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42 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Betrachtungen eines lauffaulen Genioes am Ball
Günther Netzer beschreibt den Weg eines der ungewöhnlichsten Fussballer, die Deutschland je hatte. Seinen Weg. Diese Beschreibung ist nüchtern, klar mit einer Spur von Distanz und trotzdem konnte ich das Buch kaum zur Seite legen und habe es fast in einem Rutsch gelesen.
Da schreibt kein Verbissener, kein Besessener, da schreibt einer, der die...
Veröffentlicht am 12. Juni 2004 von André Krämer

versus
9 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ansammlung von "Anekdötchen"
An Günter Netzer haben sich schon zu seiner aktiven Zeit als Fußballer die Geister geschieden. Für die einen ein genialer Fußballer mit überragender Technik, für die anderen ein lauffauler Schönwetterkicker, der nur gut war, wenn andere für ihn die Lauf- und Drecksarbeit erledigten. Und auch heute als Co-Kommentator bei...
Veröffentlicht am 2. Juli 2004 von Peter Bahner


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42 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Betrachtungen eines lauffaulen Genioes am Ball, 12. Juni 2004
Von 
André Krämer (Bielefeld) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Aus der Tiefe des Raumes (Gebundene Ausgabe)
Günther Netzer beschreibt den Weg eines der ungewöhnlichsten Fussballer, die Deutschland je hatte. Seinen Weg. Diese Beschreibung ist nüchtern, klar mit einer Spur von Distanz und trotzdem konnte ich das Buch kaum zur Seite legen und habe es fast in einem Rutsch gelesen.
Da schreibt kein Verbissener, kein Besessener, da schreibt einer, der die Schönheit des Lebens zu schätzen weiß, jene, die abseits des Sports liegt und die, die im Fußball selbst zu finden ist. Netzer beschreibt seinen Hang zur Bequemlichkeit, ja zur Faulheit, seine manchmal übergroße Sorglosigkeit, seinen oft fehlenden Ehrgeiz und seine ebenso oft fehlende Kondition. Er beschreibt die Trainer, die ihn zu Anstrengungen zwingen, die er von sich aus nicht auf sich nehmen wollte und schildert Begegnungen mit Menschen in seinem Leben, die immer wieder zum rechten Zeitpunkt, gerade das in ihm entdeckten und von ihm brauchten, was er selbst noch gar nicht als eigene Fähigkeit entwickelt hatte.
Aus alldem, besonders aus den spezifischen Netzerschen Schwächen; lässt sich vielleicht verstehen, warum gerade Netzer es war, der die legendäre Gladbacher Fohlenelf und später die ebenso legendäre 72er Nationalmannschaft zu einer Spielweise führte, die seither nicht mehr erreicht wurde, zu einem leichtfüßigen, kombinationssicheren, offensiven und fast übermütigen Fußball, den zu betrachten eine reine Freude war. Damals hieß es, dieser Fußball sei Ausdruck der gesellschaftlichen Veränderungen Anfang der 70er, der Aufbruchsstimmung, der neuen Offenheit, des revolutionären Aufbruches.
Netzer schildert natürlich auch seine Begegnung und Auseinandersetzung mit dem berühmten Hennes Weisweiler, die in seiner Selbsteinwechslung im DFB-Pokalsieg gegen Köln mit dem anschließenden Jahrhunderttor in der Verlängerung gipfelte (und endete). Er beschreibt Weisweilers Taktik, die aus Netzers Sicht im wesentlichen darin bestand, neunzig Minuten am Stück Hurrafussball zu spielen, hin und her zu rennen und lieber 5:4 zu gewinnen als 1:0. Netzer hielt das ( gerade aufgrund der eigenen Bequemlichkeit) interessanterweise für falsch und doch ist wohl aus beider Zusammenarbeit eine Spielkultur entstanden, die unvergesslich bleibt.
Alles in allem ein schönes (Fußball-) Buch, gerade für die, die sich an die 70er Jahre erinnern.
Mir persönlich gefällt Netzers oft lakonische Nüchternheit, auch im Umgang mit Schicksalschlägen, eigenen oder fremden Schwächen. Er beschreibt sehr geradlinig und ohne Schnörkel ein gelungenes Leben auf und abseits des Fußballplatzes.
Wer sich für die in Biographien so selbstverständlich gewordenene schmutzige Wäsche interessiert, wird hier nicht bedient. Wer noch einmal aus der Sicht eines ihrer wesentlichen Protagonisten ein Stück Fußballhistorie genießen will, wird seine Freude an diesem Buch haben.
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14 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schweinscool!, 5. Juli 2004
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Aus der Tiefe des Raumes (Gebundene Ausgabe)
Günter Netzer gilt gemeinsam mit seinem Partner Delling zu recht als Fußball-Kommentatoren-Instanz des deutschen Fernsehens. Mir - als jüngeren Fußballfan und Leser, der Günter Netzer nicht aus seiner aktiven Fußballzeit kennt - war immer schleierhaft gewesen, woher das fußballerische Weltwissen des Günter Netzer denn eigentlich kommt. Nach Lektüre seines Buches weiß ich, dass die Weisheiten zu einem großen Teil dem Leben selbst entnommen sind - obwohl... man darf ja Autobiographien nie 100% für voll nehmen, schließlich sind sie seit jeher ein probates (aber natürlich auch: ein legitimes) Mittel der Geschichtsfälschung.
Vergessen darf man hier aber nicht: es erzählt ein deutsches Fußballdenkmal seine Geschichte! Und selbst wenn man nicht alles glauben darf, eines ist vollkommen sicher: Günter Netzer war und ist schon ein schweinslässiger Typ, der uns mit seinen Erzählungen noch einmal vor Augen führt, warum wir alle davon träumen, Stars zu sein.
Dass uns das von Günter Netzer vor Augen geführt wird und nicht etwa von anderen ehemaligen Fußballern, die in diversen Runden als "Fußballexperten" durch die Talkshows geistern, dafür können wir uns wirklich nur bedanken, was ich auch hiermit tue: Danke, Günter Netzer!
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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Alles halb so wild, 12. April 2006
Von 
T. Ingold (Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Aus der Tiefe des Raumes: Mein Leben (Taschenbuch)
Der zweitberühmteste Seitenscheitel der Nation gehört Günter Netzer. In den Siebzigern waren die Haare noch länger, da rannte die coole Sau mit wehender blonder Mähne über den Platz. Obwohl „rennen" nicht das richtige Wort ist. Netzer, bekannt für seine notorische Lauffaulheit, verteilte als Mittelfeldregisseur von Borussia Mönchengladbach und später Real Madrid die Bälle an seine Mitspieler. Daher der Titel der Autobiographie: „Aus der Tiefe des Raumes". Diese Pässe waren Netzers Spezialität. Dass sie nicht immer gelangen, belegt die folgende Äußerung seines Trainers Hennes Weisweiler: „Abseits is', wenn dat lange Arschloch zu spät abspielt." Diese und andere launige Anekdoten weiß Netzer zu berichten, er erzählt mit einer charmanten Mischung aus Selbstironie und Selbstdarstellung von den drei großen F seines Lebens: Fußball, Ferraris, Fic..., äh, Frauen. Wer aufgrund seiner Nähe zur linken Boheme der Siebziger und seines Rufs als Rebell Tiefgründiges erwartet, wird enttäuscht. Netzer outet sich ganz unprätentios als ein intellektuell wie politisch vollkommen Ahnungsloser. Nach dem Ende seiner Profi-Karriere verliert auch die Autobiographie deutlich an Schwung. Dennoch ein lesenswertes, kurzweiliges Buch. Schöne Fotos sind auch drin.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen äußerst amüsante Lektüre, 31. Dezember 2006
Rezension bezieht sich auf: Aus der Tiefe des Raumes: Mein Leben (Taschenbuch)
Ich (Jahrgang 79) kannte Günter Netzer nur aus dem Fernsehen (mit Delling) und habe seine großen berühmt-berüchtigten Zeiten leider nicht miterlebt. Um so mehr habe ich die Lektüre des Buches genossen. Ob nun alles der Wahrheit entspricht, manches vielleicht ein wenig geglättet wurde, ist letztlich egal - es macht einfach Spaß, aus Netzers verrücktem Leben zu erfahren und zu glauben, dass man Netzer nun richtig gut kennt.

Obwohl Netzer schonungslos mit sich umgeht, keinen Skandal auslässt und man sich wirklich nicht wünscht, sein Trainer gewesen zu sein (Basler zu trainieren, muss dagegen erholsam gewesen sein), kann man gar nicht anders, als diesen Mann zu mögen. Was sicherlich auch durch die zeitliche Distanz erleichtert wird: Worüber in den 70er Jahren geschimpft wurde, ist dreißig Jahre später einfach amüsant.

Besonders gefallen hat mir die Geschichte von seiner Reise zur Hochzeit von Tina Sinatra und zum Comeback-Konzert ihres Vaters in Las Vegas - obwohl Netzer als Spieler von Real Madrid seinen Reisepass beim Verein hinterlegen musste. Wäre die Reise bekannt geworden, hätte er seine Koffer dort sicher endgültig packen müssen. Doch sie blieb geheim, obwohl die Ehefrau eines Spielers meinte, ihm bei der TV-Aufzeichnung des Konzerts gesehen zu haben.

Bei allem Spaß stellte sich mir v.a. eine Frage: Wären all diese Eskapaden und Erlebnisse heute noch möglich? In einer Medienwelt, in der eigentlich nichts geheim bleibt?

Ein herrliches und sehr unterhaltsam geschriebenes Buch, in dem auch die Wahrheit über das Verhältnis zwischen Netzer und Dellig verraten wird.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Fußball Professor intern, 8. Februar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Aus der Tiefe des Raumes: Mein Leben (Taschenbuch)
... das Buch bietet tiefe Einblicke in den werdegang vom Menschen G. Netzer. Hoch interessant seine Beschreibungen aus der Madrider Zeit, sowie über die Verpflechtungen von kontakten, die ihn später weiterbrachten. Besonders interessant dabei auch sein Aufenthalt in der Schweiz. Lesen lohnt...
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bestes Fußballbuch, 27. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Aus der Tiefe des Raumes: Mein Leben (Taschenbuch)
Das Buch ist sehr gut geschrieben für Fußballerverhältnisse, N wirkt sehr authentisch und ehrlich. Mit dem Geschreibsel von Dumpfbacken wie Effenberg nicht zu vergleichen, wirklich erhellend. Wahre Fans sollten es aber ergänzen durch "Rebell am Ball"
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5.0 von 5 Sternen Perfekt, 9. Juli 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Aus der Tiefe des Raumes: Mein Leben (Taschenbuch)
Super erzählt, manches wahrscheinlich auch ein wenig verschönert, weil die Wahrheit wahrscheinlich viel schlimmer war, aber toll geschrieben. Kann ich nur empfehlen.
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9 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ansammlung von "Anekdötchen", 2. Juli 2004
Von 
Peter Bahner (Börnsen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Aus der Tiefe des Raumes (Gebundene Ausgabe)
An Günter Netzer haben sich schon zu seiner aktiven Zeit als Fußballer die Geister geschieden. Für die einen ein genialer Fußballer mit überragender Technik, für die anderen ein lauffauler Schönwetterkicker, der nur gut war, wenn andere für ihn die Lauf- und Drecksarbeit erledigten. Und auch heute als Co-Kommentator bei Fußballübertragungen loben seine Fans die scharfen Analysen und den Schlagabtausch mit seinem Gegenüber Gerhard Delling, für seine Gegner ist Netzer dagegen nur ein dröger und nörgelnder Besserwisser.
Die Fußballer-Biografien-Schwemme hat nun auch vor dem Geschäftsmann Netzer - er ist unter anderem Miteigentümer von Fußballfernsehrechten für Bundesliga und Weltmeisterschaft - nicht Halt gemacht. Rund drei Viertel des Buches nehmen Netzers Erinnerungen an seine aktive Zeit als Spieler ein, die vor fast 30 Jahren zu Ende ging. Ein paar bunte Geschichten liefert der kleine Mann mit den großen Füßen, etwa wie er Franz Beckenbauer seinen Ferrari verkaufte, der damit aber nicht klar kam und sich bei Netzer lauthals über die "Schrottkiste" beschwerte. Schließlich landete das Fahrzeug bei Netzers Konkurrenten um den Spielmacherposten in der Fußballnationalmannschaft, Wolfgang Overath. Ja, Netzer war schon damals clever.

Wer Netzer heute erlebt, der will gar nicht glauben, dass dieser etwas spröde Mann mit der altmodischen Frisur einmal als Rebell verehrt wurde. Aber man hat ihn ohnehin oft falsch verstanden, wie Netzer in dem Buch immer wieder klar zu stellen versucht.
Fazit: Für Fußballfans ist das Werk ein nicht gerade reißend geschriebenes, mit ein paar Anekdoten gespicktes Zeitdokument. Alle anderen verpassen nichts, wenn sie auf die Lektüre verzichten.
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9 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Seichtes für interessierte Fussball-Leser....., 12. Juni 2005
Rezension bezieht sich auf: Aus der Tiefe des Raumes (Gebundene Ausgabe)
....und wieder mal ein Titel, der sich in die Reihe "Seichtes von ehemaligen Spitzensportlern" einreiht. 1990 den Grimme-Preis mit Delling - grossartig, in diesem Titel jedoch nur viel Blabla. Netzer war ein echter Glückspilz und hatte immer zur richtigen Zeit Dinge, die andere von ihm wollten. Erst den Lederball, dann Führungsqualitäten, am Ende einen Namen. Wer die Vita von Netzer kennt, der kennt auch alle seine Geschichten. Einzig das Bild des ewigen Playboys konnte er in diesem Buch entkräften.
Vor Jahren las ich mal "Das Runde muss in das Eckige" von seinem Co-Autor Helmut Schümann. Und damit war mir ein Gutteil des Buches von Netzer bekannt. Nicht wenige Geschichten und Episoden sind hier wie dort zu finden. Da haben es sich die Autoren, und damit G. Netzer (?), doch ein bisschen arg einfach gemacht.
2 Sterne, weil es leichte Kost ist und eine nette Lektüre. Aber eben nur nett. Nicht mehr Sterne, weil Netzer eine Zusammenfassung seiner 60 Lebensjahre geliefert hat und mit den Geschichten aus dem Nähkästchen auch mächtig hinter dem Berg hält. Da wünscht sich der ambitionierte Hobby-Experte mehr.
Ergo: weiter ARD gucken mit Delling und Netzer. Das kann er....so wie er früher nie laufen wollte sollte er heute das Schreiben anderen überlassen.
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Aus der Tiefe des Raumes: Mein Leben
Aus der Tiefe des Raumes: Mein Leben von Günter Netzer (Taschenbuch - 1. Juni 2005)
Gebraucht & neu ab: EUR 1,32
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