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Kundenrezensionen

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am 3. November 2008
Gauß, Carl Friedrich, 1777 - 1855, Mathematiker, Astronom und Physiker.
Wer war dieser Mensch eigentlich, der sich den ganzen lieben langen Tag mit komplexer Zahlentheorie und nichteuklidischer Geometrie beschäftigte? Der zusammen mit einem Kollegen den ersten elektrischen Telegraphen konstruierte? Der als Eigenbrötler und lebensferner Kauz verschrieen war? Das herauszufinden hat sich Hubert Mania zur Aufgabe gemacht - und es ist ihm mit Bravour gelungen.

Mania legt eine Gauß-Biographie vor, die vor allem durch ihr Facettenreichtum besticht, denn der Autor handelt nicht nur die Lebensdaten seines Protagonisten ab, er füllt die Zeit zwischen diesen Ereignissen mit spannenden Schilderungen des Alltags vor 200 Jahren, und zeichnet zugleich ein lebendiges Bild aus der napoleonischen Besatzungszeit, zitiert aus Briefen, Zeitungen und Dokumenten, und lässt so quasi Zeitzeugen zu Worte kommen.

Kurioses und faktisches aus der Epoche berichtet Mania in dem flüssigen Stil, den man bereits in seinem belletristischen Werk "Scintilla Seelenfunke" findet: Nachdem Gauß mit seiner Familie von Braunschweig nach Göttingen übersiedelte, muß im neuen Wohnort "Visite gefahren" werden. "Der Herr Professor und seine Frau mieten sich eine Kutsche, fahren bei 50 bis 60 Familien vor, lassen sich durch einen mitfahrenden Botenjungen ihre Visitenkarte abgeben und müssen währenddessen vornehm im Wagen sitzen bleiben und weiterfahren, bevor sich die Gelegenheit ergeben könnte, dass jemand ihnen tatsächlich persönlich die Hände schütteln wollte. So ist es Brauch. Johannas Kommentar: "Oh der lächerlichen Menschen!"

Der Autor erzählt lebendig von Familie, Politik, Uni-Alltag, Zeitgeist und astronomischen und mathematischen Forschungen und Entdeckungen. Und da wird es für den fachlich nicht bewanderten Leser schwierig, den abstrakten gauß'schen Gedanken zu folgen. Aber diese Textstellen, für den geschichtsinteressierten Mathe-Profi ein Genuss, sind nicht überlang geraten und so gestaltet, dass sie auch für den Laien gut lesbar sind - was den professionellen Umgang des Autors mit der Fülle des Stoffes nur unterstreicht.

Hubert Mania zeichnet mit treffenden Worten ein persönliches, ganzheitliches und buntes Bild der Person Carl Friedrich Gauß und seiner Zeit, während Kehlmann in "Die Vermessung der Welt" dies nur skizzieren konnte.
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am 7. März 2008
Nachdem ich die Rezension von Burkhard Müller in der Süddeutschen gelesen habe, die Manias Biografie mit der Schlagzeile „Mania schlägt den historischen Roman von Daniel Kehlmann“ übertitelt war ich sehr gespannt. Die Biografie ist in der Tat eine Klasse für sich. Der Autor verfügt über ein tolles Sprachgefühl. Ich konnte die Biografie nicht mehr aus der Hand nehmen. Es ist ein Buch, über den Menschen Gauß und seine Beziehungen zu anderen ihm wichtigen Menschen. Die Biografie ist verständlich geschrieben und belastet den Leser nicht mit Formeln. Vor allem die Beziehung zu seiner ersten Frau und großen Liebe ist mit wunderbaren einfühlsamen Zitaten unterlegt. Ich kann dieses Buch nur jedem empfehlen, der an dem Menschen Gauß interessiert ist. Es ist ein tolles Buch und ich gratuliere dem Autor für diese Leistung.
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am 11. April 2009
Eins vorweg: Kehlmanns Buch habe ich nicht gelesen, und kann auch nicht die in der Buchbeschreibung getätigte Behauptung nachvollziehen, der Romancier hätte "Gauß wiederentdeckt" (dennoch: gut, dass er Gauß einem breiteren Publikum bekannt machte).

Gauß ist und bleibt, Kehlmann hin oder her, eine der Lichtgestalten unserer Zivilisation - seine Leistung hat viele weitere Erkenntnisse erst möglich gemacht. Vielleicht hätte sich die Mathematik (und die davon lebenden Disziplinen) auch ohne Gauß entwickelt, aber wesentlich langsamer, wenn überhaupt.

Die mühseligen und zeitraubenden Triangulationen sind im Bild seines Gesamtwerkes eher als lästige Beschäftigung anzusehen, schätzte er doch nichts mehr, als die Ruhe des Gemüts, die sichere Zurückgezogenheit, in der große Gedanken erst entstehen können.

Dass der (im Lichte seiner Entdeckungen als geradezu unheimlich genial erscheinende) Jahrtausend-Mathematiker nun auch als Mensch auf überzeugende Art portraitiert wurde, ist das Verdienst des Autors. H. Mania hat nicht nur vermocht, die mathematischen Aspekte mit wenigen Federstrichen zu skizzieren, sondern auch den Zeitgeist heraufzubeschwören.

Der Sohn einfacher Menschen, früh mathematisch schöpferisch, durch adlige Förderung zur Entfaltung gebracht, all dies in einer Zeit, in der Vieles sehr schnell schief gehen konnte (die falsche Krankheit, ein verirrter Schuss, höchstens Frühform der "Menschenrechte") - diese sind nur wenige Züge des seltenen Kulturereignisses, als das man Gauß bezeichnen könnte.

Ein sehr gutes Buch, welches zur schulischen Pflichtlektüre gemacht werden sollte (nota bene: in der Schule sollten mehr Bücher dieser Art gelesen werden, und weniger von dem nebulös-humanistischen Romantikgequatsche, das heutzutage obsolet ist, und nur das Denkvermögen beschädigt).
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am 21. Juni 2009
Über Gauß gab es bisher nur wenig zu lesen, daher Dank an den Autor für die gründliche Recherche! Angenehm im Sprachstil, keine übertriebene "Lobhudelei" und versehen mit genügend historischem Hintergrund, ist ihm ein lesenswertes Werk gelungen.

Der Rowohlt-Verlag hat es gut gebunden.
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am 21. Februar 2011
Es macht Spaß, diese Biographie zu lesen. Stilistisch schön geschrieben. Sie beinhaltet viele interessante Informationen über das Leben und das historische Umfeld des großen Genies. Der Naturwissenschaftler unter den Lesern wird vielleicht mehr Details zu den mathematischen Errungenschaften vermissen, dennoch wird auch er seine Freude an dieser Lektüre haben. Sehr empfehlenswertes Buch.
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am 18. März 2012
würdige Biographie. Gauß hätte bestimmt seine helle Freude gehabt, hätte er es denn lesen können. Unterhaltsam, lehrreich und mit feinem Humor, so sollen Biographien sein. Und alle paar Absätze richtige Brüller. Werde das irgendwann bestimmt nochmal lesen. Alle Sterne, volle Empfehlung.
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am 28. April 2011
Es ist eine wahre Freude, diese Biografie zu lesen. Die zahlreichen Quellenangaben weisen auf eine exakte Recherche hin. Die ergänzenden Hinweise zum Text sind äußerst interessant.

Alles in Allen: Dies Buch ist ein Genuss für Gaußkenner und -liebhaber!
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VINE-PRODUKTTESTERam 19. April 2015
Da Mathematik sozusagen mein Hobby ist ( ich bin theoretischer Ingenieur, abrbeite als Verkäufer ) ist der Name Gauss mir natürlich wohlbekannt, und ich wollte einmal "den Menschen Gauss" kennenlernen. Ich meine, dieses "Kennenlernen" gelingt mit diesem Buch recht gut.
Auch die Sprache des Authors ist sehr flüssig und angenehm, das Buch ist einfach leicht zu lesen!
Der Grund für nur vier Sterne: Irgend etwas "fehlt" dieser Biographie, wenn ich sie mit Biographien von Authoren wie z.B. Christian Graf von Krokov vergleiche. Irgendwie hatte ich den Eindruck, das Umfeld, die Zeit in der Gauss lebte, wurde nicht so packend dargestellt wie bei anderen Biographen....
Dennoch: Ein ABSOLUT lesenswertes Buch!
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am 3. Januar 2012
Der Autor hat neben anderer Literatur riesige Briefsammlungen ausgewertet, nicht nur die Korrespondenz von Gauß mit seinen wissenschaftlichen und persönlichen Freunden, sonderen auch deren Briefwechsel untereinander fließt hier und da mit ein in das umfangreiche Quellenmaterial.

Sogar Bibliotheksleihkarten nach dem Namen in der Schreibweise "Goes" wurden durchsucht und ausgewertet, eine Fleißarbeit sondersgleichen.

Und auf dieser soliden Grundlage ist dem Autor ein stilistisch und fachlich-inhaltlich sehr gutes Buch gelungen, nicht zu romanhaft verklärt, aber leicht zu lesen, allgemein gut verständlich und wenn man mathematische Passagen nicht ganz versteht, dann ist das auch nicht schlimm.

Ein Buch, unbedingt zum weiter empfehlen!
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am 15. Juli 2012
ist die Welt wie sie uns durch Menschen wie Carl Friedrich Gauß erschlossen wurde. Ein Wunderkind, ein begabter Mathematiker, ein Pionier, doch vor allem ein Mensch der nie aufgehört hat neugierig zu sein. Hubert Mania lässt die Epoche in der Gauß gelebt, gewirkt und erschaffen hat wieder auferstehen. Man lernt den jungen Gauß kennen, sieht ihn heranwachsen und schließlich die Welt verändern - nicht nur Einmal. Seine Freunde und Weggefährten Humboldt, Weber, Olbers leisten genauso wie er einen unvergesslichen Beitrag zum Verständnis der Welt wie wir sie heute tagtäglich erfahren.
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