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Kundenrezensionen

3,8 von 5 Sternen57
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am 8. Januar 2014
Spitze! Das erste Buch Herrndorfs ist für mich zugleich auch sein bestes Werk.
Jeder Satz passt wie die Faust aufs Auge. So düster und trostlos habe ich das Berliner Leben als Zeitgenosse Herrndorfs ebenfalls erlebt. Vieles von dem, was der Autor seinen Protagonisten im Roman empfinden oder anklingen lässt, konnte ich gut nachfühlen.
Die bis ins letzte ausgefeilte und auf Effekt bedachte Sprache, der sarkastische Ton, der hintergründige Humor - für mich ein Vergnügen, dieses Werk zu lesen. Musste bei der Lektüre dieses Buches unwillkürlich mehrmals laut lachen, was bei mir außerhalb des Kellers nicht oft vorkommt.
Die Änderung der Erzählperspektive auf den letzten Seiten - einfach meisterhaft! Stilistisch trifft er jedenfalls genau meinen Geschmack.
Der Klappentext führt übrigens wie so oft völlig in die Irre. Zum Glück habe ich das Buch trotzdem gekauft.
Mir schien auch, dass viele autobiografische Elemente enthalten sind. Einige Gedanken und Erlebnisse tauchen später in "Arbeit & Struktur" wieder auf.
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am 17. Februar 2013
Wolfgang Herrndorf, der 2012 für "Sand" den Preis der Leipziger Buchmesse erhielt, debütierte 2002 mit "In Plüschgewittern", einem Mix aus Nostalgie und Gesellschaftskritik.
Der Roman beginnt mit den Erinnerungen des 30 jährigen Protagonisten an eine uns allen aus eigenen Erfahrungen oder zumindest aus den Erzählungen "Generation Golf" sehr bekannten geborgenen, unaufgeregten und langsamen Jugend der 80er Jahre, als das Internet mit Wikipedia, Twitter und Whatsapp noch völlig phantastische Orwell-Fantasie war und man selber mit Bollerwagen und Diercke-Weltatlas auf Abenteuer-Reise im Schleswig-holstenischen Deekelsen ging. Wunderbar nostalgisches Gedankengut beschwört Herrendorf mit diesem ersten Teil, der Beschreibung des unattraktiven, unauffälligen Jungen und seinen Teenagerproblemen, herauf.
Dann springen wir 15 Jahre weiter. Die Mauer zwischen Ost und West ist gefallen. Berlin wird auch für den letzten Westdeutschen erreichbar und kultureller wie auch antikultureller Mittelpunkt. Der Protagonist wird zum 30 jährigen Antihelden ohne Arbeit, ohne Einstellung ohne ein Ziel im Leben und das alles im noch recht baufälligen Friedrichshain. Der Alkohol fließt reichlich, kleine Tabletten wechseln den Besitzer, Tag und Nacht verschwimmen. Es wirkt wie die größte, nicht-endende Studentenparty, nur dass die Teilnehmer nicht mehr im studentischen Alter sind. Als Kontrast zu diesem Haufen perspektivloser, schillernder Paradiesvögel steht der Bruder des Protagonisten, der das weiße Schaf der Familie, der Gesellschaft verkörpert, zur Ruhe gekommen, mit seiner schwangeren Frau im Haus seiner Kindheit wohnend, sich um Familie, Garten und Karriere kümmernd.
Und wie um diesen Kontrast noch zu unterstreichen, endet der Roman mit einem überraschenden Perspektivwechsel zum Tagebucheintrag des gesetzten Bruders über den Protagonisten, den Antihelden. Und es stellt sich die Frage, ist dieser zwischen Drogen, psychischer Labilität und Perspektivlosigkeit auf der Strecke geblieben? Ein sehr überraschendes und viele Fragen aufwerfendes Ende.
Herrndorf schreibt mit so viel Präsenz, Stimmigkeit und stilistischer Raffinesse, dass es zu keinem Zeitpunkt langweilig wird, seinen Ausführungen zu folgen. Ein großartiger Roman eines großartigen deutschen Schriftstellers.
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am 12. März 2015
Zugegeben,ich lese diesen Autor rückwärts - also von seinem letzten Roman "Bilder deiner großen Liebe" über "Tschik" zu "Plüschgewittern". Diese Literatur hat eine Sogkraft sonderlicher Art. Es ist echte Dichtung, trotzdem die Sprache und lineare Erzählweise Herrndorfs auf den ersten Blick unkompliziert und darum fast zu "normal" scheinen, um als große Literatur gelten zu können. Aber gerade in diesem dahinschwebenden Erzählton liegt ein Geheimnis. Salinger übte mit dem "Fänger im Roggen"-Roman auf Autorengenerationen großen Einfluss aus, angeblich auch auf Herrndorf. Wie das? Ich habe als junger Mensch den Roman Salingers gelesen. Schon den Titel habe ich nicht verstanden. Aber diese melancholische Stimmung! Dieses gefühlte Befremden der Welt und dem Leben gegenüber - das spürt man ebenso irritierend bei Herrndorf. Alle Protagonisten in Herrndorfs Romanen - auch der Icherzähler in den "Plüschgewittern" - ist Fremder in einer ihm letztlich unverständlichen Welt. Es geht deshalb gar nicht (primär) um Berlin und eine bestimmte Zeit, die der Roman thematisieret - es geht um ein Adoleszenzproblem, wie der Welt, dem Leben näher kommen? Aber nicht nur für junge Menschen interessant , empfehlenswert für alle Leser!
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am 29. September 2015
OK, ist und ja ganz witzig und flüssig geschrieben.

Wolfgang Herrndorfs "Tschick" hat mich echt begeistert.

Aber die Geschichten von diesem Typen, der in der "Ich"-Form von seinen Erlebnissen schreibt, ging mir dann irgendwann doch ganz schön auf die Nerven.
Recht Intelligent seziert er Alltag, Situationen, Begebenheiten, Hintergründe, nur um sich dann immer völlig beknackt gegen den natürlichen Menschenverstand zu verhalten oder zu bewerten. Empathiefähig ist er, aber verhält sich nicht so.
Und das zieht sich wie ein roter Faden durch das Buch .
Ich verstehe die Leute nicht, die bei den Geschichten völlig aus dem Häuschen geraten.
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am 31. Dezember 2010
"Marit hatte mehr Verehrer an der Uni, als der Russlandfeldzug Tote hinterließ" nur eine von vielen witzigen Formulierungen, die in diesem Buch zu finden sind.
Hmm, wie ging es mir mit dem Buch. Die ersten 20 Seiten war ich hellauf begeistert über den Witz und den anarchischen Antihelden dieses Romans. Doch dann wird es doch sehr langatmig. Der Held stolpert von einer Situation in die nächste. Säuft auf Partys und Kneipen, berichtet von früheren Beziehungen, trifft sich mit einer "neuen Flamme" von der er gar keine Beziehung will usw. usw.
Erst zum Ende des Buchs noch ein kurzer Perspektivenwechsel, der mein Interesse wieder erwecken konnte.
Konnte mich mit viel Mühe noch zu 3 Sternen durchringen; denn was ein "Idiot" denkt bzw. eher nicht denkt oder wie er durchs Leben holpert.....
Mich hats irgendwann nicht mehr besonders interessiert und ich quälte mich durch die letzten Seiten.
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am 10. September 2014
Hatte vorher Tschik gelesen.
Dieser( ältere) Herrndorf ist in ganz ähnlichem Stil geschrieben, damit hatte ich nicht gerechnet, denn Tschik ist ja aus der Sicht eine 16-jährigen geschrieben. War aber ebenso gute Unterhaltung.
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am 22. Oktober 2013
Der Roman »Tschick« war im letzten Jahr mein absoluter Sommerroman, führte die Sommerliste wirklich weit an. Umso schockierter war ich, als ich nun im Klappentext des neu überarbeiteten »In Plüschgewittern« gelesen habe, dass der Autor vor einigen Wochen gestorben ist - die Recherche hinterließ einen noch größeren Unmut. Und wenngleich ich nicht weiß, wie die ursprüngliche Form des Romans aussah, so hatte ich beim Lesen nicht selten das Gefühl, dass im Nachhinein ein noch etwas düsterer Ton vom Autor eingearbeitet wurde.

Hier geht es um einen Dreißigjährigen, der nicht nur ziel- und orientierungslos, sondern auch mit sich nicht ganz im Reinen ist. Der Plot verläuft sehr vage - er reist nach Berlin, quartiert sich dort bei jemandem ein, den man eher »Bekannten« als »Freund« nennen kann, und lässt sich von da an treiben, besucht Partys, macht so etwas in der Art von verlieben ... und steht dem Leben, Treiben, sich selbst und seinen Mitmenschen skeptisch, teils zynisch und distanziert gegenüber.

»Tschick« war wirklich sehr, sehr witzig, ohne dabei auch nur im Ansatz platt zu sein. »In Plüschgewittern« kommt wesentlich trister daher. Ich mag melancholische Geschichten eigentlich sehr gerne, aber dieses Buch hinterließ fast schon ein bitteres, trostloses Gefühl. An einigen Stellen blickt kurz Heiterkeit zwischen den Zeilen durch, ansonsten gibt es nicht viel zu lachen. Anerkennen muss man aber, dass Herrndorf wirklich stilsicher schreibt; er schafft den Drahtseilakt zwischen unterhaltender Sprache und dennoch bedeutender Aussage.

Fazit: Ein guter, aber auch etwas trostloser Roman, vielleicht eine etwas verspätete »Coming of age«-Geschichte.
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am 30. März 2014
... erzählt Wolfgang Herrndorf die Geschichte eines jungen Mannes, den es nach Berlin verschlägt. Da ist zunächst die Freundschaft mit Erika, die in die Brüche geht. Danach der Unterschlupf beim Bruder und dessen Frau, die er beide genau so wenig versteht, wie sie ihn. Dann geht es in die Hauptstadt. Dort trifft er Desmond und der verpasst ihm eine vorübergehend freistehende Wohnung. Unser "Held" treibt durch Berlin und lernt auf einer Party Ines kennen. Eigentlich nicht sein Typ, aber dann irgendwie doch...

-In Plüschgewittern- ist eine Ich-Erzählung in Chaosform. Unser Protagonist weiß nicht so recht, wo er hingehört. Und wie schon gar nicht. Seine Abstürze, Einsichten, Ausfälle und Erlebnisse sind allerdings hochgradig unterhaltsam, wenn auch manchmal nur schwer zu verstehen. Wer sich in den entsprechenden Ecken Berlins auskennt, in denen die Geschichte spielt, ist klar im Vorteil. Wolfgang Herrndorf hat erfolgreichere Texte geschrieben als diesen. Lesenswert ist er jedoch allemal.
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am 17. Juli 2011
Mich hat das Buch sehr an "Fänger im Roggen" erinnert. Allerdings gefällt mir deutlich besser, dass der Protagonist nicht so sehr seinen Ekel über die Mitmenschen äußert als vielmehr sein Unverständnis für andere (und für sich selber). Mich spricht die Distanz an, die der Protagonist zu seiner coolen und hippen Berliner Umgebung und zu seinem sozialen Umfeld hat und mit der er sie erlebt. So wird der Roman nicht zu dem typischen Roman im Berliner Milieu.
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am 19. Februar 2016
Das Buch ist okay…. Die 1.Hälfte gefiel mir besser, bei der 2.Hälfte dachte ich immer nur, WANN lernt er endlich Karl Schmidt kennen…. Ach wie schön wäre es gewesen, wenn ER und Karl Schmidt sich VORHER kennengelernt hätten…. Am Schluß sind beide einfach nur kaputt. Mir ist das Wesen, der Charakter der Romanfigur ohne Namen gänzlich unbekannt… ich staune, dass es Menschen gibt, die das nachempfinden können. Ich fand das Buch höchstens amüsant, also wirklich tiefgründig humorvoll nicht… vielleicht ist es mir in der 2.Hälfte einfach zuuu viel Alkohol. Also es läßt sich gut lesen, mir ging die Romanfigur irgendwann auf die Nerven… der ist mir zu depressiv… ach wäre es soooo schön gewesen, er und Karl Schmidt hätten sich kennengelernt, als sie beide noch nicht kaputt waren, da wäre echt eine gute Freundschaft und sogar große Kunst draus geworden…..
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