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Kundenrezensionen

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am 12. Oktober 2008
Dieses Buch habe ich mit großem Interesse in einem Zug durchgelesen. Die erste Überlegung, die sich mir stellte war: Was versteht der Physiker Michio Kaku unter Unmöglichem? Er führt Beispiele an: Rutherford, der den Atomkern entdeckte hielt die Entwicklung einer Atombombe für unmöglich; in den 20er und 30er Jahren hielt man es für unmöglich Raketen in den Weltraum zu schicken; Einstein bewies 1939, dass die Existenz von schwarzen Löchern im Weltraum unmöglich ist. Obwohl die angeführten Phänomene scheinbar alle unmöglich waren, ist deren Existenz heute bewiesen.
Was bedeutet das nun für die Realisierung des Unmöglichen in der Zukunft? Kaku geht bei der Beantwortung pragmatisch vor. Er sagt, dass irgend wann in der Zukunft alle die Phänomene wohl einmal realisiert werden, die von keinem Naturgesetz ausgeschlossen werden: "Alles, was nicht unmöglich ist, ist obligatorisch!"
Auf dieser Basis bildet Kaku drei Kategorien des Unmöglichen: Das Unmögliche ersten Grades ist für ihn, was heute zwar noch nicht möglich ist, aber keine bekannten Naturgesetze verletzt. Unmöglichkeiten zweiten Grades sind für ihn die Techniken, die am Rand unseres physikalischen Verständnisses liegen und die Unmöglichkeiten dritten Grades die Techniken, die bekannte Naturgesetze verletzen.
Kaku ordnet fünfzehn Themen den verschiedenen Kategorien des Unmöglichen zu und diskutiert das Für und Wieder der Realisierung. Diese Themen sind: Kraftfelder, Unsichtbarkeit, Phaser und Todessterne, Teleportation, Psychokinese, Roboter, Außerirdische und Ufos, Raumschiffe, Antimaterie und Antiuniversen, Schneller als das Licht, Zeitreisen, Paralleluniversen, Perpetuum mobile, Präkognition.
Kaku schreibt verständlich und für das breite Publikum. Das Buch ist dadurch anregend und unterhaltend, auch wenn einen die Ergebnisse nicht vom Hocker reißen. Das kommt wohl daher dass er in der Diskussion der Themen einige interessante neuere Strömungen der Physik und der Weltsicht nicht berücksichtigt. Dazu gehört, dass möglicherweise Bewusstsein der fundamentale Baustein von allem ist, was existiert, vgl. dazu Unsterbliches Bewusstsein: Raumzeit-Phänomene, Beweise und Visionen. Wegen seiner soliden Arbeit vergebe ich dennoch fünf Sterne.
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am 30. Juni 2009
Es freut mich sehr, dass seid Carl Sagan endlich wieder ein Wissenschaftspublizist die Bühne betritt, dessen Schriften allgemeinverständlich und auch für jemanden ohne Abitur nachvollziehbar sind. Des Weiteren zeichnet sich "Die Physik des Unmöglichen" jedoch durch eine Offenheit aus, die den Werken Stock konservativer Wissenschaftler oftmals fehlen.

Mit der notwendigen Skepsis geht Kaku unter anderem auf wissenschaftliche (nicht Pseudo) Randbereiche wie etwa Prä-Kognition oder die UFO-Thematik ein, ohne dabei jedoch eine arrogant ablehnende Haltung einzunehmen. Im Zusammenhang mit UFOs sieht Kaku beispielsweise einen geringen Prozentsatz an Sichtungen die unerklärbar sind und spekuliert sogar über mögliche Mondbasen von Außerirdischen (was ihm sicher noch den Spott der konservativen Wissenschaftsgemeinde einbringen wird) von denen diese theoretisch regelmäßig Erkundungsflüge aus zur Erde unternehmen könnten.

Aber auch alle weiteren Themen von Beamen bis hin zu Zeitreisen und regelmäßige Vergleiche auch zur Science fiction Literatur lassen dieses Buch für den interessierten Leser zu einer spannenden Lektüre werden.
Alles in allem eine sehr empfehlenswerte Lektüre. So stelle ich mir wahre Wissenschaft vor:

Nach allen Seiten hin offen und frei von jeglicher weltanschaulich gefärbter persönlicher Meinung oder Polemik wie sie beispielsweise in Büchern von Richard Dawkins vorkommt.
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"Werden wir eines Tages durch die Wände gehen? Raumschiffe bauen, die sich schneller fortbewegen als das Licht? Die Gedanken anderer Menschen lesen? Unsichtbar sein? Objekte allein kraft unserer Gedanken bewegen?", fragt sich der US-amerikanische Physikprofessor Michio Kaku. Im Vorstellungsbereich unseres heutigen Denkens finden solche Szenarien kaum Platz. Doch in der Geschichte der Wissenschaft gab es schon oft Vorhersagen darüber, was alles unmöglich sei, sich letztendlich jedoch als umsetzbar erwiesen hat.

Michio Kaku ist ein ganz besonderer Optimist. Er hält beinahe alles für möglich, was derzeit in der Science-Fiction-Literatur gang und gäbe ist. "In der kurzen Zeitspanne meines Lebens habe ich erfahren, wie das vermeintlich Unmögliche immer wieder zu bestätigter wissenschaftlicher Erkenntnis avancierte.", kontert Kaku, "Muss etwas auch in künftigen Jahrhunderten oder Jahrmillionen undenkbar bleiben, nur weil es heute 'unmöglich' erscheint?" Das Studium des Unmöglichen, so der Autor, eröffnet immer wieder neue Perspektiven und erweitert den Horizont von Physik und Chemie. Anders als zu Zeiten Jules Vernes, sind wir heute mit den grundlegenden Naturgesetzen im Großen und Ganzen vertraut. "Wissenschaftler verstehen sie inzwischen entlang einer schwindelerregenden Skala von 43 Größenordnungen: vom Inneren des Protons bis zum expandierenden Universum." Dadurch können grobe Umrisse künftiger Technik mittlerweile relativ gut skizziert werden. Diese stellt er dem Leser vor.

Kaku hat sein Buch in drei Kategorien eingeteilt und damit die "unmöglichen" Dinge einer gewissen Klassifizierung unterworfen.
Die erste nennt er "Unmöglichkeiten ersten Grades". Diesen Techniken räumt Kaku ein Gelingen noch in diesem, vielleicht aber auch erst im nächsten Jahrhundert ein. Da keine bekannten Naturgesetze verletzt werden, gehören für ihn Teleportation, Antimaterie-Maschinen, Unsichtbarkeit, bestimmte Formen der Telepathie oder die Psychokinese dazu.
Auch die "Unmöglichkeiten zweiten Grades" stehen nicht im Widerspruch zu unseren Naturgesetzen. Zeitreisen, der Kontakt zu Paralleluniversen oder Reisen schneller als das Licht mögen zwar futuristisch klingen und am äußersten Rand des menschlichen Verständnisses angesiedelt sein, aber eine weit fortgeschrittene Zivilisation in Jahrtausenden oder Jahrmillionen könnte diesen "Quantensprung" vollziehen.
Blieben noch die "Unmöglichkeiten dritten Grades", zu denen das Perpetuum mobile und Präkognition zählen, die Kaku als eher undenkbar klassifiziert, weil sie die bekannten Naturgesetze verletzen. Aber vielleicht sind auch sie in ferner Zukunft realisierbar. Das würde wiederum einen grundlegenden Wandel unseres Physikverständnisses bewirken.

"Die Physik des Unmöglichen" ist ein anregendes und unterhaltsames populärwissenschaftliches Buch. Physikalische Theorien werden leicht verständlich erklärt. Die fünfzehn Kapitel starten jeweils mit vorangestellten Zitaten von Naturwissenschaftlern oder Autoren sowie Auszügen aus Science -Fiction-Filmen und -Büchern. So ermöglicht Kaku einen entspannten Einstieg, bevor er sich stetig an "ernste" Details heran arbeitet. Praktische Bezüge aus dem täglichen Leben lockern zusätzlich auf. Souverän und glaubwürdig erklärt er, welche Erkenntnisse als gesichert gelten und welche Theorien spekulativ sind.

So mag vielleicht solch eine "Unmöglichkeit" ersten Grades wie die Telepathie zunächst als Hirngespinst abgetan werden, denn ein Gehirn kann weder Gedanken senden, noch sie von anderen Individuen empfangen. Doch inzwischen können bereits bestimmte Erinnerungen oder Bewegungen mit Aktivitätsmustern im Gehirn verknüpft werden. So konnten Gelähmte beispielsweise allein mit der Kraft ihrer Gedanken eine Prothese bewegen.

Oder die irrwitzige Vorstellung der Unsichtbarkeit a la Harry Potter. Man mag es kaum glauben, aber im Frequenzbereich von Radarstrahlen und Mikrowellen konnte bereits ein Metallzylinder unsichtbar gemacht werden.
Auch das "Beamen" gilt nicht mehr als ausgeschlossen. Mittels eines Phänomens aus der Quantenphysik - der "Verschränkung" von Teilchen - ist Teleportation auf atomarer Ebene bereits geglückt.

Fazit:
Michio Kakus Ausführungen gestatten einen umfassenden und fundierten Ausblick in die gegenwärtige und zukünftige theoretische Physik. Ihm ist das Kunststück gelungen, ein vermeintlich trockenes Thema in lebhafte und lebendige Alltagssprache zu übersetzen.
"Wir stehen nicht am Ende, sondern erst am Anfang einer neuen Physik. Aber was auch immer wir finden werden, immer wird es neue Horizonte geben, die stets auf uns warten werden." (Michio Kaku)
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am 16. Oktober 2008
Was für ein Buch! Michio Kaku lässt wirklich kaum eine Frage offen, die unsere Zukunft betrifft. Von technischen "Spielereien" (Unsichtbarkeit, Kraftfelder, Todessterne, etc.) über Zeitreisen und Paralleluniversen wird eine Fülle von Visionen betrachtet. Dabei werden diese sowohl nach dem derzeitigen Stand der Wissenschaft bewertet, aber auch ihre theoretische Machbarkeit in der Zukunft diskutiert.

Selten war theoretische Physik so lebendig und anhand solch praktischer Beispiele aus dem täglichen Leben erklärt. Die Parallelen zu Star Wars, Enterprise, etc. lockern ebenso auf, wie die "verstaubten Zitate der Unmöglichkeiten" berühmter Physiker und Nobelpreisträger, die längst von der Realität überholt wurden.

Dennoch gibt es auch einen Wermutstropfen: Die Übersetzung war, vergleicht man den "Originalpreis" mit dem der deutschen Version, keine preiswerte Sache. Umso mehr schmerzt es, dass sie sich einige grobe Schnitzer erlaubt. So wird, um ein sehr prominentes Beispiel zu bringen, die legendäre "Macht" aus Krieg der Sterne (Möge die Macht mit dir sein.) als "Kraft" übersetzt.

Fazit: Von Übersetzungsschwächen und Rechtschreibfehlern abgesehen, ist das Buch uneingeschränkt zu empfehlen, um einen Blick in eine mögliche Zukunft zu werfen.
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am 27. Juni 2011
Ich bin Mitglied im Buchclub von MexxBooks und habe für diesen Michio Kakus "Die Physik des Unmöglichen" als Taschenbuch gelesen.

Die Physik des Unmöglichen stammt aus der Feder von Michio Kaku. Er ist einer der bedeutendsten Physiker der USA und ist Mitentwickler der String Theorie. Ich muss zugeben, den Namen habe ich zuvor noch nicht gehört, aber gesehen hat ihn bestimmt schon jeder, denn er tritt in zahlreichen Dokumentation auf - Einfach mal den Namen googeln.

Das Buch beschäftigt sich wie der Titel schon sagt, mit der Physik des Unmöglichen. Es gibt insgesamt 15 verschiedene Themen auf rund 350 Seiten. Im ersten Teil behandelt Michio Kaku die "Unmöglichkeiten des ersten Grades". Es sind Theorien die heute noch nicht möglich sind, aber keine physikalischen Gesetze verletzen und demnach in ferner Zukunft möglich sein könnten. Darunter beschäftigt er sich zum Beispiel mit Kraftfelder, Unsichtbarkeit, Roboter, Antimaterie etc. Insgesamt beinhaltet es 10 verschiedene Themen.

Im zweiten Teil der "Unmöglichkeiten des zweiten Grades" beschreibt Michio Kaku Theorien die am äußersten Rand unseres physikalischen Verständnis liegen und wenn überhaupt für uns erst in sehr ferner Zukunft möglich sein könnten - Er spricht von Jahrtausende oder Jahrmillionen. Darunter sind Zeitreisen, Paralleluniversen und Überlichtgeschwindigkeit.
Und im letzten Teil "Unmöglichkeit des dritten Grades" beschäftigt er sich mit zwei Theorien die physikalisch gesehen unmöglich sind. Das bekannte Perpetuum Mobile sowie die Präkognition.

Die einzelnen Themen haben immer einen Umfang zwischen 20-30 Seiten und wirken zu keiner Zeit trocken oder langweilig. Michio Kaku beschreibt die Physik auf einer lebhaften Weise und zeigt uns das Telepathie, Beamen oder Kraftfelder nicht irgendwelche Hirngespinste von verrückten Wissenschaftlern sind, sondern durchaus unsere Zukunft sein könnten sofern weiter daran gearbeitet wird. Die Themen sind informativ und sehr interessant geschildert, was ein das Lesen richtig Spaß macht. Als Professor der theoretischen Physik sieht er natürlich alles aus wissenschaftlicher Sicht und bewertet daher objektiv. Teilweise schweift Michio Kaku aus und erzählt die Vorgeschichte, Ableger und andere Theorien, jedoch sind diese Ausschweifungen ebenfalls interessant und dienen zur Förderung des Allgemeinwissens.

Mein Fazit: Besonders als Science Fiction Fan ist diese Lektüre schon Pflicht. Auch für Laien ohne Vorwissen geeignet. 5 Sterne.

Stefan MexxBooks
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am 7. September 2010
In "Die Physik des Unmöglichen" schafft es Micio Kaku ein weiteres Mal, den Leser auf eine spannende Reise durch die Welt der Science Fiction mitzunehmen. Dabei widmet er sich den gängigsten Technologien und Ideen, welche uns allen aus Film und Fernsehen bekannt sind. In kompakten und mehr oder weniger abgeschlossenen Kapiteln beleuchtet Kaku nun die Möglichkeit von Replikatoren, Teleportern, Robotern und anderen "Hirngespinsten". Er erläutert dabei meist verschiedene mögliche Ansätze und versucht dem jeweiligen Vorbild so nahe wie möglich zu kommen. Der Detailgrad der Beschreibungen ist in meinen Augen gut gewählt und versöhnt die Ansprüche von Laien und naturwissenschaftlich vorgebildeten Lesern miteinander.

Das Buch eignet sich zusätzlich auch sehr gut als kurzweilige Lektüre, da man problemlos je nach eigenem Interesse auch nur einzelne Kapitel lesen kann, ohne dabei etwas aus dem Zusammenhang zu reißen. Kaku teilt bei seinen Ausführungen sämtliche Technologien in Kategorien ein, welche den Grad der Realisierbarkeit nach unserem Wissenstand zeigen. Nabenbei erlangt man auf diese Weise auch einen kleinen Einblick in aktuelle Forschungsprojekte und wird vielleicht sogar motiviert, weitere Lektüre in dieser Richtung zu lesen.

Alles in allem also ein sehr empfehlenswertes und humorvoll und verständlich geschriebenes Buch, das allen Interessierten einen Einblick hinter die Kulissen der Science Fiction gewährt und dabei teilweise Hoffnung stiftet aber auch den einen oder anderen Traum zerstört. Einen Stern möchte ich nur für die Qualität der Übersetzung abziehen und für die Tatsache, dass Kaku innerhalb eines Themenbereiches hin und wieder sehr weit abschweift und dabei bereits andere Themen vorweg nimmt. Aber in Anbetracht der vielen erwähnten Technologien sind Überschneidungen vermutlich auch unvermeidlich. Darum sehr empfehlenswert!
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"Auf einer ... kosmischen Zeitskala sind Aufstieg und Niedergang menschlicher Zivilisationen nichts weiter als winzige Wellen." (201/2)

Genau diese zeitliche Dimension muss man sich vergegenwärtigen, wenn man die Physik des Unmöglichen verstehen will. Was gestern noch als unmöglich galt, ist heute selbstverständlich, was heute noch utopisch klingt, kann morgen schon Realität sein. "Voraussagen zu treffen ist schwierig. Vor allem, wenn es dabei um die Zukunft geht." (Niels Bohr). Der Physiker Kaku versucht es trotzdem, indem er drei Kategorien des Unmöglichen unterscheidet: "Unmöglichkeiten ersten Grades", die noch in diesem oder im nächsten Jahrhundert möglich werden können (wie Teleportation und Antimateriemaschinen) und "Unmöglichkeiten zweiten Grades", die schon am äußersten Rand unseres Physikverständnisses angesiedelt sind, und sich wenn überhaupt erst in Jahrtausenden oder Jahrmillionen realisieren ließen, wie etwa Zeitreisen. "Unmöglichkeiten dritten Grades" gar verletzen die uns bekannten Naturgesetze und sollten (falls sie sich realisieren ließen) einen grundlegendem Wandel unseres Physikverständnisses bewirken: Stichwort "Perpetuum mobile".

Michio Kaku gelingt der Spagat zwischen ernsthafter Wissenschaft und Science Fiction und dies, obwohl ursprünglich für ein englischsprachiges Publikum geschrieben, in einer auch für deutsche Leser überaus anschaulichen und packenden Sprache. Kleine Mängel in der Übersetzung beeinträchtigen das Lesevergnügen kaum: mit Atomzerstäuber, was eher nach einer Alienwaffe aus dem Fallout klingt, ist ein Teilchenbeschleuniger gemeint, Potassium hört sich zwar an wie eine Substanz aus dem Alchemistenlabor, ist aber simples Kalium.
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am 6. Oktober 2014
Die Kompetenzen eines noch dazu so angesehenen und erfolgreichen Wissenschaftlers zu vergolden, indem man eine so zugängliche und unterhaltsame Schreibkultur pflegt, die im momentanen Sachbuchbereich ihresgleichen sucht, gereicht Kaku mindestens ebenso zu Ehren wie die Mitbegründung der Stringtheorie. Wenn nicht gar einen Deut mehr, da die Begeisterung anderer für die Wunder um uns als fast noch höher zu erachten ist, als die wichtige, aber für die meisten doch unzugängliche Grundlagenforschung.
Drei Kategorien bilden das gut durchdachte Grundgerüst des Werks, den Anfang machen die „Unmöglichkeiten ersten Grades“, womit in absehbarer Zukunft zu erwartende Erfindungen wie Unsichtbarkeit, Kraftfelder, künstliche Intelligenz, Roboter, Teleportation, Psychokinese, Telepathie, Nanotechnik und Antimaterie fallen, deren Grundlagen und Funktionsweise bereits erforscht, allerdings noch nicht umsetzbar sind.
Den zweiten Reigen bilden die „Unmöglichkeiten eben selben, zweiten Grades“, unter die theoretisch ebenfalls mögliche, aber mit einer wesentlichen längeren Entwicklungszeit avisierte Entwicklungen fallen, wobei es durchaus in die Jahrtausende oder Jahrmillionen bis zur endgültigen Fertigstellung gehen könnte. Vertreter dieser Spezies sind unter anderem Paralleluniversen und die Kommunikation mit selbigen, Überlichtgeschwindigkeit, Kontaktaufnahme mit Außerirdischen und Zeitreisen. Die Abgrenzung zur dritten und letzten Königsdisziplin des Buches bildet der Einklang mit den physikalischen Naturgesetzen und damit einhergehende Realisierbarkeit.
Die „Unmöglichkeiten dritten Grades“ haben sich von der normalen Ordnung der Dinge komplett entfremdet und gastieren daher in einem Bereich der vermutlichen Unmöglichkeit. Beispiele für diese, dadurch ein klein wenig bemitleidenswerte, da zum niemals entdeckt werden verdammte, Spezies an Erfindungen sind unter anderem das Perpetuum mobile oder Präkognition.
Auch wenn man instinktiv versucht ist, bei manchen der genannten Kategorien augenrollend laut auszuatmen, sollte man sich den Gesichtspunkt von vor ein paar Hundert oder auch nur paar Dutzend Jahren und das damit einhergehende Weltbild, beziehungsweise selbiges untermauernde Thesen für die Wahrscheinlichkeiten verschiedenster Theorien betrachten. Dann werden sich Legionen von einstigen Unmöglichkeiten finden lassen, die mittlerweile selbst antiquiert und vergessen worden sind, womit es als überaus hochmütig anzusehen ist, unseren momentanen Fragmenten von Teilen des Ganzen unverrückbare und ewig währende Richtigkeit zu attestieren. Im Gegenteil täte die Leichtigkeit des Autors, einzugestehen dass wir in vielerlei Hinsicht noch nicht einmal in die tiefere Brandungszone des kosmischen Ozeans eingetaucht sind, einigen etablierten Koryphäen des Wissenschaftsbetriebs als Motivation zur Öffnung der eigenen Anschauung gewiss gut.
Kaku ist noch zusätzlich anzurechnen, dass er sich sämtlicher Dogmatik verschließt und stattdessen offen und kritisch an die Materie herangeht, ohne den Unterhaltungswert durch Abdriften in allzu theoretische Erklärungen zu mindern, um stattdessen in anschaulichen und abwechslungsreichen Bildern die Welt seiner geliebten Physik auch dem Laien verständlich näher bringen zu können. Und diese Liebe zu seinem Steckenpferd schießt einem dankenswerterweise beim Umblättern aus jedem neuen Absatz funkensprühend entgegen. So muss populärwissenschaftliche Literatur!
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am 6. September 2011
Nicht unbedingt die Bibel der Physik und nicht gerade der heftigst umworbene Bestseller, aber für alle interessierten Leser empfehlenswert, die themenbezogen auch gerne einmal über den Tellerrand hinausblicken. Und besonders für Science-Fiction Liebhaber eine abwechslungsreiche Alternative, wenn gerade mal wieder der Lesestoff ausgegangen ist. Zwar gibt es ähnliche Abhandlungen auch von anderen Autoren, aber nur selten wird der Stoff so verständlich aufbereitet und so übersichtlich gegliedert. Natürlich werden jene Leute, welche das eine oder andere Fachgebiet studiert haben und/oder beruflich entsprechend involviert sind, die vereinfachte Ausdrucksweise mitunter belächeln. Aber das Buch wurde ganz klar für Laien geschrieben. Für Leute, die nicht jedes Wort gleich auf die Goldwaage legen und auch eine Prise Humor und Fantasie mitbringen. Als Nachschlagewerk für Experten kann so etwas natürlich nicht dienen, aber darauf erhebt es ja auch keinen Anspruch.
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am 6. November 2009
Das Buch ist wirklich sehr gelungen und uneingeschränkt zu empfehlen, insbesondere für Menschen die sich zwar für Science Fiction nicht unbedingt aber für die Physik interessieren. Doch leider ist die deutsche Übersetzung weniger gelungen. Insbesondere bei den zahlreichen Scifi-Verbindungen im Buch wurde geschlammt. "Die Schmerzensschreie von einer Milliarde Lebewesen erzeugen eine Erschütterung der Kraft..." hier hätte es natürlich der MACHT heißen müssen. Ferner heißen die Lichtschwerter in Star Wars NICHT Lichtsäbel. Solche Fehler wären leicht zu vermeiden gewesen, wenn der Übersetzer auch nur ein einziges mal Star Wars gesehen hätte. Deswegen besser zum Original greifen, denn Michio Kaku sind solcher Fehler in der Englischen Version natürlich nicht unterlaufen.
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