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82 von 88 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Philip Roth kehrt zu seinen Wurzeln zurück
Mit seinem neuen Roman "Empörung" kehrt der Amerikaner Philip Roth zurück zu den Jahren seines schriftstellerischen Ursprungs. Das Amerika der beginnenden 50er Jahre des vorigen Jahrhunderts ist ein sittenstrenges, politisch fragwürdig geführtes und sich gerade im Koreakrieg ausblutendes Land.
Marcus Messner, geboren in Newark, Sohn jüdischer...
Veröffentlicht am 7. Februar 2009 von Der Buch-Vorleser

versus
5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Philip Roth nicht in Höchstform
Ich habe schon einige Bücher dieses Autors (z.B. Sabbaths Theater) gelesen. Seine Sprachvirtuosität, sein Stil, seine Erzählkunst sind mir bekannt. Bei diesem Buch sei es mir gestattet, ein wenig meine Enttäuschungen laufen zu lassen. Das Thema ist möglicherweise aus Gründen der Notwendigkeit, -- also um zuweilen ein bisschen amerikanische...
Veröffentlicht am 24. Februar 2011 von Walter


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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wunderbar, 27. Februar 2009
Rezension bezieht sich auf: Empörung: Roman (Gebundene Ausgabe)
Ein Kleinod. Ähnlich gelagert wie "Ich bin Charlotte Simmons" von Tom Wolfe, aber deutlich kuerzer und dichter, ist "Empoerung" ein wirklich èberzeugender Roman ueber eine Jugend und den Anfang eines Studiums. Der Erzàhler ist Einzelgaenger und will es auch bleiben, aber das gereicht ihm zum Nachteil. Er denkt mehr nach ueber die Sachen als andere, wohl zuviel, und am Schluss leidet er darunter.

Er ist Jude, und Philip Roth schafft es sehr ueberzeugend, dieses kleinbuergerliche Niveau mit ihren Besonderheiten zu beschreiben.

Und wen Sex dazu bringt, ein Buch zu lesen, dann ist er auch hier ein Grund: Sex kommt vor und ist ein wichtiger Driver fuer die Geschichte.

So, wenn Euch Tom Wolfe gefallen hat, werdet Ihr dies Buch lieben. Schreiben koennen sie, die Amis, das muss man ihnen lassen.
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3 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Große Handwerkskunst, 2. April 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Empörung: Roman (Gebundene Ausgabe)
Mein erstes Buch von Roth - und ich wurde gleich von Beginn weg vom Erzählstrom mit fortgerissen. Ohne auf die fesselnde Story selbst einzugehen und auf die bewundernswerte Einfühlung des Autors in den Icherzähler und viele andere positive Aspekte des Romans...Ist es nicht wunderbar, einfach die grandiose handwerkliche Fähigkeit eines Schriftstellerns zu genießen, der eine Geschichte in einer Art und Weise niederschreibt, die einen packt und nicht mehr losläßt? Sich von einem Geschichtenerzähl-Kunsthandwerkerer einwickeln zu lassen, der sich selbst ganz offenbar weniger wichtig nimmt, als sein Werkstück? Literatur a u c h als Handwerk! Sollte nicht ganz vergessen werden...Tolle Übersetzung - eh klar!
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3 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der neue Roth: Spannend und ein bißchen traurig, 11. März 2009
Von 
Rezension bezieht sich auf: Empörung: Roman (Gebundene Ausgabe)
Empörung - der neue Roman von Philip Roth. Den weltgeschichtlichen Rahmen bildet der Koreakrieg Anfang der 50er Jahre. Wieder einmal geht es um den Sohn einer jüdischen Familie aus Newark. Marcus ist ein strebsamer, braver, folgsamer und blitzgescheiter junger Mann. In ihm brodelt es aber auch, die Auseinandersetzung mit seinem Vater treibt ihn aus dem Haus in ein fremdes College viele Autostunden von Newark entfernt. Dort lernt er die schöne Olivia kennen und erlebt seine ersten Momente als Mann. Der Konflikt zwischen Anpassung und Auflehnung treibt Marcus schließlich in den Tod.
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5 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Handwerklich in Ordnung, ..., 27. Februar 2011
Rezension bezieht sich auf: Empörung (Taschenbuch)
... aber sonst? Philip Roth stellt uns einen verklemmten jungen Mann vor, den wir offensichtlich sympathisch finden sollen mit all seinen Problemen. Dieser Marcus Messner ist jedoch nichts weiter als ein überreizter, unangenehm rechthaberischer Zeitgenosse mit einer larmoyanten Attitüde, die ein erwachsener Mensch - ob damals oder heute - bestenfalls belächeln kann.
Er mag ja intelligent sein (wobei seine Intelligenz von Roth nur behauptet wird), verhält sich aber im sozialen Umgang geradezu autistisch. Also was soll das Ganze?

Philip Roth ist anscheinend gerührt bei der Vorstellung, wie schwer es ein begabter Junge in der Nachkriegszeit hatte - liest schon Bertrand Russell und muss dabei so hart in der Metzgerei arbeiten. Ja, schlimm, aber das war damals nun wirklich kein Einzelfall. Die Jugendlichen von heute müssen zwar nicht mehr so ranklotzen, werden aber auch nur für dumm verkauft und ausgenutzt. Kaum jemand in unserer verängstigten, vergreisenden Gesellschaft interessiert sich für ihre Talente und Ambitionen, wenn sie nicht gerade auf ausgetretenen Pfaden Karriere machen wollen.

Fazit: Zwei Sterne gibt es für die anschauliche Schilderung des (jüdischen) Alltags in den 50er Jahren. Wer Philip Roth noch nicht kannte, dem empfehle ich dieses relativ kurze Buch (ich hatte die Audioversion ausgeliehen), um sich einen Eindruck zu verschaffen; viele scheinen ja sehr von seinen Themen und deren Umsetzung beeindruckt zu sein.
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fesselnd und beeindruckend, 14. Juni 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Empörung (Taschenbuch)
Mein erster Philip Roth - das war auch gleichzeitig eine echte Offenbarung. Eine sehr fesselnd geschriebene, höchst spannende und dichte Gechichte, kompakt erzählt - ein Buch, das ich in einem Rutsch durchgelesen habe und das mich auch danach noch intensiv beschäftigt hat. Und mein Tip: 2011 erhält Roth den Nobelpreis!
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1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein kleiner Fehler zu viel, 2. Juni 2009
Rezension bezieht sich auf: Empörung: Roman (Gebundene Ausgabe)
Ein Fehler eines jungen Mannes, der jedem hätte passieren können... ein Buch, das das Amerika dieser Zeit so beschreibt, dass man sich als Zuschauer auf einem College im Mittleren Westen fühlt. Sprachlich brilliant, aber keineswegs schwierig zu lesen. Sehr empfehlenswert.
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1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gefährlicher Nonkonformismus, 11. März 2009
Von 
Thomas Liehr (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
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Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Empörung: Roman (Gebundene Ausgabe)
Marcus Messner ist neunzehn, Jude aus Newark (wie fast alle Protagonisten Roth') und Sohn eines Metzgers. Wir schreiben das Jahr 1951, der Koreakrieg tobt, und wer in Messners Alter ist und nicht gerade das Glück hat, ein College zu besuchen, muss täglich damit rechnen, eingezogen und auf den asiatischen Schlachtfeldern gemetzelt zu werden.

Doch der Vater, mit dem Marcus ansonsten ein gutes Verhältnis pflegt, macht dem Filius das Leben schwer: Durch seine im Alter stetig wachsende Ängstlichkeit drängt er den Sohn unfreiwillig dazu, das eigentlich bevorzugte örtliche College zu verlassen und der überzogenen väterlichen Fürsorge ins Hinterland nach Winesburg zu entfliehen, an eine dieser nur scheinbar liberalen Schulen, zwischen Traditionalismus und dem Reformdrang der Nachweltkriegszeit pendelnd. In Winesburg ist es obligat, die wöchentlichen Gottesdienste aufzusuchen, ansonsten wird man nicht zur Prüfung zugelassen. Messner ist Atheist, in der Hauptsache aber ist er daran interessiert, sein Studium schnellst- und bestmöglich hinter sich zu bringen, weshalb er das Ungemach der gemeinsamen Beterei zunächst hinnimmt. Das Unverständnis der Kommilitonen für seine hohe Disziplin beschert ihm drei Zimmerwechsel innerhalb kürzester Zeit, was den Dekan der Universität auf den Plan ruft. Rasch gilt der exzellente, eigenbrötlerische Schüler als aufmüpfig, wenigstens unangepasst, und als ein Mädchen, mit dem Marcus einige Male ausgegangen ist, einen Selbstmordversuch verübt, spitzen sich die Ereignisse zu.

Der Konflikt des intelligenten, etwas - aber nicht über die Maßen - selbstgerechten Messner besteht darin, einfach nicht in Ruhe gelassen zu werden, aber auch keine faulen Kompromisse eingehen zu wollen. Seine Position ist nachvollziehbar, die Anschuldigungen sind haltlos, aber der junge Student sieht sich wachsendem Druck ausgesetzt - wie zu Hause. Als er sich schließlich, von falschen Freunden beraten, dazu durchringt, wie alle anderen ein wenig zu mogeln - vor allem, um nicht mehr angefeindet zu werden -,hat das fatale Folgen.

Diese vergleichsweise kurze Erzählung des Altmeisters bezieht ihre Spannung aus der ruhigen, fast ausgeglichenen Erzählweise, deren Kraft sich erst nach und nach entfaltet. Das Buch wirkt manchmal ein wenig glatt, verfügt aber über eine hohe Dichte und fraglos auch Brillanz, wenn die altklugen Diskussionen zwischen Messner und seinem Dekan auch etwas aufgesetzt und akademisch daherkommen, vor allem, wenn der junge Student absätzelang aus dem Gedächtnis Russell zitiert. Ungeachtet dessen begegnet man in "Empörung" einem Philip Roth aus der Zeit irgendwo zwischen "Portnoys Beschwerden" und "Anatomiestunde", voller Energie, Witz, Frische und literarischer Wut. Seine Anklage der nivellierenden Gottgefälligkeit und Konformität amerikanischer Institutionen ist dabei zeitlos geraten.
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3 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Das tragische Ende eines jungen Mannes und wie es dazu kam, 15. Februar 2009
Rezension bezieht sich auf: Empörung: Roman (Gebundene Ausgabe)
Grundsätzlich sehe ich den Werken renommierter Schriftsteller, die im fortgeschrittenen Lebensalter fast jährlich einen neuen Roman veröffentlichen, skeptisch entgegen. Zu oft dient die Herausgabe dieser späten Werke nur noch der Selbstdarstellung des eitlen Autoren-Egos, literarisch wertvoll oder lesenswert ist vieles aber nicht mehr.
So ging es mir auch mit dem neuen Roman "Empörung" von US-Vielschreiber und Starautor

Im Gegenteil, Roth ist ein eindringlicher, kurzer Roman gelungen, in dem erzählt wird, wie ein junger Mann genau dem verhängnisvollen Schicksal, dem er so vehement entrinnen möchte, unaufhaltsam immer näher kommt.

Dieser junge Mann ist Marcus Messmer, einziger Sohn eines hart arbeitenden jüdischen Metzgerehepaars. Die Geschichte spielt um 1951, Marcus ist 19 Jahre alt und hat sein erstes Jahr auf dem College, das er in seiner Heimatstadt Newark besucht, erfolgreich hinter sich gebracht. Er hat Glück, dass er einen Studienplatz hat, denn dieser bedeutet für ihn, dass er nicht wie andere junge Männer in seinem Alter in die Armee eingezogen und zum Kriegseinsatz nach Korea geschickt wird. Marcus ist ein sehr gewissenhafter Student, der regelmäßig Bestnoten schreibt und später einmal Rechtsanwalt werden möchte. Er ist der ganze Stolz seiner Eltern, das Verhältnis zwischen Eltern und Sohn ist herzlich, wird jedoch zunehmend anstrengend für Marcus, als sein Vater beginnt, sich immer mehr Sorgen um ihn zu machen.

Diese Sorgen sind irrational und vollkommen unbegründet, der Vater reagiert jedoch bei kleinsten Anlässen, z.B. wenn Marcus abends nicht zu einer bestimmte Uhrzeit nach Hause kommt, vollkommen hysterisch. Da die Angst des Vaters, seinem geliebten Sohn könne irgendetwas zustoßen, immer weiter zunimmt, entschließt sich Marcus, sein Studium weit entfernt von zuhause, nämlich an einem College in Ohio, fortzusetzen.

Obwohl Marcus an seinem neuen College nichts anderes will, als fleißig zu studieren und sich dabei von nichts ablenken zu lassen, einen guten Abschluss zu machen und die Erwartungen seiner Eltern zu erfüllen, geht hier von Anfang an alles schief. Marcus gerät in einen Konflikt mit einem sozial unverträglichen Zimmergenossen, eckt an, als er in keine Studentenverbindung eintreten möchte, verliebt sich in eine psychisch labile Kommilitonin und legt sich mit dem Dekan des Colleges an.

Da der Roman rückblickend aus Marcus' Perspektive als im Koreakrieg gefallener junger Mann erzählt wird, ist der Leser bereits sehr früh mit dem tragischen Ende des Protagonisten vertraut. Gerade durch die Vorwegnahme des Endes baut Roth geschickt die Spannung auf, da sich der Leser verwundert fragen muss, wie es nur dazu kommen konnte. Dass Marcus in die Armee eingezogen wird, kann nur das Ergebnis eines Rausschmisses aus dem College sein - aber wie konnte das passieren? Marcus schreibt die besten Noten, will sich durch nichts von seinem Studium ablenken lassen - aber trotzdem kann er seinem Schicksal nicht entrinnen.

Auch wenn es in der Handlung einige Ungereimtheiten bzw. nicht ganz nachvollziehbare Wendungen gibt, so ist der Roman doch sehr routiniert erzählt und spannend aufgebaut. Für mich besonders wichtig ist, dass ich mich in den Protagonisten hineinversetzen kann - auch wenn ich sicherlich einiges anders gemacht hätte als er, so verstehe ich dennoch, warum dieser so und nicht anders handelt. Das ist für mich ein sehr wichtiges Kriterium für einen guten Roman.

Empörung
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1 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen gutes Buch aber was soll das Thema, 12. Dezember 2009
Rezension bezieht sich auf: Empörung: Roman (Gebundene Ausgabe)
klar, p. Roth ist ein begnadeter Autor, einer, der vor allem die Gefühlswelt des Mannes tief abbildet. Aber an diesem Buch stört mich das Thema. Die Moral der 50er in Amerika, was soll ich damit heute noch? Dafür gibt es schon Salingers "ein Fänger im Roggen" und Silistoes "die Einsamkeit des Langstreckenläufers". Das Buch von Roth in der Jetztzeit, mit den moralischen Problemen von heute und es wäre ein wirklich großes Buch!
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Empörung
Empörung von Philip Roth (Taschenbuch - 1. November 2010)
EUR 8,99
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