Kundenrezensionen


8 Rezensionen
5 Sterne:
 (6)
4 Sterne:
 (1)
3 Sterne:    (0)
2 Sterne:    (0)
1 Sterne:
 (1)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


14 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein sinnloser Krieg
"Aber sehen Sie, der Westen hat seinen Anteil am Ruin dieses Landes gehabt, am Ruin meines Lebens. Es hätte keinen Niedergang gegeben, wenn dieses Land in Ruhe gelassen worden wäre." (S.97)

Vor mehr als vierzig Jahren hat Marcus Caldwell das Haus der fünf Sinne gekauft, kurz vor seiner Hochzeit mit Quatrina. Sie waren beide Ärzte. Im Laufe...
Veröffentlicht am 6. Mai 2010 von ½

versus
2 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen zu verquast
Ich hatte kürzlich die beiden Bücher von Khaled Hosseini gelesen und war absolut begeistert. Da das Thema Afghanistan mich weiter gefesselt hat, habe ich mir auch dieses Buch besorgt, auch aufgrund der guten Kritiken. Ich bin leider sehr enttäuscht von diesem Buch. Sicher hatte ich nach den sehr eingängig zu lesenden Hosseini-Büchern auch hier...
Veröffentlicht am 23. Februar 2012 von Axel


Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

14 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein sinnloser Krieg, 6. Mai 2010
Von 
½ - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 50 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Das Haus der fünf Sinne (Gebundene Ausgabe)
"Aber sehen Sie, der Westen hat seinen Anteil am Ruin dieses Landes gehabt, am Ruin meines Lebens. Es hätte keinen Niedergang gegeben, wenn dieses Land in Ruhe gelassen worden wäre." (S.97)

Vor mehr als vierzig Jahren hat Marcus Caldwell das Haus der fünf Sinne gekauft, kurz vor seiner Hochzeit mit Quatrina. Sie waren beide Ärzte. Im Laufe der Jahre hat er eine Parfümfabrik gegründet und wurde Vater einer Tochter namens Zameen. Das Mädchen wurde von den Russen als Vergeltung für einen Anschlag verhaftet, später verlor er in der Talibanzeit auch seine Frau, den Enkelsohn hat er nie kennengelernt. Dennoch verharrt er im Lande, in der Hoffnung den Jungen zu finden. Eines Tages erhält er Besuch von einer jungen Russin: Lara. Sie sucht ihren Bruder, der einst für die sowjetischen Truppen im Lande war und nie zurückkehrte. Ein Deserteur.

Außerdem befindet sich David Town vor Ort, ein Amerikaner, Juwelenhändler, früher hat er für den amerikanischen Geheimdienst gearbeitet. Damals, als er Zameen und ihren Sohn in Peschawar kennenlernte. Die beiden verschwanden in jenen Tagen, seitdem ist er auf der Suche.

Nadeem Aslam verbindet in diesem Buch die Jahre unter der sowjetischen Besatzung, die Herrschaft der Taliban und den aktuellen Krieg durch die Amerikaner und ihre Verbündeten. Warlords und Drogenbosse sowie das Geschehen in Pakistan. Seltsame Verbündete, seltsame Kompromisse. Er holt weit aus, um die Geschichte des Landes zu erzählen. Ein Land, das geschunden ist, von archaischen Ritualen geprägt. Der Leser erhält diese Informationen Stück für Stück. Erinnerungen von Marcus, Erinnerungen von David. Parallel dazu wird u.a. das Leben eines Selbstmordattentäters in das Geschehen eingebunden. Zunächst erscheint es verwirrend, fast wie ein Spiegelkabinett. Doch bis zum Ende des Buches erhält der Leser bis auf eine Ausnahme Klarheit über das Schicksal der einzelnen Personen.

Dabei schildert der Autor überaus plastisch das Geschehen. Grausame Szenen, wie zum Beispiel Folter, werden natürlich erwähnt. Die Schilderungen sind aber auf das Notwendigste beschränkt. Es ist kein Buch, das in blutigen Szenen schwelgt, selbst wenn diese unvermeidlich sind. Man erhält jedoch einen klaren Überblick über die begangenen Verbrechen, von allen Seiten begangenen Verbrechen. Nicht immer in böser Absicht. Muss man es zulassen, dass jemand getötet wird, weil man annimmt, dass er eine Gefahr für die Interessen der Vereinigten Staaten darstellt? Das Buch stellt auch unangenehme Fragen. Es geht um Nationen und Ideale. Und um das heilige Feuer. Was zählt da schon ein Menschenleben.

Dass es in all dem Elend noch Menschen gibt, die an einen Aufbau glauben, die sich einsetzen, dass es Liebe gibt und Zärtlichkeit, hilft die erschütternden Momente zu überwinden. Auch wenn diese positiven Anstrengungen oft, zu oft, im Sande verlaufen. Die Schule, welche die Sowjets erbauten, sie wurde zerstört. Den Unterricht, den Marcus und Quatrina während der Talibanzeit für die Kinder gestalteten, er wurde durch die Steinigung Quatrinas beendet. Die Schule, die David finanzierte, auch sie wurde durch ein Bombenattentat zerstört. Fast scheint es, als ob jeder Fremde, der helfen will, vor denselben unüberwindbaren Problemen steht. Ist eine Zukunft in solch einem Land überhaupt möglich?

Mein Fazit: Eine umfangreiche Darstellung der politischen, militärischen und religiösen Fakten. Dazu eine dramatische Geschichte über das Schicksal von Menschen, die miteinander verbunden sind. Menschen, die verloren gehen, und Menschen, die sich finden. Menschen, die sich opfern. Menschen, die töten oder Tötungen zulassen. Und in all dem Elend gibt es doch noch einen Hoffnungsschimmer. Ich glaube, das ist der größte Verdienst von Nadeem Aslam. Zu zeigen, dass es immer wieder auch Menschen gibt, die sich für andere einsetzen und nicht aufgeben.

Ein großartiges Buch!

Nachtrag 9.8.2010
Für all die Lesern, denen DAS HAUS DER FÜNF SINNE gut gefallen hat: Haus der Wunder von Justine Hardy. Kaschmir im Jahre 1999 / 2000.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Dieses Land hat mir alles genommen!, 3. Mai 2010
Von 
Christoph Martin Wieland (Oldenburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Das Haus der fünf Sinne (Gebundene Ausgabe)
Traumhafte Bilder, Schreckensvisonen sind es, die Nadeem Aslam im Haus der fünf Sinne entwirft. Was muss das für eine Welt sein, die Menschen dazu bringt, Bibliotheken an der Decke festzunageln, so dass die Denkanstöße stets von oben kommen. In der Nähe der Bora-Bora-Berge lebt der Arzt Marcus, ein Engländer der, um die Ärztin Quatrina zu heiraten, zum Islam übergetreten ist. Beide werden letztlich ein Opfer der Taliban, so wie ihre Tochter, deren Geschichte sich wie ein ausgewickeltes Garnknäuel mit vielen Verzweigungen entwickelt.

Dieser rote Faden führt die Russin Lara zu Marcus, der während der sowjetischen Besetzung Afghanistans desertierte, aber auch den Amerikaner David, David, der Marcus` verlorene Tochter Zameen sehr geliebt hatte. Hinzu kommt Casa, ein ausgebildeter Selbstmordattentäter, und die junge Lehrerin des Ortes, die neuen Verfolgungen ausgesetzt ist.

'In diesem Land sind keine Erklärungen nötig', schreibt Aslam, liefert selbst aber mit seinem ständigen Perspektivwechseln mehr als Zeitungsartikel, Politikerreden je an Erklärung erreichten.

Aslam verbindet fließend Gegenwart und Vergangenheit, vermischt die Ebenen, die die kulturelle Eingebundenheit der Region aufzeigen, aber auch die Verstricktheit in die imperialen Auseinandersetzungen und die des Kalten Krieges bis zu dem jetzigen Kampf gegen den internationalen Terrorismus. 'Eine Tochter, eine Frau, ein Enkelkind', sagt Marcus, 'dieses Land hat mir alles genommen.' Das alles hätte es aber nicht gegeben, 'wenn dieses Land in Ruhe gelassen worden wäre.'

Das ist die Botschaft des Buches, das die Ohnmacht der Invasoren aufzeigt und deutlich macht, gegen die verblendeten Taliban, gegen die Machtkämpfe der Provinzfürsten gibt es keine Mittel. Ein Buch für`s Marschgepäck unserer Bundestagsabgeordneten.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


23 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Anklageschrift !!!, 14. Januar 2010
Von 
Christian Döring "leseratte" - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 50 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Das Haus der fünf Sinne (Gebundene Ausgabe)
Das Buch von Nadeem Aslam führt uns hier im Westen unsere ganze Unfähigkeit vor Afghanistan zu befrieden.

In den letzten Jahrzehnten verschlimmern ausländische Truppen den Krieg in Afghanistan immer noch mehr. Der Autor schafft eine wunderschöne, traurig - melancholische Geschichte und zeigt uns ein Bild von Liebe, Enttäuschung und Not die wohl niemand von uns erleben will.

Das Haus der fünf Sinne steht am Rande der Tora - Bora - Berge. Bin Laden soll sich dort verstecken. Ein Engländer, der sein ganzes Leben hier verbracht hat, wohnt in diesem Haus. Seine Frau wurde von Talibankämpfern ermordet. Die Sowjetarmee hat Angst und Schrecken über Afghanistan gebracht. Nun sind die Amerikaner hier in der Nähe des Hauses und der Brite Marcus Caldwell fürchtet sich vor deren Intervallbeschüssen.

Übersetzer Bernhard Robben hat die richtigen Worte gefunden um die Stimmung des in Pakistan geborenen Autors zu vermitteln. Plötzlich steht die Russin Lara vor dem Briten. Sie sucht nach ihrem verschwundenen Bruder. Was nun folgt ist ein großes Puzzel, das zusammen ein schreckliches Familiendrama ergibt.

Ich bezeichne dieses Buch als politische Anklageschrift an alle ausländischen Truppen in Afghanistan.

Jedem politisch Interessierten ist es sehr zu empfehlen!!!

Christian Döring
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Vierteljahrhundert Krieg, 25. November 2011
Von 
Daggi - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Das Haus der fünf Sinne (Taschenbuch)
"Manche Geier in Afghanistan haben eine Vorliebe für Menschenfleisch entwickelt - wenn ein totes Tier neben der Leiche liegt, ignorieren sie das Tier." S. 404

Afghanistan, im Juni 2003 bis August 2007. Das Haus der fünf Sinne ist ein Haus, in dem die Bücher an die Decke genagelt wurden, damit sie nicht den Taliban in die Hände fallen. Es gehört dem Engländer Marcus. Die Parfümfabrik des Engländers ist eine Fabrik, wo um einen Buddhakopf, den man bei Bauarbeiten entdeckt hat, einfach herumgebaut wurde. Marcus ist ein Mann, der seine Lieblingsbücher in zwei Ausgaben hat: eine für den Lesegenuss als illustrierte Ausgabe und eine für das rasche Lesen. Er verliert seine Tochter und seine Frau in Afghanistan und weiß nicht, ob sein Enkelsohn noch lebt. Dennoch will Marcus in diesem Land bleiben.

Lara, eine Russin, sucht ihren verschollenen Bruder Benedikt, der bei der sowjetischen Besatzung als Soldat für Afghanistan rekrutiert wurde. Über Umwege gelangt sie in das Haus des Engländers. Und auch der amerikanische Edelsteinhändler David sucht Marcus auf - er war mit Zameen, der Tochter von Marcus liiert und weiß mehr, als er zugibt. Dann ist da noch Casa, ein junger al-Qaida-Kämpfer. Auch er findet Unterschlupf im Haus des Engländers. Alle haben sie ihre Geschichte. Nur der amerikanische Soldat James Palantine bleibt skeptisch, was Casa angeht. Er traut ihm nicht, er traut niemandem.

In chronologischer Abfolge des Geschehens, mit eingeschobenen Rückblicken und Erinnerungen, wird der Roman erzählt, die Schrecken des Krieges schonungslos und unsentimental dargestellt: Minenfelder, Bombardierung, Zerstörung - Marcus wird von den Taliban eine Hand amputiert. Grausamkeit und Gewalt sind an der Tagesordnung. Es wird die Sinnlosigkeit des bereits ein Vierteljahrhundert währenden Krieges aufgezeigt: nach der sowjetischen Besatzung von 1979 wurden die Taliban von der USA zu Kämpfern gegen die russische Armee herangezogen. Nach dem Terroranschlag von 11.09.2001 marschiert die amerikanische Armee in Afghanistan ein. Als Vergeltungsschlag oder zur Befreiung des Landes?

Der Roman ist nicht einfach zu lesen. Oft musste ich zurückblättern und wiederholt lesen, weil neue Entwicklungen unvermittelt eingeführt werden. Doch schreibt Nadeem Aslam in einer sehr schönen, fast poetischen Sprache, die das Lesen zum Genuss werden lässt. Der Autor versetzt sich in die verschiedenen Personen, so dass die Handlung aus mehreren Perspektiven geschildert wird. Mit dem jungen al-Qaida-Kämpfer Casa vermittelt er die Denkweise eines jungen Moslem, der in einem Ausbildungslager für Märtyrerattentäter ausgebildet wurde und sich doch im Haus des Engländers mitunter von irdischen Dinge ablenken lässt. Mit der jungen afghanischen Lehrerin Dunia wird die Betroffenheit von Frauen in diesen ganzen Kriegswirren geschildert - die Bevormundung, Demütigung und Schändung von Frauen durch alle beteiligten Seiten.

Mich hat dieser Roman nachhaltig beeindruckt. Nicht nur, dass man viel über den Afghanistan-Krieg erfährt, auch das persönliche Schicksal der Personen berührt einen und man kann zum Schluss vielleicht ein bisschen mehr verstehen, warum Marcus in diesem Land bleiben will. Bemerkenswert finde ich, dass der Roman nicht polarisiert, sondern die Sichtweisen der unterschiedlichen Personen aufzeigt - Gut und Böse vermischen sich. Meine Bewertung daher ganz eindeutig: Fünf Punkte.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein großer Roman über Afghanistan - ungeheuer vielschichtig, aber auch grausam, 20. Juni 2011
Von 
Rezension bezieht sich auf: Das Haus der fünf Sinne (Gebundene Ausgabe)
Im Haus der fünf Sinne, das ein persischer Maler und Kalligraf einst erbaute und in dem er jedes Zimmer einem der fünf Sinne zugeordnet hat, lebt der britische Arzt Marcus alleine. Das Haus steht in Usha, am Fuße der Tora-Bora-Berge, wo sich einst Bin Laden versteckt haben soll. Inzwischen ist Marcus ein alter Mann und er ist geblieben, obwohl er alles verloren hat. Seine Frau Qatrina musste ihm seine Hand abschneiden, ehe sie selbst gesteinigt wurde, seine Tochter Zameen wurde von den Sowjets vergewaltigt und verschleppt, der Enkel Bihzad entführt. Doch nie verlässt den Arzt die Hoffnung, seinen Enkel zu finden.

Eines Tages kommt Lara, eine Russin, zu Besuch. Sie ist auf der Suche nach ihrem verschwundenen Bruder Benjamin, der einst als russischer Soldat seinen Dienst in Afghanistan verrichtete und während dieser Zeit grausame Folter und Vergewaltigungen begangen hat, unter anderem an Zameen, Marcus' Tochter. David, einstiger CIA-Agent und Juwelenhändler, war mit Zameen zusammen, nannte Bihzad, ihren Sohn, beinahe sein eigenes Kind, bevor er die Beiden verlor. Nun entdeckt er Vatergefühlt für Casa, den jungen Dschihadisten, der sich nach einem missglückten Anschlag auf Usha schwer verletzt ins Haus von Marcus rettet. Dort fühlt er sich betört von Dunia, der Dorflehrerin, die von der Dorfbevölkerung wegen ihres vermeintlich lockeren Lebenswandels abgelehnt wird.

All diese Figuren ermöglichen es Nadeem Aslam, verschiedene Sichtweisen zu Wort kommen zu lassen. Diese tragischen Lebensgeschichten werden in dem einerseits historisch angelegten, andererseits aktuellen Roman geschickt miteinander verwoben und bilden einen vielfältigen Hintergrund vor den politischen Ereignissen, die zeigen, wie seit Jahrzehnten nur die jeweils eigenen Interessen verfolgt werden, ohne Rücksicht auf Verluste. Nadeem Aslam schildert - beinahe lakonisch - die Grausamkeiten, die die Leben der Personen kennzeichnen, und das ohne Schuldzuweisung. Man muss oft schon gute Nerven beweisen, wenn die Folterszenen geschildert werden. Das Haus der fünf Sinne ist trotzdem ein großes Buch, voller Geschichte und kleinen Geschichten, sensibel geschrieben, ohne rührselig zu sein. Es bezieht keine Stellung, aber der Leser nimmt am Ende eine Position ein. Ein großes, ein schreckliches Buch - sehr empfehlenswert.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


7 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mythos Kundus, 16. März 2010
Rezension bezieht sich auf: Das Haus der fünf Sinne (Gebundene Ausgabe)
Das Haus der fünf Sinne -verbunden mit den halbherzigen aktuellen Informationen aus der Tagespresse - zeigt unerschütterlich, dass wir Europäer (von anderen, wie den aus USA ganz zu schweigen) dort auch in der absehbaren Zukunft nichts zu suchen, geschweige denn zu verteidigen haben!
Lassen wir doch die Menschen dort ihren Weg mit den ihnen vertrauten Mitteln suchen, sich vor Diktaturen, gleich welcher Art, zu wehren und zu entledigen.
Neben dem offiellen Büchlein "Afghanistan", welches angeblich an alle dort eingesetzten deutschen Soldaten verteilt sein soll, und der traurige Bericht im "ZEIT"-Dossier ""Mythos Kundus" ist dieser Roman auch gerade aus unserer scheinbar demokratischen menschlichen Sicht, die Würde des Menschen ist unantastbar, ein Beispiel, dass wir nichts dazu gelernt haben!
Bitte unbedingt lesen!!!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


4.0 von 5 Sternen 'Es würde nicht einmal überraschen, wenn die Bäume und Rebstöcke in Afghanistan eines Tages aufhörten zu wachsen [...]', 11. August 2012
Von 
sabatayn76 - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 100 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Das Haus der fünf Sinne (Taschenbuch)
'Es würde nicht einmal überraschen, wenn die Bäume und Rebstöcke in Afghanistan eines Tages aufhörten zu wachsen, aus lauter Furcht, ihre Wurzeln könnten, sollten sie sich weiter ausbreiten, auf eine in der Nähe vergrabene Landmine stoßen.'

Inhalt:
Der Engländer Marcus Caldwell lebt in der Nähe der Tora-Bora-Berge in Afghanistan und hat ein bewegtes Leben hinter sich: seine Ehefrau Qatrina wurde von den Taliban gesteinigt, die Tochter Zameen ist tot, der Enkel verschollen. Nun ist er der Gastgeber der Russin Lara, die in Afghanistan Hinweise auf den Verbleib ihres Bruders sucht.

Anhand der Geschichte des Arztes Marcus, seiner Familie und Personen in seinem Umfeld schildert der Autor die Geschichte eines Landes, das seit Jahrzehnten keinen Frieden erlebt hat, und erzählt von den zahlreichen Verlusten, die die afghanische Bevölkerung durch anhaltende (Bürger-) Kriege und die Herrschaft der Taliban beklagen muss.

Mein Eindruck:
Der Einstieg in 'Das Haus der fünf Sinne' ist mir vergleichsweise schwer gefallen. Aufgrund der ständig wechselnden Perspektive und der recht blumigen Sprache musste ich mich erst einlesen und habe auch im weiteren Verlauf immer wieder den roten Faden verloren.

Die Schilderungen sind bisweilen brutal, doch führen zu einer intensiven und emotionalen Auseinandersetzung mit dem Land Afghanistan und seiner grausamen Geschichte.

Die Protagonisten wurden überzeugend beschrieben, die Geschichte an sich wirkt authentisch und sehr realistisch.

Mein Resümee:
Ein bewegender Roman über Afghanistan, über das alltägliche Leid und Elend, doch auch über die Kraft, sich gegen ein Regime aufzulehnen und seine Freiheit und Individualität nicht ganz aufzugeben.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen zu verquast, 23. Februar 2012
Rezension bezieht sich auf: Das Haus der fünf Sinne (Gebundene Ausgabe)
Ich hatte kürzlich die beiden Bücher von Khaled Hosseini gelesen und war absolut begeistert. Da das Thema Afghanistan mich weiter gefesselt hat, habe ich mir auch dieses Buch besorgt, auch aufgrund der guten Kritiken. Ich bin leider sehr enttäuscht von diesem Buch. Sicher hatte ich nach den sehr eingängig zu lesenden Hosseini-Büchern auch hier etwas ähnlich erwartet, aber daß "Das Haus..." dermaßen sperrig und verquast daherkommt, hat mich sehr überrascht. Es ist irgendwie kein stringenter, packender Erzählfaden zu erkennen, ständig wird von der aktuellen Handlung zu belanglosen Rückblenden gesprungen, der Autor quält den Leser ständig mit übermäßig poetischen, blumigen Metaphern und die ganze Rahmenhandlung wirkt arg konstruiert und unglaubwürdig. Ich habe es nach 1/3 entnervt weggelegt.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

Das Haus der fünf Sinne
Das Haus der fünf Sinne von Nadeem Aslam (Taschenbuch - 1. September 2011)
Gebraucht & neu ab: EUR 1,17
Auf meinen Wunschzettel Zahlungsmöglichkeiten ansehen
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen