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54 von 54 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein echter Schmöker
Die Geschichte von Henry N. Brown hat mich von Anfang bis Ende gefesselt. Ich bin in diesem wunderbaren Buch versunken wie in einem bequemen Sessel und habe begleitet von der Stimme des Teddybären Henry eine Wanderung durch über achtzig Jahre Zeitgeschichte gemacht.
Henry wird in Bath, England, von einer einsamen jungen Frau hergestellt, die im ersten...
Veröffentlicht am 18. Oktober 2008 von Fräulein Mia

versus
9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein bißchen zu viel von allem
Zugegeben: Die Idee, einen Stoffbären durch die Weltgeschichte (im wahrsten Sinn) reisen zu lassen, ist gut und zum Teil auch schön umgesetzt. Aber eben nur zum Teil. Da ich selbst "Teddy-Liebhaberin" bin und mich auch gern "rühren" lasse (auch schon mal zu Tränen), nahm ich nach dem Lesen der anderen Rezensionen an, daß dies genau das richtige...
Veröffentlicht am 30. November 2011 von Britta Bärenike


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54 von 54 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein echter Schmöker, 18. Oktober 2008
Die Geschichte von Henry N. Brown hat mich von Anfang bis Ende gefesselt. Ich bin in diesem wunderbaren Buch versunken wie in einem bequemen Sessel und habe begleitet von der Stimme des Teddybären Henry eine Wanderung durch über achtzig Jahre Zeitgeschichte gemacht.
Henry wird in Bath, England, von einer einsamen jungen Frau hergestellt, die im ersten Weltkrieg ihren Mann verloren hat. Als sie dem Teddy das zweite Auge annäht, erblickt Henry das Licht der Welt.
Henry kann nichts tun, außer zu denken und zu sehen, zu hören und zu riechen. Er ist der Welt ausgeliefert und gerade das macht ihn zu einem so besonderen Erzähler. Er kann sich über alles wundern und alles in Frage stellen, was ihm geschieht, denn es kann ihn ja sowieso niemand hören.
Doch wie es das Bärenschicksal will, bleibt Henry nicht lange bei Alice, er tritt seine Lebensreise an, die ihn nach London führt, wo er in einem Verlegerhaushalt nebenbei Virginia Woolf und anderen literarischen Größen begegnet, er kommt nach Frankreich, wo er den Einmarsch der deutschen Truppen erlebt, nach Norwegen - in zweifelhafter Mission als Okkupant - , nach Frankreich, wo er die Liebe seines Lebens trifft, nach Italien, wo er in Florenz die Aufräumarbeiten nach einer Flutkatastrophe überwacht, in die Schweiz, wo er lernt, das Neutralität ein Fluch sein kann, nach Ungarn, wo Freiheit noch klein geschrieben wird und schließlich nach Wien. Ich will nicht zu viel verraten, denn diese Reise ergibt sich, wie ein Fluss sich seinen Weg bahnt, natürlich, zufällig, selbsterverständlich. Man muss nicht mehr tun, als sich einfach mittreiben zu lassen.
Mir hat es unglaublich viel Spaß gemacht, dieses Buch zu lesen, ich habe zu keiner Zeit an dem Bären gezweifelt, wohl aber manches mal die Menschen in Frage gestellt.
Henry N. Brown hat sich einen Platz in meinem Herzen gesichert, ich muss mich nicht schämen, dass das bewegendste Buch, das ich in diesem Herbst gelesen habe, die Lebensgeschichte eines Teddys ist.
Leuten, die gerne schmökern, sei dieses Buch wärmstens empfohlen. Bald ist ja schon wieder Weihnachten, wie uns die Lebkuchen in den Supermärkten verraten. Warum nicht auch schon mal ein Weihnachtsgeschenk kaufen? Ich weiß, welches Buch ich verschenke!!!
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82 von 85 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hinreißend!, 14. Oktober 2008
Von 
Nein, das ist kein Kinderbuch, so harmlos das Cover auch daherkommt. Es ist ein wunderschönes Buch über den Menschen, über das, was das Menschsein ausmacht, beobachtet von einem Bären mit Herzensklugheit und scharfem Verstand. Dass die Fähigkeiten zu lieben, zu trösten und zu verzeihen in Zeiten der Not durch den egoistischen Drang zu überleben gefährdet sind, macht sie nur noch kostbarer; Henry der Bär weiß das. Und erzählt davon so anrührend und doch frei von Kitsch, dass man dieses Buch einfach lieben muss!
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101 von 106 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bärfekt, 29. November 2008
Ein etwas philosophisch angehauchter und recht weiser kleiner Teddybär nimmt mich im Oktober 2008 bei der Hand und wandert mit mir durch das 20. und das beginnende 21. Jahrhundert. Gemeinsam erleben wir Krieg, das Wirtschaftswunder, große Fluten, Tragödien und Abgründe - und menschliche Wärme. Erzählt immer aus dem Blickwinkel von Henry N. Brown, inzwischen weit über 80 Jahre alt, der ein Geheimnis in sich trägt, aber natürlich nicht darüber sprechen kann. Das Leben eines Teddys scheint wahrlich kein Zuckerschlecken zu sein: Henry wird verloren, verschenkt, vergessen, und kann sich seine neuen Besitzer nie aussuchen. So kommt er weit herum, lernt die Menschen kennen, tröstet, leistet Gesellschaft. Das bärfekte Buch für Winterabende vor dem Kamin, oder die Hängematte im Sommer.

Und wo, bitteschön, ist überhaupt mein alter Teddy hingekommen?
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30 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einfach wunderbar, herzlich und berührend!, 22. Februar 2010
Rezension bezieht sich auf: Die unglaubliche Geschichte des Henry N. Brown (Taschenbuch)
Ich würde so gerne noch mehr als 5 Sterne geben!!! Ich bin eher per Zufall auf dieses Buch gestossen, auf der Suche nach einem Geschenk für eine (erwachsene) Freundin. Dann hab ich nur die ersten beiden Seiten gelesen und schon beschlossen "DAS verschenk ich nicht, das behalt ich selber!" (Hab es am nächsten Tag natürlich noch mal gekauft und werde es sicher noch öfter verschenken)
Die Geschichte des Teddys Henry, die Wege, die seine Leben einschlägt, die verschiedenen Besitzer und die Abendteuer, glückliche Zeiten, schreckliche Zeiten, Krieg, Frieden und immer wieder auf die ein oder andere Weise Abschied nehmen und sich auf Neues einlassen müssen..... MÜSSEN... denn Henry kann ja nichts selber entscheiden und muss mit den Gegebenheiten leben. Er muss alles hinnehmen wie es kommt, auch wenn er manchmal gerne anders handeln würde und die Welt nicht immer versteht, noch weniger die Menschen und deren Handeln. An seinen Gedanken und Gefühlen lässt er uns jedoch jederzeit teil haben, auf so eine herzliche Weise, dass man sich manchmal selber wünscht, man könnte Henry in die Arme schießen, seinen Trostpunkt streicheln und ihm etwas ins Ohr flüstern.
Die Geschichte lässte sich wunderbar lesen, auf dem Weg durch die Jahre, lernt einiges über die Menschen kennen und kann so sehr nachfühlen, wie es Henry geht. (Für etwas sensiblere Herzen wäre es gut immer ein Taschentuch greifbar zu haben... ich habe mehrere gebraucht...)

Ich danke Helene Bubenzer für dieses wunderbare Buch, dass ich sicher noch häufiger lesen werde!

(Nur am Rande: ICH wusste schon immer, dass meine Stofftiere so was wie eine Seele haben... und etwas ganz besonderes sind. Vielleicht hilft das Buch ja auch einigen dabei, das wieder zu erkennen!)
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12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Jeder braucht einen Bären wie Henry, 25. Dezember 2010
Rezension bezieht sich auf: Die unglaubliche Geschichte des Henry N. Brown (Taschenbuch)
Es ist gerade mal 24 Stunden her, dass ich das Buch zugeschlagen habe. Es schwirrt mir weiterhin im Kopf umher und lässt mich einfach nicht los. Kennt ihr dieses Gefühl, was man hat, wenn man die letzte Seite eines guten Buches umblättert und weiß, dass die Geschichte zu Ende ist? Dann wisst ihr auch wie es einem fast das Herz zerreißt und man sich sehnlichst wünscht es würde doch noch mehr bedruckte Blätter dieser Art geben. Genau dieses Gefühl stieg in mir hoch als Henry mich 'verließ'.

Henry ist einer der liebenswürdigsten Romanhelden von denen ich bisher gelesen habe. Auch wenn er sich weder bewegen noch Gespräche führen kann, so beschreibt er in Gedanken seine Gefühle so genau und detailliert, dass man vom ersten Moment an von diesem kleinen (fast braunen) Bären gefesselt wird. Seine naive Weise an die Dinge heran zu gehen, wie es sonst nur Kinder tun, bringt einen des Öfteren zum Lächeln und weckt bei anderen vielleicht alte Erinnerungen an Kindertage, in denen man noch neugierig durch die Welt spazierte. Auch wenn dies auf den ersten Blick eher einfach und oberflächlich erscheint, so ändert man schnell seine Meinung, denn es folgen sehr philosophische und weise Gedankengänge, wie man sie von einem Teddy vielleicht nicht erwartet hätte. So lässt er den Leser aus der Sicht eines Spielzeugs auf die Menschen schauen und beschreibt ihre Wechselhaftigkeit und ihre Bedürfnisse, die bei vielen die gleichen zu sein scheinen.

Was mir wirklich fantastisch an diesem Buch gefallen hat, war der ständige Wechsel der Gefühle. Man konnte nicht anders als mit zu fiebern und zu hoffen, dass sich am Ende jeder kleinen Besitzergeschichte alles zum Guten wenden würde. Aber dieser Roman wäre nicht so gut, wenn er jeder Figur ein Happy End versprochen hätte und so kamen mir an so manchen Stellen die Tränen. Gegensätzlich dazu gab es allerdings auch Situationen in denen man vor Freude hätte aufspringen wollen. Man kann also weder behaupten, dass das Buch hauptsächlich optimistisch oder pessimistisch wäre, es war einfach real.
Manchmal atmete man vor Erleichterung auf, um gleich im nächsten Moment (nachdem man von der Realität direkt einen Schlag ins Gesicht bekommen hatte) vor Verzweiflung den Kopf zu schütteln und wieder jegliche Hoffnung zu verlieren. Es geht einfach nicht anders als von jedem Schicksal betroffen zu sein, als wäre man selbst der Bär, der verzweifelt versucht die Betroffenen zu trösten. Natürlich hat man, wie auch Henry, seine Lieblinge unter der langen Schlange der Besitzer und Freunde, aber dennoch lässt kein Fall einen kalt, denn jede hat ihren tragischen Hintergrund.
Das Buch bietet also viel Abwechslung, nicht nur was die Emotionen betrifft, sondern auch die Umgebung. Da der liebe Teddy am Ende der Erzählung schon gut über 80 Jahre alt ist, kann man sich denken, dass er so manches erlebt und gesehen hat. Man kann den Roman zwar nicht 'historisch' nennen, aber dennoch liest es sich wie eine kleine Zeitreise, die immer wieder deutlich macht, wie sehr sich die Menschen äußerlich verändern, innerlich aber stets die gleichen Wünsche und Bedürfnisse haben, egal in welcher Zeit oder an welchem Ort sie leben.

'Die unglaubliche Geschichte des Henry N . Brown' ist ab heute eines meiner Lieblingsbücher und ich bin sehr froh, dass es seinen Weg zu mir gefunden hat. Es ist eines dieser Werke, was man nicht mehr vergessen kann, weil man es förmlich aufsaugt als wäre man ein Schwamm, der sich auf Buchstaben und Liebenswürdigkeit spezialisiert hat. Man kann aus jeder Geschichte etwas über andere, und somit auch über sich selbst lernen. Und ja, dies klingt vielleicht übertrieben, aber dennoch ist es wahr.
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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Herzzerreißend, liebevoll, einfach bezaubernd!, 7. Mai 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die unglaubliche Geschichte des Henry N. Brown (Taschenbuch)
"Die unglaubliche Geschichte des Henry N. Brown" gelangte ganz zufällig in meinen Besitz, als ich mich von meiner Freundin mit einem "Buch-Überraschungspaket" überraschen ließ. Und eines kann ich nach der Lektüre dieses wundervollen Buches mit absoluter Sicherheit sagen: Es ist eines der schönsten Bücher, die ich je gelesen habe!

Es geht um die Lebensgeschichte des kleinen, lieben Bären namens Henry N. Brown (der übrigens die Liebe in sich trägt). Es wechseln sich immer Gegenwart und Vergangenheit ab, wobei das "Hier und Jetzt" stets ein Kapitel einleitet und auch nur 1-2 Seiten lang ist. Anschließend erzählt uns Henry von seinem neuen "Heim" und berichtet auch, wie er die letzten Freunde (oder Besitzer) verlassen hatte.

Das alles mag für den einen oder anderen recht langweilig klingen, und wer in diesem Buch actionreiche Spannung sucht, ist hier eher Fehl am Platz, doch die knapp 500 Seiten lohnen sich so sehr, dass ich dieses Buch umarmen musste, weil ich Henry Brown so sehr vermisse. Es ist liebevoll, traurig, lustig, ein klein wenig spannend, mitfühlend und man erfährt einige Dinge aus verschiedenen Ländern, in denen Henry - wenn auch nur für teilweise kurze Zeit - zu Hause war: England, Amerika, Frankreich, Italien, Deutschland, Norwegen, Ungarn. Angefangen mit dem Ersten Weltkrieg bereist Henry diese verschiedenen Länder, kehrt in einige mehrmals zurück, verlässt liebgewonnene Freunde und Familien, verliert diese leider auch aus den Augen, lernt jedoch neue und interessante Menschen und Kulturen kennen. Auch die Zeit des Zweiten Weltkrieges erlebt Henry mit, ebenso die nachfolgenden Jahrzehnte, die geprägt sind von verschiedensten revolutionären Bewegungen. (Eine solche Thematik interessiert mich persönlich nicht unbedingt sehr, doch Anne H. Bubenzer/Henry N. Brown beschreibt diese Zeiten und Geschehnisse eher grob und konzentriert sich auf das Wesentliche: Was fühlen die Menschen in Frankreich während des 2. Weltkrieges? Wie werden die Deutschen gesehen? Wie lernt Henry die Deutschen dann letztendlich selbst kennen? Wie ist das Leben im eisigen Norwegen? Warum ist Ungarn weniger fortschrittlich als Deutschland? Wieso lieben sich manche Menschen, während andernorts Kriege geführt werden?

Auf solche und ähnliche Fragen kann Henry manchmal Antworten finden, muss sich aber zu oft damit zufrieden geben, doch "nur" ein Bär zu sein, und von Menschendingen "keine Ahnung" zu haben. Wie soll auch ein Bär, wie Henry, der zudem noch die Liebe in sich trägt, und dazu da ist, Menschen Trost zu spenden, verstehen, wieso es Kriege gibt, wieso Menschen anderen Menschen weh tun, und warum Kinder in jungen Jahren sterben, während ein paar 100 Kilometer weiter weg andere Menschen ein volles, glückliches Leben führen dürfen.

Henry N. Brown ist nicht nur ein Bär, sondern ein Philosoph, ein Freund, ein Familienmitglied, ein Gefährte und ein treuer noch dazu, ein Trostspender in traurigen Momenten, ein Kamerad zum Freuen in glücklichen Zeiten. Henry N. Brown ist eine Geschichte und eine Legende, ein Held und sowohl der schönste Roman den ich bisher gelesen habe als auch der sympathischste Kerl, den ich mir vorstellen könnte.
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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Aus der Bärenperspektive, 31. März 2011
Von 
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Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Eine ungewöhnliche Idee, ein Buch aus der Sicht eines Teddybären zu schreiben. Es beginnt mit einer Sicherheitskontrolle am Wiener Flughafen. Eine Reisende (es handelt sich dabei um eine Schriftstellerin) löst durch ihr Gepäck einen Alarm aus: ihr mitgeführter Teddybär ist schuld. Sein Innenleben ist es, das die Sicherheitsbeamten misstrauisch macht. Was verbirgt sich nur in dem kleinen Kerl?

Beide (Schriftstellerin und Bär) werden abgeführt. Während die Personalien der Besitzerin aufgenommen werden, wird der Teddy in einem Büro eingeschlossen. Diese Zeit allein nutzt er, um sein bisheriges Leben Revue passieren zu lassen: Er erblickte das Licht der Welt am 16. Juli 1921 in Bath, England, als Alice Sheridan ihm das zweite Auge annähte. Es war ein Samstagnachmittag, kurz vor dem Fünf-Uhr-Tee. Sein Name: Henry N. Brown, wobei das N. für Nearly steht, also "fast braun", denn Henrys Fell hat einen Orange- oder Ocker-Farbton.

Als Alice ihn eines Tages während einer London-Reise auf dem Bahnsteig von Paddington Station verliert, beginnt das große Abenteuer, das Henry von London nach New York, Paris, Norwegen, Deutschland, wieder Frankreich, Italien, Schweiz, Ungarn und schließlich nach Wien führen wird. (Das sind so die wichtigsten Städte/Länder im groben Überblick). Er gehört einem französischen Buben im Paris des Jahres 1939/1940, einem deutschen Soldaten, der bei einem Einsatz in Norwegen getötet wird, einem Schweizer Mädchen, dessen Eltern sich trennen, einem krebskranken Mädchen, um nur ein paar seiner Stationen zu nennen. Von seinen Besitzern erhält er die unterschiedlichsten Namen. Er wird zurückgelassen, vergessen, aber auch von ganzem Herzen verschenkt. Die Autorin hatte scheinbar ein unerschöpfliches Reservoir an Ideen für Henrys Lebensweg.

Es ist eine sehr abwechslungsreiche Geschichte, die jedoch darunter leidet, dass sie aus Sicht des Bären Henry N. Brown erzählt wird. Henry kann nur das wiedergeben, was er selber sieht und hört, und so bleibt manches an der Oberfläche. Wer tiefschürfende Charakterisierungen bevorzugt, wird mit diesem Buch wahrscheinlich nicht glücklich sein. Es ist wohl eher für Kinder und Jugendliche geeignet, oder eben als leichte Unterhaltung für Erwachsene.

Natürlich wird am Ende auch das Geheimnis gelüftet, das sich in unserem kleinen, weitgereisten Freund verbirgt. Die Ursache für den Alarm am Flughafen. Und so viel sei verraten: es gibt natürlich ein Happy End :)

Alles in allem war dieses Buch eine angenehme Überraschung. Leicht zu lesen, gut geschrieben, abwechslungsreich, aber eben auch etwas oberflächlich. Auf jeden Fall gute Unterhaltung.
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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Mein Leben geschieht ob ich mir nun Sorgen mache oder nicht" ..., 25. Juni 2009
Es ist eine ganz besondere Reise auf die wir uns mit Henry N. Brown begeben: Zum einen eine Reise durch die Zeit - beginnend mit der Geburtsstunde des kleinen Bären mit "annähernd brauner Farbe" im Jahr 1921. Zum anderen eine Reise durch viele Länder Europas beginnend mit dem viktorianischen England über das kriegerische Deutschland bis hin zu Ungarn kurz vor dem Fall des eisernen Vorhangs. Aus den Augen eines Bären betrachtet erleben wir dabei nicht nur eine ganz besondere Studie der menschlichen Seele - wer sonst kommt so nah an die Gefühle eines Menschen ran, als ein Teddybär - wir erleben auch Schicksale, die berühren, An- und Einsichten, die uns nachdenklich machen können und nicht zuletzt: wir erleben, was die Liebe ist - für Menschen und für Teddybären!

Das Buch werden jene mögen, die "Lachen und Weinen" in einer Geschichte vereint wissen wollen. Es ist manchmal brutal, weil das Leben nicht in Watte gepackt ist. Es ist manchmal herzlos, weil das Leben auch Enttäuschungen bereithält. Es steckt voller Überraschungen, weil das Leben eben keine geradlinige Autobahn ist. Es steckt voll Liebe, weil die Geschichte des Bären einen ganz besonderen Schatz in sich birgt ...
Das Buch ist ein absolutes Highlight!
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60 von 65 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Danke, Henry!, 15. Oktober 2008
Lieber Henry N. Brown, ich danke dir für die vielen fantastischen Stunden. Für die Liebe, Güte und Klarheit, mit der du auf die Menschen blickst. Für deine Ehrlichkeit, deine Zweifel, deinen Zorn. Für deine unverblümten Kommentare, deinen trockenen Humor. Mann, was habe ich gelacht! Und, mannomann, wie traurig haben mich manche deiner Erlebnisse gemacht ...
Niemand erklärt einem Plüschtier, was gut ist und was schlecht - du musstest dir selbst ein Weltbild schaffen. Und das ist dir sehr gut gelungen - Hut ab, Henry, du weiser Bär! Ja, durch dich verstehe auch ich die Welt jetzt ein kleines bisschen besser.
So wird es auch ganz vielen anderen Lesern gehen, und deshalb wird dieser Roman bestimmt ein Beststeller. Sonst verstehe ich die Welt schon wieder überhaupt nicht mehr.
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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Teddyleben, wie es aufregender nicht sein kann..., 7. Oktober 2011
Rezension bezieht sich auf: Die unglaubliche Geschichte des Henry N. Brown (Taschenbuch)
Anne Helene Bubenzer ist es sehr schön gelungen, einem Teddybären ein von seiner Umwelt unentdecktes Leben einzuhauchen. Gleich nach den ersten Seiten schließt man diesen naiven, wissbegierigen kleinen Knirps in sein Herz und es gelingt ihm, sich über die gesamte Länge des Buches darin festzukrallen.

Da Teddybären im allgemeinen nicht die Eigenschaft besitzen zu sprechen verbringt er sein Leben als Zuhörer. Als der kleine Schelm den Sicherheitsalarm am Flughafen auslöst, muss er genauer untersucht werden und es findet sich..... ein großes Geheimnis. :-)

... Der Beamte ist weggegangen um seinen Kollegen mit dem Messer zu holen oder womit auch immer er gedenkt, mich aufzuschneiden. Es ist ein schreckliches Gefühl. Ich habe Angst, und ausnahmsweise nicht um jemand anderen, sondern um mich. Denn ich kann mir nicht vorstellen, dass ich es überlebe, wenn man mir die Brust aufschneidet ...

Aus dieser Situation heraus lässt der abgeliebte, kleine Teddybär sein Leben noch einmal an sich vorbeiziehen und erzählt uns seine Geschichte.

"Ich erblickte das Licht der Welt, als Alice Sheridan mir das zweite Auge annähte. Das war in Bath, am Samstag, dem 16. Juli 1921, kurz vor dem Fünf-Uhr-Tee."

Und weil Henrys eine positive Ausstrahlung haben und er eine so besondere Brauntönung hatte, nannte sie ihn "Henry Nearly Brown".

Alice hat ihren Mann gerade im 1.Weltkrieg verloren und näht den Bären um sich nicht so alleine zu fühlen. Sie gibt ihm ein großes Geheimnis mit, dass er während seines bewegten Lebens sorgfältig hütet.

... Wir wissen, dass man Liebe nicht einfach in einem Krieg vernichten kann. Wills Liebe ist noch da. In mir und auch in dir. Ich habe sie dir mitgegeben, kleiner Henry, tief drin in deiner Brust habe ich sie versteckt. Das ist unser Geheimnis. Und du musst gut darauf aufpassen, denn die Liebe ist das Wertvollste, was es gibt. Die Liebe, Henry, die Liebe ist nichts, was man sich nehmen kann. Sie kommt zu dir. Sie wird dir geschenkt...

Auf dem Bahnhof meint Alice, William in einem vorbeigehenden Mann zu erkennen. Erschrocken lässt sie Henry im Gedränge fallen und nun beginnt ein Leben, wie es aufregender nicht sein kann.
Auf seinen Irrfahrten gelangt er nach Amerika, Frankreich und Deutschland, Norwegen, Italien, Ungarn und Österreich. Er stolpert durch Frieden und Krieg, erlebt Höhen und Tiefen - immer wieder geht er verloren, steht kurz vor dem Ertrinken in einem Weinfass, avanciert als Frauenversteher und fällt fast einem Waldbrand zum Opfer.
Henry erlebt viel, nichts bleibt ihm erspart - Angst, Hoffnung, Einsamkeit, Trost, Sehnsucht und Glück.

Sehr anspruchsvoll ist das Buch nicht, aber es liest sich sehr flüssig. Der Leser wird gut unterhalten und es ist einfach etwas ganz besonderes.
Mir wird richtig warm ums Herz, ich habe es schon einige Male verschenkt und es kam immer gut an.

Ach ja, mein Teddy hat nun auch einen besseren Platz bekommen: Ein Zimmer
mit Aussicht :-)
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Die unglaubliche Geschichte des Henry N. Brown
Die unglaubliche Geschichte des Henry N. Brown von Anne Helene Bubenzer (Taschenbuch - 1. Dezember 2009)
EUR 9,99
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