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22 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Bucht des grünen Mondes - beeindruckend!
INHALT:

Amely lebt als junge Fabrikantentochter in Berlin ein sorgenfreies, fröhliches Leben, bis zu dem Moment als ihr Vater ihr mitteilt, dass sie ihren deutlich älteren Verwandten Kilian Wittstock heiraten soll. Welchen sie seit über 10 Jahren nicht gesehen hat & der im Amazonasgebiet einer der mächtigsten Kautschukbarone ist. Amely...
Veröffentlicht am 14. November 2011 von Sibyllchen

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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Amelies verkorkstes Leben
Inhalt: Amelie ist glücklich mit Julius, aber ihr Vater hat andere Pläne. Er wittert große Vorteile für sein Unternehmen, wenn Amelie einen Kautschukbaron heiratet. Sie kennt ihn und hat von ihm in Erinnerung, dass er seinen Sohn brutal geschlagen hat. Außerdem ist er viel älter wie sie. Angekommen in Amazonien bemüht sich Kilian...
Veröffentlicht am 5. April 2012 von Inge K.


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22 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Bucht des grünen Mondes - beeindruckend!, 14. November 2011
Rezension bezieht sich auf: Die Bucht des grünen Mondes (Taschenbuch)
INHALT:

Amely lebt als junge Fabrikantentochter in Berlin ein sorgenfreies, fröhliches Leben, bis zu dem Moment als ihr Vater ihr mitteilt, dass sie ihren deutlich älteren Verwandten Kilian Wittstock heiraten soll. Welchen sie seit über 10 Jahren nicht gesehen hat & der im Amazonasgebiet einer der mächtigsten Kautschukbarone ist. Amely begibt sich unglücklich auf die Reise nach Südamerika, dort erwartet sie in Manaus ein wiedersprüchliches Leben: einerseits überschwenglicher Luxus im Haus ihres Ehemannes, eine sehr brutale Ehe und die Wahrheit über die versklavten Indianer und die Gewinnung von Kautschuk.

Als Amely eines abends aus der Hölle ihrer Ehe flüchten möchte, wird sie von dem Indianer Aymáho in den Dschungel entführt, doch welches Geheimnis trägt er in sich? Sie erlebt bei den Indianern eine Zeit voller Emotionen und Leidenschaft, doch die Zukunft ist ungewiss....

MEIN RESUMEE:

Ein Roman über die Geschichte des Kautschuks, der Macht & wie Indianer ausgebeutet wurden. Isabel Beto hat ein Buch geschaffen, das den Leser zum einen mit Amely nach Madaus reisen lässt, die Landschaft, die Tierwelt & die Umgebung kennen lernen lässt, so farbig, dass ich meinte, auch ich wäre in Südamerika dabei & zum anderen die schwierige Situation für Amely in klarer Schrift beschreibt, man mitleidet und mitfühlt. Als Leser fühlt man sich beklemmt, als man die Ausbeutung des Urwaldes so drastisch erfährt und die Grausamkeit der Kautschukbarone an den Arbeitern als Sklaverei erkennt. Es ist ein Buch, das aufrüttelt, berührt und zeigt, dass es sich lohnt für etwas zu kämpfen und einzustehen.

Alles in allem ist dieser Roman ein sehr empfehlenswertes Buch! 5 von 5 möglichen Sternen!!
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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Amelies verkorkstes Leben, 5. April 2012
Rezension bezieht sich auf: Die Bucht des grünen Mondes (Taschenbuch)
Inhalt: Amelie ist glücklich mit Julius, aber ihr Vater hat andere Pläne. Er wittert große Vorteile für sein Unternehmen, wenn Amelie einen Kautschukbaron heiratet. Sie kennt ihn und hat von ihm in Erinnerung, dass er seinen Sohn brutal geschlagen hat. Außerdem ist er viel älter wie sie. Angekommen in Amazonien bemüht sich Kilian Amelie für sich zu gewinnen. Doch sie findet ihn einfach zu alt und abstoßend. Irgendwann reizt sie ihn, sodass er beginnt sie zu schlagen. Auch die Sklaverei und das Leiden der Indios sind ihr ein Dorn im Auge. So sieht sie nur noch einen Ausweg!

Positiv aufgefallen ist mir die gute Recherche. Das wirkliche Opernhaus als Zeichen der Dekadenz der Europäer. Das Leben der Indios als krasser Gegensatz.

Leider hat das Buch auch einige Mängel, teilweise gibt es logische Fehler. Was mich besonders im Verlauf des Buches gestört hat, war der plötzliche Handlungswechsel zu den Indios. Man "fiebert" davor mit Amelie mit und wird dann von einem (zu diesem Zeitpunkt) unwichtigen Indio abgelenkt. Außerdem war die Wortwahl doch manchmal etwas fragwürdig mit "Neger".

Kein Charakter kann wirklich überzeugen. Eigentlich sind alle Charaktere unsymphatisch geblieben und oberflächlich. Amelie hätte sich meiner Meinung nach auch eher für bessere Arbeitsbedingungen einsetzen sollen, als ihre "bösen" Pläne verwirklichen zu wollen. Jeder im Buch ist Ich- bezogen und kümmert sich nicht um das Wohl der Arbeiter oder achtet wenigstens die ihm Nahe stehenden Menschen. Was mich aber an solchen historischen Romanen am meisten stört, ist dass die Hauptfigur von Beginn an jammert. Amelie wächst privilegiert auf und heiratet reich ein, trotzdem wird sie als armes Ding dargestellt/ sieht sich so und neben ihr gibt es so viele Menschen, die viel mehr Leid ertragen. Die Darstellung der Dekadenz und der Armut muss aber besonders positiv hervorgehoben werden.

Fazit: Alles in allem gut, wenn man auf oberflächliche historische Romane steht.
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Dekadenz der Kautschukbarone, 13. November 2011
Von 
Beate Senft (Ludwigshafen am Rhein) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Die Bucht des grünen Mondes (Taschenbuch)
Amely besucht mit ihrem fast Verlobten Julius eine Exotenausstellung des Tierparks Hagenbeck, der gerade zu Besuch in Berlin ist, wo man sich ansehen kann wie die "Wilden" leben. Da macht ihr ihr Vater alle ihre Hoffnungen auf ein Leben in Berlin an Julius Seite zunichte. Sie muss einen entfernten, fast doppelt so alten Verwandten, Kilian Wittstock heiraten, einer der reichsten Kautschuckbarone am Amazonas. Die Firma ihres Vater, die bisher Fahrräder hergestellt hat, möchte auf Automobile umsatteln und sind auf das Geld und die Beziehungen von Wittstock angewiesen. Mit ihrer Dienerin macht sich Amely auf den Weg über den Ozean. Was wird dort auf sie warten? Wird sie den so viel älteren Mann lieben können? Wie wird es sein, mitten in der Wildnis zu leben? Es ist noch viel schlimmer, als sie es sich in ihren wildesten Träumen ausmalen konnte. Auf der einen Seite der unermessliche Reichtum der Kautschukbarone, die nicht mehr wissen, was sie mit ihrem Geld machen sollen und sich Zigarren damit anzünden und deren Frauen sich Diamanten in die Zähne setzen lassen und auf der anderen Seite die Armut und die unmenschlichen Bedingungen, der die schwarzen Sklaven ausgesetzt sind. Aber den Ureinwohnern geht es noch viel schlechter. Ganze Stämme werden einfach ausgerotten, weil sie den "Weißen" im Weg sind. Und Amely kann nichts dagegen tun.

Ich war ja am Anfang sehr skeptisch, weil ich eigentlich keine Liebesgeschichten mag, aber dieses Buch hat mich sofort in seinen Bann gezogen. Alleine die Beschreibung, wie in der Ausstellung die armen Menschen angegafft werden, um sich einen Eindruck davon zu verschaffen, wie diese "Wilden", die nicht viel besser sind als Tiere, leben. Das war so unmenschlich und machte mich richtig wütend. Auch die weitere Geschichte, das Leben am Amazonas und die Brutalität der Reichen gegen die Armen hat mich zutiefst betroffen gemacht. Ein Buch, über das man noch lange nachdenken muss, das aber trotz des ernsten Themas sehr gut und schnell zu lesen ist. Die Liebesgeschichte nimmt nicht zu viel Raum ein, lockert aber die Geschichte etwas auf. Alles in allem ein phantastisches Buch, das einem sofort in seinen Bann zieht und das man erst aus der Hand legen kann, wenn die letzte Seite gelesen ist.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Gute Recherche - schwache Story, 8. April 2012
Rezension bezieht sich auf: Die Bucht des grünen Mondes (Taschenbuch)
Amely ist die Tochter eines wohlhabenden Fabrikanten, der nach neuen Entwicklungsmöglichkeiten seines Geschäfts sucht. Da kommt es ihm gerade recht, dass der reiche, um viele Jahre ältere, in Brasilien lebende Kilian Wittstock, um die Hand seiner Tochter Amely anhält. Auch die Tatsache, dass die Verlobung zu Julius ansteht, stellt kein Hinderungsgrund für den Vater dar. So kommt eins zum anderen und sie befindet sich auf dem Weg nach Brasilien. Dort muss sie schnell feststellen, dass Kilian kein liebevoller Ehemann ist und eher zur Brutalität neigt. Für ihn stehen Reichtum und die Gewinnung von Kautschuk im Vordergrund. Als Amely aber eines Abends flüchten will, wird sie von einem Indio in den Dschungel entführt. Zwischen ihnen entsteht eine Liebesbeziehung voller Emotionen und Leidenschaft. Aber auch er trägt ein Geheimnis in sich...

Das einzig Positve an diesem Buch erscheint mir die Recherche. Die Informationen um das Leben der Indios, rund um den Kautschuk, dessen Bedeutung und die Gefahr des Schmuggelns, und das Leben der Einwanderer vor Ort sind sehr aufschlussreich und interessant.

Aber leider ist die Story sehr schwach. Die Zeitsprünge machen teilweise keinen Sinn. Befindet man sich in der Gegenwart, kommt in die 2 Monate zurückliegende Vergangenheit und ist aufeinmal wieder in der Gegenwart, ohne dass man überhaupt was gemerkt hat. Sehr verwirrend. Außerdem ist der Charakter der Amely keineswegs überzeugend, die Entwicklung des Charakters ist nicht schlüssig und zu sprunghaft. Zu Anfang ist sie eher naiv und sehr prüde. Nach ihrer Rückkehr aus dem Urwald wird sie einerseits selbstbewußt dargestellt, aber andererseits auch weiterhin sehr naiv. Ihr Handeln ist teilweise nicht nachvollziehbar. Absolut unrealistisch empfand ich auch, dass sich Rupert nicht an seine Vergangenheit erinnern konnte. Merkwürdig...

Auch die Anhäufung von Zufällen am Ende machten auf mich keinen guten Eindruck, viele Abschnitte dieses Buches sind überflüssig.

Die Story, rund um eine tolle und interessante Recherche von einem Stück Kolonialgeschichte, ist zu wenig durchdacht und unrealistisch...
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Grausam ist der Weg zum Paradies!, 27. Februar 2012
Rezension bezieht sich auf: Die Bucht des grünen Mondes (Taschenbuch)
Inhalt:
************

Ende des 19. Jahrhunderts wird Amely, ohne ihrem Wissen, einem sehr reichen Kautschukbaron in Brasilien versprochen. Der Firma ihres Vaters geht es nicht gut und er erhofft sich von der Heirat seiner Tochter mit Kilian einen Aufschwung. Amely ist am Boden zerstört und verlässt mit Wehmut ihr geliebtes Berlin. Gemeinsam mit ihrem Dienstmädchen Bärbel macht sie sich auf in das unbekannte Brasilien.
Ihre Ankunft hätte aber keinen schlechteren Zeitpunkt haben können. Kilians Sohn ist gestorben und somit hat er alle drei Söhne verloren.
Die Hochzeit wird schnell vollzogen und Amely lernt den viel älteren Kilian von seiner brutalen Seite kennen. Einzig und allein seinen Kautschuk scheint er zu lieben, dafür lässt er die Einheimischen versklaven. Nicht zuletzt, da Indianer einen seiner Söhne auf dem Gewissen haben.
Amely hält es nicht mehr länger aus und versucht sich das Leben zu nehmen. Doch in diesem Moment taucht ein Indianer auf, der sie zu seinem Volk bringt. Amely lernt Dinge die sie nie für möglich gehalten hat und findet sogar die Liebe zu einem Indianer, der aber nicht der ist, der er zu glauben scheint. Kilian erschließt immer wieder neue Kautschukwälder und somit ist der Lebensraum der Indianer bedroht. Um dies zu verhindern, trifft Amely eine schwere Entscheidung, sie verlässt ihre Liebe, um ihn und seinen Stamm zu retten. Der Plan, den sie sich ausgedacht hat, schlägt aber fehl.

Meine Meinung:
*****************

Das Buch trifft genau meinen Geschmack! Die Autorin versteht es die Umgebung detailreich zu beschreiben, dabei aber nie zu überladen oder ausschweifend zu wirken. Ich fühlte mich wirklich, als würde ich im Dschungel dabei sein. Man lebt und leidet mit Amely mit und während dem Lesen hat mich immer eine leichte Nervosität gepackt, ob Amely ihr Liebe wiedersehen und ob es ein Happy End geben wird. Es hat mich gefesselt und so richtig in seinen Bann gezogen.

Besonders gut hat mir gefallen, dass die Charaktere nicht berechenbar waren. Niemand war nur gut oder nur böse. Es war eine gelungene Mischung, die das Buch noch interessanter machte, da man auf Wendungen stieß, die man so nicht vermutet hätte. Besonders die Wendung mit dem Indianer war interessant.

Amely muss sehr viel über sich ergehen lassen und man merkt, dass sie zur damaligen Zeit als Frau nichts zu sagen hatte. Sie entwickelt sich zu einer starken Persönlichkeit und man fiebert mit ihr echt mit. Das Buch zeigt auch gut den brutalen Umgang mit den Einheimischen und veranschaulicht das Leben der armen sowie reichen Bevölkerung. Die Indianer leben nach ihrer eigenen Philosophie und was als hinterblieben anmutet, entpuppt sich als weit respektvoller gegenüber den Menschen, Tieren und der Natur. Es hat mir gut gefallen, wie das Leben der Indianer dargestellt wurde.

Mit dem Buch hält man keinen kitschigen Liebesroman in Händen, sondern viel mehr einen spannenden, mitreißenden, unbeschönigten und lebendigen Roman. Man kann herrlich mit Amely mitleiden und die Erzählweise fesselt. So lebendig hat schon länger kein Roman mehr auf mich gewirkt und ich war mittendrin statt nur dabei.

Schonungslos und hart wird man in das Brasilien zur Zeit des Kautschuk-Booms gezogen und man kann gar nicht anders als sich fesseln zu lassen. Ich bin von dem Buch restlos begeistert! Die Charaktere sind nicht linear und es ergibt sich dadurch eine Unberechenbarkeit. Die Geschichte wird lebendig und schonungslos erzählt und man fühlt sich wie in einer anderen Welt! Einfach nur gut und ich möchte sehr gerne wieder etwas von Isabel Beto lesen, da sie genau meinen Geschmack getroffen hat!
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Sprachlich und inhaltlich nicht umwerfend, 26. Dezember 2011
Rezension bezieht sich auf: Die Bucht des grünen Mondes (Taschenbuch)
Das Buch würde nicht den Weg in meine Liste der besten Bücher finden, daher die Bewertung mit drei Sternen. Die Handlung hätte sicherlich mehr Potenzial gehabt. Leider muss ich den Vorrednern zustimmen, die die Ausarbeitung als nicht ganz geglückt empfinden. Stellenweise zieht sich das Buch durch Beschreibungen, die kaum etwas zur Handlung beitragen. Manche Wendungen sind extrem vorhersehbar, was dem Buch die mögliche Spannung nimmt. Andere sind nicht nachvollziehbar und man wundert sich, was die Autorin damit bezwecken wollte. Sprachlich hat mich das Buch nicht angesprochen - zugegeben, das hängt vom jeweiligen Leser ab. Ich persönlich fand den Schreibstil nicht konsequent: teilweise sehr blumig, teilweise eher platt. Insgesamt hat mir leider auch der Tiefgang in der Geschichte gefehlt. Als ich die letzte Seite erreicht hatte, fand ich das nicht bedauerlich wie bei anderen Büchern. Fazit: Mich konnte das Buch nicht fesseln. Leser, die eine unterhaltsame, eher oberflächliche Lektüre suchen, mag dieses Buch gefallen. Leser, die hoffen, eine spannende Liebesgeschichte vermischt mit ein bisschen Geschichte aus der Zeit der Kautschukbarone in Händen zu halten, werden eher enttäuscht sein.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Schöner historischer Roman der in die Tiefen des Amazonas führt, 17. Dezember 2011
Von 
Fabella "BuchZeiten" (Düsseldorf) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Die Bucht des grünen Mondes (Taschenbuch)
Inhalt:
Ende des 19. Jahrhunderts muß die junge Amely auf Wunsch ihres Vaters von Berlin in das Amazonasgebiet reisen, um dort den reichen Kautschukbaron Kilian zu heiraten. Da sich dies nicht ändern läßt, versucht sie das Beste daraus zu machen. Doch so sehr sie das Land lieben lernt, ihren Mann dagegen lernt sie zu hassen. Doch als sie durch ein dramatisches Erlebnis den Indianer Aymaho kennenlernt, lernt sie erst, was wahre Liebe ist. Doch es ist nicht nur Kilian, der ihrer Liebe im Weg steht. Aymaho hat auch noch ein Geheimnis, was alles erschwert.

Meine Meinung:
Ich bin nicht wirklich sicher, wie meine Meinung über dieses Buch ist. Der Schreibstil der Autorin hat mich große Teile des Buches festhalten können. Er ist sehr bildreich und ermöglicht einem, ziemlich genaue Bilder von dem Land, der Vegetation und den Menschen machen zu können. Die Geschichte, die die Autorin hier beschreibt ist ebenfalls eine sehr schöne und hat mich teilweise auch in ihren Bann ziehen können.

Schwierig fand ich einige langatmige Abschnitte, bei denen ich mich manchmal fragte, ob sie das Buch einfach nur verlängern sollten, oder ob mich einfach persönlich dieser Teil nicht so ansprach. Und genau so schwierig fand ich es, mir die vielen indianischen Namen zu merken, wer nun zu wem gehört. Das liegt aber wahrscheinlich daran, daß einem solche Namen nicht geläufig sind. Genau so störte es mich, so viele Worte in der einheimischen Sprache lesen zu müssen. Sicher, es gehört in das Land und gerade auch in den Dschungel, von dem hier viel die Rede ist. Aber ich persönlich finde es etwas ermüdend.

Etwas irritiert hat es mich auch, daß die Autorin schon mal 2 Monate in der Geschichte zurückspringt. Und das nicht nur einmal. Einfach um einen anderen Handlungsstrang zu erzählen. Dies wird auch durch die Kapitalüberschriften verdeutlicht. Aber im nächsten Kapitel laufen die Stränge dann auf einmal wieder in der vorherigen Gegenwart. Das fand ich etwas verwirrend.

Trotzdem im Großen und Ganzen gesehen, war es ein schönes Buch, das ich auch bis zum Ende lesen mußte. Ich mußte einfach erfahren, wie die Geschichte ausgeht. Und mir persönlich hat das Ende sehr gut gefallen und mich wieder für einiges entschädigt.

Was ich zusätzlich noch betonen möchte ist, daß ich finde, daß die Buchgestaltung wirklich wundervoll gelungen ist. Die Schnittkanten an allen drei Seiten zieren grüne Ranken und auch vorne drauf ist ein Stück schwarze Ranke zu sehen - die sogar verschmiert aussieht, das soll aber wohl so sein. Innen im Cover geht die Landschaft von der Vorderseite weiter und am Ende des Buches findet sich im Innencover sogar eine Karte wieder. Sehr schade, daß ich diese erst am Ende des Buches entdeckt habe.

Fazit: Ein netter historischer Roman, der einen in die Tiefen des Amazonas führt. Ein paar weniger Seiten hätten dem Buch vielleicht gut getan. Dennoch läßt es sich gut lesen!
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Aus dem Dschungel, in den Dschungel, 26. November 2011
Rezension bezieht sich auf: Die Bucht des grünen Mondes (Taschenbuch)
1896: Die junge Berlinerin Amely bekommt von ihrem Vater eröffnet, dass sie einen reichen Kautschukbaron in Manaus, Brasilien heiraten soll und das, obwohl sie bereits mit Julius verlobt ist. Schweren Herzens reist sie bis zum Amazonas und lernt dort eine völlig andere Kultur kennen. Ihr Ehemann ist ihr schnell verhasst, aber genauso schnell kommt die Wende. In den Wäldern Brasiliens lernt sie neue Menschen kennen, die sie zunächst fürchtet und doch bald lieben lernt.

"Die Bucht des grünen Mondes"ist eine wundervolle Geschichte, die anfangs an "Die Buddenbrooks" oder "Effi Briest" erinnert. Doch auch diejenigen, die diese Romane nicht gerne gelesen haben, sollten sich an Isabel Betos Werk wagen. Es ähnelt zwar den beiden Romanen, ist aber gleichzeitig völlig verschieden. Es gibt viel mehr Abenteuer, Liebe und Emotionen, die die Geschichte einfach lesenswert machen. Der Schreibstil ist an das Jahrhundert angepasst, wodurch die Erzählung eine besondere Authentizität bekommt. Auch die verschiedenen Sprachen - deutsch, portugiesisch und indianisch - werden einem näher gebracht. Die Charaktere sind wundervoll ausgearbeitet, sodass man sich sofort in sie hineinversetzen kann. Die Landschaft und die Kultur Brasiliens werden so besonders und echt beschrieben, dass man sich wie ein Teil der Geschichte fühlt. Man spürt die Hitze, fühlt den Regen und riecht die Urwälder. Man hat fast das Gefühl, dass man während des Lesens die Kapuzineräffchen spüren und das Guaraná schmecken kann. Es ist faszinierend wie Isabel Beto es schafft, den Leser in ihren Bann zu ziehen. Selbst wenn man "Indianergeschichten" nicht sonderlich mag, sollte man dennoch diesem Roman eine Chance geben, denn es lohnt sich! Die Erzählung ist einerseits vorhersehbar, andererseits vollkommen überraschend und nie langweilig! Man blättert die Seiten um, ohne zu merken, dass man sich bereits dem Ende nähert, da man absolut in die Geschichte vertieft ist. Trotz der Liebesbeziehung wird der Roman keinesfalls kitschig, sondern er bleibt fantastisch real.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Bucht des grünen Mondes, 6. April 2012
Rezension bezieht sich auf: Die Bucht des grünen Mondes (Taschenbuch)
Wir schreiben das Jahr 1896 und die Fabrikantentochter Amely ist mit einem Angestellten ihres Vaters glücklich verlobt und freut sich auf die Hochzeit. Als ihr Vater ihr erklärt, das er dem Heiratsantrag eines entfernten Verwandten zugestimmt habe, erträgt sie ihr Schicksal zunächst relativ ruhig. Sie reist mit dem Schiff von Berlin nach Brasilien und heiratet den Kautschukbaron Kilian Wittstock gleich nach ihrer Ankunft in Manaus. Alles ist fremd für Amely und vieles erschreckend. Als sie das Leben fast nicht mehr erträgt, rettet der Indianer Aymaho Amely und verschleppt sie in den Urwald. Amely lernt nicht nur das Leben der Indianer kennen, sondern auch die Liebe.

Eine wunderschöne Liebesgeschichte, die aber soviel Abenteuer und Drama enthält, das das lesen nie langweilig wird. Sehr gut gefallen hat mir der Einblick in das Leben der Indianer. Auch wenn es mich manchmal vor Ekel geschüttelt hat, sind doch fremde Lebensgewohnheiten immer interessant. Die Charaktere sind sehr vielseitig und so gut dargestellt, das man einige sehr gerne mag, andere aber auch hassen kann. Ich kann das Buch von Isabel Beto uneingeschränkt empfehlen. Ein Kompliment auch für das schöne Cover. Die Bucht ist in tollen Farben gezeichnet und lädt zum Träumen ein.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Grüne Hölle, 4. März 2012
Rezension bezieht sich auf: Die Bucht des grünen Mondes (Taschenbuch)
Amely darf nicht ihren Julius heiraten, sondern wird in den Amazonas verschifft, um dort mit dem reichen Kautschukbaron Kilian Wittstock verheiratet zu werden. In Manaus angekommen, erwartet sie die grüne Hölle. Überall lauern tierische Gefahren, von Ameisen über Skorpione bis Spinnen. Man muss überall aufpassen, wo man hintritt. Dazu kommt noch, dass Kilian ein brutaler Ehemann ist und sie schlägt. Als sie den Indianer Aymaho kennenlernt, wird ihr gezeigt, dass es auch anders geht. So erlebt sie ein großes und spannendes Abenteuer im Dschungel und bei den Indianern und erkennt, wer Aymaho in Wirklichkeit ist!

Isabel Beto hat eine sehr bildliche Schreibweise. In schillernden Farben beschreibt sie den Amazonas, die Indianer und Manaus. Man kann die Gerüche riechen, die Tiere hören und die Feuchtigkeit des Dschungels spüren. Das Ende des Buches ist vorhersehbar. Aber mich hat die Schreibweise so gefesselt, dass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte. Die Beschreibung der Lebensweise und Ausbeutung der Sklaven und Indianer sind der Autorin gut gelungen, auch wenn man manche Rituale der Indianer nicht so ganz verstehen muss. Ein großes Lob für das schöne Cover und dass die Seiten so schön verziert waren. Da hat mir das Lesen noch mehr Spaß gemacht.
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Die Bucht des grünen Mondes
Die Bucht des grünen Mondes von Isabel Beto (Taschenbuch - 1. Dezember 2011)
EUR 9,99
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