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am 11. Juli 2004
Wie wahrscheinlich viele kannte ich Sir Peter Ustinov bis vor kurzem nur als Schauspieler. Als solcher faszinierte er mich aber schon von klein auf. Richtig neugierig auf diesen außergewöhnlichen Mann wurde ich durch einen seiner letzten Fernsehauftritte. In diesem Interview liess er in der ihm eigenen, verschmitzten Art durchblicken, wie viel er uns Jüngeren mitzugeben hatte.
In seinem Buch tut er genau das: er gibt uns, die wir ihn nun überlebt haben, einen kleinen Teil seiner vielseitigen und reichen (Lebens-) Erfahrung mit auf den Weg. Kaum ein anderes Buch hat mich bislang so unterschiedlich angeregt wie dieses: vom Lachen über's Staunen bis hin zum Nachdenken war beim Lesen alles möglich. (Leider verliert das Buch gegen Ende etwas den "roten Faden", deshalb nur 4 * - ein Fehler, der nicht zuletzt auf die Auswahl und Zusammenstellung der Kapitel durch die Publizisten zurück zu führen ist!)
Letztlich setzten sich bei mir zwei Erkentnisse fest: 1. Vorurteile gehen uns alle an, mehr als wir es uns eingestehen möchten und 2. man sollte Sir Peter Ustinov nicht nur als Schauspieler in Erinnerung behalten, sondern unbedingt mehr von ihm lesen. Wenn man sich auf seine Gedankenspiele einlässt, erfährt man unweigerlich eine Horizonterweiterung! Und genau das ist es, was Sir Peter uns hinterlassen wollte: einen neuen Blickwinkel auf vermeintlich Altbekanntes oder völlig Unbekanntes.
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am 28. Oktober 2003
Endlich wieder neues Material vom großen Sir Peter Ustinov - entstanden ist dieses Buch aus verschiedenen Gesprächen mit zwei Dozenten/Journalisten, wobei es kein Interview-Buch ist, sondern in fließendem Text das Thema "Vorurteil" beleuchtet. Gewohnt fein- und hintersinnig geht Ustinov an diesen menschlichen Charakterzug heran und brilliert immer wieder mit Anekdoten; einige kennt man aus seinen bisherigen Büchern und der One-Man-Show, andere schildert er hier zum ersten Mal. Trotz des Ernsts des Thema ist die Lektüre sehr vergnüglich und anregend, was vor allem am humanistischen Witz des Autors liegt, der ja auch vor kurzem ein übergreifendes Projekt gestartet hat, um Vorurteile anzuprangern und aus der Welt zu schaffen. Empfehlenswert nicht nur aber natürlich auf jeden Fall für alle Ustinov-Fans. Eines seiner besten Bücher.
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HALL OF FAMEam 24. November 2003
"der chef: gestatten, despotowitsch. sein untergebener: gestatten, vasallowitsch!" - mit diesem kleinen seitenspot auf ein von ustinov beschriebenes kroatisches filmteam erhellt sich vielleicht am zügigsten das konzept seines neuesten buches - eines, von dem er sagt, es werde eventuell sein vermächtnis sein: ustinov stellt wie üblich humorvoll, manchmal staunend, oft aber auch mit tiefem schrecken dar, wie die geschichte der menschheit als eine geschichte verheerender vorurteils-produktionen begriffen werden kann: von nero bis bush, von pol pot bis auschwitz, vom monotheismus bis zum terrorismus: ustinovs beispiele machen nachdenklich - und fördern die fähigkeit, zu erschrecken. ustinov, der als das beste gegenmittel zum vorurteil den zweifel nennt, erlaubt sich sogar, die verteufelung des terrorismus in zweifel zu ziehen, wenn er (aphoristisch perfekt) formuliert: "der terrorismus, der im furchtbaren 11. september kulminierte, ist ein krieg der armen gegen die reichen. der krieg ist ein terrorismus der reichen gegen die armen." an drei europäischen universitäten (wien, budapest, durham) hat ustinov die einrichtung von lehrstühlen zur vorurteils-erforschung initiiert. für den wiener lehrstuhl gewann ustinov den psychoanalytiker horst-eberhard richter, der im sommer 2004 dort seine vorlesungen unter dem titel "kreuzzüge" aufnehmen wird. das buch ustinovs ist ein kreuzzug für den zweifel - und auf seitenpfaden immer noch einer für die ironie als kreative erkenntnis-methode. gerne zitiert er lessing: "das lachen erhält uns vernünftiger als der verdruss." und wenn er toni schumacher "choumakkär" buchstabiert, weil die franzosen sich über ihn aufregten, oder wenn er argwöhnt, der papst wolle gar nicht mit ihm tennis spielen (er erhielt ein schreiben, bei der nächsten audienz doch bitte seinen schläger mitzubringen) - womöglich wolle der heilige vater ihm "hinter der racket-bespannung nur die beichte abnehmen" - dann wissen wir: dieser ustinov ist unersetzlich...
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am 18. Oktober 2009
Ich habe mir dieses Buch einmal während einer langandauernden Bewegungseinschränkung aus einer Bibliothek ausgeborgt und es hat mich sehr fasziniert. Dieses Werk ist aber nicht nur zum Lesen da, sondern es ist auch ein echter Ratgeber fürs Leben. Daher habe ich es mir schlussendlich gekauft, um auch später, so hin und wieder, darin schmökern zu können. Es ist dies ein Werk, das jeden aufgeschlossenen, denkenden Menschen berührt und eine Menge von klugen und auch witzigen Dingen im zwischenmenschlichen Bereich behandelt. Allein schon dieser eine Satz: "Wenn der Rivale des Vorurteils der Zweifel ist, dann ist sein Komplize die Bequemlichkeit und die Rechthaberei" hat sich in mir seit vielen Jahre lang eingeprägt. Dieser Satz hat, wie so vieles von Peter Ustinov, nahezu Ewigkeitswert. Und so geht es auch mit vielen anderen Kapiteln weiter; man kann jederzeit wieder zu diesem Buch greifen um ähnliche Lebensweisheiten zu suchen und auch zu finden. Es ist dies ein Buch, das für jeden offenen, am Leben interessierten Menschen eine Bereicherung darstellt. Sehr zu empfehlen!
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am 16. Juli 2004
Sicherlich nicht eines der leichtestesn Bücher von Peter Ustinov, aber nicht umsonst hat er es als sein Vermächtnis betitelt. Große Neueigkeiten waren nicht zu erwarten, wie auch wenn sein leben mehr als gut dokumentiert, aber um das geht es heir nicht. Es geht um Vorurteile, ein Problem das Kriege, vernichtung und Gewalt über die Menschhheit gebracht hat. Der Auto versteht es einerseits heiter, aber auch sehr ernst dem Leser dies zu vermitteln. Nein er belehrt dem leser nicht, er schafft es zum Nachdenken anzuregen um die eigenen Vorurteile, wenn man auch dabei sehr oft ein Schmunzeln auf den Lippen hat.
Eines der Top 10 Bücher die ich gelesen habe.
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am 15. September 2006
Ustinov fühlt sich als Hund und greift den Knochen, der vor ihm liegt und auf diesem steht „Vorurteil“. Und so füllt er dieses schöne Buch mit vielen, vielen Geschichten zu diesem Thema an. Ab und zu verlässt er es , um dann mäanderförmig wieder zum Ursprungsthema zurückzufinden. Der Leser erfährt viel über die Person von Sir Peter, über dessen Leben und sein Denken. So wird aus der thematischen Widmung der Vorurteile auch ein Buch über Leben, Wirken und Denken von Ustinov. Gespickt mit allerlei Anekdoten und etlichen netten Begebenheiten mit anderen Berühmtheiten ist das Buch mehr als lesenswert; man muss es genießen! Sir Peter selbst erscheint liebenswert, aber auch mit Fehlern und als Mensch , der im Leben wohl nie die Dinge zu ernst nahm und alles und jeden, sich selbst miteingeschlossen, mit einem guten Schuss Humor betrachtet hat.

Fazit : Ein Buch über Sir Peter und sein Leben. Vorurteile werden in ihren (wenigen) positiven , und insbesondere in den überwiegend negativen Aspekten von allen nur denkbaren Seiten beleuchtet und regen zum Nachdenken über die eigenen Einstellungen an. Prädikat : besonders Lesenswert
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am 30. Januar 2006
Über „Achtung! Vorurteile" schrieb die NZZ: „Das Buch liest sich, als ob Ustinov irgendwann zum Mittagessen eingeladen gewesen, dann bis zum Abendessen geblieben sei - und jemand dabei vergessen hätte, das Tonband abzustellen". Treffender kann man es nicht ausdrücken. In über 100 kurzen Kapiteln, kaum merklich unterteilt in 11 Abschnitte schildert Ustinov Anekdoten aus deinem Leben, aber auch Analysen historischer Ereignisse und philosophische Überlegungen. Das Thema Vorurteile wird dabei in allen Facetten beleuchtet. Wer jedoch eine trockene Abhandlung mit permanenten Wiederholungen und erhobenem Zeigefinger erwartet, kennt Peter Ustinov schlecht. Mit einer guten Prise Humor läßt er vielmehr die Geschichten für sich sprechen, so dass man - ganz im Sinne der Thematik - seine eigenen Schlüsse ziehen kann. Dabei sollte man sich nicht nur einmal an die eigene Nase fassen.
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am 20. September 2004
„Achtung! Vorurteile" ist weitgehend in dem Stil geschrieben, in dem Ustinov auch erzählt hat. Selbst schwierige oder tragische Themen werden mit der ihm eigenen Leichtigkeit präsentiert. Das fällt ihm besonders leicht, wenn er von seiner Bewunderung für den früheren amerikanischen Präsidenten Jimmy Carter spricht oder von seinem Freund, dem ehemaligen Präsidenten der Sowjetunion, Michail Gorbatschow. Selbst wenn er über ernste Themen, wie den Irak-Krieg befindet oder über „George Doublejuh" herzieht, ist das immer mit einem Augenzwinkern. Er wird nie respektlos oder unfair. Gerade bei Dingen, die ihn unangenehm beschäftigen, bedient er sich seiner Lieblingswaffe, des Humors.
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am 4. Juli 2004
Ich habe Peter Ustinov als Schauspieler und Entertainer sehr geschätzt und sein Talent in der Unterhaltungskunst immer bewundert. Mit diesem Buch habe ich ihn das erste Mal als Schriftsteller kennen gelernt. Und ich muss sagen, es hinterlässt einen zwiespältigen Eindruck. Gut, Vorurteile mögen ein wichtiges Thema sein, über das man auch Bücher schreiben kann, aber in diesem Buch funktioniert dies nur bedingt.
Während in den ersten Kapiteln immer ein Bezug zum Thema zu finden ist, lässt die Motivation (sich an das eigentliche Thema zu halten) zum Ende hin spürbar nach. Dann kommt eher der Ustinov zum Vorschein, der lustige Anekdoten und Bonmonts aus seinem Leben in geselliger Runde zum Besten gibt. An und für sich nicht schlecht, nur hätte da eine andere thematische Ausrichtung besser gepasst.
Viele Kapitel wirken trotz ihrer kurzweiligen Schreibe doch sehr weichgespült und zahnlos. Man wünscht sich hin und wieder ein wenig mehr Schärfe. Andere Kapitel (zumeist die längeren) setzen sich mitunter sehr tiefsinnig mit ernsteren Aspekten auseinander (Irakkrieg, Prostitution in Thailand etc.).
Hin und wieder blitzt dieser liebenswerte Anachronismus des Peter Ustinov auf, für den man ihn liebt und schätzt. Sei es die Sprache an sich oder die Dinge und Begebenheiten, die über diese Sprache ausgedrückt werden. Auch wenn Ustinov beteuert(e), modernen Dingen auch in hohem Alter aufgeschlossen zu sein, verriet sein Stil, daß er doch aus einer anderen, für uns lange zurückliegenden Zeit, stammt. Und das ist gut so, da wir uns immer auch ein wenig nach diesen Zeiten sehnen, obwohl wir nicht einmal wissen, ob wir uns in dieser Zeit wohlgefühlt hätten.
Insgesamt ein kurzweiliges Lesevergnügen. Es hatte immer einen feinen, gentlemanhaften Witz und hin und wieder Momente zum Nachdenken. Schade, Sir Peter - wäre nicht das Schlechteste gewesen, wenn sie mehr Zeit auf Erden zum Schreiben weiterer Bücher gehabt hätten ...
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am 18. Juni 2004
Sir Peter Ustinov hat in diesem Buch, das kurz vor seinem Tod erschienen ist, ein wichtiges Thema besprochen, das ihn zeitlebens begleitet hat. Es geht um Vorurteile und ihre verheerende Wirkung in der Politik.
Mit unnachahmlich vergnüglichem Erzählstil hat sich Ustinov in kurzen Kapiteln dem Vorurteil in seinen vielen verschiedenen Erscheinungsformen genähert. Jedes Kapitel für sich allein genommen ist bereits ein kleines Meisterwerk zum Thema, das sich wie ein roter Faden durch sein Leben als Kosmopolit zieht. Schon als Sechsjähriger muß der kleine Peter in der Schule erfahren, was Vorurteile der anderen für den Einzelnen bedeuten können, und im Laufe seines bewegten Lebens auf dem internationalen Parkett begegnet ihm der alte Feind, das Vorurteil, immer wieder in neuen Varianten.
Ustinov gelingt es dabei fast immer, auch den unangenehmsten Begebenheiten noch eine komische Seite abzugewinnen. Nur in wenigen ganz krassen Fällen wird sein Ton einmal scharf. Sein Buch ist aber insgesamt äußerst unterhaltsam, und dabei intelligent und von tiefer innerer Wahrheit. Ein Querdenkerbuch von einem weitblickenden Menschenfreund geschrieben, der zeitlebens viele verschiedene Berufe ausübte und in allen brillierte.
In dem Buch hat Peter Ustinov aber nicht nur eine bunte Kollektion von selbsterlebten Geschichten über Vorurteile zusammengestellt, er analysiert auch das Zustandekommen und will Vorurteile nun wissenschaftlich erforschen lassen, um sie besiegen zu können. So erfahren wir, daß es durch Ustinovs Initiative mittlerweile drei Stiftungslehrstühle zur Vorurteilserforschung gibt: in Durham, Budapest und Wien.
Ich halte dieses Buch und seine Botschaft für einen der intelligentesten neuen Ansätze zum Kampf gegen das Vorurteil. Danke, Sir Peter!
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