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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein ganz klassischer englischer Who-Done-it Krimi
In ihrem neuen Krimi "Seelentod" gibt Anne Cleeves ihrer etwas stämmigen Kommissarin Vera Stanhope mehr Raum zur Entfaltung. Taucht sie in den vorherigen Fällen "Opferschuld" und "Totenblüte" immer erst nach dem Mord auf, so spielt sie in "Seelentod" von Beginn an die Hauptrolle. Und neben all den gut aussehenden Kommissarinnen und Detectives hat Anne...
Vor 19 Monaten von Silke Schröder, hallo-buch.de veröffentlicht

versus
3.0 von 5 Sternen Spannend
Ein Krimi, der gut zu lesen ist, spannend und gut aufbereitet. Den Schluss fand ich allerdings mehr als an den Haaren herbeigezogen!
Vor 1 Monat von Veronika Heitzinger veröffentlicht


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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein ganz klassischer englischer Who-Done-it Krimi, 4. Oktober 2011
Rezension bezieht sich auf: Seelentod (Taschenbuch)
In ihrem neuen Krimi "Seelentod" gibt Anne Cleeves ihrer etwas stämmigen Kommissarin Vera Stanhope mehr Raum zur Entfaltung. Taucht sie in den vorherigen Fällen "Opferschuld" und "Totenblüte" immer erst nach dem Mord auf, so spielt sie in "Seelentod" von Beginn an die Hauptrolle. Und neben all den gut aussehenden Kommissarinnen und Detectives hat Anne Cleeves mit Vera Stanhope endlich einmal eine Kommissarin erfunden, die nicht dem gängigen Schönheitsideal entspricht und auch mal die Kontrolle verliert, wenn es nicht nach ihrer dicken Nase geht. "Seelentod" ist ein ganz klassischer englischer Who-Done-it Krimi, der uns ganz charmant mit dem beschaulichen Nordwesten Englands, der Gegend um Newcastle bekannt macht.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen spannend bis zum Schluss, 13. Dezember 2011
Rezension bezieht sich auf: Seelentod (Taschenbuch)
Dieser Krimi beginnt nicht mit einer größeren Vorgeschichte, sondern man befindet sich fast sofort mittendrin, denn die Kommissarin Vera Stanhope ist es selber, die die Leiche findet..
Von so einer Kommissarin liest man selten. Sie ist keine taffe, gut aussehende Mittdreißigerin, mit florierendem Familien- und Freundeskreis.Vielmehr mimt sie in dieser Hinsicht eher die tragische Figur. Sie ist schon gehobenen Alters, alleinstehend, übergewichtig, sieht nicht gut aus, trinkt zu viel und ist überaus dominant, was ihr auch unter Kollegen selten Sympathiepunkte beschert. Eine Frau mit vielen Ecken und Kanten, und doch (fast) immer hoch professionell und mit einer sehr guten Intuition gesegnet. Ihre Umgangsweise mit Zeugen etc. wirkt mütterlich, doch das täuscht nur über ihre messerscharfe Kombinationsgabe hinweg. Oft wusste ich nicht, ob ich Vera S. bewundern oder bemitleiden sollte.
Die Autorin hat es mit Leichtigkeit geschafft nicht nur alle Seiten der Vera Stanhope gut und glaubhaft miteinander zu verknüpfen, sondern darüber hinaus hat sie weitere gut ausgearbeitete Charaktere erdacht, alle sehr lebendig und authentisch. Man hatte im Verlauf des Buches immer mehr das Gefühl, dass man alle Personen und ihre Beziehungen untereinander in ihrer Gänze sehr gut kennt.
Auf der Suche nach dem Mörder gelang es der Autorin mich mehrfach auf die falsche Fährte zu führen. Theorien wurden ent- und wieder verworfen, was mich dauerhaft zu fesseln vermochte. Der ganze Fall war bis zum Schluss sehr undurchsichtig, die Auflösung recht überraschend.
Die Zwischenpassagen, in denen es nicht oder nur am Rand um den Kriminalfall ging, waren so interessant und kurzweilig, dass man einfach gerne weiter las.

Ein Krimi, der es vermochte mich auf mehrfache Weise zu überraschen. Ein gut konstruierter Fall, mit seichtem Beginn und dann voller Fahrt voraus... sehr zu empfehlen !
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12 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Für mich der bisher beste Teil der Serie!, 20. September 2011
Rezension bezieht sich auf: Seelentod (Taschenbuch)
Detective Inspector Vera Stanhope hat beschlossen, etwas für ihre Gesundheit zu tun und dreht, immer wenn mal Zeit ist, ihre einsamen Runden in einem Wellnesshotel um ein paar Pfündchen zu verlieren. Dieses Mal jedoch endet ihr Schwimmbadbesuch dramatisch- sie findet in der Sauna eine leblose Frau. Die Tote ist die Sozialarbeiterin Jenny Lister und sie wurde ermordet. Vera trommelt ihre Kollegen zusammen und stürzt sich mit vollem Einsatz und hohem Adrenalinpegel- denn sie liebt ihren Job über alles, in die Ermittlungen. Auch ihr verheirateter Kollege Joe Ashworth, der mittlerweile einen kleinen Sohn hat, muss ihr bedingungslos folgen, was ihn mit widersprüchlichen Gefühlen zurücklässt. Auf der einen Seite würde er gerne mehr Zeit mit seiner Familie verbringen, auf der anderen Seite weiß er, dass Vera ihn braucht, außerdem ist Joe ein mitleidiger, feinfühliger Mensch, der ebenfalls unbedingt den Mord an die Sozialarbeiterin aufklären möchte.

Verdächtig sind gleich mehrere Menschen aus Jennys Umfeld. Da wären einmal eine ehemalige Kollegin, die vor knapp über einem Jahr einen fatalen Fehler beginn, in dessen Folge ein kleiner Junge sterben musste, der Ex-Freund der damaligen Kindesmörderin, eine recht unsympathische Ehefrau, ein Mitarbeiter im Wellnesshotel und noch einige mehr.
Als Vera erfährt, dass Jenny ein Buch über ihre Fälle und ihre Arbeit im Allgemeinen begonnen hatte zu schreiben, ahnt sie gleich, dass hier eventuell der Grund für Jennys Mord zu suchen ist. Die Verwirrung könnte allerdings nicht größer sein, als noch ein weiterer Mord geschieht und eine andere Verdächtige zusammen mit ihrer Tochter plötzlich verschwindet'

Neben Phil Rickmans Merrily Watkins Reihe gehört Ann Cleeves 'Vera Stanhope' Serie momentan zu meinen Lieblingen im Bereich 'Krimilektüre' und somit ist jeder neue Teil bei mir ein 'auto-buy'. Vera Stanhope ist eine Antiheldin- eine Frau, die auf den ersten Blick nicht unbedingt ein Sympathieträger ist. Dazu kann sie sehr unbequem und fordernd werden, wenn sie in einem Mordfall ermittelt und behandelt ihre Mitarbeiter nicht unbedingt freundlich- dennoch hat sie Charisma und man sollte sich nicht von ihrem behäbigen Äußeren täuschen lassen: Veras Ermittlungsmethoden haben Methode- erst lullt sie ihr Gegenüber ein, spricht jeden von ihnen mit 'Herzchen' an und gibt sich harmlos, um dann aber blitzschnell zuzuschlagen und ihre Verdächtigen mit scharfsinnigen Fragen zu irritieren.

Zwar bietet die Reihe auf den ersten Blick reine Krimilektüre, doch die Autorin legt großen Wert darauf, ihre Akteure (Haupt und Nebenfiguren) auch in psychologischer Hinsicht zu durchleuchten und so bekommt man als Leser einige interessante Einblicke ins Seelenleben der Verdächtigen geboten. Aber auch Vera und ihre Kollegen bekommen von Band zu Band mehr Konturen und man ist hin und her gerissen, ob man Vera bewundern oder ob ihres zynischen Weltbildes bedauern soll.
Dennoch ist 'Seelentod' nebenbei sehr spannend und undurchsichtig konstruiert. Man tappt eigentlich bis fast zum Schluss im Dunkeln, wer den die beiden Morde verübt hat, da die Autorin sehr geschickt immer wieder falsche Fährten für den Leser legt. Man sollte sich nicht von dem etwas langsamen Einstieg irritieren lassen- die Geschichte braucht ihre Zeit sich zu entwickeln, doch dann wird man für seine Ausdauer belohnt! Für mich der bisher beste Teil der Serie!

Eine Rezension von Happy End Bücher.de (NG)
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Stanhope ermittelt, 18. August 2012
Rezension bezieht sich auf: Seelentod (Taschenbuch)
Das Buch ist das dritte in einer Reihe, bei der die Kommissarin Vera Stanhope die leitende Ermittlerin ist. Das erste hier in Deutschland erschienene Buch Totenblüte" hatte ich gelesen und für wirklich gut eingestuft. Das zweite Buch Opferschuld" ist in der Bücherei meiner Stadt nicht zu finden gewesen. Auf Seelentod" bin ich aufgrund des Covers aufmerksam geworden. Für die drei Bücher werden sehr ähnliche Umschlagfotos genutzt - sicherlich nicht ohne Grund. Man kann die Bücher aber sehr gut lesen und verstehen, ohne die Vorgänger zu kennen.

Komme ich doch gleich erstmal zur Protagonistin des Buches, Kommissarin Vera Stanhope. Mit Vera hat die Autorin eine rundweg abnorme und für englische Krimis doch irgendwie einmalige, extravagante Hauptfigur geschaffen. Stanhope ist im gehoben Alter, alleinstehend, sie trinkt regelmäßig zu viel Alkohol, sie ist etwas stämmig und hat ungepflegte Füße, die sie mit Passion in offenen Sandalen zur Schau trägt. Keinesfalls erfüllt sie das gängige Schönheitsideal. Aber sie besitzt eben trotz ihrer Unbequemlichkeit auch das nötige scharfsinnige Fingerspitzengefühl. Sie ist eine aufmerksame Zuhörerin und in der Lage, sich in verschiedenste Situationen hinein zu versetzen. Aufgrund ihres Äußeren und ihrer plump wirkenden Art der Befragungen wird sie leicht unterbewertet. Sie redet mit Vorliebe ihre Gesprächspartner mit »Herzchen« an, vollkommen unabhängig von deren Geschlecht, sozialer Stellung oder Altersunterschied. Aber gerade weil sie sehr bedächtig ihren massigen Körper durch die Ermittlungen schiebt, ist sie eine mit Fortschritt der Geschichte sympathischer werdende Frau. Gerade in diesem Buch lernt man sie ein wenig näher kennen, weil sie wirklich von Anfang an erwähnt wird.
Der Ermittlungspartner von Vera ist Joe Ashwort, ein verheirateter Vater. Die beiden liefern sich gelungene Dialoge, die zwischen lustig und bitterböse variieren.
Auch die anderen an der Handlung beteiligten Personen werden sehr gut und mit viel psychologischem Charakter dargestellt. Die Beschreibungen sind so, dass man die Handelnden praktisch sehen kann. So kann man sich auch in ihre Gefühlswelt einfinden, die eben nicht immer so ganz einfach und gradlinig ist.

Die Handlung ist schon typisch englisch. Kompliziert verwickelt und mit psychologischem Hintergrund. Sicher erfindet Ann Cleeves den Kriminalroman nicht neu, aber sie schafft es, ein interessantes Geschehen über 400 Seiten zu schreiben. Es gibt eine Menge Verdächtige und als Leser ahnt man vermeintlich, wer der Täter sein könnte. Da aber zum Schluss noch einiges an neuen Gesichtspunkten hinzu kommt, wird man von Vera dann doch von der Auflösung des Falles überrascht.
Das Buch ist wirklich gut recherchiert und es gelingt der Autorin eine authentische Atmosphäre zu schaffen. Sie hat einen sehr flüssigen, gut zu lesenden und ansprechenden Schreibstil.
Auch der Handlungsort hat mir sehr gefallen. Die Geschichte spielt im Nordwesten Englands, genauer gesagt in Northumberland. Das ist eine Grafschaft und eine Unitary Authority in England, gelegen an der Grenze zu Schottland. Die Bezeichnung ergibt sich aus seiner Lage nördlich des Flusses Humber. Da ich dort schon Urlaub verbracht habe, konnte ich mich sehr in die Beschreibungen der Örtlichkeiten herein denken und habe so manchen Platz direkt vor mir gesehen.

Ich habe mich mit diesem Buch von Anfang bis zum Ende sehr spannend unterhalten gefühlt und kann es mit allen fünf Sternen gern weiter empfehlen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schon langweilig - wenn offenbar alle Rezensenten das Buch, 15. Februar 2012
Von 
Tom Kadi (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Seelentod (Taschenbuch)
gut finden - aber mir geht es auch so! "Das Gefühl von Wasser im Gesicht war ihr zuwider - ein Spritzer, und sie glaubte, sie müsse ertrinken -, deshalb schwamm sie die Bahn langsam in Brustlage und hielt das Kinn ein ganzes Stück über der Wasseroberfläche. Wobei sie vermutlich aussah wie eine riesige Schildkröte." Wer da wie eine Schildkröte im Fitnessbereich eines Landhotels im Wasser treibt, ist die übergewichtige Kommissarin Vera Stanhope, die dann wenig später im Dampfbad eine Leiche findet und sich sofort viel besser, weil in ihrem Element fühlt. Wenn Agatha Christie noch leben würde, würde sie so schreiben wie Ann Cleeves: Ironisch, witzig ein wenig altbacken, weil der Plot in der tiefsten Provinz angesiedelt ist, und mit einer sehr genauen, manchmal liebevollen, manchmal boshaften Charakterisierung aller Personen. Die Ermordete ist eine Sozialarbeiterin, die in der Familienfürsorge tätig war. Bald besteht der Verdacht, dass die Tat mit einem schrecklichen Vorfall in ihrer beruflichen Vergangenheit zusammenhängen könnte: Eine junge Mutter, die zeitweilig auch von ihr betreut wurde, hatte ihr Kind in der Badewanne ertränkt. Die Presse hatte einer ihr unterstellten Mitarbeiterin die Mitschuld an diesem Tod angelastet, weil sie ihre Pflichten vernachlässigt hätte. Diese Mitarbeiterin wohnt jetzt - wie der Zufall es will - im selben Dorf wie das Mordopfer. Doch so einfach löst sich der Fall natürlich nicht und damit liegt hier ein klassischer, sehr angelsächsischer Kriminalroman vor, mit überraschenden Drehungen und Wendungen und einem spannungsvollen Ende. Ein empfehlenswerter Polizeikrimi für alle, die nach literarisch entwas anspruchsvollerer Kost suchen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein atmosphärisch dichter Krimi mit einem gut durchdachten Fall, 5. Januar 2012
Rezension bezieht sich auf: Seelentod (Taschenbuch)
"Seelentod" ist der dritte Fall um Detective Inspector Vera Stanhope, die vor allem durch ihr unansehnliches Äußeres und einem nicht zu unterschätzenden Hang, Dinge direkt anzusprechen, etwas aus der Rolle fällt. Ungeschminkt, mit Pusteln übersät und einem Gewicht, das der Gesundheit nicht förderlich ist, versieht die britische Ermittlerin ihren Job und zeichnet sich dabei durch eine stetige Beharrlichkeit und eine ordentliche Portion Scharfsinn aus. Eigenschaften, die dazu führen, dass es Detective Inspector Vera Stanhope stets gelingt, ihre Fälle erfolgreich zum Abschluss zu bringen. Und während es in dem Fall der getöteten Sozialarbeiterin zu Beginn der Ermittlungen noch so aussieht, als wenn die mit unkonventionellen Methoden arbeitende Polizistin den Faden verloren hat, wird schon bald klar, dass der Schein trügt.

Unterstützt wird die ungewöhnliche Ermittlerin von ihrem Partner Sergeant Joe Ashwort, der durch die bevormundende Art seiner Chefin oft ins Hintertreffen gerät. Ein Gegebenheit, die allerdings nichts über seine kriminalistischen Fähigkeiten verrät. Denn gerade ihn beansprucht Vera Stanhope immer dann, wenn sie jemanden benötigt, mit dem sie knifflige Details des aktuellen Ermittlungsstandes durchsprechen kann. Ein erfolgreiches, wie auch unterhaltsames Team, das, neben dem aktuellen Fall, im Mittelpunkt des beschaulichen Kriminalromans steht. Dabei zeichnet sich dieser durch eine hohe Authentizität und gelungene Dialoge aus, die mit einigen lustigen, aber auch bitterbösen Anmerkungen versehen sind.

Fazit:
"Seelentod" ist ein Kriminalroman, der mit wechselnden Verdächtigen und gut versteckten Geheimnissen in Erscheinung tritt und von einer charismatischen Ermittlerin und seiner typisch englischen Atmosphäre lebt.
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3.0 von 5 Sternen Spannend, 25. März 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Seelentod (Kindle Edition)
Ein Krimi, der gut zu lesen ist, spannend und gut aufbereitet. Den Schluss fand ich allerdings mehr als an den Haaren herbeigezogen!
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen "Aye, Herzchen!" Mit Vera Stanhope nichts Neues unterm Krimihimmel!, 5. Oktober 2012
Von 
DieBuchpiraten - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Seelentod (Taschenbuch)
Zu bislang zwei Fällen (vom sog. Shetland-Quartet) des Ermittlers Jimmy Perez, ließ ich mich von der Autorin auf die Shetland-Inseln entführen, weil ich das schroffe, rauhe Setting mochte.

1. Die Nacht der Raben
2. Der längste Tag
3. Im kalten Licht des Frühlings
4. Sturmwarnung

Aye, mit Ann Cleeves neuer Kommissarin Vera Stanhope wechselt auch der (Tat-)Ort nach Northumberland. Inspector Stanhope hat, sieht man von den beruflichen Talenten ab, nichts mit dem smarten Typen von Fair Isle gemein. Sie ist eine eher spöde, lustbetonte, eigenbrötlerische Frau, die dem Leser nicht gerade vehement zuruft "Hab mich lieb"! Ich konnte mit dieser Persönlichkeit leider überhaupt nicht warm werden, zu gequält wurden die negativen Attribute zusammengetragen, um eine Art Antiheldin zu kreieren. Die Art, jeden mit "Herzchen" anzusprechen, wirkt herablassend und arrogant. Zu häufig wurde ihre Korpulenz und ihr ungepflegtes Äußeres thematisiert, doch macht das, wie wir alle wissen, einen vielschichtigen Charakter nicht aus. Die für mich unangenehmste Eigenart, der Alleingang im Entwickeln der Ermittlungstätigkeit, führt dann auch zu unten näher erklärten Hauptkritikpunkt im Handlungsablauf dieses vierten Stanhope-Krimis.

1. Crow Trap (Vera Stanhope 1) (erschien dieser erste Roman dieser Reihe in Deutsch?)
2. Totenblüte
3. Opferschuld
4. Seelentod
5. Das letzte Wort: Vera Stanhope ermittelt

Aye, "Seelentod" ist ein, in guter englischer Tradition konzipierter Who-done-it-Roman mit dem Auftakt der Tat, Vorstellen/Einführen aller Beteiligten und Tatverdächtigen, ein paar Nebenhandlungen, Faktensammlung, Auflösung mit Aha-Effekt für die Leser. Viel Raum für Spekulationen bleiben dem Leser jedoch nicht, der Kreis der Handelnden bleibt sehr überschaubar. Absolut humor- und/oder spannungslos wird ein bisschen erzählt und DANN, ja dann kommt die pfiffige Kommissarin und erklärt ausführlich zu welchen Ermittlungsergebnissen sie, ohne dass ihr Team und wir dabei sein durften, kam, um den/die Täter/Täterin (das behalte ich mal für mich) mit Paukenschlag zu überführen. Erschwerend kommt in diesem Fall ein arg unglaubwürdiges Tat-Szenario hinzu, ein kaum nachvollziehbares Motiv.

Aye, leider kann ich den vielen positiven Rezensionen hier nicht folgen, weder die Protagonisten, noch die Story konnten mich überzeugen und von Spannung war dieser Kriminalroman Lichtjahre entfernt; über die Kategorie Massenware kam er nicht hinaus. Schaut man mal auf die fleißige Bienchenarbeit der Autorin, schreibt sie immer mehr Romane in immer kürzerer Zeit - das MUSS doch zu Lasten der Qualität gehen, oder?

Aye, last not least, wer sich an genau diesem "aye" störte, sollte keinesfalls diesen Krimi lesen! Es mag authentisch sein, klingt aber in gehäufter Liaison mit "Herzchen" blasiert.
(T)
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Seelentod
Seelentod von Ann Cleeves (Taschenbuch - 1. Oktober 2011)
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