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21 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Empfehlenswert, 30. Dezember 2006
Rezension bezieht sich auf: Being a Man (Broschiert)
Flüssig und interessant lesen sich diese Essays von Siri Hustvedt. Die behandelten Themen (Franklin Pangborn, 9/11, Betrachtungen über "das verwundete Selbst") sind zwar sehr unterschiedlich, werden aber von Hustvedts ehrlichem und klaren Schreibstil zusammengehalten. So verrät die Autorin beispielsweise viel über ihre Kindheit, ihre Ängste und Albträume, über ihre Migräneattacken und auch über die Ehe zu ihrem berühmten Mann Paul Auster. Besonders berührend ist eine Szene, in der sie einen Traum beschreibt, in dem ein Bohrer über ihrem Kopf die Wand zerstört. Erst die Mutter konnte Hustvedt davon abhalten sich - scheinbar sinnlos - im Schlaf gegen diese Wand zu werfen. Ein sehr persönlicher Einblick in das Leben der Schriftstellerin, der nur manchmal ein wenig zu ausschweifend wird.
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12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Im Schwebezustand, 31. Juli 2009
Rezension bezieht sich auf: Being a Man (Broschiert)
Essays, die ich im englischen Original gelesen habe, beginnen mit dem Wort "Yonder", das auch der Titel des ersten Beitrags dieses Buches ist. Yonder, ein Wort das einen Schwebezustand beschreibt, ein Dazwischen, ist ein wunderbarer Aufhänger für die Autorin, ihre Kindheit in Minnesota, im Kreis norwegischer Einwanderer der 1. und 3, 4. Generation, zu erzählen. Viel schreibt sie über die Landschaft, über das Leben am Land, aber auch über die zweite Sprache, die man durchhört, auch wenn Englisch gesprochen wird.

Sie hat dann selbst eine Weile in Norwegen gelebt, hat hier studiert, sich dabei auch an die Geschichte erinnert gefühlt, wie ihre Eltern sich kennen gelernt haben - es sind oft nur recht kurze Fragmente, die aber sehr stimmungsvoll wiedergeben, was sie damals beschäftigt hat.

Natürlich geht es in manchen der Essays auch um Kunst, um Literatur, aber diese sind mir bei weitem nicht so eindrucksvoll im Gedächtnis geblieben wie alles das, was die Autorin in erzählerischer Form von sich selbst berichtet. Wobei es eigentlich nicht wichtig ist, ob es ihre eigene Geschichte ist (es ist nur eben aus der Ich-Perspektive geschildert), sondern die Tatsache, dass sie es schafft, so wunderbare, lebendige Geschichten zu erzählen.

So schreibt sie auch über ihr Aufwachsen als eine von vier Schwestern; über die Rollenverteilung, die sich in der Familie daraus fast automatisch ergab, aber auch über einen mehrtägigen Ausflug zu einem sehr geliebten Onkel und die Befremdung, die man als Kind in einer ungewohnten Umgebung erleben kann.

Aus erwachsener Sicht kommen dann Eindrücke aus der Beziehung zu ihrer Tochter...

Kurz und gut: es ist ein schmaler Band, der mir persönlich ausgesprochen gut gefallen hat. Allerdings würde ich raten, danach sehr lange zu warten, bis man Hustvedts letzten Roman, "Die Sorgen eines Amerikaners", liest - denn zu viel wird man darin wiederfinden, nur ohne den unmittelbaren Charme, den sie zumindest auf mich hier ausgeübt haben.
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Being a Man
Being a Man von Siri Hustvedt (Broschiert - 1. Dezember 2006)
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