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21 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Genial geschrieben
Als John Updike vor zwei Jahren starb, hinterließ er 18 Kurzgeschichten, die er in seinen letzten zehn Lebensjahren geschrieben hat.
Er erzählt scheinbar beiläufig und doch verbergen sich unter der Oberfläche des Alltäglichen Dramen, die uns allen geläufig sind: Der schmerzliche Umgang mit dem Altwerden und der Vergänglichkeit...
Veröffentlicht am 15. Februar 2011 von sweethomegheim

versus
0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Ach ja. Resteverwertung
Bei jeder einzelnen dieser Erzählungen fragte ich mich am Ende: ja, und? was sollte das jetzt?

Mir erschienen sie, als wären sie gar nicht unbedingt zu Veröffentlichung gedacht gewesen, als wären es vielmehr Einführungen zu Romanen, zu Romanfiguren, die der Autor dann doch verworfen hatte.
Vor 5 Monaten von Quadrophenia veröffentlicht


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21 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Genial geschrieben, 15. Februar 2011
Von 
sweethomegheim (Irgendwo in Oberfranken) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Als John Updike vor zwei Jahren starb, hinterließ er 18 Kurzgeschichten, die er in seinen letzten zehn Lebensjahren geschrieben hat.
Er erzählt scheinbar beiläufig und doch verbergen sich unter der Oberfläche des Alltäglichen Dramen, die uns allen geläufig sind: Der schmerzliche Umgang mit dem Altwerden und der Vergänglichkeit sowie die Reue über verpasste Gelegenheiten.
Das ist sehr anrührend geschrieben, macht sehr, sehr nachdenklich und ist höchst lesenswert!
Ich habe mir dieses Buch gekauft, weil ich seit Jahren meinen mittlerweile fast 86-jährigen Vater unterstütze und hier durchaus Parallelen sehe!
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kleine Geschichten...., 1. Mai 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
...mit viel Wert.

Mehr als einmal habe ich meine Familie darin erkannt...in den Geschichten vom Altwerden, von der Veränderung der Beziehungen in der Familie, vom Loslassen, vom Abwägen verschiedener gangbarer Wege. Aber was mich am meisten berührt hat, waren in der Tat die offenen, ehrlichen und ungeschminkten Erzählungen zu verpassten Gelegenheiten im Leben und wie man mit Ihnen umgehen kann. Vielleicht sind sie auch manchmal garnicht verpasst, sondern alles hatte einen anderen Sinn - und wenn sie wirklich verpasst waren, wie kann man sie in sein Leben einordnen. Das hat mich sehr berührt - lächeln und traurig sein, beides in einer Geschichte. Mag aber auch etwas sein, was sich nicht jeder Mensch traut, zu lesen...

Ein schönes Buch mit liebevollen Erzählungen in schöner Sprache. Ohne große Worte.
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22 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gelebtes Leben, männliches Leben!, 7. Februar 2011
John Updike beschreibt in der Erzählung, die dem Band den Titel gibt, wie ein Junge bei einem Abschied auf dem Bahnhof plötzlich sah, dass sein Vater Tränen in den Augen hatte.

18 Erzählungen des Anfang 2009 76-jährig verstorbenen Chronisten der weißen amerikanischen Mittelklasse. Die einen nennen ihn den Meister der unangestrengten Bewegung oder das Genie der Gegenwartentschlüsselung. Mag sein. Die 18 Erzählungen sind jedenfalls uneingeschränkt gut. Jede Erzählung ist in sich rund und geschlossen. Es sind Geschichten über Vorortleben und Fernreisen. Glänzende Erzählungen, die amerikanischen Lebenserfahrungen und Erinnerungen von der Zeit der Depression bis zu 9/11 widerspiegeln. Klassentreffen und Kindheitserinnerungen mit ihren fundamentalen, prägenden Ereignissen, bürgerliche, etwas komödiantisches Liebestechtelmechtel und exotische Reisen nach Marokko, Florida, Spanien, Italien und Indien werden in großartiger und charmanter Sprache geschildert. Da wird männliches Leben in Worte gesetzt.

Updike trieftet dabei nicht ab oder wird gar rührselig. Es sind vielmehr konsequent männliche Erzählungen. Es sind männliche Rückblicke auf gelebtes Leben. Es ist ein melancholischer unangestrengter Blick, dem allemal das Thema Abschied innewohnt. Deswegen ist es jedoch noch lange kein Altmännerbuch, sondern einfach nur gute, teils lakonische, teils banale Beschreibungen von Mittelschichtsmännern. Männern, die gewachsen sind und sich weiter entwickelt haben. Ihrem anfänglichen Sein untreu wurden, weil sie, meist aus armen Verhältnissen, ihrer Arbeit bei dem bisschen Aufstieg, der ihnen vergönnt ist, nachgingen.

Immer bleibt er durch seine Sprache gefällig und unangestrengt, eigentlich möchte man großartig sagen. Vor allem seine Sprache. Sätze, die man mehrmals liest, sich anstreichen und merken möchte, finden sich unzählig.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Szenen sanften Abschiednehmens, 15. Juni 2011
Wunderbare Geschichten sind dies, die John Updikes letztes Vermächtnis an die Welt darstellen. Bis auf die erste Geschichte MAROCCO sind alle diese 18 Geschichten in den letzten 10 Jahren entstanden. Ihnen allen ist der Abschied eingeschrieben, alle erzählen von gelebtem Leben. All die Entscheidungen, die Zufälligkeiten, Verletzungen, Freuden, Hoffnungen, Enttäuschungen - eine große Distanz nimmt ihnen den Schrecken, eröffnet die Möglichkeit zur Versöhnung mit dem eigenen Leben. Nicht selten kehrt der Erzähler dabei zu seinen Anfängen zurück, trifft auf Menschen seiner Kindheit, aus High-school-Tagen oder auf Frauen, die er damals als junges Mädchen vergöttert hat - und heute? Das Leben hat andere Wege eingeschlagen. Manchmal bestätigen sich die Entscheidungen, manchmal zeigen die Entscheidungen dem Erzähler, wer er war und wer er geblieben ist. Somit geht es immer auch um die Freiheit des Menschen - die Freiheit sein Leben selbst in die Hand zu nehmen, Entscheidungen zu treffen, sich zu lösen, Bindungen einzugehen. So begegnet der Erzähler in der Geschichte FREI endlich seiner wahren Jugendliebe, nachdem diese mehrere Ehen hinter sich hat und er mit Witwer seiner einzigen Frau ist. Eine Begegnung wird langwierig geplant und eingefädelt - nur um zu erkennen, dass ihn mit dieser Frau rein gar nichts verbindet und er auch frei ist, die vermeintliche Erfüllung seines Lebenstraums auszuschlagen. Er verlässt das Treffen und übernachtet in der Lieblingsunterkunft seiner verstorbenen Gattin.
In der Geschichte PERSÖNLICHE ARCHÄOLOGIE verbindet sich auf bewegende Weise die Geschichte eines Landhauses in New England - und damit ein Teil der amerikanischen Sozialgeschichte - mit der persönlichen Geschichte des Erzählers. Craig Martin hat ein riesiges altes Landgut erworben. Auf seinen Wanderungen durch die Parks, die zum Anwesen gehören, findet er immer wieder Überbleibsel der früheren Besitzer. Archäologische Fundstücke, die ihm Aufschluss über die Eigenheiten, den Stand, ja die gesamte Geschichte dieser Vorbesitzer geben. Er verbindet sie alle mit einer bestimmten Ära des Landes - bis er eine Tages Golfbälle findet, die er selber vor Urzeiten, als er das Anwesen erwarb, in den Wald geschlagen hatte - damals noch in der Hoffnung selber ein statthafter Golfer zu werden. Die Bälle markieren den Anfang seiner eigenen Ära, aber er steht am Ende seines Lebens.
Diese Geschichten sind alle berührend und mit einer erstaunlichen Leichtigkeit und Unaufdringlichkeit erzählt. Es handelt sich zweifellos um die Kunst eines großen Erzählers.

Thomas Reuter
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wie bewertet man Tränen ..., 18. Februar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Tränen meines Vaters (Kindle Edition)
... die Tränen meines Vaters? John Updike war nur 8 Jahre älter als ich es bin, und schrieb über Gefühle, die der nächsten Generation noch unbekannt und fremd sind. Wer von euch schon langsam beginnt, die kommende Traurigkeit zu ahnen, findet in diesem Buch viele Anweisungen für den Umgang mit der Zeit. Bitte kauft euch das Buch, auch wenn ihr noch jung seid, und hebt es auf, wenn es euch jetzt noch langweilt - es wird einmal euere Bibel werden.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen wunderschönes Buch, 17. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: Die Tränen meines Vaters: und andere Erzählungen (Taschenbuch)
John Updikes Geschichten über das Altwerden und seine Reflektionen über das Ende des Lebens sind unheimlich berührend aber trotzdem amüsant. Seine Art zu schreiben ist unvergleichlich und meiner Meinung nach ist dieses Spätwerk sein bestes.
Unbedingt kaufen und lesen - egal, wie alt man ist...
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Ach ja. Resteverwertung, 2. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Tränen meines Vaters (Kindle Edition)
Bei jeder einzelnen dieser Erzählungen fragte ich mich am Ende: ja, und? was sollte das jetzt?

Mir erschienen sie, als wären sie gar nicht unbedingt zu Veröffentlichung gedacht gewesen, als wären es vielmehr Einführungen zu Romanen, zu Romanfiguren, die der Autor dann doch verworfen hatte.
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Die Tränen meines Vaters: und andere Erzählungen
Die Tränen meines Vaters: und andere Erzählungen von John Updike (Taschenbuch - 2. Juli 2012)
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