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Kundenrezensionen

3,7 von 5 Sternen333
3,7 von 5 Sternen
Format: TaschenbuchÄndern
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am 28. Januar 2014
Nach "Jesus liebt mich", "Mieses Karma", "Happy Family" und "Plötzlich Shakespeare" (wirklich gelungene Bücher, die ich jedem empfehlen kann!!) hatte ich schon hohe Erwartungen an dieses Buch... Leider wurde keine einzige davon erwartet. Wirklich mit Abstand das schlechteste Buch von David Safier... Die anderen kann ich wirklich absolut empfehlen, dieses aber leider nicht. Sehr schade...:(
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Inhalt

Kuh Lolle bekommt durch Zufall mit, dass ihre Herde am nächsten Tag geschlachtet werden soll. Die Rettung kommt auf vier Pfoten und heißt Giacomo. Der Kater erzählt ihr von einem Land, in dem Kühe heilig sind. Sofort ist klar: da müssen sie hin. Gemeinsam mit ihren Freundinnen Hilde und Radieschen und ihrer Feindin Susi machen sie sich also auf die Weg und erleben dabei einige "kuhle" Überraschungen - nicht zuletzt Stier Champion, der Lolles Herz gebrochen hat, aber sich nach einem Schlag auf den Kopf nicht mehr daran erinnern kann...

Schreibstil

Eigentlich mag ich Safier's Scheibstil. Kurz und knackig und mit viel Witz, aber bei Muh! kam er mir dann doch etwas holprig vor. Ich weiß nicht genau, woran es lag, da mir die Sprache des italienischen Katers echt gut gefallen hat, genauso wie Begriffe, die er so geschrieben hat, wie die Kühe sie beim ersten Mal verstehen. Der Schreibstil konnte mich dieses Mal trotzdem leider nicht überzeugen.

Meine Meinung

Safier's Bücher zeichnen sich für mich durch zwei Dinge aus. Erstens: seine besonderen Charaktere. So verrückte Ideen haben nur wenige Schriftsteller und können sie dann so großartig umsetzen. Er hat ein wahnsinniges Talent, sich in diese verschiedenen Perspektiven einzudenken und sie für den Leser realistisch zu gestalten.
Zweitens: Jedes seiner Bücher, die ich bisher von ihm gelesen habe, behandelt eine zentrale Fragestellung, mit der jeder Leser etwas anfangen kann. Dieses Mal zog sich die Frage "Was ist eigentlich Glück?" durch den gesamten Roman. Ja, was ist eigentlich Glück? Was bedeutet Glück für mich? Wie kann ich andere Menschen glücklich machen?
Diese Fragen habe ich mir nach dem Lesen gestellt. Und genau das schätze ich so sehr an Safier's Büchern. Sie bringen mich zum Nachdenken, führen mich dazu, manche Dinge in Frage zu stellen oder das Leben einmal von einem anderen Standpunkt aus zu betrachten.
Dabei finde ich es dann auch nicht mehr so schlimm, dass die Karte in der vorderen Klappe den Reiseweg schon längst verraten hat oder dass der erste Abschnitt im Vergleich zum Zweiten viel zu lang geraten ist.
Ja, es ist für mich nicht sein bestes Buch, aber trotzdem fand ich es nicht schlecht und werde sicher weiterhin seine Bücher lesen.

Fazit
Für mich ist Muh! deshalb schon ein gutes Buch, weil es mich zum Dialog mit mir selbst geführt hat. Es hat mich innehalten lassen, um darüber nachzudenken, was Glück für mich bedeutet. Und deswegen finde ich es für jeden lesenswert.
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am 18. November 2012
Worum geht es:

Der Klappentext des Buches, beschreibt eigentlich schon ziemlich genau worum es in dem Buch geht, so dass ich dem nicht mehr viel hinzuzufügen habe. Lolle und ihre beiden besten Freundinnen Hilde und Radieschen fliehen von ihrem heimatlichem Hof, gemeinsam mit Lolles (Ex-) Stier und der Kuh Susi, die quasi für diesen Zustand verantwortlich ist. Denn auf sie wartet eigentlich nur noch der Schlachter. Wie schön muss es dann in diesem Land sein, Indien, von dem Giacomo der italienische Kater so schwärmt. Für Kühe sei dies ein Paradies, und so weit kann es ja nicht entfernt sein. 3 Tage, vielleicht auch 4, aber definitiv irgendwo hinter dem Wald am Ende der Weide.

Meine Meinung:

Leider muss ich sagen, dass mir dieses Buch sehr viel weniger gefallen hat, als David Safiers erster Roman "Mieses Karma". Der Witz, intelligenter Humor, den man in seinem Debütwerk fand, sucht man hier nämlich leider vergeblich. Ich konnte während des gesamten Buches kein einziges Mal lachen, nicht einmal wirklich schmunzeln. Das höchste der Gefühle war noch ein Zucken meiner Mundwinkel, bei den bissigen Antworten von Hilde, und den Sätzen der unheimlich putzigen Radieschen. Ansonsten allerdings war es mehr eine Aneinanderreihung von flachen Witzen, und ausgelutschten Sprüchen. Das ganze wirkte auf mich mehr gezwungen als durchdacht, ganz so, als ob Herr Safier sich jeden halbwegs amüsanten Spruch von mittelmäßigen Stand-Up-Comedians aufgeschrieben hat, und an den unmöglichsten Stellen eingebaut hat.

Was mir jedoch gut gefallen hat, war die Botschaft der Geschichte. Es geht nicht nur um ein lustiges Geschichten von 5 Kühen, die die Welt erkunden, sondern es geht um die Suche nach dem Glück. Darum was es heißt, glücklich zu sein, und dass es nicht bedeutet seine Träume ohne Abstriche zu erfüllen. Viele Stellen habe ich mehrfach gelesen, weil mir die Sätze so gut gefallen haben. Klar, die könnten so teilweise auch auf Postkarten mit Steinen und Sternen im Hintergrund stehen, aber sie regen zum Nachdenken an. Sehr schön!

Die Handlung ist okay. Man weiß ja von vornherein, dass das alles andere als real ist und so niemals passieren könnte- mal ganz davon abgesehen, dass die Kühe sprechen und denken (aber wer weiß das schon ^^ ), aber wer tatsächlich kritisiert, dass Kühe nicht aus fahrenden Zügen ins Wasser springen, oder sich in Schiffscontainer schleichen, hat das Buch wohl nicht verstanden. Man muss sich darauf einlassen können, und dann ist es auch ein ganz nettes, kurzweiliges Buch, dass mir jedoch wahrscheinlich nicht sehr lange gut im Gedächtnis bleiben wird.
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Kurzbeschreibung:
«Kuh sera, sera. Was sein soll, soll sein, soll sein. Die Zukunft, die kennt kein Schwein ...» Dieses Lied singt die ostfriesische Kuh Lolle, deren Traum vom glücklichen Leben wie eine Blase auf der heißen Milch zerplatzt: Nicht nur, dass ihr geliebter Stier Champion sie mit einer anderen betrügt, nein, der Bauer auf ihrem Hof beschließt auch noch, alle Kühe schlachten zu lassen. Die Rettung kommt in Gestalt eines charmanten italienischen Katers. Er verrät Lolle, dass es ein Land auf dieser Welt gibt, in dem Kühe nicht zu Bolognese verarbeitet werden: Indien. Gemeinsam mit ihren besten Freundinnen, der harten Hilde und dem lieben Radieschen, flieht Lolle von dem Bauernhof. Begleitet werden sie dabei nicht nur von Kater Giacomo, sondern auch von Susi, ausgerechnet jener blöden Kuh, die Lolle den Stier ausgespannt hat. Und auf der Suche nach dem ganz großen Glück erlebt die kleine chaotische Herde jede Menge gefährliche Abenteuer.

Meinung:
David Safier ist ein Name, mit dem ich viel Talent für intelligente Witze und humorvolle Romane verbinde. Auch wenn für mich keines seiner anderen Werke an sein Debüt „mieses Karma“ herankam, fand ich die anderen doch auch wirklich gut gelungen, perfekt zum Lachen und sehr lesenswert.

Demzufolge war ich auch sehr gespannt auf sein neuestes Werk „Muh!“. Ich muss zugeben, dass ich bisher noch nie ein Buch aus der Sicht von Kühen gelesen habe und fand diesen schmalen Grat, der etwas naiven Weltansicht der Kühe, von Herrn Safier anfangs eigentlich ganz gut gelöst. Auch die Charaktere selbst fand ich zu Beginn zwar schon etwas sehr klischeebeladen, aber ich hatte noch Hoffnung und eigentlich waren sie für den Einstieg ganz liebenswert. Lolle ist zwar sehr naiv und etwas treu-doof, aber dennoch sympathisch und hat einen mutigen Kern. Auch die anderen Kühe und vor allem der Kater Giacomo vertreten jeweils einen stereotypen Charakter, den man so schon mehrmals gelesen hat. Dennoch bringen sie zu Beginn immer wieder etwas Witz in die Geschichte, so dass ich doch ab und an schmunzeln musste. Generell habe ich da noch darauf gewartet, dass es nun endlich richtig mit der erwarteten Geschichte los geht und ich wieder laut lachen kann. Jedoch habe ich irgendwie vergeblich gewartet. Denn weder die Charaktere, noch die Witze haben sich glaubhaft entwickelt und gefestigt.

Dabei ist die Handlung an sich ist relativ ok. Die Reise selbst hat sich für mich zwar etwas zu lang hingezogen und manche Szenen wurden nicht so gut umgesetzt, aber in der Grundidee fand ichs gar nicht so schlecht. Man weiß ja schon vorher, dass die solch eine Geschichte so niemals passieren könnte, deshalb fand ich auch die Tatsache, dass sich die Kühe einfach so in ein Flugzeug schmuggeln, oder aus einem fahrenden Zug springen können, nicht störend oder tragisch. Dennoch sind manche Sachen noch unerklärlicher und vor allem unpassender, als die erwähnten Beispiele. Vor allem die Teilgeschichte rund um den untoten Hund Old Dog, der immer wieder in Lolles Träumen und mitten in der Weltgeschichte auftaucht, fand ich einfach nervig und unnötig, da die Spannung dadurch auch nicht erhöht wurde. Und auch die seitenlangen Erklärungen über die Erschaffung der Welt durch die Gotteskuh, oder die ganzen abgewandelten Lieder habe ich nach dem ersten Einschub nur noch übersprungen, da sie meinen Geschmack überhaupt nicht getroffen haben.
Zusätzlich ist auch die ein oder andere Frage nach dem Beenden des Romans leider noch offen geblieben.

Das Buch hat natürlich auch zugrundeliegende Hauptthemen, auf die der Autor aufmerksam machen möchte. So geht es vor allem um die Suche nach dem Glück und dass man auch glücklich sein kann und muss, wenn die eigenen Träume nicht vollständig erfüllt werden können. Außerdem kritisiert der Autor milde den extremen Fleischkonsum und die Massentierhaltung, die so in diesem Maße wohl nicht nötig wären. Diese Grundintensionen werden trotz allem sehr deutlich und verleihen dem Buch zumindest sehr unterschwellig einen tieferen Sinn. Lobend muss ich unbedingt noch die Buchgestaltung erwähnen, da es eine Weltkarte mit den markierten Stationen der kleinen Weltreise gibt und diese wirklich schön anzusehen ist.

Der Schreibstil ist wie gewohnt einfach und flüssig zu lesen. Nur die Anteile des intelligenten Humors sind leider kaum vorhanden. Es gibt viele Witze, die aber dieses Mal fast alle nicht wirklich ankommen und eher sehr platt und bemüht wirken.

Fazit:
„Muh!“ ist ein Roman, der eigentlich mit einer interessanten Grundidee aufwarten kann, jedoch in der Umsetzung einfach nicht gelungen ist. Die Witze sind fast immer platt, bemüht und einfach übertrieben, die Charaktere bleiben trotz kleinerer Entwicklung klischeehaft und viele der eingefügten Nebenhandlung wirken unpassend und einfach nervig. Es ist ohne Zweifel Herr Safiers schlechtester Roman, für den ich, trotz guter Ansätze, nicht mehr als 2 Sterne vergeben kann.
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am 6. Januar 2015
Ich kann mir schon vorstellen, dass einige sich sofort an das letzte Wort des Titels heften und fragen "was hast du dir denn erwartet?" Doch ich komme noch darauf zu sprechen, was ich mit "realitätsfern" meine. Aber alles der Reihe nach:

Ich habe dieses Buch geschenkt bekommen, wahrscheinlich, weil ich ein Fan von Glenkill sowie Garou bin: zwei Kriminalgeschichten, die von einer Schafherde aufgeklärt werden und aus deren Sicht erzählt werden. Auch hier hatte ich eine Geschichte aus Kuhsicht erwartet und diese auch bekommen. Ich will Kühen keine Gefühle absprechen. Warum denn nicht sollen sie traurig, verliebt oder eifersüchtig sein? Auch sollen sie in ihrer eigenen Welt auch intelligent sein und sich unterhalten.

Allerdings hatte ich eine Geschichte von Kühen aus dieser Welt erwartet. Die Protagonistrinder von Safier scheinen jedoch aus einem eigenen Kuhniversum zu kommen:
So haben diese Rinder hier ganz offensichtlich mehr Zähne und können Milch ganz ohne Kälber geben.
Ja, es ist keine Biologiestunde (auch noch gut erkennbar daran, dass Eintagsfliegen sich anscheinend nicht nur um den eigenen Nachwuchs, sondern auch noch um Enkelkinder kümmern und monogam leben), dennoch wollte ich aus der Sicht von echten Kühen lesen.
Auch wird es wohl keinen noch so besoffenen Bauern geben, der seine Kühe und (mehrere!) Stiere gemeinsam auf eine Weide stellt von der sie wann und wie sie wollen in den Stall wechseln können. Dass es auch ein Offenstall sein könnte, widerspricht der Beschreibung mit eigenen kleinen Boxen im Stall.
Ein Elektrozaun versengt doch keine Haare und lässt diese großen Tiere benommen zurück!
Überhaupt werden in diesem Buch Menschen und Tiere wegen jedem noch so kleinen Mist ohnmächtig bzw. bewusstlos. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass Rinder einen wahren Dickschädel haben. So schnell haut die nix um!
Ja, wie gesagt: ich weiß, es ist keine Biologiestunde, trotzdem ist es für mich nicht stimmig, denn diese Kühe sind nicht jene, die ich von Bauernhöfen kenne.
Daher meine ich, es ist realitätsfern.

Es kommen auch ein paar Übernatürlichkeiten vor, die mich zuerst gestört haben, dann aber mit einem "ja, ok, gehört halt so dazu" hingenommen habe.

Auch sind ein paar Fehler zu finden. Bspw. stellt Hilde am Anfang einer Seite etwas fest, während am Ende derselben Seite erklärt wird, dass sie seit einem Ereignis einige Seiten zuvor kein Wort mehr gesprochen hat. Oder der Stier im Zugwaggon Klaustrophobie bekommt wegen der Enge, aber in einem Container damit kein Problem hat.

Als logische Fehler empfinde ich, dass die Kühe den mit italienischem Akzept sprechenden Kater bei einigen Wörtern wortwörtlich verstehen (zB "Audoo"), während sie sich bei anderen Wörtern das korrekte selbst zusammendenken (der Kater redet von "eine Schiffe" und Lolle macht daraus "ein Schiff", während sie das Wort "Cuxhave" genauso übernimmt).
Genauso passt es nicht, dass der italienische Kater eben mit italienischem Akzent spricht, die amerikanischen Vögel auf englisch - für die Kühe unverständlich - singen, während Rinder jeglicher Nation verständliches Deutsch sprechen. Hier hätte man die Kühe doch einfach eine Fremdsprache lernen lassen können (zum Beispiel statt der lächerlichen übernatürlichen Begegnung im Wald). Kühe könnten für das Erlernen einer anderen Sprache auch eine unbeschreibliche Begabung haben, weshalb sie das in kürzester Zeit hinkriegen....

Teilweise ist das Buch sehr lustig. Aber viel zu häufig wirkt es erzwungen oder einfach so, als müsse der Autor noch irgendeine lustige Bemerkung suchen. Zum Beispiel wenn der Kater flucht und dabei neben Schimpfwörtern auch "Berlusconi" auspackt oder - wirklich als Fluch - "Spaghetti, die nicht seien al dente".
Oft musste ich also schmunzeln, manchmal sogar laut lachen, häufig aber auch den Kopf schütteln.

Die Frage nach dem Glück wird immer wieder gestellt, und es ist sehr schön, wie herausgestrichen wird, dass Glück für alle etwas anderes bedeutet. Aber mit der Zeit ging mir diese immer gleiche Fragestellung irgendwann doch auch auf die Nerven. Auch das Aufgreifen von gesellschaftspolitischen Fragestellungen kam mir teilweise gezwungen vor. So als "müsse das auch noch mit rein".

Dass der Autor auch noch der Erschaffer der Serie "Berlin Berlin" ist (eine Serie, die ich sehr gerne mochte!) und sowohl für die Serie als auch für das Buch der Protagonistin den selben Namen gibt, zeugt nicht gerade von Kreativität.

Alles in Allem ist es also eine leicht lesbare Lektüre, bei der man teilweise schmunzeln, manchmal sogar lachen kann aber nichts Besonderes.
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am 22. November 2013
Von David Safier ist man ja bisher einiges und vor allem anfänglich wirklich Gutes gewöhnt. Mit "Mieses Karma" hat er mich total begeistert, die Idee von "Jesus liebt mich" war herrlich, bei "Plötzlich Shakespeare" wurde es dann schon etwas skurril und "Happy Family" hatte bereits vieles an Originalität eingebüßt.
Nun liegt mit "Muh!" der 5. humoristischer Roman des Autors vor und ich muss vorwegnehmen, wäre das Buch nicht von David Safier geschrieben, ich hätte es nicht gekauft. Denn schon der Klappentext ließ erahnen, dass man hier mit viel Klamauk rechnen muss.

Lolle und ihre Freundinnen Hilde und Radieschen leben in Ostfriesland. Auf einem Bauernhof. Das liegt vor allem daran, dass sie Kühe sind. Nun ist so ein Kuhalltag alles andere als aufregend, neben leider recht platten und
einfallslosen Wortspielereien rund um das Thema Kühe muss sich der Leser mühsam durch die ersten Kapitel arbeiten, belohnt wird er leider nur mit wirklich furchtbaren Kuh-Interpretationen bekannter Evergreens ( "I wanna be loved by Kuh, just Kuh, nobody else but Kuh" ) und mythologischen Exkursen in die Welt der Gotteskuh Naia, von denen sich jeder Leser selbst in Erstaunen versetzen lassen sollte...

Einziger Gewinn in der sich sehr langsam entwickelnden Handlung ist der Kater Giacomo, der auf dem Bauernhof auftaucht und mit seinem trockenem Witz und einem charmanten italienischen Akzent etwas Abwechslung in das viele Gemuhe bringt. Wer den DreamWorks Animationsfilm "Der gestiefelte Kater" (bekannt aus den Shrek-Filmen) mochte, wird an Giacomo seine Freude haben, vielleicht sogar die einzige in dem ganzen Buch.
Lolle zieht nämlich aus, um uns das Fürchten zu lehren. Der Hof soll verkauft, die Kühe geschlachtet werden, also gehts auf und davon und ab nach Indien, dort sei nämlich das Paradies für Kühe.
Nun folgt eine Mischung aus "Madagaskar" und "Ab durch die Hecke", der Stoff würde sich eigentlich bestens für einen putzigen Animationsfilm eignen.

Nur als Buch funktioniert er in meinen Augen leider nicht. Viele Witze schwanken zwischen "drüber" und "daneben", viele Pointen laufen ins Nichts und nur an wenigen Stellen kann man wirklich auflachen. Die anderen "Gags" hat man eigentlich schon mal gehört, die vermeintlich schlagfertigen Dialoge wirken konstruiert und abgenutzt, wirklich vom Hocker reißt es einen beim Lesen nicht mehr.

Alles in allem bleibt zu sagen, dass das Buch nicht an Erfolge wie "Mieses Karma" anknüpfen kann und die Befürchtungen, die der Klappentext in einem weckt, bestätigt. Ohne viel Eindruck zu hinterlassen ist diese Geschichte leider am Ziel vorbeigeschossen. Auch wenn ich beim Lesen einen niedlichen Animationsfilm im Kopf hatte, als Buch hat es mich nicht erreicht.
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am 3. Oktober 2013
Die Kuh Lolle lebt eigentlich recht glücklich auf dem Bauernhof zusammen mit ihren Freundinnen Hilde und Radieschen. Wäre da nicht der Stier Champion, den sie im Liebesspiel mit ihrer Feindin Susi erwischt. Als Lolle dann noch herausfindet, dass der Bauer, bei dem sie leben, sie am nächsten Tag zur Schlachtbank führen will, weiß sie nicht, was sie tun soll. Als sie den Kater Giacomo kennenlernt, der ihr von einem Ort namens Indien erzählt, in welchem alle Kühe verehrt werden, fasst sie den Entschluss, dorthin zu reisen. Hilde und Radieschen schließen sich ihr an und auch ihre Widersacherin Susi. Doch nach Indien ist es eine lange Reise.

Der Roman „Mieses Karma“ hatte mir damals so gut gefallen, dass ich mir auch die anderen Romane des Autors zugelegt habe. „Jesus liebt mich“ und „Plötzlich Shakespeare“ fand ich auch noch richtig gut, „Happy Family“ konnte mich dann nicht mehr richtig überzeugen. Und nach vielen nicht sehr positiven Rezensionen auf „MUH!“ habe ich mich an diesen Roman nicht herangetraut.

Erst jetzt, lange Zeit nach Erscheinen, hab ich mich gewagt, das Buch zu lesen. Und muss mich leider den nicht so positiven Reaktionen anschließen. Wenn man die anderen Bücher des Autors kennt und weiß, dass er mit Wortwitz und reichlich Sarkasmus wunderbare Bücher schreiben kann, ist diese hier eher etwas für Zwischendurch.

Man sieht die Welt durch die Augen einer Kuh, man muht, man schnäuzelt, man spielt „Fang den Fladen“. Alles eigentlich gar nicht so schlecht. Und doch war ich letztendlich nicht so richtig überzeugt. Die Geschichte plätschert so dahin, es tauchen nicht wirklich Probleme auf und wenn, sind diese im Hand-, ähm, Entschuldigung - Hufumdrehen gelöst.

Zwar wirken die Kühe sehr sympathisch, haben ihre Macken und wollen eigentlich nur endlich glücklich und zufrieden sein, trotzdem fehlte mir das gewisse Extra, dass man aus den anderen Büchern kennt.

Da ich weiß, dass der Autor es eigentlich besser kann, habe ich nach der Hälfte des Buches versucht, dieses nicht mit den anderen Büchern zu vergleichen und siehe da: ein kurzweiliges Leseereignis aus Sicht einer Kuh, die nicht weiß, was ihre Zukunft bringt und Angst um ihre Herde hat.

Wortwitz war reichlich vorhanden, kann man mit „Kuh“ und „Muh“ ja einige Wortkreationen vorweisen. Und auch Lieder. So wird aus „Que sera“ „Kuh sera“ oder aus „Copacabana“ „Kuhpa Cabana“. Diese kleinen Songtexte zwischendrin fand ich zwar leicht kitschig, aber auch irgendwie wieder einzigartig. Und passten auch dazu.

Letztendlich fand ich die Story besser als „Happy Family“, aber sie reicht in keinster Weise an „Mieses Karma“ heran.

Fazit:
Nicht sein bestes, nicht sein schlechtestes Werk.
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am 7. Dezember 2012
ACHTUNG! Ich verrate Teile des Inhalts, also bitte nicht weiterlesen, falls Sie sich den Lesespaß nicht verderben möchten!

"Mieses Karma" fand ich genial. Es war anders, schreiend komisch, rührend....

Leider kommt es mir bei jeder Neuerscheinung so vor, als würde ich dasselbe Buch immer wieder von vorne lesen, nur, dass die Charaktere andere Namen (und manchmal andere Formen) haben. Sie denken, handeln und fühlen nahezu identisch, egal, wie unterschiedlich die einzelnen Geschichten sind. Das ist auf Dauer langweilig. So auch in dem neuen Buch, in dem es um Kuh Lolle geht.

Anders als bei den anderen Büchern von Herrn Safier, hatte ich hier am Ende das Gefühl, dass es unter großem Druck produziert und halbfertig auf den Markt geschmissen wurde. Es bleiben Fragen offen, z.B.:

- Wieso stirbt Old Dog (überhaupt), wenn eine Kuh auf in drauf plumpst, aber der Kater überlebt, obwohl vier Kühe auf ihn drauf fallen? (Neun Leben?)
- Warum haben vier Kühe und ein Stier derart angst vor einem kaum halb so großen Hund aber rennen geschlossen auf ein auf sie gerichtetes Gewehr zu?
- Warum können die Tiere einfach so in der Gegend rumlaufen, ohne von der Polizei aufgegriffen zu werden?
- Wie kommen sie einfach so an Bord von Schiffen und Flugzeugen, ohne gesehen und gehört zu werden? Die Beschreibungen im Buch waren mir zu schwammig.
- Wie zum Henker überleben die Kühe den Absturz mit dem Flugzeug? (Bevor Susi alle an ihren Schwänzen (!) in Sicherheit zieht)
- Was genau ist nun das Geheimnis um Giacomo? Frauchen hat Pilze geraucht, fiel um und der Kater lief fort...bis nach Deutschland (ja, ok, mit Schiff). Dann kehrt er aber wieder um, um sein Frauchen zu suchen. Also wieder zurück nach Amerika... Herr Safier hatte schon mal bessere Einfälle.

Auch ist Lolle in ihren Gefühlen zu Champion derart wankelmütig, dass man ihr am liebsten 'ne Dose Stolz an die Hörner knallen möchte. Mal "schnäuzeln" sie, dann sieht ihn Lolle mit dem Euter nicht mehr an, etc....das wiederholt sich fast das ganze Buch im Drei-Seiten-Takt.

Ganz allgemein habe ich den Eindruck, dass Herr Safier nicht so ganz versteht, wann er den Bogen überspannt und "lustig" in "bemüht" übergeht. Das Problem hat er in allen seinen Büchern. Er hat eine geniale Idee und lässt das Ganze dann auf ein derart abgedrehtes Ende zulaufen, dass ich ihn manchmal nicht mehr ernst nehme. Dasgleiche wieder in diesem Buch. So sehr mich die kuhlen Damen (außer Lolle) auch amüsiert haben, bei den auf die Kühe zugeschnittenen Songs und Gedichten war es mir dann doch zu albern und daher war das definitiv mein letztes Buch von Herrn Safier, sofern er nicht mal endlich eine neue Idee hat. Da lese ich lieber ein siebtes Mal "Mieses Karma".

Trotz des Gemeckers noch ein paar lobende Worte:

Ich habe trotz der inhaltlichen Schwächen des Buches oftmals laut gelacht und fand die verbalen Raufereien zwischen den Kuhdamen äußerst amüsant. Auch der milde erhobene Zeigefinger gegen den ausufernden Fleischkonsum, Massentierhaltung und dass Tiere immer noch als Ware statt Lebewesen behandelt werden, hat mir gut gefallen. Die Geschichte um die Entstehung der Welt aus Sicht der Kühe war einfallsreich und gut beschrieben. Ganz besonders hat mir aber die Umschlangsgestaltung gefallen. Die Zeichnungen der Kühe mit den markierten Stationen ihrer kleinen Weltreise sind einfach nur gelungen! Hut ab!

Fazit: Geniale Idee. Da hättem man aber mehr draus machen können.
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am 11. Dezember 2013
How do kuh do?
So jedenfalls nicht! Muh nervt! Und das nicht zuletzt zahlreicher hergeholter (der von mir gewählte Rezensionstitel lässt es erahnen!) Umdichtungen bekannter Liedertexte wegen. „An der kuh pa Cabana“, „I wanna be loved by kuh“, um nur ein paar zu nennen.
Die "Bibel der Kühe" erinnert stark an unsere eigene (was zu Beginn noch recht lustig war, dann aber zunehmend überstrapaziert wurde), jede der Kuh-Gefährtinnen spiegelt einen anderen (menschlichen) Archetyp wider -- ich sage nur stereotyp! Total überzeichnet. Klischee hoch drei: die optisch süße, jedoch zickige, vollbusige (sorry, voll-eutrige) Susi, die den Stier Champion verführt, die dümmliche aber superhilfsbereite Radieschen, die bärbeißige Hilde und die rigorose Lolle... was soll man da noch sagen?!
Und erst die Übrigen:
Dann war da nämlich noch der äußerst sch***z fixierte italienische Kater, der draufgängerische Stier Champion, der untote Höllenhund Old Dog sowie zahlreiche Nebencharaktäre. Allesamt nach den ersten paar Seiten ausgesprochen nervig. Das eigentlich nette, das diesem Buch zugrunde liegt, nämlich die Idee, einmal aufzuzeigen, dass Kühe und andere Tiere ebenfalls empfindsam sind und wie grausam das Schlachten und die Massentierhaltung geht leider nach kurzer Zeit unter in den total überzogenen Konversationen über „die Tage der Kühe“ und Zickenkämpfen. Hallo, weibliche Wesen haben auch mal Tage zwischen den Tagen – das wird bei Kühen nicht groß anders sein – und wir machen das nicht gar so sehr zum Thema! Was mich ebenfalls unheimlich nervt, ist dieser pausenlose Gag mit dem Holzhammer. Ich bin kein dummer Leser. Ich verstehe eine Pointe auch so. Und feiner Humor ist mir sehr viel lieber als Geschmacklosigkeiten und flache Witze. Fehlt nur noch der Hinweis: lachen Sie bitte jetzt !
Und dabei habe ich mich so auf dieses Buch gefreut. Ich habe mir, offen gestanden, eine annähernd so nette Lektüre versprochen wie bei den Vorgängern „Mieses Karma“ oder „Jesus liebt mich“. Weit gefehlt. Dieses Buch ist flacher als der platteste Kuhfladen. Das war wohl nichts. Dann besser nach 3 Bestsellern aufhören zu schreiben. Finanziell dürfte das drin sein…
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am 13. März 2013
Als die Kuh Lolle eines Tages vor Liebeskummer weinend auf den italienischen Weltenbummler-Kater Giacomo trifft, wird ihr ganzes Weltbild auf den Kopf gestellt: Es gibt nochviele andere Orte neben ihrer Weide auf einem ostfriesischen Bauernhof! Dann erfährt Lolle, dass der Bauer den Hof verkaufen und alle Kühe uns Stiere schlachten lassen will. Kurzerhand wird ein Aufstand probiert und Lolle ist mit ihren besten Freundinnen Hilde und Radieschen auf der Flucht. Ihr Ziel: Indien, denn Giacomo hatte ihr von dem Kuh-Paradies erzählt, in dem Kühe heilig sind. Dort will Lolle ohne ihren untreuen Stier Champion glücklich werden...

Ich war vor zwei Jahren total begeistert von Safiers Vorgängerromanen "Mieses Karma", "Plötzlich Shakespeare" und "Jesus liebt mich". Doch "MUH!" hat mich sehr enttäuscht. Die Hauptprotagonisten sind durchweg naiv und klischeebehaftet. Manches Mal füllten die Gespräche über die Körperausscheidungen der Kühe ganze Seiten. Also im Wahrsten Sinne alles "dumme Kühe". Als ich schon dachte, es kann nicht mehr schlimmer kommen, kam die Szene mit dem Frosch als Schwangerschaftstest und Radieschens "Geständnis".
Das Cover zeigt ja schon, mit welchen Hauptprotagonisten man es zu tun bekommt. Den "unwiderstehlichen" Stier Champion und die treu-doofe und naive Kuh Lolle.
Die Botschaft, die in Safiers Büchern die Hauptrolle spielt, hier nämlich die "Suche nach dem Glück" ist eine gute Idee, die der bisher so talentierte Autor sicherlich besser hingekriegt hätte. Meiner Ansicht nach sollte er bei den Menschen als Hauptcharakteren für seine Bücher bleiben, denn das hier ging gründlich in die Hose. Von seinem köstlichen Humor und witzigen Dialogen fand ich in diesem Buch leider reichlich wenig.
Der Schreibstil ist so einfach, die Sätze größtenteils so kurz dass nicht nur die Gespräche sonder die ganze Geschichte einfach platt wirkt und ich mehrmals mit dem Gedanken gespielt habe abzubrechen. Meine Hoffnung, es würde sich noch etwas bessern, wurde bis zum Schluss hin enttäuscht.
An und für sich finde ich auch den Stolzen Preis doch sehr übertrieben für diese wahrlich dünne Geschichte mit gerade mal etwas über 300 Seiten...

Fazit: Das können Sie doch besser, Herr Safier! Für dieses Buch gibt es von mir keine Leseempfehlung!
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