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4.0 von 5 Sternen Einblicke in die Geschichte und die Mentalität eines Kontinents
Andreas Altmann macht sich von Deutschland aus via Sydney auf den Weg durch Australien. Dabei ist er drei Monate fast ständig unterwegs: per Anhalter, Bus, Bahn oder Flugzeug. Unterwegs trifft er viele Menschen und kann sie für bereichernde Gespräche gewinnen. Auffällig häufig sind es Australier erster Generation, also solche Menschen, die im...
Veröffentlicht am 28. März 2010 von anushka

versus
5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Besserwisserisch, überheblich, teilweise arrogant, Sprache: "modern"
Ich hatte mir dieses Buch - zum Glück billig und gebraucht - gekauft, weil ich mich im Urlaub auf einen schönen Reisebericht gefreut habe. Herrn Altmann habe ich erstmalig beim "Kölner Treff" mit Böttinger gesehen, als er über das Das Scheißleben meines Vaters, das Scheißleben meiner Mutter und meine eigene Scheißjugend...
Veröffentlicht am 19. Februar 2012 von Rudido


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14 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Einblicke in die Geschichte und die Mentalität eines Kontinents, 28. März 2010
Rezension bezieht sich auf: Im Land der Regenbogenschlange: Unterwegs in Australien (Taschenbuch)
Andreas Altmann macht sich von Deutschland aus via Sydney auf den Weg durch Australien. Dabei ist er drei Monate fast ständig unterwegs: per Anhalter, Bus, Bahn oder Flugzeug. Unterwegs trifft er viele Menschen und kann sie für bereichernde Gespräche gewinnen. Auffällig häufig sind es Australier erster Generation, also solche Menschen, die im Verlauf ihres eigenen Lebens aus einem anderen Land nach Australien eingewandert sind. Und laut ihren Erzählungen scheint Australien auch wesentlich offener gegenüber Flüchtlingen des zweiten Weltkriegs gewesen zu sein. Aber Altmanns Berichte erzählen auch von einem intoleranten Australien und einer sehr gewalttätigen Geschichte gegenüber den Ureinwohnern. Altmanns Buch dient also keineswegs dazu, sich ein verklärtes und romantisiertes Bild dieses riesigen Landes aufzubauen. Im Gegenteil, häufig ist Altmann in (Zitat) "Kuhdörfern" unterwegs, die weder Unterhaltung noch manchmal eine ordentliche Unterkunft zu bieten haben. Die Trostlosigkeit in diesen verwaisten Orten macht der Autor fast greifbar. Und er bringt einem Episoden nahe, die man im eigenen Urlaub wohl nur sehr selten erleben wird.
Und genau dies macht Altmann dem Leser (?)/anderen Reisenden zum Vorwurf. Oder den Menschen insgesamt. Er verdammt den Massendrang und die Durchschnittlichkeit und verkennt dabei, dass es Individualismus nur geben kann, wenn es auch eine breite Masse gibt, von der man sich abhebt. Er moralisiert: die Menschen sollten für sich selbst denken (sicher ein wunderbares Ziel, aber nicht jeder verfügt über die geistigen Kapazitäten) und sich nicht von der Konsumgesellschaft einlullen lassen. Für den Autor mag eine Busfahrt durch das australische Outback ein Highlight sein, für Ortsansässige hat es aber sicherlich längst seinen Reiz verloren und daher wenden sie sich von der Landschaft ab und dem Fernsehschirm zu.
Altmanns Stil ist aber selten derart moralisierend, dass man das Buch weglegen möchte. Erfrischenderweise bezeichnet er sich selbst als Lästerer und das nimmt vielen Bemerkungen die Spitze. Teilweise ist er auch zynisch und ich konnte auch sehr lachen, wenn er - selbst in ernsten Angelegenheiten - absolute Absurditäten aufzeigen konnte. Überwiegend habe ich seinen Stil also sehr genossen. Altmann erzählt selten von sich selbst und dafür mehr die Geschichten seiner Begegnungen. Und er geht auch auf historische Anekdoten ein, ja, er sucht sie geradezu. Beispielsweise berichtet er nicht pauschal von der Besiedlung Australiens durch englische Sträflinge, sondern sucht sich Einzelschicksale heraus um beispielhaft zu skizzieren.
Was mir den Autor noch viel sympathischer macht: ständig liest er irgendein Buch. Mich würde wirklich interessieren, wieviele er in seiner Zeit in Australien gelesen hat. Er folgt Empfehlungen, die er australischen Radiosendungen und Zeitungen entnommen hat. Und hat ihm eins gefallen, berichtet er in seinem Buch auch davon.
Ein letzter Kritikpunkt sei noch erwähnt. Es drängt sich mir eine Frage penetrant auf: gehört zum richtigen Reisen und dem Schreiben von Reisebüchern eigentlich immer der Konsum von Drogen? Das ist mir bereits bei Helge Timmerbergs "In achtzig Tagen um die Welt" aufgefallen. Glücklicherweise thematisierte Altmann seinen eigenen Drogenkonsum weit weniger ausführlich. Und die Nebenwirkungen schienen bei ihm ja auch Reue ausgelöst zu haben.
Als Fazit kann ich nur jedem, der sich für das Reisen und fremde Länder interessiert, dieses Buch empfehlen. Natürlich wird er keinen objektiven Abriss der größten Sehenswürdigkeiten erhalten, dafür kann man Reiseführer lesen. Für mich bleibt dieses Buch definitiv hängen, ich habe einiges dazugelernt und mich mit vielem kritisch auseinandergesetzt (wahrscheinlich war das sogar die heimliche Absicht des Autors). Ich habe den Autor auf einer interessanten Reise begleitet und werde auch in Zukunft seine virtuelle Reisebegleitung bleiben.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Besserwisserisch, überheblich, teilweise arrogant, Sprache: "modern", 19. Februar 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Im Land der Regenbogenschlange: Unterwegs in Australien (Taschenbuch)
Ich hatte mir dieses Buch - zum Glück billig und gebraucht - gekauft, weil ich mich im Urlaub auf einen schönen Reisebericht gefreut habe. Herrn Altmann habe ich erstmalig beim "Kölner Treff" mit Böttinger gesehen, als er über das Das Scheißleben meines Vaters, das Scheißleben meiner Mutter und meine eigene Scheißjugend erzählt hat. Meine Vermutung war schon damals - obwohl ich das "Scheißleben" interessant fand, dass ganz viel Bitternis in diesem Mann steckt. Jedoch hätte ich nicht erwartet, dass ich diese im Reisebericht wiedergefunden hätte.
Ich dachte, ein Reisebericht soll Lust auf mehr machen, auf das Selbererleben fremder Länder, für die Entdeckungen des Schönen im Kleinen, ein Aufruf, genauer hinzuschauen auf die Pflänzchen am Wegesrand.
Stattdessen schnöselte mir dieser überzeugte Raucher etwas über sein Verständnis von Freiheit... soweit ok, wenn er nicht gleichzeitig die Lebenseinstellungen der Unwissenden, Angepassten, Dahergelaufenen, Nichtraucher, Standardmenschen so abwerten würde. Auch der Ton ist so gehalten, dass man sich irgendwie dumm vorkommt, weil man nichts über die Massaker an den Ureinwohnern wusste. Und diese "Größe" seinerselbst, weil er sich mit den Pennern von Sidney einlässt und ihnen Geld zusteckt. Oh ja, schaut her, so sozial und aufgeschlossen ist er.
Die Lebenslooser sind beim Autoren die Reihenhausbesitzer, die einen Pauschalurlaub mit Tagesausflügen buchen. Und er lässt seinen Leser spüren, dass er sie verachtet. Vielleicht erzeugt er bei dem ein oder anderen sogar ein schlechtes Gewissen. Aber woher nimmt Herr Altmann seine eigene Moral? M.E. sehr zweifelhaft.
Die Sprache ist wohl jene, die man heutzutage als modern bezeichnen muss. Teilweise Gedankenfetzen, oft unvollständige Sätze. Daran möchte ich gar nichts beanstanden; es würde besser funktionieren, wenn mir der Text (oder der Autor) sympatischer wären. Aber so...
Ich habe es nur bis zur Seite 78 geschafft, diese Überheblichkeit zu ertragen. Meine Hoffnung, inspirierende Bücher für weitere Reisen zu finden, für Entdeckungen, vor allem für Lebenslust, werde ich nicht über Altmann erfüllen können. Schade.
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23 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Herrn Altmann gehts nicht wirklich gut!, 24. September 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Furchtbar! Andreas Altmann hat keinen Reisebericht im eigentlichen Sinne verfasst. Man gewinnt bereits nach wenigen Seiten den Eindruck, er würde nur reisen, um in aller Welt die Bestätigung für seine Theorie zu suchen, dass alles sowieso nur schlecht und überhaupt alle Welt böse ist.
Ätzende Kommentare aus einer verätzten Seele über nahezu alles was ihm im Laufe seiner Reise durch Australien begegnet. Wenn einer der auftretenden Charaktere Herrn Altmann mal ein positives Fazit entlockt, dann allenfalls, wenn dieser seine Weltsicht teilt oder zu den vollends Abgestürzten zählt, die es irgendwie "aushalten" und unter der Last der Welt nicht zusammenbrechen. Dies scheint auch das Hauptproblem Andreas Altmanns zu sein, da alle paar Seiten seine Lieblingsphrase "die Dinge aushalten" auftaucht und im Zusammenhang dann einen kurzen Blick auf sein verbittertes Innenleben zulässt. So ist er auch die ganze Reise über mit dem "Aushalten" so beschäftigt, dass er vollends vergisst, dass er über Australien schreiben wollte. Aber über lächerlichen Alltagsquatsch, der jederzeit überall auf der Welt genauso passiert, kommt er dabei nicht hinaus. Dieses Buch hätte er auch schreiben können, wenn er sich ein paar Tage im Frankfurter Hauptbahnhof herumgetrieben hätte. Wahrscheinlich hätte er da mehr zu erzählen gehabt.

Alles in allem die ängstliche Selbstdarstellung eines "Mannes", der gerne als "Lonesome Wolf" gesehen werden möchte, aber als "angstbeissender Köter" im Gedächtnis bleibt. Journalistisch wertlos, da zu befangen, schriftstellerisch reizlos, da nicht in der Lage, Bilder im Geiste des Lesers zu entfalten.

Den mahnenden Fingerzeig, den meine Vorrezensenten zum Teil erkennen mochten, kann ich nicht sehen, da sich Altmanns Sicht der Dinge auf ein "ich habs ja immer gewusst" oder "sowieso alles Sch..." reduziert. Das bleibt dann auch als Fazit für dieses Werk.

De zweiten Stern gibt es, da ich Herrn Altmann nicht vorwerfen möchte, dass sein im Stile des ZDF-Kommentars verfasstes Buch sprachlich ungewandt wäre. Doch zu mehr reicht es leider nicht.
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18 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen an den Leser einen Brief, 20. März 2009
Andreas Altmann war unterwegs in Australien.
Peter A. Bruns war ihm auf den Versen.

Die Bücher des versierten Autors Andreas Altmann, lassen sich nicht mehr an zwei Händen abzählen. Im Land der Regenbogenschlange. Unterwegs in Australien, ist sein elftes Buch. Ich durfte also einen großen Schatz an literarischer Erfahrung annehmen. jedoch, don't judge a book by it's cover.
Der Autor Altmann, hat sein Buch, mit dem vorangestellten Motto von André Gide, Ein Buch ist verfehlt, welches den Leser unversehrt lässt", ohne Not einem Anspruch ausgesetzt, den es, jedenfalls für mich, nicht erfüllen konnte. Ich fühle mich nach der Lektüre, so unversehrte" wie zuvor.
Altmann möchte die Menschen besser machen". Das ist ehrenwert und er appelliert darum, verzweifelt an seine Leserinnen und Leser. Er denkt und schreibt wie ein flotter, junger Reporter, obwohl er immerhin auf die Sechzig zugeht. Das zeichnet einen guten Bericht aus, und mehr soll sein Buch auch nicht sein, laut Vorwort. Ein Bericht (kein Roman) für die Minderheit" und nicht für die Tranigen, die Luxusgeschöpfe, die Glotzer, die Virtuellen, die Langschläfer und all die anderen ..." und so eifert Altmann fort und fort und schließt nach Gutdünken aus, wer Einlass begehrt, wie ein Türsteher vor einer Disco. Jedoch warum? Was ist so besonderes in dieser Buch-Disco" zu finden? Ich wollte es wissen, schlich mich rein, obwohl eine innere Stimme mir sagte, was kommen würde. Na gut, ich las also weiter. Mit Sprüchen großer Meister" wie eben Gide es war und ihren goldenen Weisheiten, ist es ja oft so eine Sache. Wie Autor Altmann, Mister Rosenberg auf Seite 287 sagen lässt: Lass dich nicht verführen, denk für dich selbst." Das versucht der Autor auch durchweg über 319 Seiten lang, bis er am Ende, buchstäblich ausrutscht. Australien hat ihn zuletzt umgehauen. Um mehr dürfen Leserinnen und Leser nicht bitten. Doch, von vorn.
Wer von Europa nach Australien fliegt, verliert einen Tag seines Lebens", schreibt Altmann als ersten Satz, nach diesem frechen Vorwort", indem er, wieder voller Zorn, mit den Arrivierten der Welt abrechnet. Ein Faible von ihm. Ich dachte: Einen Tag seines Lebens verlieren", kann man auch beim lesen.
Schimpfen ist jedermanns gutes Recht und einem Reporter (der Altmann auch ist)nimmt man das nicht krumm. Altmann wollte, Zitat: dem Leser einen dicken Brief schreiben, ein Buch eben". (Jesus Maria, schrieb Jean Paul nicht dickere Briefe an Freunde?") Es ließt sich aber eher, wie eine Publikumsbeschimpfung. Altmann klärt mich jedoch von Seite 111 bis 113 auf. Er zieht vom Leder, über jene, die ihn dauernd kritisieren und zeigt wie tolerant er doch ist und nun? Was ist? Ich verstehe ihn ja durchweg. Als Siebzehnjähriger habe ich auch gedacht: Lieber Gott, die Welt ist schlecht, mach eine andere!" Aber warum all das in diesem Buch, mit diesem Umschlagsbild. Solch pubertärer Frust ist was für die Titanic. Oh Altmann. Willst du die Ursach erforschen, warum du kein Seraphim wurdest? Entdecke erst Stolzer! Weswegen du keine Milbe geworden". Usw. schreibt E. C. Kleist an Herrn Sulzer.
Andreas Altmann flog also nach Australien, doch während des Lesens meinte ich, einer flog übers Kuckucksnest". Die Seiten sind voll von Paris-Hilton-Typen, Burkini-Storys, sogar Prinzessin Diana und Prince Charles kommen vor und die BBC, die ABC und Tom Dick and Harry. O-Ton: Man will schmunzeln, und dann will man schreien". Wie wahr. Seine überhebliche Kritik, in sein literarisches Werk, wahllos eingestreut, an jeder Unvollkommenheit der Menschen nörgelnd, sein ständig erhobener Zeigefinger nervte mich zunehmend. Dass die Welt zu 49% von Dummheit regiert wird, wissen wir Bücherwürmer ja.
Altmann schreibt auch durchaus schöne und interessante, lesenswerte Zeilen über Australien und die Landschaft, die Menschen die er dort traf. Doch flugs werden die Zeilen, will man sie einmal pur genießen, immer wieder, wie italienische Nudelgerichte mit Parmesan bestreut. Mit bekanntem, weltkritischen Käse eben. Schade, sehr schade. Die bekannten Perlen vor ...
Moralisches und/oder pathetisches (auch ruhig außergewöhnliches) Handeln seiner Protagonisten, ist spannender zu lesen, als ätzende Monologe. Die Seiten sind voll von ungewöhnlichen Typen, denen Altmann auf Schritt und Tritt begegnet, oder die im Flieger neben ihm sitzen, und er versucht sie zu beschreiben und da liegt sein Problem. Diese Kritik an Mensch und Tier, taucht auf fast jeder Seite auf, wie aus der Pistole geschossen, und verschwindet im Pulverdampf.
Es regnet Menschen wie junge Hunde" und wie junge Hunde, entwickeln sie, nur in Ansät-zen, literarischen Charakter. Der Hintergrund der Menschen, ihre Umgebung, wird ebenso behan-delt. Die Landschaft Australiens zieht meistens, nicht immer, beim lesen so substanzlos vorbei, wie in einem Daumenkino. Ich höre gern NDR-Kultur, und empfand die Buchseiten so, als hätte mein Welt-Empfänger, von Seite zu Seite, ständig unkontrolliert zum Enjoy-Radiosender gewechselt, kreischende Musik mit Banalitäten vermengt, und sämtlichen Weltproblemen. Vom Leiden der Aborigines" bis zu Plattitüden wie: Geld wäre weder gut noch schäbig. Die Frage ist immer, wie man damit umgeht". Das alles, samt Werbung und Negativnachrichten im 15 Minuten-Takt. Das hat wenig mit Australien zu tun. Fair Dinkum Mate.
Hermann Hesse, mein Jugendidol, wird mir von Wolke sieben aus, wieder mit dem Zeigefinger drohen, denn er schrieb: Urteile sind nur wertvoll, wenn sie bejahen, jedes verneinende, tadelnde Urteil, wenn es als Beobachtung noch so richtig ist, wird falsch, sobald man es äußert".
Sei's drum, es mag stimmen, sicher wird es stimmen, doch ich sag's trotzdem: der Inhalt des Buches, wird seinem Umschlag, mit dieser Regenbogenschlange, dieser mythischen, australi-schen Flusslandschaft, nicht gerecht. But, what the ... Sorry about that, Hermann.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Australien, ein Reiseführer (auch für Unangepasste), 18. April 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Im Land der Regenbogenschlange

1992 hatte ich das große Glück für einige Wochen für einen Arbeitseinsatz nach Australien zu reisen.
Als begeisterter eBook Leser fand ich vor einigen Tagen eher zufällig das Buch von Andreas Altmann. Schon nach den ersten Probeseiten war ich begeistert. Jetzt, nach dem ich es von Anfang bis Ende mit Vergnügen gelesen habe, kommt es ganz oben in meine Lieblingsbücherliste und bekommt von mir fünf Sterne und alle Sterne des australischen Nachthimmels.
Andreas Altmann bereist Australien in alle Richtungen und seine Erfahrungen, die er sammelt sind eine Fundgrube für alle, die mutig auch den Australischen Outback bereisen wollen. Ich fand alles wieder, was ich dort selbst empfunden habe. Er schildert auch die Erfahrungen von Auswanderern, wenn er von den vielen Begegnungen mit ihnen berichtet. Wesentlich für ihn sind Gespräche mit ungewöhnlichen Menschen, an ungewöhnlichen Orten, auf den Stationen seiner Reise durch die großen Städte und durchs weite Land.

Mich erfreute seine frische Sprache. Unangepasst und mit einem tiefgründigen Humor berichtet er über diesen fernen und fremden Kontinent. Herr Altmann erzählt von seiner abenteuerliche Suche nach dem Wesen und Werten Australiens.
Der Autor berichtet von persönlichen Erfahrungen und seine Ironie blitzt immer wieder wie die Sonne hinter ziehenden Wolken. Für ihn ist das ganze Leben eine Reise. das war für mich auch eine wesentliche Botschaft. Selber denken, den Mut unangepasst zu bleiben, die Freiheit des Geistes hochhalten, mit unverstelltem Blick in diese ungewöhnlichen und fremden Landschaften schauen, denen er sich mit großer Liebe zu den Menschen, auch den Ureinwohnern erzählend nähert.
Was mir gefällt ist sein Malerblick. Genau beobachtet er die Weite und Wildheit dieses fernen Kontinents und lässt Bilder im Kopf des Lesers entstehen.
Ich fand es einfach großartig, wie Herr Altman es schafft mich für viele Stunden durch ein Lesevergnügen zu führen und dabei nie versucht mich mit seiner Weltsicht zuzukleistern.
Völliges Verständnis habe ich für das selbstbewusste Auftreten des Weltreisenden. Diese Eigenart wirkt vielleicht auf den ersten Blick wie ein überdimensionales Ego, aber wer ohne ein gut entwickeltes Ich auf Reisen geht, wird nicht weit kommen.
Im Land der Regenbogenschlange: Unterwegs in Australien
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14 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen FINGER WEG !!!, 27. Juli 2011
Rezension bezieht sich auf: Im Land der Regenbogenschlange: Unterwegs in Australien (Taschenbuch)
Was für ein schlechtes Buch...

Ich hatte mir ein Buch erwartet wie Bill Bryson's "Down Under/In a Sunburned Country" - und wurde bitter enttäuscht.
Bryson konnte man vorwerfen, dass er manchmal einfach zu typsich amerikanisch war - Altmann ist das Abbild des typisch deutschen "Linken", der sich seinen Mitmenschen durch seine Pseudoaufgeklärtheit und Pseudotoleranz überlegen fühlt. Wie hohl diese seine Toleranz ist, zeigt er dann, wenn es um Leute geht, mit denen er nicht klarkommt, oder die in seinen Augen eine falsche Weltanschauung haben...

Ebenso spottet es jeder Beschreibung, wenn der Autor dieses Buchs sich nach ausgedehnten Reisen im Outback sich freut, mal wieder in eier Großstadt zu sein, da er ja eigtl ein Großstadtmensch sei und ihm die Provinzialität von ländlichen Regionen prinzipiell störe. Warum unternehme ich dann so eine Reise...?

Dazu kommt, dass Herr Altmann viel zu wenig auf Land und Leute eingeht, sondern den Leser meistens von seiner schlechten Laune, seiner Arroganz und seiner schweren Kindheit berichtet.

Würde man die nützlichen Berichte und die interessanten Geschichten zum Land herausziehen und den Rest aussondern hätte das Buch statt 330 Seiten im besten Falle nur noch etwa 100.

Wer dieses Buch lesen möchte als Reiselektüre und -vorbereitung für Australien: Lasst auf jeden Fall die Finger davon! Es gibt weit besseres.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Es menschelt in Australien, 4. Oktober 2013
Gibt es einen billigeren Urlaub als den im Kopf? Nein. Aber dann kommen die Bücher über die Länder, von denen man träumt. Selten verirre ich mich in die Reiseliteratur, meist lese ich Autoren fremder Länder, die haben weniger Scheu das Dunkle aufzuzeigen. Es war also blanker Zufall, dass ich auf jenes Buch stieß.

Wenn Sie Neckermann-Reisen bevorzugen, brauchen Sie kein Buch lesen, auch nicht dieses, denn dort ist ja alles inklusive. Und das Great Barrier Reef, das Schönste, Beste, Tollste, was man je gesehen haben muss. Und Sidney natürlich. Und ...

Andreas Altmann liebt Geschichten. Geschichten von echten Menschen und er hat keine Scheu, sich alles anzusehen. Wo andere Rezensenten Zynismus orten, kann ich nur sagen: die Wirklichkeit ist nicht rosarot. Und das wäre auch fad, zumindest mir und auch dem Autor.

Ich sehe ihn schmunzeln, wenn Leute ihm phantastische Geschichten erzählen, die jeglicher Wahrheit entbehren, aber gute Geschichten sind. Er hat keine Scheu, dort hinzusehen, wo es weh tut. Und andere nur Sarkasmus orten. Ich konnte Schmerz spüren. Retten? Nein, retten will er niemanden, aber aufzeigen. Es ist nicht schön zu sehen, wie Aborigines dem Alkohol verfallen. Aber es noch weniger schön, es zu verschweigen.

Jeder, der Australien kennt und liebt, weiß von der Problemen dieses Landes.
Ja, es gibt viele Spielhöllen und ich kenne Städte, wo Bürger sich bemühen, dass keine errichtet werden.
Ich habe mit Menschen gesprochen, die gegen Wochenendsiedlungen kämpften, die in Naturschutzgebieten errichtet werden.
Ich bin durch eine eintönige neuerrichtete Eigenheimsiedlung gefahren und habe verzweifelt einen Weg nach draußen gesucht, denn alles sah gleich aus.
Das alles ist nicht schön.

Aber es gehört zu Australien, das ich liebe. Und weil ich es liebe, suche ich auch nach den Schattenseiten. Die Werbeanzeigen kenne ich, die drängen sich auf und sind lästig, wie die Fliegen im Outback.

Und wer noch nie mit Rucksack unterwegs war, der weiß die Freude über ein richtiges Bad und Einzelzimmer nicht zu schätzen.

Andreas Altmann ist persönlich, er schreibt, was er mag und was er nicht mag. Ja, er ist ein Mensch mit eigenem Geschmack. Das andere darin eine Ermahnung, ein Urteil sehen, zeigt ihre Unsicherheit, ob ihr Leben - so gelebt - das richtige ist, denn ich habe kein Urteil herausgelesen. Da macht er sich schon eher über eigene Marotten lustig. Gedämpft, zwar, aber wenn er sie nicht als Marotten erkannt hätte, würde er sie uns verschämt verschweigen. Ich hörte ihn lachen und weinen. Denn manchmal war da ein wenig Trauer, dass Dinge so sind, wie sie sind.

Nur wer richtig liebt, will alles sehen, das Gute und das Schlechte.

Andreas Altmann will sehen. Und wenn ihm manchmal schlecht wird, beisst er sich durch und schreibt es auf. Damit auch andere wahrhaftig lieben können.
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen na ja,..., 27. Februar 2009
Zwischendurch ist das Buch ja ganz kurzweilig und sogar komisch. Meistens hatte ich aber das Gefühl, das der Autor mir Zeigefinger wedelnd und irgendwie penetrant seine Weltsicht und Meinung zum Leben allgemein und dem Australier insbesondere aufnötigen will. Weiß nicht, ich brauch so eine überhebliche Belehrung eigentlich nicht. Schade, denn er war ja wohl wirklich in originellen Ecken des Landes unterwegs. Aber das stete Geseiere über Gut und Böse hat das andere für mich erstickt.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das alternative Australien-Buch, 30. Dezember 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
In diesem Buch erfährt man viel über das Australien, das Touristen nur selten zu sehen bekommen. Sehr persönlich, spannend, und durchaus kritisch geschrieben.
Aus eigener Erfahrung kann ich die Realitäten über das Leben in Australien ausserhalb der Zentren nur bestätigen....
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11 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Darfs auch etwas weniger sein?, 2. August 2010
Rezension bezieht sich auf: Im Land der Regenbogenschlange: Unterwegs in Australien (Taschenbuch)
Eigentlich, eigentlich könnte dieses Buch das derzeit beste Buch zum Kontinent Australien auf dem deutschsprachigen Literatursektor sein.
Ganz uneigentlich ist es das aber leider nicht.
Eine wirklich gut gewählte Reiseroute, eine wirklich angenehme und oftmals packende Sprache, ein ganz anderes Australien als es die meisten Touristen und auch viele Autoren erleben.
Was fehlt also? Nichts, dieses Buch hat etwas zu viel. Nämlich die ermüdenden, oftmals einfach sinnlos einfließenden moralischen Monologe des Herrn Altmann.
Hier werden die üblichen Vorurteile bedient, es wird bis zum Erbrechen neoliberales und pseudo-linkes jedoch gleichzeitig massiv intolerantes Gewäsch erzeugt und "scheiße" gefunden, dass selbst mir, der sich mit dem einen oder anderen Grundgedanken den Herr Altmann hier anzubringen versucht durchaus identifizieren kann, die Galle hochkommt, noch dazu weil der Lesefluss hierdurch einfach erheblich gestört wird. Einfach nur schade.
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Im Land der Regenbogenschlange: Unterwegs in Australien
Im Land der Regenbogenschlange: Unterwegs in Australien von Andreas Altmann (Taschenbuch - 1. März 2010)
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