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38 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Schuld hat viele Formen
Das Autorenduo Hjorth und Rosenfeldt legt in seinem Debütroman einen soliden Grundstein für eine neue Krimiserie, die in Schweden bereits verfilmt wird. In "Der Mann, der kein Mörder war" werden die Charaktere einer Ermittlergruppe der Reichsmordkommission in Schweden bei der Arbeit an mehreren Morden detailliert vorgestellt, aber auch die Nebencharaktere...
Veröffentlicht am 13. Oktober 2011 von S. Hennig

versus
10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Guter Krimi mit deutlichem Verbesserungspotential
Ein schwedischer Krimi rund um Familie, missverstandene Liebe und Mord.

Für Hauptcharakter Sebastian Bergman ist es der Start in seine Krimi-Kariere, obwohl diese hier erst Jahre nach seiner offiziellen Arbeit als Polizeipsychologe einsetzt. Zurück in seiner Heimatstadt aufgrund des Todes seiner Mutter, trifft er auf ehemalige Kollegen der...
Vor 17 Monaten von Hauke Stammer veröffentlicht


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14 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein spannender Auftakt, 10. April 2012
Dieser Roman packt sofort: Schließlich wird der Leser gleich auf der ersten Seite mit einer düsteren Atmosphäre konfrontiert, in der ein Mann, der sich beständig einredet, kein Mörder zu sein, eine Leiche im Wald verscharrt. Die Atmosphäre verdüstert sich umso mehr, als im nächsten Kapitel eine Mutter ihren Sohn vermisst meldet...
Ganz Västerås ist schockiert von dem grausigen Fund der verstümmelten Leiche des 16-jährigen Roger, der an seinem Körper 22 Messerstiche aufweist und dem sein Herz heraus geschnitten wurde. Ein ritueller Mord? Möglich. Jedenfalls ist die Polizei vor Ort reichlich überfordert und macht in den ersten Tagen so ziemlich alles falsch, was man falsch machen kann. Nicht ohne Grund ruft die örtliche Polizeivorsitzende hochkarätige Verstärkung hinzu: Kommissar Torkel Höglund und sein perfekt eingespieltes Team der Reichsmordkommission übernehmen fortan den Fall. Doch bei aller Professionalität können sie die ungenutzt verstrichenen Stunden nicht einfach ungeschehen machen und tappen zunächst selbst im Neblig-Ungewissen.
Eher zufällig ist auch der Kriminalpsychologie Sebastian Bergmann gerade in Västerås, wo er das Haus seiner verstorbenen Eltern verkaufen will. Sebastian und Torkel haben früher viel und eng zusammen gearbeitet. Mehr aus privater Motivation, denn aus ehrlichem beruflichen Interesse schließt sich Sebastian bald den Ermittlungen an, die immer wieder zu der exklusiven Privatschule zurückführen, die das Mordopfer besucht hatte, und mit der auch Sebastian keine allzu guten Erinnerungen verbindet.
Mehr von der Handlung zu erzählen, würde einfach zu viele Spannungselemente aus diesem genial durchdachten Krimi heraus nehmen, also lasse ich es lieber. Was ich aber sagen kann ist, wie sehr mich die Tiefe des Krimis beeindruckt und mitgerissen hat. Alle Beteiligten haben ihr eigenes Päckchen zu tragen und avancieren schnell zu greifbaren und authentischen Akteuren, ohne dass die Handlung dadurch überladen wäre. Der Klappentext verspricht, dass man es lieben wird, Sebastian zu hassen. Ganz ehrlich? Vielleicht ist er nicht immer sympathisch, aber gehasst habe ich ihn nicht. Das galt viel mehr dem örtlichen Polizisten Haraldsson, der auf solch ungeschickte Weise und aus falschem Ehrgeiz immer wieder die Ermittlungen behindert und dennoch seinen Stolz einfach nicht zurück stellen kann.
Hjorth und Rosenfeldt haben hier den Auftakt für eine Reihe von Fällen rund um den Kriminalpsychologen Sebastian Bergmann vorgelegt, der dem Leser geradezu ein Kino im Kopf anknipst. Auf jeder Seite haben die Beschreibungen mir eine bildliche Vorstellung der Handlung geboten. Wie passend, dass Sebastian Bergmanns Fälle auch für das schwedische und deutsche Fernsehen verfilmt werden sollen. Man darf gespannt sein. Noch mehr bin ich allerdings gespannt, wie es wohl mit Sebastian und seinen Kollegen weiter gehen mag - denn auch wenn dieser Fall abgeschlossen ist, ihre Zusammenarbeit ist es ganz gewiss nicht, denn dazu bietet das Romanende einfach viel zu viel Raum für weitere Ermittlungen in dieser Konstellation!
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Mann, der kein Mörder war, 21. Oktober 2011
Inhalt: In einem Tümpel wird die Leiche des sechzehnjährigen Roger gefunden. Vermisst wurde der Junge schon seit mehreren Tagen, doch die Polizei hat zu langsam reagiert und wie die Leiche zeigt, wurde er brutal ermordet und sein Herz entfernt. Da die Ortspolizei von Västerås sich nicht zutraut, den Fall allein zu lösen, bentragen sie Unterstützung von der Reichsmordkommission. Ab diesem Augenblick nimmt das Team um Torkel Höglund die Ermittlungen im Fall Roger auf und stößt auf viele Hindernisse, die die Ermittlungen erschweren. Bekannt ist jedoch, dass Roger auf seiner alten Schule gemobbt wurde und deswegen auf ein exklusives Privatgymnasium wechselte.
Zeitgleich kehrt der Psychologe Sebastian Bergmann nach Västerås zurück, um das Haus seiner Eltern zu verkaufen, auch wenn er sich geschworen hatte, nie wieder dorthin zurückzukehren. Er hat nicht mehr gearbeitet, seit er bei einem tragischen Unfall sowohl seine Tochter, als auch seine Frau verloren hat, denn ihm geht ihr Tod so nah, dass er psychisch nicht vollkommen auf der Höhe ist. Um jedoch von seiner Trauer und den Schuldgefühlen loszukommen, die ihn plagen, stürzt er sich in immer neue One Night Stands und Affären. Zudem genießt er es vor allen das Ekelpaket zu geben und will auch von niemandem gemocht werden, einzig zu den Frauen, die er erobern will, ist er so lange nett, bis er bekommt, was er haben wollte.
Sebastian und Torkel treffen während Torkles Ermittlungen zufälligerweise aufeinander und sind beide jeweils überrascht, den anderen zu sehen, denn vor längerer Zeit hat Sebastian als Polizeipsychologe der Reichsmordkommission mit Torkel zusammengearbeitet und sie waren fast soetwas wie Freunde, denn ein Ekel war Sebastian schon vor dem Unfall. Bald hat Sebastian seine eigenen Gründe, warum er bei den Ermittlungen helfen will, da er diese jedoch nicht äußert, ist Torkel überrascht darüber, stimmt jedoch zum Missfallen seines Teams zu. Doch trotz seiner Art wird Sebastian immer wichtiger für die Ermittlungen, denn er ist nicht nur hochintelligent, sondern kennt auch das Privatgymnasium sehr gut und nach und nach tun sich immer mehr Abgründe hinter den Mauern der Eliteschule auf.

Meinung: An diesem skandinavischen Krimi hat mir schon von Beginn an eine Sache sehr gut gefallen, die grade bei den Krimis von Schriftstellern aus diesen Ländern verbreitet ist, nämich dass neben der Haupthandlung, auch die in der Hanldung inbegriffenen Charaktere ein wenig besser und deutlicher beleuchtet werden. Grade durch teilweise diese Kleinigkeiten, die man als Leser über die Charaktere erfährt, wenn ab und an auch etwas über deren Privatleben gesagt wird und man deren Gedanken und Handlungen erfahren darf, kann man auch andere Handlungen der Charaktere in Bezug auf den Fall oder ähnliches, viel besser verstehen und nachvollziehen. Zudem werden die Charaktere durch diese Kleinigkeiten für mich auch immer deutlich plastischer, so dass ich sie mit viel besser vorstellen kann und nicht das Gefühl habe, dass sie weiterhin flach auf dem Papier bleiben. Auch wurden mir manche Charaktere besonders sympathisch, wie zum Beispiel auch der Protagonist Sebastian Bergmann, der mit trotz seiner verschrobenen Art, irgendwie sympathisch ist, denn auch wenn er ein ziemliches Ekel ist, was man einfach nicht leugnen kann, muss ich sagen mag ich den Charakter sehr gerne und finde auch, dass die Autoren es geschafft haben ihn sehr plastisch darzustellen.
Neben den sehr gelungenen Charakteren fand ich auch den Kriminalfall an sich sehr spannend, denn dieser war zwar ansich nicht vollkommen unblutig, aber das was ich an einem Krimi immer gut finde, ist wenn er ohne viele sehr blutige Morde auskommt, sondern eher dadurch reizt, dass er einem zum Rätseln bringt und man unbedingt erfahren möchte wer der Mörder ist, wie er es gemacht hat und was die Beweggründe sind. Wobei dieses Rätseln grade durch die Informationen, die die Ermittler finden noch weiter angeheizt wird und man dann durch Indizien auf den Täter kommt und grade diese Art des Ermittelns im Vordergrund steht und nicht die bestialischen Morde des Täters, denn dann wäre ein Roman für mich eher ein Thriller. In diesem Roman hat das miträtseln um den Täter besonders viel Spaß gemacht, da es so viele unterschiedliche Charaktere gab, bei denen man sehr gut den Verdacht hegen konnte, dass sie entweder mehr wissen, als sie zugeben oder dass sie sogar als Täter in Frage kämen. Des Weiteren konnte man nicht nur beim Mordfall super miträsteln, sondern auch in manchen persönlicheren Dingen des Protagonisten, da der Charakter des Sebastian Bergmann eindeutig viele interessante und manchmal auch rätselhaft Facetten aufweist.
Außerdem geizt das Buch, wenn auch in vielen Situationen eher ernst, nicht mit Stellen die irgendwie Witz haben, auch oftmals ausgelöst, durch die interessante Art Bergmanns. Ansonsten würde ich sagen, dass der Roman in der typischen Art für skandinavische Romane an manchen Stellen nicht so extrem ausschmückend ist, aber trotzdem auch sehr bildhafte Beschreibungen enthält. Das Einzige, das mir persönlich nicht ganz so sehr gefällt, ist die Gestaltung des Covers, welches einfach gar nicht meinen Geschmack trifft und auch nicht so recht zur Geschichte passt.
Ich bin auf jeden Fall auf die weiteren Sebastian Bergmann Romane gespannt, denn wenn der nächste Fall wieder so interessant wird und der Charakter des Sebastian Bergmann sich treu bleibt, kann ich mir vorstellen, dass es wieder ein ziemlich gutes Buch werden kann.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Für Krimifans absolut empfehlenswert, 18. Oktober 2011
Die Leseprobe hatte mir sehr gut gefallen, die renommierten Drehbuchautoren Michael Hjorth und Hans Rosenfeld versprachen zumindest solide Krimikost. Das Buch hat meine Erwartungen deutlich übertroffen, 'Der Mann, der kein Mörder war' ist ein fesselnder Krimi, der immer wieder mit überraschenden Wendungen und Entwicklungen aufwartet, und der vielversprechende Auftakt einer Krimireihe.

Zum Inhalt: Der 16-jährige Roger wird brutal ermordet in einem Tümpel in der Nähe der schwedischen Kleinstadt Västerås aufgefunden. Da die Vermisstenanzeige von der örtlichen Polizei einige Tage verschlampt wurde, sind die Spuren bereits verwischt und die Ermittlungen gestalten sich schwierig, so dass bald eine Gruppe der Reichskriminalpolizei zur Hilfe gerufen wird. Auch für diese routinierten Polizisten gestaltet sich die Lösung des Falls nicht einfach. Es gibt bald erste Hinweise und Verdächtige, die Ermittlungen laufen aber immer wieder ins Leere. Es zeigt sich bald, dass in dieser scheinbar verschlafenen Kleinstadt und speziell im Umfeld der Eliteschule, die Roger besucht hat, einige Personen etwas zu verbergen haben.
Der aus Västerås stammende Polizeipsychologe Sebastian Berman ist nach langer Zeit in seine ehemalige Heimat zurück gekehrt, um nach dem Tod seiner Mutter sein Elternhaus zu verkaufen. Zufällig begegnet er dabei dem Chef der Ermittlungstruppe, Torkel Höglund, den er durch seine frühere Zusammenarbeit mit der Polizei kennt. Obwohl sie vor vielen Jahren miteinander gebrochen haben, schafft es Sebastian, sich aus persönlichen Motiven dem Ermittlungsteam anzuschließen. Bergman ist ein Antityp, der es darauf anlegt, seine Mitmenschen zu verletzen und nicht an sich heran zu lassen. Teils stecken Schicksalsschläge dahinter, zum größten Teil ist das einfach seine charakterliche Grundhaltung. Entgegen seiner Absichten wird er von dem Fall jedoch schnell in seinen Bann gezogen, und auch das Ermittlungsteam, das ihn zunächst ablehnt, kann von seinen Erfahrungen und Erkenntnissen profitieren.

Fazit: Sebastian Bergman tritt zunächst als ein extrem unsympathischer Typ auf, über dessen Verhalten ich mich so geärgert habe, dass ich das Buch fast beiseite gelegt hätte. Andererseits ist die Geschichte so spannend, mitreißend und wendungsreich erzählt, dass meine Neugier zum Glück gesiegt hat. 'Der Mann, der kein Mörder war' kommt sicher nicht an die Larsson-Krimis heran, wie eine schwedische Zeitung behauptet, aber er liest sich flüssig, die Charaktere sind so angelegt, dass man mit ihnen mit fühlt und fiebert. Die Ermittlungsarbeit ist detailliert und schlüssig beschrieben, die Geschichte ist durchgehend spannend bis zum Schluss.

In Schweden ist diesen Sommer bereits der 2. Band dieser Krimireihe erschienen, in dem es nicht nur ein Wiedersehen mit Sebastian Bergman gibt, sondern auch mit Torkel Höglund, Ursula, Vanja und Billy. Ich hoffe sehr, dass dieser Krimi in Deutschland ebenso gut ankommt wie in Schweden, so dass auch weitere Geschichten bald auf deutsch erscheinen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Krimi-Feinkost, 11. Februar 2013
Rezension bezieht sich auf: Der Mann, der kein Mörder war: Ein Fall für Sebastian Bergman (Taschenbuch)
„Der Mann, der kein Mörder war“ ist langsam. Sehr langsam. Hjordt und Rosenfeldt haben sich viel Zeit genommen, die Charaktere zu zeichnen, sie langsam aufzubauen. Jeder von ihnen hat sein Privatleben, seine Sorgen und Interessen. Manch einer von denen, die das Buch schlecht rezensiert haben, haben das bemängelt. Ich finde ich nicht, dass das Buch dadurch langweilig wird, im Gegenteil. Ich mag es, wenn die Geschichten, die ich lese auch eine Seele habe und hinter den Namen auch Persönlichkeiten stecken. Ich finde das Maß in diesem Werk genau richtig. Nicht zu viel, nicht zu wenig. Und statt gelangweilt zu sein, dachte ich mehr als ein mal: „Wann kommt denn mal wieder etwas über Person XY?“.

Die Personen, die man so genau beschreibt, sollten natürlich etwas Interessantes an sich haben, Charakter. Auch das ist den Autoren ganz hervorragend gelungen. Genau genommen haben wir es mit einer ziemlich bunten Truppe zu tun:

Thomas Haraldsson: Der typische Dorfpolizist. Eine kinderlose Ehe die es auf keinen Fall bleiben soll mit allem drum und dran, kein Erfolg im Beruf und das gewisse Quentchen Tollpatschigkeit. Eine gelungene Rolle, er tat mir wirklich leid beim Lesen.

Kerstin Hanser: Haraldssons Vorgesetzte. Immer gut gekleidet, immer einen Schritt voraus und vor allem: Immer ein genaues Auge auf Haraldsson, was dem natürlich gar nicht passt.

Torkel Höglund: Der väterliche, der das Team zusammenhält. Lebt für seinen Beruf, das sorgt aber auch dafür, dass es keine Frau lebenslang mit ihm aushält. Der neutralste und sachlichste von allen.

Vanja Lithner: Torkels junge aber nicht weniger talentierte Kollegin

Und natürlich Sebastian Bergman, ehemaliger Polizeipsychologe. Er muss eine Frau nach der anderen erobern. Er ist, was sich selbst angeht kontrollsüchtig, niemand soll irgendwas an ihm wahrnehmen, was er nicht genau so geplant hat. Er erinnert mich irgendwie sehr an Sherlock Holmes (aus der Fernsehserie). Ähnlich geht auch Sebastian Bergman mit seinen Mitmenschen um: immer eine Spur zu grob.

Ich muss sagen, so „kotzbrockig“ wie ich mir Bergman vorgestellt habe, ist er eigentlich gar nicht. Ich hatte befürchtet einen sehr flachen, niveaulosen Charakter „anzutreffen“ aber ich mag ihn irgendwie. Das liegt vor allem daran, dass er zwar ein Mann mit großen Macken ist, aber sein Handeln eben nicht einfach nur „kotzbrockig“ wirkt, sondern man es aus seiner Sicht immer nachvollziehen kann. Außerdem hat er sehr sehr viele weiche Seiten, die wie ich finde, nicht untergehen sondern ihm genau die richtige Menschlichkeit verleihen. Für mich ist das der interessanteste Charakter überhaupt und ich freue mich eine Fortsetzung mit ihm lesen zu können :-)

Nun verrate ich sicher nicht zu viel, wenn ich bei einem Buch mit so vielen Seiten sage, dass die Ermittlungen langsam vorangehen und nicht immer die Spuren da sind, die man sich wünscht - das ist wohl jedem klar, denn sonst wäre das Buch sicher nicht so dick ;-) Für den Aufbau des Buchs bedeutet das, dass die Ermittler bis ca. Seite 400 nicht so recht vorankommen. Damit das nicht in Langeweile ausartet, hören wir auch immer wieder vom Täter. Vom Beginn des Buchs an erfahren wir immer wieder von seinen Gedanken. „Zufällig“ sind da immer sehr interessante Stichworte drin, die dafür sorgen, dass das Gedankenkarussell sich mächtig dreht und man immer wieder Personen von seiner mentalen Täterliste streicht oder mal ganz verwirrt ist. Ich denke viele Rezensionen, die das Buch als langatmig oder langweilig beschreiben, haben einfach nicht richtig gelesen. Wer genau liest, wird immer wieder Hinweise finden und wird sich immer unabhängig von den Ermittlungen eigene Gedanken machen.

Leider fand auch dieses Buch nach drei Tagen schließlich ein Ende - aber es gibt ja eine Fortsetzung ;-) Natürlich möchte ich nichts vom Ende verraten, ich möchte es wie immer nur beurteilen. Ich kann es nur gelungen nennen, weil ich den Täter zu keinem Zeitpunkt in Verdacht hatte und auch der Titel des Buches noch einen wirklichen Sinn bekommt. Als Kritik hätte ich lediglich anzumerken, dass hier billige Klischees auf BILD-Niveau aufgewärmt werden, die nicht mal Sinn ergeben. Mehr kann ich dazu nicht sagen, aber das war schon noch eine Enttäuschung angesichts der restlichen Qualität des Buchs. Ich habe ernsthaft überlegt, dem Buch deshalb einen Stern abzuziehen. Bei genauer Überlegung ist und bleibt es aber nur ein Detail und das Ende selbst ist wie alles andere einfach super gelungen - daher 5 Sterne und eine klare Kaufempfehlung
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Mann der kein Mörder war, 19. Januar 2012
Mein erster Eindruck nach der LP hat sich bestätigt. Fünf Sterne von mir für diesen tollen Krimi. Die Autoren werde ich im Auge behalten.

Die Aufmachung bzw. die Gestaltung des Buches ist wirklich prima gelungen. Es liegt gut in der Hand und überzeugt mit Qualität. Das Preis- Leistungsverhältnis ist daher top.

Zum Inhalt:

Pfadfinder entdecken in einem Tümpel nahe Västeras die Leiche des 16-jährigen Roger. Er wurde mit herausgerissenem Herz gefunden. Schnell kommt heraus, dass der Junge ein Außenseiter und ein Mobbing - Opfer ist, was zur Folge hat, dass ein ehemaliger Mitschüler zum engen Kreis der Verdächtigen gehört.

Ermittler Haraldsson, von der örtlichen Polizei, stellt sich ziemlich unprofessionell bei seiner Arbeit an und bekommt aufgrund dessen ein Team aus Stockholm vor die Nase gesetzt, die die Ermittlungen übernehmen sollen. Der Leiter des Teams, Torkel Höglung, und seine Crew versuchen Schritt für Schritt dem Täter näher zu kommen. Im Zuge der Ermittlungen taucht Sebastian Bergmann auf. Er ist ein ehemaliger Polizeipsychologe und alter Bekannter von Torkel. Die Spannungen im Team sind vorprogrammiert. Er wird als absolutes Ekelpaket vorgestellt, der ständig das letzte Wort haben muss und vor Sticheleien kein Halt macht. Das macht ihn als Protagonisten sehr interessant und es ist unterhaltsam zu lesen, wie er direkt seine Meinung vertritt und keine Rücksicht auf andere nimmt. Trotzdem stellt er sich als eine unverzichtbare Hilfe da und lenkt das Denken und Geschehen immer in die richtige Richtung.

Die Spannung bleibt durchweg erhalten und man ertappt sich immer wieder wie man auf der falschen Fährte ist und sich ein Ende zu Recht legt, es aber dann wieder revidieren muss weil man in die vollkommen falsche Richtung gedacht hat. Die Neugier macht es schwierig das Buch aus der Hand zu legen.

Ein wirklich gelungenes Buch, das Lust auf mehr Sebastian Bergmann" macht.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen erfrischender Krimi für zwischendurch, 14. Januar 2012
Auf den Krimi "Der Mann, der kein Mörder war" wurde ich neugierig, da er nicht nur in den Bestsellerlisten vertreten war, sondern auch weil die schwedische Zeitung Kristianstadsbladet dieses Buch mit dem Satz «Das wahrscheinlich beste schwedische Krimidebüt seit Larsson.» kommentierte. Das musste ich natürlich gleich herausfinden und kaufte das Buch.

Beim Lesen fiehl mir dabei relativ schnell auf, dass die beiden Autoren Hjorth und Rosenfeldt bei weitem nicht an Larsson herankommen. Ein Vergleich der Autoren finde ich aber auch nicht unbedingt passend, da dieser Krimi durch anderen Punkte positiv hervorsticht. War ich anfangs noch etwas skeptisch beim Lesen, wurde ich dann doch zunehmend neugierig, wie die Geschichte nun weitergeht. Schon ab der Mitte des Buches nimmt die Polizei unterschiedliche mordverdächtige Personen fest. Jedes Mal erwartete ich, dass die Autoren nun eine simple Lösung des Falles anbieten und mich enttäuschen werden, doch so war es nicht. Bis zu den letzten Seiten wird es nicht klar, wer der Mann, der kein Mörder war, ist. Die Geschichte wird immer komplexer und immer mehr Personen spielen plötzlich eine Rolle. Dabei darf man allerdings nicht anfangen über Realismus nachzudenken. Ich denke, in mancher Hinsicht haben die Autoren bei dieser Geschichte etwas zu dick aufgetragen und der Fantasie zu viel Raum gegeben.

Interessant bleibt die Geschichte aber vorallem durch den Hauptcharakter des Psychologen Sebastian Bergman. Ein typischer Antiheld, wie es auch Kurt Wallander in den Mankel Krimireihen ist. Im Gegensatz zu Wallander ist Bergman aber so gar nicht zum gernhaben. Der Psychologe Bergman, der Frau und Kind verloren hat, ist eine Ikone in seinem Fachgebiet aber menschlich ein warer Unhold. Sexsüchtig, egoistisch und antisozial. Doch das macht die Geschichte einfach interessant und besonders.

Auch der Erzählstil ist einfach gehalten und das Buch erfrischend zu lesen. Man merkt, dass die Autoren bereits einige Regiebücher geschrieben haben und man sich so die Szenen bildlich sehr gut vorstellen kann. Alles in allem ein leichter Krimi für zwischendurch, der mich nicht enttäuscht, aber nun auch nicht wie Larsson besonders überrascht hat.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der Mann, der kein Mörder war, 18. Dezember 2011
Der Mann, der kein Mörder war

Wenn ein Buch mit diesem Titel damit beginnt, dass der Leser den Mann, der kein Mörder ist, bei der Beseitigung der Leiche beobachtet, dann erwartet uns ein besonderer Krimi.
Die Leiche wird als Roger Erikson, 16 Jahre und Schüler eines Elitegymnasiums, identifiziert. Seine Mutter hatte ihn vor Tagen schon vermisst gemeldet. Die Polizei vor Ort hat geschlammt, sodass das Stockholmer Kriminalteam um Torkel Höglund den Fall übernimmt.
Zur gleichen Zeit hält sich Sebastian Bergman, ein brillanter Kriminalpsychologe in Västerås auf. Er will nach dem Tod seiner Mutter sein Elternhaus verkaufen. Nach dem Unfalltod seiner Tochter und seiner Frau durch einen Tzunami hat er nicht mehr ins normale Leben zurück gefunden.
Das Ermittlerteam sieht sich großen Schwierigkeiten gegenüber. Sie haben keinen Tatort, keine Motiv und keinen Verdächtigen. Zähneknirschend nehmen sie Bergmans Hilfe an.
Selten hat mich ein Krimi so mitgerissen. Ich war verwundert zu Beginn, als der Mann, der kein Mörder war, die Leiche entsorgt. Darauf folgen die Pannen bei der örtliche Polizei, deren bizarres Privatleben, sowie das seltsame Verhalten der Mutter von Roger. Als Leser geht man die ganzen Irrungen und Wirrungen, die Fehleinschätzungen und die Sackgassen mit und glaubt schon fast den Fall gelöst zu haben, um dann doch wieder in einer Sackgasse zu landen. Alles ist nachvollziehbar und man erlebt, wie zäh Polizeiarbeit manchmal sein kann. Ich habe den Eindruck, dass die Autoren nichts beschönigen wollten.
Einen großen Teil des Romans nimmt Sebastian Bergman ein. Er ist sexsüchtig und ein ausgesprochenes Ekelpaket. Nach und nach erfahren wir, wie und warum er so geworden ist. Er wirkt oft abstoßend, aber mit zunehmenden Rückblicken in seine Vergangenheit, erkennt man seinen Überlebenskampf.
Michael Hjorth und Hans Rosenfeldt haben einen wunderbaren Roman geschrieben. Es ist nicht nur ein Krimi. Dadurch, dass sie einzelne Charaktere äußerst scharf herausgearbeitet haben, haben sie mehrere Schichten des sozialen Geflechts offen gelegt. Es zeigte die Verlogenheit, die Heimlichtuerei, die Abgründe innerhalb der Familien und es führte auch zur Lösung dieses Falls.
So wie der Polizeipsychologe Sebastian Bergman von den beiden Autoren angelegt wurde, kann ich mir vorstellen, dass wir vielleicht noch mehr von ihm zu lesen bekommen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein sehr menschlicher Krimi, 15. Dezember 2011
Als in Västerås der 16 Jahre alte Roger Eriksson verschwindet, ist die örtliche Polizei schnell überfodert. Erst nach drei Tagen beginnt die Suche nach dem Jungen und als seine Leiche gefunden wird, wird die Reichsmordkommission eingeschaltet. Die Suche nach dem Mörder im Umfeld des Jungen führt die Ermittler und es Psychologen Sebastian Bergmann immer wieder an das Elitegymnasium Palmlövska, auf das auch Roger ging. Doch was haben der perfekte Direktor oder die Lehrerin von Roger wirklich mit dem Mord zu tun? Und warum hat der Junge, nachdem er an seiner alten Schule gemobbt wurde, auch an dieser Schule scheinbar keine Freunde gefunden? Die Suche nach dem Mörder von Roger gestaltet sich schwierig, scheint es über den Schüler doch kaum Informationen zu geben.

Unterlegt wird die Kriminalgeschichte mit zahlreichen persönlichen Geschichten des Ermittlerteams rund um den Kommissar Torkel. Sebastian Bergmann ist ein alter Bekannter von ihm und als Torkel ihn bittet, bei dem Fall zu helfen, bringt er sein ganzes Team gegen sich auf, denn Sebastian ist alles andere als eine sympathische umgängliche Person. Seit er seine Frau und seine Tochter verloren hat, ist er ständig auf der Suche nach unverbindlichem Sex und macht auch vor in den Fall verwickelten Frauen nicht halt. Er wirkt arrogant, behandelt die anderen Ermittler herablassen und besserwisserisch. Kaum einer hält es mit ihm aus, dennoch kann er den Fall entscheidend vorantreiben.

Der Krimi lebt von all diesen zwischenmenschlichen Beziehungen, die das schwedische Autorenduo so detailliert darlegt, dass einem die Personen schnell ans Herz wachsen. Je mehr man sie kennt, desto eher versteht man ihre Art, an den Mord heranzugehen und die Ermittlungen zu führen. Das unterscheidet diesen Krimi auch deutlich von den zahlreichen anderen skandinavischen Krimis, die in den letzten Jahren den Buchmarkt geflutet haben, er ist weitaus persönlicher und menschlicher ausgerichtet als es es bei einer reinen Täterjagd möglich wäre. Dadurch ist Hjorth und Rosenfeldt ein sehr gutes Buch gelungen, desssen Tempo zum Ende hin immer weiter steigt, so dass man es bei den letzten 100 Seiten wirklich nicht mehr aus der Hand legen kann.

Das schwedische Fernsehen verfilmt den Roman in Kooperation mit dem ZDF, man darf also gespannt darauf sein, Torkel, Vanja und Sebastian bald über den Bildschirm flimmern zu sehen. Eine sehr gute Vorlage haben Hjorth und Rosenfeldt auf jeden Fall geliefert!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der etwas andere Schweden Krimi, 27. November 2011
Von 
Cecilie (Castrop-Rauxel) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Schon wieder ein Skandinavien-Krimi!
Scheinbar scheint es besonders in Schweden hinter den herrlichen Büllerbü-Kulissen
mörderisch herzugehen. Immer düsterer, immer unheimlicher die Fälle, mit denen sich die zumeist schwedischen Polizeibeamten konfrontiert werden.
Und so war mein erster Gedanke bei Der Mann, der kein Mörder war", dass die Autoren Michael Hjorth und Hans Rosenfeldt einen Kriminalroman nach altbekanntem Muster geschrieben hätten:
düstere Handlung, noch düstere Umgebung und psychisch kaputte Polizisten.
Doch scheinbar sprang das Autoren-Duo Hjorth/ Rosenfeldt nicht auf diesen Zug auf, sondern
präsentiert eine neue, interessante Form des nordischen Kriminalromans, obwohl es die Geschichte in sich hat.
In einem kleinen schwedischen Provinznest wird der 16 jährige Roger vermißt. Zwar gibt seine Mutter eine Vermißtenmeldung bei der örtlichen Gendamerie auf, doch die zuständigen Beamten vor Ort wollen sich mit dem Fall nicht auseinandersetzen. Zuerst ignorieren sie das Verschwinden des Jungen und als er schließlich bestialisch ermordert aufgefunden wird, sind sie mit der Aufklärung des Falles schlichtweg überfordert. Aus Stockholm reist schließlich Kommisar Höglund mit seinem Team in die tiefste Proving und beginnt mit den Ermittlungen.
Hier trifft er auf den Kriminalpsychologen Bergmann, der seine Hilfe anbietet.
Bermann ist eher zufällig vor Ort, da er das Haus seiner verstorbenen Eltern verkaufen will.
Höglund und sein Team sind von Bergmanns Angebot erst nicht sonderlich begeistert! Bergmann ist bekannt als absoluter Kotzbrocken.
Da sich die Aufklärung des Falles vor der malerischen Kulisse der schwedischen Provinz als schwierig herausstellt, nimmt Höglund Bergmanns Hilfe in Anspruch.
Erstaunlicherweise kann sich Bergmann in das Kriminalteam gut einleben.
Gemeinsam beginnt die Suche nach dem Mörder des jungen Roger.

Dem Autoren-Duo Hjorth/Rosenfeldt ist ein wirklich interessanter Kriminalroman gelungen.
Der Roman orientiert sich zwar stark an der Figur des Kriminalpsychologen Bergmann und dessen merkwürdigem Sozialverhalten, trotzdem lebt in der Handlung der Teamgeist fort.
Die Handlung ist, im Gegensatz zu vielen nordischen Kriminalromanen, sehr locker und angenehm geschrieben, versucht teilweise auch ironische und lockere Passagen einzubauen.
Die Spannung bleibt bis zum Ende erhalten. Auch das Finale enttäuscht den Leser nicht.
Ein wirklich interessanter Kriminlroman aus Schweden mit der Hoffnung auf mehr!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen für mich mehr als fünf Sterne, 30. Oktober 2011
Von 
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
weil es für mich einer der besten Kriminalromane dieses Jahres ist.

Unscheinbar der Umschlag, aber mit einem Feuerwerk an Überraschungen, bzw. kriminalistischen Wendungen gespickt, hat mich dieses Buch gefesselt, wie schon lange keines mehr.Die Autoren verstehen es Spannung aufzubauen, aber vor allem schaffen sie es die agierenden Personen so interessant darzustellen, dass es mich viel Überwindung gekostet hat das Buch zwischendurch wegzulegen.An keiner Stelle hat man das Gefühl den Mörder zu kennen und wenn man meint, nun dem Richtigen auf der Spur zu sein, schlagen die Autoren einen Haken wie ein Hase und lassen den Leser, der überzeugt war den Täter gefunden zu haben, im Nebel stehen.Mein Adrenalinspiegel kletterte in ungeahnte Höhen und trotzdem haben die Autoren auf unötige Brutalität und blutige Szenen verzichtet, was wieder einmal beweist, dass Spannung auch anders erzeugt werden kann.

Ein 16-jähriger wird tot in einem Waldstück in einem kleinen schwedischen Ort aufgefunden.An der Leiche finden sich zahlreiche Messerstiche und das Herz wurde zum Teil herausgeschnitten. Wer ist fähig ein so junges Menschenleben auf so brutale Weise auszulöschen? Bei der Recherche der Reichskriminalpolizei, die bei der Lösung des Falles zur Hilfe gerufen wird, stellt sich heraus, dass Roger vor kurzem die Schule gewechselt hat, weil er dort gemobbt wurde. Ist der Mörder dort zu suchen?Die Ermittlung dieses Falles gestaltet sich für alle Beteiligten schwierig. Als Torkel, der Chef der Ermittlungsgruppe einen ehemaligen Freund, der sich zufällig in Västeras aufhalt um eine Erbschaftsangelegenheit zu regeln, in die Ermittlungen mit einbezieht, ist er sich wohl nicht bewusst, für wieviel Unmut der Kriminalpsychologe Sebastian Bergmann sorgen wird. Um es drastisch auszudrücken ist Sebastian Bergmann ein "Kotzbrocken" wie er im Buche steht. Er nutzt jede Gelegenheit sich unbeliebt zu machen und anderen vor den Kopf zu stoßen, stellt sich allerdings als brillianter Analytiker heraus.Wird er das Team auf die richtige Spur bringen?

Die Geschichte zieht den Leser schnell in seinen Bann, da sie flüssig und spannend geschrieben ist und mit vielen interessanten Personen aufwartet. Von diesen Personen lebt dieses Buch auch zum Teil.Ihnen widmet das Autorenteam viel Zeit, um sie für den Leser interessant zu machen und sich vielleicht sogar mit dem einen oder anderen identifizieren zu können. Am meisten hat mich die Person des Sebastian Bergmann gefesselt, was auch wohl beabsichtigt war. Eine Person mit einem schwierigen Charakter und Verhaltensweisen, die es auch dem Leser schwer machen ,Sympathie zu empfinden.Allerdings wird seine Vergangenheit im Laufe der Geschichte häppchenweise enthüllt und so konnte ich mich am Ende des Buches schon ein bisschen für ihn erwärmen.Aber auch allen anderen Personen galt mein Interesse, denn ich habe es selten erlebt, dass Personen so treffend ,lebendig und teilweise humorvoll beschrieben wurden wie hier.

Dass es sich um eine neue Krimireihe handelt, zeigt nicht nur der Aufdruck auf dem Buchdeckel"Die Fälle des Sebastian Bergmann", sondern auch das Ende, das mit einer Überraschung aufwartet und mich jetzt schon dem nächsten Band entgegenfiebern läßt.

Wenn es doch nur mehr solcher Krimis gäbe !!!!!!!!!

Da es jetzt auch das Hörbuch zu kaufen gibt, habe ich es mir natürlich sofort zugelegt.Douglas Welbat ließt dieses Buch nicht nur, sondern wird bei der ZDF- Verfilmung, die jetzt schon beschlossene Sachen ist, die Stimme des Sebastian Bergmann übernehmen. Er besitzt eine der markantesten Stimmen Deutschlands und ihm zuzuhören ist ein wahres Erlebnis.
Absolut empfehlenswert.
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Der Mann, der kein Mörder war: Ein Fall für Sebastian Bergman
Der Mann, der kein Mörder war: Ein Fall für Sebastian Bergman von Hans Rosenfeldt (Taschenbuch - 2. Januar 2013)
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