Kundenrezensionen


10 Rezensionen
5 Sterne:
 (7)
4 Sterne:
 (2)
3 Sterne:
 (1)
2 Sterne:    (0)
1 Sterne:    (0)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


18 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr lesenswert!
In dem Taschenbuch „Erfindungen der Natur“ von Cerman, Barthlott und Nieder geht es um ein noch relativ junges Forschungsgebiet, die Bionik. Zu Beginn erfährt der Leser eine Menge interessanter Dinge über die Wurzeln dieser interdisziplinär arbeitenden Wissenschaft und ihren geschichtlichen Hintergrund. Unter anderem wird hier erklärt,...
Veröffentlicht am 9. November 2005 von asolga

versus
11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen nicht immer eloquent!
Die Bionik ist die Wissenschaft der Nachbildung natürlicher Systeme. Diese künstlichen Systeme gleichen in charakteristischen Eigenschaften den natürlichen oder sind ihnen analog.
Die Definition wurde 1958 erstmals dargelegt, und zwar bezeichnenderweise von einem Militär. Denn in den Anfängen und erst recht in der modernen Bionik sind die...
Veröffentlicht am 18. Dezember 2009 von Stefan Erlemann


Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

18 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr lesenswert!, 9. November 2005
Rezension bezieht sich auf: Erfindungen der Natur: Bionik - Was wir von Pflanzen und Tieren lernen können (Taschenbuch)
In dem Taschenbuch „Erfindungen der Natur“ von Cerman, Barthlott und Nieder geht es um ein noch relativ junges Forschungsgebiet, die Bionik. Zu Beginn erfährt der Leser eine Menge interessanter Dinge über die Wurzeln dieser interdisziplinär arbeitenden Wissenschaft und ihren geschichtlichen Hintergrund. Unter anderem wird hier erklärt, woher eigentlich die Idee stammt, das Frühstücksei mit einem (meist) präzise arbeitenden Streuwerkzeug zu verfeinern. Außerdem wird gleich zu Anfang betont, was „echte Bionik“ ausmacht: nicht das simple Kopieren der Natur, sondern das Verstehen natürlicher Phänomene und deren anschließende Umsetzung in technische Lösungen.
Im Verlauf des Buches werden sämtliche bedeutende Bioniker (insbesondere aus Deutschland) mit ihren Forschungsschwerpunkten vorgestellt und ihre zum Teil herausragenden Leistungen sehr anschaulich dargelegt. Alle wichtigen Themenkomplexe in der Bionik finden Berücksichtigung. So wird gezeigt, was Solarzellen von Motten „lernen“ können, weshalb Geckos nicht von der Wand fallen und was der neue Airbus A380 mit dem Pelikan gemeinsam hat. Kleine Exkurse, z.B. zur Entwicklung des Raterelektronenmikroskops, liefern zusätzliche interessante Informationen und lockern das Buch auf. Komplexere Zusammenhänge, wie das Prinzip der Finite-Element-Methode, werden so anschaulich erklärt (Goudastück), dass sie auch für den Laien verständlich sind. Das Buch schließt mit einer verallgemeinerten Vorgehensweise in der Bionik, in deren Zusammenhang auch auf die so wichtigen patentrechlichen Belange eingegangen wird.
„Erfindungen der Natur“ ist trotz seiner fachlichen Präzision sehr verständlich und unterhaltsam geschrieben und auch ohne größere naturwissenschaftliche Vorbildung gut lesbar; etwas komplexere Abschnitte können nach Belieben übersprungen werden. Für die Unterkapitel wurden erfrischend peppige Überschriften gewählt. Die Qualität der Abbildungen ist durchweg sehr gut. Es ist zu hoffen, dass dieser gelungene Überblick über einen faszinierenden Forschungszweig zahlreiche Leser findet!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen nicht immer eloquent!, 18. Dezember 2009
Von 
Stefan Erlemann (Witten) - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 100 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Erfindungen der Natur: Bionik - Was wir von Pflanzen und Tieren lernen können (Taschenbuch)
Die Bionik ist die Wissenschaft der Nachbildung natürlicher Systeme. Diese künstlichen Systeme gleichen in charakteristischen Eigenschaften den natürlichen oder sind ihnen analog.
Die Definition wurde 1958 erstmals dargelegt, und zwar bezeichnenderweise von einem Militär. Denn in den Anfängen und erst recht in der modernen Bionik sind die Militärs meist die Auftrag- und Geldgeber.
So sind Untersuchungen an natürlichen Oberflächen (Kapitel I, S. 27-78) auf vielfältige Weise interessant. Die Nachbildung der Oberflächenstruktur von Mottenaugen etwa ist eine Möglichkeit, deren sehr geringe Reflexion technisch einzusetzen. Beispielsweise werden transparente Abdeckungen von Autoprojektoren dadurch entspiegelt (die 8% Reflexion einer Glasscheibe werden auf unter 1% reduziert). Mit Hilfe der Nachbildung der Oberflächen einer Lotus-Pflanze können Behälter mit klebrigsten Flüssigkeiten restlos entleert werden.
Neben zahlreichen Beispielen die Welt der Oberflächen betreffend, werden die tierischen Sinne und ihre Möglichkeiten für technische Errungenschaften ausführlich erläutert (Kapitel II, S. 79-108).
Weitere Schwerpunkte des Buches sind gewachste Oberflächen (Kapitel III, S. 109-158) sowie das Phänomen des Fliegens und ihre Umsetzung und Nutzung (Kapitel IV, S. 159-194) - wir lernen Beispielsweise, was ein Pelikan mit einem Airbus gemein hat.
Es folgen die technischen Verbesserungen, die durch die Erforschung des Schwimmens in der Natur möglich sind (Kapitel V, S. 195-236) und die Robotik, also die Nachbildung von tasten, krabbeln und laufen durch technische Apparate (Kapitel VI, S. 237-258).
Abschließend geben die Autoren einen Ausblick der verschiedenen Forschungszweige der Bionik (Kapitel VI, S. 259-262).
Im Anhang finden sich Kurzportraits der drei Buchautoren, ein Verzeichnis weiterführender Literatur und ein Register. Eine Auflistung nebst Erläuterung der zahlreichen Fachwörter sucht man allerdings vergebens.

Das Buch, geschrieben von Zdenek Cerman, Wilhelm Barthlott und Jürgen Nieder, will nicht weniger als einen Überblick über die Bionik geben.
Diese Übersicht ist hochinteressant und sehr ausführlich, gerät aber immer wieder zu einer hochwissenschaftlichen und schwierigen Abhandlung. Dem Laien sind Reynolds-Zahlen (für den Luftwiederstand von Flugmodellen und deren Verwendung in Windkanälen unabdingbar) schwer zu vermitteln und deren Herleitung eher uninteressant. Zahllose spannende Beispiele aus der Natur werden durch ein Zuviel an Erklärung und wissenschaftlicher Definition zu komplex und für den Laien unverständlich.
Dies ist sehr schade, denn sowohl das Forschungsgebiet als auch seine Anwendung im Alltag des Lesers sind mit wunderbaren Beispielen dokumentiert. Doch fast in jedem Fall wollen die Autoren zu viel. Es entsteht ein Fachbuch für den Wissenschaftler angrenzender Fachgebiete oder den interessierten und bewanderten Laien, keinesfalls aber ein Lesebuch für den Unkundigen. Auch als Lernstoff ist es pädagogisch nicht sinnvoll aufgebaut - es wird einfach zuviel vorrausgesetzt.
Des Weiteren sind die wenigen Grafiken zu klein, zu undeutlich und schwarzweiß. Sie sind zur Erhellung des Textes weniger geeignet. Größere und deutlich mehr Grafiken, eventuell koloriert, hätten dem Fachbuch sehr gut getan.
Sehr lobenswert ist die Darstellung des militärischen Einflusses auf die Bionik. Dieses eher unrühmliche Kapitel dieser Wissenschaft wird klar und deutlich zur Sprache gebracht und begründet. Einer Wertung entziehen sich die Autoren allerdings, für sie ist es schlicht Fakt, dass Militärs in diesem Forschungsgebiet "den Ton angeben".

Fazit: Diese wissenschaftliche Abhandlung zum Fachgebiet Bionik ist komplex und setzt einen gehörigen Willen des Lesers voraus, sich mit der Materie auseinander zu setzen. Dann aber erschließen sich wahre Fundgruben der alltäglichen Nutzung natürlicher Systeme und Methoden. Dies ist spannend und lehrreich dargestellt, doch einfach ist dieses Buch und sein Fachgebiet nicht.
Dennoch möchte ich es empfehlen, denn hier wird Wissenschaft an vorderster Front dokumentiert, und prägnant wird dargestellt, in welche Bereiche des Alltags diese Forschungsergebnisse fast unmittelbar eingreifen.

Stefan Erlemann
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Von Biegespannung und Haifischhäuten, 21. November 2005
Rezension bezieht sich auf: Erfindungen der Natur: Bionik - Was wir von Pflanzen und Tieren lernen können (Taschenbuch)
Bionik ist ein außerordentlich spannendes Thema. Lösungen aus der Natur werden auf technische Fragestellungen übertragen und nach Möglichkeit in Produkte umgesetzt (was häufig nicht so einfach ist). Den Klettverschluss kennt jeder, aber es gibt noch eine Fülle anderer Anwendungen, die in diesem Buch vorgestellt werden. Das erste bionische Patent wurde - wie wir hier erfahren - für einen Salzstreuer erteilt, der nach dem Vorbild der Mohnkapsel für gleichmäßige Streuergebnisse sorgen soll. Haben sich die Autoren vielleicht auch von der Natur anregen lassen? Ihr Buch ist jedenfalls ausnehmend gut gelungen, ich würde sagen, es setzt Maßstäbe. Denn die Materie ist sehr komplex, es gibt wohl keinen Wissenschaftszweig, der so interdisziplinär ausgerichtet ist wie die Bionik. Den Autoren gelingt es, mit einer beeindruckenden Souveränität in das Thema einzuführen, Probleme auf den Punkt zu bringen (z.B. militärische Forschung, "zu gutes" Image der Bionik, fehlende Grundlagenforschung), vielfältigste Anwendungsbeispiele vorzustellen - und zwar so, dass sie sehr gut verständlich sind. Und schließlich gefällt mir auch die Art, wie die Autoren schreiben: klar, anschaulich, präzise, unaufgeregt und dabei noch amüsant. Ich finde, SO sollten Sachbücher sein - nicht nur über die Bionik. Auf eine angenehme Art unaufgeregt. Das Buch zeigt, dass man ein Thema nicht marktschreierisch verkaufen muss - damit tut man dem Thema nämlich keinen Gefallen. Und auch dem Leser nicht, der schlecht informiert wird. Daher wünsche ich diesem Buch viele, viele Leser.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen anspruchsvoll, verständlich, absolut lesenswert, 30. Juli 2007
Von 
Stephan Kleiber "buchtippse.de" (München) - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Erfindungen der Natur: Bionik - Was wir von Pflanzen und Tieren lernen können (Taschenbuch)
°
"Erfindungen der Natur" zählt ganz sicher zu den besten Sachbüchern, die ich in den letzten Jahren gelesen habe. Sehr gelungen finde ich die Mischung aus wissenschaftlichem Anspruch und dem Ziel, selbst komplexere Zusammenhänge verständlich zu vermitteln. Das Autorenteam gibt dabei einen breit gefächerten Überblick über biologische Prinzipien, Mechanismen und Techniken, die sich im Lauf der Evolution im Tier- und Pflanzenreich entwickelt und bewährt haben. Allein das ist schon lesenswert für alle Biologie-Interessierten. Die Erforschung dieser natürlichen Strategien und deren Anwendung auf menschliche Probleme scheinen auf der Hand zu liegen. Erstaunlich ist es daher, dass manche Erkenntnisse noch relativ neu sind und einiges noch gänzlich unerforscht ist. Auch hier gehen die Fortschritte in der Forschung eben einher mit der technischen Weiterentwicklung der Untersuchungswerkzeuge. Ein super spannendes, absolut lesenswertes Buch.

~
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Erfindungen der Natur: Bionik - Was wir von Pflanzen und Tieren lernen können, 8. März 2010
Rezension bezieht sich auf: Erfindungen der Natur: Bionik - Was wir von Pflanzen und Tieren lernen können (Taschenbuch)
Habe mir dieses Buch gekauft, um einen detaillierteren Einblick in die Bionik zu gewinnen. Und ich muss sagen, dieses Buch hat meine Erwartungen voll und ganz erfüllt. Neben einem geschichtlichen Verlauf der Bionik, sowie Ausblicken in die Zukunft werden hier sehr viele Anwendungen erklärt. Mich hat an diesem Buch gerade die doch sehr detaillierte Erklärung der mitunter sehr biologisch technischen Gegebenheiten begeistert, jedoch bin ich in diesen Bereichen durch mein Studium der Bioverfahrenstechnik auch vorbelastet. Begriffe wie Reynolds-Zahl, Biege- / Torsionsspannung, Zellwandaufbau etc. sind somit keine völlig fremden Bereiche für mich. Ein nicht so interessierter Leser, könnte sich durch diese Details unter Umständen erschlagen fühlen (obwohl auch diese nicht ohne weitere Erklärungen aufgegriffen werden). Es ist somit auch ohne Vorkenntnisse möglich den Erklärungen gut zu folgen. Natürlich kommt es immer darauf an was man sich von einem Buch verspricht. Der technisch biologisch interessierte Leser kann mit diesem Buch meiner Meinung nach nichts falsch machen.

Für all diejenigen, die sich eher einen Überblick über den Bereich der Bionik verschaffen wollen, sich nicht mit allzu ausführlichen Details "rumschlagen" wollen und dennoch den Anspruch einer guten Erklärung technischer Gegebenheiten nicht missen wollen, denen empfehle ich: Bionik - Abgekupfert von der Natur. Ein gutes Buch, dass sich schön lesen lässt, alle wichtigen Information enthält und dennoch nicht zu sehr ins Detail abdriftet.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


4.0 von 5 Sternen Guter Einstieg in das Thema von deutschen Autoren, 1. September 2013
Von 
Florian Matthes (München) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Erfindungen der Natur: Bionik - Was wir von Pflanzen und Tieren lernen können (Taschenbuch)
Meine Tochter (15J) hatte sich das Buch als Reiselektüre für den Sommerurlaub gewünscht. Ich habe es dann selbstgerne nach ihr im Urlaub gelesen. Das Autorenteam kommt aus dem deutschen Hochschulumfeld und beschreibt anschaulich und allgemeinverständlich anhand zahlreicher Beispiele die grundsätzlichen Methoden und interessante Ergebnisse der Bionik. Ein Rückblick auf die junge Geschichte der Disziplin hilft eventuell bei der Studienwahl.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


5.0 von 5 Sternen Sehr Umfangreich und hoch interessant, 29. Juni 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Erfindungen der Natur: Bionik - Was wir von Pflanzen und Tieren lernen können (Taschenbuch)
Habe mir dieses Buch für meine Seminararbeit gekauft und bin damit sehr zufrieden. Auf viele nützliche Dinge bin ich bei der Internetrecherche nämlich gar nicht gestoßen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


4.0 von 5 Sternen Super!, 29. Dezember 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Erfindungen der Natur: Bionik - Was wir von Pflanzen und Tieren lernen können (Taschenbuch)
Habe das Buch verschenkt. Es hat große Freude ausgelöst. Sehr informativ und lehrreich für jeden, der etwas Interesse daran hat.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr lesenswert!, 9. November 2005
Rezension bezieht sich auf: Erfindungen der Natur: Bionik - Was wir von Pflanzen und Tieren lernen können (Taschenbuch)
In dem Taschenbuch „Erfindungen der Natur“ von Cerman, Barthlott und Nieder geht es um ein noch relativ junges Forschungsgebiet, die Bionik. Zu Beginn erfährt der Leser eine Menge interessanter Dinge über die Wurzeln dieser interdisziplinär arbeitenden Wissenschaft und ihren geschichtlichen Hintergrund. Unter anderem wird hier erklärt, woher eigentlich die Idee stammt, das Frühstücksei mit einem (meist) präzise arbeitenden Streuwerkzeug zu verfeinern. Außerdem wird gleich zu Anfang betont, was „echte Bionik“ ausmacht: nicht das simple Kopieren der Natur, sondern das Verstehen natürlicher Phänomene und deren anschließende Umsetzung in technische Lösungen.
Im Verlauf des Buches werden sämtliche bedeutende Bioniker (insbesondere aus Deutschland) mit ihren Forschungsschwerpunkten vorgestellt und ihre zum Teil herausragenden Leistungen sehr anschaulich dargelegt. Alle wichtigen Themenkomplexe in der Bionik finden Berücksichtigung. So wird gezeigt, was Solarzellen von Motten „lernen“ können, weshalb Geckos nicht von der Wand fallen und was der neue Airbus A380 mit dem Pelikan gemeinsam hat. Kleine Exkurse, z.B. zur Entwicklung des Raterelektronenmikroskops, liefern zusätzliche interessante Informationen und lockern das Buch auf. Komplexere Zusammenhänge, wie das Prinzip der Finite-Element-Methode, werden so anschaulich erklärt (Goudastück), dass sie auch für den Laien verständlich sind. Das Buch schließt mit einer verallgemeinerten Vorgehensweise in der Bionik, in deren Zusammenhang auch auf die so wichtigen patentrechlichen Belange eingegangen wird.
„Erfindungen der Natur“ ist trotz seiner fachlichen Präzision sehr verständlich und unterhaltsam geschrieben und auch ohne größere naturwissenschaftliche Vorbildung gut lesbar; etwas komplexere Abschnitte können nach Belieben übersprungen werden. Für die Unterkapitel wurden erfrischend peppige Überschriften gewählt. Die Qualität der Abbildungen ist durchweg sehr gut. Es ist zu hoffen, dass dieser gelungene Überblick über einen faszinierenden Forschungszweig zahlreiche Leser findet!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Natur verstehen, und staunend von ihr lernen..., 16. Dezember 2007
Von 
Kankin Gawain "Bis übermorgen dann..." (Eutopia) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Erfindungen der Natur: Bionik - Was wir von Pflanzen und Tieren lernen können (Taschenbuch)
Die Bionik ist eine Wissenschaft, die mich in Aufregung versetzt. Das möchte ich erklären: Der Mensch kann sich auf zwei Wegen der Natur nähern - einmal mit dem Auge des Naturwissenschaftlers, der verstehen will, wie die komplexe Maschinerie des Lebens funktioniert, ein anderes mal als Naturfreund, der zwar nicht alles versteht, was er sieht, aber dafür umso mehr Staunen und Ehrfurcht empfindet. Mir scheint nun, als ob ein guter Bioniker beides in sich vereinigen könnte. Er könnte zum einen die Natur objektiv untersuchen und sich zum anderen trotzdem als bloßer Schüler der Natur verstehen. Erkenntnis und Ehrfurcht wären miteinander vereinbar. Und da die Natur darüberhinaus auch noch eine Meisterin der Nachhaltigkeit ist, könnte die Bionik auch zur Bewahrung unserer Biosphäre beitragen.
Ehrfurchtsvoll von der Natur lernen, nachhaltige Technik entwickeln, das Leben als unerschöpflichen Schatz an bereits angewandtem Wissen begreifen - all das könnte die Technik des 21. Jahrhunderts ausmachen. Aufklärung und ihre Gegenbewegung, die Romantik, wären dialektisch miteinander vereint, versöhnt.
Stolz hat mich nebenbei noch gemacht, dass gerade viele deutsche Forscher auf dem Gebiet der Bionik so führend sind. Aber die Romantik ist ja auch eine deutsche Erfindung, nicht wahr?
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

Erfindungen der Natur: Bionik - Was wir von Pflanzen und Tieren lernen können
Gebraucht & neu ab: EUR 2,61
Auf meinen Wunschzettel Zahlungsmöglichkeiten ansehen
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen