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Kundenrezensionen

3,5 von 5 Sternen6
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am 26. Oktober 2007
Habe eben die anderen Rezensionen gelesen und muss insofern widersprechen, daß zu keiner zeit und an keiner Stelle des Buchs für mich Langeweile oder ähnliches auftrat.
Im Gegenteil: was habe ich gelacht, die Streitgespräche mit seinem Psychotherapeuten - wirklich klasse und sehr detailliert ausgearbeitet.
Seit langem wieder ein Buch, das ich gegen Ende immer sorgfältiger gelesen habe, um nur ja nicht zu schnell fertig zu werden.
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am 6. September 1999
Wie in fast allen anderen Büchern von Philip Roth geht es hier um die Unzufriedenheit eines Individuums mit seinem Dasein. Der jüdische Schriftsteller Peter Tarnopol heiratet 1959 einundzwanzigjährig, "entgegen meinen Neigungen, jedoch in Übereinstimmung mit meinen Prinzipien" Maureen, eine Frau mit katastrophaler und beängstigender Vergangenheit. "Ich fühlte mich zu ihr hingezogen", wird Tarnopol resümierend in seiner Erzählung schreiben, "weil sie soviel durchgemacht hatte". Schnell begreift der Leser, daß die Beziehung nicht von Dauer sein kann. Der bereits vor der Ehe herrschende Kriegszustand zwischen den beiden führt nach der Heirat zu alptraumhaften Zuständen, nachdem Tarnopol seine von Maureen unbefriedigten sexuellen Bedürfnisse in der Liebesbeziehung zu Karen, einer seiner Studentinnen, auslebt, die der Gegensatz zu Maureen ist. Maureen bleibt der Seitensprung ihres Mannes nicht verborgen und so inszeniert sie in immer kürzeren Abständen infame Terrorakte wie den folgenden: "...sie lief in die Wohnung zurück und schluckte eine kleine Handvoll Schlaftabletten. Dann kroch sie auf allen vieren in Unterwäsche ins Wohnzimmer, kniete sich dort auf den Fußboden und wartete mit meinem Gillette-Rasierer in der Hand geduldig darauf, daß ich das Gespräch mit meinem Studentenflittchen beendete und nach Hause kam, damit sie endlich anfangen konnte, sich beinahe umzubringen." Tarnopol trennt sich schließlich von seiner Frau und läßt sich auf eine Liaison mit Susan ein und er rennt immer wieder ins gleiche Verderben, ohne es zu erkennen. Der Roman ist zu Anfang verwirrend, im folgenden manchmal langweilig, weil sich bei dieser Erzählform die Ereignisse zwangsläufig wiederholen und überschneiden müssen. Nichtsdestotrotz entlarvt Roth seinen Helden Tarnopol als "Vollidioten", der "wie ein kleiner Junge in einem Supermann-Kostüm" durch eine Hölle privater Obsessionen stolpert. Über weite Strecken ist das wirklich äußerst amüsant zu lesen. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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Roth, Philip -Mein Leben als Mann-

Der Roman erscheint anfangs verwirrend, da das gleiche Leben von verschiedenen Seiten in verschiedenen Geschichten erzählt wird. Doch das klärt sich schnell.

Kern ist die quälende Geschichte einer Beziehung, die, nachdem sie sich ins schier unermesslich steigert, in unsagbarem Hass von Seiten des Schriftstellers Peter Tarnopol gegen seine Ehefrau Maureen endet.Schließlich entbrennt ein ruinöser unerbittlicher Scheidungskrieg.Auf Einzelheiten soll hier nicht eingegangen werden, um dem Leser die Spannung nicht zu nehmen.
Laut Sekundärliteratur soll Roth immer wieder über seine eigene bittere Ehegeschichte geschrieben haben. Das Thema tauche in einigen seiner Werke immer wieder auf.
Einige andere vorhergehende und zeitgleiche Beziehungen des Peter Tarnopol enden irgendwie belanglos und nebulös. Ohne Zweifel hat der Titelheld während und nach dieser desaströsen Erfahrung Angst vor jeder weiteren Bindung. Vielleicht ist er auch nicht partnerfähig, wie man heute sagen würde, zu ichbezogen, zu sehr in seiner von Roth immer wieder beschriebenen universitären Literaturwelt der Ostküste verhaftet.
Unklar bleiben die Gefühle der Ehefrau Maureen, sie lügt und betrügt, aber sie erscheint doch nicht so kalt und lieblos wie von dem Ich-Erzähler Peter Tornopol dargestellt.

Die Geschichte ist sehr gut erzählt, Langeweile kommt niemals auf, zeitweise sind die sich wiederholenden Hasstiraden jedoch kaum zu ertragen.Das Milieu New Yorks einschließlich seiner allgegenwärtigen Psychiater und die entsprechende Universitätsszene werden anschaulich und spannend beschrieben.
Insgesamt ein guter Roman, soweit dies ein viel lesender, nicht professioneller Literaturlaie über Philip Roth sagen kann.
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TOP 500 REZENSENTam 28. Juli 2012
(Anmerkung: Wer das Buch ganz unvoreingenommen lesen will, sollte sich über den Inhalt vorher nicht groß informieren; nicht umsonst wird hinten auf dem Buchumschlag auch nichts Präzises über den Inhalt verlautbart. Da das Buch eine Konstruktion/ein Puzzle ist, dass sich mit der Zeit vervollständigt und da schon der Anfang einen Trick beinhaltet, der eine zusätzliche Dimensionalität ' und möglicherweise auch Verwirrung - erzeugt, sollten diejenigen, die ehrgeizig sind und sich das Buch selbst erschließen wollen, hier nicht weiter lesen. Ihnen sei noch gesagt, dass sie ein nicht eben kurzes, aber wie immer klar erzähltes und aufreibendes und vielschichtig inszeniertes Spiel über Lust, Erwartung, Geschlechter- und Gesellschaftsrollen, Ambivalenz und viel Psychologie und Psychoanalyse geboten bekommen.)

Der Roman "Mein Leben als Mann" kommt als sehr zusammengeflicktes Werk daher. Der eigentlichen Geschichte stehen zwei Kurzgeschichten vor, die von dem Autor Peter Tarnopol, dem Protagonisten der eigentlichen Romanhandlung, geschrieben wurden. Die Romanhandlung selbst ist wiederum in 5 Teile aufgeteilt, die alle das Bild des Menschen und Schriftstellers Tarnopol und seiner Beziehungen zu zwei Frauen, mit denen er während der Zeit nach seinem großen Erstlingserfolg "Ein jüdischer Vater" zusammenlebte, komplettieren. Jedes Kapitel erzählt einen bestimmten Aspekt und Blickwinkel der Geschehnisse genauer, greift dabei jedoch vor und zurück und erzählt sowohl zentrale Ereignisse, auf die vorher bereits angespielt wurde, als auch zahllose Randgeschichten. Insgesamt ist das Buch sehr aus- und abschweifend und auch dadurch als Nebenbei-Lektüre sehr schlecht geeignet - es empfiehlt sich es innerhalb weniger Tage durchzulesen, wenn man nicht den Faden verlieren will. Und es empfiehlt sich, ein immenses Interesse an den Verzweigungen und Einzelheiten menschlicher Beziehungen zu haben, wenn man durchhalten will.

"Mein Leben als Mann" ist ein Werk, dass entgegen der unauffälligen Aufdringlichkeit dieses Themas, wenig mit Sex zu tun hat. Es ist die Geschichte eines Scheiterns an den Erfordernissen von Rollen und Erwartungen, es ist das Pictogramm eines Mannes, der ein Mann sein und trotzdem auch erst noch einer werden will. In seiner Breite erzählt das Buch von dem Versuch zu definieren, was man tun kann, um seiner Rolle und seinem Selbst gerecht zu werden und zu unterscheiden, wo das Ich anfängt und die Rolle aufhört und umgekehrt. Gerade für Männer ist das auch eine schwierige Frage, wo es ja bei Frauen heutzutage fast schon zu einem Klischee geworden ist. Zu einem explosiven Klischee, nach wie vor und zu einem inspirierenden.

Ich persönlich fand "Mein Leben als Mann" sowohl unterhaltsam und auch dann und wann fesselnd, was teilweise wie immer auch an Roth makelloser Prosa und seiner Souveränität beim Erzählen liegt. Nie hat man das Gefühl, dass seine Prosa irgendwo aneckt (nicht aufs Moralische, sondern aufs intuitive Wohlbefinden bezogen). Auch ist es beeindruckend wie authentisch Roth die Psychiatersitzungen, Streits, Dialoge und sonstigen Elemente seiner Handlung verfasst hat. Das Ganze ist dann wie eine dieser Geschichten, die, selbst wenn sie nicht passiert ist, sehr wohl so passiert sein könnte.
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am 10. November 2005
Mein Leben als Mann! Ein wirklich viel versprechender Titel für das schon 1974 erschienene Buch des zeitgenössischen Autors Philip Roth, einem größeren Publikum bekannt geworden durch das hervorragende Werk "Der menschliche Makel" (2000). In diesem frühen Werk lässt Roth zahlreiche biographische Details aus seiner unglücklichen Ehe mit Margaret Martinson (frühe 60´er Jahre) einfließen, was der Geschichte m. E. nicht unbedingt zum Vorteil gereicht: der nur stellenweise ironisch vermittelten Kampf eines viel versprechenden amerikanischen Jungautors, "Mann" zu werden, gipfelt in einer gewalttätigen Auseinandersetzung mit seiner psychopathischen Ehefrau, dem daraus resultierenden psychischen Niedergang des Autors und schließlich in seiner Gesundung. Dies hört sich nach mehreren erzählerischen Höhepunkten an, das Lesen mündet aber aufgrund der fast ausschließlich neurotisch bzw. psychotisch agierenden Haupt-Charaktere und der manierierten, anstrengenden Erzählweise mit der Zeit leider in Langeweile; einzelne Textpassagen muten sogar wie weinerliche Tagebucheintragungen eines unreifen Endzwanzigers an. Schade.
Wer ein thematisch verwandtes Buch mit weitaus mehr Originalität und Witz lesen will, sollte lieber John Irving's "The world according to Garp" (dt. "Garp und wie er die Welt sah") zur Hand nehmen.
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Gekünstelt, wenig strukturiert und von einer starken Ich-Bezogenheit durchzogen - so ließe sich eine Bewertung von Philip Roths "Mein Leben als Mann" auf wenige Schlagworte reduzieren. Seit seinem ersten Erscheinen 1974 werfen die Verlage dieses Buch immer mal wieder auf den Markt. So auch jetzt der Hanser-Verlag. Vermutlich bürgt allein der Name Roth für gesunde Verkaufszahlen.

Inhaltlich lässt sich das nur schwer nachvollziehen. Der hochdekorierte mittlerweile 74 Jahre alte amerikanische Autor kreist auf 414 Seiten um die verkorkste Ehe des Ich-Erzählers, eines Schriftstellers, mit Maureen. Diese hat ihn mit einem Betrug zur Ehe gezwungen. Sie hat sich den Urin einer Schwangeren besorgt und ihn beim Test für ihren eigenen ausgegeben, um auf diese Weise eine Schwangerschaft vorzutäuschen. Roths eigene missratene Ehe mit Margaret Martinson Ende der 50er- und Anfang der 60er-Jahre stand dafür Pate.

"Mein Leben als Mann" ist kein Roman im strengen Sinne - es ist vielmehr eine Art Selbstreflexion, der ständige Versuch, sich besagtem Thema auf verschiedene Weisen zu nähern. Für Roth mag das therapeutische Kraft besessen haben, um das Trauma dieser Ehe loszuwerden, für den Leser ist es anstrengend, ermüdend und - ja - schlicht langweilig.
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