Autorip Summer Sale 16 Fashion Sale Hier klicken Kinderfahrzeuge indie-bücher Cloud Drive Photos Erste Wahl Learn More madamet roesle Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic

Kundenrezensionen

3,6 von 5 Sternen33
3,6 von 5 Sternen
Format: Taschenbuch|Ändern
Preis:12,00 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 5. November 2006
Wenn ein Buch erfolgreich ist, dann meist aus der Tatsache heraus, dass Inhalt und Aufmachung ein breites Publikum ansprechen und interessieren. Abtprimas Notger Wolf hat mit "Worauf warten wir?" zugegebenermaßen einen Bestseller gelandet. Die hohen Auflagezahlen bestätigen es. Dabei ist es vor allem der Zeitpunkt, der diese Entwicklung begünstigt. Ein verhaltener Aufschwung ist spürbar, im Grunde jedoch herrscht immer noch eine soziale und wirtschaftlicher Verunsichertheit. Zukunftsperspektiven sind rar, Visionen (laut Wolf überaus notwendig) gibt es auch nicht. Woran krankt der Patient Deutschland? Wo liegen die Ursachen, wo die Lösungen?

Wolfs Antwort ist klar: Bei uns, in jedem Einzelnen, im Inneren, in unserer Einstllung. Darum ist sein Werk auch keine Abhandlung über ökonomische oder soziologische Rahmenbedingungen, sondern primär ideell, wertorientiert. Eine geistiger Veränderung soll der realen vorausgehen, muss ihr vorausgehen. Die 68er sind mit partiell richtigen Anliegen gescheitert. Eine Neuorientierung hin zu Maßstäben, Regeln, Werten und Autorität muss folgen, um die Folgen der 68er zu revidieren. Das mag vereinfacht klingen, ist aber die Grundaussage des Werkes. Geistige Veränderung im Lichte christlich-konservativer Werte: Das ist eine alte Lösung auf alte Probleme. Das muss im Grunde auch nicht schlecht sein, greift aber nicht. Wenn Wolf bewusst aus einem mönchischen Hintergrund heraus argumentiert, dann übersieht er schlicht, dass die Übertragbarkeit von Kloster auf weltliche Gesellschaft in keinster Weise funktioniert. Wer materiell abgesichert ist, kann problemlos das Sicherheitsdenken der Menschen kritisieren, ihre selbstgewählte Abhängigkeit vom Staat, kann von humanem Management sprechen oder die politische Kaste angreifen: Er übersieht, dass eine grundlegende Änderung negativer Entwicklungen eine Bekämpfung der herschenden Mechanismen fordert, die Menschen keine Wahl lassen. Idealismus funktioniert immer so weit, wie er finanzierbar ist. Die Welt ist nunmal klein Kloster.

Dabei ist Wolf ein gewiefter Analytiker: Richtig seine Kritik an den 68ern, soweit richtige Ziele nicht richtig umgesetzt wurden. Richtig seine Ablehnung eine pluralistischen Relativismus und einer defensiven Haltung zu den Grundwerten Deutschlands und Europas. Richtig seine Analyse der Globalisierung und der neoliberalen Gesellschaft. Richtig seine Anmerkungen zu Bildung und Schulsystem.

Diese Betrachtungen Woolfs sind nüchtern, kritisch und pragmatisch. Schwächen macht man aus, sobald Wolf versucht, aus richtigern Analysen mithilfe seines benediktinischen Weltbildes Alternativen und Lösungen zu entwickeln. Hier hätte er tiefgreifender, losgelöster argumentieren müssen. So bleibt "Worauf warten wir?" eine ehrenswerte Gegenwartskritik. Echte Antworten auf die neuen Realitäten unserer Gegenwart sucht man vergebens.
0Kommentar|15 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 18. Dezember 2010
Das Buch lässt eine andere Stimme hören, fast das Gegenteil von dem dass man zurzeit in den Medien liest/hört. Eine gesunde Evaluation der heutigen Gesellschaft und des Menschen vom 21. Jahrhundert. Evalution inspiriert vom heiligen Benedikt. Sehr empfehlenswert !
0Kommentar|Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 11. August 2006
Worauf warten wir? Ketzerische Gedanken zu Deutschland von Notker Wolf ist eigentlich über eine Reise durch China. Doch als deutscher Mönch liegt es nahe beide Länder zu vergleichen. Auch wenn man von einem Geistlichen so viele, klare Worte vielleicht gar nicht gewohnt ist.

Hauptsache Arbeit, egal wo - so denken immer mehr Deutsche. Seit 1950 sind nicht mehr so viele Menschen ausgewandert wie jetzt. Ihr neues Zuhause kannten sie vorher oft nur aus dem Urlaub. Die Regierung hat eine 3/4-Mehrheit und besteht aus CDU und SPD, dennoch Angela Merkel geht nur kleinste Schritte nach vorne und die 19% MwSt. ab 2007 sind ein riesiger Schritt nach hinten. Im Zeitalter der Globalisierung steht Deutschland im weltweiten Wettbewerb. Und es geht nicht nur um den Preis. Sicher, die Chinesen von denen der Autor Notker Wolf berichtet, arbeiten nicht nur billiger, aber vor allem auch motivierter. Klar in China ist vieles im Argen. Ein Rechtstaat ist es nicht, das stimmt. Notker Wolf berichtet darüber, daß er auf seiner Reise durch China ein Zug-Ticket kaufen will und stundenlang ansteht. Als er dann endlich dran kommt, heißt es lapidar, daß es Tickets für Ausländer in der ersten Etage (für mehr Geld natürlich!!!) gebe!

Aber Deutschland ist zum allumfassenden Versorger der Bürger degeneriert und die Kosten sind immens. Und die Motivation, die es nach dem Krieg gab, 1950 haben viele noch gehungert und die Wände in Deutschland hatten Löcher von den Bomben aus dem WK II, und spätestens seit den 70er haben wir es uns so gemütlich eingerichtet, daß sich kaum einer bewegen mag wenn er nicht muß. Und das geißelt Notker Wolf zu Recht auch wenn es unpopulär ist und es (noch) keiner hören will.

Ob Schweden oder China - man bleibt der Ausländer. Wobei an Deutschland hängen immer wenige und das schöne Deutschland relativiert sich für jene die keinen Job mehr haben. Und so ist der Aufruf von Notker Wolf an uns fleißiger zu sein und uns die Chinesen zum Vorbild zu nehmen vielleicht ketzerisch. Aber waren wir vor 50 Jahren nicht genauso motiviert wie die Chinesen die Notker Wolf besucht hat? Und das ist der Punkt. Wir müssen weder Chinesisch sprechen noch auf chinesische Standards absinken, aber es "muß ein Ruck" durch unser Land gehen, das hat schon Richard von Weizäcker (ehemaliger Bundespräsident der BRD) gesagt und das ist heute wie damals gültig. Und das will vermutlich (noch) keiner hören. Aber je früher wir das zur Kenntnis nehmen, desto mehr können für uns verbessern. Je später wir handeln und da hat Notker Wolf sicher Recht, desto weniger können wir besser machen. Sonst heißt es bald: Der letzte macht das Licht aus!
0Kommentar|23 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 3. April 2010
Man mag über den Herrn Abtrpimas denken wie man möchte... aber dieses Buch ist der verzweifelte Versuch, eine Illsuion zu bedienen. Die Illusion, dass die Führungsgestalt eines monastischen Ordens tatsächlich kompetent ist, um vermeintlich weltliche Probleme adequat und mit einem vorauszusetzenden Erfahrungshorizont kommentieren zu können. Beides ist nicht der Fall: Ganz dem Programm der Mixa-Meisner-Müller-Axe enstprechend, schiebt der Herr Abtprimas alle Schuld, die er, bevor er sie verteilt, erstmal künstlich kontruiert, auf die 68iger. Seine Kritik mag teilweise berechtigt, selten sogar zutreffend sein... das ändert aber nichts an der problematischen, der Agenda des Evangeliums ganz und gar nicht entsprechenden Polemik die sich Sätzen wie dem folgenden ausdrückt: "Ich wunderte mich schon über die regelmäßigen Anti-Vietnam-Demonstrationen. Natürlich, auch ich war gegen diesen Krieg. Aber mir schien es absurd, in Deutschland gegen Verhältnisse zu demonstrieren, die zu ändern gar nicht in unserer Macht lag. Diese Demonstrationen waren für mich Gesinnungsshows, allefalls gut zur kollektiven Einübung in Selbstgerechtigkeit. Genauso gut hätten wir Mönche mit großem Geschrei gegen die Sünde - oder vielleicht gegen den Sex - protestieren können." (S.56/57)

Abgesehen davon, dass der Vergleich "Sex" und "Vietnam-Krieg" höchst absonderlich ist, vor "Sex" dann auch noch ein bedrohlicher Artikel steht, stellt sich doch folgende Frage: Wenn es, wie dieses Zitat belegt,nach Meinung des Herrn Abtprimas nichts bringt, zu versuchen auf politische Verhältnisse einzuwirken, warum tut der Herr Abtprimas genau das? Warum, wenn es doch nicht in seiner Macht liegt, kommentiert der Herr Abtprimas permanent die sozialpolitische Situation in Deutschland? Wie kommt es, dass ein Mönch, der weder wirklich arbeiten (nein, das ist keine Unterstelleung...und ja ich kenne das angebliche Motto von OSB...aber "ora et labora" steht nicht in der Benediktsregel, und ist in sich nicht normativ für den Orden...auch nie gewesen), noch eine Familie versorgen muss, allen ernstes behauptet die Hartz - IV-Sätze müssten reduziert werden? Wie kann ich als Abtpirmas, für den immer gesorgt sein wird, anderen die Armut quasi aufzwingen? Das Buch besteht teilweise aus Äußerungen, die inhatlich sagen, die Deutsche müssten endlich so fleißig sein, wie die Chinesen (man vergleiche hierzu das erste drittel des BUches). Zugegeben: Die Chinesen sind fleißig... schon mit 8 Jahren, in der Turnschuh-Fabrik o.ä.
Warum? Weil ihnen niemand die Menschenrechte zugesteht, die man eben bei uns, unerhörterweise, in Anspruch nimmt.

Fazit: Ein Mönch, für den Sexualität (die er selbstverständlich sublimiert um höhere geistige Aggregatzustände zu realisieren) genauso moralisch fragwürdig wie der Vietnam-Krieg ist, wünscht sich, dass die Deutschen endlich mal anfangen, Turnschuhe zusammenzukleben, auch für weniger Geld,dass sie, wenn sie eben keine Arbeit finden, weniger Arbeitslosengeld bekommen, und ist der Meinung, dass es falsch ist, zu glauben, das "befreite Triebwesen [sei] von Natur aus gut" (S.66)...ihm wäre lieber ein unterdrücktes...wo das hinführt, haben die jüngsten Skandale, auch, oder gerade unter seinen Ordensbrüdern gezeigt.

Der Renzensent ist Student der Theologie.
11 Kommentar|7 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 9. November 2007
Anamnese und Therapie in einem Buch! Noch niemals habe ich eine so treffende Analyse des mangelnden gesellschaftlichen Verantwortungsbewußtseins der 68er-Bewegung gelesen - alle anderslautenden Bekundungen der Dutschkes, Cohn-Bendits und Co. werden ad absurdum geführt. Wunderbare Passage über einen Kinderladen, in dem die lieben Kleinen sogar mit Fäkalien herumwerfen durften. Danach wird einem vieles klar...
Einziges Manko: Zum Ende hin liest sich Notker Wolf ein bißchen zäh. Bleibt nur zu hoffen, dass die klugen Köpfe nicht nur bei den Benediktinern zu finden sind. Ein wirklich überzeugendes Buch!
0Kommentar|3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 30. April 2007
Die Hälfte des Buches besteht aus Schmähungen gegen "die Achtundsechziger". Pauschal und oberflächlich wird alles, auf das man in Deutschland schimpfen kann, auf "die Achtundsechziger" zurückgeführt.

In den restlichen Abschnitten heißt es immer nur "ich, ich, ich". Alles dreht sich um die Karriere des Autors als Erz- und Oberabt, um seine Erfolge, und darum, was für ein großartiger Mensch er doch ist.

Die wenigen theologischen und kirchlichen Anmerkungen (z.B. im Hinblick auf buddhistische Mönche oder auf seine afrikanischen Ordensbrüder) sind oberflächlich und herablassend. Erschreckend, dass dies vom obersten aller Benediktiner kommt.

Wer eine Schlagwortsammlung für konservative Stammtische sucht, liegt mit diesem Buch richtig. Als Appetitanreger ein Zitat, original und ungekürzt aus dem Kapitel "Rettet die Achtundsechziger!", Seite 93:

"Auch das Desaster der Rechtschreibreform darf in dieser Aufzählung nicht fehlen. Der einzige Zweck dieser Reform bestand darin, Einwanderer- und Unterschichtkindern den Schulerfolg zu erleichtern. Die deutsche Sprache war lediglich das Mittel zu diesem Zweck. Die Reformer hatten freie Hand, die innere Ordnung der Sprache den großen Idealen der Chancengleichheit und der sozialen Gerechtigkeit zu opfern. Und die Politiker nahmen billigend in Kauf, dass Denken und Verständnis in Mitleidenschaft gezogen werden, wenn die Schriftsprache an Differenzierungsmöglichkeiten einbüßt. Zu dem hanebüchenen Verdummungseffekt der Rechtschreibreform kam noch die Kaltschnäuzigkeit, mit der das Volk vor vollendete Tatsachen gestellt wurde."
11 Kommentar|26 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 28. März 2013
Das Buch hat nicht meinen Erwartungenentsprochen. Ich habe es kurzerhand verschenkt. Oft ist es gut, sich auch von Nutzlosem zutrennen.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 18. August 2011
Das Buch von Notger Wolf, Abtprimas der Benediktiner, ist der blanke Hohn und ein Schlag ins Gesicht eines jeden sozial denkenden Menschen.

Selbst wohl versorgt, der Orden kommt für Verpflegung und Logis nicht schlecht auf, ohne Sorgen um seine Altersversorgung sitzt Wolf auf dem hohen Roß der Arroganz und blubbert seine sinnfreien Thesen in die Welt. Am Wolf'schen Wesen soll Deutschland genesen. Pfui Deibel, der gute Mann sollte sich was schämen. Nach der Lektüre dieses Pamphletes weiß ich wieder, warum mir der fanzösische Weg des Laizismus so sympathisch ist.
0Kommentar|3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 26. August 2006
Durch das Stern-Interview neugierig geworden habe ich mir das Buch zugelegt und bin leider enttäuscht worden.

Viel Blabla zu Notker's China-Reise und wenig Substanz auf den Titel bezogen. Im Deutschunterricht würde man sagen: Thema voll verfehlt. Die wenigen interessanten und gut versteckten Kernaussagen des Buches sind die Zeit für die anderen Seiten nicht Wert.

Mehr als im Stern-Interview ist auch auf den 216 Seiten nicht zu finden. Der ganze Hype um dieses belanglose Buch ist wirklich lächerlich.

Eine tiefere Auseinandersetzung mit seinen Thesen findet nicht statt, sondern bleibt Plaktiv. Schade aber keine 12.- € wert.
11 Kommentar|21 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 26. Februar 2007
Gerade als Christ war ich interessiert, was ein Mann, der einem bedeutenden Orden vorsteht, der außerhalb des tagespolitischen Geschäfts steht und als Deutscher seit Jahren im Ausland lebt, zum Zustand unseres Landes sagt.
Ich war neugierig darauf, welche Analysen er gerade aus christlicher Sicht anstellt.

Leider aber beschränkt sich sein Christsein auf seine CSU-Anhängerschaft. Die 68er sind die Wurzel allen Übels und die SPD der Unheilsbringer für das deutsche Volk.

Selbst die hemmungslose Gier einiger Wirtschaftsbosse verbucht Wolf als normale Folge des 68er-Denkens.

An jedem bayrischen Stammtisch hat Wolf seinen Beifall sicher, für einen differenziert denkenden Mensch aber ist das überteuerte Büchlein eine Zumutung.
0Kommentar|14 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden