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4,6 von 5 Sternen
Gnade
Format: TaschenbuchÄndern
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Delaware 1682, die Ostküste des nordamerikanischen Kontinents ist in Kolonien aufgeteilt - an die Vereinigten Staaten von Amerika wird erst in knapp 100 Jahren zu denken sein - bis dahin expandieren die Europäer - auf den geschundenen Rücken zurückgedrängter Indianer und den aus Afrika verschleppten Sklaven richten sich die selbsternannten Herren aus England, Holland, Frankreich, Spanien, Portugal usw. in ihrer neuen Welt ein.

Die Autorin entwickelt sehr geschickt die vielschichtige Handlung - Morrison bietet dem Leser wechselnde Perspektiven - geschilderte Reaktionen, Verhaltensmuster und beschriebene Erfahrungen der einzelnen Figuren öffnen Türen zu Ebenen der (amerikanischen) Geschichte hin.

Durch diesen Roman wird u.a. sehr deutlich, welch unterschiedlichen Träume und Alpträume seinerzeit in den sog. "Melting Pot" geworfen wurden - so unterschiedlich die Beweggründe für die Überfahrt in die Kolonien am Ende auch ausfallen - die Autorin hat eine ergreifende Geschichte zu Papier gebracht, welche nicht belehrt und tadelt, sondern erklärt, wo die Ursprünge des Rassismus zu suchen und zu finden sind!

Für mich sicherlich nicht das letzte Buch von Toni Morrison!
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13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 3. August 2010
Wenn Sie eine schöne, starke und auch bildhafte Sprache lieben, läßt Sie das Buch nicht mehr los. Das ist keine Roman, den man überfliegen kann. Man muss Wort für Wort lesen. Und hat das Gefühl, am besten wäre es, man läse ganz Sätze laut. Am Ende des Buches vermisst man es sofort und ich werde es ganz sicher noch einmal (oder auch mehrmals) lesen.
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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 9. August 2010
Toni Morisson gelingt es mit diesem Roman wieder einmal ohne Kitsch und Stereotypen zu berühren. Die Stimmen der einzelnen Charaktere sind auch in der deutschen Übersetzung sehr eigenständig (ein Kompliment an Thomas Piltz) und mag auch einiges zu Beginn verwirrend sein, so lohnt es sich auf jeden Fall dranzubleiben. Ein Buch, das man auch gern ein zweites Mal liest, um alle Facetten der Geschichte zu erfassen.
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32 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
TOP 500 REZENSENTam 25. April 2010
Wer sich auf Toni Morisson einlässt, sollte wissen, was auf ihn zukommt. Die Autorin hat 1993 den Nobelpreis für ihr Gesamtwerk erhalten und 1988 den Pulitzerpreis für ihr Buch "Menschenkind. Roman", durch das sie vor allem bekannt wurde und von dem die amerikanische Presse behauptet, der Beste Roman der letzten 25 Jahre zu sein.

Die Autorin scheint sich am Thema Sklaverei abzuarbeiten, was schon Thema vom Menschenkind war.(Genauso wie es eine Herta Müller tut, wenn sie "innere Beschädigungen" aufarbeitet). Für mich sind es eigentlich zwei Bereiche, mit denen wir als Leser konfrontiert werden. Der Inhalt ist ungemütlich, wir werden mit einem Stück amerikanischer Geschichte konfrontiert, das wir so in Europa gar nicht kennen.

In diesem Inhalt, geht es um Menschenwürde, um Werte, Schmerz, Erinnerung, Verdrängung, Würdelosigkeit, Grausamkeit, Recht und Unrecht, Gerechtigkeit, darum wie sich die Menschen in all diesem Sammelsurium von menschlichen Dramen und Leideserfahrungen erleben und was es aus es aus ihnen und ihrem Leben macht. Geister treten in Erscheinung und werden auf unscheinbare Art und Weise aktiv. In der Literatur einer Toni Morisson, stehen sich Kontrolle seitens der Menschen, und die Unkontrollierbarkeit, seitens von Geistern, Begebenheiten, und Lebensumständen gegenüber, ein Klimaterium einer inneren Welt, die das Zentrum dieser Autorin ausmacht und den Leser bis an seine Grenzen zu fordern vermag.

Zum Anderen ist es die Sprache. Sie ist anspruchsvoll, manchmal poetisch, tiefsinnig, surreal, düster, unheimlich, ("Jacob Vaark stieg aus dem Grab, um sein mächtiges Haus zu besuchen") grausam, verwirrend, eigenartig, undurchsichtig, rätselhaft. Sie verwendet u.a. portugisische Ausdrücke wie "minha mae" (Meine Mutter), arbeitet mir Rückblenden, Zeitsprüngen, arbeitet mit verschiedenen Zeitebenen, Erzählperspektiven, so dass man als Leser der Gefahr ausgesetzt ist, schlicht hinwegzulesen, auch wenn wir uns dabei längst dem tieferen Verständnis einer Toni Morisson entfernen.

(Nebenbei sei erwähnt, dass ich persönlich letztes Jahr bei einem Aufenthalt in Amerika, mit der schwierigen Thematik von Schwarz und Weiss dort konfrontiert wurde, was mich sehr betroffen gemacht hat. Wir Europäer haben keine Ahnung, welche Wirkung beider Welten noch bis heute in den Menschen sich tut und noch immer vorhanden ist, auch wenn die Sklaverei längst abgeschafft ist, ist sie in den Menschen noch längst nicht vergessen. Toni Morisson arbeitet hier etwas auf, das an Aktualität aus meiner Sicht nichts verloren hat, im Gegenteil.)

Schnelllesern, dürfte man spätestens hier abraten. Toni Morisson ist etwas für geduldige und anspruchsvolle Leser, die sich zu langsamen lesen nicht zu schade sind, bis hin zum zweimaligen Lesen, die Ahnung das ein zweites Lesen, manche Unklarheit zu mehr "Durchsicht" verhelfen könnte, ist nicht ganz von der Hand zu weisen.

Eine Story die im Jahr 1682 angesiedelt ist, der Farmer Jacob Vaark nimmt eine junge Schwarze (Florence) in Zahlung. Er stirbt, und hinterlässt eine gewisse Menschlichkeit. "Dass sie und Jacob sich einst über solche Dinge austauschen konnten und beraten konnten, machte seinen Verlust vollends unerträglich. Er war, in welcher Laune oder Verfassung auch immer, ein Gefährte im wahren Sinn des Wortes gewesen." Gemeint ist Rebekka, einer gekauften Frau aus England, die hier ihr Leben nach deren Verlust reflektiert.

Daneben sind noch Lina eine indianische Dienerin, und Sorrow ein krankes Waisenkind, sowie eine namenlosen Gutsherrin. Im Kontext vor allem dieser Frauen, entwickelt Morisson, eine Geschichte, um Schwangerschaften, Konkurrenz, Krankheiten, Ungerechtigkeiten, von Verlusten, Kinderverlusten, verlorenen Kindern, um das Ringen nach Leben, angesichts der Versklavung, und dessen mitgebrachter Würdelosigkeit. Ein Überlebenskampf auf einer amerikanischen Farm in der damaligen Zeit und den damaligen Bedingungen, unter all diesen Frauen. Wir bekommen einen Einblick, in verschiedene Lebenswege, bis dahin, auf welchem Weg, das Leben diese Frauen zusammengebracht hat.

Im Grunde lesen wir einen Frauenroman, der sich mit der Ungerechtigkeit der Menschlichkeit gegenüber verschreibt, aber auch dem Weiblichen, das vom Männlichen ausgenutzt oder missbraucht wurde. Eine innere Suche, zu inneren Werten, über Generationen, über unsere Mutter, Muttersein, wo die Vergangenheit wie ein Nachhall in die Gegenwart zu wirken scheint und damit die Menschen heute darin irgendwie umzugehen haben.

Eine Lektüre für anspruchsvolle Leser, einem Thema gewidmet, dass sich alle Mal für eine ernsthafte Beschäftigung mit einem Stück amerikanischer Geschichte lohnt, und dem was Menschen auch nach Jahren ihrer Befreiung noch immer in ihrer Seele zu beschäftigen und nicht loszulassen scheint, Toni Morisson scheint eine davon zu sein, gut das es sie gibt, gut das sie darüber schreibt, gut das ausgedrückt wird, was schwarze Menschen auch nach all den Jahren ihrer Anerkennung immer noch umtreibt, ist eine Stück kostbare Literatur, die es verdient hat gelesen zu werden, Kompliment an Toni Morrison...

Zitat aus dem Vorwort zu Menschenkind:
"Wer die seelische Innenansicht der Versklavung in Worte fassen will, darf die Grenzen der Sprache nicht achten."
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 28. Mai 2012
Diesen Roman zu beschreiben ist nicht sehr einfach, denn die Autorin verliert sich in den Erzählungen über das Leben oder Teile des Lebens der Protagonisten und das sind nicht nur einer oder zwei, sondern alle die im Roman vorkommen.
Etwas verwirrend ist der Roman geschrieben, man muss sich schon bemühen um die Erzählung zu verstehen und die Zusammenhänge zu kapieren, zu wissen, von wem denn nun überhaupt gerade geschrieben wird.
Die Menschen die sich rund 1690 auf einer Farm zusammenfinden könnten unterschiedlicher nicht sein und ihre Herkunft ist es auch, unterschiedlich.
Das Leben für Schwarze und Indianer oder auch Sträflinge und sonstige versklavte Menschen zu dieser Zeit ist schlicht weg Horror pur, aber auch die sogenannten Herrenmenschen haben es schwer, unterschiedliche Glaubensgemeinschaften, ständige Kriege mit den Einwohnern oder den Königen aus dem alten Europa und vor allem die Krankheiten zu dieser Zeit und seine Folgen machen das Leben zu einer gefährlichen Sache.
So hat jeder dieser Personen seine eigene Geschichte und geht seinen eigenen Weg und das Ende des Buches lässt wie so oft viel offen und den Leser seinen eigenen Vorstellungen wie es denn auf dieser Farm weitergehen könnte - überlassen.
Ich persönlich werde mehr von dieser Autorin lesen wollen, obwohl es sich um keine einfachen Handlungen bei dieser Autorin handelt.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 30. Januar 2013
Das Buch packt einen sofort und lässt einen lange nicht mehr los. Hin und Hergerissen zwischen der Schönheit der Sprache und der Grausamkeit, die sie beschreibt; die Grausamkeit der Sklaverei und die der Männer gegenüber den Frauen. Auch wenn es oft sehr bedrückend ist, möchte man das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Es ist fesselnd, aufwühlend und geradezu poetisch geschrieben. Großartig übersetzt. Ich habe schon lange nicht mehr so ein gutes Buch gelesen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 23. Mai 2014
Toni Morrisons Personen in diesem Werk begreift man mit starker innerer Bewegung. Für mich las sich dieses Buch klarer als Morrisons Meisterwerk "Menschenkind", was durch die Mischung aus Mystik und realem Alltag schwarzer Amerikaner oft etwas verwirrend war. In "Gnade" erfährt der Leser vieles über afro-amerikanische Traditionen. Die große Erzählerin gibt auch hier - wie in anderen Werken - traurige Einblicke, wie die Sklavinnen ihr eigenes Ich unterdrücken. Da gibt es die wenigen Momente der Selbstbehauptung, etwa die Liebe zu einem Mann oder Mutterliebe. "Gnade" ist keineswegs ein heiteres Buch, aber es liest sich sehr, sehr gut.
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am 21. Dezember 2014
Dieses Buch ist mit Sicherheit sehr anspruchsvoll, die Sprache wie immer bei Toni Morrison eindringlich und bewegend.
Die Hauptfiguren, diese unterschiedlichen Frauen, jede von ihnen vom Schicksal gebeutelt und auf ihre eigene Art stark und schwach zugleich, werden vor unserem geistigen Augen lebendig und wir leiden mit ihnen. Man ist von der Geschichte und der Art, wie sie erzählt wird, gefesselt und gebannt.
Und dann ist das Buch zu Ende.
Das ist für mich der große Kritikpunkt dieses Werkes: es geht nicht weit genug in die Schicksale und Personen hinein. Man will mehr wissen, mehr erfahren, mehr ausgeleuchtet haben. Man lechzt nach weiteren Details. Und wird enttäuscht. Deshalb habe ich dieses Buch nicht als Runde Sache empfunden, wobei mich weniger das Ende stört, als vielmehr das Gefühl, es fehlen Erzählebenen, es wird uns etwas vorenthalten. Ich weiß, einer Literaturnobelpreisträgerin sollte man vielleicht nicht so kommen, denn sie ist phantastisch....es ist auch nur mein persönliches Gefühl, das ich bei ihren anderen Büchern so nicht hatte.
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am 23. August 2015
Der Roman oszilliert zwischen verschiedenen Erzählperspektiven, dem Leser dürfte nicht immer klar sein, wer gerade spricht. Die Erzählung wechselt zudem zwischen der ersten und dritten Person. Es liest sich seltsam kantig, ein Wenig so, als hätte die Feinarbeit gefehlt. Handlungen werden aus verschiedenen Perspektiven geschildert, was das Geschehene keineswegs deutlicher hervortreten lässt, geschweige denn die Motive, die Triebfedern offen legt. Man fühlt sich erinnert an einige der schwierigen Werke Faulkners (z.B. Als ich im Sterben lag, die Freistatt), ich wurde nie den Eindruck los, dass Morrison sich an diesen werken orientiert. Die Sprachgewalt eines Faulkner, seine teils nebulösen Szenarien, seine wilden Charaktere, all das will Morrison in diesem Buch nicht recht glücken. Keine Enttäuschung aber: ich habe mir mehr versprochen.
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0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 10. März 2013
Ein Buch der Nobelpreisträgerin Toni Morrison. Es ist sehr gut zu lesen und ich kann es anderen Kunden weiter empfehlen.
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