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Kundenrezensionen

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am 19. Januar 2009
Nachdem ich die ersten beiden Teile von Simon Becketts Thriller-Reihe rund um den forensischen Anthropologen David Hunter verschlungen hatte, war die Vorfreude auf Teil 3 natürlich groß. Etwas mehr als 400 Seiten später kann man sagen, dass sich das Warten gelohnt hat...

Schon auf der ersten Seite fühlt man sich quasi gleich zu Hause. Das Buch beginnt mit einer ähnlichen Einleitung wie die Vorgänger. Auch sonst hat sich an Becketts Schreibstil wenig geändert. Ein Umstand den eingefleischte Fans sicher begrüßen werden.
Dennoch hat sich auch hier etwas getan. Beckett fügt jetzt immer wieder einige Passagen aus der Sicht des Täters ein. Ein guter Einfall, denn die Einschübe sind spannend, irgendwie verstörend und fügen sich dennoch nahtlos in die Handlung ein. Zudem sind sie eine gelungene Abwechslung zur üblichen Ich-Erzähler-Perspektive.

Zur Story will ich nicht allzu viel sagen, nur dass sie erstmals nicht in Großbritanien spielt. Das gesamte Setting der Handlung errinnert wieder etwas mehr an "Die Chemie des Todes" (ländlichere Gegend mit umligenden Waldgebieten). Für Beckett üblich gibt es wieder einen überschaubaren Personenkreis, der zum Täterraten einlädt. Dies ist mir diesmal etwas einfacher gefallen. Zum ersten Mal habe ich auf den richtigen Täter getippt. Dennoch ist dass Buch durchgehend spannend und wartet natürlich mit einem - für Beckett typischen - Überraschungseffekt am Ende auf.
Alle Charaktere sind glaubhaft gestaltet, auch wenn so mancher sie vielleicht als etwas "stereotyp" bezeichnen würde. Die Story war für mich auch weitestgehend schlüssig.
Auch wenn die Geschichte in sich abgeschlossen ist, wird die größere Geschichte um David Hunter fortgeführt die in den ersten beiden Bänden begonnen wurde. Daher ist es mehr als lohnenswert, die Vorgänger zu lesen.

Am Ende muss man sagen: ein gewohnt guter Beckett. Der für mich gemeinsam mit "Der Chemie des Todes" knapp hinter "Kalte Asche" rangiert. Aber das ist sicherlich Geschmacksache. Ich würde zwischen 4 und 5 Sternen vergeben, aber das Pendel schlägt eher Richtung 5 aus. Auf jeden Fall bleibt Simon Beckett mit "Leichenblässe" einer der - wenn nicht sogar "der" - Top-Thrillerautoren.
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am 24. April 2011
Rezension:

Selbst mit 'Leichenblässe', dem dritten Teil der David Hunter-Reihe, weiß Simon Beckett die Fans des Forensikers noch zu begeistern. Das fängt schon mit einer vollkommen interessanten und fesselnden Einleitung über die Haut des menschlichen Körpers an.

Der Schreibstil war diesmal nicht ganz so flüssig wie sonst und deshalb liest sich das Buch teilweise etwas holprig. Es dauert etwas lang, bis sich die gesamte Story aufgebaut hat und es spannend werden kann. Dafür wird diese Spannung im letzten Drittel des Buches aber umso geballter und es gibt auch wieder ein überraschendes Ende.

Was ich richtig interessant fand, war, dass es in vielen Kapiteln, meist gegen Ende, ein paar Absätze in kursiver Schrift gibt, die vom Mörder handeln. Dabei ist es so geschrieben, als würde dieser mit sich selbst sprechen ' er duzt sich dabei, was seine psychischen Störungen verdeutlicht.

Ansonsten wird Hunters Unsicherheit, nachdem er beim letzten Fall beinahe starb, gut dargestellt. Er ist sich nicht ganz sicher, ob er sich noch auf seine Fähigkeiten verlassen kann ' diese Unsicherheit wird aber, als er dann dringend gebraucht wird, immer weniger. Erwähnenswert ist vielleicht auch noch, dass er sich diesmal in den USA befindet, anstatt, wie sonst immer, in England. Aber Psychopathen gibt es, wie sich zeigen wird, in den USA genauso wie in Europa ; ).

Nach wie vor sollte man aber schon was vertragen, wenn man die David Hunter-Bücher liest. Denn wie immer wird der Zustand der jeweiligen Leichen detailliert beschrieben. Essen sollte man dabei wohl besser nichts ; ).

Fazit:

Der dritte Band reiht sich in die David Hunter-Reihe ein. Er ist zwar nicht ganz so spannend wie seine Vorgänger aber bleibt typisch 'unappetitlich' ' so wie es die Fans lieben.
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am 7. März 2015
Spätestens beim Lesen des dritten Falls über Dr. Hunter wird dem Leser klar: Simon Beckett schreibt nach Schema.
Handlung nach Schema, Protagonisten nach Schema, ganz vorneweg die Hauptfigur: Dr. David Hunter.
- wieder ist er traumatisiert, wieder hat er eine Frau ,verloren', um auch gleich wieder eine neues Objekt der Begierde zu haben, die sich dann wieder als die falsche Wahl herausstellt...
- und wieder ist natürlich nicht der der Mörder, der dem Leser zu allererst serviert wird, sondern ein ganz anderer, und zwar einer wie bei Krimis dieser Art üblich (es existiert eine feste Anzahl möglicher Täter, einer unwahrscheinlicher als der andere) der, der am wenigsten wahrscheinliche. Ein Täter, auf den der Leser nicht aufgrund von logischen Schlüssen kommen könnte, weil ihm hier schlichtweg die notwendigen Hinweise und Details fehlen, nein, es ist mal wieder der/die, der/die am Unschuldigsten dargestellt wird.

Waren diese Schemata in den ersten beiden Teilen noch irgendwie originell ausgearbeitet und umgesetzt, so fällt dem Autor beim dritten Teil nur das einfallsloseste und hilfloseste erzählerische Mittel ein: Superlative.
Noch mehr Leichen, noch mehr Ekelszenen, noch mehr Gewalt (die die Welt nicht braucht), noch mehr Selbstzweifel der Hauptfigur Hunter, sodass man derselbigen nach hundert Seiten sagen möchte: Dann lass es doch Hunter, werd nochmal Hausarzt! (Aber nee, geht ja auch nicht, hat er ja schon im ersten Teil versucht, und trotzdem haben sich die Leichen um ihn herum gestapelt)
Gekrönt wird das Ganze durch das hanebüchene Finale bei dem Hunter durch einen Zufall bzw. Intuition! dem Täter auf die Spur kommt, der unwahrscheinlicher ist als ein Sechser im Lotto oder dir Wahrscheinlichkeit, die sprichwörtliche Nadel im Heuhaufen zu finden. Dr. Hunter schafft dies aber, er findet die Nadel sogar in einem Heumeer... (wobei sich dem versierten Leser der Verdacht aufdrängt, dass der Autor das Ganze irgendwie zu einem Ende führen will, auch um den Preis der Glaubwürdigkeit)

Trotzdem zwei Sterne, weil Beckett es mal wieder schafft, dass man das Buch doch zu Ende liest (und sich danach fragt, warum eigentlich?), und die sog. Body Farm in Tennessee einen interessanten erzählerischen Handlungsort abgibt. (aus dem man allerdings hätte mehr machen können)
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am 1. Februar 2009
Liegt es daran, dass es nun mein dritter David Hunter Thriller in Folge war oder ist es Simon Beckett wirklich nicht gelungen an sein hervorragendes Vorgängerwerk "Kalte Asche" anzuknüpfen? Ich befürchte Letzteres.
Die grundlegenden Ansprüche, die man an einen Beckett-Thriller stellt, werden auch hier erfüllt. Wieder gerät der Hauptakteur David Hunter in die Ermittlungen eines mysteriösen Mordes, aus dem schon bald eine Serie wird. Wieder sind es vertraute wie auch zwielichtige Gestalten, die ihn umgeben und wieder ist der Ausgang der Geschichte bis zum Ende offen.
Die Örtlichkeit, in der sich die Geschichte zuträgt, ist dieses Mal nicht ganz so abgelegen und einsam gewählt. Allein daran kann es aber nicht liegen, dass es dem Autor irgendwie nicht gelingt, einen Spannungsbogen zu erzeugen, der einen das Buch nicht mehr aus der Hand legen lässt. In "Leichenblässe" ist die Verflechtung der Personen in die Geschichte bei weitem nicht so komplex und fein gesponnen wie beim Vorgänger "Kalte Asche". Auch die Ereignisse treten nicht so überraschend sondern irgendwie unspektakulär ein, wodurch dem Buch ein gutes Stück an Unterhaltungswert verloren geht. Insbesondere in der ersten Hälfte liest sich das Buch eher etwas schwerfällig und die Handlung plätschert ein bisschen vor sich hin. Vielleicht rührt dies daher, dass Beckett dieses Mal sehr die Person David Hunter mit ihren Schwächen, Fehlern und Zweifeln in den Fokus gerückt hat. Auffällig bezüglich des Stils ist, dass Beckett sich wesentlich stärker auf die Darstellung der Verwesungsprozesse der Mordopfer und damit auf Ekel-Effekte konzentriert hat (die man von "Chemie des Todes" und "Kalte Asche" ja schon zur Genüge kennt). Leider sehr auf Kosten von Spannung und einem gutem Nervenkitzel, den man sich hier so sehr wünschen würde. Meiner Meinung nach hat er hier auf die falsche Karte gesetzt, denn einen solchen Thrill zu erzeugen, der einem beim Lesen einen kalten Schauer über den Rücken schickt und einen nicht mehr loslässt, das beherrscht Beckett bestens, und genau dafür hat man seine Bücher bisher so geliebt. Da die Story eine wirklich gute stoffliche Grundlage für einen Thriller bietet, wäre es ein Leichtes gewesen, hier in gleicher Weise weiterzumachen.
Was ich niemals erwartet hätte: es ist mir dieses Mal recht früh gelungen, in der Geschichte den späteren tatsächlichen Täter zu erraten, oder besser gesagt relativ sicher zu mutmaßen.

Fazit: "Leichenblässe" ist ein handwerklich ordentlich abgefasster Thriller, der sich gut lesen lässt und dem auch ein gewisses Unterhaltungspotential nicht fehlt. Man muss aber auch klar festhalten, dass es Simon Beckett dieses Mal nicht gelungen ist, an die gruselige Stimmung und die fast beklemmende Spannung, die das Vorgängerwerk "Kalte Asche" dominierte anzuknüpfen, geschweige denn sie zu toppen. Und das ist das eigentlich Enttäuschende. Ich hätte dem Buch gerne dreieinhalb Sterne gegeben, da das aber nicht geht neige ich eher zu 3 als zu 4 Sternen. Man kann bei diesem Werk getrost die Taschenbuchausgabe abwarten. David Hunter Fans sollten es aber auf jeden Fall lesen.
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am 26. Januar 2016
Bei seinem letzten Einsatz ist der Forensiker David Hunter nur knapp dem Tode entronnen. Von einer vollständigen Genesung weit entfernt, quält ihn im dritten Teil der Reihe die Frage, ob er seinem Beruf noch gewachsen ist. Hunter sagt alle neuen Aufträge ab und beschließt, die Body Farm in Tennessee aufzusuchen - eine bekannte Akademie, an der er sein Handwerk erlernte. Dort trifft Hunter einen alten Freund, den er bei den Ermittlungen im Fall eines sadistischen Mordes unterstützen soll.

Die Handlung ist spannend mit vielen Überraschungen und einigen Wendungen. Gerade das Ende hat mich echt vom Hocker gerissen. Auch hier beschreibt der Autor eingehend die Vorgehensweise der Forensiker und den Prozess der Leichenverwesung.

Die Figuren sind wieder interessant entworfen. David Hunter ist verständlicherweise recht unsicher, seitdem im letzten Teil ein Mordanschlag auf ihn verübt worden ist. Seine Zweifel werden gut rübergebracht. Die neuen Charaktere sind authentisch gestaltet.

Besonders hat mir wieder der Vorlesestil gefallen. Johannes Steck kann perfekt seine Stimme modulieren. Jede Figur versieht er mit einer eignen Stimme. Man erkennt immer sofort, wer eigentlich spricht. Auch die Emotionen kann er authentisch transportieren.

Insgesamt bin ich wieder sehr begeistert von dem Hörbuch. Mit dem 4. Fall fange ich nächste Woche an.
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am 9. Februar 2010
Einer der Vorrezensenten schrieb sinngemäß man fühle sich bereits nach ein paar Seiten wieder wie zu Hause. Die Bücher von Simon Beckett sind für mich wie eine warme Umarmung; sie packen mich und lassen mich nicht mehr los. Chemie des Todes" und Kalte Asche" sind für mich nach wie vor zwei der spannendsten und interessantesten Krimis der Zeit; die Erwartungshaltung lag bei mir also recht hoch.

Dr. David Hunter wurde am Ende von Kalte Asche schwer verletzt und kam nur knapp mit seinem Leben davon. Ablenkung sucht er in Leichenblässe auf der so genannten Body Farm, wo Leichen zu wissenschaftlichen Zwecken verwesen. Sein früherer Mentor und Freund Tom Liebermann wird zu einer stark verwesten Leiche gerufen und bittet David um Hilfe. Die Ereignisse überschlagen sich und schon ist Hunter mittendrin in den Ermittlungen um einen Serientäter....

Mehr will ich nicht verraten: Nur eines sei gesagt - wer die Vorgänger mochte, der wird auch Leichenblässe lieben. Die Story ist einfach und schlüssig. Interessante Ermittlungen rund um die Forensik wirken nie langweilig und trocken. Das ist etwas, was Simon Beckett kann: den Leser zu fesseln. Die Charaktere in seinen Romanen sind gut gezeichnet. Nie ist eine Person nur gut oder nur böse, nein - Beckett lässt die Charaktere vielschichtig rüberkommen.

Seinen Hauptprotagonisten Dr. Hunter vernachlässigt Hunter allerdings in dieser Hinsicht ein wenig: Wie auch einige andere hier schrieben, fehlt mir ein wenig die emotionale Tiefe des Charakters. Dass Hunter angeschlagen ist aufgrund des Attentats auf ihn ist logisch, aber seine Angst vor der noch immer auf freien Fuß befindlichen Grace wird nur einmal näher beleuchtet. Auch seine in die Brüche gegangene Beziehung scheint ihn nicht sehr zu belasten - wie gesagt: hier hätte ich mir mehr Tiefe gewünscht - vielleicht auch mal ein Ausbruch von Hunter, der sich ja meist absolut im Griff hat.

Und: Ich wusste recht schnell wer der Mörder ist. Trotzdem 100 % Lesevergnügen!
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am 14. Januar 2013
Ich lese sehr viele Thriller und mich stoßen weder bildhafte Beschreibungen der Morde, Opfer oder Leichen ab. Wem dies zuviel ist, der sollte sich keine Thriller kaufen. Denn wenn man einen Thriller bestellt, dann sollte man auch wissen was einen erwartet.

Über den Inhalt wurden bereits ausführliche Rezensionen geschrieben, deswegen beschränke ich mich hier auf meinen Eindruck der Story.

Das Hörbuch habe ich mir vor dem Urlaub zugelegt um damit eine lange Busfahrt ewas kurzweiliger zu machen. Das ist dem Buch jedoch nicht gelungen. Der Inhalt konnte mich keinen Moment lang in seinen Bann ziehen. Nie kam das Gefühl auf, unbedingt wissen zu müssen wie es weiter geht oder gar der Versuchung zu widerstehen ein wenig "nach vorne zu blättern". Ich fand es nur langweilig und langatmig. Die Protagonisten blieben alle blass und uninteressant. Ebenso hat mich das Buch nicht neugierig auf weitere Romane aus der Feder von Simon Becket gemacht.

Viel besser gefiel mir das kürzlich gelesene Buch Der Schlüssel zur Hölle von Thomas Graser, das es leider nur als Kindle eBook gibt.

Zusatz: Ich habe diese Hörbuch im Buchhandel und nicht über Amazon erworben. Daher ist der Kauf nicht von Amazon bestätigt.
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am 3. Mai 2014
Zur Orientierung vorweg: Dies ist mein erstes Buch von Simon Becket, ich habe es zufällig in die Finger gekriegt.

Mit gefällt der Schreibstil. Die Protagonisten werden glaubwürdig und vielseitig geschildert. Nach dem ersten Drittel baut sich durchaus eine Spannung auf, da die Hauptpersonen nicht nur in für sie fremden Angelegenheiten ermitteln, sondern auch für sie selbst eine Bedrohung ersichtlich wird. (Klassiker: Der Irre will ein Duell mit dem Ermittler.) Zur Hälfte ist das ein lehrreiches Buch, wenn man sich von den unappetitlicheren Aspekten nicht abschrecken läßt. Aber wer ein solches Buch liest, will ja genau das.

An einen Krimi stelle ich grundsätzlich eine einfache Forderung: Die Handlung der Akteure muß -- natürlich im Rahmen ihrer geschilderten Persönlichkeit und Fähigkeiten -- logisch und stimmig sein, gerade auch im Rückblick! Warum? Der Reiz des Krimis ist das Mitdenken, nach und nach aufgrund der Hinweise selbst Hintergründe und Motive mit aufdecken zu können und nicht nur den Protagonisten dabei zuzusehen. Dazu müssen aber alle geschilderten Sachverhalte Teil eines logischen Ganzen sein, sonst funktioniert das gar nicht.

Erstaunlicherweise klappt das bei sehr vielen Büchern nicht, auch nicht bei diesem. Etliche Sachverhalte sind rein auf den Effekt beim ersten Lesen getrimmt oder um den Leser direkt in eine falsche Richtung zu lenken. Ich fühle mich von so einem Buch dann am Ende regelrecht verschaukelt.

Erstes Beispiel (Achtung Spoiler):

Die Gedanken des Täters werden immer wieder in der Ich-Perspektive geschildert. Das ist grundsätzlich ein geschicktes Stilmittel: Becket kann damit richtig Spannung erzeugen und nach und nach geeignete Hinweise an den Leser geben. In der Mitte des Buches verschwindet der Verwalter des Friedhofs, in seinem Haus werden auch belastende Unterlagen gefunden. Gleichzeitig Innensicht des Täters: Der Gedanke, daß es vor seiner Entdeckung höchste Zeit war unterzutauchen. Klar, denkt sich da der Leser. Nachher stellt sich heraus, daß ein anderer der Täter ist. Klar, Irrungen und Wirrungen gehören beim Krimi eben auch dazu. Das Problem: Es gibt aber im Nachhinein keine stimmige Auflösung. Der Täter konnte keinerlei Grund zur Annahme haben, daß seine Enttarnung bevorstehen würde. Dazu paßt die geschilderte Täter-Innensicht überhaupt nicht.

Zweites Beispiel (noch mehr Spoiler):

Der Täter stellt am Ende sein Auto ab, um seine Flucht mit einem anderen Fahrzeug fortzusetzen. Das erscheint beim Lesen zunächst nachvollziehbar, da das Auto beschädigt war. Im Rückblick erweist sich die Erklärung aber als nicht tragfähig: Der Täter ist an seinem Unterschlupf vorbeigefahren (an dem er übrigens davon ausgehen konnte, daß man sein Auto nicht sehen würde), hat sein Fahrzeug auf einem öffentlichen Parkplatz abgestellt, hat dort ein anderes gestohlen (und damit neue Spuren in der Nähe seines Unterschlupfes erzeugt) und ist wieder zurückgefahren. Ein so dummes Verhalten ist aus der geschilderten Persönlichkeit des Täters heraus nicht erklärbar. Für diesen Unsinn gibt es am Ende auch keine anderweitige Erklärung.

Drittes Beispiel (Spoiler über Spoiler):

Der Täter greift beherzt zu, um eine Leiche aus einem Sarg zu wuchten, die er selbst mit hochgradig infektionsgefährlichen Injektionsnadeln präpariert hat, um damit seine Gegner zu verletzen. Jetzt kriegt er eine Nadel selbst ab und riskiert eine lebensgefährliche Infektion. Der Täter wird aber dargestellt mit einer panischen Angst vor dem Sterben, aus der heraus sein gesamtes mörderisches Handeln motiviert wird. Und dieser so motivierte Täter soll sich an der von ihm selbstgestellten Falle so unbedacht verletzen? Das ist einfach völlig unglaubwürdig.

Fazit: Zwei Sterne gibt's, weil ich das Buch bis zum Ende gelesen habe, das muß reichen. Simon Becket bleibt bei diesem Buch den Beweis schuldig, daß er einen richtigen und stimmigen Krimi schreiben kann. Schade. Die Kombination aus Logik und Leichen hätte reizvoll sein können.
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am 16. November 2013
Nachdem mich "Die Chemie des Todes" (Rezension) und "Kalte Asche" (Rezension) bereits in Atem gehalten haben musste ich mir nun, kurz nachdem ich erst "Kalte Asche" beendet hatte, auch den dritten Teil der David Hunter Reihe zu Gemüte führen. Wenn man erst einmal mit Simon Beckett angefangen hat, ist es einem beinahe unmöglich aufzuhören und nach dem Ende in "Kalte Asche" gab es überhaupt nichts zu überlegen. Ich musste wissen, wie es weiter geht.

Wer die Bücher von Simon Beckett kennt, weiß, wie es darin von Statten geht. Die Tatsache, dass Simon Beckett so viel über diese Branche, die forensische Anthropologie weiß, beeindruckt mich jedes Mal aufs Neue. Klar, als Autor muss man sich informieren, Recherchen anstellen, wenn man ein solches Buch schreiben möchte, doch Simon Beckett scheint all das so leicht von der Hand zu gehen das man glaubt, er wäre selbst in diesem Business tätig.

Ich liebe einfach dieses Gefühl, selbst mitten in der Ermittlung zu stecken; ebenfalls ein Teil davon zu sein. Simon Beckett beschreibt die verschiedenen Situationen mit solch großer Sorgfalt wie ich es bisher noch bei keinem anderen Thriller gesehen habe. Alles wirkt wie mitten aus dem Leben herausgerissen; aus dem Leben eines Forensikers - als wären dies alles reale Fälle gewesen, die irgendwann einmal irgendwo auf der Welt geschehen sind. Auch wenn die Geschichten von Simon Beckett meist auf eine angenehme Art und Weise recht verrückt und abgedreht sind. Die Story ist eine regelrechte Achterbahnfahrt. Es tauchen so viele Wendungen auf, dass man gar nicht mehr weiß, ob man gerade nach rechts, nach links, gerade aus oder durch eine Looping gerauscht ist. Simon Beckett schafft es einfach, jedes mal wieder aufs Neue einen solch spannungsgeladenen Roman zu schreiben, dass man das Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen kann.

Was ich ebenfalls so sehr an seinen Romanen liebe ist, dass seine Charaktere bis aufs kleinste Detail durchdacht sind. Es sind echte Menschen, die man während des Lesens begleitet und nicht bloß irgendwelche Buchcharaktere, die man nach ein paar Wochen schon wieder vergessen hat oder deren Namen man nach ein paar Tagen schon nicht mehr kennt. David Hunter hat sich so sehr in mein Gedächtnis eingebrannt, dass ich seine Fälle und Geschichten wohl nie vergessen werde. Allerdings muss ich auch sagen, dass der dritte Teil der schwächste Teil bisher war. Nicht, dass mich das Buch nicht gefesselt hat, ganz im Gegenteil, nur im Vergleich zu den Teilen zuvor, hat mich dieses nicht ganz so extrem beeindruckt. Hin und wieder gab es ein paar langatmige Stellen, ein paar Schwachstellen - außerdem mochte ich den David am Anfang des Buches nicht so sehr, wie der alte, normale David Hunter. Dieses ständige Rumgejammere hat mich nach kurzer Zeit schon ein wenig genervt, auch wenn es natürlich verständlich ist, dass ihn ein solches Ereignis erst einmal aus der Bahn wirft.

Die Spannung war wieder zum Greifen nahe. Gänsehautfeeling kam nicht zu kurz und die ein oder andere Situation hat mich wirklich geschockt und regelrecht aus den Socken gehauen. Außerdem beeindruckt mich der Schreibstil von Simon Beckett immer wieder aufs Neue. So frisch, so professionell, so spannungsgeladen - und so humorvoll. Ich könnte tagelang seine Bücher lesen.

Ein gelungener Thriller - so wie es von Simon Beckett nur zu erwarten ist. Leichenblässe ist ein absolutes Must Have für jeden Thriller/Krimi-Fan. Freunde von spannungsgeladenen Romanen kommen hier auf jeden Fall auf ihre Kosten - und wer Rätselraten mag ist hier ebenfalls gut aufgehoben. Simon Beckett vereint in seinen Roman einfach alles das, was man braucht um einen absoluten Bestseller zu schaffen. Mich hatte Simon Beckett bereits nach seinem ersten Roman in der Hand - und jetzt bin ich ihm und seinem Talent gar vollkommen verfallen! Wer sich seine Bücher nicht kauft, ist selbst Schuld.

[...]
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am 25. April 2011
In seinem dritten Fall ist David Hunter in den USA. Dort besucht er seinen alten Freund Tom und ist zusätzlich dort um sich von seinem letzten Fall zu erholen. Doch schon bald bittet Tom David Hunter darum ihm in einen Mordfall zu helfen.
In einer Jagdhütte in den Smoky Mountains wurde ein Toter gefunden, der schon zur Unkenntlichkeit zersetzt ist. Doch die Spuren, auf die Hunter und Tom treffen sind verwirrend und widersprechen sich'

In dem dritten Teil zieht Simon Beckett nochmals die Härte und lässt David Hunter & Co. In einem kniffligen Fall ermitteln.
Während dieser Ermittlungen passiert so einiges und daher ist das Buch durchgehend spannend, bis zum furiosen Finale, welches meiner Meinung aber dann doch etwas übertrieben gestaltet wurde.
Doch das schmälert den guten Gesamteindruck kaum. Leichenblässe liest sich sehr gut und dementsprechend ist man auch leider schnell durch.

Sehr gelungen waren einige Absätze an den Enden eines Kapitels in welchen in kursiver Schrift aus der Sicht des Killers geschrieben wurde, welcher sich selber duzt.

Die Zustände der Leichen werden wieder sehr detailliert ausgeführt, sprich sehr gut vor Augen geführt. Das ist sicherlich nicht jedermanns Sache, doch wer ein Buch von Simon Beckett liest weiß worauf er sich einlässt.

Fazit:

Ein wirklich gelungener dritter Teil, welcher durchweg spannend ist. Insgesamt gefielen mir die 2 Vorgänger dennoch etwas besser, da in diesen die Fälle etwas interessanter und spannender waren. In Teil 3 gibt es auch weniger Überraschungen. Trotzdem, wer Teil 1 + 2 schon gut fand sollte sich auch den dritten holen.
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