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In diesem Buch sind 3 der interessantesten Utopien der Renaissance zusammengestellt: "Utopia" von Thomas Morus, "Der Sonnenstaat" von Campanella und "Neu-Atlantis" von Francis Bacon. Interessant ist die Lektüre, weil sie durch und durch originell ist, waren doch zur damaligen Zeit außeropäische Staatsverfassungen noch kaum bekannt. Die Autoren mussten also, um ihre Gesellschaftentwürfe zu entwickeln, ganz auf ihre eigenen Fähigkeiten zu phantasieren und philosophieren vertrauen. Entsprechend fallen ihre Utopien teils ingeniös, teils naiv und zu einem gehörigen Teil auch katastrophal aus. Geradezu revolutionär ist beispielsweise Thomas Morus' Schilderung der sozialistisch anmutenden Besitzlosigkeit der Utopier, naiv hingegen die in allen drei Schriften immer wieder auftauchende Versicherung, die Bewohner der utopischen Gesellschaften seien von Christentum aufs Wärmste angetan und den Aposteln mehr als hold. Katastrophal fällt die utopische Konzeption aus, wenn Menschen im Dienste des Allgemeinwohls unverständliche Reglementierungen auferlegt werden, so etwa bei den Utopiern, denen Morus jegliches Spiel verbieten möchte, das im Sitzen gespielt wird (damit sie zum Zwecke der Leibesertüchtigung nur wirklich sportlichen Zerstreuungen nachgehen). Alles in allem bleibt jedoch bei allen drei Entwürfen ein Eindruck der Hochachtung zurück für drei eigenständige Denker, die, in einer Zeit, in der es weit weniger als ein tausendstel der heute verfügbaren Literatur gab, eigenständig einen ganzen Gesellschafts-Kosmos erfunden haben.
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am 27. Juni 2016
Alles was man über dieses Werk schreiben könnte, haben die unteren Bewertungen zur vollsten Zufriedenheit ausgedrückt. Zeitlose Klassiker der Utopiegeschichte, vereint in einen Band. Was will man mehr?

Deshalb kann ich mich meinen Vorschreibern nur anschließen, ein tolles zusammengefasstes Werk, wodurch man nicht alle Utopien einzeln kaufen muss und das dazu noch günstiger kommt. Ganz klare Kaufempfehlung!
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am 24. April 2016
mit deutschen Übersetzungen der drei Utopie-Klassiker von Morus (Utopia), Campanella (Sonnenstaat) und Bacon (Neu-Atlantis). Eine gute Compilation für eine vergleichende Perspektive. Besonders zu hervorheben ist das Nachwort von Heinisch zur Interpretation der Werke, das auch über die drei genannten hinausgeht und prägnante, thematisch sortierte, Analysen der Werke enthält.
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Der Autor von Utopia, Sir Thomas More, latinisiert: Morus,(7.Februar.1478-6. Juli 1535), war ein englischer Staatsmann und Humanist, der nach seinen humanistischen, theologischen und juristischen Studien von 1503-29 Mitglied und seit 1523 Sprecher des Unterhauses, seit 1529 Lordkanzler unter Heinrich VIII war. Nach der Trennung der englischen Kirche von Rom durch den König , die Morus ablehnte , trat er 1532 zurück und verweigerte zwei Jahre später den Suprematseid; daraufhin wurde er wegen Hochverrat angeklagt, zum Tode verurteilt und hingerichtet.

Morus verfasste zahlreiche Schriften und hielt seit 1499 engen Kontakt zu Erasmus von Rotterdam.

Sein Hauptwerk: "De optimo rei publicae statu deque nova insula Utopia (1516) ist der Entwurf einer idealen Gesellschaft.
Der Text ist in der äußeren Form eine dichterisch-unverbindliche Erzählung, jedoch in der Sache von tiefem Ernst und revolutionärer Haltung, das Bild eines idealen sozialistischen Gemeinwesens, das er in allem dem Staats- und Gesellschaftszustand seiner Zeit gezielt entgegenstellte.

Er forderte das Ende der Ausbeutung der unteren Klassen, gemeinschaftliche Produktion durch Teilnahme aller an der Arbeit, gemeinschaftliches Eigentum, Altersversorgung, freien Zugang aller zur Bildung und geistigen Gütern.

Morus Ungereimtheiten nachzuweisen ist nicht schwer. Obgleich man in Morus Utopia keinen Geldverkehr kennt, ist die Insel aber eine potente Handelmacht. Sklaven gibt es eine Menge, jedoch keine erbliche Sklaverei.

An diesen gedanklichen Patzern sollte man sich jedoch nicht festbeißen, denn Morus ist einer der frühesten Kritiker des Kapitalismus, wenn man so will. Nachsicht also ist geboten, sofern nicht alle seine Gedanken ausgereift erscheinen.
Empfehlenswert.
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am 3. September 2014
Drei utopische Romane die man gelesen haben muß.
Dazu kann man nicht wirklich viel schreiben, Morus' Utopia steht natürlich an erster Stelle, und ist Namensgebend für das ganze Genere, Bacons Neu-Atlantis ist nicht vollendet worden und geht deshalb nicht derart in die Tiefe.
Campanellas Sonnenstaat ist eines der weniger bekannten Werke dieser Gattung, es erinnert stark an Utopia bietet aber auch viel eigenständiges. Alles in allem wirken die Rennaissance-Ideen für einen Idealen Staat heute etwas befremdlich und das dort geforderte Maß an staatlicher Kontrolle, welche sich von der Wahl der Ehepartner bis zur Wahl der Kleidung erstreckt, ist geradezu erdrückend.
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am 9. Januar 2002
Dieses Buch zeigt die die Verhältnisse in einem totalitären System auf, alle Details sind brilliant beschrieben.
Dieses Wunderbare Werk von einer negativ Utopie lädt zum lesen ein,
es sollte zur Pflichtlektüre für den Deutschunterricht werden.
Allerdings sind einige Stellen zu finden die einen Hang ins unwirkliche haben.
Trotz allem ein sehr interessantes Buch, dass zum nachdenken anregt.
Lesen ist Pflicht!
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