Fashion Sale Öle & Betriebsstoffe für Ihr Auto calendarGirl Prime Photos Sony Learn More saison Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Lego NYNY

Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 6. Dezember 2010
Bei Christian Y. Schmidts "Allein unter 1.3 Millarden" wird das Problem vieler zeitgenössischer Reiseberichte deutlich: Es gibt keine Abenteuer mehr. Eine Reise durch China (oder sonst irgendeine ferne Gegend) verhieß früher Abenteuer, Spannung, Wegelagerer, Suppe, in der Augen schwimmen und Menschen, die meinen sie müssten jeden Fremden mit Steinen verjagen. Aber heute kann man kommod mit dem Bus von Shanghai nach Nepal fahren, ohne chinesische Schriftzeichen lesen zu können - und nichts passiert. Die Zivilisation ist längst in China angekommen, samt McDonalds und Kaffeehausketten und Chinesen, die die alleinreisende Langnase mit fröhlichem Hallo begrüßen. Dank Christian Y. Schmidt ist trotzdem ein ebenso interessantes und intelligentes wie amüsantes und kurzweiliges Buch daraus geworden. Während andere Reiseschriftsteller daran scheitern, dass scheinbar nichts passiert, erklärt Schmidt ein China, dass bei uns so niemand kennt, fern von allen Klischees die heute darüber gerne verbreitet werden und dem vermeintlichen Wissen, dass wir zu haben glauben. Und das ist fast so gut und fast so lustig wie Schmidt "Bliefe von Dlüben", das von mir glatte fünf Sterne bekommen würde.
0Kommentar|7 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 28. September 2011
Ich war selbst mal (nur 2 Wochen) mit wenig Ahnung privat in China und habe einiges - zuweilen voller Staunen - ähnlich erlebt. Daher kann ich nur sagen daß der Autor sehr authentisch geschrieben hat und in seiner humorvollen Art ist es einfach ein Genuß zum lesen. Seine privaten Ansichten zu manchen Dingen mag vielleicht nicht jeder teilen, aber man kann es insgesamt verzeihen. Ich kann das Buch jedem offen denkenden Menschen nur bestens empfehlen, es ist sowohl lehrreich als auch äußerst amüsant.
0Kommentar|6 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 3. April 2015
Christain Y. Schmidts "Allein unter 1,3 Milliarden" ist ein Buch, dem ich im Jahre seiner Ersterscheinung (2008?) entgegengefiebert hatte. Ich mochte Schmidts damalige Kolumnen, die er über China in der TAZ verfasste sehr, habe das neuerschienene Buch dann fix gekauft und innerhalb eines Tages verschlungen. Es war unterhaltsam, witzig, voller Überraschungen.
Mittlerweile war ich selbst in China, wenn auch nur teilweise an den Stätten die sein Reisebericht beschreibt.
Letzten Herbst bekam ich nun die Neuaflage seines Buches im Kahl-Verlag in die Finger: Großes Plus: neben gelungenem Satz und Umschlaggestaltung kann man nun erstmals eine Auswahl von Schmidts Reisebildern sehen. Das macht die Geschichte noch plastischer und erlebbarer.
Mir gefällt es sehr, beim erneuten Nachlesen habe ich spannende Stellen wiederentdeckt, die mir entschwunden waren und auf meiner imaginären Reisewunschliste habe ich nach dem erneuten Lesen die malerische Wasserstadt Xitang und den westlichsten Punkt der chinessichen Mauer aufgenommen... Ob ich da jemals tatsächlich hinkommen werde, steht auf einem anderen Blatt.
Was mir beim erneuten Lesen auffiel: Schmidt ist recht brutal, indem er gängige gefällige Textbausteine der üblichen westlichen Beschreibung mit China meidet. Er spitzt zu und lässt Exotismen links liegen. Das macht das Buch für mich zu einer flotten Lektüre mit Haltung.
Ich habe es in der Neuauflage entdeckt und werde es Freunden, wohl öfter anlassbezogen schenken...
0Kommentar|3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 31. Juli 2011
Für mich ist das Buch eine positive Überraschung. Ich hatte zum Urlaub einige Reisebücher ausgeliehen, und das hier ist sehr empfehlenswert.

Für meinen Geschmack schreibt der Autor einen sehr gelungenen Mix aus Landschaft, Menschen und eigener Befindlichkeit. Das können nicht alle, die solche Bücher schreiben. Auch gibt es häufiger mal geschichtliche Exkurse, die man noch nicht kannte, und denen man mal in anderer Literatur noch nachgehen kann.

Prinzpiell möchte der Autor das Land besser kennenlernen, in das es ihn durch Heirat verschlagen hat. Und das gelingt ihm im Verlaufe des Buchs immer besser. Ich denke, dass es wirklich nicht so einfach ist, sich dort zurechtzufinden. Seine Beschreibungen legen schon nahe, dass die meisten Menschen für einen Europäer erst mal schwer zu begreifen sind. Vermutlich würde es mir auch nicht anders gehen.

Es gibt auch zwei Punkte, die ein wenig nerven, aber in meinen Augen keinen Punktabzug rechtfertigen. Sie stellen eben die Meinung des Autoren dar.

1. die ständige Mao-Tümelei. Es ist ja ok, wenn er früher ein Maoist war, aber wir wollen es nicht alle 5 Seiten hören, zumindest ich nicht.

2. Ab und an, vor allem zu Beginn des Buches, wirft er manchmal mit arg vulgären Kraft-Ausdrücken um sich. Das habe ich nicht so ganz begriffen, zumal der sonstige Stil des Buches "ganz normal" ist.

Insgesamt eine dicke Empfehlung, sehr interessant und informativ.

Zu guter Letzt: man sollte sich nicht daran stören, dass er den Dalai Lama wohl überhaupt nicht ausstehen kann. :-)
0Kommentar|4 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 29. August 2010
sehr lustige Schreibweise, gepaart mit Hindergrundfakten. Dieses Buch liest sich sehr flüssig und ich Wünsche mir mehr China Bücher von diesem Autoren.
0Kommentar|5 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 3. Januar 2011
Habe das Buch meinem Freund zu Weihnachten gekauft, weil er gerne Reiseliteratur liest. Er ist restlos begeistert. "Super Buch" sagt er, und dass es aktuell ist und dass es kein "Verkaufsprospekt" sondern Gutes wie auch SChlchtes beschrieben wird.
0Kommentar|3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 2. Februar 2009
Christian Schmidt beschreibt launig und ohne Bilder seine Abenteuer ins eher unbekannte China und erlebt teilweise, was alle erleben ("Hello", Massage- und andere Angebote, etc.) aber auch kurioses und versteht dieses nahtlos an den Leser weiterzugeben. Interessant der Wechsel der Menschen in Richtung Tibet und dann noch Nepal. Warum will er Chinese werden? Einerseits um seine chinesische Frau besser zu verstehen und andererseits um die chinesische Ruhe und Gelassenheit zu ergründen. Von Reisekrankheiten, außer der Höhenkrankheit, schreibt er nichts und hat auch einen guten Magen. Ein Buch, das man gerne in einem durchliest, da es auch spannend ist: Was kommt jetzt wieder? Dazu tragen auch die Kapitelüberschriften raffinert bei. Außerdem sind die chinesischen Ausdrücke locker und unaufdringlich eingestreut. Wehmütig nimmt er und man von China Abschied...
Ein Stern weniger, da er manchmal zu destruktiv wird.
0Kommentar|3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 13. Mai 2009
Als große Literatur ist das Buch nicht angekündigt und das ist es auch nicht. Es ist das liebevolle Protokoll der Realisierung einer Schnapsidee, nicht mehr und nicht weniger. Ich war selbst schon öfter in der Yangtse Gegend und ich muss sagen, dass es ziemlich gut beschreibt was einem dort so passieren kann wenn man auf eigene Faust unterwegs ist - ob es jetzt ins eigene Weltbild passt oder nicht. Wer sich natürlich nur im Schlepptau eines fähnchenschwenkenden Führers von einem zum anderen Andenkenshop karren läßt, der wird davon nichts mitbekommen. Ich fand es auf jeden Fall äußerst unterhaltsam, lustig, sehr gut und absolut ehrlich geschrieben.
0Kommentar|7 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 23. September 2008
Mit einer Chinesin verheirat lebte Christian Y. Schmidt zwei Jahre lang in Peking, bewegte sich in komischen ausländischen Möchtegernkünstlerkreisen, ehe er einen Beschluss fasst: Er möchte Land und Sprache besser kennenlernen und überhaupt ... Chinese werden. Dazu reist er von Shanghai über 5000 Kilometer die Straße 318 entlang bis nach Nepal, testet Gebräuche, Speisen und Religionen (Buddhismus vs. Daoismus), um an Ende, als ehemals leidenschaftlicher Anhänger, die weltweit letzten Maoisten in Kathmandu zu treffen. Es ist eine oft surreal anmutende Reise der Kuriositäten, begleitet von ungezählten Menschen, für die Schmidt selbst die größte Kuriosität ist: Man behandelt ihn wie einen Popstar, wie einen Außerirdischen oder einfach wie Luft. Die fremde Kultur bringt Millionenstädten hervor, die in einer handvoll Jahren aus dem Nichts entstanden sind und eine Sprache, in der aus einem harmlosen Wort, etwas höher gesprochen, eine schlimme Beleidigung wird. Menschen kommen in existentielle Not, wenn sie Schmidt den Weg nicht erklären können. Einem, der ihn herzlich mit "Heil Hitler" (oder wie das bei den Chinesen klingt) grüßt, zeigt er den Vogel, womit er ihm scharfen Verstand attestiert.

Falls "Ich bin dann mal weg"-Fans mitlesen: Im Unterschied dazu ist "Allein unter 1,3 Milliarden" richtig gut, ja formidabel geschrieben und die Handlung dicht erzählt. Handwerklich hat Schmidt einiges zu bieten: indirekte Schilderung, Handlungsstränge, die an überraschender Stelle wieder auftauchen, raffiniertes Spiel mit den Erwartungen des Lesers und wundervoll dadaistische Zusammenfassungen am Anfang der Kapitel. Dazu kommt, dass diese 300 Seiten humoristisch um Klassen besser sind als der Millionenseller. Das liegt neben Schmidts souveränem Umgang mit den Nuancen der Sprache an seinem präzisen und feinen Einsatz der Ironie, wobei er niemals und höchstens selbstironisch auf billige Gags setzt und immer einen Schritt weiter denkt als man erwarten würde. Beispielsweise demonstriert er, dass der Westen in seiner Chinakritik immer danebengelegen habe, und so geht er davon aus, dass das heute nicht anders sei. Er erkennt skurrile Querverbindungen mit deutschen Phänomenen und Orten und bindet ganz nebenbei wunderbar flüssig Hintergrundsinformationen ein. Allein die Tibet- und Dalai Lama-Kritik am Ende wirkt ein wenig deplaziert.

Christian Y. Schmidt verschreibt sich ganz dem Abenteuer, Chinese zu werden. Wenn man "Allein unter 1,3 Milliarden" liest, möchte man fast selbst einer werden. Zumindest aber etwas abhaben von Schmidts Beobachtungsgabe und ganz eigener kluger, komischer, selbstironischer Weltsicht. Das lustigste Buch, das ich seit langem gelesen habe.
0Kommentar|18 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 12. Februar 2016
Ich habe das Buch nicht bei Amazon bestellt sondern von einem Freund ausgeliehen. Inhalt war spannend und zeigte viele interessante Aspekt. Ich bin zwar in China geboren und aufgewachsen, war aber nicht so oft vereist von zu Hause. Das Buch zeigt Lebenslust und Neugier in einem neuen Land und bringt mir zum Lachen bei.
Sehr schön zum durchlesen.
0Kommentar|2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden