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4.0 von 5 Sternen Es kommt auf die Erwartungen an
wie ich den vorhergehenden Rezensionen entnehmen kann, spaltet das Buch die Leserschaft. Die Enttäuschten sind Jules-Verne-Fans, die Begeisterten sind Helge-Timmerberg-Fans.

Zugegebenermaßen hat das Buch mit der Reise des Phileas Fogg nur am Rande zu tun. Das liegt aber auch daran, dass Mr. Fogg eine literarische Figur ist und Jules Verne die Reise...
Veröffentlicht am 26. November 2008 von easyneezy

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14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Der Weg ist das Ziel
Helge Timmerberg startet zu einer Reise, die er eigentlich gar nicht antreten will. Aber sein Vorhaben, Jules Verne auf seinen berühmten "In 80 Tagen um die Welt" in moderner Art zu folgen, ist nun einmal geplant und so zieht er los. Doch ein bisschen besser hätte er sich schon informieren sollen, denn gleich in Venedig stößt er auf ungewohnte...
Veröffentlicht am 18. November 2008 von Buchkolumne.de


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30 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Es kommt auf die Erwartungen an, 26. November 2008
Rezension bezieht sich auf: In 80 Tagen um die Welt (Gebundene Ausgabe)
wie ich den vorhergehenden Rezensionen entnehmen kann, spaltet das Buch die Leserschaft. Die Enttäuschten sind Jules-Verne-Fans, die Begeisterten sind Helge-Timmerberg-Fans.

Zugegebenermaßen hat das Buch mit der Reise des Phileas Fogg nur am Rande zu tun. Das liegt aber auch daran, dass Mr. Fogg eine literarische Figur ist und Jules Verne die Reise selbst nicht gemacht hat. Man kann sich also nicht auf die Suche nach Originalschauplätzen begeben. Timmerberg stellt dies aber auch gleich zu Beginn seines Buches klar.

Also interpretiert Helge Timmerberg die Reise sehr frei. Der Leser, der Timmerberg mag, und dem Reisen auch eine philosophische Komponente abgewinnt, kommt voll auf seine Kosten. Allerdings muss man wissen, dass Timmerberg als Person nicht ganz stubenrein ist. Von Sex, Drugs und Esoterik darf man sich also nicht abgestoßen fühlen. Wer gern über Reisen, Rauchen, GoGo-Girls und Diktatoren liest, wird nicht enttäuscht. Wer eine Nach-Reise des Jules Verne Abenteuers sucht, kann nur enttäuscht sein.

Meinen Geschmack hat das Buch voll getroffen. Armchair-Travelling für Backpacker und andere eher alternative Touristen. Einen Punkt Abzug für den zugegebenermaßen dreisten Marketing-Gag mit dem Titel.
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14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Der Weg ist das Ziel, 18. November 2008
Von 
Buchkolumne.de (München) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: In 80 Tagen um die Welt (Gebundene Ausgabe)
Helge Timmerberg startet zu einer Reise, die er eigentlich gar nicht antreten will. Aber sein Vorhaben, Jules Verne auf seinen berühmten "In 80 Tagen um die Welt" in moderner Art zu folgen, ist nun einmal geplant und so zieht er los. Doch ein bisschen besser hätte er sich schon informieren sollen, denn gleich in Venedig stößt er auf ungewohnte Menschenmassen - es ist nämlich Karneval und ausser ihm befinden sich noch Tausende Touristen mehr in der Stadt, die ihm auf einmal so unsympathisch ist. Überhaupt hat sich vieles verändert auf der Welt, die er so gerne bereist und deren Völker er so geliebt hat. Widerwillig,trotzig,suchend, dies sind die begleitende Eigenschaften auf dieser, seiner vorerst letzten Reise und ebenso fühlte ich mich beim Lesen dann leider auch. Der Einband suggeriert Abenteuer, ebenso wie die im Buch enthaltenen historischen Bilder und Karten - nur leider findet keines solches statt.
Dennoch berichtet Timmerberg so sympathisch und zwanglos von dieser Reise und seinen Gefühlen, dass ich das Buch dann trotzdem gerne gelesen und auch oft laut aufgelacht habe, weil der Autor so erschreckend ehrlich ist und man ihm manche Situation so gut nachfühlen kann.
"Der Weg ist das Ziel" sollten diese 20 Kapitel eigentlich heißen, denn mit "In 80 Tagen um die Welt", der Nachahmung des berühmten Romans, hat er das Thema vielleicht ein bisschen verfehlt!
Fazit: Ein Buch für Timmerberg-Fans, kein Ratgeber für Weltenbummler oder Roman für Abenteuerliebhaber!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Reiseberichte eines arrivierten Althippie, 26. Dezember 2012
Von 
Rezension bezieht sich auf: In 80 Tagen um die Welt (Taschenbuch)
»Le tour du monde en quatre-vingts jours«, »Reise um die Erde in 80 Tagen« nannte Jules Verne seinen 1873 veröffentlichten Erfolgsroman. Darin beschreibt er die höchst abenteuerliche Weltreise eines reichen englischen Exzentrikers namens Phileas Fogg sowie seinen Dieners Passepartout. Der Journalist Helge Timmerberg reist 135 Jahre nach Vernes großem Wurf ebenfalls »In 80 Tagen um die Welt«, wobei ihm wesentlich schnellere Verkehrsmittel zur Verfügung standen als dem leidenschaftlichen Whist-Spieler Phileas Fogg. Während Fogg noch sein halbes Vermögen in bar mit sich führte, wurde Timmerbergs Reise durch ein gut gefülltes Spesenkonto abgefedert, das weltweit verfügbar ist.

Der Autor reist per ICE mit 230 km/h von Berlin nach München, wo er in einer Wohnzimmer-Kneipe im Bahnhofsviertel landet, in der sich einsame Männer beim Weizen trösten. Er fährt weiter nach Venedig und begegnet bereits am Bahnhof einer Prozession von abertausend Touristen mit Masken, spitzen Nasen und schwarzen Umhängen. Venedig feiert Karneval, und wer so bescheuert ist, ausgerechnet in diesem Trubel den Canale Grande sehen zu wollen, der zahlt für das einzige freie Zimmer im »Marco Polo« eben 330 Euronen, selbstverständlich ohne Frühstück. Irgendwie fällt dem Weltreisenden auch hier nichts Besseres ein, als die nächste Trinkhalle aufzusuchen, um sich die Kante zu geben. Ihm geht es dabei um »das disziplinierte, konzentrierte, mathematische Besaufen«.

Die dritte Nacht seiner Weltreise verbringt Timmerberg in Triest, und – raten Sie mal – wo er landet? Na klar, in einem kleinen Weinlokal, an den Stehtischen für Raucher. Die Welt in achtzig Tagen zu umreisen verlangt nicht, wie zu Jules Vernes Zeiten, permanentes, pausenloses und zielstrebiges Voraneilen. Heute braucht es das glatte Gegenteil: Trinkfestigkeit, Drogenerfahrung und ein gewisses Klebenbleiben, eine gewisse Unentschlossenheit. Als unentschlossen erweist sich der Autor immer wieder, dies ist sein deutlichster Charakterzug. Später, denn hier soll nicht jede Station erwähnt werden, als er in Bombay, das heute Mumbai heißt, weilt, überlegt er beispielsweise, mit welchem Verkehrsmittel er sich weiter bewegen will. Jules Verne ließ seinen Helden mit dem Zug von Bombay nach Kalkutta reisen, und der hat während dieser Fahrt die Frau seines Lebens getroffen. Die Frau des Lebens, sinniert Timmerberg, ist keine schlechte Vision, aber dafür zweiunddreißig Stunden mit dem indischen Zug?

Nun geht eine Weltreise in heutiger Zeit dank moderner Verkehrsmittel sehr viel unkomplizierter als anno Verne. Und dennoch hat Helge immer wieder Entscheidungsschwierigkeiten, die sein Wesen auszumachen scheinen. Der Reisende, der noch die Nachwehen der Hippiezeit in sich spürt, wendet sich an einen Guru um Rat. Schließlich bereiste Timmerberg bereits in der Blütezeit der Gurus Indien und kennt sich nach eigenem Bekunden auf diesem Gebiet aus. Jedoch fehlt die Antwort des Meisters nicht zur Zufriedenheit des Reisenden aus, denn letztlich empfiehlt er ihm, eine Münze zu werfen. So kann es Weltreisenden ergehen! - In dem Augenblick fällt dem Rezensenten ein, dass er selbst eine solche Entscheidermünze in seinem Schreibtisch in Griffnähe hat. Diese Münze, ein Geschenk einstiger Kollegen, sollte ihm helfen, grundsätzliche Entscheidungen seines Lebens zu fällen, da er zu jener Spezies gehört, und hier entsteht eine Gemeinsamkeit mit Timmerberg, die unfähig sind, sich zu entschließen.

Ansonsten erweist sich Timmerberg als arrivierter Althippie, der mit gefülltem Säckel nicht mehr in Hauseingängen oder der Bahnhofsmission kampieren und per Anhalter durch die Galaxis trampen muss. Er genießt den Luxus der Sterne-Hotels und lässt sich vor Ort gern mit dem Taxi chauffieren. Bedrängt ihn ausnahmsweise das nackte Leben, wie beispielsweise in Shanghai in Gestalt besonders aggressiver Bettler, rettet er sich vor dem Mob in eine Droschke und braust davon. Sozialkritik ist nicht das Thema des Buches.

Immerhin schafft es der Autor, seiner Weltreise eine gewisse Leichtigkeit zu verleihen, die den Leser in Bann schlägt. Er unterstützt dies durch eine flotte Sprache sowie milieudichte Schilderungen über Drogenexzesse. Hier spürt der Leser, dass Timmerberg life dabei war und sein Wagemut ihn bevorzugt ins Land der Kopfreisen führte. Er kennt die Illusionsromantik des Reisens, er predigt Toleranz und fühlt sich schließlich doch am wohlsten dort, wo er startete und wieder ankommt: im multikulturell gefärbten Berlin.

»In 80 Tagen um die Welt« ist lesenswert für den gestandenen Reisenden, der sich an dies oder jenes erinnern möchte. Es ist kein Reiseführer, und es sucht auch nicht Erkenntnisse in Slums und Absteigen, wie sie von einem Journalisten vielleicht erwartet werden. Das Buch ist amüsant, und der Autor ist fraglos weit herum gekommen. Die Freude am Reisen, mit Ausnahme des Abstechers nach Mexiko-Stadt, scheint ihm dabei jedoch mit den Jahren abhanden gekommen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Schreibt gut!, 21. Oktober 2009
Rezension bezieht sich auf: In 80 Tagen um die Welt (Taschenbuch)
Klar, dieses Buch trägt egomanische Züge und der Autor versteht den Sinn des Nichtraucherschutzes nicht. "Um die Welt" ist ebenfalls etwas hoch gegriffen, auch, wenn der Autor die Welt tatsächlich umrundet hat.

Aber: Er schreibt gut. Mich hat das Buch sehr gut unterhalten - und habe nebenbei noch etwas gelernt.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Am Ende aller Reisen ---, 5. August 2012
Rezension bezieht sich auf: In 80 Tagen um die Welt (Kindle Edition)
Habe soeben alle Rezensionen hier gelesen - auch die kritischen- und kann im Grundsatz nicht wirklich vehement widersprechen.

Aber:
Am Ende aller Reise weißt Du doch wiederum die Erde rund ---

Wer sagte DAS noch mal ?
War ein ähnlich hohes Tier wie Jules Verne, und steckt für mich im Buchcover - das doch nur ironisch gemeint sein kann - schon mit drin, sozusagen als Untertitel.

Und am Ende von jahrzehntelangen Erdumrundungen halb aus Spaß an Abenteuern und halb als Auftragsschreiber hast Du am Rundsein der Erde nun wirklich keine Zweifel mehr, denn : je mehr es sich ändert, desto mehr ist es nun mal das Gleiche, wenn auch nicht wieder zu erkennen.

Wer sich von dem Cover des Buches etwas anderes verspricht ( ist doch wieder mal nur ein Helgejoke ) der hat selbst Schuld.
Weiß es in seiner Zukunft besser, und kann was anderes lesen- oder selber erst mal reisen und dann schreiben.
Passt doch.

Ich wusste, was mich erwartet, und ich habe gerne die 20 Tacken für die gebundene Ausgabe springen lassen, weil ich auf die Taschenbuchausgabe nicht warten konnte.

Und wurde NICHT enttäuscht.

Solange Helge seine Ausführungen nicht "In 80 Frauen um die Welt" betitelt, sind mir alle Titel recht.

Ich fand zum Beispiel Helges Auseinandersetzungen mit Hotelzimmern genial und sehr erfrischend.

Er richtet sein Augenmerk eben immer auf etwas Anderes, und wer ihn kennt, weiß das auch.

Und liebt ihn dafür, zumal er genial ist im schnoddrigen Abdrücken von saloppen aber sehr inhaltsreichen Spontanbetrachtungen auf die sonst noch keiner gekommen ist.

Und provoziert, um wieder mal als nicht lupenrein zu gelten.
Wie schön, dass das heute wieder so leicht möglich ist.

Schon am Anfang quiekte ich vor Vergnügen : wer aus verständlichen Gründen nur noch schwer aus den Startlöchern kommt und dann aber gleich sogar Berlin, die Deutsche Bundesbahn und ein Hotelzimmer in München zutreffend reflektieren und somit wieder spannend machen kann, der ist und bleibt ein Meister.

Vielleicht kein Meister im Verfassen purer Reiseberichte, aber eben ein Meister in der Themenabwandelung und im Betrachten vom dem, was gerade IST - Innen und Außen- egal wo.

Und ein Meister im Schreiben über das Reisen selbst; vielleicht mehr als über alles das, was noch Neugierige gesehen haben müssten - oder wenigstens mal was davon gelesen haben - oder auch über die 100 Orte, die man knicken kann.

Einem Experten wie Helge erschließen sich fremde Länder eben auch, wenn er die Unterkünfte kaum mehr verlässt.

Aber : der Leser erfährt immer noch genug über die bereisten Länder.

Mich interessiert heute am meisten das Reisen als solches, besonders wenn man das schwere Gepäck mitnimmt, was man bekanntlich immer mit nimmt auf jede Reise : sich selbst.
Womit dann eben auch das Starren auf Hotelzimmerwände spannender werden kann als alle Sehenswürdigkeiten . Für den, der sich traut, dieses Gepäck zu öffnen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Timmerbergs Sinnkrise, 6. Juni 2012
Rezension bezieht sich auf: In 80 Tagen um die Welt (Taschenbuch)
Ich muss sagen ich fand das Buch jetzt auch nicht so berauschend, aber die Selbstbeweihräucherung stört mich nicht so wie andere Rezensenten. So ist Timmerberg halt und deshalb habe ich auch nichts anderes erwartet.
Es stimmt allerdings dass es im Buch weniger um die Reise geht als um Hotelzimmer und Rauchverbot, also inhaltlich ist es wenig überzugend. Ich verzeih ihm auch dass er den Leser als Psychotherapeuten missbraucht in dem er seine Sinnkrise mit ihm teilt, weil ich seinen Schreibstil mag und ihm gerne zuhöre, außerdem hat man das Buch eh so schnell durch dass man nicht viel Zeit verliert.
Ih hab's mir nur ausgeborgt, zum kaufen empfehle ich eher (ebenfalls von Timmerberg) Tiger fressen keine Yogis. Das ist meiner Meinung nach immer noch sein bestes.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Es kommt auf die Erwartungen an, 21. November 2008
Kinder-Rezension
Rezension bezieht sich auf: In 80 Tagen um die Welt (Gebundene Ausgabe)
wie ich den vorhergehenden Rezensionen entnehmen kann, spaltet das Buch die Leserschaft. Die Enttäuschten sind Jules-Verne-Fans, die Begeisterten sind Helge-Timmerberg-Fans.

Zugegebenermaßen hat das Buch mit der Reise des Phileas Fogg nur am Rande zu tun. Das liegt aber auch daran, dass Mr. Fogg eine literarische Figur ist und Jules Verne die Reise selbst nicht gemacht hat. Man kann sich also nicht auf die Suche nach Originalschauplätzen begeben.

Also interpretiert Helge Timmerberg die Reise sehr frei. Der Leser, der Timmerberg mag, und dem Reisen auch eine philosophische Komponente abgewinnt, kommt voll auf seine Kosten. Allerdings muss man wissen, dass Timmerberg als Person nicht ganz stubenrein ist. Von Sex, Drugs und Esoterik darf man sich also nicht abgestoßen fühlen. Wer gern über Reisen, Rauchen, GoGo-Girls und Diktatoren liest, wird nicht enttäuscht. Wer eine Nach-Reise des Jules Verne Abenteuers sucht, kann nur enttäuscht sein.

Meinen Geschmack hat das Buch voll getroffen. Armchair-Travelling für Backpacker und andere eher alternative Touristen. Einen Punkt Abzug für den zugegebenermaßen dreisten Marketing-Gag mit dem Titel.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bekenntnisse eines alternden Reisenden, 10. September 2008
Von 
Rezension bezieht sich auf: In 80 Tagen um die Welt (Gebundene Ausgabe)
Für die Fans von Helge Timmerberg ist das Buch ein Muss, klar. Für den Rest der Welt ist es allerdings auch durchaus zu empfehlen. Dabei ist es schon schwierig, in welches Genre "In 80 Tagen um die Welt" eigentlich gehört. Denn wer Reiseliteratur mit Informationen über fremde Orte sucht, wird enttäuscht werden, im Mittelpunkt steht der Autor und sonst nichts. Es handelt sich eher um einen Selbsterfahrungstrip zum Thema Heimat und Alter, entsprechend durchsetzt mit philosophischen und spirituellen Gedanken zwischen Jesus, Buddha und Schopenhauer, aber auch irdischeren Problemfeldern wie Sex, Drogen, Alkohol oder - immer wieder - das Rauchen.
Es gibt sicherlich tiefgründigere Literatur zu all diesen Themen und man muss auch nicht immer einer Meinung sein mit dem Autor, was mich jedenfalls aber immer wieder versöhnt, ist die immer leichte und doch treffsichere Sprache, aus der das Buch lebt.
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18 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen globetrottel, 29. Juli 2009
Rezension bezieht sich auf: In 80 Tagen um die Welt (Taschenbuch)
da jammert sich einer aus seiner wohnung hinaus, hat keinen plan, keine ahnung, kein bedürfnis, etwas zu erleben - und verkauft das als buch einer weltreise nach dem vorbild von jules verne!
mehr noch: er macht sich auch noch über verne lustig auf dem buchdeckel: er sei ja immerhin gereist, stellt er da aufgeblasenerweise fest. und - 21, 22, 23, darf man den gedanken zu ende denken - verne ja nun nicht!
er steht ja über verne!
er hat ja da was in petto, was verne gar nicht haben konnte!
er, der globetrottel timmerberg, die frequent-traveller-heulboje, die schon alles gesehen, getrunken, gekifft und angegraben hat.
was für ein typ!
reist ein leben lang durch die welt und findet nur sich und seine larmoyanz.
man ist ca. auf seite 80, und bis dahin wird gegreint und gegreint, weil er nicht mehr jung ist, weil früher alles besser war und vor allen dingen, weil rauchen verboten ist.
ein jämmerlicher seich ist das (mit wenigen ausnahmen, z.b. indien, die viel zu spät kommen).
da ärgert man sich längst, dass man soviel geld ausgegeben hat, ohne irgendwas erfahren zu haben, das a) lehrreich, spannend; b) intelligent; c) überraschend oder bloss charmant gewesen wäre.
aber wie auch bei begegnungen wie dieser komplett erfunden klingenden - achtung: superklischee! - begegnung mit der airline-crew?
timmerberg gondelt dem grossen, grandiosen verne hinterher, erlebt nichts und hat sonst nichts zu erzählen.
von verne die idee zu klauen, ist noch einigermassen originell, aber sie dermassen dilettantisch zur hohlen nummer zu degradieren, ist bloss noch ärgerlich.
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15 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Mülleimer, 14. August 2009
Von 
Rezension bezieht sich auf: In 80 Tagen um die Welt (Taschenbuch)
Wieso habe ich mir das Buch gekauft? Weil ich seine alten Bücher recht gut fand.
Wieso habe ich es in den Mülleimer geworfen?
1. Der Titel ist billig Abzocke.
2. Ein alt gewordener Journalist, der seitenlang der Zeit nachtrauert, als es noch cool war, seine Mitmenschen mit seinem Zigarettenqualm zu belästigen, macht sich auf eine Reise, weil er sonst nichts zu tun hat.
3. Er trifft ein Paar (Pilot, Stewardess)im Karneval in Venedig, von dem er aber nichts wußte, und deutet ein flotten Dreier an. Irgendwo später marschiert er in ein Stripbar. Er ist ja so ein toller Hengst, ein übergebliebener Pseudohippie, der sein besten Zeiten nachtrauert.
4. Das alles gibt es auch in witzig und unterhaltsam, hier ist alles aber nur wirklich langweilig und irgendwie spießig.
5. Der Mülleimer war dafür der einzig sichere Ort, nachher verletzt sich noch jemand an diesem Buch.
Fazit: Man muss wissen, wann man aufhören soll.
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In 80 Tagen um die Welt
In 80 Tagen um die Welt von Helge Timmerberg (Taschenbuch - 1. Juli 2009)
EUR 8,99
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