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28 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kurzweilige, kabarettistische Tätersuche mit Frau Freitag und Frl. Krise
Günther Altmann, Lehrer einer Berliner Brennpunkt-Schule, wird tot am Fuße einer Treppe am Reichstag aufgefunden. Zunächst wird von einem Unfall gesprochen, doch keiner glaubt so recht daran - war es vielleicht sogar Mord?
Als diese Nachricht die Schule erreicht, gibt es ganz unterschiedliche Reaktionen und es stellt sich schnell heraus, dass Altmann...
Vor 17 Monaten von Ela Flury veröffentlicht

versus
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Hast du noch nie "Tatort" gesehen?
Schon seit Längerem habe ich mich auf dieses Buch gefreut. Wie ihr vielleicht wisst, habe ich immer mal einige Zitate aus dem Buch von Frau Freitag zum Besten gegeben und mir hat der locker, flapsige Schreibstil eigentlich gut gefallen. Auch auf den Blogs von Frau Freitag und Frl. Krise habe ich mich einige Male rumgetrieben und seither immer mehr Interesse an...
Vor 15 Monaten von waldschrat veröffentlicht


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28 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kurzweilige, kabarettistische Tätersuche mit Frau Freitag und Frl. Krise, 25. Mai 2013
Von 
Ela Flury (Rastatt, Baden-Württemberg Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Der Altmann ist tot: Frl. Krise und Frau Freitag ermitteln (Broschiert)
Günther Altmann, Lehrer einer Berliner Brennpunkt-Schule, wird tot am Fuße einer Treppe am Reichstag aufgefunden. Zunächst wird von einem Unfall gesprochen, doch keiner glaubt so recht daran - war es vielleicht sogar Mord?
Als diese Nachricht die Schule erreicht, gibt es ganz unterschiedliche Reaktionen und es stellt sich schnell heraus, dass Altmann nicht unbedingt der Liebling aller war. Schüler feixen, geben pietätlose Kommentare von sich, freuen sich, dass ein strenger Lehrer weniger an der Schule ist. Die Schülerinnen erinnern daran, wie schamlos der jetzt Tote ihnen immer auf die Brüste gestiert hat. Nicht viel anders im Lehrerzimmer: Nach dem ersten Entsetzen, hört man auch hier von ungebührlichem Verhalten, dass Altmann ein Frauenheld gewesen sei oder den Kollegen gegenüber unfair. Es gibt aber auch eine Fraktion, vornehmlich beim weiblichen Personal, die mit Tränen in den Augen kämpfen und kleine Altäre mit Kerze und Foto vom verstorbenen Günther aufstellen.
Sehr schnell wird jedenfalls klar, dass es eine ganze Reihe von potentiellen Tätern gibt. Ob in den Reihen der ungerecht behandelten Schülern, den betatschten Schülerinnen, unter den sitzengelassenen Exfrauen, deren neuen Lebensgefährten oder den Kollegen, so mancher hätte einen Grund gehabt, Altmann um die Ecke zu bringen.

Als sich Frau Freitag sagt: "Vielleicht unterrichte ich ja zukünftige Mörder. Auf jeden Fall müssen Mörder auch irgendwann zur Schule gegangen sein...", beginnen die Ermittlungen und zwar nicht nur durch die Polizei, nein hier treten Frau Freitag und Frl. Krise auf den Plan. Manch Leser kennt Frau Freitag schon aus CHILL MAL, FRAU FREITAG. Frl. Krise ist mit dem gleichen losen Mundwerk ausgestattet. Beide sind zwar Kollegen von Altmann gewesen, also von Beruf Lehrer, sprechen aber fast die gleiche Sprache wie ihre fast ausschließlich Türkischen Schüler, damit ist nicht Türkisch gemeint, sondern ihr ständig schnoddriger Ton.
Beide sind mit allen Wassern gewaschen, sind sich keiner Situation zu schade, ob verkleidet mit Perücke und Sonnenbrille auf Täterspur oder aufgebrezelt auf einer Türkischen Hochzeit.
Sie bewegen sich hauptsächlich in Berlin Mitte, Kreuzberg und Neukölln und um sie herum brodelt das Leben.
Der kabarettistische Krimi-Roman ist unterhaltsam, witzig, kurzweilig, genau das richtige für verregnete Tage und falls es dieses Jahr vielleicht doch noch Sommer wird, auch für sonnige Urlaubstage:)
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Hast du noch nie "Tatort" gesehen?, 21. Juli 2013
Rezension bezieht sich auf: Der Altmann ist tot: Frl. Krise und Frau Freitag ermitteln (Broschiert)
Schon seit Längerem habe ich mich auf dieses Buch gefreut. Wie ihr vielleicht wisst, habe ich immer mal einige Zitate aus dem Buch von Frau Freitag zum Besten gegeben und mir hat der locker, flapsige Schreibstil eigentlich gut gefallen. Auch auf den Blogs von Frau Freitag und Frl. Krise habe ich mich einige Male rumgetrieben und seither immer mehr Interesse an Lehrerblogs entwickelt. Als ich dann gesehen habe, dass die beiden gemeinsam einen Krimi rausbringen, in denen die zwei Charaktere ermitteln, musste ich mich sofort darauf stürzen und hatte auch das Glück, in der Leserunde von LB mitmachen und ein Rezensionsexemplar gewinnen zu können.

Nach dem Lesen bin ich nun mittlerweile etwas geteilter Meinung, aber eins nach dem anderem! Der Schreibstil ist immer noch locker, die Sprache salopp, wenn auch nicht immer treffend. Krise und Freitag verfallen des öfteren in Jugendsprache wie “krass”, “echt jetzt”, “hä”, was auf die Dauer ein merkwürdiges Bild hinterlässt, manchmal schon fast gezwungen. Gut gefallen haben mir in der Regel die Erzählungen über den Schulalltag mit den Schülern,

Zitat: “Meine Klasse ist eigentlich süß. Die holen brav ihre Stifte raus und fangen an zu zeichnen. Wird nicht viel bei rauskommen, na ja, ist auch nicht schlimm, man kann einfach nicht immer so anspruchsvoll sein, dann hält man nicht jahrzehntelang durch und bekommt ein Burnout.”

man kommt sich so vor, als wäre man an eine Schule versetzt mit 100% Ausländeranteil, die Hälfte spricht nur gebrochen deutsch, wenn sie überhaupt mal genug Bock für die Schule haben, und dort machen sie auch nie, was sie sollen. Da hat man es als Lehrer wirklich nicht leicht. Ob es wirklich an manchen Schulen so schlimm ist, kann ich nicht einschätzen, bin da mit meinem Gym und meinen Schülern wohl reichlich verwöhnt!

Gefragt habe ich mich ab und zu, ob die zwei Lehrerinnen bei den ganzen Ermittlungen, dem Rumspionieren und den konspirativen Kaffee-Klatsch bei Onkel Ali überhaupt noch zum unterrichten bzw. zur Unterrichtsvorbereitung kommen, aber das muss man an dieser Schule sowieso relativ sehen. Onkel Ali ist übrigens ein absoluter Knaller, türkischer Berliner oder berlinisierter Türke? Wirklich großartig, obwohl er mir mit den Weibern manchmal ganz schön leid tat!

Ernsthaft gestört haben mich allerdings zwei Dinge: Zum einen der merkwürdig abgehackte Stil (kann das kaum beschreiben), der für kein angenehmes und flüssiges Lesempfinden gesorgt hat. Ich war immer recht froh, wenn ich einen Leseabschnitt “geschafft” hatte. Zum anderen sind mir die beiden richtig unsymphathisch geworden. Sie wissen alles besser, über jeden Kollegen kann man etwas schlechtes erzählen bzw. sich in irgendeiner Form erheben, die Schüler sind eh alle blöd, faul oder sonstwas, die Lebenspartner werden so eingesetzt, wie man sie gerade brauchte und Onkel Ali wird für die Pläne auch mal richtig ausgenutzt. Witzig, spritzig und sarkastisch sollten Krise und Freitag wirken, aber am Ende war ich dann doch etwas genervt. Und auch wenn eine Fortsetzung angedeutet wird, so werde ich wohl erstmal nix von Frl. Krise und Frau Freitag lesen, da ich am Ende wirklich ein wenig die Nase voll hatte von der ganzen ach so spritzigen Wichtigtuerei.

Der Kriminalfall selbst war originell, auch wenn es mir eher so vorkam, als wäre das lediglich der Aufhänger, um den Humor des Duos weiter zu verbreiten. Aber da muss sich jeder ein Bild machen. Hier noch ein kleines Zitat der beiden Ermittler:

“Wir besichtigen die Mülltonnen, oder was?”

“Mann, Frl. Krise, hast du noch nie <Tatort> gesehen? Wir gucken uns um, und dann finden wir irgendwas, und das tun wir dann in diese Plastiktüte, hier.”

“Hahaha, Alditüte! Im Fernsehen haben die aber immer kleine Gefrierbeutel. Hast du auch so weiße Anzüge dabei?”

“Nee, aber hier, ich habe in der Apotheke diese Gummihandschuhe gekauft. Nicht, das …”

“Das glaube ich jetzt nicht, Frau Freitag! Gummihandschuhe! Eine Taschenlampe wäre vielleicht sinnvoller gewesen! Ist stockdunkel draußen!”

“S***, du hast recht. Eine Taschenlampe wäre gut gewesen…”

hier auch auf meinem Blog: [...]
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Humorvoller und nicht ganz ernstzunehmender Krimi, 18. August 2013
Dieses Hörbuch ist wirklich phantastisch gelesen. Sowohl Joseline Gassen als auch Caroline Kebekus bringen den entsprechenden Charakter perfekt rüber, man hat durchgehend das Gefühl direkt mit dabei zu sein. Den Gastauftritt von Detlef Bierstedt hätte man sich allerdings sparen können. Ich mag den Sprecher wirklich gern, aber was für einen Sinn hat es, ihn mal kurz auf der 1. CD und letzten CD sprechen zu lassen und dann nicht wieder? Entweder ganz oder gar nicht!

Günther Altmann, Lehrer einer Berliner Brennpunkt-Schule, wird tot am Fuße einer Treppe am Reichstag aufgefunden. Zunächst geht jeder von einem Unfall aus, doch schnell kommen sowohl unter den Lehrern, als auch in Schülerkreisen erste Zweifel auf - war es vielleicht doch Mord? Nach und nach erfährt der Hörer pikante Einzelheiten aus dem Leben des toten Lehrers, die einige Verdächtige auf den Plan rufen. Also machen sich Frl. Krise und Frau Freitag auf, den Täter aufzuspüren.
Wie bekannt sein dürfte, handelt es sich bei den beiden um Lehrerinnen und nicht um Polizeibeamtinnen, daher gestaltet sich die Ermittlungsarbeit als sehr chaotisch aber nicht weniger vergnüglich.

Einige Rezensenten bemängeln, daß der Krimi vorhersehbar und unrealistisch sei. Es stimmt schon, daß sich hier diverse Zufälle häufen und die Ermittlungsarbeit ziemlich schlecht ist und eigentlich auch nur auf glücklichen Zufällen und Fügungen beruht. Für mich kam das Ende aber doch überraschend, allerdings bin ich auch nicht Krimi-erprobt.

Allerdings habe ich mir dieses Hörbuch auch weniger zugelegt, weil ich einen spannenden Krimi erwartet habe, sondern weil ich auf eine humorvolle Geschichte aus dem Lehrer-Schüler-Leben von Frau Freitag und Frl. Krise gehofft habe und das wurde auch erfüllt. Von mir aus hätten gerade die Schüler gern noch eine größere Rolle spielen dürfen.

Das Ende läßt darauf schließen, daß in naher Zukunft noch ein Krimi mit dem Ermittlerteam Krise/Freitag geben wird - und ich freue mich schon darauf!

Fazit: Bei "Der Altmann ist tot" handelt es sich um einen humorvollen Krimi, den man nicht zu ernst nehmen sollte. Reine Krimifans sollten hier lieber die Finger von lassen, Freunde von Frau Freitag und Frl. Krise werden hier voll auf ihre Kosten kommen.
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10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Herrlich!!!, 27. Mai 2013
Als langjährige Blogleserin der beiden Autorinnen hatte ich mich seit der Ankündigung auf das Buch gefreut. Nun ist es ausgelesen und noch immer habe ich ein Schmunzeln im Gesicht. Die Geschichte ist spritzig und schnell, abwechslungsreich und voller 'alter Bekannter' und soielt - natürlich - im sehr lebendig beschriebenen Berlin. So konnte ich jede U-Bahn Station nachvollziehen und mit durch Kreuzberg, Neukölln und Moabit streifen. Und das laienhafte nebenbei-Ermitteln ist doch zu herrlich und amüsant!

Ich war ja sehr gespannt, wie die beiden eine Kriminalgeschichte erzählen würden, so richtig vorstellen konnte ich mir das nicht. Nun bin ich wirklich begeistert und wünsche mir meeeehr davon!!!

Eine klare Kaufempfehlung für alle, die in vielfältiges Berliner Leben reinfühlen möchten und Spaß an kreativen, nicht zu ernsten Krimis haben.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Lustiger und Unterhaltsamer Krimi, 23. Juni 2013
Rezension bezieht sich auf: Der Altmann ist tot: Frl. Krise und Frau Freitag ermitteln (Broschiert)
Der Altmann ist Tod ist ein sehr amüsanter Krimi. Fad wird einem beim Lesen nicht, da es einerseits Spannung und einen roten Faden gibt. Aufgelockert wird das ganze durch lustige Schüler- und Lehrergespräche.
Fazit: Schulwahnsinn mit einem Krimi gekoppelt --> Super gelungen
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Zu zweit nicht so gut wie Freitag allein, 4. Oktober 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich habe bereits die ersten beiden Hörbücher von Frau Freitag mehrfach und begeistert gehört. Man mag von Caroline Kebekus halten was man will, aber den Ton der Brennpunkt-Kiez-Jugendlichen trifft sie einfach genial, was die Bücher auch so amüsant macht.

Und wenngleich die Idee, die beiden bloggenden Lehrerinnen in einem Buch zusammenzufassen und dann auch getrennt lesen zu lassen, wirklich gut ist, kommt doch die Umsetzung extrem gedehnt und bieder daher.

Der Leseanteil von Fr. Freitag/Kebekus ist (zumindest gefühlt) deutlich geringer. Zudem hat man der sonst so vorlauten Lehrkraft scheinbar einen Maulkorb verpasst, jedenfalls ist sie echt zahm im Vergleich zu sonst.

Joseline Gassen kennt man als deutsche Stimme von Geena Davis und Linda Hamilton. Als Vorleserin zeigt sie wenig Begabung, und wenn sie dann noch als Frl. Krise versucht, ihrer Kollegin Kebkus beim Imitieren von Migrationskindern erfolglos nachzueifern, wird es richtig peinlich.

Die Story an sich ist ganz nett, mehr aber auch nicht. Ich brauche davon jedenfalls nicht noch ein Buch sondern freue mich auf das nächste Soloabenteuer von Frau Freitag!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Lehrerinnen als Kriminalermittler?, 18. August 2013
„Der Altmann ist tot – Frl. Krise und Frau Freitag ermitteln“ ist der erste Krimi-Versuch der beiden Lehrerinnen aus Berlin, die unter ihren Pseudonymen erfolgreich bloggen und Bücher mit unterhaltsamen Schulgeschichten veröffentlich haben.

Zum Inhalt: Schlechte Nachrichten für das Kollegium der Berliner Problembezirk-Schule – Lehrer Altmann ist tot, gefunden an einer Treppe zur Spree in der Nähe des Reichstags. Ist er dort etwa mitten in der Nacht runter gestürzt? Frau Freitag und Frl. Krise haben einen anderen Verdacht: Mord. Genügend Verdächtige gäbe es immerhin…

Bisher habe ich nur „Chill mal, Frau Freitag“ gelesen und konnte darüber sehr lachen. Kurze Schul-Anekdoten, als Buch zusammengefasst aus dem Blog der Autorin und Lehrerin. Auch „Der Altmann ist tot“ versucht gelegentlich mit ähnlichem Witz an diese Vorerfolge anzuschließen – immerhin kennt man Frau Freitag und Frl. Krise genau dafür: Bissiger Humor mit Geschichten aus dem Berliner Problembezirk, schlechte Sprache und kulturelle Differenzen unverblümt aufs Korn genommen, nicht bösartig, sondern mit Witz und Ehrlichkeit. Nur, was bei den kurzen Anekdoten funktioniert, reicht bei diesem Roman absolut nicht. Die wenigen lustigen Stellen gehen unter, werden überschüttet von einem riesen Haufen Langeweile – dem Todfeind eines jeden Krimis.

Die Kriminalhandlung ist einfach hanebüchen, ohne Hand und Fuß, an den Haaren herbeigezogener Unfug und von Anfang bis Ende stinklangweilig. Frau Freitag und Frl. Krise „ermitteln“ auch nicht wirklich, sondern phantasieren erst ein bisschen und finden dann durch mehr glückliche Zufälle und unerwartete Begegnungen, als in einer Großstadt wie Berlin in Jahrhunderten möglich sein dürften, irgendwie den richtigen Weg durch ihre selbst zusammengestellte Reihe der Verdächtigen. Genug Feinde des Altmanns präsentieren sich ja. Cousins einer ehemaligen Schülerin, denen die Gerüchte über ein Verhältnis der beiden ganz und gar nicht gefallen; eine Lehrerin, die freimütig über die Affäre mit ihrem Kollegen im Internet schreibt; die junge, schwangere Ehefrau, die sich längst von einem anderen trösten lässt…

Trotz all der Möglichkeiten geht ohne Zufälle nichts bei den beiden selbst ernannten Ermittlerinnen und abgesehen davon füllt der Kriminalfall, so flach wie er ist, nicht einmal annähert ein Buch. Das ist wohl auch den bloggenden Lehrerinnen aufgefallen, denn die Palette von Nebenhandlungen ist beachtlich – leider sind auch die alle recht langweilig. Witz kommt in der Sprache zwar gelegentlich auf, aber das reichte nicht. Fast lehrerhaftes und sehr aufgesetzt wirkendes Sinnieren über Kultur und Religion wirkte zudem absolut deplatziert und gewollt.

Da sich diese Rezension auf das Hörbuch bezieht, jetzt noch ein paar Worte zu der Umsetzung und den beiden Sprecherinnen Carolin Kebekus als Frau Freitag und Joseline Gassen als Frl. Krise. Zunächst war ich skeptisch, ob die mir ansonsten eher aus dem TV bekannte Kebekus als Sprecherin überzeugen könnte. Jetzt muss ich sagen: Ja, kann sie. Und sie ist dabei noch der Lichtblick des gesamten Hörbuchs, denn Kebekus verkörpert Frau Freitag einfach hervorragend und mit einer klaren, abwechslungsreichen Stimme, der man gerne zuhört.

Enttäuscht hat mich dagegen Joseline Gassen als Frl. Krise. Ihre Stimme wird als „temperamentvoll“ beschrieben – wenn man eine weibliche Version des Kinder in den Tiefschlaf versetzenden Märchenonkels „temperamentvoll“ nennen möchte, dann stimmt das sogar. Leider variiert sie ihre Stimme, abgesehen von gelegentlicher Schnappatmung und einem leichten Nasehochziehen, auch deutlich zu wenig. Kann sie keinen Akzent sprechen, klingen alle Figuren gleich. Während Frau Freitag und Frl. Krise bei den von Kebekus gelesenen Kapiteln (leider zu wenige) gut auseinanderzuhalten sind, ist das bei Gassen kaum möglich.

Das stört besonders in den reinen Dialog-Passagen, die teilweise, wenn sie lang genug sind, von beiden Sprecherinnen im Wechsel gelesen werden, zwischendurch aber auch mal nur von Joseline Gassen übernommen werden. Dann funktionieren sie nicht mehr, denn, wenn mir der Text nicht sagte, wer hier gerade sprach, konnte ich es anhand der Stimme nicht unterscheiden. Leider ist für mich auch vollkommen unverständlich, warum diese reinen Dialoge nicht immer im Wechsel gelesen wurden, sondern so beliebig mal von beiden, mal von einer – mal bekam der Kioskbesitzer „Onkel Ali“ sogar noch einen eigenen Sprecher, dann wieder nicht. Insgesamt war die Hörbuchumsetzung also leider fast genauso enttäuschend wie die Geschichte selbst.

Onkel Ali war übrigens noch eine der ansprechenderen Figuren der Geschichte. Über ihn konnte man gelegentlich lachen, wie auch über die Schüler. Wenn sich die Handlung zwischenzeitlich mehr mit Frau Freitag und ihrer Klasse beschäftigte, konnte sie durch Witz punkten. Frau Freitag als nicht immer voll motivierte Lehrerin ist ebenfalls einfach lustig und verschafft der ansonsten etwas staubig wirkenden Geschichte ein wenig Elan und Spritzigkeit.

Fazit: Manchmal zum Lachen, manchmal zum Fremdschämen, manchmal zum Einschlafen. Die beiden bloggenden Lehrerinnen aus dem Problembezirk haben Humor, aber glaubhafte oder spannende Kriminalfälle erfinden können sie nicht. Die Hörbuchumsetzung ist zudem sehr durchwachsen. Während Carolin Kebekus als Frau Freitag überzeugt, enttäuscht Joseline Gassen als Frl. Krise eher. Ich vergebe knappe 3 Sterne.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kurzweiliger Krimispaß Lehrerinnen-Style!, 16. August 2013
Frau Freitag kannte ich bereits von ihrem Buch "Voll Streng, Frau Freitag", das ich letztes Jahr um diese Zeit gelesen habe. Damals fand ich das Buch echt toll, weswegen ich mich auf das Hörbuch bereits sehr gefreut habe. Dass das Hörbuch neben Joseline Gassen auch von Carolin Kebekus gelesen wird, war ein weiterer Pluspunkt, der aber natürlich auch zu einer gewissen Erwartungshaltung geführt hat.
Als ich das Hörbuch erhielt, hatte ich gleich zu Beginn einen positiven Eindruck, bereits das Comicstyle-Cover mit Frl. Krise und Frau Freitag fand ich ansprechend.
Das Hörbuch erstreckt sich über 6 CDŽs mit einer Gesamtspieldauer von 7 Stunden und 16 Minuten - ist also ganz ordentlich lang. Fällt aber nicht weiter auf, denn die einzelnen CD`s sind in Kapitel unterteilt, wobei eines im Durchschnitt etwa 5 Minuten lang ist. Diese Aufteilung erlaubt es auch mal zwischendrin auszuschalten, wenn man keine Zeit mehr zum Hören hat.
Von den Stimmen der Vorleserinnen habe ich auch einen positiven Eindruck. Wie erwähnt finde ich Carolin Kebekus sowieso ganz toll, sie hat mich auch hier voll überzeugt. Besonders gut fand ich ihre Schüler-Imitationen! Auch die Stimme von Frau Gassen fand ich ganz angenehm, man konnte ihr sehr gut zuhören und die Geschichte verfolgen.
Vom Inhaltlichen her, gefällt mir das Hörbuch auch ganz gut. Der Kriminalfall um den toten Lehrer-Kollegen ist mal etwas anderes, die beiden "Ermittlerinnen" sind sehr sympathisch und man verfolgt mit Spannung ihre Abenteuer. Etwas gestört haben mich dann aber doch die Fälle im Fall. Die Lehrerinnen kommen bei ihren Ermittlungen nämlich auch noch einer Kinderwagen-Diebesbande auf die Spur und müssen natürlich auch diesen Fall noch lösen. Ich hatte dann allerdings doch etwas Mühe beide Handlungen auseinanderzuhalten. Man musst sich also schon konzentrieren, um der Handlung folgen zu können!
Alles in allem gefällt mir das Hörbuch aber wirklich gut! Meine Erwartungen wurden erfüllt und vor allem das rasante und spannende Finale fand ich super-interessant anzuhören!
Ich kann das Hörbuch bedenkenlos allen Frau Freitag- und Carolin Kebekus-Fans empfehlen, genauso wie allen die sich gerne mal einen Krimi auf die etwas andere (und zwar lustig-verpeilte) Art anhören möchten!

(vollständige Rezension unter: [...])
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen schräg, 12. Juli 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Sehr schön schräg, wie die anderen Bücher von den Beiden.
Wenn man einfach mal vom harten (Schul-)Alltag ausspannen möchte, prima Lektüre.
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4.0 von 5 Sternen Der Altmann ist tot: Frl. Krise und Frau Freitag ermitteln, 23. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Der Altmann ist tot: Frl. Krise und Frau Freitag ermitteln (Broschiert)
Nachdem ich von den ersten drei Frau Freitag Büchern fast genervt war, fand ich diesen "Krimi" wirklich gut.
Frau Freitag hat mittlerweile die Schule gewechselt und ist nun bei Frl. Krise auf der Schule. Die beiden sind immer noch super gut befreundet.
Plötzlich wird der Altmann tot auf einer Treppe am Reichstag gefunden. Unfall oder doch Mord? Jetzt kommt raus, daß er doch nicht so beliebt war, wie alle denken. Er hat eine Ex-Frau, ein Verhältnis mit einer Kollegin und die jungen Mädchen angebaggert. Die neue Frau ist schwanger - aber wirklich von ihm? Während den wirklich lustigen Ermittlungen zum Tod überführen die beiden noch ein diebisches Paar, welches teure Kinderwagen stiehlt und weiter verkauft, dürfen auf eine türkische Hochzeit gehen und Frl. Krise wird bedroht.

Im Gegensatz zu den vorherigen Büchern wirklich Klasse. Habe es gerne gelesen und freue mich auf den nächsten Band. Zwischendurch war es manchmal schwierig, wer von den beiden Damen gerade spricht.
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Der Altmann ist tot: Frl. Krise und Frau Freitag ermitteln
Der Altmann ist tot: Frl. Krise und Frau Freitag ermitteln von Frau Freitag (Broschiert - 24. Mai 2013)
EUR 14,99
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