Kundenrezensionen


22 Rezensionen
5 Sterne:
 (16)
4 Sterne:
 (2)
3 Sterne:
 (3)
2 Sterne:
 (1)
1 Sterne:    (0)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


30 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Meisterwerk der phantastischen Literatur
Ein Zeichner wird von einem Schulfreund in das neugeschaffene Traumland eingeladen. In diesem Land herrscht der unermeßlich reiche Freund als Herrscher. Der Zeichner und seine Gattin wollten ohnehin ins Ausland und fahren nach Zentralasien, wo das Musterländle sich befindet.

Schon an der Grenze wundern sie sich über die Mauer, die das Reich...
Veröffentlicht am 21. Juni 2006 von monice

versus
17 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Die Umarmungen des Todes
Als ich in Wien eine Ausstellung über Alfred Kubin besuchte, gefielen mir seine Schwarzweiß-Zeichnungen sehr: dunkel, mysteriös, phantasievoll und dennoch wahrhaft. Dort wurde ich auch aufmerksam auf sein Buch, das ich dort sofort gekauft habe. Und in der Tat, das Buch ist genauso phantastisch und dunkel, wie seine Zeichnungen. Kubin erzählt eine...
Veröffentlicht am 9. Oktober 2002 von Matthias


‹ Zurück | 1 2 3 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

30 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Meisterwerk der phantastischen Literatur, 21. Juni 2006
Ein Zeichner wird von einem Schulfreund in das neugeschaffene Traumland eingeladen. In diesem Land herrscht der unermeßlich reiche Freund als Herrscher. Der Zeichner und seine Gattin wollten ohnehin ins Ausland und fahren nach Zentralasien, wo das Musterländle sich befindet.

Schon an der Grenze wundern sie sich über die Mauer, die das Reich abschirmt. Im Reich selbst fügen sie sich bald ein. Die Wunderlichkeiten des Landes nehmen sie hin. So gibt es eine seltsame "Uhr-Zeremonie", deren Sinn zwar niemand begreift, die aber alle Einwohner geradezu zwanghaft wiederholen. Je länger der Zeichner mit seiner Gattin dort verweilt, desto antriebsloser werden beide. Das ist kein Wunder, denn Neues zu entwickeln, von der Idee bis zur Ausführung, ist im Traumland verboten. Es fehlt im Traumland jedes Ziel.

Schließlich wird das Leben zum Alptraum, ohne daß es einen direkten Grund gäbe.

Der Held dringt in den Palast des Freundes vor und entdeckt, daß alle Einwohner des Landes nur Figuren in einem Traum sind. Diese Tatsache scheint aber immer weniger für den Helden selbst zu gelten, ebensowenig für einen geheimnisvollen Amerikaner, der schließlich mit ein Grund für das Ende des Traumlands ist.

Außerdem gibt es noch eine geheimnisvolle Bevölkerungsschicht, die sich ebenfalls als immun erweist.

Das Buch ist eine Parabel auf - ja, worauf denn? Mir kam zuallererst das alte Testament in den Sinn. Die Schöpfung, in der keine Entwicklung gestattet ist, wird vom Paradies zur Hölle. Den einzigen Weg zur Weiterentwicklung bildet der Teufel, doch führt sein Weg über die Zerstörung des Paradieses und über die Zerstörung Gottes.

Daß der Zeichner selbst überlebt, hat er allein seinem trotz allem nicht einzuschläfernden Geist, seiner Phantasie und seiner seelischen Kraft zu verdanken. Der Held des Buches wird auch nicht Anhänger des Amerikaners - er ist in der Lage, aus der Zerstörung des Paradieses letztlich unschuldig einen neuen Anfang zu wagen, und zwar ohne Gott und ohne Teufel.

Ob diese Deutung auch nur in Ansätzen richtig ist, wage ich nicht zu sagen. Insgesamt erinnert die Atmosphäre des Buchs an die des Lieds "Hotel California" - mit dem Augenmerk auf der Zeile: "we are all just prisoners here of our own device".

Die Sprache des Buchs ist wie Marzipan für den geplagten Leser moderner, alltagssprachlicher Bestseller. Die Ausgabe ist nicht illustriert, was schade ist - Kubins Zeichnungen hätten sich sicherlich sehr zur Illustration geeignet.

Sehr empfehlenswerter Lesestoff für alle, die wirklich gute phantastische Literatur und nicht nur "Fantasy" lesen wollen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


17 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Die Umarmungen des Todes, 9. Oktober 2002
Als ich in Wien eine Ausstellung über Alfred Kubin besuchte, gefielen mir seine Schwarzweiß-Zeichnungen sehr: dunkel, mysteriös, phantasievoll und dennoch wahrhaft. Dort wurde ich auch aufmerksam auf sein Buch, das ich dort sofort gekauft habe. Und in der Tat, das Buch ist genauso phantastisch und dunkel, wie seine Zeichnungen. Kubin erzählt eine Geschichte über ein Traumreich irgendwo in Asien, wo viele Menschen überredet (eingeladen) wurden dorthinzuziehen; und sie folgten dem Ruf des Traumreiches, der Truamstadt, ihres Präsidenten Patera und nannten sich Traumstädter. Vergleichbar mit der Suche des Menschen nach dem verlorenen Paradies. Dass dieses Paradies langsam zerbröckelt und durch die Traumstädter selbst zerstört wird, fasst Kubin auf einer Seite in seinem Epilog zusammen: es ist der Tod, der unaufhaltsam aber sicher jedes Leben zu sich holt und er gewinnt immer, hat aber mit seinem größten Widersacher, dem Leben, zu kämpfen.
Ein zwar phantastisches aber dennoch philosophisches Werk. Quälend und ermüdend fand ich nur die Beschreibung des Untergangs des Traumreiches. Ab etwa der Mitte seines Romans erzählt Kubin in größtem Detailreichtum all die Schrecken, Übel, Krankheiten und Todesmartern, die sich über die Stadt bis zu ihrer vollkommenen Zerstörung ergießen, um erst auf der letzten Seite auf den Punkt zu kommen: alles auf dieser Erde hat zwei Gegenpole: Leben (Aufbau des Traumreiches) und Tod (Untergang), Tag und Nacht, Licht und Schatten, Liebe und Haß.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Düster und packend, 30. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Die andere Seite: Ein phantastischer Roman (Taschenbuch)
Eine düstere Vision ist es, die Kubin da hatte, aber auch eine packende. Die Interpretationen sind vielseitig, die naheliegendste ist immer noch die Vorahnung des kommenden Ersten Weltkriegs, der in einem Strom von Gewalt und Zerstörung einen radikalen gesellschaftlichen Umbruch mit sich bringt und die "alte Welt" samt ihren Strukturen hinwegfegt. Doch das sind alles aus dem Bewußtsein der Geschichte nachgeschobene Lesarten. Ungeachtet dessen ist der Roman eindrücklich und ein Zeichen seiner Zeit, der Tanz auf dem Vulkan in den Jahren zwischen 1900 und 1914.

Wichtig sind die Illustrationen Kubins und die Karte, die das Geschehen im Roman unterstreichen und noch düsterer machen. Ausgaben ohne die Zeichnungen sind das Geld nicht wert. Ich habe hier eine alte Ausgabe von 1975 (edition spangenberg im Ellermann Verlag), die ich mir von meinem schmalen Taschengeld gekauft habe, nachdem die sehr gelungene Verfilmung "Die Traumstadt" im Fernsehen lief. Der Film ist seit Ende März 2014 endlich auf DVD erhältlich. Darauf habe ich lange gewartet.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen wäre ohne Nachwort besser gewesen, 7. Oktober 2013
Von 
Rezension bezieht sich auf: Die andere Seite (Gebundene Ausgabe)
Wenn man bedenkt, dass Kubin dieses Werk fünf Jahre vor Meyrinks 'Golem' schrieb und sechs Jahre vor Kafkas 'Prozess', mutet einen diese expressionistische Dystopie schon fast epochal an. Auf jeden Fall ist es eine Leseerfahrung, die den Vergleich mit den beiden berühmteren Werken nicht zu scheuen braucht und unverdient lange Zeit in Vergessenheit geriet.

Diese Ausgabe enthält Kubins originale Zeichnungen zu dieser fantastischen Geschichte, welche für das Verständnis dessen, was vor sich geht, unverzichtbar sind. Deshalb ist diese Ausgabe der Taschenbuchausgabe von Rowohlt vorzuziehen. Ich selbst habe ein Faksimile der Originalausgabe erworben. Angesichts des hohen Preises der Suhrkamp-Ausgabe lohnt es sich, einem solchen Exemplar nachzuforschen. Außerdem wird einem in diesem Fall das Winkler-Nachwort erspart, welches nicht besonders informativ ist und - wie so viele schlechte Nachwörter - den Leser zu einer bestimmten Interpretation des Romans zwingen will.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einer der besten phantastischen Romane, 15. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Die andere Seite: Ein phantastischer Roman (Taschenbuch)
Eigentlich war Alfred Kubin Maler und kein Schriftsteller. “Die andere Seite” blieb sein einziger Roman und entstand aus einer Schaffenskrise heraus. Im Grunde schade, denn Kubin hätte als Schriftsteller großes Potential gehabt. “Die andere Seite” zumindest ist einer der besten phantastischen Romane, die im Laufe der Zeit entstanden sind. Mit außergewöhnlicher Sogkraft und bildgewaltig erzählt Kubin, wie ein System ohne Mittelpunkt kollabiert. Düster, poetisch und spannend. Schade auch, dass das Werk bis heute kaum Beachtung fand. Ich finde, es lohnt sich das Buch zu lesen. Vor allem diejenigen, die Dystopien mögen, sollten mal einen Blick auf das Buch werfen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


13 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das großartige Buch fesselt den Leser, 24. Juli 1999
Von Ein Kunde
In Alfred Kubin's phantastischem Roman, der den Untergang des Traumlandes hinter den Bergen von Samarkand beschreibt, findet man augenblicklich Parallelen zu zahlreichen Prophezeiungen der Geschichte, die das Ende der Welt voraussagten. Aber auch philosophisches Gedankengut ist in seiner Traumland-Utopie im Spiel und mystische und buddhistische Denkfiguren wurden eingefügt. Zwischen die Beschreibung des schleichenden Verfalls des Traumlandes und dem eigentlichen Untergang, in der Balance zwischen Natur und Mensch, ist ein verwirrter Traum im Rausch von Alkohol und Drogen montiert, der in seiner makaber - komischen Art an Bildelemente eines Hieronymus Bosch erinnert. Und tatsächlich gibt es ähnliche Zeichnungen von Alfred Kubin: Schweine mit Heiligenschein, Häuser mit großen Ohren, Vulkane, aus denen Blutfontänen entspringen... Mit der Devise: Freiheit, Gleichheit, Bürgerlichkeit" scheint es, daß Kubin die Phase des spätbürgerlichen Kapitalismus zu parodieren sucht. „Die andere Seite" ist die einzige größere literarische Arbeit Alfred Kubin's, der den meisten nur als Grafiker und Zeichner bekannt ist. Auch dieses Buch ist von ihm, mit zum Teil sehr düsteren Zeichnungen, reich illustriert. Dieses großartige Buch fesselt in seiner Eigenart und fasziniert bis in die Träume hinein. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Kubins Abgründe kurz vor dem Ende der K. und K. Monarchie, 21. November 2011
Von 
Es ist schon viel hinein geheimst und hinein interpretiert worden, in Alfred Kubins einzigen Roman "Die andere Seite".
Manches davon ist peinlich. Etwa die triviale Aussage der Frankfurter Rundschau, Kubins Roman wäre "Eine großartige Satire auf den Kapialismus".
Hier hat der Kritiker wohl den Roman mit Schafs mißglückten Versuch einer Verfilmung verwechselt. Nein, Kubin, einer der best bezahltesten Zeichner des Fin de Siecle, bereits mit 30 Jahren Schloßbesitzer, hatte keinen Grund, das System, an dem er gut verdiente in Frage zu stellen. Am nächsen kommt man Kubin, wenn man das unter die Lupe nimmt, was die anderen Kriker verschweigen oder mangels fundierter Geschichskenntnisse erst gar nicht bemerken. Zum Beispiel die latent durchschimmernden Antisemitischen Klischees, angefangen vom veruchten "Jüdisch-französischen Viertel" aus dem sich der Ich-Erzähler nur mit Mühe befreit, bis hin zum fetten Kapitalisten "Lampenbogen" oder dem durchtriebenen Finanzhai "Blumenstich", der sich mit dem Zerstörer des Traumreiches, dem Amerikaner" (mit Hakennase) zusammensetzt. Wer hier einen Kampf zwischen Gut und Böse vermutet befindet sich also auf dem Holzweg. "Die andere Seite" ist vor allem "ein Spiegelbild der bereis untergehenden habsburgischen Monarchie", jenes nostalgischen Puppengroßreiches, mit einem "Märchenkaiser" an der Spitze, dessen Lakaien und Zinnsoldaten einem modernen Engländer, Amerikaner oder Franzosen, wie Inventar eines Trödelladens vorkommen mußte. Perle, die Haupttstadt des Traumreiches ist nichts anderes als Wien Anno 1910 mit seiner kunterbunten Gesellschaft aus Juden, Ungarn, Böhmen, Slowaken, Slowenen, Kroaten, Polen und Deutschen. Nicht umsonst spielt das "Cafehaus" eine zenrale Rolle in dieser dramatischen Geschiche. Kurzum, dieses Traumreich mit seiner antiquierten Verwaltung, seinem schwachen Militär und seinen rivalisierenden Volksgruppen war bereits um 1910 zum Abschuß freigegeben. Kubin hat dies gespürt. Als der Künstler in Folge einer Krise für ein Jahr den Zeichenstift aus der Hand legte und seinen Roman schrieb, wurden bereis in Moskau, London, Paris und New-York die Messer gewetzt. Dies ist, bei aller Bewunderung für das "Phantastische" in Kubins Roman, der Schlüssel zum Kerngeschehen. Das intuitive Spüren einer Apokalyptischen Katastrophe, die das 19. Jahrhundert mit einem bis dato nie dagewesenen Blutbad verspätet beendete. Der Künstler wird damit zum "Propheten" und dafür verdient er allemal Anerkennung. Darüber hinaus hat Kubin auch seine privaten Abgründe einfließen lassen. Einerseits als seelisch Gepeinigter, andererseits als skupelloser Verführer, der nichts anbrennen ließ. Fazit: Nach Lektüre dieses Buches will man mehr über den Menschen Kubin erfahren.

Klaus Lelek
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


9 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kubins persönlicher "Turmbau zu Babel", 27. Februar 2003
Wohl nicht erst seit der biblischen Turmbau-Geschichte ist dieses Thema in der Literatur absolut in. Man kann es bei vielen Namen rufen, und in jeder Kultur oder Disziplin unserer Wissenschaften wird dies ein wenig anders getan: "Gott gegen den Satan", "Vernunft vs. Grazie", "Aufbau und Niedergang", "Neigung der etablierten Ordnung zur Selbstzersörung ab einem bestimmten Ordnungsgrad" etc. Kubin feiert in seinem einzigen Roman den Untergang seines inneren Babylons in bedrückenden, surrealen und grotesken Bildern, die nicht nur Freud-Freunden und Jungianern etwas sagen dürften. Oft wird der Autor auf Grund dieses Buches in einem Atemzug mit Gustav Meyrink genannt, und in der Tat hat sein Werk auf vielen Ebenen Gemainsamkeiten mit dem "Golem", wobei Meyrink als Vollblut-Schriftsteller wohl doch den geschliffeneren Stil hat. Allerdings harmoniert Kubins etwas "ungeübte" literarische Ausdrucksweise meiner Meinung nach ganz hervorragend mit der Wildheit der Bilder, in die er seine Thematik packt.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Buch zum Nachdenken und Träumen, 29. Mai 2013
Von 
Deauville "sandmann1956" (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Die andere Seite (Gebundene Ausgabe)
Während der Handlung wechselt Traum und Realität. Kubin hält sich an seine Geschichte; ohne zusätzliche Reiseberichte. Zwischendurch beschreibt er grundsätzliche Begebenheiten in deutlicher Sprache formuliert.
Die eigentliche Handlung des Buches (zunächst die Reise in das Traumreich) erscheint dem Leser meist sehr real. Stimmungen erlebt man bewusst mit.

Die zahlreichen Zeichnungen Alfred Kubins machen das Buch zu etwas Besonderen!

Alles scheint eine Seele zu besitzen.

Alfred Kubin beschreibt Personen in der Handlung des Buches sehr detailliert. Die äußere Erscheinung sowie die Verfassung werden dem Leser nahe gebracht. Ich erlebe so jeweilige Situationen und die Menschen mit (Freude, Angst, Trauer, Besorgnis).

Ich erlebe das Buch sehr bewusst und lasse mich vom Autor führen.

Während des Lesens fühlt man sich aus meiner Sicht getragen; düstere Erlebnisse erscheinen nicht unmittelbar. Als Leser fühle ich fühle mich im Schutz des Autors und erlebe die Handlung immer mit einem positiven Blick zur Sonne/zum Guten.

Auch die Tiere werden äußerlich und in ihren Eigenschaften bildlich beschrieben.

Bis zum allmählichen Zerfall des Traumreiches fühlt man sich meiner Meinung nach, zu jedem Zeitpunkt getragen und von positiver Energie begleitet.

Mit dem Zerfall der Traumstadt Perle" verändert sich in gewisser Weise die Sprache des Romans. Die Veränderungen in Form von großen Ängsten und dem gewaltsamen Tod von Mensch, Tier und Pflanzen werden vom Autor bewusst beschrieben. Scheinbar entsteht ein negativer Strudel, der einen gefangen nimmt. Erst mit der Rettung des Künstlers und einer entfernteren Sichtweise der Dinge befindet man sich erneut in dem Schutz der Dinge". Positive Mächte tun sich auf.

Das Buch hat mich sehr fasziniert!!
Es regt zum Nachdenken an und verzaubert zugleich.

Es ist ein tolles Buch!!!

Mit freundlichen Grüßen

Gabriele Maier
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


3.0 von 5 Sternen Schön geschrieben, aber unbefriedigend, 17. November 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die andere Seite: Ein phantastischer Roman (Taschenbuch)
Ich bin über den Film "Traumstadt" auf dieses Buch gestoßen, das - aus dem Blickwinkel eines Besuchers - den Aufstieg und Fall der Phantasiestadt "Perle" schildert. Gewähltes, sorgfältiges Jahrhundertwende-Deutsch der und eine gute Vorstellungsgabe des Autors prägen die erste Hälfte dieses Werks. Als jedoch im Lauf der Geschichte das Chaos ausbricht und es immer noch chaotischer, lauter und brutaler wird, kommt man sich schließlich wie in einer Wiederholungsschleife gefangen vor. Und es bleibt rein deskripitiv, es wird nichts aufgelöst. Schade um den schönen Plot.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


‹ Zurück | 1 2 3 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

Die andere Seite: Ein phantastischer Roman
Die andere Seite: Ein phantastischer Roman von Alfred Kubin (Taschenbuch - 1. Dezember 2010)
EUR 9,99
Auf Lager.
In den Einkaufswagen Auf meinen Wunschzettel
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen