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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Jeder Lebensweg ist dem Zufall ausgeliefert..."
"...Was Mr.Cantor meinte, wenn er das schmähte, was er als Gott bezeichnete, war eigentlich die Macht des Zufalls."

Bucky Cantor, ein hingebungsvoller Sportlehrer mit hohen Idealen und einem ausgeprägten Verantwortungsbewußtsein vermittelt seinen Schülern Werte und ist ihnen ein Vorbild. Er setzt alles daran, seine Schützlinge durch...
Veröffentlicht am 18. November 2011 von Regina Berger

versus
12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Solide. Aber etwas blutarm.
Philip Roth erzählt in "Nemesis", einem in puncto Umfang überschaubaren, kurzen Roman, der eher eine Novelle gleicht, die Geschichte des engagierten jüdischen Sportlehrers Bucky Cantor. Das Besondere an diesem Buch speist sich auch aus dem geschichtlichen Kniff Roths, der zum einen von der Polio-"Epidemie", jener grassierenden "Kinderlähmung" in den...
Veröffentlicht am 21. Januar 2012 von Gordian Ezazi


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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Roth bleibt sich treu - literarisch wie immer gut ausgearbeitet, 10. April 2012
Rezension bezieht sich auf: Nemesis: Roman (Gebundene Ausgabe)
Die Geschichte ist wie immer von P. Roth in guten Worten verfasst, bewegt und überrascht am Ende. Die Schilderung des persönlichen Dramas des Bucky Cantors hat mir insbesondere deshalb sehr gut gefallen, weil es dem Autoren wieder einmal gelingt, auf das Drama "zuzuschreiben." Und wie erwähnt, das Ende hat mich überrascht. Vier Sterne, für den ewigen Anwärter auf den Literaturnobelpreis.
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18 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ist es wirklich nur Meckern auf hohem Niveau?, 10. Februar 2011
Von 
Spaddl "spaddl" (SH) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Nemesis: Roman (Gebundene Ausgabe)
"Vom Augenblick der Zeugung an regiert der Zufall - die Tyrannei der Umstände - alles." Mit diesem Zufall muss sich der Protagonist aus Philip Roths neuem Roman "Nemesis" abfinden und gegen ihn kämpfen.
Roth selbst gehört neben Don DeLillo, Cormac McCarthy und Paul Auster zweifelsohne zu den großen Gegenwartsliteraten der USA. Seine Themen beschäftigen seit Menschengedenken und er schafft es immer wieder diese in neue Gewänder zu kleiden. Er ist kein Schriftsteller, der mit (s)einem moralisch erhobenen Zeigefinger auf die Schwächen der Gesellschaft und des Individuums deutet, sondern schafft es in seinen Romanen den Leser selbst denken und urteilen zu lassen.

Erzählt wird die Geschichte von Bucky Cantor, 23 Jahre alt und Aufsicht auf dem örtlichen Sportplatz. Zur Zeit des zweiten Weltkrieges, in der sämtliche seiner Freunde kämpfen wollen und dürfen, muss er, wegen seiner schlechten Augen, in seinem Heimatort Newark bleiben. Eines Tages bricht eine Polio-Epidemie aus und die ersten Kinder werden krank bzw. sterben. Hat Bucky seine Aufsichtspflicht verlässt? Ist er vielleicht sogar Schuld an diesem Unglück? Sind die Kinder wegen ihm gestorben?

Soweit ließe sich die Rahmenhandlung skizzieren, deren Ausmaße sich auf 219 Seiten erstrecken und den Leser durch eine flüssige Sprache Roths zu fesseln wissen. Die sprachliche Brillanz, die in vielen Rezensionen zu diesem Roman gelobt wird, hat sich mir jedoch nicht erschließen wollen: keine stilistische Raffinesse in Form gut gewählter Metaphorik oder einer sprachlichen Doppelbödigkeit, wie sie mir vor geraumer Zeit bei Paul Austers Roman "Unsichtbar" positiv aufgefallen war. Ganz im Gegenteil: stellenweise empfand ich die Wortwahl als flach und einfallslos. Bewusst wurde mir dieser Umstand, als ich realisieren musste, dass ich während des Lesens so gut wie keine Zitate aus dem Buch abschrieb, wie es vor ein paar Monaten noch mit "Die Demütigung" der Fall war.

Der Charakter des Bucky Cantor wird durch die Augen des Ich-Erzählers Arnie Mesnikoff geschildert und dargestellt. Der Leser erfährt einiges über Cantors Kindheit, sein Denken und Handeln, er bleibt aber dennoch blaß. Ein Gefühl wie Sympathie wollte genau so wenig entstehen wie Antipathie: Bucky war mir zwar nicht egal, aber sein Leid und seine innere Zerrissenheit ging mir nicht allzu nah, auch wenn sie für mich verständlich war.
Diese Zerrissenheit ist ein gewichtiger Kern des Romans. Philip Roth zeigt am Beispiel einer einzelnen Person was Schuld und Sühne mit einem Menschen anrichten können. Zweifel an sich selbst und der Sinnhaftigkeit der Existenz sind dabei nur ein kleiner Bestandteil seines Denkens. Diese Passagen sind es, die gefallen. Insbesondere im letzten der drei Kapitel wird dies deutlich, denn hier findet der anfangs objektiv bleibende Ich-Erzähler zu einem Urteil über Buckys Situation. Diese Sequenz ist so vollgeladen und spannend, dass ich mich geärgert habe, dass Roth es nicht vermochte, die vollen 219 Seiten so brillant zu schreiben.

Die Frage, die sich mir jetzt stellt, ist die, ob meine Kritik nun meckern auf hohem Niveau ist? Sind die Leser Roths von ihm bereits so viel Gutes gewöhnt, dass die Enttäuschung über "Nemesis" größer ausfällt als es bei anderen Autoren der Fall gewesen wäre?
Ich denke nicht: Roth hat dennoch einen Roman geschaffen, dessen Thematik zeitlos und interessant ist, die Umsetzung war für meinen Geschmack jedoch zu zäh und fade geschrieben; Roth hin oder her.

Ich freue mich dennoch auf den nächsten Roman dieses großen Romanciers, weiterempfehlen werde ich "Nemesis" aber nicht.
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17 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen diese amerikanischen Heldentypen ............., 6. April 2011
Rezension bezieht sich auf: Nemesis: Roman (Gebundene Ausgabe)
Um es kurz zu machen: Ich war dankbar, dass es sich um einen kurzen Roman handelt.
Länger hätte ich diese amerikanische Heldengeschichte über einen blitzblanken Sportler nicht mehr lesen mögen, länger hätte ich mich auch mit seinem blitzblanken pädagogischen Eros nicht mehr herumschlagen mögen; vor meinem inneren Auge mäanderte da ein sportbegeisterter naiver Muscle-Shirt tragender Saubermannsgeist über die Polio-verseuchten Sportplätze Newarks. Der erste Teil des Romans scheint mit platt und ohne jede Doppelbödigkeit erzählt; nirgendwo tut sich etwas auf, überall gähnt der Abgrund des Banalen.
Die Küchenphilosophie der zweiten Hälfte des Romans erinnerte mich daran, wie ich mich einmal an einem Buch von Paul Coelho versucht hatte, allerdings fehlt hier die pathetische Wärme Coelhos. Philosphisch finde ich nun gar nichts; Scheinphilosphieren würde ich das eher nennen
Nein, mich hat das Buch absolut kalt gelassen, in Teilen genervt. Sprachlich faszinierte es mich überhaupt nicht; natürlich kann ich nicht beurteilen, was der Übersetzung geschuldet ist.
Aus meiner Sicht das schwächste Buch Roths. Ich war sehr enttäuscht, denn weiterhin halte ich ihn für einen der wichtigsten Schriftsteller der USA; allerdings beweist er das mit diesem Buch nicht.
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2.0 von 5 Sternen Ein kleines Buch, das dort aufhört, wo es beginnen sollte, 16. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: Nemesis (Taschenbuch)
Nemesis von Philip Roth ist ein kleines Buch mit einem großen Thema. Im Sommer 1944 bricht in Newark eine Polioepidemie aus, zuerst im italienischen Viertel, später in dem jüdischen Viertel, in dem der Protagonist des Buchs, Bucky Cantor, lebt. Polio ist die große Unbekannte, eine der größten Bedrohungen der Zeit.

Niemand weiß, wodurch Polio übertragen wird. Die Krankheit bricht bevorzugt im Sommer aus, betrifft hauptsächlich, aber nicht ausschließlich, Kinder und ist oft lokal begrenzt auf gewisse Stadtteile. Sind die Erreger im Trink- oder Badewasser, werden sie von Hitze, Schmutz oder ungewaschenem Obst verbreitet? Ist der behinderte Horace, der ungewaschen beim Spielplatz auftaucht, und allen die Hand schütteln will, der Überträger der Krankheit? Haben die italienischen Jugendlichen Polio verbreitet, als sie vor den Kindern auf den Boden gespuckt haben?

Eltern wissen nicht, wie sie ihre Kinder schützen sollen. Dürfen die Kinder weiterhin zu dem Spielplatz gehen, auf dem Bucky Cantor die Aufsicht hat? Sollen sie dort lieber im Schatten sitzen, anstatt in der prallen Sonne Baseball zu spielen? Manche Eltern verbieten den Kindern, sich Hot Dogs zu kaufen, weil das Restaurant nicht sauber genug erscheint. Manche reagieren rational, obwohl sie selbst betroffen sind. Andere versuchen um jeden Preis, einen Schuldigen zu finden. Alle sind verunsichert.

Die Reaktion auf die Erkrankung spiegelt die Facetten menschlichen Leids wider: Wut, Verzweiflung, Resignation. Gedanken, die nicht gedacht werden dürfen, drängen sich auf. Warum ist der sportlichste, freundlichste und gescheiteste Junge des Viertels betroffen und die Kinder, die andere terrorisieren, oder jene, die ohnehin kränklich und schwach sind, nicht? Wie zynisch muss ein Gott sein, wenn er dieses Leid und diese Ungerechtigkeit zulässt? Das sind die Gedanken von Bucky. Vor diesem Sommer lebte er in einer beinahe heilen Welt. Er wohnte bei seiner Großmutter, arbeitete als Lehrer und verliebte sich in eine Kollegin, Marcia.

Marcia arbeitet in einem Camp in den Poconos, wo die reichen Leute ihre Kinder vor der Polioepidemie in Sicherheit bringen. Bucky schwankt ständig hin und her, ob er eine Stelle in Marcias Camp annehmen, oder die Kinder in Newark weiter betreuen soll. Schließlich entscheidet er sich für das Camp. Er verbringt einige wunderschöne, glückliche Tage mit Marcia. Dann erkrankt das erste Kind im Camp, das Kind, mit dem Bucky Turmspringen geübt hat. Kurz darauf erkrankt Bucky selbst. Er weiß nicht, ob er Polio ins Camp eingeschleppt hat, aber er kann diese Möglichkeit nicht ausschließen. Es scheint fast, als ob er das gar nicht will.

Siebenundzwanzig Jahre später begegnen wir Bucky wieder. Er ist ein von der Krankheit deformierter und vom Leben verbitterter Mann. Er konnte nicht weiterleben wie vorher mit der Schuld, die er glaubte, auf sich geladen zu haben. Er konnte Marcia nie wieder in die Augen schauen, weil das Idealbild von einem Ehemann, das er für sie darstellen wollte, zerstört war.

Wir erfahren nicht viel über Buckys innere Qualen und über sein Leben während und nach der Krankheit. Ein großer Roman hätte mit Buckys Erkrankung erst richtig begonnen. Philip Roth hat sich aber entschieden, über dieses monumentale Thema von Schuld und Sühne, von Krankheit und zerstörter Idylle, von Verunsicherung und Missverständnis ein kurzes, dünnes, kleines Buch zu schreiben. Und das finde ich schade.
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5.0 von 5 Sternen Top 5, 29. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Nemesis (Taschenbuch)
Nemesis gehört mit "Die Asche meiner Mutter" und "Stadt der Diebe" zu den besten 5 Büchern, die ich je gelesen habe. Es war mein erstes Buch von Philip Roth und ganz sicher nicht mein letztes.
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5.0 von 5 Sternen ein typisch Philip Roth Buch, 24. Juli 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Nemesis (Taschenbuch)
Es ist ein wunderbares, spannendes Buch. Allerdings manchmal auch ziemlich radikal und abschreckend geschrieben. Philip Roth versteht es meisterhaft, die Spannung zu erhalten und zu steigern indem er immer wieder kapitelweise Rückblicke einblendet.
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4.0 von 5 Sternen innerer Konflikt, 17. April 2013
Von 
Milchbart "marcon" (Münster) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Nemesis (Taschenbuch)
Zwei Katastrophen: Weltkrieg und Polio-Epedemie, ein armer Stadtteil in Newark, ein engagierter junger Sportlehrer, deren Glaubenszweifel hervorbrechen, als er die vielen Erkrankungen und die Hilflosigkeit dagegen miterlebt.
Er würde gern in den Krieg ziehen, heldenhaft für Amerika gegen die Nazis kämpfen, doch seine starke Kurzsichtigkeit verhindert dies.
Er zermartert sich mit Selbstzweifeln und Schuldzuweisungen. Er macht sich selber das Leben so schwer, dieser junge Sportlehrer, für den es eigentlich sehr gut aussieht, von außen betrachtet: er ist bei liebevollen Großeltern aufgewachsen, hat einen Beruf, der ihm Freude macht und eine junge Verlobte, die er wirklich liebt, und sie ist auch Feuer und Flamme für ihn.
Doch all das hält ihn nicht davon ab, sich als Schuldigen für die Katastrophe zu betrachten - und aus diesen Selbstvorwürfen kommt er zeit seines Lebens nicht mehr heraus.
Seine innere Sackgasse wird vorhersehbar.

Die Stimmung des Romans ist duster und hoffnungslos. Keiner kann den Protagonisten aus seinem inneren Gefängnis befreien.

Die inneren Kämpfe sind gut dargestellt, die Glaubenszweifel nachvollziehbar, doch seine Grenzen, sein Teufelskreis hat mich beim Lesen genervt. Da gibt es keine Lösung, keine Unterbrechung, keine Hilfe und auch keinen Trost. Allerdings führt der Autor auf, wie andere mit dem Konflikt fertig werden. Vielleicht wäre alles andere zu trivial?
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2.0 von 5 Sternen blaß..., 17. März 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Nemesis: Roman (Gebundene Ausgabe)
selten habe ich ganze Abschnitte eines Buches übersprungen, in Gewißheit nicht viel zu verpassen. Der Geschichte fehlt es an Tiefe und an einem spannenden Erzählton. Die Situation einer Epidemie bietet so viel Raum für Tragik und Elend (gerade unter beschränkten medizinischen Möglichkeiten), in diesem Buch wird dies aber nur angekratzt. Stattdessen wird sich auf einen, sich von Gott im Stich gelassenen, Protagonisten und seinen inneren Konflikten beschränkt. Er hadert mit Gott und seinem Schicksal, das aber leider so jämmerlich und selbstbemitleidend, daß der Konflikt irgendwann nervt. Es fehlen spannende Dialoge und den Figuren Ecken und Kanten.
Wenn man schon ungefähr auf Seite 80 nachschaut, wieviel Seiten noch gelesen werden müssen, ist es ein schlechtes Zeichen für eine Geschichte...
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4.0 von 5 Sternen Lesenswert, 22. Dezember 2011
Rezension bezieht sich auf: Nemesis: Roman (Gebundene Ausgabe)
Dieses Buch ist nicht nur erbarmungslos, Roth schreibt auch so.
Ein unglaublich starker Roman und wie alles von Philip Roth bisher, ein echter Erfolg.
Ergreifend, knallhart und lesenswert.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eindringlich, 3. Mai 2011
Rezension bezieht sich auf: Nemesis: Roman (Gebundene Ausgabe)
Philip Roth berichtet in diesem Roman sehr distanziert aus Sicht eines Sportschülers über seinen Lehrer (Cantor) in den Vierzigerjahren in Newark, USA. Der 2. Weltkrieg geht in seine letzte Phase. Der junge Lehrer aus jüdischem Umfeld kann wegen seiner erheblichen Sehschwäche nicht eingezogen werden, wohl aber alle seine Freunde. Darunter leidet der junge Mann. Als dann in seinem Ort auch und besonders in seiner Sportgruppe eine Polioepidemie ausbricht, flüchtet er zu seiner Verlobten in ein fernes Ferienlager im Wald am See. Als auch dort Polio ausbricht, wird auch Cantor krank und behält nach andauerndem Krankenhaus- und Rehaaufenthalt eine erhebliche Invalidität zurück. Sein bester Freund fällt in Frankreich und er macht sich den Vorwurf, nicht auch dort gekämpft zu haben,die Polio in die Sportgruppe und das Ferienlager eingeschleppt zu haben. Er weist seiner nach seiner Genesung sogar die Liebe seiner Verlobten zurück und führt ein verzweifeltes, von Selbstvorwürfen geprägtes Leben in Einsamkeit und beruflicher Chancenlosigkeit und hadert mit seinem Gott. Grausam einprägsam, gut geschrieben, schnörkellos.
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Nemesis
Nemesis von Philip Roth (Taschenbuch - 1. November 2012)
EUR 8,99
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