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Kundenrezensionen

4,4 von 5 Sternen566
4,4 von 5 Sternen
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Dr. Jakobi ist Psychologe und lebt nach der Trennung von seiner Ex-Frau in einer Wohnung, die sie bezahlt. Als sie eines Tages vor seiner Tür steht, wird sie von ihrem neuen Geliebten 'verfolgt', der wahnsinnig eifersüchtig ist und es dauert nicht lange, bis Dr. Jakobis Nase die Bekanntschaft mit der Faust des Geliebten seiner Ex macht.

Im Krankenhaus trifft er auf Abel Baumann, der anfangs als Clown auftritt, aber später erzählt, dass er ab und zu auch andere Dienste annimmt, wie z. B. Arzt oder ähnliches. Und außerdem sei er Gott. Klar, dass Dr. Jakobi ihm nicht glaubt und sich fortan um ihn kümmert. Denn wer sonst sollte Abel diese psychisch gestörten Gedanken nehmen können, wenn nicht ein Psychologe?

Bis dahin fand ich das Buch sehr lustig und unterhaltsam und so richtig schön 'bekloppt'. Denn ... hallo? Gott? In Menschengestalt? Ist doch klar, dass das alles Klamauk ist. Ich verglich die Geschichte mit 'Jesus liebt mich' von David Safier und 'Angebissen' von Martina Paura. Eben, weil es um Gott, Jesus und dieses ganze Kirchengedönse ging.

Doch irgendwann wendete sich die Story und wurde ernster. Und zwar so ernst, dass ich mir selber am Ende ein paar Fragen gestellt habe. Gibt es Gott wirklich? Weilt er hier unter uns? Bin ich ihm vielleicht schon mal begegnet und habe es nur nicht gemerkt, weil wir Menschen die Gabe verloren haben, Dinge zu sehen, die es scheinbar nicht gibt?

Mich hat das Buch wirklich nachdenklich gemacht und eine Stelle im Buch (die an einen sehr bekannten Film erinnert, den ich an dieser Stelle aber nicht erwähnen möchte, um die Spannung nicht vorwegzunehmen), hat mich fast zu Tränen gerührt und natürlich habe ich versucht, mir vorzustellen, wie meine Umwelt ausschauen würde, wenn ...

Ach wisst ihr was? Lest das Buch einfach selber und versucht, 'Gott' in euch aufzunehmen und die Welt mit seinen Augen sehen zu lassen. Auch, wenn ihr (wie ich) nicht sonderlich an so ein 'Gedönse' glaubt. Das macht Dr. Jacobi anfangs ja auch nicht ...

Ein schöner Schmöker für zwischendurch, der unterhält, zum Schmunzeln bringt und den Leser am Ende mit einer gewissen Nachdenklichkeit zurücklässt! Gefällt mir!
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am 2. Februar 2013
Der Autor Hans Rath war mir vor der Lektüre von „Und Gott sprach: Wir müssen reden!“ bereits durch seine Roman-Trilogie mit den Bänden „Man tut, was man kann“, „Da muss man durch“ und „Was will man mehr“ um den etwas unglücklichen Helden Paul bekannt. Deshalb war ich auch an seinem aktuellen Werk sehr interessiert. Diesmal hat Hans Rath anscheinend einiges Wissen und auch ihn beschäftigende Fragestellungen aus seinem Philosophie- und Psychologiestudium miteingebracht.

***

Im Mittelpunkt der Handlung steht mit Jakob Jakobi nämlich ein relativ erfolgloser Psychotherapeut, dem es nicht so recht gelingen mag, in die großen Fußstapfen seines verstorbenen Vaters, einem sehr bekannten Psychologen zu treten, da er ja noch nicht einmal genügend Patienten hat, um seine Existenz auch nur notdürftig zu sichern. Hinzu kommen Probleme mit seiner Mutter, die seinen erfolgreichen Banker-Bruder bevorzugt und der Exfrau, von deren Lover er sich zunächst die Nase zertrümmern lassen muss, bevor sie ihn später noch aus seiner Wohnung wirft, die eigentlich ihr gehört. Da kommt die Begegnung mit Abel Baumann, einem Zirkusclown, der sich für Gott hält, und dringend therapeutische Hilfe braucht, alles andere als ungelegen. Die beiden bauen schnell ein recht enges Verhältnis zueinander auf, das über eine reine Therapeut-Patienten-Beziehung hinaus geht und es kommt zu einer Menge überraschender Erlebnisse, die Jakob immer mehr zweifeln lassen, ob es sich bei der Aussage Abels, dass er Gott sei, wirklich nur um reine Einbildung handelt oder ob Gott ihm doch in Gestalt dieses sympathischen Spinners entgegen getreten sein könnte.

***

Hans Rath hat sich mit diesem Buch an ein doch eher schwieriges und gefährliches, aber zugleich auch interessantes Thema, das jeden Menschen irgendwie beschäftigt, herangewagt. Das hätte leicht schief gehen können, wenn es in dem Buch darum gegangen wäre, Gott und den Glauben irgendwie ins Lächerliche zu ziehen. Das ist meiner Meinung nach aber nicht der Fall, sondern der Roman überzeugt mit sehr sympathisch gezeichneten, charmanten Figuren und es bleibt ja zudem auch offen, was nun wirklich hinter Abel Baumanns waghalsiger Behauptung steckt. Gut gefallen hat mir, dass sich im Buch immer wieder Bezüge zur Bibel finden, wie das zum Beispiel bei Abels bayerischer Familie der Fall ist, und dass Jakob Jakobi und Abel Baumann wichtige theologische und philosophische Fragestellungen diskutieren. So geht es um Gottesbeweise oder darum, wie es sein kann, dass auf der Welt so viel Leid existiert, das Gott nicht verhindern kann. Hier zeigt sich, dass sich der Autor sehr viel mit diesen Themen beschäftigt hat und es kommt zu interessanten und recht tiefsinnigen Erklärungsversuchen. Gleichzeitig bleibt im Buch aber auch der Humor nicht auf der Strecke und ich musste bei vielen Szenen immer wieder schmunzeln. Auch der Schreibstil von Hans Rath ist angenehm lesbar, wie ich es bereits gewohnt war. Insgesamt handelt es sich auf jeden Fall um eine lohnenswerte Lektüre, mit einem etwas untypischen, aber sehr interessanten Thema, die ich gerne weiterempfehle.
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TOP 1000 REZENSENTam 21. Dezember 2014
Ich fand die Idee irgendwie witzig – Gott ist in der Klemme, braucht Beistand und wendet sich an einen Psychologen. Eine interessante Idee für ein Buch, allerdings hat mich die Umsetzung nicht überzeugt.

Die Geschichte liest sich zwar gut weg, hat so einige wirklich spaßige Momente und eignet sich sicherlich gut für eine Verfilmung im Privatfernsehen. Aber leider hatte der Roman bei mir nicht den erhofften Effekt, dass er Denkanstöße gibt und einen etwas nachdenklich zurücklässt angesichts des Themas.

Statt dessen hatte ich den Eindruck, hier wurde nur eine abgefahrene Idee benötigt, um daraus eine nette Komödie zu basteln. Das Potential, das von der Konstellation ausgeht, konnte hier meines Erachtens nicht ausgeschöpft werden. Vermisst habe ich auch ein Ende, das schlüssig die vorher gelesenen (z. T. unglaublichen) Geschehnisse erklärt. Statt dessen endete der Roman irgendwie ziemlich abrupt.

Es war nette Unterhaltung – aber leider nicht mehr.
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am 12. Dezember 2012
...die Idee wirklich weiterzustricken!

Das habe ich mir in der Mitte des Buches gedacht - denn es hatte so gut begonnen!
Mit Spaß am Detail wird die Geschichte erzählt. Kleine, natürlich leicht blasphemische Anspielungen mit Augenzwinkern. Denkansätze, die man mitnimmt und sich sagt: "Stimmt. Was wäre, wenn....?" Wundervolle, teils brilliante Dialoge voller Intelligenz and Spaß am Diskurs. Aber ab der Mitte des Buches geht es leider leicht, jedoch kontinierlich damit bergab: Die Geschichte wird etwas konfus, die Aktionen fraghaft und die Ironie, die anfänglich den Reiz ausgemacht hat, weicht einer vermutlich herzerwärmend gedachten Aussage. Der Schluss - nun gut. Wenn der Autor einfach alles weitergespielt und auf einen gezielt zu erreichenden philosophischen Schluss verzichtet hätte - dann wäre es ein tolles Buch gewesen. So bleiben nur vier Sterne.

Wer eine leichte Lektüre sucht mit dem einen oder anderen Schmunzeln über geschickt platzierte Ironie, dem sei dieses Büchlein wärmstens ans Herz gelegt.
Wer die amüsante, aber tiefgründige Auseinandersetzung mit dem Thema Gott sucht, wird evtl. am Ende leicht enttäuscht sein - aber in jedem Fall ganz sicher unterhalten.
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TOP 500 REZENSENTam 22. Mai 2013
Das Buch packt einen nach wenigen Seiten und lässt den Leser lange nicht mehr los. Ein warmer, trockener aber trotz des Themas Religion nie verletzender Humor, interessant gestaltete Handlungsträger und die vermittelte Lebenseinstellung aus Lebensfreude und Schicksalsergebenheit sind erfrischend. Der Psychologe Jakob ist liebevoll gestaltet, sein Umfeld chaotisch, überzogen, überzeichnet - aber lange Zeit trotz allem irgendwie glaubwürdig.

Gott ist fertig - mit der Welt, mit sich, mit der Menschheit. Nach hunderten Millionen Jahren fühlt er sich gelangweilt, missverstanden, machtlos. Und sucht Rat bei einem gescheiterten Psychologen und Eheberater, geschieden, ohne Patienten, pleite. Hieraus entwickelt sich eine Geschichte um Freundschaft und Einsichten, die einen beim Lesen wirklich berührt.

Wie von einigen anderen bereits angemerkt, verliert Hans Rath aber im Verlauf der Geschichte all das aus den Augen. Erst verliert sich der Humor, dann verwandeln sich die Protagonisten in vorhersehbare und eher eindimensionale Wesen und letztlich kulminiert alles in einem zu befürchtenden hollywoodhaften Happy End. Überhaupt wirkt das Ende "herbeigeschrieben" - nicht, als wenn der Stoff ausgegangen wäre, sondern als wenn die Zeit eng geworden oder die Menge vertraglich festgelegter Seiten für "Und Gott sprach - wir müssen reden" früher erreicht war, als gedacht.

So liest man rund 200 Seiten begeistert vor sich hin, und bleibt am Ende des Buches doch eher enttäuscht zurück. Schade.
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am 11. Dezember 2014
Inhalt

Dr. Jakob Jakobi ist ein frisch geschiedener und überaus unzufriedener Psychiater. Seine Exfrau hat ihm mehrere Millionen Euro Erbe unterschlagen, weswegen sie nun in Saus und Braus lebt, während er mit seiner schlecht gehenden Praxis nicht weiß, wie er die nächste Miete (die natürlich an seine Ex Ellen geht) bezahlen soll. Als Ellen eines Abends bei ihm vor der Tür steht, um sich quasi eine private therapeutische nächtliche Sitzung zu genehmigen, rastet ihr neuer Ehemann wegen Eifersucht völlig aus. Bevor Jakob auch nur reagieren kann schlägt der neue Ehemann, welcher hauptberuflich Boxer ist, dem Psychiater eins auf die Nase. Wie zu erwartet geht er daraufhin bewusstlos zu Boden. Im Krankenhaus trifft er dann auf Abel Baumann, der im Clownskostüm herumläuft und Jakob direkt wegen einer Privattherapie fragt. Die beiden einigen sich darauf, dass sie erst einmal gemeinsam frühstücken wollen, um zu schauen, ob zwischen ihnen die Chemie stimmt. Doch schnell wird Jakob klar, dass Abel sein bislang interessantester Fall werden könnte, denn Abel hält sich für niemand geringeren als Gott.

Cover

Das Cover ist ein wenig im Cartoon-Style gehalten und zeigt zwei Männer, die auf einem Dach sitzen, sich unterhalten und den Sternenhimmel genießen. Nach dem Lesen des Buches finde ich, dass das Cover super zum Inhalt des Buches passt, da Abel und Jakob des öfteren mal bei einem guten Glas Wein zusammen sitzen und sich unterhalten. Ein "ernsteres" Cover hätte ich irgendwie nicht so ganz passende gefunden, da das Buch doch stellenweise durch wirklich witzige Passagen glänzt.

Das hat mir gefallen

Das Buch beginnt direkt am Anfang mit einer wirklich witzigen Szene, in der ich auch direkt mal laut auflachen musste. Schon nach wenigen Seiten hat man zwei der Hauptcharaktere, nämlich Jakob und seine Exfrau Ellen, kennen gelernt und auch lieben gelernt. Wer da bei den beiden in den Ehe die Hosen anhatte, wird sofort mal klar. Doch trotz Ellens anfänglich ruppiger Art, scheint sie im Kern eine nette Person zu sein. Anfangs überzeugt das Buch daher mit seinem trockenen und manchmal ein wenig schwarzen Humor. Die Geschichte an sich ist ja jetzt nicht gerade das Rad neu erfunden. Man denke da nur an "Jesus liebt dich" von David Safier, bei dem ja auch Gott unter den Menschen wandelt. Aber irgendwie war es doch etwas anderes, wozu auch Hans Rath mit seinem ganz eigenene Schreibstil beiträgt. Nach dem Lesen von einigen Rezensionen, war ich sehr gespannt auf das Buch. Allerdings blieb bei mir nicht das Gefühl zurück, dass ich mich jetzt fragen muss, ob es Gott wirklich gibt und wenn ja, wie und wo er denn das nächste Mal auftaucht. Vielleicht lag das an mir, dass der Tiefgang des Buches bei mir einfach nicht ankam oder vielleicht lesen andere da einfach auch was rein, dass da gar nicht ist. Aber das kann ja jeder für sich selbst entscheiden. Noch eine kleine Anmerkung zum eBook: Nach 14 gelesenen Büchern auf meinem eReader war "Und Gott sprach: wir müssen reden" das erste anständig formatierte Buch, mit dem ich endlich mal alle Funktionen auf meinem Kobo testen konnte. Großes Lob an den Rowohlt Verlag!

Das hat mir nicht gefallen

Etwas schade fand ich, dass der Witz, der mich auch zum Kauf verführt hat und der den Anfang des Buches auch ausmacht, recht schnell den Bach runter geht. Es gab dann zwar noch die eine oder andere Stelle, an der ich schmunzeln musste. Aber irgendwie bekam ich das Gefühl, dass der Autor nicht richtig wusste, welche Art Buch er gern schreiben wollte. Witzig oder doch ein Buch mit Tiefgang? Außerdem hat sich die Handlung ab der Hälfte des Buches dann doch echt gezogen wie Kaugummi. Und nachdem ich mich so sehr auf das Buch gefreut habe, war das natürlich eine noch größere Enttäuschung.

Fazit

Das Buch lässt sich leicht und schnell weglesen, doch wer darauf wartet, dass sich Gott auf die Couch legt für eine richtige Therapiesitzung, der wird (leider Gottes) enttäuscht. Doch die Charaktere habe ich ins Herz geschlossen. Um es mit Jakobs Worten zu sagen: "Ich habe Gott als jemanden kennen gelernt, der gern mal ein Gläschen trinkt und sich ungern hetzen lässt".
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Kaum hatte sich seine Frau dank eines reichen Verwandten finanziell gesund gestoßen, war sie auch schon Jakob Jakobis Ex. Doch ausgerechnet ihn sucht sie eines Abends auf, da sie Probleme mit ihrem jetzigen Mann hat und Jakob von Beruf Psychotherapeut, soll ihr in dieser Hinsicht ein wenig auf die Sprünge helfen. Jakob mag es zwar eigentlich überhaupt nicht aus dem Schlaf gerissen zu werden, noch dazu von seiner nervigen Exfrau, doch da er noch in ihrem Haus lebt und nicht auf die Straße geworfen werden möchte (finanziell liegt ebenfalls bei ihm einiges im Argen), bleibt ihm nichts anderes übrig als zu kooperieren.

Bevor es jedoch zur „Sitzung“ kommen kann, steht der eifersüchtige Mann von Jacobs Ex vor der Tür und verpasst ihm so einen gewaltigen Schwinger; schließlich ist er Preisboxer und macht so seinem Ruf alle Ehre, dass Jakob mit gebrochener Nase im Krankenhaus landet. Auch dort lässt ihn sein sprichwörtliches Pech nicht im Stich- nach einer Bekanntschaft mit Abel Baumann, einem Zirkusclown, der auch gerne mal in die Rolle eines Arztes, Piloten oder Architekten springt und der behauptet zu Höherem geboren zu sein- er hält sich nämlich für Gott persönlich, landet Jakob unter Umwegen erst mit Abel im Gefängnis und dann nochmals im Krankenhaus. Kaum erwacht, muss Jakob feststellen, dass er Abel nun an der „Backe“ hat, ob er will oder nicht. Abel braucht nämlich dringend einen Psychotherapeuten und wer wäre da besser geeignet als Jakob? Während Jakob versucht Abel davon zu überzeugen, dass er an einer psychischen Störung leidet, lässt Abel einige recht seltsame Dinge geschehen, die Jakobs Weltbild langsam aber sicher ins Wanken bringen und so stellt sich am Ende die Frage wer hier wen therapiert….

Meine Einschätzung:

Wer die „Paul“ Reihe von Hans Rath gelesen hat, sollte sich darüber im Klaren sein, dass sein aktueller Roman „Und Gott sprach: wir müssen reden!“ nicht nur von der Thematik her etwas anders gestrickt ist. Sicherlich, Hans Raths Talent amüsante Szenarien und Dialoge zu erschaffen die von solch ehrlich trockenem Humor gekrönt werden, wird man hier auch nicht missen müssen. Besonders in der ersten Hälfte des Romans musste ich viele Male schmunzeln über die Dinge die dem glücklosen Jakob widerfahren und die Art und Weise wie er sie mit viel Humor und einer gesunden Portion Ironie versucht zu meistern.
Aber diesmal hat Hans Rath sich an einem Spagat zwischen leichtem Unterhaltungsroman und Roman mit Tiefgang und etwas mehr Substanz versucht und gerade bei belletristischen Titeln über „Gott und die Welt“ ist es meiner Meinung nach sehr schwierig es allen Lesern recht zu machen, denn durch die spezielle Thematik des Romans, wird dieses Buch mit Sicherheit die Leserschaft spalten. Ich persönlich fand die Art und Weise wie der Autor existentielle Fragen des Lebens, des Glaubens und des Menschseins beleuchtet, ohne zu urteilen, interessant und gelungen und allein dafür hätte dieser Roman nach meinem Geschmack schon 5 Bewertungspunkte verdient. Da ich aber fand, dass die Story zum Ende hin ein wenig zu fix abgehandelt wurde und gut und gerne noch mindestens 50 Seiten hätte länger sein dürfen und vor allem zur starken ersten Hälfte der Geschichte zwischenzeitlich etwas abflachte, habe ich einen halben Punkt von der Höchstbewertung abgezogen.

Fazit: Ein etwas anderer Weihnachtsroman; besinnlich, humorvoll und regt dazu zum Nachdenken an. 4.5 von 5 Punkten. Eine Rezension von Happy End Bücher.de (NG)
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am 7. Januar 2013
Psychotherapeut Jakob Jakobi hat wenig Glück. Er ist geschieden, pleite und beruflich am Ende. Als eines Abend seine Ex-Frau kommt, und ihn um Hilfe bittet, da sie Probleme mit ihrem jetzigen Mann hat, wird er von eben jenem übel zugerichtet. Mit angebrochener Nase landet er im Krankenhaus und trifft dort auf Abel Baumann. Abel Baumann trägt ein Clownkostüm und glaubt er wäre Gott. Nun sucht er einen Therapeuten und so beginnt für Jakob Jakobi eine wundersame Zeit mit Abel. Jakob hält Abel für einen Spinner, aber im Laufe ihres Zusammentreffens stellt er sich immer häufiger die Frage, ob Gott nicht doch in Gestalt von Abel Baumann auf die Erde gekommen ist.
Die Frage aller Fragen stehen hier im Vordergrund: Gibt es einen Gott und wenn ja, kann er wirklich so unkompliziert und auch mit Fehlern daher kommen wie Abel Baumann? Allerdings wird diese Frage nicht offensichtlich gestellt, sondern taucht immer wieder unterschwellig in den Gesprächen zwischen den beiden Protagonisten auf. Abel Baumann kommt unheimlich sympathisch und ehrlich rüber, denn auch ihn befallen Selbstzweifel und manchmal auch Unsicherheit. Jakob Jakobi tritt eine tolle Reise zu sich selbst an, als er auf Abel Baumann trifft. Aber auch dem Leser selbst werden sich beim Lesen dieses Buches neue Gedanken auftun und jeder kann sich seine Glaubensfrage nochmal neu stellen und über sein eigenes Leben nachdenken.
Ein sehr humorvolles Buch mit tollen philosophischen tiefgründigen Gedanken.
Fünf völlig verdiente Sterne für ein Buch, welches ich jedem Leser sehr ans Herz legen möchte.
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am 6. Januar 2013
Jakob wird von seiner Ex-Frau aus den Schlaf gerissen, denn diese hat beschlossen jetzt mit einen Psychotherapeuten über ihre neuen Eheprobleme zu reden. Wirklich Lust hat Jakob ja nicht dazu und das Gespräch verläuft auch nicht wirklich so gut, denn es zeigt ihn wieder wo er im Leben steht. Er ist pleite und beruflich läuft es auch nicht gut, so ohne Patienten ist ein Psychotherapeut überflüssig. Aber das ist noch nicht alles an dem Abend, denn der neue Ehemann taucht auch noch auf und Jakob landet im Krankenwagen mit angebrochener Nase. Im Krankenhaus lernt er Abel Baumann kennen, der ein Clownskostüm trägt und er wird Jakobs neuer Patient, weil er glaubt er wäre Gott. Für Jakob beginnt ein Abenteuer. Nicht nur das er Abel nicht glaubt und ihn um einen Beweis bittet, auch in seiner Familie geht es drunter und drüber. Also stellt sich hier noch die Frage wer wem hilft Jakob Abel, oder Abel Jakob?
Dieses Buch wollte ich unbedingt lesen, da ich die Glaubensfrage in unserer heutigen schnelllebigen Zeit sehr interessant finde. Wo ist denn Gott? Und was bringt uns der Glaube? Und natürlich die wichtigste Frage: Was bedeutet zu leben? Sehr schön fand ich die Vorstellung von einem Gott der nicht immer alles richtig macht und auch so seine Selbstzweifel hat, der sich fragt, warum mach ich das alles eigentlich? Das bringt Hans Rath wunderbar rüber und mir haben die anfänglichen Gespräche super gut gefallen, überhaupt die Idee von Abel Baumann fand ich sehr überraschend und hat mich persönlich sehr überzeugt. Dann kommt natürlich auch noch Jakob, der mit sein Leben gerade am Tiefpunkt steht. Seine geschiedene Frau hat ihn belogen, seine Mutter liebt ihren jüngsten Sohn mehr, genau dieser macht alles richtig im Leben und er steht außerdem immer im Schatten seines Vaters, den Psychotherapeuten schlecht hin. Der typische sympathische Loser eben, aber gerade deswegen kommt er so liebenswert rüber und das was er durchmachen muss nimmt er mit viel Humor und Gelassenheit. Zwei Persönlichkeiten die einen durch ihre Gespräche zum nachdenken anregen und immer wieder stellt man sich die Frage: Wer hilft eigentlich wem? Toll fand ich auch das die Geschichte zur Weihnachtszeit spielt. Da geht einen ja eh viel selbst durch den Kopf und man denkt ganz gern über sein eigenes Leben nach. Gut gefallen hat mir der humoristische Schreibstil und die Geschichte, denn damit hatte ich so nicht gerechnet. Das einzige was ich nicht so gelungen fand war das Ende, das liess in meinen Augen ein wenig nach und ich glaube ein anderes hätte mir besser gefallen. Natürlich sollte man sich hier auch im klaren darüber sein, das es ein leichter Roman mit einer spritzigen Geschichte ist und nicht mit Ernsthaftigkeit und Glaubensfragen rüber kommt. Hier wird man unterhalten und versucht darzustellen, wie Gott sich in unseren Leben zurecht finden muss und wir ihn mehr in unseren Leben lassen müssten.
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am 26. April 2014
Als erstes ist dieser Roman einfach lustig und abgedreht. Man kann ihn zügig leicht durchlesen. Trotzdem behält man etwas zurück. Einen etwas anderen Blick auf Gott vielleicht.....
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