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23 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Schein und Sein
Ein wenig Begeisterung für die Mathematik sollte man schon aufbringen, um Gefallen an den Erkenntnissen zu finden, welche die Autoren in amüsante Geschichten verpackt darbieten. Es schadet auch nicht, wenn man gewillt ist, das Buch ein wenig als Lehrbuch anzusehen. Denn die Erläuterungen zur Wahrscheinlichkeit, daß ein Zeuge irrt, dem Angler der...
Veröffentlicht am 7. September 2003 von Sylvia Schwaben

versus
26 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen nicht das, was ich erwartete
Dass wir nur Statistiken trauen sollten, die wir selbst gefälscht haben, ist allgemein bekannt. Dass wir jedoch nicht einmal diesen trauen können, ist für mich eine wesentliche Erkenntnis aus der Lektüre dieses Buches.
Im Untertitel des Buches weisen die Autoren nämlich auf Fehlurteile im täglichen Denken hin. Da sich das tägliche...
Veröffentlicht am 15. April 2009 von Manfred Luger


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23 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Schein und Sein, 7. September 2003
Ein wenig Begeisterung für die Mathematik sollte man schon aufbringen, um Gefallen an den Erkenntnissen zu finden, welche die Autoren in amüsante Geschichten verpackt darbieten. Es schadet auch nicht, wenn man gewillt ist, das Buch ein wenig als Lehrbuch anzusehen. Denn die Erläuterungen zur Wahrscheinlichkeit, daß ein Zeuge irrt, dem Angler der richtige Fisch an die Angel geht, der das Haus verschattende Baum aus Zufall abstirbt oder ein Patient trotz positiver Diagnose doch nicht krank ist, bauen aufeinander auf.
Insbesondere Juristen und Ärzte profitieren von diesem Buch, da es ihnen vor Augen führt, wie schnell sie einem Fehlurteil unterliegen. Aber die Irrtümer sind, wie schon der Titel sagt, auch im alltäglichen Leben nicht fern und so staunt der Leser immer wieder, wo er sich hinsichtlich einer Einschätzung doch grob verschätzt hätte.
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33 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Buch, das den Leser klüger macht!, 26. September 2004
Rezension bezieht sich auf: Der Schein der Weisen: Irrtümer und Fehlurteile im täglichen Denken (Taschenbuch)
Die Autoren vom "Hund, der Eier legt" setzen hier noch eins drauf: Unterhaltsam und verständlich präsentieren sie hier Kriminalfälle, wissenschaftliche Forschungen, medizinische Tests, Börsen- und sonstigen Alltag: und meist kommt es anders, als man denkt.
Denn Dubben und Beck-Bornholt entführen uns in die Welt der Wahrscheinlichkeiten. Man erfährt, warum ein positives Testergebnis bei der Krebsvorsorge noch kein Grund zur Panik ist, warum eine belastende Zeugenaussage manchmal für den Angeklagten spricht, warum man Beweise gleich einschätzen und trotzdem zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen kann, was es mit dem Beschuß der chinesischen Botschaft in Belgrad (anno 1999, Kosovo-Krieg) auf sich hatte und warum klinische Studien längst nicht das halten, was sich viele Forscher von ihnen versprechen. Wie man durch Aussortieren "schlechter" Schüler an Real- und Hauptschulen Erfolge an allen Schulformen vermelden kann - ohne daß ein Schüler mehr gelernt haben muß. Und ähnliche "Tricks" mehr, mit denen man sich und andere uns regelmäßig übers Ohr hauen.
Hinterher versteht man ein bißchen mehr von Statistik und Stochastik, und eine Menge mehr von der Welt, in der wir leben. Für staunende Laien (Erwachsene, und Schüler etwa ab Klasse 9) wie sich wundernde Fachleute gleichermaßen geeignet.
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26 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen nicht das, was ich erwartete, 15. April 2009
Rezension bezieht sich auf: Der Schein der Weisen: Irrtümer und Fehlurteile im täglichen Denken (Taschenbuch)
Dass wir nur Statistiken trauen sollten, die wir selbst gefälscht haben, ist allgemein bekannt. Dass wir jedoch nicht einmal diesen trauen können, ist für mich eine wesentliche Erkenntnis aus der Lektüre dieses Buches.
Im Untertitel des Buches weisen die Autoren nämlich auf Fehlurteile im täglichen Denken hin. Da sich das tägliche Denken jedoch im Normalfall eben an der alltäglichen Komplexität abarbeitet und nicht an idealisierten Modellvorstellungen, scheinen mir die praktisch ausschließlich von den Autoren selbst konstruierten Beispiele dem Titel zu widersprechen. So werden Grundwahrscheinlichkeiten bestimmter Ereignisse mehr oder weniger nachvollziehbar aus dem Hut gezaubert und dienen anschließend als Basis für weitergehende Berechnungen.
Überhaupt nicht diskutiert wird, wie man die Eintrittswahrscheinlichkeit solcher Ereignisse wie Sonnenschein an einem bestimmten Tag oder die Neigung bestimmter (erfundener) Fischsorten an einer bestimmten Stelle bei einem bestimmten Köder, zu beißen ermittelt. Die Autoren setzen sie einfach, punktum.
Damit wird unterstellt, dass es sich bei offenen Ereignissen (mit einer unbekannten Anzahl von Parametern, bzw. unbekannter Gewichtung der Parameter) um eine ebenso exakt ermittelbare Wahrscheinlichkeit handelt wie bei geschlossen Ereignissen (Würfeln).
Wie Gigerenzer in Bauchentscheidungen: Die Intelligenz des Unbewussten und die Macht der Intuition gezeigt hat, ist die Intuition dem analytischen Denken in komplexen Situationen gerade deswegen überlegen, weil sie eine erfahrungsabhängige Gewichtung der Parameter vornimmt.

Es werden tatsächlich nur zwei Beispiele aus der "realen" Welt herangezogen: Der Mordprozess von O.J. Simpson, dessen statistische Analyse recht gelungen ist und die Bombardierung der chinesischen Botschaft in Belgrad, wobei man die der Berechnung zugrunde liegende Auswahl und Festlegung der Parameter fast schon als Kaffeesatzleserei bezeichnen kann, wenngleich die Schlussfolgerung der Autoren auch ohne Statistik und mit etwas Hintergrundwissen gezogen werden kann.

Insofern ist der Erkenntnisgewinn bei der Lektüre eher gering. Es handelt sich in den Kapiteln um Variationen desselben Schemas: Modellierung einer fiktiven Situation mit einer überschaubaren Anzahl von Parametern und anschließend Verrechnung der Einzelwahrscheinlichkeiten der Parameter. Der "Besserwissereffekt" stellt sich hauptsächlich deswegen ein, weil die von den Autoren besprochenen Fallstudien mit der Realität wenig zu tun haben. Dabei hätte ich erwartet, dass man, wenn man schon ein Buch über Fehlurteile im täglichen Denken schreibt, das Augenmerk auch tatsächlich auf faktisch nachweisbare Irrtümer im täglichen Denken richtet.

Persönlich nervt mich zudem der penetrante und überflüssige Versuch, die Besserwissereien in eine Rahmenhandlung einzubetten, die sich unter Zuhilfenahme komischer Personennamen um Witzigkeit bemüht.

Fazit: Hätte ich vorher probegelesen, dann hätte ich das Buch sicher nicht gekauft.
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15 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Muss für jeden, der Wissen schafft., 8. Juli 2006
Rezension bezieht sich auf: Der Schein der Weisen: Irrtümer und Fehlurteile im täglichen Denken (Taschenbuch)
Wir irren uns, wenn wir glauben, wir irrten uns nur ausnahmsweise. Das Gegenteil trifft zu: Wir irren uns ständig und systematisch." behaupten die Autoren Beck-Bornholdt und Dubben und belegen ihre These eindrucksvoll und unterhaltsam. Schonungslos decken sie eine Lebenslüge der wohl nicht nur medizinischen Forschung auf. Dieses Buch ist ein Leckerbissen für Denker und Umdenker. Es sollte Pflichtlektüre werden für alle, die mit Forschung oder mit Forschungspolitik zu tun haben.

Die Autoren, bekannt durch ihren Bestseller Der Hund, der Eier legt", vermitteln mal wieder Tiefgründiges auf genial einfache Weise. Mit der cleveren Anwältin Vera Priori und dem Arzt Doktor Thomas Vielgut, der voll in seiner Forschung aufgeht, erlebt der Leser allerhand skurrile Abenteuer. Hinzu kommen seltsam vertraute Gestalten wie die Taxiunternehmerin Zufa Lässig, die überdrehte Zsa Zsa Zecke oder Willi Waasnich (das ist der Gärtner - aber ist er wirklich der Mörder?). Alle zusammen machen die Erfahrung, wie schnell man sich im Alltag - an der Börse, in Wissenschaft, Medizin und Juristerei - in den Fallstricken der Logik verfangen kann. Forscher Thomas Vielgut wird zum Skeptiker - die forsche Vera war es ohnehin schon - und am Ende weiß er: Was wir zu wissen glauben, ist von Wissen weit entfernt.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hervorragend, 20. August 2009
Kinder-Rezension
Rezension bezieht sich auf: Der Schein der Weisen: Irrtümer und Fehlurteile im täglichen Denken (Taschenbuch)
Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Den Inhalt könnte man zusammenfassen als das Aufzeigen von Fehlschlüssen im Alltag. Es werden Geschichten aus der Justiz, Medizin und Wissenschaft erzählt (teilweise echte, teilweise erfundene Geschichten), bei denen intuitiv richtige Schlüsse gezogen werden, die sich letztendlich doch als falsch herausstellen. Es ist locker geschrieben, anschaulich und abwechslungsreich. Die Autoren schaffen es, die Statistik so in den Inhalt einzuflechten, dass es kein langweiliges Mathe-Buch wird, man danach aber trotzdem tieferes Verständnis für die Materie hat.

Ich habe die 3 Bücher "Der Schein der Weisen", "Der Hund, der Eier legt" und "Mit an Wahrscheinlichkeit grenzender Sicherheit" gelesen, und bin von allen begeistert. Die Inhalte überdecken sich teilweise, sodass man imemr wieder auf schon Bekanntes stößt, es sind aber auch immer wieder neue Geschichten zu finden. Es ist nicht so dass die Bücher aufeinander aufbauen würden, wer also mehrere davon lesen wird, kann bei einem beliebigen beginnen. Ich würde sogar sagen, man könnte die Bücher in ein großes zusammenfassen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Über Statistik, 12. September 2007
Rezension bezieht sich auf: Der Schein der Weisen: Irrtümer und Fehlurteile im täglichen Denken (Taschenbuch)
Dies ist ein exzellentes Sachbuch zu Fragen der Statistik, bzw. wie der Untertitel sagt, zu Irrtümern und Fehlurteilen im täglichen Denken. Zielt etwas auf Mediziner, aber nicht nur. Schöne und interessante Beispiele; nicht ganz einfach zu lesen, man muß mitdenken. Das einige Jahre später erschienen Buch "Mit an Wahrscheinlichkeit grenzender Sicherheit" bringt weitere Beispiele zum Thema "Logisches Denken und Zufall" und ist fast genau so gut; sehr empfehlenswert.
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47 von 62 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Ein "Scheingeschäft", 15. Juli 2005
Im ersten Buch des Autorenteams hat der Hund goldene Eier gelegt. Zweifellos. Dagegen handelt es sich bei dem vorliegenden Buch um ein "Scheingeschäft". Heuristisch betrachtet wird der Leser mit zwei Ködern angelockt. Der Titel ist wieder einfallsreich gelungen. Der Inhalt des ersten Büchleins ist noch in feiner Erinnerung. Doch leider wird das Buch den hohen Erwartungen nicht gerecht. Die Rahmenhandlung ist langatmig und ermüdend. Die Erzählung nimmt zudem zuviel Anteil des Inhalts weg. Die Oberflächlichkeit der Handlung und mühsam zusammengebastelte Geschichte färben in ihrer Banalität negativ auf die Beispiele ab. Die Namensgebung der Personen (Vera Priori, Zufa Lässig etc.) mag auf manche Leser witzig wirken, auf andere eher albern und niveausenkend. Die Beispiele sind, wo sie konstruiert wurden, nicht überzeugend und hätten besser der Praxis entlehnt worden sollen. Die Fälle aus der Praxis (z.B. O.J. Simpson) werden dafür viel zu umständlich erklärt. Schon der erste Fall, die Klärung der Unfallflucht weckt böse Ahnungen. Da wurden die Kugeln des Urnenbeispiels zu einfach durch Autos ersetzt. Die Erklärung der Fehler 1. und 2. Art ist verwirrend hoch zehn. Wer nach falsch negativen, richtig positiven, richtig negativen und falsch positiven Testergebnissen den Faden verloren hat, ist auf dem richtigen Weg. Natürlich gibt es keinen Königsweg zu den Erkenntnissen der Statistik, so groß das Interesse der Leserschaft an Infotainment auch sein mag. Aber der Schein der Weisen endet im Holzweg. Selten sind Autoren so mit erzählerischen und fachlichen Talenten gesegnet, daß sie beide Begabungen zum gegenseitigen Nutzen zu verbinden wissen. Meistens zieht der Mangel des einen das andere herab. Wenn erzählerischer oder fachlicher Bestandteil herausragend ist, läßt sich der Mangel verschmerzen. Aber diese Hypothese muß beim vorliegenden Band verworfen werden. Für die Beispiele zwei Punkte. Für die Erzählung ein Punkt. Zwei Punkte erhält das Buch nur in Verbindung mit dem Vorgänger und wegen des dekorativen Einbandes der gebundenen Version. Für die Stand-Alone-Version wäre nur ein Punkt verblieben.
Die Idee hätten eine gründliche Überarbeitung verdient. Allerdings blieben von der Substanz des vorliegenden Manuskriptes kaum mehr als ein oder zwei Kapitel übrig.
KJS
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Unzulässige Vermischung, 20. September 2013
Von 
C. Hoppe (Bonn / Alfter) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Schein der Weisen: Irrtümer und Fehlurteile im täglichen Denken (Taschenbuch)
Leider vermischen die Autoren - in all ihren Büchern - die Bayes-Statistik auf unzulässige Weise mit dem Rationale des statischen Hypothesentests nach Neyman und Pearson. Ein diagnostischer Test bei einer Erkrankung mit bekannter bzw. sinnvoll schätzbarer Prävalenz ist prinzipiell etwas anderes als ein statistischer Hypothesentest. Das scheint den Autoren leider nicht klar zu sein. Insofern bezieht sich der provokative Buchtitel am Ende vielleicht auf die Autoren selbst? Vielleicht öfter mal einen Statistiker fragen. (Ich bestreite übrigens nicht, dass in der medizinischen Literatur erschreckend viel Pseudo-Wissenschaft publiziert wird, aber das Problem ist meist nicht das hier von Beck-Bornhold und Dubben bemängelte.)
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kein Urteil ohne Vor-Urteil, 1. Juni 2011
Von 
karin1910 - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Schein der Weisen: Irrtümer und Fehlurteile im täglichen Denken (Taschenbuch)
Zunächst zeigt dieses Buch, dass es in vielen Lebensbereichen hilfreich sein kann, sich ein bisschen mit der Wahrscheinlichkeitsrechnung auszukennen - sei es bei der Beurteilung der Glaubwürdigkeit einer Zeugenaussage oder beim Kauf eines Angelköders.
Dann wenden sich die Autoren ihrem Spezialgebiet, der medizinischen Forschung, zu und belegen, dass etwa die Aussage, das Ergebnis einer klinischen Studie verfüge über ein "Signifikanzniveau von < 5%", bei weitem nicht das hält, was sie zu versprechen scheint. So hinterfragen sie denn auch den derzeitigen Forschungsbetrieb und machen einen Verbesserungsvorschlag.

Eine besonders interessante Erkenntnis aus diesem Buch war für mich, dass es in vielen Fällen gar nicht möglich ist, sich eine fundierte Meinung zu bilden, wenn man nicht schon von einem Vor-Urteil ausgeht. So muss man beispielsweise, um die tatsächliche Irrtumswahrscheinlichkeit eines Studienergebnisses abschätzen zu können, eine Annahme treffen, wie hoch generell der Prozentsatz "guter Ideen" der betreffenden Wissenschaftler ist. Genauso wie man etwa auch den Informationsgewinn durch eine Zeugenaussage zur Identifikation eines Täters nur beurteilen kann, wenn man weiß, wie groß schon vor dieser Aussage die Wahrscheinlichkeit war, dass er die Tat begangen hat.

Gut gefallen hat mir vor allem, dass die Informationen nicht einfach aufgelistet werden, sondern immer in interessante und witzig geschriebene Geschichten verpackt sind.
Gestört hat mich allerdings, dass bei manchen Berechnungen (beispielsweise zum O.J. Simpson - Fall) nicht ganz nachvollziehbare oder zu spekulative Annahmen getroffen werden. Natürlich ist es verständlich, dass man irgendwelche Zahlen zu Grunde legen muss, um das Prinzip derartiger Rechnungen zu demonstrieren, trotzdem hätten sich die Autoren etwas mehr Mühe bei der Recherchearbeit geben können.

Dennoch ein gelungenes Wert, das es schafft, auch kompliziertere Themen auf vergnügliche Art zu präsentieren.
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10 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Irrtümer und Fehlurteile durch Wahrscheinlichkeiten, 30. Dezember 2004
Von 
Christian von Montfort (Barcelona, Katalonien) - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Der Schein der Weisen: Irrtümer und Fehlurteile im täglichen Denken (Taschenbuch)
Zur Einstimmung:
Eine Katze hat einen Schwanz mehr als keine Katze.
Keine Katze hat 7 Schwänze.
Also hat eine Katze 8 Schwänze!
Das Buch ist die Fortsetzung zum "Der Hund, der Eier legt". Nach dem Theorem von Thomas Bayes, das den Grundgedanken dieses Buches bildet, ist z.B. die Zuverlässigkeit eines Zeugen nicht nur vom Zeugen selbst abhängig, sondern auch davon, mit welcher Wahrscheinlichkeit der Vorgeführte überhaupt der Täter ist. Bei einer großen Grundmenge an Unschuldigen steigt die Irrtumswahrscheinlichkeit rapide an, dass der Zeuge einen Unschuldigen als Täter identifiziert. Die Rechenbeispiele sind schnell bei 50% und mehr, in den ein Unschuldiger verurteilt wird (!)
Das Autorenteam zeigt in diesem Buch, wie schnell sich bei alltäglichen Entscheidungen Fehleinschätzungen ergeben können. Es geht um geschickte Umsatz-Manipulationen, Betrug bei teuren Medizin-Studien, aber auch Fehldiagnosen z.B. bei Brustkrebs von 97% und mehr, die oft genug in unnötigen Brustamputationen enden. Gut, wenn man da informiert ist. Doch Vorsicht: Was sich hier interessant anhört und auch sehr lustig geschrieben ist, ist mathematisch recht anspruchvoll. Obwohl sehr gut erklärt und so einfach wie möglich gemacht, sollte man unbedingt Interesse für Statistik, Wahrscheinlichkeits-Mathematik und Zahlenspielereien mitbringen. Wer sich dafür interessiert, findet hier eine flotte und zugängliche Einführung in die Thematik!
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Der Schein der Weisen: Irrtümer und Fehlurteile im täglichen Denken
Der Schein der Weisen: Irrtümer und Fehlurteile im täglichen Denken von Hans-Hermann Dubben (Taschenbuch - 1. April 2003)
EUR 9,99
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