den Begierden unserer primitiven Vorfahren kommt, dann gewinnen diese primitiven Begierden - und zwar jedes Mal."

Das heißt ja dann wohl, dass es das papierlose Büro auch in 100 Jahren nicht geben wird.

Dieses Höhlenmenschenprinzip oder einfach Annahmen über die individuelle und kollektive Psyche der Menschen wird dann immer herangezogen, wenn es um die Frage geht, wie sich technische Entwicklungen auf die Gesellschaft auswirken.

Zum Beispiel: Wie leben wir, wenn Replikator-Technik jeglichen Mangel (an Gütern und Nahrungsmitteln) ausgeschaltet hat? Einige Menschen werden sich dann auf die faule Haut legen, andere Menschen werden sich dann Gedichte schreiben oder malen - so die - verkürzt dargestellte - Zukunftsschau.

Diese Fragen zur gesellschaftlichen und individuellen Entwicklungen sind mir im Buch zu kurz abgehandelt. Kann man von einem Physiker vielleicht nicht erwarten, aber etwas mehr Bewusstsein für die eigenen blinden Flecken wünsch' ich mir von einem Wissenschaftler doch.

Im letzten Kapitel wird ein "Tag im Jahr 2100" beschrieben. Da wacht ein Mann verkatert nach einer durchzechten Silvesternacht auf, weil er vom Wandbildschirm ins Büro zitiert wird. Im sich selbst steuernden Magnetauto gleitet er dahin und schaut auf der Armbanduhr (die gibt's dann wieder :-)) eine Videobotschaft an. Die Schwester lädt zur Party ein und will den Bruder dort mit einer netten Frau verkuppeln. Oje, denkt er sich. Im Büro angekommen sieht er auf seinen Kontaktlinsen Informationen über die Leute im Konferenzraum. Hohe Tiere sitzen da, der Chef begrüßt alle mit "Gentleman" und später nimmt der engagierte Mitarbeiter all seinen Mut zusammen und sagt etwas Kritisches zum Chef. Und so geht's weiter ...

Das ist unsere Zukunft?

Althergebrachte Hierarchien, Gentleman, durchzechte Nächte, Schwestern, die sich in unser Leben einmischen wollen - basiert das alles auf dem Höhenmenschenprinzip?

Unser Bewusstsein hat sich gar nicht verändert? Es sind einfach nur neue technische Errungenschaften dazu gekommen?

Finde ich langweilig.
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15 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Unglaublich, aber wahrscheinlich, 27. September 2012
Ein unglaubliches Werk! Wer seinen Jules Verne und Vergleichbares gelesen hat, wer Futurologie liebt und sich dem Fortschritt nicht verschließt, wird trotzdem überrascht. Michio Kaku ist kein Fantast, obwohl er Fantastisches beschreibt. Der große Unterschied zu fantasievollen Visionen, er stützt sich immer auf die staubtrockene Physik, eine Wissenschaft, an der man kaum herumdeuteln kann. Mit seinem eigenen unglaublichen Wissen, ergänzt durch die Forschungsergebnisse weltbekannter Wissenschaftler, beschreibt er unsere Gegenwart und interpoliert sie in die Zukunft. Man mag es kaum glauben, was heute schon Realität ist.

Der Verfasser versucht theoretische Physik zu erklären und wenn man dann aufgrund eigener intellektueller Schwächen entmutigt aufgeben will, bringt er treffende Beispiele aus der "Küchenphysik", die wieder Klarheit schaffen.

Man kann das Buch zwar interssiert lesen, sollte es aber besser stückweise durcharbeiten. Der Gewinn ist überaus hoch. Schon die nahe Zukunft erschreckt, geschweige denn das Bild der Welt in ein paar Jahrzehnten. Doch gibt es auch immer wieder fundierten Trost. Bisher hat sich unsere kleine Welt immer wieder weitergedreht. Das wird sie wohl auch für uns als Menschen mit der körperlichen und geistigen (!) Ausstattung des Höhlenbewohners tun. Die heutigen schlimmen Krankheiten, wie etwa Krebs, werden ja bald besiegt sein - wie gern glaubt man das!

Die Ausstattung des Buches mit einigen schwarz/weiß Fotos ist bescheiden, doch der relativ leicht lesbare Inhalt rechtfertigt alles!
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Die Physik der Zukunft: Unser Leben in 100 Jahren
Die Physik der Zukunft: Unser Leben in 100 Jahren von Michio Kaku (Taschenbuch - 2. Dezember 2013)
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