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4.0 von 5 Sternen Ambivalent
"Garp" stand schon so lange auf meiner "Unbedingt-lesen"-Liste. Nun habe ich es endlich geschafft und bin ... ernüchtert. Ich kann die Begeisterung, die dieses Buch weitgehend auslöst nicht wirklich nachvollziehen. Keine Ahnung, woran es liegt. Ein Grund ist sicherlich, daß es zum Zeitpunkt des Erst-Erscheinens Ende der 70er sicherlich eine kleine...
Veröffentlicht am 25. April 2010 von Anke Przybilla

versus
6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nicht unbedingt mein Lieblings-Irving
Dies vorweg: ich bin kein Literatur-Spezialist o.ä. und kann daher nur sagen, ob mir persönlich ein Buch gefällt oder nicht. Zum Inhalt selbst muss ich m.E. nicht mehr viel sagen.
Die Geschichte des Garp und seiner Familie fand ich interessant, aber nicht mitreissend. Was ich bei anderen Büchern von John Irving schätze, nämlich...
Veröffentlicht am 8. September 2009 von Oliver Dehnen


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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ambivalent, 25. April 2010
Von 
Anke Przybilla "Leselöwin.blogspot.com" (Schönwalde) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Garp und wie er die Welt sah (Taschenbuch)
"Garp" stand schon so lange auf meiner "Unbedingt-lesen"-Liste. Nun habe ich es endlich geschafft und bin ... ernüchtert. Ich kann die Begeisterung, die dieses Buch weitgehend auslöst nicht wirklich nachvollziehen. Keine Ahnung, woran es liegt. Ein Grund ist sicherlich, daß es zum Zeitpunkt des Erst-Erscheinens Ende der 70er sicherlich eine kleine Sensation war, so frei über Transvestiten, radikale Feministen und dergleichen mehr zu schreiben

Diesen Reiz hat das Buch in meinen Augen im Jahre 2010 verloren. Dennoch berühren auch mich die Charaktere: angefangen bei der Mutter Jenny Fields, die sich den Vater ihres Kindes auf recht selbstbestimmte Weise aussucht. Weder Liebe noch Lust spielen dabei eine Rolle, sondern nur der Wunsch, ein Kind zu haben - und keinen Vater dazu.

Garp wächst also als Sohn einer der ersten Feministinnen auf, die sich gar nicht als solche fühlt. Schon früh entwickelt er eine eigene Sicht auf die Dinge. Vielen davon kann der Leser bedenkenlos folgen, einige erscheinen uns etwas verschroben, andere wiederum maßlos übertrieben.

Viel interessanter aber als die Sicht Garps auf die Welt sind die zahlreichen verrückten Gestalten des Buches: die Transvestitin Roberta, die vor ihrer Operation ein Footballstar war und von der Männerwelt gehaßt, aber von den Feministinnen hoch gehalten wird. Oder die sogenannten Ellen-Jamesianerinnen, die sich aus Protest über die Vergewaltigung und Verstümmelung eines 11jährigen Mädchens selbst die Zunge abschneiden lassen und sich nur noch schriftlich verständigen können.

Gewalt und Sex spielt überhaupt eine große Rolle in diesem Buch. Die Eheleute Garp und Helen gehen zeit- und wechselseitig fremd, leiden darunter und schließlich ändert es ihr Leben auf dramatische Weise. Auch in Garps schriftstellerischer Laufbahn sollen diese Themen die umstrittensten sein. In seinem dritten Roman "Bensenhaver und wie er die Welt sah" verarbeitet er genau dieses Familiendrama.

Ich konnte den dauernden Einflechtungen der literarischen Ergüsse Garps nichts abgewinnen. Für mich zerissen sie das Buch, auch wenn die Kenntnis über den Inhalt entscheidend für das Verstehen der gesamten Geschichte ist. Auch mit der Sprache des Romans kam ich nicht zurecht. Streckenweise fand die ich die Formulierungen so banal, als hätte sie ein Kind verfasst.

Mein Eindruck ist also ein ambivalenter. Interessante Protagonisten und Verstrickungen, befremdliche Sprache und für meinen Geschmack viel zu große Abschweifungen. Zu seiner Zeit mag der Roman zu Recht gefeiert worden sein, in unsere heutige Zeit will er mir nicht mehr passen.
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45 von 56 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Überragender, zeitloser Roman, 19. Mai 2004
Rezension bezieht sich auf: Garp und wie er die Welt sah (Taschenbuch)
Ein zeitloses Meisterwerk ist John Irving mit seinem vierten Roman aus dem Jahr 1978 gelungen. Im Prinzip befasst sich der Roman mit der bewegten Lebensgeschichte des (fiktiven) Schriftstellers T.S. Garp. Garp, Sohn einer Krankenschwester und späteren Frauenrechtlerin namens Jenny Fields, wächst ohne Vater auf, da dieser, ein schwerverletzter Soldat, selbst den Zeugungsakt in seinem Dämmerzustand zwischen Leben und Tod gar nicht wahrnimmt. So verbringt der Junge seine Kindheit und Jugend an einer Privatschule, an der seine Mutter als Schulschwester tätig ist. Während dieser Zeit entdeckt Garp seine drei Leidenschaften: ringen, laufen und die Literatur. So ist es kaum verwunderlich, dass er früh den Entschluss fasst, Schriftsteller zu werden. Nach seinem Schulabschluss geht er mit seiner Mutter für mehrere Monate nach Wien. Dort entstehen die Autobiographie von seiner Mutter, die Jenny Fields zu einer reichen und berühmten Frau und der ersten Feministin machen sowie eine erste Kurzgeschichte von Garp, die vor unbekümmerter Phantasie nur so sprüht.
Später hat Garp, der eine Literaturprofessorin heiratet und drei Kinder bekommt, immer größere Probleme, sich erneut etwas so phantasievolles wie seine erste Geschichte zu ersinnen. Dazu hat er die Welt und ihre Randexistenzen zu gut kennengelernt. Auch seine Familie bleibt von Schicksalsschlägen nicht verschont. Schon bald bestimmt die quälende Sorge um seine Liebsten sein gesamtes Leben...
Unterhaltsamer und bewegender kann ein Roman eigentlich nicht sein. "Garp und wie er die Welt sah" ist eine Art Vorreiter für eine Flut von Büchern und Filmen á la "Forrest Gump". Allerdings reicht keines dieser Imitate an die Qualität von Irvings Buch heran. Das liegt daran, dass Irving es brilliant meistert, traurige Szenen mit skurillem Humor anzureichern und so ad absurdum zu führen und kleine Dinge genau zu beobachten. Hinzu kommen natürlich noch die wunderbaren Figuren, die man schnell ins Herz schließt, so wie die Transsexuelle Roberta Muldoon (vormals Robert Muldoon und Footballprofi bei den Philadelphia Eagles) oder der böse, inkompetetnte Lehrer Stewart "Fat Stew" Percy.
Neben einer Lebens- und Familiengeschichte ist "Garp und wie er die Welt sah" ein bewegendes Plädoyer für die Menschlichkeit und ein Hohelied auf die Familie, die Garp wie nichts anderes auf der Welt am Herzen liegt.
Alles in allem ist dieser Roman absolut großartig und unbedingt lesenswert.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Lachen und Heulen, 6. Mai 2010
Von 
Niclas Grabowski "niclas grabowski" (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Garp und wie er die Welt sah . (Taschenbuch)
Wunderbare Momente und kaum vorstellbare Grausamkeiten enthält dieses Buch. Oft sogar auf ein und derselben Seite. Noch dazu lacht man beim Lesen gelegentlich mal laut auf, was die Umgebung schon etwas verunsichern kann. "Garp und wie er die Welt sah" ist ein umwerfend komisches Buch, aber auch ein sehr romantisches und gesellschaftskritisches Werk. Damit gehört es wohl zu den komplettesten Kunstwerken, die die Literatur so hervorgebracht hat. Allenfalls kann man hier bemängeln, dass der Autor nicht auch noch ein cooler Stillist ist. Aber wer will das schon, wenn er so ein Buch lesen kann. So ist dies hier alles einfach nur gut und schnell lesbar geschrieben. Stilblüten bedarf es da nicht.

Irving hat in diesem Buch praktisch den gesamten Inhalt zusammengefasst, der in den zuvor von ihm veröffentlichten Büchern auch schon enthalten war. So erhält der Leser hier ein Best-Of von John Irving (jedenfalls bis 1978, danach hat er neue Themen gesucht). Da gibt es zum Beispiel die Beziehungskrise der Akademiker aus "Eine Mittelgewichtsehe". Da gibt es die Episode in Wien aus "Lasst die Bären los". Und auch noch die Geschichte einer Katastrophenfamilie aus "Das Hotel New Hampshire". Einige Themen werden als "Geschichte in der Geschichte" abgehandelt (Garp ist als Autor ein Alter Ego von Irving) und erinnern ebenfalls an frühere Bücher des Autors. Es geht also auch um die Frage, wie aus dem wahren Leben Literatur entsteht. Ergebnis ist dann ein sehr dichtes Buch, dass nicht zuletzt die Themen Sexualität und gesellschaftlicher Umbruch in Amerika erschöpfend behandelt.

Tatsächlich ist es dieses Buch, was auf den Seiten 390 und 391 (Ende Kapitel 13 und Anfang Kapitel 14) für das intensivste Leseerlebnis gesorgt hat, das ich in meinem Leben hatte. Ich war siebzehn, als ich das Buch das erste Mal gelesen habe, und der Eindruck ist nach wie vor präsent geblieben. Und so lese ich dieses Buch im Abstand von ein paar Jahren immer mal wieder, und jedes Mal lohnt es sich, und jedes Mal bleibt man nach diesen paar Seiten bewegt zurück. Meinen Kindern jedenfalls werde ich dieses Buch auch empfehlen. Vor allem auch deshalb, weil ich fürchte, dass solche Bücher heute kaum mehr geschrieben werden. Denn es setzt Mut voraus, so viele Themen so offen zu behandeln und sich dabei zu trauen, auch das mit Sex und Tod inmitten des Humors und der Absurdität dieser Welt so breit darzustellen.

Garp sah die Welt in ihrer gesamten Breite. Er sah die Welt bunt und vor allem: Er sah überall hin und das aus jedem Blickwinkel. Leider bewegt sich heute die Welt in eine andere Richtung - meistens sehen wir sie nur aus bestimmten Perspektiven. Aber so entgeht uns, wie absurd und schön im gleichen Moment diese Welt sein kann.
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen So skurril wie unsere Welt......., 21. Juli 2005
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Garp und wie er die Welt sah (Taschenbuch)
...ist auch dieser 635-Seiten Schmöker John Irvings. Garps Welt bevölkern Transsexuelle, Fanatiker, Prostituierte und Kriminelle. Doch ist ihnen allen eine Menschlichkeit gemeinsam, die den Leser fast „zwingt" Toleranz im Denken zu üben. Bei Irving gibt es kein eindeutiges „Schwarz-Weiß". Alles ist möglich. Das Spießbürgerliche (Garp geht jeden Tag laufen oder ringen, ist ein liebevoller, ziemlicher ängstlicher Hausmann und Schriftsteller) vermischt sich mit dem Fanatischen (Frauen schneiden sich die Zunge ab, um damit gegen die Vergewaltigung eines jungen Mädchens zu protestieren). Scheinbar reine Willkür in der Handlung und Fatalismus ereignen sich oft in ein und derselben Handlung.
Vielleicht sind es aber genau diese Ungereimtheiten, dieses Nebeneinander von Normalität und Skurrilitäten, die den Reiz und die Wärme dieses Buches ausmachen.
Natürlich trifft man aber auch in diesem Buch wieder auf alte „Irving-Bekannte" und "Irving-themen" wie z.B.: das Ringen und Laufen, einen tanzenden Bären, Wien (für mich als Wiener haben diese Abschnitte natürlich immer einen besonderen Reiz), Wiens Prostituierte, Partnertausch, Schriftsteller und Verleger, den Wert der Familie, aber auch den Tod in all seinen Facetten.
„Garp und wie er die Welt sah" macht einfach Lust auf Lesen. Das Buch unterhält und regt ohne erhobenen Zeigefinger zum Nachdenken an -für mich eine perfekte Kombination aus Anspruch und exzellenter Unterhaltungsliteratur.
Garp, es war schön mit Dir! Schade, daß Du uns nach 635 Seiten verlassen hast..
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nicht unbedingt mein Lieblings-Irving, 8. September 2009
Rezension bezieht sich auf: Garp und wie er die Welt sah (Taschenbuch)
Dies vorweg: ich bin kein Literatur-Spezialist o.ä. und kann daher nur sagen, ob mir persönlich ein Buch gefällt oder nicht. Zum Inhalt selbst muss ich m.E. nicht mehr viel sagen.
Die Geschichte des Garp und seiner Familie fand ich interessant, aber nicht mitreissend. Was ich bei anderen Büchern von John Irving schätze, nämlich weitreichende Beschreibung von Details und Aufbau von Nebenschauplätzen, empfand ich hierbei übertrieben - teilweise nervig, wenn Charaktere, die keine weitere Rolle spielen, bis ins kleinste Detail mit einigen ihrer unbedeutenden Eigenschaften vorgestellt werden. Hier hätte m.E. weniger mehr sein können. Die Hauptakteure und der Haupthandlungsstrang (persönliche Entwicklung, Familie, Freundschaften) fand ich dagegen liebenswert und teilweise auch lustig, insbesondere längere Diskussionen zwischen Garp und z.B. Helen oder Mrs. Ralph.
Daher insgesamt drei Sterne von mir.
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14 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Rufus Beck spielt meisterhaft, 14. April 2002
Vor wenigen Tagen hat Rufus Beck eine zweistündige Lesung aus "Garp" in Köln abgehalten. Diese Veranstaltung erst ließ erkennen, warum er als Interpret der "Harry Potter"-Bücher für Furore gesorgt hat.
Rufus Beck trägt Bücher nicht vor, er spielt sie. Er findet für jede Figur die richtige Gestik, noch bevor sie einen Ton von sich gegeben hat. Man kann sich leicht vorstellen, daß er Texte im Studio genauso lebhaft vorträgt. Vielen Lesungen hört man das Stillsitzen oder die Distanz des Vortragenden demgegenüber geradezu an.
Zum Abschluß der Lesung hat Herr Beck darauf aufmerksam gemacht, daß er wie John Irving selber vorrangig Melodie und Tonart eines Textes als wichtigstes Interpretations- bzw. Kompositionselement sieht, daß der wörtliche Sinn demgegenüber nachgeordnet ist. So ist es wohl gelungen, die Emotionen von "Garp" präsent werden zu lassen. Ein gespanntes Publikum hat ihm mit langem Applaus für diesen besonderen Zugang gedankt.
Die CD steht dem Live-Vortrag kaum nach. Ich kann sie nur empfehlen und hoffe, daß es noch viele ähnlich kunstvolle Aufnahmen bei Heyne geben wird.
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7 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Garp, 16. Juli 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Garp und wie er die Welt sah (Broschiert)
Tja, dicker Wälzer - 630 Seiten. Ich habe das Buch bisher zweimal gelesen und beidesmal mehr oder weniger die ganze Zeit über dieses wohlige Gefühl im Bauch gehabt - was für ein gutes Buch.
Die Erzählung beginnt mit der Geschichte von Garps Mutter, Jenny Garp. Sie ist Krankenschwester. Eines Tages wird sie im Kino von einem Soldaten belästigt, woraufhin sie ihm mit einem Skalpell den Arm und einige andere Körperteile sauber bis auf den Knochen aufschneidet. Jenny ist frigide - gleichzeitig tickt aber ihre biologische Uhr und sie verspürt das Verlangen, Mutter zu werden. Also läßt sie sich von einem kriegsverletzten Soldaten befruchten, der eine Gehirnläsion hat und nur noch "Garp" sagen kann.
Von Jenny Fields driftet die Handlung langsam über zu Garp als Hauptcharakter. Seine Zeit als Kind, an der Schule, erste sexuelle Gehversuche. Als er seinen Abschluß hat gehen Mutter und Sohn nach Wien. Garp besucht wiederholt Prostituierte, Jenny schreibt an einem Buch mit dem Titel: "Eine sexuell Verdächtige. Die Autobiographie von Jenny Fields.". Das Buch wird ein Bestseller.
Garp heiratet schließlich Helen, die Tochter seines Ex-Ringtrainers, wird Vater, Schriftsteller und Hausmann. Ein langer Abschnitt erzählt von dieser Lebensphase bis - völlig aus dem Blauen heraus - ein unerwarteter Kontrapunkt geschieht, eine Szene, die so absurd ist, daß sie tatsächlich passiert sein könnte... (wird aber nicht vorweggenommen - muß man gelesen haben).
Im späteren Verauf der Handlung freundet sich Garp mit Roberta Muldoon an (einer Transsexuellen, die ehemals schwergewichtiger Linksaußen bei den Philadelphia Eagles war), später mit Ellen James, einer jungen Frau im College-Alter, die als Kind vergewaltigt wurde und der dabei die Zunge herausgeschnitten wurde.
Das kraftvolle, absorbierende an Irvings Erzählstil sind vor allem die Skurrilität der Charaktere - überzogen, aber nicht zu sehr, und jedenfalls grundsympathisch und wenn nicht das, dann in ihrer Übertriebenheit, ihrer Extravaganz jedenfalls real, echt, lebendig. Außerdem brilliert Irving mit hervorragendem, trockenem Humor, vielen One-liners. In seiner eher witzigen Darstellung des Tragischen erinnert er an T.C. Boyle ... (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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14 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Großartig, 29. September 2005
Rezension bezieht sich auf: Garp und wie er die Welt sah (Taschenbuch)
Superlative liegen mir eigentlich nicht, aber ausnahmsweise möchte ich hier mal ganz kess behaupten, dass "Garp" wohl der beste Roman ist, der (zumindest in den 70er Jahren) geschrieben wurde.
John Irving erzählt in seinem vierten Roman die Lebensgeschichte des Schriftstellers T.S. Garp, Sohn der Krankenschwester und späteren Frauenrechtlerin Jenny Fields und eines unbekannten Soldaten, der im Koma lag, als Garp's Mutter einen dreisten Samenraub beging.
Im weiteren Verlauf erfährt man alles über Garp's Leben, das geprägt ist von Literatur, der Begeisterung fürs Ringen und Laufen sowie der Sorge um seine Familie, die ihm mehr als alles andere am Herzen liegt.
Der Roman wimmelt nur so von skurillen Ereignissen und liebenswert verschrobenen Figuren (man erinnere sich nur an die sympathische Transsexuelle Roberta Muldoon, die einst als Robert Muldoon Karriere als Football-Profi gemacht hat und später Jenny Fields als rechte Hand stets zur Seite stand).
Irving gelingt es, diese ganzen kleinen Geschichten zu einem großen Ganzen zusammenzufügen und dabei den Leser zum Lachen und zum Weinen zu bringen. Selten hat mich ein Buch so sehr berührt wie dieses. Das liegt wohl auch daran, dass Irving so viel Menschlichkeit und Wärme in seine Charaktere gelegt hat, dass es einem, nachdem man das Buch zu Ende gelesen hat, sehr Leid tut, Abschied nehmen zu müssen von den liebgewonnenen Protagonisten.
Scheinbar hat sich auch Winston Groom für seine beiden Romane "Forrest Gump" und "Forrest Gump & Co." von Irving's "Garp" inspirieren lassen. Die hohe Qualität des Originals erreichen diese beiden Bücher allerdings zu keiner Zeit.
Ein absolut großartiges Buch, das man gelesen haben muss!
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3.0 von 5 Sternen Garp und wie er die Welt sah, 20. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Garp und wie er die Welt sah (Taschenbuch)
Habe den Film gesehen und wollte einfach das Buch dazu lesen.
Ungewöhnliche Handlung, etwas abstrkt und befremdlich.
Ein Buch, das man nicht so schnell aus der Hand legt wenn man zu lesen
begonnen hat.
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5.0 von 5 Sternen Mein Lieblingsbuch, 22. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Garp und wie er die Welt sah (Taschenbuch)
witzig, hintergründig, tragisch-komisch, voller schräger fantasie - einfach und klasse geschrieben.
ich habe das Buch schon mehrfach gelesen.
mein pseudonym ist übrigens auch meiner meinung ...
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Garp und wie er die Welt sah
Garp und wie er die Welt sah von Jürgen Abel (Taschenbuch - 2008)
Gebraucht & neu ab: EUR 0,02
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