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27 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ein Kleinod unter den populär-wissenschaftlichen Büchern, 11. März 2001
Von 
Dirk Schroeter (Potsdam) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Eigentlich war ich auf eine reißerische Aufarbeitung über unsere "Untermieter" aus bzw. vorbereitet. Die 200 Seiten entpuppten sich als sehr gut recherchierte, unterhaltsame und ernstzunehmende Lektüre. In einem Zug lesenswert. Man hat das Gefühl, viele Milliarden Bakterien-, Viren-, Wanzen- und sonstwas-für-Augen beobachten den Leser während der Lektüre und hoffen, dass er beginnt sie wahrzunehmen und zu respektieren. Sie sagen dem Leser, Du bist unser Mikrokosmos und Feuchtbiotop, gehe sorgsam damit um. Es sollte allen manischen Reinheitsfanatikern als Pflichtlektüre empfohlen werden.
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14 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Potpourri des Wissens, 24. April 2010
Von 
Peer Sylvester "peerchen" - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Leben auf dem Menschen: Die Geschichte unserer Besiedler (Taschenbuch)
Titel und Thema des Buches wecken natürlich gleich Interesse: Es geht um all die kleinen Lebewesen, die im und auf dem menschlichen Körper leben. Das Gebiet ist dabei recht weit gefasst worden: Neben Bakterien und Mikroben, finden sich auch Kapitel über Blutegel, Vampirfledermäuse und Viren in dem Buch. Wer jetzt feststellt, dass der eigentliche Inhalt des Buches auf unter 200 Seiten platz findet, weiß gleich: Alles wird nur kurz gestreift.

Tatsächlich ist "Leben auf dem Menschen" nicht mehr als eine Sammlung interessanter Wissenshäppchen. Die meisten Unterkapitel fassen lediglich eine Seite. Also: Zack: Zwei Inforamtionen und Zack, nächstes Thema! In die Tiefe geht kaum ein Kapitel, was schade ist. Übrigens beschäftigt sich kein Kapitel mit der "Geschichte" der Besiedler, der Untertitel ist also eher eine Mogelpackung. Zwar wird immer mal wieder auf die Historie Bezug genommen (Etwa, dass Kavaliere früher mal Flohkäfige mit sich führten), aber insgesamt sind die recht spärlich.
Interessant aber die Kapitel, die sich mit dem Stand der Forschung heute beschäftigen. Offenbar könnten sehr viel mehr Krankheiten auf Mikroben zurückzuführen sein, als lange vermutet.

Überhaupt passt ein Adjektiv besonders auf dieses Buch: "Interessant". Man erfährt wahrlich viel interessantes. Aber man bekommt alles eher Häppchenweise als gut aufbereitet serviert. Aufgrund mangelender Alternative und guter Lesbarkeit reicht das aber gerade noch für 4 Sterne.
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12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen sehr informativ und trotzdem nicht trocken, 3. September 2000
Von Ein Kunde
Ich bin bevorzugtes Mückenopfer, und eigentlich fürchte ich mich vor jeglichen Klein- und Kleinstlebewesen. Umso erstaunlicher ist es, dass ich dieses Buch geradezu verschlungen habe. Der Autor verbindet Anekdoten und literarische Zitate (z. B. Kafka, Süskind) mit wissenswerten Informationen und bietet auf diese Weise biologische Fortbildung in unterhaltsamer Form. Sogar mir ist nun klar geworden, wie wichtig "unsere Besiedler" - na ja, viele davon jedenfalls - für uns Menschen sind.
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ungewöhnliche Perspektive ' sehr lesenswert, 4. März 2007
Viele wollen es nicht wahr haben, manche sind schlicht ahnungslos: Wenn wir nicht mit Mikroorganismen besiedelt wären, ginge es uns ganz dreckig - oder es ginge gar nichts.

Der Wissenschaftsjournalist, Wissenschaftsredakteur und Buchautor ("Heillose Medizin"; "Die Krankheitserfinder") gibt uns einen ungewohnten Einblick in das Biotop 'Mensch'. Sein Verdienst ist, Verständnis zu wecken für die Zusammenhänge und die Wechselwirkungen eines großartigen Ökosystems. Deshalb ist das Buch immer noch lesenswert, auch wenn die Erstausgabe bereits im Jahr 2000 erschienen ist und die Forschung im Detail fortschreitet (derzeit ist die 5. Auflage von 2006 im Handel).

Untrennbar mit uns verbunden ist eine unvorstellbare Zahl von Mikroorganismen. Bakterien, die uns während der gesamten Menschwerdung begleitet haben und auf den Mensch optimiert sind, dienen als Schutzschild gegen fremde Bakterien; andere verdauen unsere Speisen. Bakterien sind verantwortlich dafür, wie wir riechen (und wen wir mögen) und dafür, dass Hund Herrchen oder Frauchen wiedererkennt. Dadurch, dass wir dieses unser Ökosystem besser kennenlernen wird auch klarer, warum Infektion nicht das gleiche bedeutet wie Krankheit.

Jörg Blech bespricht Viren, Bakterien, Pilze, Amöben, kleinste Würmer und Milben (keine Angst, ganz winzig: 0,3 mm), Insekten und den Blutegel (den wir in Europa praktisch ausgerottet und gleichzeitig zum nicht zulassungspflichtigen Arzneimittel befördert haben). Wem's zu gruselig wird, darf sich dem Kapitel über die Verkeimungsphobie ("Klassiker unter den Zwangsstörungen") zuwenden. Wen das Gruseln schauerlich ergötzt lese nach, wie ein totes Schwein im Pyjama einen Mord aufklären kann.

Das ein oder andere Detail mag im Laufe der Jahre ergänzt werden müssen (so hofft der Autor im Kapitel über Papillomviren darauf, dass in "naher Zukunft" Impfstoffe gegen Viren entwickelt werden können, die in Menschen Tumoren hervorrufen: Im September 2006 wurde in der Europäischen Union der erste Impfstoff gegen Papillomviren zugelassen). Nicht ganz fair scheint mir der Seitenhieb gegenüber Ärzten zu sein. Jörg Blech impliziert, dass die seit den 90er Jahren zur Verfügung stehenden Antibiotikatherapie gegen Heliobacter pylori (Ursache von Magengeschwüren) deshalb zögerlich angewendet würde, weil sich an "Stammkunden" "trefflich" verdienen ließe. Da mag es noch andere nachvollziehbare Gründe geben. Jörg Blech hatte wohl damals schon für die erwähnten Bücher recherchiert, die in der Tat Missstände aufdecken.

Das Buch ist für Laien geschrieben und stellenweise geradezu spannend. Mancher Ratschlag (nicht zu übertrieben waschen, Zähne putzen) wird einsichtiger. Nachdem ich die Darstellung des Biofilms auf den Zähnen, dieses einzigartigen Netzwerks von etwa zwanzig kooperierenden Bakterienarten, studiert habe, bin ich erst mal Zähneputzen gegangen: Ein bewusster, radikaler Eingriff in mein Biotop. Ganz ohne schlechtes Gewissen.
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22 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen hochinteressant, 26. April 2001
Von Ein Kunde
Ein sehr gutes Buch: spannend und lehrreich zugleich. Manchmal gruselt's einen, wenn man liest, was alles auf unserem Körper wohnt. Aber jeder Mensch sollte dieses Buch lesen (insbesonders diejenigen Eltern, die meinen, ihr Kind dürfe sich nicht schmutzig machen !). Fazit: ein bißchen Dreck hat noch keinem Kind geschadet.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ändert die Einstellung zu Bakterien, 10. April 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Leben auf dem Menschen: Die Geschichte unserer Besiedler (Taschenbuch)
Dank dieses Buches ändert man zwangsläufig seine Einstellung zu Bakterien. Einerseits habe ich begonnen sie als wertvolle Kumpels zu sehen, ohne die ich gar nicht überleben könnte und die mich vor so genannten Besiedlern schützen, andererseits muss ich zugeben, dass ich seit der Lektüre dazu neige, meinem Spülschwamm guten Morgen zu sagen und ihn regelmäßig mit kochendem Wasser überbrühe mit dem Gefühl einen Massenmord zu begehen. Das Buch ist eingängig, leicht zu lesen und gut verständlich. Und wenn ich versuchte meinen Freunden davon zu erzählen, hörte ich oft: ich will es nicht wissen! Schwerer Fehler, dieses Buch bereichert. Lesenswert durch und durch.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen witzig, interessant, spannend, 18. Juli 2000
Von Ein Kunde
neben umfassender kenntnis in biochemie und biologie besitzt der autor jede menge humor, der das lesen immer wieder zu einem besonderen vergnügen macht. allein die tatsache, dass wir gerade mal 1% unserer uns bewohnenden bakterien und viren kennen, laesst auf viele fortsetzungen dieses aussergewoehnlichen buches hoffen! uneingeschraenkt zu empfehlen (es haetten ruhig mehr seiten sein koennen!)
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ökosystem Mensch, 8. Dezember 2000
Dass der Mensch Bestandteil eines großen Ökosystems ist, dürfte sich in den letzten 30 Jahren herum gesprochen haben. Dass es gilt, dieses im Interesse des Überlebens auch des Menschen zu erhalten, dürfte eine weitere Aussage sein, die heute kaum noch jemand bestreiten würde.
Daß allerdings der Mensch mit allen sich in und auf ihm befindlichen Pilzen, Sporen, Bakterien auch ein Ökosystem darstellt, welches verstanden werden sollte, ist eine neue Aussage; zumindest für den, der sich bislang nicht fachlich mit der Materie beschäftigt hat. Jörg Blech gelingt es, dieses in allgemeinverständlicher und manchmal auch unterhaltsamer Form darzustellen.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Igitt, lauter kleine Viecher leben auf uns, 19. September 2010
Von 
Oliver Völckers (Berlin, Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Leben auf dem Menschen: Die Geschichte unserer Besiedler (Taschenbuch)
Jörg Blech hat sich als Journalist im Bereich Biologie einen Namen gemacht, zuletzt mit Gene sind kein Schicksal: Wie wir unsere Erbanlagen und unser Leben steuern können.

Dieses Buch ist ein wenig verstörend, denn was der Autor hier lehrt, haben wir in der Schule meist nicht erfahren. Hätten Sie gedacht, dass praktisch jeder erwachsene Mensch rund tausend Milben, also Spinnentierchen, auf der Haut mit sich herumträgt? In unserem Mund leben Milliarden von Bakterien, auch Amöben und solches Zeugs. Zähneputzen und Waschen helfen nicht dagegen, im Gegenteil, solche Lebewesen auf uns sind ganz normal und kein Grund zur Sorge. Gut fürs Immunsystem.

Die Frage "Wer bin ich und wenn ja, wie viele?" gewinnt so eine ganz neue Bedeutung. In diesem Buch handelt der Autor eine Art nach der anderen ab. Das wirkt zwar ein wenig wie ein Katalog, aber da er immer neue Aspekte und verblüffende Tatsachen vorbringen kann, wird das Buch nie langweilig. Nebenbei erfahren die Leser etwas über Kunstfurzer, Bandwürmer, Läuse und Flöhe. Wer einem Putzwahn unterliegt, muss sich nach diesem Buch geschlagen geben.

Ein spannendes und lehrreiches populärwissenschaftliches Buch.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Unsere Mitbewohner!, 22. Mai 2009
Super spannendes Buch sollten alle Menschen einmal lesen, damit Sie wissen was Bakterien und alles andere ist!
Wir sind nie alleine...Erklärung folgt im Buch!
Es macht spaß das Buch zu lesen, auch für nicht Fachleute!
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Leben auf dem Menschen: Die Geschichte unserer Besiedler
Leben auf dem Menschen: Die Geschichte unserer Besiedler von Jörg Blech (Taschenbuch - 1. März 2010)
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