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127 von 132 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Statistik lesen lernen
Die beiden Autoren H.-P. Beck-Bornholdt und H.-H. Dubben sind gestandene Wissenschaftler und geben sich redliche Mühe, typische Denkfallen aufzuzeigen. Vom gedanklichen Rechenfehler über das gezielte Erwecken falscher Eindrücke bis zum ausgewachsenen Betrug reichen ihre Beispiele, die zum Großteil aus dem Bereich der medizinischen Forschung...
Veröffentlicht am 24. Oktober 2002 von Andreas P. Rauch

versus
60 von 92 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Zuviel versprochen
Das Buch beinhaltet viel berechtigte Kritik an medizinischen Studien. Eine Anleitung zum "Erkennen von Fehlinformationen durch Querdenken" wird aber nicht geboten. Dafuer sind die genauer betrachteten Beispiele zu sehr der Medizin verhaftet. Alle anderen angeschnittenen Themenbereiche sind kaum von praktischem Interesse. Die enthaltene Einfuehrung in die...
Am 22. Juni 2001 veröffentlicht


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127 von 132 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Statistik lesen lernen, 24. Oktober 2002
Rezension bezieht sich auf: Der Hund, der Eier legt. Erkennen von Fehlinformation durch Querdenken (Taschenbuch)
Die beiden Autoren H.-P. Beck-Bornholdt und H.-H. Dubben sind gestandene Wissenschaftler und geben sich redliche Mühe, typische Denkfallen aufzuzeigen. Vom gedanklichen Rechenfehler über das gezielte Erwecken falscher Eindrücke bis zum ausgewachsenen Betrug reichen ihre Beispiele, die zum Großteil aus dem Bereich der medizinischen Forschung stammen.
Was sie zutage fördern, sorgt für jede Menge Aha-Erlebnisse. Man lernt, mit "wissenschaftlichen" Ergebnissen, die keine sind, skeptischer umzugehen. Und man wird Werbefritzen, Politikern und anderen Manipulatoren nicht mehr so leicht auf den Leim gehen.
Dazu ist das Buch nett illustriert, sehr lesbar geschrieben, wenn auch ein wenig anspruchsvoll. Der Formelsalat wurde in den Anhang verbannt, der Rest des Buches ist nicht anspruchsvoller als meine angegebenen Beispiele und erfordert nicht mehr als das, was nach einigen Jahren von Mittelstufe-Mathekenntnissen noch übrig ist.
Beim Wort "Mathematik" schrecken die meisten erst einmal zurück, und auch Fachleute - Wissenschaftler und Ärzte zum Beispiel - sind längst nicht so firm, wie sie es oft glauben.
Im Falle von Krankheiten bedeutet das, daß positive Testergebnisse als viel "bedrohlicher" eingeschätzt werden, als sie tatsächlich sind.
Im Falle der Wissenschaft bedeutet das, daß viele Ergebnisse einfach unbrauchbar sind, weil Daten falsch interpretiert werden. Schlimmstenfalls landet sowas in Lehrbüchern und wird zum unausrottbaren Mythos.
Ein Beispiel dafür ist das Verwechseln von Korrelationen mit Kausalität. Es läßt sich unschwer nachweisen, daß der Östrogenspiegel im Blut von der Schuhgröße abhängt: Je größer die Füße, desto geringer der Östrogenspiegel.
Die Erklärung ist natürlich ganz simpel: Frauen haben im Schnitt kleinere Füße als Männer. Bei kleineren Schuhgrößen ist daher der Frauenanteil höher - und damit der durchschnittliche Östrogenspiegel.
Auf die gleiche Weise kann man "beweisen", daß die Haarlänge mit der Körpergröße abnimmt. Die Beispiele sind leicht durchschaubar, aber die angebliche Gefährlichkeit von Hochspannungsleitungen, Handys und ähnlicher Schmock mehr beruht exakt auf derselben Art von falschem Statistiklesen.
Kurzum: Was heute so alles als "Wahrheit" daherkommt, ist schon allerhand - mit diesem Buch an der Hand wird man ein paar Denkfallen umschiffen und ein paar Betrügern weniger auf den Leim gehen.
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12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mathematik im Dienste der Aufklärung, 29. Mai 2008
Von 
Arne123 (Kairo, Cairo, Le Caire) - Alle meine Rezensionen ansehen
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Bücher zu statistischen Fehlschlüssen oder Denkfallen gibt es inzwischen zuhauf. "Der Hund, der Eier legt" von Hans-Hermann Dubben und Hans-Peter Beck-Bornholdt fügt sich zunächst in diesen Reigen ein und zeigt insbesondere Denkfehler und Tricks im Zusammenhang mit Zufallsprozessen auf. Was jedoch den besonderen Reiz dieses Buches ausmacht und es von anderen unterscheidet, ist der Brückenschlag zum Wissenschaftsbetrieb und das Aufzeigen von Fehlschlüssen und handfesten Betrügereien auf "höherer" und folgenreicherer Ebene, vor allem in der bio-medizinischen Forschung. Es liest sich fast wie ein Wissenschaftskrimi, wenn die Autoren (beide Dozenten am Hamburger Universitätsklinikum) aufzeigen, wie zweifelhafte Forschungsergebnisse produziert werden, ihren Weg über angesehene Fachzeitschriften in medizinische Lehrbücher finden und schliesslich über Jahre hinaus die therapeutische Praxis beeinflussen, z.B. bei der Krebsbehandlung. Das Auslassen oder Hinzufügen von Daten, selektive Publikation ("Signifikanzenfischen") oder falsche Interpretation medizinisch-statistischer Tests scheinen verbreitet zu sein - und das in einer Fachrichtung, in der viele Absolventen ihren Titel immer noch monstranzgleich vor sich her tragen. Die Forderung der Autoren nach einer a-priori-Registrierung medizinischer Studien scheint vor diesem Hintergrund nur zu gerechtfertigt.

Wer in irgendeiner Form mit der Analyse von Zufallsdaten zu tun hat, dürfte von diesem Buch besonders profitieren. Denn unerklärlicherweise deklinieren die meisten Lehrbücher das Procedere für Test- und Schätzverfahren lediglich durch. Selten nur gehen sie darauf ein, was ein Signifikanzniveau eigentlich bedeutet und, vielleicht sogar noch wichtiger, was es n i c h t bedeutet, denn mit kaum einem Begriff wird dermassen Schindluder getrieben. Hier leisten die Autoren hervorragende Aufklärungsarbeit. Gleiches gilt für die Ausführungen zum Zusammenhang zwischen Korrelation und Kausalität - die 15 Seiten zu diesem Thema sind gestochen scharf geschrieben. Dabei werden auch en passant ein paar altbekannte Schulweisheiten als Mythen entlarvt, wie etwa dass Linkshänder oder Rotweintrinker eine höhere Lebenserwartung hätten. In diesem Zusammenhang ist vielleicht eine Warnung angebracht: Viele populärwissenschaftliche Mathematikbücher werben damit, sie seien ohne mathematisches Vorwissen lesbar. Hier sind Zweifel erlaubt. Wer beispielsweise die Berechnungen zum notwendigen Stichprobenumfang oder den Zusammenhang zwischen dem Fehler 1. Art und 2. Art verstehen möchte, sollte zumindest solide mathematische Grundkenntnisse mitbringen, nebst der Bereitschaft das Hirn ordentlich rauchen zu lassen.

Keine Frage, was Dubben und Beck-Bornholdt auf gut 300 Seiten niedergeschrieben haben, ist grosses Wissenschaftstennis, und es ist Aufklärungsarbeit im besten Sinne. Dabei dürfte dieses Buch noch eins aufzeigen: Wissenschaftliches Arbeiten ist Schuften im Steinbruch - weniger spontane Heureka-Erlebnisse Einzelner, sondern vor allem Schweiss treibendes und Zeit raubendes Gewinnen und Interpretieren von Messdaten bringen neue Erkenntnisse. "Der Hund, der Eier legt" zeigt damit, was es für gute wissenschaftliche Arbeit vor allem bedarf: Erstens sauber formulierte Hypothesen, zweitens zähe und ehrliche Analysearbeit und drittens: Zahlen, bitte!
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48 von 51 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Für Jeden empfehlenswert, 7. Dezember 1998
Von Ein Kunde
Die Autoren schaffen es auf amüsante Weise, Interesse und Verständnis für ein oft verachtetes Stoffgebiet zu wecken. Da Formeln und schwierige mathematische Zusammenhänge zumeist in den Fußnoten verbannt wurden, ist das Buch für den Fachmann, der besser den Wert von Veröffentlichungen beurteilen und den interessierten Laien, der mal hinter das Mysterium Statistik blicken will, gleichermaßen geeignet. Den Spruch "Glaube nur der Statistik, die du selber gefälscht hast." kennt wohl jeder, bloß kann man sich darunter meist nichts vorstellen. Bringt Statistik nun was, oder ist es nur intellektueller Zeitvertreib? Die Autoren gehen sehr spielerisch mit diesem Thema um und führen den Leser behutsam mit einfachen nachvollziehbaren Schritten (z.B.: Wie man die vermeidliche Häufung von Leukämie bei Kernkraftwerken mit dem Würfel bestimmt.) in die Materie ein. Nach dem Buch hat sich hoffentlich der Schleier über der Statistik gelüftet und man kann vermeintliche Horrormeldungen in den Medien gelassen aufnehmen. Die Beispiele sind meist aus dem medizinischen Bereich, da beide Dozenten an einer medizinischen Hochschule sind. Ich empfehle jedem Medizinstudenten wärmstes dieses Buch zu lesen, da er früher oder später eine Doktorarbeit beginnen und dann dieses Wissen dringend brauchen wird. Weiterhin finde ich es wichtig kritisch mit Veröffentlichungen umzugehen, denn heutzutage wird auch meiner Meinung nach "Mehr Masse statt Klasse" an wissenschaftlichen Arbeiten veröffentlicht.
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45 von 48 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nie wieder leichtfertig Statistiken glauben, 16. Dezember 2006
Von 
Oliver Völckers (Berlin, Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich dachte, ich hätte ein wenig Ahnung von Statistik und hielt mich für kritisch. Mit manipulierten Diagrammen kann man mich kaum hereinlegen. Doch bevor ich dieses Buch las, hielt ich es für unmöglich:

- dass eine Partei Wahlergebnisse deutlich zu ihren Gunsten verändern kann, ohne eine einzige Stimme zu gewinnen

- dass schnelles Autofahren eindeutig Unfälle verhindert

- dass hinter besseren Durchschnittswerten schlechtere Werte stecken können

Wie, das erklären die Autoren in diesem spannenden und durch viele Beispiele anschaulichen Buch. An manchen Stellen sind Statistik-Kenntnisse nützlich, aber zum Verständnis nicht unbedingt nötig.

An manchen Stellen geht die Polemik der Autoren gegen unbelegte Glaubenssätze so weit, dass sie sich zur Annahme des Gegenteils versteigen. Wenn man unlogische Argumente für eine Klimakatastrophe zerpflücken kann, folgt daraus jedoch nicht, dass es keine Klimakatastrophe gäbe. Hier erfüllen die Autoren ihre eigenen Maßstäbe nicht.

Ansonsten: Ein Buch, das jeder gelesen haben sollte, der insbesondere in der Medizin mit Studien und Statistiken arbeitet.
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28 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Verdiente Neuauflage, 3. Februar 2007
Von 
Fuchs Werner Dr (Zug Schweiz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(#1 HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 50 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Das Verdienst, mein Unverständnis für Statistik schonungslos aufgedeckt zu haben, geht nicht an das Autorenduo Dubben &Beck, sondern an Walter Krämer. Sein Buch "So lügt man mit Statistik" hat 1991 im deutschen Sprachraum für ziemlichen Wirbel gesorgt. Als seine Kollegen 1997 mit ihrem Werk auf der öffentlichen Bühne erschienen, spielten sie zwar das gleiche Stück, legten aber eine klar bessere Inszenierung hin. Sie haben Witz, können schreiben, haben für die Ausstattung das bessere Team hinter sich und erzählen dem Publikum die attraktiveren Beispiele. Mit der überarbeiteten Neuauflage auch die aktuelleren. Das wurde ihnen bei meinem Rezensentenkollegen Oliver Völkers allerdings zum Verhängnis, weil sie bezweifeln, dass sich die Klimaerwärmung statistisch und wissenschaftlich als Menschenwerk belegen lässt. Und ich muss gestehen, auch mich juckte es, ihnen dafür einen Stern abziehen.

Fragt sich ein Leser dieser Besprechung, ob die 318 Seiten für mathematische Tiefflieger ebenfalls war hergeben, so antworte ich mit einem klaren Ja. Denn Erkenntnisgewinn und Lesegenuss bleiben erhalten, auch wenn man nicht bei jeder Formel eine Erleuchtung hat. Ich las dann einfach darüber hinweg und widmete mich ausgeruht dem präzisen Kommentar der Autoren. Die Vorlesungen für Studenten sind wohl ebenso eine gelungene Mischung zwischen Unterhaltung und Wissenschaft wie dieses Buch.

Nicht ganz klar wurde mir bis zum Schluss, wie ich mich nun in Zukunft verhalten soll, wenn mir Statistiken oder Studien medial um die Ohren gehauen werden. Aus Prinzip nicht mehr glauben? In Dubben&Beck nach den möglichen Betrügertricks suchen? Einen mathematisch gescheiteren Freund fragen? Oder sich einfach damit abfinden, dass letztlich alles Wissen doch nur eine Glaubensfrage ist? Seit ich mich mit der Funktionsweise unseres Gehirns beschäftige, entscheide ich mich meist für die letzte Variante. Das tun die Autoren auch, versuchen aber als lehrende Akademiker die Wissenschaft trotzdem zu retten. Meiner Meinung nach vergeblich.

Mein Fazit: Die überarbeitete und aktualisierte Neuauflage dieser ungewöhnlichen Einführung in Statistik und wissenschaftliche Beweiskunst kam bei mir sehr gut an. Bis im März 2007 "Es war 1mal. Die verborgene mathematische Logik des Alltäglichen" von John Allen Paulos wieder erscheint, sind Dubben&Beck für mich die unangefochtenen Spitzenreiter dieses Themenrennens.
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16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Statistik lesen lernen - in verbesserter Neuauflage, 12. Mai 2007
Die beiden Autoren H.-P. Beck-Bornholdt und H.-H. Dubben sind gestandene Wissenschaftler und geben sich redliche Mühe, typische Denkfallen aufzuzeigen. Vom gedanklichen Rechenfehler über das gezielte Erwecken falscher Eindrücke bis zum ausgewachsenen Betrug reichen ihre Beispiele, die zum Großteil aus dem Bereich der medizinischen Forschung stammen.

Was sie zutage fördern, sorgt für jede Menge Aha-Erlebnisse. Man lernt, mit "wissenschaftlichen" Ergebnissen, die keine sind, skeptischer umzugehen. Und man wird Werbefritzen, Politikern und anderen Manipulatoren nicht mehr so leicht auf den Leim gehen.

Dazu ist das Buch nett illustriert, sehr lesbar geschrieben, wenn auch ein wenig anspruchsvoll. Der Formelsalat wurde in den Anhang verbannt, der Rest des Buches ist nicht anspruchsvoller als meine angegebenen Beispiele und erfordert nicht mehr als das, was nach einigen Jahren von Mittelstufe-Mathekenntnissen noch übrig ist.

Beim Wort "Mathematik" schrecken die meisten erst einmal zurück, und auch Fachleute - Wissenschaftler und Ärzte zum Beispiel - sind längst nicht so firm, wie sie es oft glauben.

Im Falle von Krankheiten bedeutet das, daß positive Testergebnisse als viel "bedrohlicher" eingeschätzt werden, als sie tatsächlich sind.

Im Falle der Wissenschaft bedeutet das, daß viele Ergebnisse einfach unbrauchbar sind, weil Daten falsch interpretiert werden. Schlimmstenfalls landet sowas in Lehrbüchern und wird zum unausrottbaren Mythos.

Ein Beispiel dafür ist das Verwechseln von Korrelationen mit Kausalität. Es läßt sich unschwer nachweisen, daß der Östrogenspiegel im Blut von der Schuhgröße abhängt: Je größer die Füße, desto geringer der Östrogenspiegel.

Die Erklärung ist natürlich ganz simpel: Frauen haben im Schnitt kleinere Füße als Männer. Bei kleineren Schuhgrößen ist daher der Frauenanteil höher - und damit der durchschnittliche Östrogenspiegel.

Auf die gleiche Weise kann man "beweisen", daß die Haarlänge mit der Körpergröße abnimmt. Die Beispiele sind leicht durchschaubar, aber die angebliche Gefährlichkeit von Hochspannungsleitungen, Handys und ähnlicher Schmock mehr beruht exakt auf derselben Art von falschem Statistiklesen.

Die Überarbeitung hat ein paar Ungenauigkeiten und Fehler beseitigt - ein hervorragendes Buch wurde noch ein kleines bisschen besser.

Kurzum: Was heute so alles als "Wahrheit" daherkommt, ist schon allerhand - mit diesem Buch an der Hand wird man ein paar Denkfallen umschiffen und ein paar Betrügern weniger auf den Leim gehen.
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16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Pflichtlektüre, 26. März 2001
Von Ein Kunde
Schön finde ich die Übungsaufgaben zum "Lügen mit der Wahrheit". Nachdem man sich intensiv Gedanken darüber gemacht hat, wie man ein Ergebnis so präsentiert (ohne zu lügen!), dass genau das Gegenteil vom eigentlichen Ergebnis wahrgenommen wird, sieht man manch "beweiskräftiges" Diagramm in aktuellen Publikationen mit ganz anderen Augen.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Statistisch Unterhaltsam, 30. Januar 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Es gehört mittlerweile zum guten Ton in Zeitungen, Zeitschriften, wie auch in Fachartikeln neueste Erkenntnisse mit Statistiken zu untermauern. Schließlich soll beim Leser kein Zweifel an der Richtigkeit neuer Erkenntnisse aufkommen. Doch wie groß ist die Aussagekraft der Zahlen, prozentualen Auswertungen und Signifikanzen wirklich? Dubben und Beck-Bornholdt, Dozenten im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, öffnen dem interessierten Leser die Augen. In kleinen anekdotischen Geschichten und anschaulichen Szenerien beschreiben sie nicht nur die typischen (üblichen) Fehlerquellen statistischer Auswertungen sondern zeigen auch, wie leicht mit dem Zahlenmaterial manipuliert werden kann.
Der Leser erfährt, wie wenig Aussagekräftig wissenschaftliche Arbeiten trotz eindrucksvoller Signifikanzen sein können, wenn die Datenmenge für eine entsprechende Auswertung ungeeignet ist. Ebenso werden falsche Rückschlüsse, Fehler erster und zweiter Art dargestellt und an Beispielen veranschaulicht. Z.B. wird berichtet, wie die unbedarfte Nutzung von Wahrscheinlichkeiten genau das Gegenteil dessen bewirken kann, was eigentlich ausgedrückt werden sollte. So beim Prozess gegen O.J. Simpsons vor einigen Jahren. Dessen Verteidiger meinte Simpson mit einer Statistik entlasten zu können, laut derer nur 0,1% aller Ehemänner, die ihre Frau verprügeln, diese auch ermorden. Ein gefundenes Fressen für die Anklage, die der Verteidigung vorrechnen konnte, wie belastend diese Aussage für Simpson schließlich sei.
Die Wege werden erläutert, wie einfach sich die Aussagekraft von Statistiken manipulieren lässt ohne das zugrunde liegende Datenmaterial dabei zu verfälschen.

Der Leser wird dabei nicht mit Zahlen und Gleichungen malträtiert und es bedarf auch keiner besonderer mathematischer Kenntnisse, um der Argumentation beider Autoren zu folgen. Interessierte erhalten hingegen die Möglichkeit einige Lösungswege und Beispielsrechnungen in Fußnoten nachzuvollziehen. Den Autoren ist in jeder Zeile die spitzbübische Freude anzumerken, die es ihnen bereitet, diese Irrtümer und Betrügereien aufzudecken zu erklären und in einen unterhaltsamen Kontext zu packen.
Allerdings sind Beck-Borholdt und Dubben bei ihren Bewertungen sehr den Zahlen verhaftet. Gerade die medizinische Forschung und Publikationswut, wird mit allerlei Häme überzogen. Die Evaluierung medizinischer Forschung ist stark Fallzahlen-Abhängig. Doch in vielen Bereichen ist die Datenmenge begrenzt und für eine stichhaltige statistische Bewertung nicht ausreichend. Die Möglichkeit, dass bei der klinischen Bewertung medizinischer Neuerungen persönliche Einschätzung und Erfahrungen einfliessen und von großer Bedeutung sind, wird vollkommen ausser Acht gelassen.
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17 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mit Statistiken lügen!, 21. September 2003
Rezension bezieht sich auf: Der Hund, der Eier legt. Erkennen von Fehlinformation durch Querdenken (Taschenbuch)
Wenn es dieses Buch noch nicht gäbe, müßte man es schreiben! Jeder, der meint, er wüßte, wie man mit Statistiken lügen kann, erkennt durch dieses Buch erst die tatsächlichen Möglichkeiten. Es ist beeindruckend, wie man Eindrücke verfälschen kann, ohne die Fakten zu verändern!
Eines der besten Bücher, die ich in der letzten Zeit gelesen habe!
Dass die Beispiele großteils aus der Meidzin kommen, ist dabei irrelevant, weil die Aussagen allgemein gültig sind. Trotzdem sollte es einem schon etwas Angst machen, wenn man liest, wie Behandlungsverfahren bzw. ihre Wirksamkeit mit Fakten "belegt" werden ...
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23 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen So spannend wie ein Krimi, 1. März 2002
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Rezension bezieht sich auf: Der Hund, der Eier legt. Erkennen von Fehlinformation durch Querdenken (Taschenbuch)
Ich habe tatsächlich Charles Willeford (Miami Blues)vernachlässigt um dieses Buch zu Ende zu lesen u. das obwohl mich Statistik immer angeödet hat.Aber dieses buch geht auch weit über Statistik hinaus,macht den erkenntnistheoretischen Hintergrund transparent und schafft dabei noch den Salto
das zu erklären was man in tausend Statistikkursen nicht verstanden hat.Ich bin Medizinerin u.die Autoren haben mir sehr geholfen viel von dem Unbehagen zu präzisieren das einen manchmal angesicht von Forschungsergebnissen erfaßt.Jedem (nicht nur Kollegen) zu empfehlen der wie der Titel besagt auch gern mal querdenkt.
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Der Hund, der Eier legt. Erkennen von Fehlinformation durch Querdenken
Der Hund, der Eier legt. Erkennen von Fehlinformation durch Querdenken von Hans-Hermann Dubben (Taschenbuch - 2. Januar 2001)
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