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am 27. Juli 2004
Im Zuge der Umstellung der Rowohlt-Monographien auf den Vierfarbdruck ist eine neue Biographie Georg Friedrich Händels erschienen, um das mittlerweile recht betagte Bändchen von Richard Friedenthal aus dem Jahr 1959 zu ersetzen. In dem neuen Buch von Dr. Michael Heinemann, der für Rowohlt auch eine Schütz-Biographie verfasst hat, verschieben sich merklich die Akzente. War Händel für Friedenthal noch eines der großen Universalgenies, mit Johann Sebastian Bach in einem Atemzug zu nennen, so ist er für Heinemann in erster Linie der größte Komponist von Barockopern. So verzichtet Heinemann auf allzu ausführliche Berichte über Händels Privatleben, er geht auch nur kurz auf seine Tätigkeit als Orgelvirtuose und auf seine Orchesterwerke ein. Statt dessen wird Händels Karriere als eine lange Folge von Opern und von opernartigen Oratorien beschrieben, bei denen neben finanziellen Interessen auch Rivalitäten sowohl zwischen den damals in London lebenden Komponisten als auch zwischen den Sängern bzw. Sängerinnen die Hauptrolle spielen. Allerdings würdigt Heinemann in diesem Zusammenhang auch Händels künstlerische Leistung und bietet, für eine solche Monographie bemerkenswert, eine knappe Synopse der Handlung vieler Opern. Das oratorische Spätwerk kommt nicht zu kurz, wird aber als aus der Not geborene Fortsetzung des Opernschaffens "mit anderen Mitteln" aufgefasst. So gelingt es Heinemann, ein Händel-Bild zu malen, das zum einen der Wahrheit sicherlich näher kommt als manche verklärte Händel-Legende, zum anderen den Urheber von Wasser- und Feuerwerksmusik in ein neues, nicht immer schmeichelhaftes Licht rückt. Auf Gründlichkeit legt Heinemann allerdings nicht so viel Wert wie sein Vorgänger, und es gibt hier lediglich 46 Fußnoten mit Quellenhinweisen. Sicher wird die wesentlich ausführlichere Händel-Biographie von Christopher Hogwood hierin weiterhin maßgeblich sein.
Rein äußerlich gefällt mir das neue Format, auch wenn man feststellen muss, dass viele der Bild-Zeugnisse aus dem 18. Jahrhundert, die hier abgedruckt werden, nicht farbig sind, so dass die Vorteile des Vierfarbdrucks nur wenig ins Gewicht fallen. Eine Bibliographie mit Internet-Adressen zählt zu den interessantesten Neuerungen, dafür legte Friedenthal ein wesentlich übersichtlicheres Werkverzeichnis Händels vor.
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