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Kundenrezensionen

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am 30. August 2009
Ich glaube, dass das Glück ein Nebenprodukt ist, wenn wir auf die für uns richtige Weise leben - und so habe ich auch dieses Buch verstanden: Ein Grossteil wird darauf verwendet, dass wir von unserer irrigen "Glückssuche" ablassen und damit unserem Glück erst eine wirkliche Chance geben. Aber neben diesen generellen Betrachtungen gibt es auch sehr konkrete Anhaltspunkte in diesem Buch. Wie wichtig beispielsweise unsere Haltung (des Körper und des Geistes) für unser Leben ist und wie sehr sich alles um uns herum verändert, wenn wir unsere eigene Haltung verändern. Oder wie sehr Offenheit eine Bedeutung hat in unserem Leben. Beides sind natürlich sehr wichtige Themen beim Zazen, der Zen-Meditation. Durch sie verändern wir nach und nach unsere Haltung und entwickeln eine umfassende Offenheit dem Leben gegenüber.

Das Buch bietet auch eine Vielzahl klassischer Zen-Zitate aus der Feder von Dogen und Kodo Sawaki (beides bedeutenden Lehrer der Soto-Linie). Dazu kommen Anekdoten aus dem Leben des Autors, persönliche Erfahrungen, Gedanken über Unzufriedenheit und Zufriedenheit, auch das Thema Liebe wird ergründet, über Familie und Arbeit wird aus Zen-Perspektive philosophiert, und ganz zum Schluss wird noch kurz auf die Praxis des Zazen eingegangen. Es handelt sich also um eine Mischung aus persönlicher Biographie, Zen-Prinzipien, Gedanken zum praktischen Leben und Anleitung zur Praxis des Zazen (wobei die eher knapp ausgefallen ist und man da z.B. vielleicht zusätzlich noch zu "Zazen" von Taisen Deshimaru greifen sollte).

Alles in allem ein schönes und wohltuend undogmatisches Buch, das einem zeigt, wie sehr Zen das Leben bereichern kann.

Peter Steiner, Autor von "Das Zen des glücklichen Arbeitens", "Weisheit für Minimalisten" u.a.
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am 18. Juli 2008
Ich habe Muhos Buch gelesen und fand es äußerst inspirierend und sehr gut lesbar. Seine Lebensgeschichte allein, die er ausführlich darstellt, liest sich wie ein spiritueller Roman, den man sich so nicht ausdenken kann, weil er authentisch ist. Seine Ausführungen über Themen wie Glück, Liebe, Leben, Familie, Arbeit, Zazen und Zen als Lebenspraxis sind intelligent auf eine natürliche und bescheidene Art und schöpfen ihre Weisheit wohl aus seiner Biographie, seinem radikalen Weg als Zenmönch und vor allem seiner Praxis. Ich habe Muho auf einem Sesshin erlebt und kennen gelernt als einen wunderbaren, authentischen Menschen und lese sein Buch gerade zum zweiten Mal mit großem Gewinn. Es wird nicht das letzte Mal sein, dieses Buch wird einer meiner absoluten Klassiker werden, so wie "Der leere Spiegel" vonn Janwillem van de Wetering oder "Reise nach Ixtlan" von Carlos Castaneda. Wer sich für Zenliteratur und Zenpraxis interessiert: Hier ist ein Deutscher ein japanischer Zenmeister geworden, er versteht Zen, Japan und uns und schreibt ein Buch - genau für uns, was will man mehr?
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am 6. Januar 2007
Ich habe das Buch mit Genuß gelesen. Der Inhalt wechselt zwischen Kapiteln in denen Muho seinen eigenen Weg zum Zen und schließlich nach Japan und nach Antaiji erzählt und Kapiteln, in denen er sich dem Glück als solches widmet ab. Ein Weg zum Glück ? Muho gibt dem Leser seine eindeutige Antwort, die in diese Richtung führen könnte. Ich denke, dass das Buch für jeden Leser zu empfehlen ist, ob er bereits mit Zen in Berührung gekommen ist oder nicht. Muhos Antwort spiegelt sich in vielen Beispielen aus dem Leben wieder, in denen sich jeder in gewisser Weise wiedererkennen wird. Ich habe das Buch mit einem Lächeln und viel Respekt zugeklappt und ich finde, dass das Buch mich, und vielleicht auch andere Leser zum "Handeln" inspiriert hat. In dem Sinne eine absolute Lese-Empfehlung !
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Zen ist reine Praxis. Und diese Praxis dient keinem Zweck. Ein Buch darüber hat mit Praxis nichts zu tun. Und es dient einem Zweck.

Vielleicht soll es uns Zen erklären oder erzählen wie die Praxis funktioniert. Dadurch erscheint in unserem Geist die Vorstellung, wir würden etwas darüber verstehen. Oder wir hätten eine Vorstellung davon. Unser Verstand führt uns gerne in solche Illusionen. Nach dem Lesen dieses Buches wähnen wir uns in der Nähe eines Zustandes, von dem wir in Wirklichkeit immer noch genau so weit entfernt sind wie zuvor.

Lebe so, als seiest du schon tot, heißt es im Text. Dies ist, auf den Punkt gebracht, der Inhalt des Buches. Doch wer mag schon so leben? Unser Leben ist ein einziges Streben. Wie soll denn beides zusammenpassen? Mancher sucht sich einen Ausweg aus diesem offensichtlichen Dilemma und empfindet Zen als Weisheit oder Philosophie. Unterstützt wird eine solche Wahrnehmung durch Bücher wie dieses, denn was geschrieben steht, hat meistens den Zweck, uns etwas zu erklären, was wir lernen sollen oder wollen.

Aber Zen ist nur Praxis und besitzt kein Ziel. Verbindet man die Praxis mit einem Streben, so wird man nie erreichen, wonach man da so angestrengt strebt. Auch das kann man aus diesem Buch lernen. Wir sollen loslassen. Alles, auch das Loslassen. Dann kommt das Glück ganz von alleine. Wir würden dann Glück auch im Unglück empfinden, schreibt der Autor. Das wird für viele eine genau so krude Vorstellung sein, wie ein Leben so, als sei man bereits tot.

Statt diese harten Textstellen zu überlesen oder sie umzuinterpretieren, sodass sie wieder ins eigene Weltbild passen, sollte man hier steckenbleiben, denn sie öffnen ein Fenster in die Welt, in der sich Abt Muho aufhält. Natürlich muss man sich nicht damit anfreunden und natürlich muss man erst recht nicht so leben. Tut man dies jedoch nicht, dann nützt einem auch das Buch in Wirklichkeit nichts, denn dann bläst es nur die eigenen Illusionen auf.

Die Zazen-Praxis erklärt uns Muho erst ganz am Ende dieses Buches sehr kurz. Bis man dahin gelangt, lernt man den Lebensweg des Autors kennen, immer wieder unterbrochen durch zahlreiche Zitate aus Zen-Texten oder von wirklich wissenden Menschen. Und von Lektionen über Liebe, Glück und Freiheit und vieles mehr. Und da wären wir wieder bei den Illusionen. Kann man aus diesen Lektionen tatsächlich etwas lernen?

Muho jedenfalls beschreibt seinen Weg anders. Er durchlief die harte Zen-Schule, die in diesem Buch so abschreckend erzählt wird, dass wohl den meisten Lesern der Gedanke an ein Leben in einem japanischen Zen-Kloster gleich wieder vergehen wird.

Um es kurz zu machen: Das Buch enthält Konzepte über Zen, Konzepte über Glück und vieles mehr. Es kann aber keineswegs die ziellose Praxis ersetzen, aus der das Empfinden all dessen, was hier in Konzepten beschrieben wird, erst wie selbstverständlich erwächst. Zen ist reine Praxis. Alles andere ist Illusion.
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am 28. Januar 2007
Warum es in diesem Buch im Detail geht beschreiben die anderen Rezensionen schon ausführlich.

Es ist keine (direkte) Anleitung zur Praxis des Zazen, davon gibt es eigentlich auch schon genug. Es ist eine wunderbar zu lesende Ausführung über die Zen-Philosophie im Leben des Einzelnen und eben auch im Leben von Muho, ohne dabei so schwer verdaulich zu sein wie manche andere zen-philosopische Schriften. Man kann es entspannt und konzentriert ohne Anstrengung, aber mit Genuss lesen und sich davon motivieren lassen. Gerade zu erfahren wie Muho zu Muho wurde wäre schon ein eigenes Buch wert.

Ich muss zugar zugeben, dass ich zuerst nur jedes zweite Kapitel gelesen habe, den im Buch wechseln sich immer Kapitel mit der Beschreibung des "Werdeganges" von Muho mit seinen Texten über Glück (oder Zufriedenheit, ganz allgemein gesagt) ab. Sein Leben ist schon extren faszinierend, ein Europäer, die die harte Schule des japanischen Kloster-Zen durchlaufen hat und sein ganzes Leben dem Zen widmete, und das schon in jungen Jahren und dafür sogar Japanologie studierte.

Den "anderen" Kapiteln tut man aber unrecht wenn man sie überspringt. Beim zweiten Lesen habe ich alle Kapitel chronologisch gelesen. Das, was Muho über Glück sagt, ist nichts außergewöhnliches, nichts, worauf man nicht auch selbst kommen könnte. Aber gerade deswegen lohnt es sich, es immer und immer wieder gesagt zu bekommen, vielleicht erkennt man dann ja tatsächlich eines Tages, dass das Glück nicht immer in der Zukunft oder weit entfernt hinter dem Horizont liegt.

Solche Ausführungen stellen zwar im "Nur-Sitzen-Zen" immer noch etwas eher ungewöhnliches dar, sie sind aber zumindest hier ein wahrer Genuss zu lesen.
Sowohl ein Anfänger, der noch nichts über Zen und Zazen weiß, als auch ein Praktizierender erfahren viel und verstehen vielleicht mehr.

Dies ist ein Buch, welches somit auch immer wieder dazu motiviert, sich wieder auf's Safu zu setzen und zu praktizieren.
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Ich habe als Jugendlicher über die Celestine-Bücher zum esoterischen Denken gefunden. Irgendwann aber wollte ich mehr und tiefgründiger mich selbst entdecken. Auf der Suche danach, bin ich auf die vielen Bücher und Gedichtbände des Zen-Buddhisten Thich Nhat Hanh gestoßen, die ich an dieser Stelle allen ans Herz legen möchte, die sich für Zen und Zen-Buddhismus und insbesondere für das Thema Glück finden, interessieren.
Über dieses Buch bin ich aufgrund der vielen positiven Berichte gestolpert.

Das Buch Zazen oder der Weg zum Glück ist kein Buch über Zazen im praktischen Sinn. Der Autor zeigt seinen philosophischen Weg und seine Botschaften zum Thema Glück auf und verpackt es am Ende des Buches in die Ausübung der Zan-Zen-Meditation. Bücher zu Za-Zen gibt es wirklich nur wenige. Das liegt wohl eher daran, das es nicht viel zur Handlung Zazen zu betreiben zu wissen gibt. Die richtige Philosophie dabei muss klar sein. Und einen solchen sehr gut geschriebenen Weg zeigt der Autor Abt Muho hier auf. Das Buch läßt sich nicht so einfach weglesen, sondern regt zum nachdenken an. Man läßt sich gerne viel Zeit beim Lesen des Buches, denn es lädt den Leser zum Glücklichsein ein und regt dazu an, sein Leben und Handeln positiver zu sehen.
Das Buch hat mir selbst sehr viel gebracht, weil der Autor eine sehr philosophische Ader hat und sein Buch mich zum Nachdenken und Verändern angeregt hat. Es ist eine Bereicherung für jeden, der nach mehr im Leben strebt als nur seinen "Besitz" zu vermehren. Das Buch ist zeitlos und für jeden geeignet, der in die Tiefe seines Herzens schauen möchte.

SEHR EMPFEHLENSWERT
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am 2. Januar 2013
Habe ich mir schon eine ganze Menge Bücher zum "Thema" Zen gekauft - und immer wieder gedacht, DAS ist das Beste, DAS ist das Richtigste -, mußte ich mir im Nachhinein eingestehen, es gibt nicht "DAS" Buch über Zen. Eigentlich sollte man Zen auch nicht lesen, sondern ausüben, so die alten Meister...
Ja und nein, so meine Meinung. Ich finde, es kann für die eigene Praxis durchaus hilfreich sein, sich mit anderen auszutauschen. Und da ich allein praktiziere, sind Bücher für mich ideal. Abgesehen davon, daß ich einfach auch sehr gerne lese.

Dieses Buch ist geeignet für Zen-Schüler und Menschen, die einfach ihren Horizont ein wenig erweitern möchten und Antworten auf die ewige Frage "Welchen Sinn hat das Leben?" suchen. Sympathisch und spannend geschrieben, bietet dieses Büchlein eine willkommene Abwechslung zu anderen Zen-Werken, die man oft zwei-, dreimal lesen muß, um den Inhalt einigermaßen zu verinnerlichen. Wie Zen selbst: eigentlich ganz einfach, nur recht schwierig, es in Worten auszudrücken.
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am 3. April 2009
Das Buch hält, was der Titel verspricht wirklich zum Großteil. Der Autor schildert seinen Zen-Weg, der ihn schlussendlich nicht nur nach Japan gebracht hat, sondern auch dort sein Leben als Abt gestaltet. Kombiniert mit vielen Aussagen von Zen-meistern und Sprüchen liest sich dieses Buch sehr spannend. Ich habe selbst schon in Japan (Zazen-Erfahrungen eingeschlossen)gelebt und somit ist für mich vieles auch vertraut und nachvollziehbar. Er zeigt auch auf, warum es für in Europa lebende oft schwierig ist"glücklich" zu sein. Ebenso beschreibt er auch die Unterschiede in der Einstellung zu Arbeit, was mir sehr gut gefallen hat. Für alle, die sich mit Zazen beschäftigen, aber auch einen Japanzugang haben, kann ich dieses Buch nur empfehlen.
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am 19. Januar 2007
"Je verzweifelter wir dem Glück hinterher laufen, desto weiter entfernen wir uns davon. Am Ende verlieren wir nicht nur das Glück, sondern auch uns selbst aus den Augen". Solche Gedanken über das Glück und die Unzufriedenheit, die uns nach dem Glück suchen lässt, regen zum Nachdenken an. Was fehlt uns eigentlich noch zum Glück, wo wir doch alles haben? Das Gefühl, glücklich zu sein! Und dass Unzufriedenheit ein Normalzustand ist (sonst gäbe es keine Weiterentwicklung) und wir uns wegen unserer ständigen Unzufriedenheit nicht schämen müssen, ist zwar nicht neu, lässt aber hoffen, irgendwann doch noch glücklich zu werden.

Seinen steinigen Weg vom Zen-Mönch zum Abt des Klosters Anttaiji beschreibt Abt Muho sehr eindrucksvoll. Das Buch schließt mit ein paar Kapiteln über Zen und Zazen, vor allem auch Gedanken darüber, was Zen (Zazen) uns bringen kann.
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am 7. März 2013
(vom Autor von iZen): Die reichhaltige, praktische Zen-Erfahrung des Autors durchdringt das ganze Buch wie eine kühle Brise an einem schwülen Sommertag: Sehr wertvoll und tiefgründig, ein Text der wärmt und liebevoll versucht das mystische Thema "Glück" einzukreisen ... in den Zen-Kreis eben. Obwohl ich meterweise spirituelle Literatur kenne fühle ich mich hier besonders berührt. Der Aufbau, ein Wechsel zwischen autobiografischem Bericht eigener Klostererfahrungen und erleuchtender Philosophie, ist angenehm zu lesen und vermittelt ein spannendes Leseerlebnis. Allerdings kommt das WIE zur Erleuchtung (und damit Glücklichsein) wie bei 99% aller Bücher zu kurz. Dennoch stimmen Preis-Leistung bei diesem sehr empfehlenswerten Buch, auch für Zen-Kenner.
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