summersale2015 Hier klicken Jetzt Mitglied werden studentsignup Cloud Drive Photos SonyRX100 Learn More ssvpatio Fire HD 6 Shop Kindle Sparpaket SummerSale

Kundenrezensionen

1
5,0 von 5 Sternen
5 Sterne
1
4 Sterne
0
3 Sterne
0
2 Sterne
0
1 Stern
0

Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel

Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 3. September 2005
Ein schwedischer Bolzclub will nach oben, und dabei geht es hart zu - auf dem Rasen und abseits davon.
33 Jahre alt war Per Wahlöö 1959, als er diesen, seinen ersten Roman, schuf. Für Fußball hatte er wohl noch genug Zeit, denn erst später lernte er Maj Sjöwall kennen, die fortan sein Leben teilte und mit der zusammen er sechs Jahre nach „Foul Play" die berühmte zehn-teilige „Kommissar Beck"-Serie zu schreiben begann. Legendäre Kriminalromane, in denen die Kritik an der schwedischen Gesellschaft und den politischen Verhältnissen von Band zu Band an Schärfe zunimmt.
In „Foul Play" ist vieles davon schon vorher zu sehen - aus der Ich-Perspektive wird erzählt über die Vorgänge rund um einen kleinen Fußballclub, in den der Erzähler mehr per Zufall gerät und mit dem er schließlich nach und nach Ambitionen entwickelt, bis, ja, bis... das wird nicht verraten.
Im „Deckel" liest man „Es wäre foul play, zu behaupten, dies sei ein Kriminalroman im üblichen Sinn: Es findet keine Schießerei im U-Bahnschacht statt; Niemand flieht über Wolkenkratzerdächer und keine Erbtante stirbt unter fragwürdigen Begleitumständen.
Dies ist vielmehr die Geschichte eines völlig unbedeutenden Fußballclubs in der finstersten Provinz, der in die höchste Liga aufsteigt.
Es geht dem Autor jedoch nur vordergründig um Fußball. ... In Foul Play schildert er das juristisch weitgehend irrelevante, moralisch aber hochgradig „kriminelle" Verhalten eines Mannes, der besessen ist von *einem* Ziel: den Aufstieg schaffen - egal mit welchen Mitteln.
So wird der Club zum Mikrokosmos, in dem Wahlöö sein Unbehagen an der schwedischen Gesellschaft kritisch artikuliert."
Das klingt etwas zäh - das Buch dagegen ist äußerst flüssig zu lesen, hat düstere Seiten genauso wie enorm komische. Es trifft den Nerv in nicht geringerem Maße als es Nick Hornby's „Fever Pitch" tut, wobei sowohl Weitblick als auch Scharfsinn des Schweden dem des Engländers weit überlegen sind.
Dieses Buch ist beinahe 50 Jahre alt, und dennoch ist es noch so aktuell wie damals, denn weder haben sich seither die Menschen geändert, noch die Mächte die mit ihnen spielen - sei es im Fußball oder in der Gesellschaft.
Insgesamt: Ein großartiges Buch. Mehr als ein Krimi, mehr als ein Fußballbuch. Prädikat „Phantastisch!".
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden