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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kein Feind kann dir so weh tun...
Auch ich bin über die breit angelegte Werbekampagne auf "Die Wahrheit über Alice" aufmerksam geworden und die Thematik hat mich schnell geködert: "Ein dunkles Geheimnis. Ein zerstörtes Leben. Eine neue Freundin, die dir hilft zu vergessen. Aber was, wenn sie nicht ist, was sie zu sein scheint?"

Für mich hat die Werbung nicht zu viel...
Veröffentlicht am 31. Januar 2011 von Claudia Pleil

versus
120 von 145 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Tod dem Vernunftmenschen
Kant setzt voraus, dass der Mensch ein Vernunftwesen ist. Rebecca James schafft es, dies durch eine 317-seitige Odyssee zu widerlegen.

Den Plot würde ich als durchaus reizvoll und vielversprechend bezeichnen: Katherine, 17, hat ihre Schwester verloren und ist von zu Hause geflohen, weil mit der ganzen Situation nicht fertig wird. Sie hat sich dazu...
Veröffentlicht am 29. Oktober 2010 von Mirka von Lilienthal


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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kein Feind kann dir so weh tun..., 31. Januar 2011
Rezension bezieht sich auf: Die Wahrheit über Alice (Gebundene Ausgabe)
Auch ich bin über die breit angelegte Werbekampagne auf "Die Wahrheit über Alice" aufmerksam geworden und die Thematik hat mich schnell geködert: "Ein dunkles Geheimnis. Ein zerstörtes Leben. Eine neue Freundin, die dir hilft zu vergessen. Aber was, wenn sie nicht ist, was sie zu sein scheint?"

Für mich hat die Werbung nicht zu viel versprochen! Man sollte sich natürlich vor dem Lesen klar machen, dass das Buch weder Krimi noch Thriller ist - sondern, wie auch auf dem Cover vermerkt, schlicht ein Roman. Allerdings ein durchaus spannungsgeladener Roman, voller trauriger, tragischer, mitunter auch verstörender Wendungen, in dem verschiedene existenzielle Themen anklingen: die Gefahr und Sprengkraft einer zerstörerischen Freundschaft, die Frage nach Schuld, der Umgang einer Familie mit dem Verlust einer Tochter... Keines dieser Themen wird erschöpfend behandelt, doch das ist für mich auch nicht Aufgabe eines Romans - Rebecca James lässt den Leser vielmehr intensiv an Katherines Innenleben teilhaben, so dass schließlich jeder für sich entscheiden kann, ob und inwiefern sie eine Mitschuld auf Tod ihrer Schwester trägt. Dabei liest sich der Stil von Rebecca James sehr gut und im Gegensatz zu anderen Rezensenten fand ich das Spiel mit den Zeiten, das Springen zwischen Vergangenheit (vor und nach Rachels Tod) und Gegenwart, durchaus reizvoll - was dazu beigetragen hat, dass ich das Buch in nicht mal drei Tagen "verschlungen" habe.

Insgesamt ist "Die Wahrheit über Alice" für mich ein atmosphärisch dichtes Buch über menschliche Abgründe, dass ich durchaus weiterempfehlen kann. Der eine Stern Abzug ist meinem ganz subjektiven Unmut über das grausam vereitelte Happy End zwischen Katherine und Sarahs Vater geschuldet.
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120 von 145 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Tod dem Vernunftmenschen, 29. Oktober 2010
Von 
Rezension bezieht sich auf: Die Wahrheit über Alice (Gebundene Ausgabe)
Kant setzt voraus, dass der Mensch ein Vernunftwesen ist. Rebecca James schafft es, dies durch eine 317-seitige Odyssee zu widerlegen.

Den Plot würde ich als durchaus reizvoll und vielversprechend bezeichnen: Katherine, 17, hat ihre Schwester verloren und ist von zu Hause geflohen, weil mit der ganzen Situation nicht fertig wird. Sie hat sich dazu entschlossen, lieber ein Dasein als Einzelgängerin zu fristen, als sich erneut emotional an Menschen zu binden. Doch dann kommt Alice und stellt ihr Leben auf den Kopf. Alice, die seltsam besitzergreifend, fürchterlich exzentrisch und zunehmend gemeiner wird. Ansonsten gibt es noch Robbie (der liebe, nette Junge von Nebenan) und später Philippa und Mick, die Katherine zufällig kennen und lieben lernt. Je weiter die Geschichte voranschreitet, desto mehr erfahren wir über Katherines Leben. Zu diesem Zweck hat Rebecca James eine recht interessante Erzählweise gewählt: Das Buch beschreibt einmal die Gegenwart (die Zeit mit Alice), die Vergangenheit (wie ihre Schwester gestorben ist) und die Zukunft (fünf Jahre später). Anfangs hat mir diese Mischung sehr gut gefallen, zunehmend war ich jedoch genervt vom schwammigen Zusammenfließen dieser Erzählstränge und von der Tatsache, dass James einen unsäglichen Bruch der Erzählperspektive zum Ende eines jeden Teiles begangen hat. (Das Buch besteht insgesamt aus zwei Teilen, mir erschließt sich inhaltlich allerdings nicht ganz, warum das so ist.) Zwei Extremsituationen, Situationen, in denen Katherine, die eigentlich als Ich-Erzählerin fungiert, geliebte Menschen verliert, werden nämlich in einer seltsamen 'Du'-Perspektive erzählt. So, als gäbe es plötzlich einen auktorialen Erzähler. Fehlte mir während des ganzen Buches durch die Ich-Perspektive die Distanz zur Geschichte, schließlich wird alles subjektiv aus Katherines Sicht erzählt, man lernt beispielsweise Alices Beweggründe gar nicht kennen, fragt man sich an dieser Stelle beunruhigt, wieso der Lektor, insofern es überhaupt einen gab, nicht den Rotstift angesetzt hat. Der Wechsel der Perspektive ist verwirrend, langatmig und unnütz. Ich schätze, James wollte dadurch Tempo in das Buch bringen, leider hat sie damit aber genau das Gegenteil bewirkt.

Wahnsinnig hat mich auch das Menschenbild der Autorin gemacht: Es gibt nur Gut und Böse, Menschen sind entweder das eine oder das andere. Ihre Figuren haben keinerlei Facetten, alle wirken in ein jugendbuchtypisches Klischee gepresst: Der nette, herzensgute Junge, die deprimierte Ich-Erzählerin, der geheimnisvolle Musiker, die flippige Psychologiestudentin mit Herz und die Psychopathin. 'Die Wahrheit über Alice' will so viel sein, dass es daran schier scheitert: Es ist weder ein gelungenes Jugendbuch, noch ein All-Ager und schon gar kein Psychothriller. Viele Themen streift das Buch nur - Sex beispielsweise. Oder Stalking. Überall wird groß angepriesen, dass sich das Buch mit Stalking auseinandersetzt, aber letztlich ging es um etwas ganz anderes: Um Rache. Alice hat nicht zufällig Katherine als Opfer gewählt und das wird dem aufmerksamen Leser schon sehr, sehr früh klar, was ein wichtiger Beleg dafür ist, dass der Roman viel zu konstruiert ist. Nichts erzählt James grundlos, hinter allem steckt eine erzählerische Absicht und bei jeder Vermutung, die sich einige Seiten später bestätigt, wird man noch unzufriedener. Dass die Protagonisten so platt rüberkommen, liegt vor allem daran, dass sie ständig wider jeder Vernunft handeln. Niemand ist je in der Lage rational zu handeln, ständig wird in blinden Aktionismus ausgebrochen, obwohl Katherine nicht müde wird zu betonen, dass sie so vernünftig und reif und erwachsen ist. Wenn ich ehrlich bin, dann glaube ich, dass sie eine gewisse Mitschuld am Tod ihrer Schwester trägt. Das mag gemein und herzlos klingen, weil sie nicht die Verantwortung für ihre Schwester hätte haben dürfen, war sie doch nur knapp ein Jahr älter, aber von einer zu dem Zeitpunkt Fünfzehnjährigen kann man mehr erwarten, als Katherine uns dargeboten hat.

Mich stört zudem die Grausamkeit, mit der Rebecca James die Hauptprotagonistin Katherine immer und immer wieder scheitern und vor allem verlieren lässt. Das Ende ist unbefriedigend, unversöhnlich und völlig enttäuschend. Gerade, als es scheint, Katherine käme zu dem Glück, das sie sich nach all den Strapazen, durch die die Autorin sie hat wanken lassen, wirklich redlich verdient, konstruiert die Autorin einen Super-GAU, der sich gewaschen hat und für mich ausschlaggebend war, das Buch mit nur einem Stern zu bewerten. Das war einfach nur unnötig, der Story nicht zuträglich - da sie ja eigentlich schon mehr oder weniger ein Ende gefunden hatte, mit dem wir alle hätten leben können - und hinterlässt einen bitteren Beigeschmack.

Was mich besonders ängstigt: Der Hype, der um dieses Buch betrieben wird. Die Brigitte kürte das Buch zum besten neuen Krimi des Herbstes. Sieht man davon ab, dass James alles andere als einen Krimi vorgelegt hat, kann ich mir beim besten Willen nicht erklären, wie sie sich gegen Thrillergrößen wie Meg Gardiner oder Karin Slaughter durchsetzen konnte. Oder dass die Brigitte die 'Sexszene' (ich habe das bewusst in Anführungszeichen gesetzt, so etwas Keusches habe ich selten gelesen) in 'Die Wahrheit über Alice' als "die beste in den neuen Büchern" bezeichnen hat. Auch die vielen positiven Stimmen, die überall im Internet kursieren lassen mich an meinem Buchgeschmack zweifeln. (Bin ich ein Snob geworden?) Und vor allem: Wie hat es das Buch geschafft, sich in 36 Länder zu verkaufen? Und wieso, um Himmels Willen, wird Rebecca James mit der fabelhaften J. K. Rowling oder der immerhin noch ein wenig facettenreicheren Stephenie Meyer verglichen? Nur, weil das Buch so eine große Nachfrage hervorruft? Nicht alles, was sich einer großen Nachfrage erfreut, muss auch qualitativ anspruchsvoll sein. (Ich sage nur 'Tokio Hotel'.) 'Die Wahrheit über Alice' ist es jedenfalls nicht.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Trotz Schwächen ganz gut, 16. Dezember 2010
Rezension bezieht sich auf: Die Wahrheit über Alice (Gebundene Ausgabe)
"Freundschaft ist das Salz in der Suppe des Lebens." Und kaum jemand kann, oder will, sich vorstellen, daß ausgerechnet ein Freund ihm seine Suppe versalzt.

Genau das aber passiert Katherine Patterson. Als Katherine Alice auf ihrer neuen Highschool kennen lernt, weiß sie noch nicht, daß ausgerechnet diese Freundschaft, ausgerechnet die Person, die ihr hilft nach einem schweren Jahr wieder zurück ins Leben zu finden, ihr Leben zerstören wird.

Denn erst nach und nach merkt Katherine wie schwierig Alice wirklich ist und welche Ausmaße Alice' Verhalten auf ihr Leben hat - wie schwierig Alice ist und vor allem warum merkt Katherine leider zu spät!

Rebecca James' Debut "Die Wahrheit über Alice" ist an sich eine gute Geschichte, die aber auch einige kleine Schwächen hat.

So schafft es James leider nicht, in der ersten Hälfte des Buches die Intensität der Freundschaft zwischen Alice und Katherine richtig zu verdeutlichen, was vielleicht auch den immer wiederkehrenden Flashbacks in Katies Vergangenheit liegt. Auch wenn diese Nebenerzählung wichtig für die Auflösung der Geschichte ist, so scheinen sie an manchen Stellen störend und deplatziert. Und so wirkt dann auch die Darstellung des späteren Bruchs zwischen den Beiden mehr oder weniger übertrieben - ganz zu schweigen vom tatsächlichen Ende, daß irgendwie überstürzt und viel zu abrupt wirkt.

Dennoch schafft es James den Leser - wenn auch vermutlich eher die Leserin - in ihren Bann zu ziehen, bringt sie dazu sich zu wundern, zu weinen und zaubert ab und an ein Lächeln auf die Lippen. Und auch wenn man sich fragt: "Ist eine Freundschaft, die unter Vortäuschung falscher Tatsachen zustande kam, tatsächlich je eine Freundschaft gewesen?", so stellt sich hier nicht die Frage, ob dieses Buch trotz seiner Schwächen nicht doch zu empfehlen ist, die Antwort ist eindeutig: Ja!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Die Wahrheit über Alice von Rebecca James, 24. August 2011
Rezension bezieht sich auf: Die Wahrheit über Alice (Gebundene Ausgabe)
Im Prolog erfährt der Leser von Katherine, einer jungen Frau, aus deren Sicht das Buch geschrieben ist, mit einer vierjährigen Tochter, dass Alice gestorben ist und dass Katherine bereut, nicht auf der Beerdigung gewesen zu sein. So könnte sie sicher sein, dass Alice nicht mehr lebt, nach dem ihr von Alice etwas sehr Wichtiges genommen wurde.

Dann beginnt mit dem ersten Kapitel die Rekonstruktion der Ereignisse. Katherine ist 17 Jahre alt und Einzelgängerin, die unauffällig und unscheinbar ist und es bleiben möchte. Sie hat Geheimnisse, die sie nicht preisgeben möchte. Ihrer jüngeren Schwester Rachel ist etwas Schreckliches zugestoßen, wofür sich Katherine schuldig fühlt. Nach dieser Tragödie zieht Katherine zu ihrer Tante nach Sydney, um mit einem neuen Namen in einer neuen Umgebung, einen Neuanfang zu wagen. Sie ist daher sehr überrascht als eines Tages die extrovertierte Alice, die bei allen beliebt ist, sie zu ihrer Party anlässlich ihres 18. Geburtstages einlädt. Alice kann Katherine mit ihrer Art dermaßen um den Finger wickeln, dass sie schließlich zusagt. Von da an verbringen sie viel zusammen und werden beste Freundinnen. Alice schenkt Katherine viel Aufmerksamkeit und ist sehr großzügig und charmant zu ihr. Aber sobald es um ihre Familie geht, wird Alice schnell distanziert. Katherine lernt auch Alice' Freund Rob kennen, der scheinbar Alice total erlegen ist. Sie ist froh, nun zwei gute Freunde gefunden zu haben. Diese scheinbare Harmonie beginnt aber nach einer Zeit zu bröckeln. So lernt Alice auch nach und nach die andere Seite von Alice kennen. Die rücksichtslose, kalte, beleidigende, egoistische und böse Seite. Je glücklicher Katherine wird, desto schlechter scheint es Alice zu gehen. Das böse Ende, welches zu Beginn direkt erwähnt wird, scheint unausweichlich.

Mir haben die Sprünge zwischen den drei Lebensabschnitten sehr gut gefallen. Die Gegenwart, in der Katherine erwachsen ist und eine kleine Tochter hat, die Zeit in Sydney, die den Versuch, ein neues Leben als Katherine Patterson aufzubauen, und die Erlebnisse mit Alice beinhaltet, und das alte Leben als Katie mit ihrer Schwester Rachel bei ihren Eltern. Manche Dinge sind jedoch recht vorhersehbar, was ich sehr schade fand. Ich würde dieses Buch nicht als einen Thriller bezeichnen und hatte manchmal den Eindruck, dass die Zielgruppe eher Jugendliche oder junge Erwachsene sind.

Dieser Roman ist jedoch insgesamt spannend geschrieben und liest sich flüssig, so dass meine Wertung 3.5 / 5 ist.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Harmlos anmutender Thriller gewinnt an Fahrt!, 13. März 2011
Rezension bezieht sich auf: Die Wahrheit über Alice (Gebundene Ausgabe)
Die "Die Wahrheit über Alice" kommt ganz langsam ans Licht. Die Autorin versteht es, den Leser durch mehrere Zeitsprünge zu lenken und ihn langsam, ganz langsam auf ein großes Finale vorzubereiten. Die Geschichte von Katherine und ihrer Schwester Rachel, die hier im Mittelpunkt steht, wird schnell und abwechselungsreich erzählt, so dass das Buch in einem Zug oder auch an einem Wochenende ausgelesen ist. Spannung wird erzeugt durch die Zeitebenen, die Sprünge im Leben Katherines. Alice versteht es, Katherines Aufmerksamkeit zu erlangen und ihre beste Freundin zu werden. Doch dann leistet sie sich immer mehr Fehltritte, die am Ende nicht mehr zu entschuldigen sind. Sie sind erklärbar - durch die Wahrheit über Alice. Das Buch erzählt auf geschickte Art und Weise wie nah Glück und Unglück beieinander liegen. An zwei bis drei Stellen stockte mir der Atem und ich musste das Buch erst einmal zur Seite legen und die "Wahrheit" sacken lassen. Ein gelungenes Romandebüt von Rebecca James. Bitte mehr davon!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein wunderbar sensibles Buch, 11. Februar 2011
Rezension bezieht sich auf: Die Wahrheit über Alice (Gebundene Ausgabe)
Mein Mann hat mir das Buch als Krankheitslektüre geschenkt. Ich habe zuvor die vielen negativen Rezensionen gelesen, von denen ich ziemlich abgeschreckt wurde, so dass ich am Ende das Buch gar nicht mehr lesen wollte und erst noch einen Krimi dazwischenschob.
Schließlich wagte ich mich doch an das Buch und ich muss sagen, ich habe es in einem Ruck gelesen, konnte gar nicht mehr aufhören, obwohl ich währenddessen ziemlich krank war. Das Buch ist wunderbar sensibel geschrieben, es ist eher ein leises Buch, immer aus der Sicht der Protagonistin dargestellt. Kein einziges Mal wird es langweilig, man will immer wissen wie es weitergeht und kann es nicht aus der Hand legen. Die Handlung ist schlüssig und sehr interssant, teilweise spielen die Kapitel in verschiedenen Zeiten, was es noch spannender macht. Man erfährt immer gerade so viel, wie man zu dem Zeitpunkt wissen muss. Der Schluss überrascht sehr, klingt aber sehr real. Ich bin mir sicher, die Geschichte hätte sich genau so auch zugetragen haben können. Ein sehr emotionales Buch, ohne auch nur einmal kitschig oder unglaubwürdig zu werden.
Volle Punktzahl!
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29 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Bitte nicht Platz 1, 14. November 2010
Rezension bezieht sich auf: Die Wahrheit über Alice (Gebundene Ausgabe)
Nein nein nein! Das ist kein erster Platz! Ich habe mir dieses Buch auf Anraten einer großen Frauenzeitschrift gekauft. In ihrem Krimi/Thrillerspezial wurden die besten neuen Krimis vorgestellt. "Die Wahrheit über Alice" war auf Platz eins und das hat mich jetzt echt entsetzt. Es gibt doch im Moment nicht nur solche flachen Storys auf dem Büchermarkt.
Fünf Dinge, die mich an diesem Buch störten:
1. Die Hauptfiguren sind, trotz dreier Zeitsprünge, immer junge Menschen. Ich fand, sie sprachen und dachten wie Erwachsene, was verstörend wirkte. Außerdem haben sie sich kaum weiterentwickelt.
2. Die Autorin kann nicht schreiben. Gut, lasst ihr ein Dossier in oben genannter Frauenzeitschrift veröffentlichen, aber bitte kein Buch!
3. Es ist zwischendurch immer mal wieder spannend geworden, alles löst sich dann aber in heißer Luft auf. Aus der Stalkingmisere hätte man viel mehr machen können.
4. Wo waren Emotionen bei den Protagonisten? Sie werden verfolgt - wie fühlen sie sich, was denken sie? In diesem Buch kamen Gefühle zu kurz.
5. Was für ein misrabler Schluss!

Das war ein unverdienter erster Platz!
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10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nichts halbes und nichts ganzes, 26. Oktober 2010
Von 
R.E.R. "R.E.R." - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Die Wahrheit über Alice (Gebundene Ausgabe)
Katherine Patterson hat durch jugendlichen Leichtsinn eine familiäre Tragödie ausgelöst. Durch Schuldgefühle belastet schottet sie sich von ihrer Umgebung ab, bis ihre Mitschülerin Alice sie aus dieser Lethargie befreit. Das lebenslustige Mädchen überrollt Katherine mit seinem Charme und befreundet sich mit ihr. Diese Freundschaft entpuppt sich schon bald als Albtraum. Denn Alice ist keineswegs so liebenswürdig, wie sie scheint. Schon bald zeigt sich hinter ihrem schönen Gesicht, die hässliche Fratze der Grausamkeit. Die nicht nur Katherine zu zerstören sucht.

Rebecca James Roman ist von Beginn an mit Andeutungen gespickt. Bereits auf der ersten Seite erfährt man dass Alice tot ist und Katherine ihr am liebsten ins Grab gespuckt hätte. Neugierig machen auch die Andeutungen in Bezug auf Katherines Vergangenheit. Leider hält die Geschichte nicht, was sie verspricht. Der Inhalt entpuppt sich nur allzu bald als hausbacken. Das dunkle Geheimnis stellt sich als familiäre Tragödie heraus, die keineswegs die pingelige Geheimnistuerei der Hauptprotagonistin rechtfertigt. Auch den Hintergrund für Alice fiese Psychoattacken kann selbst der unaufmerksamste Leser spätestens in der Mitte des Buches unschwer erraten.

Spannend bleibt also nur die Frage, auf welche Weise Alice letztendlich stirbt und warum durch ihren Tod Katherines Leben zerstört wird. Tatsächlich ist die Auflösung dieses Rätsels die einzig fesselnde Passage des ganzen Buches. Diese acht Seiten des siebenunddreißigsten Kapitels entschädigen allerdings nicht für die restlichen rund 300 Seiten gepflegte Langeweile.

Es sind verschiedene Faktoren die ermüdend wirken. Die Handlung ist vorhersehbar und einfallslos. Die Szenen sind lang und wortreich, erzielen aber keine atmosphärische Wirkung. Die Figuren bleiben blass und ohne Tiefe. Mit Katherine konnte ich mich gar nicht anfreunden. Immer nur lieb und nett, das wirkt unglaubwürdig. Die Nebenfigur Philippa wirkt da schon besser. Katherines Schwägerin, einer ansonsten besonnenen Psychologin, platzt einmal der Kragen. Sie sagt Alice in deutlichen Worten die Meinung. Da atmet man als Leser richtig auf und denkt sich: "Geht doch".

Alice, der bösen Heldin, fehlt es an Kontur. Ihre hinterhältigen Angriffe wirken kindisch. Sie schwärzt Katherine bei deren Eltern an! Versucht auf plumpe Weise ihren Freund zu verführen! Wie phantasielos und plump. Auch die männlichen Charaktere sind entweder nur gut oder nur böse. Robbie, der treuherzige Romantiker, der sich von Alice alles bieten lässt. Mick, der charmante Rocker, der ohne zu zögern für Katherine alles aufgibt und zum Vorzeigefamilienvater mutiert.

Selbst perspektivisch kann das Buch nicht überzeugen. Katherine berichtet als Ich-Erzählerin aus drei Zeitabschnitten. Dem Jetzt, ihrer Vergangenheit mit Alice und einer Art Vorvergangenheit mit den Erlebnissen des Abends der Tragödie um ihre Schwester Rachel. Es stört, das die Autorin sowohl die Begebenheiten der Gegenwart als auch die der Vergangenheit ins zeitlich ins Präsens setzt. Nur die Ereignisse des Unglücksabends stehen im Präterium. Dafür wechselt sie auf dem Höhepunkt dieser Episode die Erzählperspektive, von der Ich-Erzählerin zur Du-Beobachterin. Erstaunlich, dass ein solch verwirrender Firlefanz nicht vom Lektorat ausgemerzt wurde.

Dieser Roman ist weder Fisch noch Fleisch. Ein kleine Menge von allem scheint das Motto zu sein. Ein bisschen Liebesroman (daher wohl auch das kitschige Ende à la Rosamunde Pilcher). Eine Prise Psychothriller und ein Hauch Krimi. Insgesamt aber nichts halbes und nichts ganzes. Man kann diesen Roman schnell herunterlesen, der sprachlichen Anspruchslosigkeit sei Dank. Allerdings fragt man sich schon, ob der stolze Preis für den "literarischen" Inhalt gerechtfertigt ist.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Wenn die Wahrheit zum Drama wird!, 7. März 2012
Rezension bezieht sich auf: Die Wahrheit über Alice (Gebundene Ausgabe)
Inhalt:
************

Katherine, 17 Jahre alt, ist neu an der Schule und gilt als Außenseitern. Als sich das beliebte Mädchen Alice um eine Freundschaft zu ihr bemüht, ist Katherine zunächst etwas verhalten. Doch die Freundschaft zu ihr wächst und tut Katherine gut. In ihrem noch jungen Leben hat sie den Tod ihrer Schwester verkraften müssen und muss erst wieder lernen, wie man wieder Spaß am Leben hat. Schuldgefühle plagen sie, da sie ihrer Schwester nicht helfen konnte.
Gemeinsam mit Alice und deren Freund Robbie verlebt sie schöne Tage und fühlt sich in ihrer Freundschaft gut aufgehoben. So erzählt sie Alice über den Tod ihrer Schwester.
Alice ist aber ein Mensch, der ein nein kennt und sich selbst in den Vordergrund stellt. So kommt es zu einem Zwischenfall, die die Freundschaft zu Alice erschüttert. Nach und nach distanziert sich Katherine immer mehr von ihr und sie erkennt, was für ein Miststück Alice ist. Katherine findet andere Freunde und ihre große Liebe. Doch Alice versucht sich immer wieder in ihr Leben zu drängen und dabei ist ihr jedes Mittel recht.

Meine Meinung:
*****************

Um es gleich mal vorweg zu schicken: Es war langweilig! Das Buch ist meilenweit von einem Thriller entfernt!

In dem Buch gibt es drei Handlungsstränge: Katherine mit 17 Jahren (die Hauptgeschichte), Katherine fünf Jahre nach Alice Tod und die Erzählung über den Tod ihrer Schwester.

Am Anfang konnte mich der Aufbau, der mit der Erzählung über Alice Begräbnis beginnt noch fesseln und ich suchte auf den folgenden Seiten nach Antworten. Ebenso wollte ich ergründen, warum Katherines Schwester sterben musste. Hin und wieder bekam man kleine Stücke vorgeworfen, die zum Weiterlesen anregten. Doch als diese versiegten, erschien das Buch nur mehr noch langweilig. Hat man über den Tod von Katherines Schwester alles erfahren, scheint die Luft aus dem Buch zu sein. Danach liest man eigentlich nur mehr noch wie sich das Leben von Katherine entwickelt. Der Schluss ist meiner Meinung nach vollkommen überflüssig und auch unspektakulär. Mich hat es einfach nicht mitgerissen!

Irgendwie habe ich mir auch etwas ganz anderes unter dem Buch vorgestellt. Ich dachte mir, Alice würde sich zu einem Miststück verwandeln und Katherine das Leben zu Hölle machen, intrigieren, verleumden, verletzen, um am Ende dann komplett durchzudrehen. Dies hätte ich mir gewünscht.
Bekommen habe ich aber eine soziopathische Alice mit niedriger Hemmschwelle, die nur am Rande etwas kratzen durfte. Ein Jugenddrama, das mit dem Titel die Wahrheit über Katherine besser bedient gewesen wäre.
Alle anderen Charaktere bleiben flach und sorgen für keinerlei Emotionsregung bei mir. Tiefgang kann man suchen. Besonders Katherines große Liebe ist dermaßen blass und nur weichgespült, dass es fast schon weh tut. Auf mich wirkt alles zu recht gemeißelt und ich weiß nicht wirklich was damit anzufangen. Gerade Alice hätte man hervorheben müssen, doch auch sie tritt in den Hintergrund. Alice wurde kein Spielraum gelassen und die Wahrheit über sie hatte ich schon vorher erahnt. Deshalb war die Luft raus und der Aha-Effekt blieb im Standby-Modus.

Das Buch wirkte weit vielversprechender auf mich, als es sich letztendlich präsentieren konnte. Zu einem Thriller fehlt sehr viel und nur in der Anfangsphase war man gebannt, wo alles hinführen würde. Schnell merkte ich aber, dass mich die Geschichte nicht mitreißen kann und ich ganz andere Erwartungen hatte, die weder übertroffen noch ansatzweise entsprechen konnten.

Katherines Gefühlswelt wird zwar schön gezeigt, und sie muss so einiges aushalten, aber dennoch bin ich auch mit ihr nicht so warm geworden und mit den anderen Charakteren schon gar nicht. Manchmal handelte Katherine ihrem Charakter entsprechend zurückhaltend, mal schien sie mir zu locker.

Gut gefallen haben mir hingegen die drei verschiedenen Handlungsstränge, die Fragen aufgeworfen und so zum Weiterlesen verleitet haben. Dieser Aspekt hat das Buch nicht ganz zum Super-Gau werden lassen. Ansonsten wäre das Buch durchgehend zum Gähnen gewesen, da man ständig auf das Ausrasten von Alice wartet. Dieser Moment flackert aber nur schwach auf, um dann in dem überflüssigen Ende zu ersticken.

Warum dieses Buch ein Bestseller ist, ist mir nicht begreiflich.
Ich kann es nur noch mal wiederholen: Das Buch ist kein Thriller, sondern eher ein Jugenddrama.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Rebecca James - Die Wahrheit über Alice, 10. August 2011
Rezension bezieht sich auf: Die Wahrheit über Alice (Gebundene Ausgabe)
Ausgerechnet Alice, die so wunderschön, aufreizend, beliebt und unwiderstehlich ist, lädt die unscheinbare, einsame, reservierte und schüchterne Katherine zu ihrem 18. Geburtstag ein. Katherine kann ihr Glück kaum fassen, dass Alice ihr die Freundschaft anbietet, wo sie doch die Neue an der Schule ist und bis zu diesem Zeitpunkt recht zurückgezogen und in sich gekehrt lebt. Noch immer tief traurig um den Tod ihrer Schwester Rachel, die Opfer eines Gewaltverbrechens wurde, gibt sich Katherine ihrer neuen Freundin völlig hin. Zusammen mit Robbie, der Alice über alles liebt, verbringen sie ihre Freizeit und haben viel Spaß miteinander. Es scheint, als seien die Drei wie Füreinander geschaffen, als so nach und nach die wahre Alice zum Vorschein kommt.

'Und am liebsten würde ich die Wahrheit ausspucken, ehe Alice sich aus dem Staub machen kann '' ' die Wahrheit über Alice (Auszug aus Seite 220). Treffender konnte Rebecca James ihren Buchtitel nicht nennen. Die Autorin hat meiner Meinung nach einen packenden und emotional aufreibenden Thriller präsentiert, dessen Spannung von der ersten bis zur letzten Seite anhält.

Die Story wird aus Sicht von Katherine in verschiedenen Zeitabschnitten und Perspektiven erzählt.
Rebecca James beginnt ihren Plot mit dem Tod von Alice und erzählt dann Stück für Stück die Geschichte von Katherine und dem tragischen Verbrechen, das ihrer Schwester Rachel widerfahren ist. Nach und nach werden die Geheimnisse von Katherine und Alice enthüllt bis hin zur Gegenwart, in der die Freundschaft zwischen den beiden Protagonisten zerbricht und eskaliert.

Die immer wieder kehrenden Vorwürfe, die sich Katherine wegen des Todes ihrer Schwester macht, ziehen sich wie ein roter Faden durch die Story, wirken aber zu keiner Zeit ermüdend oder gar überdrüssig.

Die Figuren, deren Charaktere und Eigenarten hat die Autorin hervorragend dargestellt. Sie wirken glaubhaft, sympathisch aber teilweise auch schrecklich und unausstehlich.
Ihr Schreibstil ist flüssig und fesselnd, sodass das Buch in einem Zug gelesen werden kann.

Fazit: 'Die Wahrheit über Alice' hat bei mir einen bleibenden und emotionalen Eindruck hinterlassen. Meine Erwartungshaltung war, aufgrund der vielen Empfehlungen, sehr hoch, wurde aber in keiner Weise enttäuscht.
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Die Wahrheit über Alice
Die Wahrheit über Alice von Rebecca James (Taschenbuch - 1. Februar 2012)
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