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Kundenrezensionen

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Stilistisch ist Haffner stets brillant! Seine Texte haben außerdem immer einen hohen historischen Informationswert. Insofern sind im Grunde alle seine Bücher zu empfehlen.
Dies gilt natürlich auch für die knapp gehaltene Schilderung des Lebens von Winston Churchill.
Wie man erfährt, war der Brite ein Mensch mit vielen Facetten, Begabungen und Untiefen...., aber bei allem keine schillernde Figur, sondern vielmehr ein intellektueller, bodenständiger Macher, einer, dem irgendwie die Quadratur des Kreises gelungen ist.
Geprägt durch die Kinderhölle des englischen Internats, lernte
Churchill früh sich der Unvernunft, aber auch der miesen Versuche der Demütigung seitens seiner Erzieher zu widersetzen. Er verließ - und das unterscheidet ihn wohl von den meisten seiner Leidensgenossen - ungebrochen diese fragwürdige Institution.
Churchills unbedingter Wille sich der Unvernunft entgegenzustellen macht ihn in späteren Jahren schließlich zum wirklichen Antipoden Hitlers und dessen Schergen.
Nachdenklich stimmt, dass gerade Churchills archaisch kriegerische Neigungen das geeignete Mittel darstellten, Europa aus der Hölle der Nazis zu befreien. Diese Tatsache irritiert und man freut sich deshalb um so mehr, dass seine musischen Dispositionen ihn nach dem Kriege zu Nobelpreisträger für Literatur gemacht haben.
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am 15. Mai 2015
Winston Churchill blieb Zeit seines Lebens eine schillernde, widersprüchliche und heiß umstrittene Person. Schon in der Kindheit fing es an: Winstons Mutter war eine attraktive Amerikanerin mit einem Schuss Indianerblut, sein Vater ein Sohn des Herzogs von Marlborough. Das Beste aus zwei Welten möchte man meinen. Doch die Jugend des jungen Churchill verlief wenig rosig. Er war ein schlechter Schüler, stets um die Aufmerksamkeit seines Vaters ringend, der ein bekannter Politiker war.

Nach dem Schulabschluss arbeitete Winston an seinem Profil als Kavallerist im Sudan und Indien sowie als wortstarker und aufmüpfiger Kriegsberichterstatter. Im Burenkrieg vollbrachte er Husarenstücke und wurde kurzzeitig Liebling der britischen Öffentlichkeit. Später stieg Winston Churchill in die Politik ein, zuerst als erzkonservativer Tory, dann für zehn Jahre als Liberaler mit durchaus radikalen Ansätzen, ehe er wieder zurückwechselte.

Sebastian Haffner geht bei allen Lebensstationen Churchills mit blumigen, oft schicksalsschwangeren Worten mit – fast so, als wäre er selbst dabei gewesen, als hätte er mitgekämpft. Nach einer Zeit wird dieser antiquierte Erzählstil aber etwas zäh. Mehr Sachlichkeit in der Formulierung brächte sicher Vorteile.

Churchill wird als politisch wendig beschrieben; als einer, dem ideologische Prinzipienstrenge fremd war: „Aus den Radikalen von einst war unverkennbar ein Reaktionär geworden“. Mehr noch: „Der Sache nach war der Churchill der Zwanzigerjahre ein Faschist, nur seine Nationalität verhinderte, dass er es auch dem Namen nach wurde.“

Für Haffner rutschte der vermeintliche Faschist Churchill in die Nazigegnerschaft quasi nur hinein, da ihm die Beschwichtigungspolitik Englands gegenüber Hitler vom Temperament her zuwider war. Churchill wollte ein starkes England, mit starkem Auftritt, wenn es sein musste, durchaus mit Krieg. Churchill war – egal ob als Erster Lord der Admiralität, Innen,- Kriegs-, Verteidigungs- oder letztlich Premierminister – vorrangig nicht Politiker, sondern Soldat. „Er war ein Krieger, der begriff, dass zur Kriegsführung auch Politik gehört“, so Haffner.

Was mir bei Haffners Beschreibung ein wenig abgeht, ist der Churchillsche Wortwitz. Sir Winston war berühmt und gefürchtet für seine Bonmots. Ein paar dieser Zitate täten gut. Ebenso werden die bestimmenden Jahre des II. Weltkriegs leider nur kurz angeschnitten (Bombenterror der Nazis, Blood-and-Sweat-Rede, Luftschlacht um England) und der Literaturnobelpreisträger Winston Churchill wird gerade mal erwähnt. Auch die wiederkehrenden Phasen der Depression (black dog) finden nur wenig Erwähnung.

Churchill war gewiss ein opportunistischer, militärischer Haudegen mit starkem Drang zur Macht. Aber er war mehr. Der Privatperson mit den künstlerischen Ambitionen gibt Haffner wenig Raum. Man gewinnt den Eindruck, er wolle einen kriegerischen Titanen portraitieren, den das Schicksal zur rechten Zeit gegen Hitler auserkoren hatte. Diese theatralische Sichtweise macht das Lesen zeitweise schwer.
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am 11. März 2008
Genial! Die vielschichtige Figur Winston Churchills auf so kurzem Raum derartig prägnant darzustellen, bezeugt Haffners Meisterschaft. Wie ein roter Faden zieht sich der schwierige Charakter Churchills durch das Bändchen, das stets flüssig lesbar und unterhaltsam ist, dabei aber immer lehrreich, ohne belehrend zu sein. Wunderbar! Zusammenhänge tun sich auf, Gegensätze werden sichtbar, die sonst nicht erkannt würden. Ich bin begeistert!
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am 26. Juni 2015
Haffner fasst sich kurz und beschränkt sich vorwiegend auf das, was ihm geschichtlich und politisch an Churchill wichtig ist. Eine Einordnung von seinen familiären Wurzeln her kommend zeichnet ein lebendiges Bild des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Der weitere Lebensweg mit seinen Triumphen und Brüchen bis zum 2. Weltkrieg bildet den Auftakt zum Hauptstück der Abhandlung, der Auseinandesetzung mit Hitler und das Aufhalten der widerwärtigsten Unmenschlichkeit bis dahin in der Geschichte. Besonders hier glänzt der typische Haffner- Stil, von der Charakterzeichnung her kommend die Handlungen zu illustrieren. Eine gewisse Kenntnis der Verläufe und Schlachten im zweiten Weltkrieg ist hier allerdings für den Leser von Vorteil. Wichtig ist ihm im späten Leben Churchills, das er eher reportiert, noch seine Idee eines geeinten Europa.
Ein wenig auf der Strecke bleibt das erwähnte, doch nicht besonders ausgeführte literarische Wirken. A History of the english speaking peoples hätte nach meinem Geschmack etwas mehr Raum verdient, da es auch Zugang zu Churchillschen Denkwelten öffnet. Dieses wohl bewußte Beschränken ist allerdings nachvollziehbar. Das Werk ist damit leicht verständlich, kurz und auch als Einstieg in historische Biographien geeignet. Sehr zu empfehlen!
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TOP 1000 REZENSENTam 11. November 2002
Wer Haffner's meisterhafte "Anmerkungen zu Hitler" gelesen hat, weiß um den prägnanten Sprachstil des historisch geschulten Journalisten. So auch in dieser früher als rororo Monographie veröffentlichten Studie über Winston Churchill, die zwei Jahre nach dem Tode des englischen Literaturnobelpreisträgers und mehrfachen Premierministers 1967 veröffentlicht wurde. In 10 Kapiteln erfahren wir die wichtigsten Lebensstationen des für die Endphase des 2. Weltkrieges so wichtigen Politikers, der eigentlich erst darin seiner Bestimmung (nach vielem vorherigen und auch nachherigen Scheitern) gerecht wurde. Wie Haffner Bedingungen und Konstellationen im Auf- und Abstieg Churchill's darstellt, ist einfach klasse! Der Leser, auch der historisch weniger gebildete, kann sich gut hinein versetzen in die damalige Zeit, die Hauptlinien sind klar herausgearbeitet, wenn man sicherlich das Leben Churchill's auch auf leicht den x-fachen Seitenumfang bringen kann, ohne doch damit mehr auszusagen. Das Buch habe ich verschlungen, es empfiehlt sich auf jeden Fall für geschichtlich Interessierte und macht auch Lust auf das eine oder andere Werk aus der Feder Churchill's.
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am 24. Februar 2016
Ein Band in der Reihe rororo Monographien, der später auch außerhalb der Reihe erschien. Meine rororo-Ausgabe hat gut 160 Seiten Haupttext (plus Anhang), durchsetzt mit Bildern in passabler Druckqualität, die manchmal 50 Prozent einer Doppelseite ausfüllen.

Fazit:

Haffner (1907 - 1999) schreibt einen bezwingenden, überzeugenden Ton ' manchmal fast schon autoritär bis rabiat -, man kann ihn kaum weglegen. Er schreibt sehr persönlich, mit Ausrufen, Ausrufezeichen, rhetorischen Fragen und ohne Interesse an neutralem Klang. Haffner hält allerdings zu sehr mit Fakten zurück, will demonstrativ kein Schulbuchwissen vermitteln, lässt mehr aus als nötig. Außerdem fehlen Landkarten ' ein grober Mangel bei der Beschreibung von Churchills Kriegsplanungen.

Haffner malt mit kräftigem Farben und grobem Strich, er arbeitet keine Details heraus: Haffner verallgemeinert meist und verzichtet auf markante Einzelereignisse oder köstliche Churchill-Zitate ' umso verblüffender, dass er sich doch gut liest, das Dativ-e verstört hier weniger als in anderen Texten.

Haffner interessiert sich sehr für die englische Parteienlandschaft und Spitzenpolitiker-Konstellationen. Haffner setzt viel Wissen schon voraus, er diskutiert eher, als dass er Schulbuchwissen aufreiht. So berichtet er von Englands Kriegserklärung an Deutschland 1939 ' erwähnt aber nicht, dass Deutschland zuvor Tschechien und dann Polen überfallen und Polen einen Beistandspakt mit England hatte. Haffner produziert lange Was-wäre-gewesen-wenn-Spekulationen und rhetorische Fragen; doch die Konferenz von Jalta oder die fünf Churchill-Kinder erscheinen nicht ein Mal.

Über viele Seiten zeichnet Haffner die politische Stimmung in England, ohne sie mit einem Zitat zu belegen. Ich weiß: Haffner lebte von 1938 bis 1954 als Journalist in England. Er kannte die Stimmung auch so (und Churchill lobte sein Buch Germany. Jekyll & Hyde (1940)). Dennoch fehlen dem Text Fakten und Belege, er hat zu wenig Griff. Man hat den Eindruck, dass Haffner aus dem Gedächtnis ohne großes Quellenstudium schreibt. Vielleicht liegt es auch an Haffners Londoner Zeit, dass er englische Begriffe nicht kraftvoll genug in die eigene Sprache überträgt; stattdessen präsentiert er blasse Umdeutschungen: Sinekure, hypokritisch, Tank statt Panzer oder Kampagne statt Feldzug.

Ich kenne auch die jeweils 1000seitigen einbändigen Churchill-Biografien von Gilbert und Jenkins; Haffner himmelt Churchill weniger an als die gerühmten englischen Autoren, sieht ihn aber gleichwohl positiv (nur der Deutsche spekuliert ansatzweise einmal über Churchills voreheliches Liebesleben). Einige Fakten schildert Haffner deutlich abweichend von Gilbert und Jenkins (die mehrere Jahrzehnte nach Haffner veröffentlichten und weit mehr Archivzugang suchten und hatten).

(...)

Presse:

The Telegraph über die englische Version:

This book shows all the signs of having been written long ago (Haffner wrote it shortly after Churchill's death in 1965) and in a hurry, without benefit of access to proper documentary material. Colloquialisms ("Hell, no!", "For Heaven's sake!"), clichés ("shot his bolt", "come through with flying colours"), rhetorical questions and factual errors abound... On occasion Haffner sinks very low indeed, as when (without producing any evidence whatever) he states that Churchill "was no stranger to the ladies who frequented the promenade of London's Empire Theatre" (ie prostitutes). And only malice can explain this tasteless sentence about Churchill in the 1960s: "Gradually, as the years went by, his failure to die became noticeable." One wonders whether Churchill's support for the strategic bombing offensive against Haffner's homeland might be responsible for these sallies, a campaign after which the author quite wrongly claims that "German war production continued full blast"... this is a book that admirers of Sebastian Haffner - one of the great historians and journalists of the last century - will recognise as well below his usual high standard.

Die Zeit:

...sein wunderbares Churchill-Porträt

Der Spiegel:

...eine hinreißende Biographie

Marcel Reich-Ranicki:

Mir ist sein Buch über Churchill besonders im Gedächtnis geblieben

Süddeutsche Zeitung:

Seine 1978 veröffentlichten Anmerkungen zu Hitler gelten bis heute fraglos als ein Meisterwerk der Historiographie. Mit diesem Buch, das ein Wunder an Anschaulichkeit bei gleichzeitiger äußerster Verknappung ist, gab Haffner seine Löwenpranke zu erkennen, von der man seit dem Erscheinen seiner Churchill-Biographie (1967) eine erste Ahnung haben konnte.

Haffners Tochter im Deutschlandradio Kultur:

Er hat Churchill wirklich geliebt. Er hat mal gesagt: Das Buch über Churchill war mit Liebe geschrieben... das war sein Lieblingsbuch
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am 22. Februar 2009
Die Biographie gibt einen guten Einstieg in das Leben Winston Churchills. Es werden nicht nur die Jahre im 2.Weltkrieg beschrieben sondern man kann hier auch den politischen Werdegang eines interessanten Charakters verfolgen. Die Stärken und Schwächen werden gut vorgestellt und dem Leser bleibt trotzdem noch genug Raum für eigene Beurteilungen. Mir hat der Schreibstil sehr gut gefallen und ich habe es geradezu verschlungen. Ich finde es absolut empfehlenswert.
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am 10. April 2016
Brilliant geschrieben, (natürlich) nicht mit allen Details, aber die beste Erklärung der wichtigsten menschlichen Wechselwirkung des 20. Jahrhunderts: Hitler und Churchill.
Haffners Erklärung über die Rolle Chamberlain's Appeasement Politik und des Churchill-Hitler Beziehung ist m.E. Wegweisend.
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am 21. Oktober 2009
kann selbstverständlich nicht sämtliche Facetten des Staatsmannes wiedergeben.

Sebastian Haffner fasst in gewohnt fesselndem Stil das Leben des Politikers und Soldaten, aber auch des Schriftstellers zusammen.
Und das ist ihm einwandfrei gelungen.

Spannend wie ein Roman von der ersten bis zur letzen Seite liest sich Buch, so dass man es kaum aus der Hand legen möchte.

Kritikpunkte allerdings werden lediglich angerissen, nicht dargestellt - wobei das auch den Umfang des Buches übersteigen würde und wohl auch den Anspruch.

Einwandfrei geeignet ist das Buch als fesselnde historische Lektüre, als Einstieg in das Thema für Anfänger / Laien, und wer für die Schule ein Referat zu dem Thema schreibt ist mit diesem Buch mehr als gut beraten.

Wer tiefer in das Thema einsteigen möchte, wer vor allem die kritischen Aspekte näher ausgearbeitet haben möchte, wird sich sicher nicht mit diesem Buch begnügen.

Wer allerdings - wie ich in diesem Fall - gut recherchierte, saubere historische Fakten vereint mit guter Unterhaltung sucht, liegt auf alle Fälle richtig.

Verdiente fünf Sterne.
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am 17. Juli 2015
Sebastian Haffner hat hier die Biographie eines der größten Politiker des 20. Jahrhunderts vorgelegt. Geht das auf so einem kleinen Raum? Es ist ein guter Überblick, es gibt ein sehr gutes Inhaltsverzeichnis mit soliden Quellenangaben.
Am besten haben mir die kurzen Analysen abseits der Lebensbeschreibung Churchills gefallen, beispielsweise wie sich Hitlers und Churchills Aufstieg gegenseitig bedingen.
Für einen Überblick gibt es nichts besseres, das mir bekannt wäre. Und ein guter Leser kommt an einem Abend (oder zwei) durch.
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