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18 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kuscheliges Lesevergnügen für lange Winternächte
Merrily Watkins hat eine interessante Zusatzaufgabe bekommen - Sie wird vom neuen Bischof zur Exorzistin benannt und darf sich "Beraterin für spirituelle Grenzfragen" nennen. Was bei ihren Kollegen, mit denen sie gemeinsam eine Weiterbildung zu dem Thema besuchte, ein scheinbar unspektakulärer Job mit wenigen Vorfällen zu sein scheint, entwickelt bei...
Veröffentlicht am 14. Dezember 2009 von Eskalina

versus
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein übersinnlicher Krimi
Eine Pfarrerin zieht mit ihrer Tochter aufs englische Land, um dort fortan ein ruhiges und kontemplatives Leben zu führen. Wenn dies das Grundgerüst für einen Krimi ist, darf man sich wahrlich auf eine gemächliche Art von cozy, also Häkelkrimi gefasst machen - nicht aber so bei Phil Rickman. Im vorliegenden zweiten Roman um Pfarrerin Merrily...
Veröffentlicht am 5. Dezember 2009 von Marius


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18 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kuscheliges Lesevergnügen für lange Winternächte, 14. Dezember 2009
Von 
Eskalina (Hannover) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Mittwinternacht: Ein Merrily-Watkins-Krimi (Taschenbuch)
Merrily Watkins hat eine interessante Zusatzaufgabe bekommen - Sie wird vom neuen Bischof zur Exorzistin benannt und darf sich "Beraterin für spirituelle Grenzfragen" nennen. Was bei ihren Kollegen, mit denen sie gemeinsam eine Weiterbildung zu dem Thema besuchte, ein scheinbar unspektakulärer Job mit wenigen Vorfällen zu sein scheint, entwickelt bei Merrily sehr schnell eine unheimliche Eigendynamik. Schon ihr erster Fall lässt sie nicht mehr los und beschert ihr in der Folge eine aufregende Zeit, denn jemand setzt alles daran, um ihr und um der Kirche Schaden zuzufügen. Und dieser Jemand scheint für seine Zwecke ausgerechnet ihre Tochter Jane gewonnen zu haben...

"Sie raucht, flucht und trinkt und ist allein erziehende Mutter einer Tochter..." Wie schon beim ersten Buch um die Pfarrerin Merrily Watkins, passt diese Werbung, die leider auch hier wieder verwendet wurde, nicht zu dem Bild, das sich der Leser von der Person dieser ungewöhnlichen Frau machen kann - und es ist schade, dass diese Beschreibung nun scheinbar an Rickmans Protagonistin hängen geblieben ist, denn Merriliy ist eigentlich eine ganz normale Frau mit Fehlern und Schwächen, bei der diese Attribute ganz sicher nicht die Oberhand gewinnen, oder einen wichtigen Teil der Handlung ausmachen. Im Gegenteil - so schildert Rickman hier mit viel Einfühlungsvermögen eine sehr sensible Frau, die ihr Handeln immer wieder hinterfragt und die ihre Abenteuer weder als nervige Schnüfflerin, noch als neugierige besserwisserische Detektivin erlebt.
Wer schon den ersten Band "Frucht der Sünde" gern gelesen hat, der findet auch in "Mittwinternacht" eine spannende Geschichte, deren Schwerpunkt wieder einmal die gezeichneten Charaktere sind. Rickman versteht es hervorragend, seine Protagonisten so authentisch darzustellen, dass sie einem ans Herz wachsen - die Guten und die Bösen.

Mit Merrily und ihrer Tochter Jane finden sich zwei teilweise sehr unterschiedliche Persönlichkeiten, die trotz ihrer Gegensätzlichkeit letztlich immer wieder eine Einheit bilden und die so interessant geschildert werden, dass sie für mich einen großen Reiz dieser Reihe ausmachen. Für Spannung ist gerade mit dem Thema "Exorzismus" reichlich gesorgt. Und auch in diesem Buch sind es eher die Andeutungen, die Vermutungen, das Subtile, die den Leser in Atem halten und das Buch nicht aus der Hand legen lassen.
Dieser zweite Band der Serie zeichnet sich durch deutlich mehr an Spannung aus und man könnte ihn fast rasant nennen, wäre da nicht trotz allem die ruhige Erzählweise, die einige Thriller-Fans abschrecken könnte.

Mein Fazit: Für Freunde der ruhigeren englischen Krimis, ein Buch, das ein spannendes Lesevergnügen verspricht und ein kuscheliger Tipp für lange Winterabende.
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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kein Krimi, eher ein Mystery-Roman mit Krimitendenz, 8. April 2010
Rezension bezieht sich auf: Mittwinternacht: Ein Merrily-Watkins-Krimi (Taschenbuch)
Phil Rickman, in Lancashire geboren, ist ein englischer Autor und Radiomoderator. Er schreibt auch unter dem Pseudonym Will Kingdom Spannungsromane. Mit seiner Merrily-Watkins-Reihe hat er Ende der Neunziger begonnen. "Mittwinternacht" ist nach "Frucht der Sünde" der zweite Roman der Reihe.

Merrily Watkins, die Pfarrerin von Ledwardine, wird vom neuen Bischoff zur "Beraterin für spirituelle Grenzfragen" - oder anders ausgedrückt zur neuen Exorzistin - ernannt. Schon bald ändert sich das Leben von Merrily, sie muss sich nun - neben der Arbeit in ihrer Gemeinde - mit paranormalen Phänomen wie "Abdrücken", "Besuchern", "Ruhelosen", "Entladungen" usw. befassen bzw. auseinander setzen. Die Lage spitzt sich zu, als Merrily, im Rahmen ihres neuen Amtes, an das Sterbebett eines alten Mannes gerufen wird...

Im ersten Roman "Frucht der Sünde" war Merrily Watkins ja eher an der Heimatfront. Dieses Mal muss sie an ganz anderen Fronten kämpfen. Da sind zum einem die Vorurteile gegen ordinierte Frauen in der anglikanischen Kirche, gegen die sie kämpfen muss. Dazu kommt dann noch das Amt der "Beraterin für spirituelle Grenzfragen", für das sie der neue Bischof berufen hat. Aber Merrily ist sich nicht ganz sicher ob sie diese Aufgabe bewältigen kann, nicht nur deshalb, weil sie starke Widerstände - innerhalb der Kirche - gegen ihre Berufung spürt, sondern auch, weil die ersten Fälle, die sie bearbeiten muss, scheinbar über ihre Kraft zu gehen scheinen. Und dann ist da noch ihre sechzehnjährige Tochter Jane, die auf der Suche nach ihrer Identität ist, dem Beruf ihrer Mutter eher kritisch gegenüber steht und auf der Suche nach dem Sinn des Lebens ist und diesen in der Esoterik und deren Auswüchsen sucht.

Phil Rickman hat mit Merrily Watkins eine starke Frau geschaffen, die sich durchsetzten kann aber auch schwächen hat und dies zeigen kann. Es war interessant zu lesen, welche Abenteuer - ich denke so kann man es tatsächlich nennen - sie bestehen muss, vor allem auch durch ihr neues Amt, und in welche Situationen sie gerät. Auch die Beziehung zu ihrer Tochter beschreibt Rickman recht einfühlsam und liebevoll. An Merrilys Seite sind natürlich wieder ihre treuen Helfer. Da ist ihre Tochter Jane, die trotz eigener Identitätssuche und Problemen mit ihrer Mutter doch immer da ist, wenn sie gebraucht wird, und zum anderen ist da noch Lol - den Lesern schon bekannt aus dem ersten Teil - ein guter Freund von Merrily und Jane.

Die Merrily-Watkins-Reihe von Phil Rickmann ist eigentlich keine Krimireihe - auch wenn ab und an mal ein Mord passiert. Ich würde es eher als Mystischen Roman mit Krimitendenzen bezeichnen, dies vor allem auch wegen Merrily Amt als Exorzistin. Keine Ahnung ob Rickman die paranormalen Vorkommnisse in dem Buch richtig beschreibt - ich gehöre, was diese Dinge angeht, eher zu den Ungläubigen - aber es war interessant mal in eine ganz andere Welt reinzuschnuppern.

Eine für mich außergewöhnliche Reihe, die ich jedem nur wärmstens ans Herz legen kann.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Merrily, Tod und Teufel, 5. Dezember 2009
Von 
Hamlet - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Mittwinternacht: Ein Merrily-Watkins-Krimi (Taschenbuch)
Merrily Watkins, Pfarrerin im Dienst der englischen Kirche, hat nach ihrer Anstellung als Hilfsgeistliche in Liverpool mittlerweile ihre eigene Gemeinde in Ledwardine, einem kleinen Ort im ländlichen Herefordshire an der walisischen Grenze. Dort lebt die alleinerziehende Mutter mit ihrer 16-jährigen Tochter und kümmert sich um die geistlichen Belange ihres Sprengels.

Bischof Michael Hunter möchte den ehemaligen Diözesan-Exorzisten T.H.B. Dobbs los werden und das Amt entstauben und so trägt er Merrily die Aufgabe eines "Beraters für spirituelle Grenzfragen" an, was aber eigentlich nur umschreibt, dass sie künftig für die Kirche als Exorzistin tätig sein soll.

Zum Inhalt möchte ich nicht so viel erzählen, würde das doch bei manchen Ereignissen die Spannung nehmen. Es geht um Dämonen, Schwarze Messen, die Schändung von Gotteshäusern, mysteriöse Erscheinungen und Kirchenpolitik - aber alles im Rahmen und nicht effektheischerisch beschrieben.

Rickman erzählt sehr plastisch und mit viel Sympathie für seine Figuren, ganz gleich, ob das Merrily, ihre Tochter Jane oder der Musiker Lol ist. Ebenfalls sehr gut gelungen sind ihm die Landschaftsbeschreibungen dieses Teils von England. Und was auch noch erwähnt werden sollte: Die Übersetzerin hat einen tollen Job gemacht!

Wie schon in dem Vorgängerband "Frucht der Sünde" beschreibt er weniger einen Kriminalfall, als vielmehr ein Soziogramm einer scheinbar harmonischen englischen ländlichen Gemeinde mit Geheimnissen, unerwarteten Wendungen und Beziehungen, die sich bei näherem Hinschauen als kleine Tragödien entpuppen. Das nimmt dem Buch aber nicht die Spannung - im Gegenteil.

Ich fand das Buch superspannend, absolut kurzweilig und unterhaltsam - volle Punktzahl und Leseempfehlung meinerseits - und ich freue mich schon sehr auf die Folgebände!!!
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Teuflisch gut, 6. Mai 2010
Rezension bezieht sich auf: Mittwinternacht: Ein Merrily-Watkins-Krimi (Taschenbuch)
Dieses Buch lesen zu dürfen, hat mich sehr gefreut. Ich mag geheimnisvolle Geschichten wie diese um die alleinerziehende Pfarrerin Merrily, die als "Beraterin für spirituelle Grenzfragen" einen schweren Stand in ihrer Gemeinde, aber auch bei ihrer Tochter Jane hat. Verschiedene Handlungsstränge ergeben zuletzt eine spannende, stimmige Geschichte. Man muss allerdings bereit sein, sich auf diese teilweise geheimnisvollen Geschehnisse einzulassen, sonst sollte man dieses Buch besser direkt zur Seite legen.Ich finde es schade, dass ich das erste Buch dieser Serie nicht kenne, weil doch eineige Andeutungen auf die Handlung des ersten Teils gemacht werden, mit denen ich nichts anfangen konnte, was mich aber durchaus neugierig darauf gemacht hat.

Das Buch ist sehr flüssig geschrieben, man liest sich förmlich fest, und kann es nicht mehr aus der Hand legen (ich habe jetzt noch Augenringe...) Am Anfang haben mich die verschiedenen Schauplätze ein wenig verwirrt, ich musste mich erst mal einlesen und die handelnden Personen kennenlernen, wobei mir vielleicht ein bisschen Wissen über Kirchenpolitik fehlt, ich gebe es zu. Je weiter ich aber im Buch vorankam, desto fesselnder wurde die Geschichte. Mir hatŽs gefallen!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein übersinnlicher Krimi, 5. Dezember 2009
Von 
Marius (Augsburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Mittwinternacht: Ein Merrily-Watkins-Krimi (Taschenbuch)
Eine Pfarrerin zieht mit ihrer Tochter aufs englische Land, um dort fortan ein ruhiges und kontemplatives Leben zu führen. Wenn dies das Grundgerüst für einen Krimi ist, darf man sich wahrlich auf eine gemächliche Art von cozy, also Häkelkrimi gefasst machen - nicht aber so bei Phil Rickman. Im vorliegenden zweiten Roman um Pfarrerin Merrily Watkins und deren Tochter Jane geht es hoch her im beschaulichen Örtchen Herefordshire, denn Merrily bekommt nämlich eine neue Aufgabe übertragen: Sie wird zur Beraterin für spirituelle Grenzfragen, lediglich ein Euphemismus für den Posten der Exorzistin. Ihr Vorgänger war zu alt und kauzig, und deshalb wird Merrily von ihrem Bischof Mick Hunter zu der neuen Aufgabe berufen. Schon bald muss sie in ein nächtliches Krankenhaus ausrücken, um ihren ersten Exorzismus durchzuführen und auch ansonsten wird es um die Pfarrerin nicht ruhig. Ihre Tochter Jane sucht sich die mysteriöse Rowenna als Freundin aus, eine Kathedrale wird geschändet und mit dem Bischof scheint auch etwas nicht zu stimmen ...

Die Geschichte um die Ermittlerin wider Willen, eine Art weiblicher Father Brown, gestaltet Rickman sehr abwechslungsreich, und dies trotz des beträchtlichen Buchumfangs von fast 600 Seiten. Der Autor erschafft sehr plastische Figuren, die niemals überzeichnet wirken und dem Leser altvertraut erscheinen. Die gestresste und von Dämonen heimgesuchte Merrily Watkins wirkt sehr sympathisch und man kann dem Stress der Witwe nachspüren. Auch das Thema Exorzismus und Aberglauben gleitet nicht in übersinnlichen Hokuspokus ab, sondern bleibt angenehm realistisch und dezent. Doch leider gibt es Abzug wegen der meiner Meinung nur latent vorhandenen Spannung, da das Buch gut 100 Seiten braucht, bis man sich in den Roman hineinfindet, was vielleicht auch daran liegt, dass ich das Vorgängerbuch Frucht der Sünde" nicht gelesen habe und dementsprechend unvertraut mit den Hauptcharakteren war. Dennoch ist die Geschichte oftmals behäbig und Phil Rickman zaubert große Spannung nur im Finale des Buchs. Für einen ausgewiesenen Krimi war mir die Spannung eindeutig zu wenig.

Ob die weiteren Bände rund um Pfarrerin Merrily Watkins spannender werden, bleibt abzuwarten, aber einen Eindruck des nächsten Abenteuers Die fünfte Kirche" kann man sich druch die ans Buch angeschlossene Leseprobe verschaffen. Ob ich ein Fan dieser Reihe werde, dass müssen erst die nächsten Bände zeigen!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kein Krimi, da führt kein Weg vorbei!, 2. Januar 2010
Rezension bezieht sich auf: Mittwinternacht: Ein Merrily-Watkins-Krimi (Taschenbuch)
Ein wirklich spannender Roman, den ich in zwei Tagen verschlungen habe. Aber ..., es bleibt die Aussage bestehen: Es handelt sich nicht um einen Krimi! Er wird unter diesem Genre angeboten, es handelt sich aber eher um eine mystische Geschichte, in deren Verlauf nebenbei ein Mensch stirbt.
Nebenbei muss ich anmerken, das viele Handlungsstränge unerklärt bleiben. Zwar findet man irgendwie eine Erklärung für den oder die Tote, allerdings gibt es sowohl in diesem, wie auch dem Vorgängerroman keine hinreichende Erklärung für so manche Vorgänge während des Romans. Das stört mich ungemein. Daher habe ich auch einen Stern abgezogen.
Es ist nur dem guten Schreibstil, der jedoch durch ein paar Lektoratsfehler behindert wird, zu verdanken, dass ich vier Sterne verteile für einen Roman der eigentlich nicht dem angekündigten Genre entspricht. Trotzdem ist er von der ersten Seite an so interessant, dass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte. Und schließlich wird die Wirkung rezensiert und nicht die falsche Genrenbezeichnung.
Wer also aus einen Mix aus mystischen Begebenheiten, mit spannenden Elementen, die entfernt an einen Krimi erinnern steht, wird von diesem Roman sicher nicht enttäuscht. Dieselbe Mischung bietet auch Maskerade des Todes, von einer anderen Autorin.
Ich möchte hinzufügen, ich werde auch die folgenden Romane kaufen, da ich mich nun auf die falsche Genrebezeichnung eingestellt habe und die Qualität dieser Romane schätzen gelernt habe.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Merrily wird Exorzistin, 16. Juli 2014
Von 
Amazon-Kunde "Monika" (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Mittwinternacht: Ein Merrily-Watkins-Krimi (Taschenbuch)
Bischof Michael Hunter möchte neue Zeichen setzen und einen für ihn nicht mehr tragbaren Exorzisten ersetzen. Er hat sich als Ersatz für Merrily Watkins, die Pfarrerin aus Lewardine entschieden.
Sie macht als einzige Frau unter Männern eine Weiterbildung mit, aber selbst ihr Ausbilder würde ihr am liebsten den Job ausreden. Aber sie zieht es durch und kann sich alsbald ""Berater für spirituelle Grenzfragen" nennen. Huw Owen, der Ausbilder, erzählt ihnen, dass im Allgemeinen mit spirituellen Einsätzen 2 - 3x im Jahr zu rechnen ist.
Aber kaum hat Merrily ihre Weiterbildung beendet, bekommt sie die ersten Aufträge.
Eines nachts wird sie in ein Hospital gerufen, wo ein alter, wirklich böser Mann im sterben liegt. Alle Schwestern haben Angst vor ihm, weil er das personifizierte Böse darstellt. Auch Merrily spürt da eine böse Kraft, die von ihm ausgeht und sie spürt, wie diese in sie eindringt.
Weitere Ereignisse geschehen, so wird in ihrer Kirche eingebrochen und aus dem Wasser wird ein Toter gezogen. Auch ihre 16-jährige Tochter scheint ihr wieder weiter zu entgleiten, indem sie sich immer enger an ihre Schulfreundin Rowenna bindet ...

Merrily hat alle Hände voll zu tun, nicht nur mit ihrer Arbeit als Gemeindepfarrerin, sondern auch übermäßig viel was ihre spirituellen neuen Aufgaben angeht. Die Realität sieht völlig anders aus als die, die ihr vorhergesagt wurde, von wegen 2 - 3x im Jahr.

Während Merrily sich um ihre Gemeinde und die spirituellen Aufgaben kümmert, geht ihre Tochter Jane ihre eigenen Wege. Das Gefühl, dass ihre Mutter keine Zeit für sie hat, kennt sie und so freundet sie sich mit Rowenna, einer neuen Mitschülerin an. Das ist endlich ein Mädchen, das auch mal zuhören kann.
Merrily hat ihre Zweifel, was die Freundschaft der beiden angeht, nachdem sie ein wenig aus der Vergangenheit von Rowenna in Erfahrung bringen konnte.

Dieses Buch beinhaltet verschiedene Handlungsstränge, die anfangs völlig losgelöst erscheinen, sich aber zum Ende des Buches zu einer gesamten Einheit entwickelt.
Der Spannungsbogen wird bereits zu Beginn gezogen und steigert sich bis zu einem rasantem aufregenden Ende.

Das Hauptaugenmerk liegt nicht mehr in der Gemeindearbeit einer Pfarrerin, sondern Merrilys Tätigkeiten im Zusammenhang mit spirituellen Aufgaben. Auch wenn es keine Hexen gibt, das Böse gibt es scheinbar und das gilt es zu bekämpfen.
Satanisten findet man in dem Buch ebenso wie Geistererscheinungen, Legen von Tarotkarten zur Bestimmung der Zukunft sowie Morde.
Die Mordermittlungen laufen aber, wie bereits in Teil 1, nur am Rande, so dass auch dieses Buch meines Erachtens das Prädikat "Krimi" nicht wirklich verdient. Es geht eher in Richtung Mystery mit kriminellen Elementen.

Neben vielen neuen Protagonisten trifft der Leser auch auf alte Bekannte. So trifft man neben Merrily und ihrer Tochter Jane auch wieder auf Lol, einem Freund von Merrily und auf Annie Howe, Ermittlerin bei der Polizei.

Merrily ist noch immer die taffe Pfarrerin, die nicht daran denkt, das zu tun, was man von ihr erwartet, sondern die das tut, was sie für richtig hält.
Sehr gut kann man ihre Gewissenbisse nachvollziehen, als sie sich fast entschließt, den Posten als Beraterin für spirutuelle Grenzfragen aufzugeben. Ihr Ängste und Zweifel sind absolut glaubhaft und nachzuvollziehen.

Ich fühlte mich auch mit dem 2. Band um die Pfarrerin Merrily Watkins sehr gut unterhalten.
Wenn man das Buch zur Hand nimmt, sollte man sich nicht an der Bezeichnung "Krimi" orientieren, denn das ist er, mit meinen Augen gesehen, nicht.
Aber es ist ein Buch, das mit Merrilys spitzfindigem Humor unterhält, Spannung verspricht und mit Mystery aufwarten kann. Was will man mehr?
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kirche vs. übernatürliche Dinge, 6. Dezember 2009
Rezension bezieht sich auf: Mittwinternacht: Ein Merrily-Watkins-Krimi (Taschenbuch)
"Christus sei bei mir, Christus sei in mir,
Christus sei hinter mir, Christus sei vor mir...."

Mit diesen Worten beginnt St. Patricks Harnish. Die Grundausstattung für jeden Exorzisten. Schutz gegen Anhalter, Besucher,Abdrücke und Invasoren. Das und noch vieles mehr lernt Merrily Watkins in einem Kurs, den sie besucht, um sich auf ihre neue Aufgabe als "Beraterin für spirituelle Grenzfragen" vorzubereiten. Eine nette Beschreibung für Exorzismus. Sie hat diese Stelle noch nicht offiziell angenommen, als sie auch schon mit den ersten Fällen konfrontiert wird. Und der erste Fall schon wirft sie ziemlich aus der Bahn. Und dabei müsste sie sich dringend um ihre Tochter Jane kümmern, ihre Teenagertochter, die mit der Kirche nicht viel am Hut hat und sich ihre spirituelle Weisheiten lieber bei anderen Sachen holt. Zum Beispiel bei Esoterik-Messen, zu der sie mit ihrer neuen Freundin Rowenna geht. Denn Rowenna und Jane sind Seelenverwandte, auf der Suche nach neuen Horizonten. Jane steht damit aber zwischen zwei Stühlen: Einerseits möchte sie ihr eigenes Leben leben, ohne den Zwang von kirchlichen Regeln. Andererseits spürt sie, dass Merrilys neuer Job ihr nicht gut tut. Aber um sie davon zu überzeugen, es zu lassen, müsste sie sich näher damit beschäftigen. Da Rowenna ihr in dieser Situation auch keine Hilfe ist, wendet sie sich an Laurence Robinson, genannt Lol. Lol kennt Merrily von früher, er war sogar mal in sie verliebt. Aber Lol kümmert sich um Katherine Moon, eine junge Archäologin mit einem Faible fürs Keltentum. Moon, wie sie von allen genannt wird, wird von Tag zu Tag seltsamer und lebt immer mehr in der Vergangenheit. Und obwohl so jeder mit seinen eigenen Problemen zu kämpfen hat, sind alle Schicksale miteinander verwoben. Aber nichts ist so, wie es scheint...

"Mittwinternacht" ist der zweite Teil einer Krimi-Reihe um die sympathische Pfarrerin Merrily Watkins. Obwohl man dieses Buch auch gut ohne Kenntnis des Vorgängerbandes lesen kann, wir an einzelnen Stellen darauf verwiesen, um die Beziehung der Personen untereinander näher zu beleuchten.
Das Buch ist in 3 Erzählstränge geteilt: In Merrilys Probleme, die sie mit ihren neuen Job als "Beraterin für spirituelle Grenzfragen" und mit dem Bischof von Hereford , für den die Karriere wichtiger ist als alles andere, hat. In Janes Freundschaft zu Rowenna, die den ganzen Krimi über sehr undurchsichtig bleibt. Und in Lols Problemen, die sich durch seine Freundschaft zu Moon ergeben. Jeder dieser Erzählstränge scheinen für sich zu stehen, aber Phil Rickman verknüpft alle 3 sehr gekonnt miteinander. Er verwendet eine sehr bildhafte Sprache, gerade als Englandfan sieht man alles vor seinem geistigen Auge. Man liest das Buch nicht nur, man ist selber dabei, steht in der Kälte, hört die Glocken der Kathedrale, riecht frisch gebackenes Brot, spürt die Atmosphäre.
Als Literaturkritiker weiß Phil Rickman wie man gute Krimis schreibt. Er scheint sehr gut recherchiert zu haben, um Geschichte und das Heute miteinander zu vereinen. Die einzelnen Kapitel im Buch sind nicht besonders lang und spannend geschrieben. Allerdings fand ich manche Stellen im Buch etwas langatmig, um nicht zu sagen überflüssig. Und anderseits gibt es Dinge, die nur kurz nebenbei erwähnt werden, die aber zum besseren Verständnis vielleicht 1-2 Sätze mehr gebraucht hätten. Das ist sehr schade, zumal die Thematik des Buches ganz interessant ist.
Aber alles in allem ist es ein solider Krimi, der jedem England-Krimifan gefallen dürfte.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Grandios!, 5. Dezember 2009
Rezension bezieht sich auf: Mittwinternacht: Ein Merrily-Watkins-Krimi (Taschenbuch)
Merrily wird, als einzige Frau in ihrem Seminar, zur "Beraterin für Spirituelle Grenzfragen" ausgebildet. Doch wieder zuhause in ihrer Gemeinde ist sie sich gar nicht mehr so sicher, ob dieser Job wirklich etwas für sie ist und ob die Kritiker, die bezweifeln, dass eine Frau diesen Job übernehmen könnte, nicht vielleicht doch recht haben ... dazu kommen die Sorgen über ihre Tochter Jane, die eine deutliche Abneigung gegen die Kirche und einen Fable für New Age hat. Was ist das für eine Gruppe, mit der sie sich trifft? Und das, was Merrily schließlich über das Leben und die Vergangenheit von Janes neuster Freundin Rowenna erfährt, beunruhigt sie zutiefst. Und dann ist da noch Moon, die junge Frau, die in einer Wohnung auf dem Hügel wohnt, von dem sie behauptet, dass dort bereits ihre Ahnen gelebt haben und die Energielinien entdeckt und schließlich noch ihren toten Vater sieht. Hat sie vielleicht etwas mit den Angriffen einiger Satanisten auf Kirchen in der Umgebung zu tun?

Es war nicht ganz einfach, die obige Zusammenfassung zu schreiben - so verworren sind die einzelnen Handlungsstränge, so zahlreich die Figuren, so undurchsichtig ihre Motive. Aber gerade diese Vielfalt, die in den ersten Kapitel noch etwas verwirrend wirkt, ist der wahre Schatz dieses Buches. Alles hängt irgendwie zusammen und nach und nach tun sich Verbindungen auf, von denen man nicht gedacht hätte, dass sie auch nur im Entferntesten irgendwie einen Bezug haben könnten. In einem grandiosen temporeichen Finale schließlich führen alle diese Linien zusammen und wie ein Puzzle setzt sich alles zusammen. Der leichte übersinnliche Touch des Buches ist ein wundervolles Extra, ein Kribbeln und Gruseln - was ist echt, was nicht... Der Autor baut oftmals Spannung auf um dann am Höhepunkt abzubrechen und zunächst mit einem anderen, doch eng verknüpften, Handlungsstrang weiterzumachen, so dass man nicht anders kann, als einfach weiter zu lesen. Die Auflösungen folgen oft quälend langsam - doch gerade das macht einen großen Reiz aus.

Die Figuren sind vielschichtig und lebendig, ich liebe Merrily und Jane, war misstrauisch gegenüber Rowenna und habe mit dem armen, oftmals unglücklichen Lol gefühlt (von dem ich schwer hoffe, dass in späteren Bänden ein wenig mehr Ordnung in sein Leben kommt, der arme Kerl - schon alleine mit *der* Abkürzung seines Namens, fast eine Lachnummer). Alle handeln verständlich und menschlich und nicht so nervtötend irrational wie in vielen anderen Büchern.

Der Einband zeigt die Kathedrale von Hereford, ein winterlich-kalter, beunruhigender Ort, der Name des Autors wirkt wie mit Blut geschrieben und verwischt (und fühlt sich, so erhaben, toll an). Alles in allem sehr stimmungsvoll. Die Kapitel sind gerade lang genug, dass viel in ihnen passiert, aber doch so kurz, dass man schnell weiterliest, "nur noch ein Kapitel, ist ja nicht so lang".

Im Prinzip habe ich für die Kirche und das ganze Drumherum nicht viel übrig (und habe mich daher ein wenig in Jane wiedergefunden), aber das störte in diesem rundum spannenden Buch keine Sekunde. Vielmehr waren die Einblicke in Kirche und den quasi dazugehörigen Satanismus höchst spannend. Ich habe das Buch verschlungen und nicht einmal fünf Tage (bzw. Abende) für die guten 600 Seiten gebraucht. Mehr davon!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Grenzerfahrungen, 3. Dezember 2009
Rezension bezieht sich auf: Mittwinternacht: Ein Merrily-Watkins-Krimi (Taschenbuch)
'Mittwinternacht' ist nach 'Frucht der Sünde' der zweite Teil um die smarte Pfarrerin Merrily Watkins, die nebenberuflich nun auch noch vom dem möchtegern-fortschrittlichen Bischof Mick Hunter zur Exorzistin bestellt wurde. Und nach der Grundausbildung geht es auch dann sofort in die Vollen ' bei einem kleinen Exorzismus kommt sie hautnah in Berührung mit dem Bösen, eine leer stehende Kirche wird entweiht und eine junge Frau kommt ums Leben. Ihre Tochter Jane wendet sich merkwürdigen Freunden zu, und dann trifft sie noch ihren alten Freund Lol wieder. Langsam gelangt sie zu der Erkenntnis, das die verschiedenen Probleme miteinander im Zusammenhang stehen, und das ihr nicht mehr viel Zeit bleibt, um sie zu lösen '....

Ich denke, vor 'Mittwinternacht' sollte man auf jeden Fall 'Frucht der Sünde' gelesen haben, da der erste Teil maßgeblich zum Verständnis von Merrilys Situation, Problemen und ihrer Beziehung zum Übernatürlichen dient. Als erstes ist mir aufgefallen, das der 2. Teil im Vergleich zu Rickmans Erstlingswerk deutlich flüssiger und kurzweiliger zu lesen ist. Allerdings hat man auch bei diesem Buch das Gefühl, unter Verfolgungswahn zu leiden und hinter jedem Baum das Böse zu vermuten. Verschwörungen sind eigentlich das Salz in der Suppe eines guten Krimis, allerdings könnte man es in diesem Falle eher als Versalzen bezeichnen. Dafür sind die Figuren diesmal wesentlich besser gezeichnet und wirken menschlicher ' Sorgen und Probleme, die Merrily mit ihrer halbwüchsigen Tochter hat, geben der Nebenhandlung eine perfekte Würze, wirken glaubwürdig und tragen in einem nicht unerheblichen Anteil zur Spannung bei. Nebenbei bekommt viele Informationen über Kirchenpolitik und heidnische Bräuche ' gerade die richtige Dosis, um in das Geschehen einzufinden ohne es jedoch langatmig zu gestalten. Die Gradwanderung zwischen Christentum und dem Spirituellem ist dem Autor sehr gut gelungen, man könnte sagen es ist ein christlicher Mysterie'Krimi mit englischem Dorfcharme. Das letzte Drittel des Buches ist etwas fade, jedoch gelingt es dem Autor, am Ende noch ein Kaninchen aus dem Hut zu zaubern und dem Buch so einen wirklich guten und schlüssigen Plot zu geben. Trotz einiger Schwächen war es für mich sicher nicht der letzte Krimi mit der sympathischen Pfarrerin und ich bin schon gespannt, wie es weiter geht.
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Mittwinternacht: Ein Merrily-Watkins-Krimi
Mittwinternacht: Ein Merrily-Watkins-Krimi von Phil Rickman (Taschenbuch - 1. Dezember 2009)
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