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4.0 von 5 Sternen Nüchtern und streng wissenschaftlich
Während eines Kuraufenthaltes im schleswig-holsteinischen Ostseebad Schönhagen hatte ich die Muße, sowohl Ernst Hilmars 1997 erschienene Schubert-Monographie als auch ihren Vorgänger, eine ins Deutsche übersetzte und 1958 veröffentlichte Arbeit des Franzosen Marcel Schneider, durchzulesen und miteinander zu vergleichen. Unterschiedlicher...
Veröffentlicht am 22. Juli 2004 von Leslie Richford

versus
6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Puh!
Wie vom Vorrezensenten bereits bemerkt: Eine sehr nüchterne, sehr sachliche Biografie, mit 343 Fußnoten und sechs Seiten Bibliografie - für den schon vorher informierten Musikwissenschaftler vermutlich eine Fundgrube, für den interessierten Laien als Bettlektüre komplett unbrauchbar. "Vom 14. August bis 4. September wohnten sie im Straubinger...
Veröffentlicht am 21. Juni 2007 von Björn Opitz


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15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nüchtern und streng wissenschaftlich, 22. Juli 2004
Von 
Leslie Richford (Selsingen, Lower Saxony) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Schubert, Franz (Broschiert)
Während eines Kuraufenthaltes im schleswig-holsteinischen Ostseebad Schönhagen hatte ich die Muße, sowohl Ernst Hilmars 1997 erschienene Schubert-Monographie als auch ihren Vorgänger, eine ins Deutsche übersetzte und 1958 veröffentlichte Arbeit des Franzosen Marcel Schneider, durchzulesen und miteinander zu vergleichen. Unterschiedlicher könnten zwei Biographien eines und desselben Komponisten kaum sein. Während Schneider, ein Schubert-Liebhaber erster Güte, auf einen wissenschaftlichen Apparat verzichtet und sich um einen gut lesbaren, auch mit nicht ganz gesicherten Anekdoten gespickten Lebensabriss ohne allzu komplizierte musikhistorische Informationen bemüht und dabei - für einen Franzosen vielleicht unvermeidlich - Schuberts Liebesleben beleuchtet, bietet der österreichische Schubert-Experte Hilmar eine mit 343 Fußnoten untermauerte wissenschaftliche Schubert-Darstellung, bei der Anekdoten, da nicht streng wissenschaftlich belegbar, keinen Platz haben, Schuberts Privatleben so gut wie außen vor bleibt und in erster Linie die Entstehung der Kompositionen und ihre Verbindungen untereinander ins Auge gefasst werden. Nach der Lektüre von Hilmars Buch fühlt man sich aufs Gründlichste informiert. Doch vermag Schneider (bei allen wissenschaftlichen Mängeln) die Liebe zu Schubert und seiner Musik eher zu entfachen: Seine Begeisterung ist ansteckend und hebt sich positiv von der etwas trockenen Nüchternheit des Österreichers ab. Oder liegt mein Urteil daran, dass ich an die Liebesgeschichte mit Therese Grob glauben möchte? Und dass mich tatsächlich interessiert, wie Schubert an Syphilis erkrankt ist (auch wenn man es heute wohl kaum herausbekommen wird)? Wie dem auch sei: Durch die Lektüre beider Bücher habe ich das Beste beider Welten genossen. Da das Schneider-Bändchen (rororo rm 19) kaum mehr erhältlich sein dürfte, werden die meisten Interessierten mit Hilmars sachlich-nüchterner Arbeit vorlieb nehmen müssen.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Puh!, 21. Juni 2007
Von 
Björn Opitz (Hamburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Schubert, Franz (Broschiert)
Wie vom Vorrezensenten bereits bemerkt: Eine sehr nüchterne, sehr sachliche Biografie, mit 343 Fußnoten und sechs Seiten Bibliografie - für den schon vorher informierten Musikwissenschaftler vermutlich eine Fundgrube, für den interessierten Laien als Bettlektüre komplett unbrauchbar. "Vom 14. August bis 4. September wohnten sie im Straubinger Wirtshaus, nahmen Thermalbäder (...). Die für die Rückreise gewählte Route ist nicht überliefert. Wahrscheinlich fuhren sie über Werfen, Salzburg, Hallstatt und Ebensee nach Gmunden. Danach ging es nach Kremsmünster, Steyr und schließlich nach Linz und von dort nach Wien." - Und so weiter, und so fort ... Für die Bewohner dieser Gemeinden und Menschen, die gerne Bahnfahrpläne oder Telefonbücher auswendig lernen, ist sowas vermutlich interessant - für die meisten anderen ist dieses Buch wohl nur bedingt zu empfehlen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Langwierige Lektüre - fachlich gut, aber leserunfreundlich, 16. Mai 2011
Rezension bezieht sich auf: Schubert, Franz (Broschiert)
Den beiden bereits hier erschienen Rezensionen kann ich nicht viel Neues hinzufügen, möchte den Eindruck aber bestätigen: Die Schubert-Biographie von Ernst Hilmar ist zwar - und das darf von Hilmar als Schubert-Experte erwartet werden - umfangreich und fundiert, aber nicht besonders leserlich geschrieben. Die Lektüre ist nicht besonders spannend, sondern zuweilen eher langwierig und schleppend. Insbesondere das bereits erwähnte Kapitel über Schuberts Reisen ist eine literarisch nüchterne Durststrecke, durch die ich mich selbst als interessierter Leser quälen musste. Insgesamt wäre an vielen Stellen weniger mehr gewesen: zum Beispiel weniger Fakten, mehr Briefzitate. Hilmar geht leider den anderen weg.

Die Anlage des Buches orientiert sich - wie oft bei solchen kleinen Biographien - an einem chronologischen Abriss des Lebens der besprochenen Person. Hilmar fügt jedoch zwei Exkurse zu den Themen "Freunde - Schubert auf Reisen" und "Das Bild der Persönlichkeit - Der erfolgreiche Komponist" ein. Dagegen ist ja auch nichts einzuwenden und die Exkurse hätten durchaus sinnvoll sein können, wenn nicht vieles von dem was dort erzählt wird, auch vorher oder nachher nochmal in anderem Kontext wiederholt wird. Da wünsche ich mir lieber eine rein chronologische Anlage, die Phänomene und Gegebenheiten konzentriert schildert, statt solcher mit Redundanzen verbundenen Exkurse, die in dieser Art eher chaotisch wirken.

Insgesamt kann auch die Aufmachung des 1997 zuerst erschienenen Buches, das zu den älteren rowohlt-Monographien gehört, nicht überzeugen. Wirken die neuen Rowohlt-Monographien doch auf den ersten Blick ungewohnt bunt, so schätzt man die Aufmachung von Bänden wie die Monographien über Tschaikowsky (Floros) oder Mendelssohn Bartholdy (Geck) erst richtig, wenn man solche Bücher wie dieses hier in die Hände nimmt: kleinere, eng gedruckte Schrift, kaum Rand (das alles trägt auch nicht zur besseren Lesbarkeit bei); zwar sinnvoll ausgewählte aber in den Umbruch oft lieblos reingeklatschte Bilder lockern da auch kaum auf. Eine Neuaufmachung im neuen Stil wäre wünschenswert.

Fazit: Die Lektüre von Hilmars Buch kann ich - ebenso wie meine Vorredner - auch nur interessierten und durchhaltevermögenden Lesern empfehlen. Und zum Schluss ein Tipp an alle Leser: lieber zwischendurch ein bißchen Schubert hören und sich an der schönen Musik erfreuen, damit der der Spaß an Schubert beim Lesen nicht vergeht.
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Schubert, Franz
Schubert, Franz von Ernst Hilmar (Broschiert - 2. Januar 1997)
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