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20 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Disco 77
Eine christliche Familienfreizeit im Jahre 1977. Der sechzehnjährige zu kurz geratene und kommende Thorsten schildert diese prägende Episode seiner Jugend als ein grellkomisches, schauriges Panoptikum.

Wer jemals an einer Jugendfreizeit teilgenommen hat, wird sich auf nicht immer angenehme Art an vieles erinnert fühlen: peinliche Gruppenspiele,in...
Veröffentlicht am 25. Januar 2009 von ripley662

versus
2.0 von 5 Sternen Enttäuschung
nachdem ich "fleisch ist mein gemüse" mehrfach und immer wieder mit vergnügen gelesene/gehört/gesehen habe (wobei das Hörbuch klar der favorit ist) wollte ich anderes vom "heinser" kennenlernen und habe dieses ding gekauft.
vllt durchblicke ich (wegen mangelnder eigenerfahrung) die zustände eines protestantischen kirchenlagers nicht so, wie...
Veröffentlicht am 8. April 2010 von Mathias Groll


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20 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Disco 77, 25. Januar 2009
Rezension bezieht sich auf: Fleckenteufel (Taschenbuch)
Eine christliche Familienfreizeit im Jahre 1977. Der sechzehnjährige zu kurz geratene und kommende Thorsten schildert diese prägende Episode seiner Jugend als ein grellkomisches, schauriges Panoptikum.

Wer jemals an einer Jugendfreizeit teilgenommen hat, wird sich auf nicht immer angenehme Art an vieles erinnert fühlen: peinliche Gruppenspiele,in denen gefrorene T-Shirts, Toilettenpapier und Kartoffeln zum Einsatz kommen, Pflichttelefonate nach Hause, Discoabende mit "Je t'aime" und ähnlichen Perlen der Popkultur, Besuche bei "den Weibern" - wo Thorsten natürlich die am wenigsten Verlockende abbekommt: "(...) nur Karin ist total verhunzt, und daran wird sich auch nach menschlichem Ermessen nichts mehr ändern (...)" -, unerfüllte Sehnsüchte nach Susanne Bohne (setzen Sie hier einfach den Namen des Objekts ihrer Begierde ein)und einem ungestörten Stuhlgang, Apfelkornräusche mit anschließender Kotzorgie und Kater der Extraklasse, klumpige Matratzen, verdreckte sanitäre Einrichtungen, grauenvolles Essen (das Thorsten häufig mit den Leckereien vergleicht, die die "Fünf Freunde" täglich bekommen; weitere Lektüre: Landserhefte und Charles Bukowski), bunte Abende und endloses Kartenspielen an verregneten Nachmittagen. Traurige Höhepunkte sind das Massaker an einer unschuldigen Entenfamilie, ein völlig aus dem Ruder laufender Besuch von Bewohnern von Haus Kolibri ("Die Behinderten scheinen sich genauso unwohl zu fühlen wie wir.") und der Tod von Elvis Presley.

Bevölkert ist das Strunk - Universum von einer Ansammlung bizarrer Gestalten: strunzdumme Betreuer ("Jeder Christ ein Gitarrist"), ein Diakon mit pädophilen Neigungen, zwanghafte Dauerpopler und Zehennägelsammler, debile Lagertyrannen,die Dicken, die Doofen und die Ekligen: "Ganz dürre, wirre gelbe Haare, wie ein alter Opi, seine Augen stehen dicht beieinander, und in den Mundwinkeln nisten eingetrocknete Spucke - und/oder Speiseklümpchen."

Nichts für zart Besaitete oder literarische Snobs (ich finde den sich durch das Cover aufdrängenden Vergleich zu "Feuchtgebiete" nicht so ganz abwegig - wer mit Helen Memels Ein - und Ansichten - "Hygiene wird bei mir kleingeschrieben" - nichts anfangen kann, sollte vom "Fleckenteufel" die Finger lassen), aber höchst unterhaltsam, zum Heulen komisch und tieftraurig, schnodderig und tiefsinnig, abstoßend und anrührend - wie die Jugend.

Erreicht nicht ganz die Qualität von "Fleisch ist mein Gemüse" und hat ein paar Längen, insgesamt aber ein wunderbarer trip down memory lane nicht nur für Retrofans und Freunde der Siebziger: "I put my muggle jeans on, I put my opel jeans on....." Groovy! Hallo, Ilja!
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50 von 62 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Zwischen Teufel und Engel?, 25. Januar 2009
Von 
Daniela Möhrke (Leipzig) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Fleckenteufel (Taschenbuch)
Tatsächlich muss man beim Cover dieses Buches ja unweigerlich an Charlotte Roches "Feuchtgebiete" denken. Man rechnet nun wahrscheinlich mit einer männlichen Version, einem Abklatsch, noch schlimmer oder doch etwas ganz anderes?

Heinz Strunk selbst bezeichnet "Fleckenteufel" als Jugendbuch und ich kann mir gut vorstellen, dass viele Jugendliche ihre Freude daran hätten. Sprachlich nimmt er natürlich kein Blatt vor den Mund, aber er beschreibt durchaus Situationen, die man sich bei Jugendlichen, speziell Jungen, vorstellen kann. Das Buch ist sehr ehrlich und es ist äußerst interessant mehr über Throstens Gedanken zu erfahren. Manchmal mag man denken, dass das alles aber ganz schön gemein oder ekelhaft ist. Wenn man jedoch ehrlich zu sich selbst ist, dann geht man sicherlich, zumindest gedanklich, häufig auch nicht gerade zimperlich mit seinen Mitmenschen um. Oft kann man es sich einfach nicht verkneifen schadenfroh zu grinsen, gerade bei Throstens unglaublicher Beobachtungsgabe.

Auf einer christlichen "Jugend"freizeit nämlich, trifft Thorsten nicht nur auf merkwürdige Erwachsene, sondern auch das andere Geschlecht und gleichaltrige pubertierende Jungen. Er befindet sich in einem Strudel aus Hormonen und Magenproblemen. Beides beschreibt er dann auch sehr ausführlich. Und zu dieser Reise gibt es sowieso kaum Positives zu sagen. Das Essen, die Betten, die Mitreisenden - alles ist mittelmäßig bis schlecht. Aber hauptsache günstig weg von zu Hause - so lautet die Devise. Trotz aller Widrigkeiten ist es ein tolles Erlebnis für die meisten der mitreisenden Jugendlichen. Wann kann man sich sonst schon so schön daneben benehmen?

Mir ist aufgefallen, dass gerade Gerüche unterschiedlichster Art sehr detailliert beschrieben werden. Da kann man froh sein, dass Geruchsbücher noch keinen Durchbruch hatten.
Skurril ist der Gegensatz zwischen dem Verhalten der Jugendlichen allgemein und der Tatsache, dass es sich um eine christliche Jugendfreizeit handelt. Das ganze ist schon ziemlich "unchristlich".

Doch das Buch hat auch ernste Seiten und zeigt klar die Sorgen und Versagensängste eines Jugendlichen. Man ist einem ständigen Vergleich zu Anderen ausgesetzt, jeder Fehler wird mit Verachtung bestraft und darunter leidet natürlich auch das noch nicht gefestigte Selbstbewusstsein. Thorsten fühlt sich im Buch häufig unbeachtet, ist er doch für sein Alter sehr klein. Er zweifelt wirklich an sich selbst und steckt voller Widersprüche.
Erscheint er dem Leser manchmal richtig anstrengend und nervig, ist er im nächsten Moment sehr sympathisch. Diese Eigenschaft teilen wohl ebenfalls die meisten Jugendlichen.

Fazit: Ein interessantes Leseerlebnis, das eindeutig und zum Glück kaum Gemeinsamkeiten zu Charlotte Roches Buch hat.

Wenn man Strunks Homepage trauen darf, kann er absolut nichts für die Covergestaltung und hatte selbst auch nie eine inhaltliche Ähnlichkeit zwischen den Büchern gesehen. Ihm war der Vergleich eher peinlich, verständlicherweise!
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19 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ich fand' gut!, 18. Februar 2009
Rezension bezieht sich auf: Fleckenteufel (Taschenbuch)
Ein großes "Buuuuh" an den Verlag, welcher dem Buch ein so billiges Cover-Plagiat verpasst hat.

Das Buch ist kein zweites "Fleisch ist...", auch keine Forsetzung der "Zunge Europas", schon gar keine Anlehnung an Charlotte Roches möchtegern-provokanten 'Schocker'. Es ist ein gutes, kurzweiliges Buch, welches ich in einer Nacht durchgelesen habe. Oft habe ich geschmunzelt, manchmal sogar laut gelacht. Und das ist doch das Beste, was einem mit einem Buch passieren kann..... oder?

Die Authentizität des Buches liegt sicher darin begründet, das der Verfasser in seiner Jugend an der ein oder anderen Jugend/Familienfreizeit teilgenommen hat, um welche es in "Fleckenteufel" geht.
Den Humor mag manch einer streckenweise als infantil bezeichnen.
Ja mein Gott, der Protagonist ist 16 Jahre alt! Was hatten sie erwartet?
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4.0 von 5 Sternen Zwischen Landserheftchen und Kirchenfreizeit, 30. November 2009
Von 
Stephan Seither (Berg / Rheinland-Pfalz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Fleckenteufel (Taschenbuch)
Wer bis zur letzten Seite vordringen möchte, sollte grenzwertigen Humor
nicht einfach "nur" mögen - mögen reicht hier nicht, das ist nicht
konsequent genug!

Wer sich für die wahnwitzigen Phantasien eines pubertierenden 16jährigen
Kirchenfreizeitteilnehmers interessiert UND in dem Zusammenhang vor allen
Dingen damit leben kann, dass der Autor u.a. den Gebrauch von Fäkalsprache
nicht scheut, um die Beobachtungen und Erfahrungen der Hauptfigur
wiederzugeben, sollte zugreifen, sich jedoch nicht wundern, wenn er/sie bei
der Lektüre dieses sehr eigenwilligen Jugendromanes unangenehm auffällt,
lautes Gelächter und Ekel wechseln sich hier nämlich rasch ab - garantiert!

Thorsten, so der Name des Hauptdarstellers, will was erleben, ob die
evangelische Kirchenfreizeit an der BRD-Ostseeküste, im August 1977, jedoch
die geeignete Veranstaltung ist, wird sich zeigen müssen - Zeit ist dabei
nicht das Problem, der Campingausflug soll 3 Wochen dauern, echte
Herausforderungen werden schon eher durch die Kombination der in
Zeltgemeinschaften untergebrachten Teilnehmer heraufbeschworen...

Im Vorfeld wurde mir zugetragen, dass dieses Buch (angeblich) die männliche
Antwort auf "Feuchtgebiete" wäre und da ich besagten Roman bislang stets
abgelehnt habe, hat man sich zugleich gewundert, dass ich ausgerechnet Zeit
in "Fleckenteufel" investieren würde - warum ich diesen Roman (trotzdem)
gelesen habe?

Eine Leihgabe war das Buch, aus dem Fundus eines Freundes, der Film
"Fleisch ist mein Gemüse" hatte mich zuvor begeistert, aus dem Grund schien
mir im Ansatz klar, welchen Humor der Autor "Heinz Strunk" pflegt, folglich
habe ich zugegriffen und das Buch geliehen - bei "Fleckenteufel" zog der
Autor für meinen Geschmack jedoch die humoristischen Daumenschrauben ein
ganzes Stück weit mehr an, dabei zum Teil auch über die Schmerzgrenze und
zuletzt auch dauerhaft über die Grenze des guten Geschmacks hinaus, aus
dem Grund auch "nur" 4 Sterne.

4 Sterne? Es gab Schilderungen diverser Vorgänge / Erlebnisse / Szenen, die
fand ich auch im wiederholten Anlauf noch witzig - die ENDLOSSCHLEIFE der
wiederkehrend geschilderten Verstopfung von Thorsten, die war hingegen
irgendwann total lästig - aus dem Grund Punktabzug...
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5.0 von 5 Sternen Bestes Beispiel für "Wenn Autoren ihre eigenen Bücher vortragen, klappt's einfach besser!", 2. Mai 2009
Von 
ich-will-Kunst-die-Gefühle-weckt "silentdriver" (oberösterreichische Pampa) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Fleckenteufel (Audio CD)
Vorgeschichte: Kenne Heinz Strunk sporadisch über einige Umwege. Allen vorneweg seine Arbeitsgemeinschaft mit den Österreichern Stermann & Grissemann auf dem hiesigen Radiosender FM4, in deren Radiosendung auch oftmals Studio Braun Specials gelaufen sind. Dazu mochte ich die un-schubladisierbare Schrägheit seiner Lieder "Todesfalle Haushalt" und "Teilebahn". Dann hab ich Herrn Strunk vergessen. Dann der Film "Immer nie am Meer". Dann mein Hamburgurlaub. Und dann sein Buch "Fleisch ist mein Gemüse". Erst danach kam ich zum Fleckenteufel bzw. zu diesem Hörbuch.

Eines gleich vorweg: Hr. Strunk liest sein Buch in dieser Aufzeichnung nicht, meineserachtens "lebt" er es richtig. Selten habe ich ein Hörbuch gehört, bei welchem so viel persönlicher Einsatz dahintergesteckt ist. Einzelne Figuren werden mit unterschiedlichen Stimmlagen gesprochen, geröchelt oder gegrunzt. Dazu die unverkennbare Betonung vereinzelter Wörter und Textstellen und dazu noch diese in der Stimme übertragene Stimmung in den schlimmsten Durchfall- und Onanieexzessen - herrlich lebendig nach Strunk-Art eben.

Zum Inhalt will ich mich hier nicht äußern - in Anlehnung an Frau Roches Buch wird auch hier kein Blatt vor den Mund genommen - Peinlichkeiten und andere Alltagsgrausamkeiten werden in allen nur erdenklichen Details geschildert und beim Namen genannt. Vielleicht nicht gerade das ideale Hörbuch zum Einschlafen.
Eben gerade deswegen, weil das Buch zwar einen großen Handlungsbogen erzählt, aber die einzelnen Erlebnisse alle schön in Unterkapitel zerstückelt sind, hat mich das Hörbuch regelrecht dazu eingeladen es alle paar Tage mal - auch mit längeren Unterbrechungen - für ein paar Kapitel zu hören. Es gibt Hörbucher, die einem eine so lange Abstinenz nicht verzeihen - zu sehr verliert man die Handlungsfäden und Personen aus dem Gedächtnis - aber beim "Fleckenteufel" ist das alles, meineserachtens, nicht so tragisch. Und spätestens dann, wenn man ein paar Schlagworte (> "Nougathöhle" z.B.) hört, ist man wieder zurück beim Ostseeurlaub.

Ich wurde jedenfalls über 4 CDs wirklich prächtig unterhalten. Dazu sei angemerkt: ich schätze Autoren, die es schaffen nicht ganz so alltagstypische Situationen und Gefühle in ebenso untypische Worte und Beschreibungen zu fassen. Herr Strunk ist darin wahrlich ein Könner. Und außerdem hab ich persönlich nichts gegen eine schöne Portion Fäkalhumor :)

In diesem Sinne: 5 Sterne!
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4.0 von 5 Sternen Its' getting darker...., 28. April 2009
Von 
Rezension bezieht sich auf: Fleckenteufel (Taschenbuch)
"Fleckenteufel" ist der erste Strunk-Roman, der von mir keine fünf Punkte mehr bekommt.
Lieferte er uns in den ersten Büchern sicher auch autobiografisch gefärbte Einblicke als Twen ("Fleisch ist mein Gemüse") und Mittdreißiger ("Die Zunge Europas") versetzt sich Strunk hier in die Welt eines Teenagers in den späten 1970er Jahren.
Einigen Schreibern hier ist schon aufgefallen, dass der Schreibstil nicht so recht zu einem Jugendlichen passen will. Dem schließe ich mich an, trotzdem ist der Humor hier einfach wieder köstlich.

Fleckenteufel ist meines Erachtens Strunks bisher düsterstes Buch. Der Held ist geworfen in eine Welt protestantisch-kleinbürgerlicher Tristesse gemixt mit pubertärer sexueller Aufgekratztheit, die ja in den bisexuellen Phantasien des Ich-Erzählers gipfelt. Bevölkert ist diese Welt mit einem Personal aus größtenteils profund unsympathischen Erwachsenen bzw. jugendlichen Tunichtguts und unerreichbaren Lustobjekten.

Ohne Zweifel gibt es viele Parallelen zu Strunks anderen Büchern, und Fleckenteufel ist auch gut geworden. Was mich aber stört, ist die fast schon nihilistische Hauptfigur des Thorsten Bruhn, eine merkwürdig farblose Person, der in dem Buch auch keine wirkliche Entwicklung durchmacht und so distanziert wie schräg wirkt. Hier liegt für mich der wesentliche Unterschied zu den anderen Büchern Strunks - der Heinzer aus "Fleich ist mein Gemüse" war eben ein sympathischer, zudem talentierter Loser, Markus aus "Die Zunge Europas" fand innerhalb der Handlung wieder zu sich selbst und versuchte der Tristesse seines Lebens zu entkommen.
Dagegen ist Fleckenteufel merkwürdig statisch, der Held sucht keine Lösungsansätze in einer für ihn bedrückenden Welt. Nun erwarte ich beileibe nicht von Strunk, dass er plötzlich ein Lebensberatungsbuch schreibt; aber etwas mehr könnte in einem Roman schon passieren, so anekdoten- und wortwitzreich er auch sein mag.
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12 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Notes of a dirty young man, 3. Februar 2009
Von 
Rainer Herzog "Borstentier" (Hamburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Fleckenteufel (Taschenbuch)
Den dritten Roman von Heinz Strunk, "Fleckenteufel", habe ich diese Tage während einer schweren Grippe als Hörbuch gehört und ich habe so herrlich viel lachen können, dass es mir danach wirklich besser ging: Wunderheiler Heinz!

Wie bei seinen Vorgängern musste ich auch bei diesem Werk diese endlose, fast durchgehende sprachliche Virtuosität bewundern: "Die Unlust weiterzuleben, reicht zum sterben-wollen nicht aus" oder etwa: "unser Hochhaus, die elende Zementnutte..." Und so in einen fort, durch das ganze Buch...unglaublich, da bekomme ich irgendwie Lust, diesen Mann mit Rosen zu beschmeissen.

"Fleckenteufel" hat auch durch die Story von der Kirchenfreizeit nach Schabeutz mehr Handlung als "Zunge Europas" und liest (bzw. hört) sich dadurch etwas besser.
Man muss sich natürlich einlassen können auf Heinzers akribische Darstellungen von Kackhemmungen und Darmwinden, dass das nicht jedermanns Sache ist, kann ich gut verstehen (würde mir wahrscheinlich auch so gehen, wenn diese Darstellungen nicht eingebettet wären in diesem aufgedrehten Humor und dieser sprachlichen Brillianz).

Ähnlich wie bei "Fleisch" und wie bei "Zunge" ist der Kauf eines Hörbuches wieder einmal sehr, sehr empfehlenswert: Nicht nur wegen den teilweise lautstarken und dramatisch klingenden Furzgeräuschen des armen Thorstens (wo Strunk selbst und ebenso die Techniker im Studio sicherlich viel Freude hatten...); er kann auch sehr schön und hingebungsvoll kirchenlieder singen, wer hätte das gedacht...

Lieber Heinz Strunk, bitte, bitte noch viele, viele Bücher in exakt diesem Stil schreiben, bloß nicht irgendwie "weiterentwickeln" (gähn) oder "etwas neues ausprobieren" (schlummer). Das machen andere.
Dein staunenswerter Humor ist einzigartig...und wenn deine Bücher dann auch alle ähnlich sein mögen, wie sagst du immer so schön: "Egal"!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wer Heinzer kennt ..., 23. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: Fleckenteufel (Audio CD)
... wird den Fleckenteufel lieben. Man muss das etwas vulgäre mögen, dann macht das Hörbuch viel Spaß. Typisch Heinz Strunk eben.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Herzhaft gelacht - aber hart an der Niveaugrenze, 30. Oktober 2011
Rezension bezieht sich auf: Fleckenteufel (Taschenbuch)
Ich habe auf einem Wochenendausflug mit Freunden Abends einen Großteil des Hörbuchs gehört. Ich muss sagen, so oft habe ich lang nicht gelacht bei einem Hörbuch. Es schrammt zwar immer scharf an der Kante zu Niveaulos vorbei (für die, die nicht zu viele Ansprüche haben - für Andere ist es einfach nur vulgär).
Allein würde ich mir das wahrscheinlich nicht anhören. In einer Runde mit Freunden und dem ein oder anderen Bier ist die Geschichte aber besonders amüsant.

Vor allem der Lesestil ist äußerst gut. Strunk liest mit einer sehr lebendigen und greifenden Stimme, dass man kaum weghören mag und geht voll in der Geschichte auf.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen grandios grandios, 30. August 2013
Rezension bezieht sich auf: Fleckenteufel (Audio CD)
1.000 Sterne würde ich vergeben wenns ginge.
selten so gelacht! kann man sich nicht vorstellen kann sich kein Mensch vorstellen.
ich habs nun schon bestimmt 5 mal gehört und es ist immernoch super! es ist grandios gelesen, finde es nicht niveaulos sondern einfach und platt erzählt, manchmal muss er selbst lachen, auch wieder geil!
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Fleckenteufel
Fleckenteufel von Heinz Strunk (Taschenbuch - 16. Januar 2009)
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