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27
4,4 von 5 Sternen
Das Aschenkreuz
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
TOP 1000 REZENSENTam 1. Juli 2013
Der historische Roman „Das Aschenkreuz“ von Astrid Fritz ist als Taschenbuch im Rowohlt Verlag erschienen und umfasst 287 Seiten inklusive einem Prolog, 30 Kapiteln und einem ausführlichen Glossar. Bei historischen Romanen findet man oft einen Ausschnitt aus einem historischen Portrait als Cover, doch hier wurde ein aktuelles Foto einer jungen Frau in Kleidung des 15. Jahrhunderts vor dem Freiburger Münster im Hintergrund gewählt. Der Titel wurde in goldener Schrift aufgedruckt. Der Name der Autorin befindet sich interessanterweise vertikal gedruckt am rechten Rand in einer Leiste, die sich matt von dem hochglänzenden Teil des Drucks abhebt. Das Genre des Romans lässt sich eingrenzen auf einen historischen Kriminalroman. Schon der Titel nimmt Bezug auf zwei Morde bei denen den Toten jeweils ein Aschenkreuz als Zeichen der Schuld auf die Stirn gezeichnet wurde.

Serafina ist 30 Jahre und hat beschlossen ihrem Leben einen neuen Sinn zu geben. Daher sucht sie Aufnahme in der Schwesternschaft im Haus Zum Christoffel in Freiburg. Hier hofft sie auf die Empfehlung einer Freundin aus Kindheitstagen, die dort bereits wohnt, doch diese ist leider inzwischen verstorben. Dennoch darf sie zunächst für eine Probezeit von drei Monaten bleiben und fortan ein gottgefälliges Leben unter den fünf Mitschwestern führen. Auf einem frühen morgendlichen Ausgang begegnet sie dem kleinwüchsigen Barnabas, der als Bettelzwerg vor den Toren der Stadt wohnt. Er zerrt sie mit zu einer Scheune. Am Querbalken des offenen Tors hat sich der Sohn eines Freiburger Kaufmanns offensichtlich selbst erhängt. Doch wieso hat er eine Wunde am Hinterkopf und wie kommt das Aschenkreuz auf seine Stirn. Serafinas Gerechtigkeitssinn lässt ihr keine Ruhe und sie macht sich daran den Vorfall zu hinterfragen, sehr zum Missfallen einiger hoher Herren der Stadt und der Kirche. Außerdem begegnet sie dem neuen Stadtarzt, der ihre Vergangenheit kennt. Wenn er sie verrät, darf sie nicht mehr in der Schwesterngemeinschaft bleiben. Und dann wird ein weiterer Toter gefunden. Serafina zieht daraus ihre eigenen Schlüsse und versucht die Wahrheit ans Licht zu bringen.

Der Prolog schildert das Verbrechen am Sohn des Freiburger Kaufmanns. Zwar werden dort noch keine Namen genannt, aber nach Auffinden des Gehängten lassen sich hierzu sehr schnell Schlüsse ziehen. Es ist dem Leser also von Anfang an klar, dass hier jemand versucht einen Mord zu vertuschen. Umso spannender ist es, zu verfolgen, ob es Serafina gelingen wird, das Verbrechen aufzuklären. Die Aussage einer ledigen Frau im 15. Jahrhundert hatte kaum Gewicht. Hinzu kommt, dass Beginen Stadt und Kirche ein Dorn im Auge waren. Ihnen wurde gerne Ketzerei vorgeworfen. Serafina ist eine selbstbewusste und beherzte Frau, die sich gern für andere einsetzt. Zur Schwesterngemeinschaft gehören die unterschiedlichsten Frauencharaktere, so dass es Spaß macht über das Zusammenleben zu lesen. Der Alltag zur damaligen Zeit ist authentisch dargestellt, die Alleingänge von Serafina sind für eine Frau allerdings sehr gewagt. Der Schreibstil ist leicht lesbar, vor allem deshalb weil die Sprache zwar stets höflich bleibt, wie es zur damaligen Zeit in geistlichen wie gehobenen weltlichen Kreisen üblich war, aber dennoch nicht der historischen sondern unserer heutigen Ausdrucksweise entspricht. Die Aufklärung zum Schluss kommt rasch und es bleiben noch einige Fragen offen, die Stoff für eine Fortsetzung lassen, vor allem ob Serafina ihrem ehelosen Leben als Begine treu bleiben wird. Gerne gebe ich eine Leseempfehlung an Leser von historischen Kriminalromanen.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Die nicht mehr ganz junge Serafina fühlt sich wohl in Freiburg in der Gemeinschaft der Beginen-Schwestern. Niemand kennt hier ihre Vergangenheit, denn sie hat wohlweislich verschwiegen, dass sie jahrelang in einem Hurenhaus in Konstanz lebte.

Doch anders als die anderen Schwestern und Bewohner läßt sie es nicht einfach auf sich beruhen, als der junge Hannes eines Morgens tot entdeckt wird, aufgehängt an einem Strick. Hannes wird sofort als Selbstmörder abgestempelt, dem keine anständige Beerdigung zusteht, doch Serafina glaubt an Mord.

Durch ihr anschließendes, eigenmächtiges Handeln macht sie sich natürlich bei der Obrigkeit und auch bei manchen Schwestern unbeliebt.

Und plötzlich trifft sie auch noch auf Achaz, einen Arzt, den sie aus Konstanz kennt und der um ihr Geheimnis weiß.

Wird er sie verraten ? Ist es jetzt vorbei mit dem idyllischen Leben bei den Schwestern ?

Es passiert noch ein weiterer Mord und Serafina beginnt zu ahnen, dass hier nicht nur ein Täter am Werk ist, sondern anscheinend auf diese Weise unliebsame Mitbürger beseitigt werden sollen.

Astrid Fritz hat einen kurzweiligen, historischen Roman aus dem alten Freiburg geschrieben. Sehr anschaulich schildert sie das Leben zur damaligen Zeit, wie leicht man in Verruf geraten kann und wie schnell es auch möglich war, unbequeme Mitbürger zu verurteilen. Die Folter war immer eine gute Methode, um ein Geständnis zu erzwingen..

Mit Serafina hat Astrid Fritz eine sympathische Protagonistin geschaffen, die kein Blatt vor den Mund nimmt und eine Frau der Tat ist, was zur damaligen Zeit nicht gerne gesehen wurde.

Die Charaktere sind sehr verschieden und sehr gut beschrieben, sodass ich direkt Vorlieben und Abneigungen entwickelt habe. Ich fühlte mich beim Lesen angenehm zurückversetzt in das 15. Jahrhundert und war fast traurig, als ich das Buch ausgelesen hatte.

Das Ende läßt auf einen zweiten Teil hoffen, denn einige Fragen bleiben offen. Trotzdem ist die Geschichte in sich abgeschlossen und zu Ende, doch ich würde sehr gerne wissen, wie es weitergeht mit Serafina.

Ein richtig schöner Schmöker von Astrid Fritz, den ich gerne weiterempfehle !!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Serafina Stadlerin hält Nachtwache bei der Witwe Kandlerin. Serafina ist im Frühjahr 1415 in das Schwesternhaus zu Freiburg eingetreten. Dort weiß man nichts über ihre Vergangenheit. Sie übernimmt die ihr übertragenen Aufgaben in der Alten- und Krankenpflege. Auf dem Heimweg trifft sie Barnabas, den Bettelzwerg. Er übernimmt ab und zu Botengänge für das Schwesternhaus.
Heute aber führt er sie auf ein abgelegenes Grundstück. Dort hängt ein 15jähriger Junge. Auf seiner Stirn ist ein Aschenkreuz gezeichnet. Die Menge regt sich über den Selbstmörder auf.
Serafina aber hat Zweifel am Selbstmord des Jungen.
Die Autorin hat einen abwechslungsreichen historischen Krimi geschrieben. Im Mittelpunkt der Handlung steht Serafina. Sie hat in Freiburg eine neue Heimat gefunden. Doch wenn ihre Vergangenheit publik wird, könnte sie diese schnell verlieren. Trotzdem geht sie unbeirrt ihren Weg. Das bedeutet, dass sie versucht, den Mord an Hannes Pfefferkorn zu beweisen.
Das Buch zeichnet sich nicht nur durch eine spannende Handlung, sondern auch durch gut recherchierte Zeitverhältnisse aus. So wird die Arbeit im Schwesternhaus genauso exakt dargestellt wie die Probleme, die eine Kaufmannsfamilie durch den angeblichen Selbstmord des Sohnes bekommt.
Das Buch lässt sich zügig lesen. Der Sprachstil ist der heutigen Zeit angepasst. Serafina tritt als Frau allerdings sehr selbstbewusst auf und sagt auch den Herren ihrer Meinung.
Das Cover hebt sich nicht von den üblichen Covern historischer Romane ab.
Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Die Vielschichtigkeit der Bevölkerung der damaligen Zeit und ihre Lebensverhältnisse werden ausreichend beschrieben und geschickt in eine spannende und abwechslungsreiche Handlung eingebettet.
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am 2. August 2015
Blutmysterium und Aschenkreuz: Viel Wunderbares und viel Böses gibt es unter Gottes Himmel.
Im Frühjahr 1415 tritt die kluge, vorwitzige und nicht mehr ganz junge Serafina in das Schwesternhaus Sankt Christoffel zu Freiburg ein, dessen fromme Bewohnerinnen sich den Armen, Kranken und Sterbenden unter den Bürgern widmen. Schnell lebt sich Serafina ein in der Stadt am Rande des Schwarzwalds. Wäre da nur nicht die Geschichte mit dem Sohn des Kaufherrn Pfefferkorn, an dessen Selbstmord sie zweifelt. Und wäre da erst recht nicht der neue Stadtarzt. Adalbert Achaz kennt Serafina. Und er weiß um ihr dunkles Geheimnis. Ein zweiter Toter findet sich. Auch er trägt ein Aschenkreuz auf der Stirn. Und Serafina fängt an nachzudenken...

Soviel zum Klappentext. Das Buch lässt sich gut und flüssig lesen und man bekommt, was mir gut gefallen hat, immer wieder kleinere und auch manchmals größere Einlicke in die Vergangenheit von Serafina. Serafina ist auch nicht auf den Mund gefallen und kann sich im mittelalterlichen Freiburg gut behaupten, was jedoch nicht bei allen Einwohnern der Stadt so gerne gesehen ist. Man bekommt auch ebenfalls Einblicke in das damalige Leben, was meiner Meinung nach gut geschildert und beschrieben ist.
Die Handlung ist immer spannend erzählt und man kann gut "mitermitteln" und wird aber manchesmal doch wieder überrascht.
Die letzten Seiten habe ich im Prinzip verschlungen, da ich doch gespannt war wie es nun endet und ob ich mit meinen Vermutungen richtig lag.

Gegen Ende dachte ich mir dann auch nur, dass kann doch noch nicht alles gewesen sein, das Buch schreit förmlich nach einer Forsetzung und ich habe dann gesehen, dass dies nur der erste Teil einer Reihe ist. Der zweite Teil (Hostienfrevel) ist auch bereits erschienen und ich bin schon gespannt was es dort zu ermitteln gibt.

Am Ende des Buches gibt es noch ein mehrseitiges Glossar mit vielen guten Begriffserklärungen

Mir hat das Buch seht gut gefallen und ich werde bestimmt demnächst auch den zweiten Teil lesen.
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am 31. Mai 2015
Historische Kriminalroman-Serien sind offensichtlich sehr beliebt, und nach den bisherigen Rezensionen (3-5 Sterne) zu schließen, hat Serafina Stadlerin, die Freiburger Begine beste Chancen, dass noch weitere Bücher mit ihr als Ermittlerin auf den Markt kommen. Von der Anlage her könnte es klappen. Zwar sind die Zutaten (eine Begine als Ermittlerfigur, "lästige" Obrigkeit, leidvolle Vergangenheit der Heldin etc.) keineswegs originell (im Vergleich zu anderen historischen Kriminalserien), aber wenigstens stimmig. Leider aber gelingt es der Autorin zumindest in diesem Buch nicht, die mangelnde Originalität durch eine interessante, spannende oder humorvolle Umsetzung auszugleichen.

Ähnlich verhält es sich mit den Figuren. Die Hauptfigur Serafina ist ganz gelungen, leider aber nicht die eindimensionalen, eher farblosen Neben- und Randfiguren, die die Geschichte hätten beleben können. (Immerhin gibt es einige gute Ansätze, die in weiteren Büchern vielleicht noch ausgebaut werden könnten.)
Die Kriminallösung ist zudem leicht durchschaubar und auch klischeelastig (schon wieder die "böse" katholische Kirche!), was durch den mauen Showdown besonders nachteilig ist. Besonders langweilig waren die ständigen Zusammenstöße mit dem Stadtarzt Achaz, was umso bedauerlicher ist, als die Beziehung (Liebesbeziehung oder doch nur Beginn einer Freundschaft) zwischen ihm und Serafina durchaus eine recht spannende Grundlage gehabt hätte.

Immerhin der Anspruch, dass es sich bei diesem Buch um einen historischen Kriminalroman (historischer Roman + Kriminalroman) handelt, wird überzeugend eingelöst, Potential ist vorhanden, das vielleicht in weiteren Büchern noch genutzt wird, und eine nette Idee ist außerdem das Glossar, in dem Fachausdrücke erklärt sind und das daher wirklich nützlich ist. Daher doch zwei Sterne.
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am 30. November 2013
Freiburg im Jahre 1415. Serafina ist auf der Flucht vor ihrer Vergangenheit in die freie Stadt gekommen und hier dem Schwesternhaus Sankt Christoffel beigetreten. Das Leben bei den Schwestern im Dienste der Armen und Bedürftigen gibt ihr eine gewisse Befriedigung und lässt sie all das, was sie bisher erlebt hat, ein Stück weit vergessen. Und es gibt viel, was Serafina vergessen möchte. Als Hannes Pfefferkorn, der Sohn eines einflussreichen Händlers, tot aufgefunden wird und schnell, in Serafinas Augen vorschnell, Freitod festgestellt wird, kommt die Welt der nicht mehr ganz jungen Frau, durcheinander. In dem verzweifelten Versuch, der Mutter des angeblichen Selbstmörders in ihrer Schande und ihrer Trauer beizustehen, bringt sie in eine Situation, mit der sie nie im Leben gerechnet hätte: Sie begegnet dem neuen Stadtarzt Adalbert Achaz. Und dieser Mann kennt Serafina nicht nur flüchtig, er kennt ihre finstersten Geheimnisse. Und dazu steht zwischen ihnen die unausgesprochene Frage, ob und wenn ja welche Gefühle sie führeinander empfinden. Wenn da nicht der bohrende Gedanke an einen Mord wäre, dem der arme Hannes zum Opfer gefallen sein könnte, hätte Serafina vielleicht die notwendige Zeit, um ihre Gedanken und Gefühle zu ordnen, doch so bleibt ihr nichts anderes übrig, als beides gleichzeitig anzugehen: Das Rätsel um den Tod des jungen Kaufmannssohnes und der Versuch, Achaz auf Abstand zu halten, ohne ihn dabei zu reizen.

Fritz schafft es im vorliegenden Buch mit Serafina wieder einmal eine charismatische und starke Frauenfigur vorzulegen, die aber trotz aller weiblicher Stärke und trotz aller Unabhängigkeit in die Zeit passt, in welcher der Roman spielt. Ein gängiges Problem historischer Romane mit starken Frauengestalten ist das Phänomen, das Autoren/innen gern dazu neigen, eine Frau zu nehmen, wie sie heute wäre und sie einfach in die jeweilige Zeit zu versetzen. Diesen Vorwurf muss Fritz sich zu keiner Zeit gefallen lassen. Sowohl der Lebenslauf als auch die Aktionen Serfinas sind nachvollziehbar und realistisch, wunderbar vor der Kulisse des historischen Freiburgs vor dem Leser ausgebreitet.

So interessant wie die Figuren der Geschichte, so serviert Fritz auch die Geschichte selbst. Weiß der Leser zu beginn bereits mehr als die handelnden Figuren kommt man schnell zu einem Punkt, an dem Serafina deutlich aufholt. Und zum Ende hin stellt sich nicht mehr nur die Frage nach dem Mörder und der Strafe, die ihn erwartet sondern auch die nach der Zukunft der Hauptfiguren.

Letztlich kann man der Autorin hier einen gelungenen, unterhaltsamen und vor flüssig zu lesenden historischen Roman attestieren. Dabei gelingt es ihr, die Zeit über die sie schreibt lebendig werden zu lassen.

Fazit: Mehr als nur ein historischer Frauenroman. Die starke Frauenfigur wird wunderbar durch die anderen handelnden Figuren ergänzt sodass jeder Leser historischer Romane hier absolut auf seine Kosten kommt.
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Blutmysterium und Aschenkreuz: Viel Wunderbares und viel Böses gibt es unter Gottes Himmel. Im Frühjahr 1415 tritt die kluge, vorwitzige und nicht mehr ganz junge Serafina in das Schwesternhaus Sankt Christoffel zu Freiburg ein, dessen fromme Bewohnerinnen sich den Armen, Kranken und Sterbenden unter den Bürgern widmen. Schnell lebt sich Serafina ein in der Stadt am Rande des Schwarzwalds. Wäre da nur nicht die Geschichte mit dem Sohn des Kaufherrn Pfefferkorn, an dessen Selbstmord sie zweifelt. Und wäre da erst recht nicht der neue Stadtarzt. Adalbert Achaz kennt Serafina. Und er weiß um ihr dunkles Geheimnis. Ein zweiter Toter findet sich. Auch er trägt ein Aschenkreuz auf der Stirn. Und Serafina fängt an nachzudenken ... Begine Serafina und das Verbrechen: Eine neue Serie von Astrid Fritz
(Kurzbeschreibung laut amazon)

Der historische Roman "Das Aschenkreuz" von Autorin Astrid Fritz ist zugleich der Start einer neuen Serie um die Begine Serafina.

Serafinas Leben war bisher nicht immer einfach und sie hofft in der Schwesternschaft des Hauses Zum Christoffel in Freiburg einen neuen Weg einschlagen zu können. Doch zeitgleich muss sie ihr größtes Geheimnis wahren, denn Serafina hat einen halberwachsenen Sohn.
Die Meisterin gibt ihr jedoch eine Chance, schließlich weiß sie nichts von Serafinas Vergangenheit. Zumindest stellt es sich für die junge Begine so dar.

Doch der Start in ein neues Leben wird von einem grausamen Todesfall erschüttert. Barnabas, der Bettelzwerg, führt Serafina, die eigentlich auf dem Weg zur Kräuterfrau ist, zu einem Jungen, der sich offensichtlich selbst erhängt hat. Serafina kommen aber Zweifel an dem Selbstmord des Jungen und stellt eigene Nachforschungen an, bei denen sie sich schlussendlich selbst in Gefahr bringt. Glücklicherweise weilt aber der Stadtarzt Adalbert Achaz in Freiburg, der Serafina schon einmal aus einer misslichen Lage gerettet hat.
Die historischen Dialoge und das gekonnt gezeichnete Bild des mittelalterlichen Lebens ließen mich sehr schnell Zugang zur Handlung und den Hauptpersonen finden. Astrid Fritz nimmt ihre Leser an die Hand und reißt sie ohne große Umschweife in die Handlung. Mit viel Geschick lässt sie Bräuche und Gepflogenheiten der damaligen Zeit mit in ihre Geschichte einfließen.
Die Sprache ist leicht verständlich und das Buch von ca. 280 Seiten war somit für mich eine willkommene und abwechslungsreiche Lektüre, die ich gerne weiter empfehle!
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Im Jahr 1415 findet die aus Konstanz stammende Serafina Aufnahme in einem Freiburger Beginenhaus. Einige ihrer Mitbewohnerinnen sind ihr gegenüber anfangs argwöhnisch, denn sie spricht nicht über ihre Vergangenheit, und das macht sie in den Augen einiger Mitschwestern verdächtig. Nachdem Serafina eines Tages dazu kommt, als ein Toter gefunden wird, der dem ersten Anschein nach Selbstmord begangen hat und ein Aschenkreuz auf der Stirn trägt, droht ihr Geheimnis aufzufliegen, denn der hinzu gerufene Stadtarzt Adalbert Achaz ist ebenfalls neu in Freiburg, und kennt sie von einer früheren Begegnung. Trotz ihrer Sorge, er könnte sie verraten, wendet sich Serafina an Achaz und bittet ihn um Hilfe bei ihren Recherchen, denn sie zweifelt am Freitod des jungen Kaufmannssohns. Äußerst beherzt stürzt sich die kluge Frau in die Nachforschungen und damit selbst in Gefahr. Als eine weitere Leiche gefunden wird, die zudem übel zugerichtet ist, gerät der offizielle Verdacht auf Selbstmord ins Wanken. Schnell ist ein vermeintlich Schuldiger gefunden, aber Serafina glaubt nicht an den Tathergang, wie er öffentlich dargestellt wird.
Mehrmals im Handlungsverlauf ist man sich schon sicher, auf der richtigen Spur zu sein, was den Tod am Sohn des Kaufmanns Pfefferkorn angeht. Aber es ergeben sich immer wieder neue Hinweise und Erkenntnisse, nicht zuletzt durch Serafinas Einmischung.
Mit der vorwitzigen und tatkräftigen Begine Serafina hat der Roman eine starke und mutige Heldin, die sich nicht mit begangenem Unrecht abfinden kann und auch nicht so schnell nachgibt, wenn es darum geht, ihre Meinung kund zu tun. Sie ist eine facettenreiche Persönlichkeit, und es gibt aus ihrem früheren Leben sicher noch so manches Geheimnis zu lüften. „Das Aschenkreuz“ ist der gelungene Auftakt einer neuen Reihe, die sich um Serafina und vermutlich auch um Adalbert Achaz drehen wird, denn obwohl Serafina sich für ein keusches Leben als Begine entschieden hat, so knistert es doch von Zeit zu Zeit recht kräftig zwischen ihr und dem attraktiven Stadtarzt. Daher vermute ich, dass Achaz auch weiterhin eine Rolle in Serafinas Leben spielen wird. Man darf sicher auf die Fortsetzung gespannt sein, und ich freue mich jetzt schon auf weitere, spannende Folgen der Serafina-Reihe.
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TOP 1000 REZENSENTam 29. Juli 2013
Zum Inhalt
Serafina Stadlerin ist 30 Jahre alt, als sie im Jahr 1415 Konstanz verlassen muss und nach Freiburg kommt, wo sie sich den Beginen im Haus Sankt Christoffel anschließt. Die Beginen führen als religiöse Schwesterngemeinschaft ein gottgefälliges Leben, sind aber im Gegensatz zu Nonnen nicht an ein Kloster gebunden, sondern können sich frei in der Stadt bewegen, wo sie karitativen Tätigkeiten nachgehen. Auf dem Heimweg von einer Pflegebedürftigen wird Serafina vom stadtbekannten Bettelzwerg Barnabas, der einen erhängten jungen Mann mit einem Aschenkreuz auf der Stirn aufgefunden hat, zu Hilfe gerufen. Bei dem Toten handelt es sich um Hannes, den fünfzehnjährigen Sohn des Kaufmanns Pfefferkorn, der sich nach Meinung des Büttels, des Leichenbeschauers und anderer Amtspersonen das Leben genommen hat. Serafina glaubt jedoch nicht an Selbstmord, da sie im Haar des Jungen eine blutverkrustete Wunde entdeckt hat. Von Mitleid mit der seelisch gebrochenen Mutter des Jungen getrieben, setzt sie sich für eine weitere Untersuchung des Toten ein, damit dieser nicht als Selbstmörder auf dem Schindanger verscharrt werden muss. Mit diesem Ansinnen macht sie sich unter den Mitgliedern des Stadtrats und der Geistlichkeit Feinde, nur der neue Stadtarzt Adalbert Achatz ist ihren Argumenten zugänglich. Der Arzt kennt Serafina allerdings aus Konstanz und weiß Dinge aus ihrer Vergangenheit, über die sie den Mantel des Schweigens gebreitet sehen will...
Als ein weiterer Toter mit einem Aschenkreuz auf der Stirn, diesmal ganz offensichtlich kein Selbstmörder, aufgefunden wird und der vorlaute Bettelzwerg Barnabas, der als Kritiker der Geistlichkeit immer wieder Unmut erregt, des Mordes beschuldigt wird, beschließt Serafina, die mysteriösen Todesfälle aufzuklären und Barnabas zu retten. Ihre Ermittlungen konzentrieren sich auf eine nahe Freiburg gelegene Wallfahrtkapelle, die letzthin durch ein "Blutwunder" zu Berühmtheit und (Pilger)geld gekommen ist, seitdem der asketisch lebende Mönch Cyprian allwöchentlich im Gottesdienst die Wunden Christi erleidet. Der jugendliche "Selbstmörder" war in dieser Kapelle als Ministrant tätig, der andere Tote gehörte als Geistlicher zu dieser Gemeinde.
Durch ihre hartnäckigen Ermittlungen bringt Serafina nicht nur sich selbst, sondern auch ihre frommen Mitschwestern in Gefahr.

Persönliche Beurteilung
Bei "Das Aschenkreuz" handelt es sich um einen historischen Krimi mit einer mittelalterlichen Miss Marple. Serafina Stadlerin ist keine weltfremde Ordensfrau, sondern hat vielmehr in ihrem Leben schon allerhand mitgemacht. Sie macht sich keine Illusionen über den Charakter der Menschen und hat der Religion bisher keinen großen Stellenwert in ihrem Leben eingeräumt, bis sie nach einem Schlüsselerlebnis, aus dem sie nur mit viel Glück unbeschadet hervorging, ihr Leben in neue Bahnen gelenkt hat.
Auch in der kleinen Schwesterngemeinschaft im Beginen-Haus muss die selbstbewusste Frau sich erst ihren Platz erkämpfen, da ihr nicht alle Mitschwestern wohlgesonnen sind.
Der größte Teil des Buchs ist eher historischer Roman als Krimi, erst gegen Ende, als Serafinas Ermittlungen immer prekärer werden, kommt es zu einem merklichen Spannungsanstieg. Der längste Abschnitt des Romans ist zwar nur mäßig spannend, dafür aber in seiner Darstellung mittelalterlichen Lebens und Denkens umso interessanter. Durch den der mittelalterlichen Ausdrucksweise angepassten Erzählstil wirkt die Geschichte sehr authentisch. Ein sehr umfangreiches, sich über zehn Seiten erstreckendes Glossar im Anhang erläutert Begriffe, die selbst dem routinierten Leser historischer Romane noch nicht bekannt sein dürften.
Die Charakterisierung der Figuren ist gelungen, Serafina ist intelligent und selbstbewusst, aber nicht unrealistisch emanzipiert für ihre Zeit. Ihre Mitschwestern werden in ihren Eigenheiten sorgfältig charakterisiert und die einflussreichsten Bürger Freiburgs, die Ratsherren und Geistlichen, werden recht kritisch und zeitlos präsentiert: auch heute findet man unter Politikern nicht wenige, die sich selbst die Nächsten sind und gern in die eigene Tasche wirtschaften.
Der Kriminalfall ist in sich abgeschlossen, in Bezug auf Serafinas weiteres Leben lässt das Ende dagegen unterschiedliche Möglichkeiten offen, sodass sich eine Fortsetzung durch weitere historische Krimis in einer Serafina-Reihe anbietet.

Fazit
"Das Aschenkreuz" ist ein unterhaltsamer historischer Kriminalroman um eine ebenso neugierige wie sozial engagierte Begine, die sich gut als Serienheldin weiterer Romane eignen würde. Für Freunde gut recherchierter historischer Romane und ruhigerer Kriminalromane empfehlenswert!
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am 5. Juli 2013
Als Hannes Pfefferkorn erschreckend feststellen muss, wer sein Gegenüber ist, ist es auch schon zu spät.
Am nächsten Morgen wird der 17jährige nur noch leblos am Strick hängend vorgefunden. Für alle steht fest, dass Hannes seinem Leben selbst ein Ende gesetzt hat. Davon zeugt nicht nur das Aschenkreuz auf seiner Stirn, das als Zeichen der Schuld steht.
Nur Serafina Stadlerin glaubt nicht an einen Selbstmord. Der Ratsherr Nidank, seine Büttel und der Wundarzt, selbst der Vater und Bruder von Hannes sind von seiner Schuld überzeugt, sodass Hannes kein christliches Begräbnis zusteht. Auch der neue Stadtarzt Adalbert Achaz lässt sich von keinem anderen Urteil leiten. Doch Serafina gibt nicht auf und beginnt ihre eigenen heimlichen Ermittlungen.

Astrid Fritz hat mit "Das Aschenkreuz" einen interessanten und spannenden historischen Krimi in einer leicht verständlichen Sprache präsentiert, der nicht nur das Leben im Schwesterhaus Sankt Christoffel sondern auch das Leben der reichsfreien Stadt Freiburg Anfang des 15. Jahrhunderts wieder spiegelt.
Im Mittelpunkt der Geschichte steht Serafina Stadlerin, die ihrem einstigen Leben als Hure den Rücken gekehrt hat und nun in einem Schwesternhaus als fromme Begine in Freiburg lebt. Ihre Entscheidung beruhte auf einem tragischen Ereignis und der Erkenntnis, dass sie eines Tages als alte Frau nicht mehr begehrenswert sein könnte. Ihre Flucht aus Konstanz, wo gerade das Konzil statt fand und sie eigentlich zu einer reichen Frau hätte machen können, kam über Nacht, und nach einer Begegnung mit dem Leibarzt des Bischof von Basel.
Inzwischen führt Serafina seit knapp drei Monaten in Freiburg ein erfülltes Leben. Unter den Schwestern ist sie anerkannt und Catharina, die Leiterin des Hauses, vertraut ihr. Als jedoch der junge Ministrant der Ratsherrenfamilie Pfefferkorn erhängt in einer Scheune gefunden wird und dies, entgegen Serafinas Gefühl, als Selbstmord abgetan wird, werden in ihr Instinkte geweckt, die eine Aufklärung der tatsächlichen Todesumstände erforderlich machen. Doch schon bald geschieht ein zweiter Mord und Barnabas, ein kleiner verwachsener Zwerg, der zudem als unsinnig und verworren gilt, muss als Sündenbock für die beiden Morde herhalten.
Während sich Serafina um die Aufklärung der Morde bemüht, geschehen in Freiburg und der nahe gelegenen Kapelle Sankt Peter und Paul wundersame und zweifelhafte Dinge. Dabei lässt die Autorin den starken Charakter von Serafina besonders gut zur Geltung kommen und zeigt mit welchem Mut sich Serafina gegen die Obrigkeiten der Stadt und Kirche widersetzt. Dass sie dabei selbst in Gefahr gerät, ist kaum verwunderlich.
Astrid Fritz versteht es, ihre Geschichte bis auf kleine Ausnahmen im Mittelteil durchweg spannend zu halten. Die Ereignisse reihen sich rasant aneinander, sodass zum Verschnaufen keine Zeit bleibt.
Mit Serafina hat die Autorin eine Figur geschaffen, die sympathisch und entschlossen wirkt und durchaus das Potential einer Serienfigur hat. Die Gefühle, die Serafina und der Stadtarzt heimlich und füreinander hegen, könnten sich bestimmt weiter entwickeln und in Freiburg geht sicherlich auch nicht immer alles mit rechten Dingen zu.
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